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19.07.2017 15:28    |    jennss    |    Kommentare (88)

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Häufig liest man: Mit E-Autos dauert das noch ein paar Jahre. Derzeit seien sie nicht zu empfehlen. Die Reichweiten sind klein, das Lade-Netz noch schlecht ausgebaut. Und doch sage ich mal: Die beste Zeit für ein E-Auto ist jetzt! Warum?

 

1. Es gibt noch kostenlose Stromtankstellen. Besonders in kleineren Orten ist der Anteil der kostenlosen Stromtankstellen überraschend hoch. In großen Städten dagegen ist der Anteil schon viel geringer. Man schaue sich das Stromtankstellennetz seiner Umgebung mal an unter:

http://www.goingelectric.de/stromtankstellen/

Beispiel: 25746 Heide eingeben und unter Filter das Häkchen für "kostenlose Stromtankstellen" setzen, siehe Screenshot.

Je mehr das Netz ausgebaut wird, desto mehr schwinden wahrscheinlich die kostenlosen Stromtankstellen. Das kann aber noch einige Zeit dauern. Wenn man nachrechnet, wie viel das bringt, kann durchaus einiges zusammenkommen. Beispielsweise kann ein relativ einfaches E-Auto (Smart Forfour) ohne Anzahlung eine Monatsrate von ca. 200 € (?) haben. Fährt man 20000 km pro Jahr hätte man mit einem ähnlich motorisierten Verbrenner vielleicht Monatskosten beim Sprit von etwa 150 €. Einen Großteil davon kann man im Alltag mit dem E-Auto an kostenlosen Tankstellen sparen. Zudem ist auch die Steuer sehr niedrig. Wichtig ist, dass das E-Auto relativ schnell tanken kann, so dass man in 1 oder 2 Stunden den Akku (Shoppingzeit) voll hat. Mit einem Hybriden geht die Rechnung nicht auf, da der Akku klein ist und man täglich (langsam) laden muss. Das funktioniert dann nicht so. Die übrigen Kilometer fährt man dann mit bezahltem Strom immer noch halb so teuer wie andere mit Benzin.

 

2. Jetzt gibt es noch die Umweltprämie. Spätestens 2019 fällt die weg. So eine Prämie wirkt beim Auto wie Rabatt. Dies ist besonders beim Leasing oder einer Finanzierung zu spüren, denn der Restwert des Autos verändert sich damit nicht. Das bedeutet, dass sich Prämien und Rabatte voll auf die Finanzierungszeit auswirken, nicht auf die spätere Zeit. Beim Kauf wirkt die Prämie nicht ganz so stark, beim Leasen dagegen fast doppelt, d.h. die Monatsrate reduziert sich bei 4000 € Rabatt/Prämie etwa so als würde man ein 8000 € billigeres Auto leasen/finanzieren.

 

3. Der Spaß etwas Besonderes zu fahren wird in einigen Jahren, wenn sich das E-Auto zunehmend etabliert hat, nicht mehr so ausgeprägt sein. Nehmt mal Freunde eurer Kinder oder Bekannte im Auto mit. Die werden staunen, wie gut ein E-Auto abgehen kann (volles Drehmoment ab Drehzahl "null") und wie cool die Geräuschlosigkeit ist. In der Preisklasse eines eGolfs gibt es wohl kaum etwas Leiseres als eben diesen. Leise plus kräftig ist eine feine Kombination. Weiterhin fasziniert ein E-Auto natürlich auch mit dem Fehlen eines Turbolochs, dem spontanen Reagieren auf "Gaspedal"-Befehle ohne Ansprechverzögerung und dem Fehlen von Schaltrucken. Motormäßig stellt das E-Auto eigentlich das nicht-erreichbare Ideal für Verbrenner dar. In 5 bis 10 Jahren wird dies nicht mehr so einen Wow-Effekt erzeugen wie jetzt. Weiterhin haben recht viele E-Autos schon eine ordentliche Ausstattung, wie z.B. häufig Navigation, Standheizung, LED-Scheinwerfer, sowie ein paar nette äußerliche Designmerkmale, die es als E-Auto erkennen lassen.

 

4. Das E-Auto genießt im Moment noch ein paar Privilegien eines E-Kennzeichens, wie z.B. das Parken auf Ladeplätzen, Fahren auf Busspuren und bei Smogalarm in der City. Mit zunehmender Zahl der E-Autos wird sich das sicherlich irgendwann ändern. Aber bis dahin ist ein jetzt gefahrenes E-Auto schon alt :).

 

Nachteilig bleibt jedoch natürlich tatsächlich noch die Reichweite. Im Gegensatz zu manchen Annahmen kann man zwar durchaus auch mit E-Auto längere Strecken fahren, wenn man an einer Schnellladestelle Pause macht und dabei das Auto an der Strippe hat, aber so perfekt sorglos wie mit Verbrenner geht es insgesamt noch nicht. So wird das E-Auto noch nicht für jeden funktionieren, aber es gibt doch viele, die es durchaus mal durchdenken können, ob es für sie vielleicht doch schon geeignet ist.

 

Diesen Text kann man als kleines Plädoyer für "E-Auto jetzt!" verstehen :). Zu oft liest man "Noch nicht" und "Später ist alles besser" und "E-Autos sind noch viel zu teuer", so dass das mal ein bisschen relativiert wird.

j.

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19.07.2017 16:13    |    sushis

Sorry , aber das ist naiv zu glauben das ich deswegen ein Elektroauto anschaffe. Das bringt ja mal gar nichts .

Fakt ist die Infrastruktur mag für die vereinzelt anzutreffenden E-Fahrzeuge ausreichend sein, laßt mal den Tesla 3 im Markt ankommen, dann wird sich das Blatt schnell wenden. Alleine die komplizierte Geschichte in D für jede Säule eine Karte oder Vertrag zu benötigen, ist schon sinnbefreit. Warum schaffen es die Anbieter nicht per EC oder NFC per Handyrechnung flächendeckend bezahlen zu lassen. Die Infrastruktur z.B im großraum Bergisches Land einfach ungenügend...In D wird sich die Autoindustrie solange es geht dagegen stemmen...


19.07.2017 16:28    |    Zetapot

Genau die gleichen Gedanken wie jennss kamen mir letztens auch.

Bei Ikea kann man hier z.B. kostenlos Strom tanken und alle 4 Plätze waren gähnend leer.

In ein paar Jahren wird das wahrscheinlich nicht so sein.

Leider lohnt sich ein E-Auto für mich nicht, weil ich zur Miete wohne und meine Garage keine Steckdose hat.

Das könnte man zwar ändern lassen, kostet aber wieder so viel, dass sich ein E-Auto noch weniger lohnt.

Hauptgrund dagegen sind aber regelmäßige weite Strecken von 300-600km am Stück.


19.07.2017 16:30    |    jennss

Ich würde entweder kostenlos irgendwo laden (keine Karte nötig) oder eben zuhause über Nacht. Bei Bezahl-Stromtankstellen nur dann, wenn man auf Reisen ist oder so. Es lohnt sich mal zu gucken, ob man kostenlose Stromtankstellen in der Nähe hat. Wenn die Reichweite so um die NEFZ 300 km hat, braucht man auch nicht so oft zu Ikea zum Essen oder Shoppen ;). 1-2x pro Woche schnellladen dürfte bei vielen schon reichen und man braucht keinen eigenen Stellplatz mit Stromanschluss. Im Blogartikel ist ein Screenshot mit kostenlosen Stromtankstellen. Blaue Punkte sind 22 KW, was schon mittelschnell ist. Also ein Smart ED wird da in etwa 1 Stunde voll sein, wenn der Akku ganz leer war. Der eGolf braucht bei ganz leerem Akku wohl ca. 1,5 Stunden an 22 KW. Falls man CSS-Ladestationen (DC) in der Nähe hat, geht es natürlich schneller, aber ich weiß nicht, ob es die auch kostenlos gibt. Das wäre Glück.

 

BTW: Hier gibt es auch einige Stromtankstellen, bei denen man über SMS das Laden startet und beendet. Eine Karte ist da offenbar nicht nötig, da die Kosten vom Mobilfunkkonto abgebucht werden.

j.


19.07.2017 18:12    |    Rockport1911

Knackpunkt ist nach wie vor das Laden. Für den Verbrennungsmotor hatte man über 100 Jahre Zeit eine Tank- Infrastruktur aufzubauen, die muss der Elektroanatrieb erstmal gleich oder besser machen, was Reichweite und Ladedauer angeht.

 

Es gibt auch Sportwagen die kräftig getreten lächerliche Reichweiten zusammenfahren, das ist jedoch im Alltag kein Problem weil in 5 Minuten der Tank wieder vollgemacht werden kann....


19.07.2017 18:38    |    PIPD black

Ich bin mal gespannt, ob "kostenlos" wirklich noch "kostenlos" ist, wenn du vor Ort bist. Oftmals ist es dann wie beim WLAN, begrenzt auf Dauer und Menge. Und registrieren mußt du dich auch. Heißt 1x kostenlos laden und dann nie wieder. Ansonsten gibt es auch Erfahrungsberichte z. B. von den Nissan-Angeboten, wo die Ladesäulen hinter verschlossenen Toren standen oder bei größerer Nutzung die Leistung reduziert worden ist.

 

Oft ist "kostenlos" nur ein Lockmittel......bis man das Kleingedruckte hinter dem * zu Gesicht bekommt.


19.07.2017 18:46    |    Celsi

Kann den Argumenten "pro E-Auto" zwar folgen, und würde auch seit wenigen Monaten den Kauf eines E-Autos in Betracht ziehen. Aber entweder nur als Zweitwagen oder einen TESLA, dessen Reichweite gerade so in Ordnung ginge, aber der kaum bezahlbar ist.

Und wichtig: Der Wagen muss relativ "normal" aussehen, was 2/3 der auf dem Markt befindlichen Produkte, die nach dem Motto "E-Mobilität muss auffällig und häßlich sein" von vorn herein ausschließt. Auch TESLA hat in dieser Hinsicht gewisse Anwandlungen, muss durch riesenhafte Bildschirme polarieren oder, wie jetzt im neuen Model 3, durch ein völlig leergeräumtes Cockpit.


19.07.2017 19:00    |    jennss

Zitat:

Ich bin mal gespannt, ob "kostenlos" wirklich noch "kostenlos" ist, wenn du vor Ort bist. Oftmals ist es dann wie beim WLAN, begrenzt auf Dauer und Menge. Und registrieren mußt du dich auch. Heißt 1x kostenlos laden und dann nie wieder. Ansonsten gibt es auch Erfahrungsberichte z. B. von den Nissan-Angeboten, wo die Ladesäulen hinter verschlossenen Toren standen oder bei größerer Nutzung die Leistung reduziert worden ist.

Oh, ist das wirklich so bzw. oft der Fall? Das wäre in der Tat dann doch ein fetter Haken. Ich muss mich da mal genauer erkundigen in Foren, wie die Erfahrungen sind.

j.


19.07.2017 20:50    |    PIPD black

Ob sowas im großen Stil passiert, weiß ich nicht. Gelesen hab ich es hier auf MT in dem einen oder anderen Blog aber schon.


19.07.2017 21:09    |    Sp3kul4tiuS

wenn man den Verbrauch und die Reichweite mit Verbrennen vergleicht, muss man berücksichtigen das höheres Tempo (Autobahn), Steigungen oder Anhänger den Verbrauch schnell verdoppeln! Stärker als bei Verbrennern. Das ist Konzeptbedingt.

Bei mir wäre die Schwelle wohl an 1000km Reichweite als Angabe damit es sich in etwa so einpendelt wie bei meinem Spritschlucker auf um die 600km.

Wenn es dann sinnvoll wäre einen zu kaufen.


19.07.2017 21:54    |    jennss

Es ist klar, dass ein E-Auto noch nicht für jeden gut geeignet ist, aber ich denke, es lohnt sich, mal darüber nachzudenken, ob es vielleicht doch schon passen kann, evtl. auch nur als Zweitwagen. Es wird in einigen Jahren manches anders aussehen, aber nicht alles besser. Ein "Early Adopter" zu sein, kann auch Vorteile haben.

j.


20.07.2017 07:19    |    bermuda.06

Wenn ich nur eine Steckdose in der Garage hätte wäre mein nächstes Auto - sofern es vom Budget klappen würde -auch ein E Auto oder zumindest ein PlugIn Hybrid. Leider wird es eher schwer sein, die Vermieterin von so einer hohen Investition zu überzeugen und selber bezahlen lohnt es sich nicht, wenn man immer halb der nächsten 5 Jahre noch mal umziehen möchte.

 

Was ich auch cool finde, dass man dann am Einkaufszentrum in der ersten Reihe parken darf und kostenlos tanken kann. Da ärgert man sich auch nicht, wenn die bessere Hälfte mal länger zum Shoppen braucht. Vielleicht sagt der Mann dann ja sogar, "Schatz brauchst du nicht auch noch neue Schuhe?" :D


20.07.2017 09:47    |    jennss

Das verschiebt die Kosten aber nur von Fahrkosten zu Schuhkosten :D.

 

Ich denke, es funktioniert im Prinzip schon, wenn man keine eigene Steckdose am Haus hat, aber die eigene Lademöglichkeit bietet doch mehr Sicherheit und mehr Möglichkeiten zum Aufladen, da man nirgendwo warten muss. Je größer der Akku, desto besser funktioniert es ohne eigene Steckdose. Einen Tesla würde ich auch mit einer Mietwohnung im 3. Stock kaufen :). Da findet sich sicher immer ein Weg, mal irgendwo für eine Woche aufzuladen.

 

Zum kostenlosen Laden habe ich im anderen Forum nachgefragt und dabei die Infos von @PIPD black als Themen-Einleitung genommen (passt ja perfekt dafür :)). Also es gibt schon mal "Haken" bzw. Einschränkungen beim kostenlosen Aufladen, aber in vielen oder den meisten Fällen klappt es wohl doch problemlos.

 

j.


20.07.2017 10:48    |    bermuda.06

Wenn man auf der Arbeit laden könnte, wäre das schon mal ein riesen Vorteil. Dann hätte man schon mal 46 Wochen im Jahr abgedeckt.

 

Ist dann halt nur die Frage, wo man auflädt, wenn man Urlaub hat und zuhause bleibt.

 

PS: Das Schuhgeld geht nicht auf meine "Kostenstelle" :D


20.07.2017 11:40    |    jennss

Beim Hybrid muss man nicht immer unbedingt aufladen (Urlaub). Es ist auch kein Problem, wenn man mal auf Benzin fährt, ist eben nur ein paar Euro teurer. Auf der Arbeit laden können aber wohl nicht so viele (ich nicht).

Beim reinen E-Auto muss man halt eine schöne Stromtankstelle in der Nähe finden, idealerweise eine kostenlose :).

Bei Goingelectric kann man super alles filtern und findet so passende Stromtankstellen.

j.


20.07.2017 12:06    |    Lewellyn

Sehe ich auch so. Jetzt ist die beste Zeit. Der kostenlose Doppel-Schnelllader beim Lidl ist immer noch eher unregelmäßig belegt.

 

Auch wenn die Nutzung in den letzten Monaten sichtbar zugenommen hat.


21.07.2017 11:54    |    JürgenS60D5

Welche Anschlüsse bietet der Doppel-Schnelllader beim Lidl ?


21.07.2017 12:59    |    Her1bert

Ich steige nach einer kalten Nacht in mein Auto und merke: es fehlen plötzlich 20 Liter Sprit aus dem

Tank. Gibts nicht? Nicht bei Verbrennungsmotoren - leider aber bei e-Autos.


21.07.2017 13:48    |    bermuda.06

@Her1bert

 

Du meinst wohl folgendes: Nachdem du dein Auto 10 Minuten freigekratzt hast, steigst du in dein -10 Grad kaltes Verbrenner-Auto und frierst dir einen ab. Im Idealfall beschlagen die Scheiben dann von Innen bevor du los fährst. Und die Fahrer von älteren Autos müssen die Daumen drücken, dass die Batterie nicht platt ist ;) ...achja und während der ersten 15 km bitte nicht zu viel Gas geben...ist nicht gut für Turbo, Motor und Getriebe.

 

Der E-Auto Fahrer geht zu seinem Stellplatz oder in seine Garage. Zieht den E-Stecker ab, setzt sich in ein 20 Grad klimatisiertes Auto und braust lautlos - ohne die Nachbarn zu wecken - davon. Achso das E-Auto muss man auch nicht warmfahren, sondern kann an der ersten Kreuzung direkt mit Vollgas losballern :D


21.07.2017 14:01    |    Her1bert

Ein draußen geparktes e-Auto wird NICHT kalt? Wunder der Technik ...


21.07.2017 14:50    |    bermuda.06

@Her1bert

Bitte lies noch mal meine Nachricht ;) Wenn wir von einer kalten Nacht und kratzen reden, dann fährt man höchstwahrscheinlich von Zuhause aus los und als E-Auto Besitzer sollte man zumindest im Moment noch eine Lademöglichkeit haben.

 

Und wenn das E-Auto am Strom hängt, dann wird das Auto auf eine angenehme Temperatur klimatisiert: Im Winter wird geheizt und im Sommer wird gekühlt.


21.07.2017 14:56    |    jennss

Zum Lidl-Schnelllader:

http://www.goingelectric.de/.../...ationen-fuer-elektroaut-t18517.html

 

Im neuen Heft "Elektro Auto Mobil" ist auch ein Bericht über kostenloses Laden.

j.


21.07.2017 14:56    |    Lewellyn

@JürgenS60D5: CCS und Chademo, 50kWh max., sowie ein AC- Lader. Und das an 2 Säulen.

 

Zusätzlich gibts noch Schukodosen für Pedelecs, bei denen das Ladegerät mit eingeschlossen werden kann.


Bild

22.07.2017 09:10    |    Mr. Moe

@ bermuda

Das E-Auto steht also in der Garage und der Verbrenner auf der Straße? In Zeiten von 300 km NEFZ Reichweite ist es schon komisch die Vorteile eine E-Autos im Winter zu loben. Jedes Grad Innenraumtemperatur über der Aussentemp nagt an der Reichweite.

 

 

Zitat:

Orignial geschrieben von jenns

Beim Hybrid muss man nicht immer unbedingt aufladen (Urlaub). Es ist auch kein Problem, wenn man mal auf Benzin fährt, ist eben nur ein paar Euro teurer.

Es mag dich vielleicht schockieren, aber einen Hybriden muss man nicht aufladen und man kann ihn auch nicht aufladen.

 

Wenn man schon die Vor- und Nachteile aufzeigen will, sollte man auch zwischen E-Autos, E-Autos mit Range Extender, Mildhybriden, Hybriden und Plug-In-Hybriden unterscheiden.


22.07.2017 09:23    |    bermuda.06

@Mr. Moe

Bei unter 0 Grad ist auch der Verbrennerwagen in der Garage kalt. Mit Glück sind es vielleicht 7 Grad die immer noch kalt genug sind um sich auf den ersten 3 Kilometern den A... abzufrieren. Und mit einem E Auto kann man schon heizen wie man möchte, dann lass es halt 40 km weniger Reichweite sein (geschätzt). Wenn das E Auto real 200 km schafft, dann kann man immer noch sorgenfrei fahren.

 

Und zum Thema Hybrid: Einen Plugin Hybrid nicht aufzuladen sondern nur im normalen Hybrid Modus zu fahren ist schon wirtschaftlicher Wahnsinn, wenn man den Mehrpreis und den Verbrauch betrachtet. Dann sollte man direkt zum Prius greifen


22.07.2017 11:18    |    Schwarzwald4motion

@bermuda.06 Betreff: Plugin Hybrid nicht aufzuladen ..

Wirtschaftlich in der Überganszeit möglicherweise* aber es gibt ja die Subvention, was den Verbrauch betrifft

*= Anwendungsfall, Rabatt, Wiederverkauf.. hab ich was vergessen?


22.07.2017 11:59    |    FranzR

---Zitat---

"? 20.07.2017 07:19 | bermuda.06

Was ich auch cool finde, dass man dann am Einkaufszentrum in der ersten Reihe parken darf und kostenlos tanken kann. Da ärgert man sich auch nicht, wenn die bessere Hälfte mal länger..."

---Zitat Ende---

 

 

Ja, für Ältere und Behinderte ist es schon sehr hilfreich direkt vor der Türe parken zu können. Das sollte eigentlich für alle Kunden eingeführt werden, damit sich keiner grämen muß, wenn er nur in der 3. Reihe parken kann. Am besten mit Vorrechts-Ausweis und Polizeieinsatz falls der Gegener bockbeinig sein sollte. Was sind wir doch für Helden...


22.07.2017 12:01    |    FranzR

@Bermuda, ich glaube dein Name ist Programm.

 

"Und wenn das E-Auto am Strom hängt, dann wird das Auto auf eine angenehme Temperatur klimatisiert: Im Winter wird geheizt und im Sommer wird gekühlt."

 

Voll Öko, ey, oder???


22.07.2017 12:02    |    FranzR

...du kannst dir mit der entrüsteten Antwort Zeit lassen, ich muß erst mal was wichtigeres tun...


22.07.2017 12:27    |    Jungbiker

Ich würde mir überhaupt kein Auto mehr kaufen. Meine Karre stand über ein Jahr lang unbenutzt rum. Grund: Ich hatte es schlichtweg vergessen.

In der Stadt macht es einfach für mich keinen Sinn mehr, ein Auto zu besitzen. Man findet eh keinen Parkplatz.

Per Rad oder öffentl. Verkehrsmittel ist man schneller und entspannter Unterwegs. Für Genussfahrten nehme ich mein Motorrad. Viele Freunde von mir denken ähnlich. Der Zahl der Nichtautobesitzer steigt stetig in meinem Freundeskreis. E-Bikes und Pedelecs stehen bei manchen gerade zur Diskussion.

 

Ich gehe davon aus, dass es in 5 bis 10 Jahren viele Drive Now Fahrzeuge auf Elektrobasis geben wird, die man sich einfach ausleiht. Außerdem stecken die Elektroautos noch mitten in ihrer Entwicklung. Was heute modern ist, ist in 4 Jahren wahrscheinlich schon überaltet. Nachhaltigkeit wäre mir auch wichtig. So ein Teil müsste bei mir schon 30 Jahre lang halten. Deswegen nur mit Carbonkarosserie. Akkus und Motoren nachrüstbar.

Bin mal auf den neuen Tesla 3 gespannt. Der gefällt mir ganz gut. Ansonsten finde ich bei den deutschen Herstellern kein Auto, dass mir gefällt, außer dem i8. Aber der ist für mich zu teuer und die Technik ist auch schon wieder veraltet.


22.07.2017 13:17    |    bermuda.06

@FranzR Danke, dass du dir die anscheinend äußerst kostbare Zeit genommen hast :D *ignore* :rolleyes:


22.07.2017 13:48    |    Zetapot

Carbon ist das Gegenteil von Nachhaltig.

Beim kleinsten Schaden ist die Karosse als Sondermüll zu entsorgen. Metall kann unendlich oft recycled werden.

Ich habe auch einige autolose Freunde, die in der Großstadt wirklich keins benötigen. Aber falls man doch mal irgendwo weiter weg, zur Hochzeit o.ä. eingeladen wird, schmarotzen die sich bei den Autobesitzern durch und wollen mitgenommen werden ;)


22.07.2017 13:54    |    jennss

Zitat:

Es mag dich vielleicht schockieren, aber einen Hybriden muss man nicht aufladen und man kann ihn auch nicht aufladen.

Naja, man muss es schon verstehen wollen ;). Natürlich meinte ich den PlugIn-Hybriden.

 

In meinen Augen sind Vollhybriden keine wirklichen Hybriden. Klar, sie haben einen E-Motor und Akku, aber für entscheidend halte ich, was man beim Auto tankt/lädt. Der Vollhybrid ist m.E. nur ein Weg, um den Verbrauch zu reduzieren, was ja auch eine gute Sache ist. Aber man kann nicht mit Strom aus zentraler Herstellung fahren. Erst der PlugIn-Hybrid liegt wirklich zwischen E-Auto und Verbrenner. Der Vollhybrid ist im Grunde genommen weiterhin ein reiner Verbrenner und somit nicht richtig der Bezeichnung "Hybrid" würdig. Aber ich akzeptiere das natürlich so :), weil es eine gewohnte Bezeichnung ist und aus technischer Sicht ja auch nicht falsch.

j.


22.07.2017 13:55    |    notting

Mach dir nix draus, dass hier soviele auf Daumen runter klicken (habe ich übrigens auch).

 

Zitat:

1. Es gibt noch kostenlose Stromtankstellen.

Und dafür läufst du dann im Zweifel viele 100m nach Hause? Klassischer Fall von sparen um jeden Preis.

 

Zitat:

2. Jetzt gibt es noch die Umweltprämie.

Und? Bevor Renault beim Zoe auf die 4kEUR staatl. Prämie (mit 50% Herstelleranteil) 1kEUR draufgegeben hat, gab's 5kEUR Renault-Prämie auf den Zoe. Außerdem gibt's dann meist weniger Rabatt zum Aushandeln.

 

Zitat:

3. Der Spaß etwas Besonderes zu fahren wird in einigen Jahren, wenn sich das E-Auto zunehmend etabliert hat, nicht mehr so ausgeprägt sein. [...] Die werden staunen [...]

Man wird aber recht schnell blöd dastehen wg. zu geringer Reichweite (wie du weiter unten auch zugibst), mangelnden praktikablen Lademöglichkeiten und weil's IMHO in den nächsten 1-2 Jahren noch deutl. techn. Fortschritte geben wird, evtl. auch preisl. tendenziell besser. Genauso gut könnte man schreiben: Mach was besonders, bohr dir ein Loch ins Knie und füll Wasser rein :rolleyes:

Außerdem habe ich ein Angeber-Fahrzeug nicht nötig.

 

Zitat:

4. Das E-Auto genießt im Moment noch ein paar Privilegien eines E-Kennzeichens

... aber nur, wenn die entspr. Gemeinde das auch umgesetzt hat. Und das ist IMHO in sehr wenigen Fällen der Fall.

 

Zitat:

Diesen Text kann man als kleines Plädoyer für "E-Auto jetzt!" verstehen :). Zu oft liest man "Noch nicht" und "Später ist alles besser" und "E-Autos sind noch viel zu teuer", so dass das mal ein bisschen relativiert wird.

Weil's absolut stimmt, dass man in vielen Fällen noch warten sollte!

 

notting


22.07.2017 14:02    |    jennss

Zitat:

Weil's absolut stimmt, dass man in vielen Fällen noch warten sollte!

Ich wollte mit diesem Artikel vor allem die Grenzfälle ansprechen. Natürlich ist ein E-Auto noch längst nicht für jeden sinnvoll, aber wenn man seine private Situation überdenkt, kann man vielleicht festellen, dass ein E-Auto schon durchaus für einen geeignet sein kann und eben auch seine Vorteile hat. Nicht alles wird in Zukunft für das E-Auto besser sein. Einige Vorteile gibt es später wohl nicht mehr.

 

Außerdem finde ich es schade, dass man E-Autos fast immer nur aus ökologischer Sicht betrachtet und dabei ein bisschen den speziellen Fahrspaß vergisst.

j.


22.07.2017 14:04    |    notting

@jennss: Dumm wenn man umziehen oder den Job wechseln muss (hatte mein aktuelles Auto auch mal für die halbe Strecke zur Arbeit gekauft, obwohl die alte Strecke schon ca. 40km war) und dadurch das E-Auto nicht mehr praktikabel ist -> hoher Wertverlust, man muss gleichzeitig nach einem neuen Auto suchen etc.

 

Dass mit dem Fahrspaß stimmt, der wird in den Medien kaum erwähnt.

 

notting


22.07.2017 14:07    |    jennss

Zitat:

Einen Plugin Hybrid nicht aufzuladen sondern nur im normalen Hybrid Modus zu fahren ist schon wirtschaftlicher Wahnsinn, wenn man den Mehrpreis und den Verbrauch betrachtet. Dann sollte man direkt zum Prius greifen

Es kommt auf das Auto an. Ein Prius PlugIn lohnt kaum (selbst mit Umweltbonus ist er noch ein paar tausend Euro teurer als der Vollhybrid), ein 225xe oder 330e schon viel eher:

Anschaffung liegt unter der eines gleichstarken Verbrenners (220i oder 225i oder 225xi) und Fahrkosten sind selbst dann niedriger, wenn man nicht extern auflädt. Ein Prius ist wegen der Leistung kein Vergleich zu einem 225xe/330e.

 

Zitat:

@jennss: Dumm wenn man umziehen oder den Job wechseln muss (hatte mein aktuelles Auto auch mal für die halbe Strecke zur Arbeit gekauft, obwohl die alte Strecke schon ca. 40km war) und dadurch das E-Auto nicht mehr praktikabel ist -> hoher Wertverlust, man muss gleichzeitig nach einem neuen Auto suchen etc.

Das fällt dann unter die Einschätzung der persönlichen Situation. Wenn ein Umzug in Aussicht steht, kann das ungünstig sein und man kauft lieber einen Verbrenner.

j.


22.07.2017 14:38    |    bermuda.06

@notting

 

1. ein E Auto lohnt sich nur dann, wenn man eine Lademöglichkeit zuhause hat. Das ist klar.

 

2. Wenn sich die Lebensumstände so verändern, dass man mit 200km Reichweite pro Tag nicht auskommt, dann sollte man vielleicht überlegen, ob das so ideal ist. 3 Stunden Arbeitsweg vernichten jegliche Lebensqualität. Das ist auch eher ein Sonderfall

 

e Autos lohnen sich jetzt noch nicht für jeden, da braucht man nicht drum herum reden. Genauso wenig eignet sich ein Roadster für die Großfamilie oder ein Multivam für den Single Stadtbewohner mit Parkplatznot. Jedoch würde niemand denn Nutzen dieser Autos hinterfragen.


Deine Antwort auf "E-Auto: Die beste Zeit ist jetzt!"

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