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09.12.2021 17:46    |    jennss    |    Kommentare (50)

ID.3ID.3

Ich bin mit unserem ID.3 mit nur ca. 420 km WLTP-Reichweite (real 250 bis 350 km) zwar sehr zufrieden, aber wenn man den Schwerpunkt Langstrecke hat oder nicht zuhause laden kann, ist eine größere Reichweite schon sehr nützlich. Hier ein paar aktuell erhältliche E-Autos mit größerer Reichweite, die preislich am unteren Ende liegen (was natürlich nicht super günstig ist, aber immerhin relativ). Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. In Fettdruck das Preis-Reichweitenverhältnis. Preise sind mit abgezogener Umweltprämie, aber ohne weitere Rabatte:

 

VW ID.3 Pro S, Hinterradantrieb, 204 PS, 7,9 s. auf 100, 38 Min. bis 80%, keine Zuglast, ab 32890 €, 549 km, 59,9 €/km

(Bald auch als Cupra Born mit 77 kWh)

 

Skoda Enyaq 77 kWh, Hinterradantrieb, 204 PS, 8,7 s. auf 100, 38 Min. bis 80%, 1000 kg Zuglast bei 12%, ab 35180 €, 541 km, 65 €/km

 

VW ID.4 77 kWh, Hinterradantrieb, 204 PS, 8,5 s. auf 100, 38 Min. bis 80%, 1000 kg Zuglast bei 12%, ab 35345 €, 517 km, 68,4 €/km

 

Polestar 2 Long Range, Frontantrieb, 231 PS, 7,4 s. auf 100, 32 Min. bis 80%, 1500 kg Zuglast, ca. 78 kWh, ab 38930 €, 542 km, 71,8 €/km

 

Audi Q4 e-tron 40 (Sportback) 76,6 kWh, Hinterradantrieb, 204 PS, 8,5 s. auf 100, 38 Min. bis 80%, 1000 kg Zuglast bei 12%, ab 37930 €, 521 km, 72,8 €/km

 

Hyundai Ioniq 5 72,6 kWh, Hinterradantrieb, 217 PS, 7,4 s. auf 100, 18 Min. bis 80%, 1600 kg Zuglast 12%, 481 km, 35530 €, 73,9 €/km

 

Ford Mustang Mach E Long Range, Hinterradantrieb, 99 kWh, 294 PS, 7,0 s. auf 100, 750 kg Zuglast, 610 km, 45180 €, 74 €/km

 

Kia EV6, 77,4 kWh, Hinterradantrieb, 229 PS, 7,3 s. auf 100, 18 Min. bis 80%, 1600 kg Zuglast, 529 km, 39420 €, 74,7 €/km

 

Tesla Model 3 LR, Allradantrieb, ca. 78 kWh, ca. 440 PS, ab 45990 €, 614 km, 74,9 €/km

 

Tesla Model 3, Hinterradantrieb, 60 kWh, 325 PS, 36990 €, 491 km, 75,3 €/km

 

BMW i4 eDrive40, Hinterradantrieb, 340 PS, 590 km, 51225 €, 86,8 €/km

 

Tesla Model Y LR, Allradantrieb, ca. 440 PS, ca. 78 kWh, ab 50990 €, 507 km, 100,6 €/km

 

Zum Vergleich: Mercedes EQS 450+, Hinterradantrieb, 768 km, 106374 €, 138,5 €/km

 


Später kommen noch:
Mercedes EQE 660 km, Preis aber vermutlich deutlich über 60000 €
Nissan Ariya 500 km, Preis wohl über 40000 €

 

Zwar gibt es bei den kleinen Autos wie Dacia Spring noch bessere Werte beim Preis-Reichweitenverhältnis in €/km, aber hier geht es ja um große Reichweiten. Spannend wird es auch, wie sich das weiterentwickelt, vor allem in der Kompaktklasse. Beim ID.3 Pro S ist der eigentliche Aufpreis ggü. dem Pro mit 58 kWh nur ca. 3000 €, aber beim Pro S hat man automatisch dabei das Interieur-Style-Paket, 19" Alufelgen und 204 PS statt 145 PS. Ohne das wäre der Pro S noch mehr Schnäppchen, aber er bietet auch so das beste Preis-Reichweiten-Verhältnis. Ein Opfer der konsequenten Bauweise ist die fehlende Zuglast. Warum der Enyaq mehr Reichweite als der ID.4 hat, weiß ich nicht.

 

Wichtig ist auch das Ladetempo. Dies habe ich hier unberücksichtigt gelassen, wie auch die Serienausstattung. Letztlich sind die Eigenschaften der Autos eh so unterschiedlich, dass man keine pauschale Empfehlung geben kann.

 

Ich wollte diese Liste einfach mal erstellen, weil ich diese E-Auto-Klasse für besonders interessant und zukunftsträchtig halte. E-Autos mit großer Reichweite werden vermutlich den kleinsten Wertverlust haben.

j.

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09.12.2021 20:15    |    tomcat092004

Für meine täglichen Wege sind die Fahrzeuge gut und auch für kleine Strecken, allerdings sind sie kein Schnäppchen.

Für Langstrecken (500+km) (sehr sehr wenige im Moment) sind mir die Reichweiten zu gering.Es wäre immer eine längere Zwangspause nötig. Das ist nicht meine Welt.


09.12.2021 21:30    |    bsa11

Vor 4 Monaten erhielt ich meinen Diesel mit aktuellem MildHybrid, ordentliche Ausstattung und 66 l Tank. Nach 7 tkm sind -Reichweite: 1050 km (nicht WLTP Fahrtmodus, sondern schneller); -Tanken 9,35 €/100 km, -Fixkosten (inkl. Rücklagen Neuleasing) 39,74 €/100Km; -Ges. 48,1€/100 km. Ich glaube, es war eine gute Entscheidung im Vergleich zu den Themenstarter-Zahlen. Dazu ist es auch noch ein Modell, was mir vom Design gefällt, muß ich es nicht täglich nicht schönreden, wie ich die obigen müßte.


09.12.2021 22:20    |    jennss

Zitat:

@tomcat092004 schrieb am 9. Dezember 2021 um 20:15:03 Uhr:

Für Langstrecken (500+km) (sehr sehr wenige im Moment) sind mir die Reichweiten zu gering. Es wäre immer eine längere Zwangspause nötig. Das ist nicht meine Welt.

Wie lang dürfte eine Pause über 500+ km denn maximal sein, wenn man nur "sehr, sehr wenige" solche Strecken fährt? Sind 18 Minuten Pause zu viel?

j.


09.12.2021 22:22    |    Brot-Herr

Bin mal gespannt, wann es endlich ein Hersteller hinbekommt, ein brauchbares Auto um den Antrieb herum zu konstruieren. Ich vermute, daß ein wirtschaftlich sinnvoller E-Umbau mit mindestens 300 km Reichweite bei jedem Wetter (die brauche ich alle paar Wochen mal) für das vorhandene Auto oder bezahlbare E-Fuels für die Massen oder beides noch vorher kommen.


09.12.2021 22:31    |    jennss

Zitat:

@Brot-Herr schrieb am 9. Dezember 2021 um 22:22:53 Uhr:

Ich vermute, daß ein wirtschaftlich sinnvoller E-Umbau

Auf E-Auto umbauen? Ist ja nicht gerade konsequent gelöst. Dann lieber das alte Auto fahren bis es verbraucht ist und wechseln auf eine durchdachte Konstruktion mit E-Antrieb. Ein Umbau, z.B. von Oldtimern, ist möglich, aber sehr teuer. Günstige Preise brauchen Massenfertigung (Skaleneffekte).

 

Zitat:

mit mindestens 300 km Reichweite bei jedem Wetter (die brauche ich alle paar Wochen mal) für das vorhandene Auto

Warum muss es für ein altes Auto sein? 300 km bei jedem Wetter bekommt ein ID.3 Pro S auch hin.

 

Zitat:

oder bezahlbare E-Fuels für die Massen oder beides noch vorher kommen.

Das Problem dabei ist "bezahlbar". E-Fuels brauchen viel Energie zur Erzeugung in zwei Schritten (Elektrolyse + C-Anreicherung). Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass sowas mal auf den Fahrkostenlevel von Benzin kommt.

j.


09.12.2021 22:36    |    tomcat092004

Zitat:

@jennss schrieb am 9. Dezember 2021 um 22:20:41 Uhr:

Zitat:

@tomcat092004 schrieb am 9. Dezember 2021 um 20:15:03 Uhr:

Für Langstrecken (500+km) (sehr sehr wenige im Moment) sind mir die Reichweiten zu gering. Es wäre immer eine längere Zwangspause nötig. Das ist nicht meine Welt.

Wie lang dürfte eine Pause über 500+ km denn maximal sein, wenn man nur "sehr, sehr wenige" solche Strecken fährt? Sind 18 Minuten Pause zu viel?

j.

Vor einigen Jahren und durchaus heute noch braucht es keine Pausen auf solchen Strecken.

Fahre ich ohne Familie wäre maximal eine Tank und Pinkelpause nötig, mit Familie eine halbe Stunde, auch mal eine Stunde, was dann zum Laden reicht.

Sehr sehr wenig im Moment ist der Coronasituation geschuldet. Es wird sicherlich wieder mehr werden.

 

Unabhängig von alledem habe ich ein Ladeproblem, weshalb ich keine Umstieg plane(n kann).


09.12.2021 22:48    |    jennss

Zitat:

@tomcat092004 schrieb am 9. Dezember 2021 um 22:36:10 Uhr:

Vor einigen Jahrenund durchaus heute noch braucht es keine Pausen auf solchen Strecken.

Klar kann ein Mensch mit Auto 500 km am Stück schaffen, auch ohne Pipipause. Aber wozu? Ist doch unnötiger Stress. Welchen Sinn macht das? Ich halte die Reichweiten und Ladezeiten obiger Modelle für voll reisetauglich (im Übrigen auch schon unseren ID.3 mit nur 58 kWh).

 

Zitat:

Fahre ich ohne Familie wäre maximal eine Tank und Pinkelpause nötig, mit Familie eine halbe Stunde, auch mal eine Stunde, was dann zum Laden reicht.

Mit einem Kia EV6 wären je nach Tempo vielleicht 10 bis 15 Minuten Pause auf 500 km Autobahn nötig. Diese Minuten kommen schneller zustande als man manchmal denkt. Insbesondere, wenn man nur sehr selten so lange Strecken fährt, ist es doch nicht sinnvoll, die Wahl des Autos darauf auszurichten, um ein paar Minuten im Jahr zu sparen, wenn überhaupt. Gerade an fremden Urlaubsorten/Städten ist es sehr entspannend, ein E-Auto zu fahren, weil es so unverzögert ohne Schaltvorgänge reagiert. Das mindert Stress. Das kann man vielleicht erst dann nachvollziehen, wenn man es kennt.

j.


09.12.2021 22:49    |    Old Faithful

E-fuels sollten/können wir wegen des enormen Bedarfs an grünem Strom nicht für Pkw vergeuden. In extrem ineffizienten Motoren!

Wenn wir überhaupt Flugverkehr weiter behalten wollen, in welchem Umfang auch immer, dann werden wir e-fuels auf Flugzeuge fokussieren müssen.


09.12.2021 22:55    |    tomcat092004

Jennss

Mir sind die Vorzüge der E-Fahrzeuge bekannt und sie sind durchaus interessant.

Wie oben nachträglich noch eingefügt geschrieben, habe ich jedoch ein Ladeproblem für E-Fahrzeuge. Daher ist für mich kein ernsthaftes Interesse für einen Umstieg vorhanden. Sollte sich dies ändern, so schaue ich mir interessante Fahrzeuge an.

 

Da ich ein Automatikfahrzeug fahre, ist das Argument bezüglich Schalten für mich nicht relevant.


09.12.2021 23:09    |    tomcat092004

Im Eingangskommentsr schreibst du, dass dein ID3 350km schafft.

Das reicht nicht mal für eine Woche bei mir.

 

Da ich keine Lademöglichkeit zur Verfügung habe, weder Zuhause noch auf Arbeit, wird es schwierig.

Es sind durchaus Argumente der eigenen Faulheit. Jedoch sehe ich nicht ein, warum ich mir jetzt ein E-Fahrzeug zulegen sollte, wenn ich mich für den Betrieb sehr stark verbiegen muss.

Sofern die Grundbedingungen also unter anderem die Infrastruktur verbessert werden, wird es für noch mehr Menschen interessant.

Noch ist es für Menschen, die selbst die Grundbedingungen schaffen können. Allen voran die Eigenheimbesitzer.

Wallbox gekauft fertig. Das geht bei mir nicht. Mein Fahrzeug steht in einer Sammelgarage ohne Stromanschlüsse. Das Haus ist nicht mein Eigentum.


09.12.2021 23:12    |    Old Faithful

Magst du verraten, in welcher Stadt du wohnst? Ich würde dann per Screenshot zeigen, wo es in dieser Stadt Lademöglichkeiten gibt.


09.12.2021 23:16    |    tomcat092004

Du kannst mir alternativ gerne die Quellen für die Ladestationen nennen und ich suche selbst.

Zur Zeit ist mir nur eine bei Aldi in meiner Nähe bekannt.

Dort gehe ich jedoch nicht einkaufen.

 

Vor einiger Zeit hatte ich mal 2 verschiedene Seiten zum Schauen zur Verfügung und diese gaben keine Ladesäulen bei mir an.


09.12.2021 23:22    |    tomcat092004

Es kommt noch hinzu, dass mein derzeitiges Fahrzeug noch recht jung ist und ich keine Ambitionen habe, allein aus Vorreitergründen jenseits der 30k für ein neues Fahrzeug auszugeben.

Da warte ich gerne noch ein paar Jahre und warte auf die nächste große Infrastrukturwelle und es auch in Richtung Massentauglich geht (Laternenparker als Beispiel).


09.12.2021 23:35    |    tomcat092004

Nicht falsch verstehen

Ich freue mich für jeden, der den Umstieg wagt und es ihm auch gelingt.

Ich behaupte jedoch, dass es für den Großteil derjenigen kein großer Einschnitt ist, da sie entweder sich die Infrastruktur selbst beschaffen und installieren lassen können (Eigenheim) oder das Glück haben, eine Vorort (Wohnort oder Arbeitgeber) vor die Nase gesetzt bekommen zu haben.

Für Laternenparker und wohnhaft in einem Mehrfamilienhaus/Wohnblock einer Großstadt zumindest in meiner Gegend laut meinen Beobachtungen nicht realistisch.

Es werden peu a peu mehr Ladesäulen, aber bei weitem nicht genug, dass die Masse umsteigen kann.

Die Einstiegspreise sind zudem auch nicht besonders preiswert, wenn man mal die Prämie außen vor läßt.

Die größte Hürde ist und bleibt in meinen Augen die Infrastruktur und solange diese nicht schnellstens vorangetrieben wird, wird es auch nicht massentauglich.

Eine halbe Stunde Pause auf Langstrecken sind nicht unbedingt das Problem, sofern ich da nicht daneben stehen muss und die Kapazitäten entsprechend Hoch genug sind, dass ich ich nicht erst eine halbe Stunde warten muss, um Laden zu können.


10.12.2021 00:25    |    AgilaNJOY

Zitat:

@jennss [url=https://www.motor-talk.de/.../...-grosser-reichweite-t7203607.html?...]schrieb am 9. Dezember 2021 um 22:48:07

 

Insbesondere, wenn man nur sehr selten so lange Strecken fährt, ist es doch nicht sinnvoll, die Wahl des Autos darauf auszurichten, um ein paar Minuten im Jahr zu sparen, wenn überhaupt.

Genau das frage ich mich auch immer, wenn ich den "normalen" Autokäufer sehe:

 

  • es muss unbedingt ein 4x4 sein, weil man im Winter ja mal vielleicht bei Schnee fährt
  • ein Kombi weil man ja auch mal in den Urlaub oder zu IKEA fährt
  • ein SUV, weil es ja die berühmte nasse Wiese gibt
  • viel Leistung, weil man ja am Berg mal überholen können will
  • ...

 

Autokauf ist eben eine emotionale Sache und wenn man eben die Reichweitenangst hat oder einfach durchfahren will, dann ist das eben auch ein Grund, ein Auto für sowas zu kaufen.

 

Bernd


10.12.2021 00:50    |    jennss

Zitat:

@tomcat092004 schrieb am 9. Dezember 2021 um 22:55:52 Uhr:

Wie oben nachträglich noch eingefügt geschrieben, habe ich jedoch ein Ladeproblem für E-Fahrzeuge. Daher ist für mich kein ernsthaftes Interesse für einen Umstieg vorhanden. Sollte sich dies ändern, so schaue ich mir interessante Fahrzeuge an.

Das kann ich schon nachvollziehen, also es ist möglich, dass ein E-Auto aktuell noch wirklich unpraktisch ist. Für 2022 sind viele neue Ladesäulen angekündigt. Dann kann man die Situation neu bewerten:

https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/

Im Alltag ohne eigene Lademöglichkeit, wie auch auf Langstrecken sind große Akkus vorteilhaft.

 

Zitat:

Da ich ein Automatikfahrzeug fahre, ist das Argument bezüglich Schalten für mich nicht relevant.

Elektro fährt sich in der Stadt nochmals besser/entspannter/schneller. In vollen Städten sind z.B. Spurwechsel einfacher, weil man schneller reagieren kann als mit Automatik, welche erst noch "Luft holen" (zurückschalten) muss.

j.


10.12.2021 00:56    |    jennss

Zitat:

@tomcat092004 schrieb am 9. Dezember 2021 um 23:35:11 Uhr:

Die größte Hürde ist und bleibt in meinen Augen die Infrastruktur und solange diese nicht schnellstens vorangetrieben wird, wird es auch nicht massentauglich.

Sehe ich auch so. Je besser die Infrastruktur, desto leichter kommt man auch mit kleineren Akkus klar. Supermärkte sind aus meiner Sicht am wichtigsten. Jeder sollte einige Schnelllader haben. Das muss in 2022 kommen. Ich hoffe da auf die Grünen in der Regierung :).

j.


10.12.2021 01:30    |    Brot-Herr

Zitat:

@jennss schrieb am 9. Dezember 2021 um 22:31:46 Uhr:

Zitat:

@Brot-Herr schrieb am 9. Dezember 2021 um 22:22:53 Uhr:

Ich vermute, daß ein wirtschaftlich sinnvoller E-Umbau

Auf E-Auto umbauen? Ist ja nicht gerade konsequent gelöst. Dann lieber das alte Auto fahren bis es verbraucht ist und wechseln auf eine durchdachte Konstruktion mit E-Antrieb. Ein Umbau, z.B. von Oldtimern, ist möglich, aber sehr teuer. Günstige Preise brauchen Massenfertigung (Skaleneffekte).

Trotzdem glaube ich, daß das noch vor einem brauchbaren Fertigauto mit Elektroantrieb in bezahlbar kommen wird.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 9. Dezember 2021 um 22:31:46 Uhr:

Zitat:

mit mindestens 300 km Reichweite bei jedem Wetter (die brauche ich alle paar Wochen mal) für das vorhandene Auto

Warum muss es für ein altes Auto sein? 300 km bei jedem Wetter bekommt ein ID.3 Pro S auch hin.

Weil es einfach kein neues Auto gibt. Und ich glaube auch nicht, daß es in absehbarer Zeit brauchbare Elektroautos fertig zu kaufen geben wird.

Fast alle, die es gibt, sind nicht flach genug und/oder zu klein für die Familie und wirklich alle sind viel zu mager ausgestattet.

Mein 2010 Prius erfüllt meine Mindestvorgaben an tiefem Einstieg (auch wenn er gern noch flacher sein könnte), Platz und Ausstattung. Mein ehemaliger 1999 Renault Laguna 1.6 16V bis auf Automatikgetriebe und Tempomat (beides hat der Vorbesitzer nicht mitbestellt, aber gab es) auch.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 9. Dezember 2021 um 22:31:46 Uhr:

Zitat:

oder bezahlbare E-Fuels für die Massen oder beides noch vorher kommen.

Das Problem dabei ist "bezahlbar". E-Fuels brauchen viel Energie zur Erzeugung in zwei Schritten (Elektrolyse + C-Anreicherung). Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass sowas mal auf den Fahrkostenlevel von Benzin kommt.

j.

Ich denke, wenn es genug erneuerbare Energien gibt, wird das nicht mehr das Problem sein.


10.12.2021 08:44    |    TITANMANFRED

Bitte mit dem Stincker aber nur im E-Modus durch die Städte - Lungenkrankheiten haben wir auch schon OHNE Corona genug - DANKE

 

Zitat:

@bsa11 schrieb am 9. Dezember 2021 um 21:30:48 Uhr:

Vor 4 Monaten erhielt ich meinen Diesel mit aktuellem MildHybrid, ordentliche Ausstattung und 66 l Tank. Nach 7 tkm sind -Reichweite: 1050 km (nicht WLTP Fahrtmodus, sondern schneller); -Tanken 9,35 €/100 km, -Fixkosten (inkl. Rücklagen Neuleasing) 39,74 €/100Km; -Ges. 48,1€/100 km. Ich glaube, es war eine gute Entscheidung im Vergleich zu den Themenstarter-Zahlen. Dazu ist es auch noch ein Modell, was mir vom Design gefällt, muß ich es nicht täglich nicht schönreden, wie ich die obigen müßte.


10.12.2021 09:09    |    tomcat092004

@TITANMANFRED

Zitat:

@TITANMANFRED schrieb am 10. Dezember 2021 um 08:44:53 Uhr:

Bitte mit dem Stincker aber nur im E-Modus durch die Städte - Lungenkrankheiten haben wir auch schon OHNE Corona genug - DANKE

Da hoffe ich doch, dass du immer mit Verkehrsmitteln ohne Verbrenner unterwegs bist.

Also stets per pedes, gelle!

 

E-Mobilität ist auch nicht sauber, aber klar, der Dreck entsteht ja woanders und ist damit nicht existent in der Stadt, weil der Dreck sich an die Städtegrenzen hält, beim durch die Gegend fliegen.

 

Lange Rede, kurzer Sinn

Absolut schwachsinniger Kommentar

 

@jennss

Ich konnte mich nicht zurückhalten. Es steht dir natürlich frei meinen Kommentar zu löschen.

Zurück zum durchaus interessanten Thema.

Es ist wichtig, sich über die Möglichkeiten zu informieren und auch spannend wie die Entwicklung verläuft.


10.12.2021 10:33    |    Alfa.Tiger

Die Auflistung ist informativ, danke. ABER: Wichtiger als die Reichweite ist die Ladeleistung!

 

Gegen den Mercedes-Fahrer mit 1050 km Reichweite kann kein E-Auto anstinken. Muss es auch nicht. Warum soll ich 1000 km am Stück fahren? Werde ich nie tun. Bin gestern Abend 520 km am Stück in 4 Stunden ohne Pause nach der Arbeit nach Hause gefahren. War schon grenzwertig, musste zum Glück nicht auf Klo. Also sind nach 500 km oder 4 Stunden mindestens 20 Minuten Pause für Pipi und Kaffee sinnvoll.

 

Ergo: Das Auto muss nicht 1000 km weit kommen, aber schnell wieder voll sein. Wenn 350-400 km Autobahn drin sind, dann reicht das. Das Auto muss nur wie EV6/Ioniq5 oder e-tron GT/Taycan mit hoher Ladeleistung nach 15-20 Minuten wieder einsatzbereit sein anstatt 40-50 Minuten an der Ladesäule zu stehen.

 

Daher würde ich die Statistik eher so aufbauen:

- Mindestens 450 km WLTP-Reichweite

- Ladeleistung in km pro Minute als Wert angeben

- Wenn man will, kann man das noch mit dem Preis verheiraten, aber die Werte sind wenig greifbar (EUR pro km/min...)

 

Beispiele:

VW ID.3 Pro S:

549 km WLTP, 38 Min bis 80% = 11,56 km/min, ab 32.890 €

 

Kia EV6:

529 km WLTP, 18 Min bis 80% = 23,51 km/min, ab 39.420 €

 

Für mich ist der Zeiteinsatz wesentlicher als die Reichweite. Und der Zeiteinsatz wird mit hoher Ladeleistung reduziert und geht daher in die richtige Richtung bei e-tron GT/Taycan und Hyundai/Kia.


10.12.2021 10:38    |    Goify

Interessante Liste und mir würden wohl echte 250 km bei -10 °C ausreichen. Mehr müsste ich nicht haben. Bleibt nur die Frage, was man im Urlaub macht, denn da würde diese Reichweite zu wenig sein. Da ist es wohl am klügsten, sich dafür was auszuleihen, anstatt an 350 Tagen im Jahr den unnötig großen Akku mitzuschleppen. Hätte ich ein E-Auto, würde ich es ausschließlich billig daheim laden und nirgends teuer woanders, es sei denn, man kann im Hotel kostenlos laden.


10.12.2021 11:39    |    Old Faithful

Zitat:

@tomcat092004 schrieb am 9. Dezember 2021 um 23:16:03 Uhr:

Du kannst mir alternativ gerne die Quellen für die Ladestationen nennen und ich suche selbst.

Zur Zeit ist mir nur eine bei Aldi in meiner Nähe bekannt.

Dort gehe ich jedoch nicht einkaufen.

 

Vor einiger Zeit hatte ich mal 2 verschiedene Seiten zum Schauen zur Verfügung und diese gaben keine Ladesäulen bei mir an.

Ich nutze dazu Apps auf dem Smartphone. Im Browser geht aber auch (hatte jennss auch schon geschrieben):

https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/

Den Ortsnamen bei "Suchen" eingeben.

Manche Apps greifen auf den Datensatz von goingelectric.de zu, weil das dortige Ladesäulenverzeichnis (dort "Stromtankstellen" genannt) weitaus vollständiger ist als das der Bundesnetzagentur.

https://www.lemnet.org/de geht auch

Das Ergebnis deiner Recherche würde mich interessieren. Kannst es ja hier mal mitteilen.

Es gibt immer noch einige Gegenden, wo die Versorgung dünn ist. Für diesen Fall muss man wissen, das jedes E-Auto über jede CEE-Steckdose, von CEE blau (1 x 16 A) bis CEE rot 16 (3 x 16 A) bis CEE rot 32 (3 x 32 A) mit Hilfe einer mobilen Ladebox laden kann. Notfalls geht auch eine Schukosteckdose.


10.12.2021 11:55    |    Woeufu

Boah mir wird immer schwindelig bei den € pro km. Das gilt für Neuwagen. Bei Gebrauchten sieht das schon wesentlich günstiger aus. Zum Glück gibt es genügend Neuwagenkäufer ;-)


10.12.2021 12:52    |    Goify

Woeufu, die 59,9 €/1 km sind keine Cent und es ist der Kaufpreis in Euro pro einem Reichweitenkilometer der Batterie.


10.12.2021 13:41    |    Woeufu

i3 60Ah 130km realistisch 14400CHF macht 105€/km

WTF?

Man hat mich beschissen.


10.12.2021 16:09    |    Wennae

Danke für die Übersicht. Mal ganz losgelöst von der individuellen Ladeproblematik und den hohen Preisen für die Autos veranschaulicht die Liste in meinen Augen recht gut, wie schwer es der grundsätzlich wechselwillige Autokäufer heute noch hat. Fast alles irgendwelche Coupeartigen Kisten, SUV`s oder Crossoververschnitte. Wer einfach nur ein effizientes, praktisches, komfortables und nicht irre teures Auto mit ordentlicher Reichweite und unaufdringlicher Erscheinung sucht, kann bisher eigentlich nur zum ID3 greifen, wenn denn die Kompaktmaße für ihn ausreichend sind. Der Rest wird sich wohl gedulden müssen, bis der normale Kombi- oder Van-Kunde es auf die Prioritätenliste der Hersteller geschafft hat.


10.12.2021 16:13    |    Woeufu

Die Autos werden fast naturgemäss höher wenn der Boden aus Batterie besteht. Ausserdem sind "Hochsitze" gerade hipp. Mit 10cm mehr Höhe sieht fast alles aus wie ein Crossover oder SUV. Erfreulicherweise sinkt gleichzeitig der Schwerpunkt.


10.12.2021 16:34    |    tomcat092004

@Old Faithful

Danke für die Links.

Ich werde mal schauen, ob es inzwischen neues gibt.


10.12.2021 16:34    |    Goify

Mir fehlt noch ein Elektroauto in Größe eines Polos, aber nicht so lahm wie der E-Corsa.


10.12.2021 19:43    |    Old Faithful

Zitat:

@Goify schrieb am 10. Dezember 2021 um 16:34:56 Uhr:

Mir fehlt noch ein Elektroauto in Größe eines Polos, aber nicht so lahm wie der E-Corsa.

Gibt es seit 2013 und heißt Renault Zoe. Und fährt beinahe jedem Auto an der Ampel weg, wenn man will.


10.12.2021 20:51    |    jennss

Zitat:

@Alfa.Tiger schrieb am 10. Dezember 2021 um 10:33:23 Uhr:

Die Auflistung ist informativ, danke. ABER: Wichtiger als die Reichweite ist die Ladeleistung!

Jein. Es kommt drauf an. Ich hatte mal eine Strecke nach Südfrankreich ausgerechnet und war erstaunt, dass der ID.3 Pro S deutlich schneller war als der Ioniq 5 mit großem Akku. Das lag daran, dass es auf der Strecke kaum Highspeedcharger gibt und dann bringt ein großer Akku mehr. Auch kommt es auf die Streckenlänge an. Ggf. braucht man beim großen Akku gar nicht mehr so viel nachladen, um ans Ziel zu kommen. Vergleicht man z.B. den Ioniq 5 Project45 (quasi First Edition, 432 km Reichweite nach WLTP, 18 Min. bis 80%) mit dem ID.3 Pro S (549 km, 38 Min. bis 80%, evtl. nach Update auf SW 3.0 schneller), dann wird der ID.3 wohl auf vielen Einsätzen schneller und entspannter sein (man braucht weniger Stopps). Vergleicht man jedoch mit dem Kia EV6 mit ca. 77 kWh und Hinterradantrieb (529 km), dann wird der wohl meist schneller ans Ziel bringen als der Pro S.

j.


11.12.2021 18:14    |    Gravitar

Erst einmal danke für deine kreative und sachliche Information zu elektrischer Mobilität. Auch hier ist ein wenig anderes Licht ins Dunkel gefallen. Viele Langstrecken habe auch ich nicht, möchte aber erworbene Fahrzeuge länger als 8 Jahre (Batteriegarantie) ohne Sorge oder Angst des wirtschaftlichen Totalschadens nutzen und ggf. auch ohne schlechtes Gewissen weiter verkaufen können. Das geht mit einem kleinen Akku und dessen Degradation mutmaßlich schlechter als mit einem großen Akku. Interessant würde es für mich, wenn Akkus nach 10 Jahren noch mehr als 80% ihrer ursprünglichen Kapazität vorweisen könnten und diese Restreichweite auch im Winter noch 400km beträgt. Das Ganze sollte nicht viel teurer als ein vergleichbarer Verbrenner sein, nicht auf eine Maximalleistung verglichen. Du siehst, ich muss noch warten, macht nix....

 

Gruß

 

Gravitar


11.12.2021 18:36    |    Goify

Zitat:

@Old Faithful schrieb am 10. Dezember 2021 um 19:43:54 Uhr:

Gibt es seit 2013 und heißt Renault Zoe. Und fährt beinahe jedem Auto an der Ampel weg, wenn man will.

Das Teil ist auch lahm und ist zudem "unsafe at any speed". Nee, ich meine schon ein ernsthaftes Fahrzeug. Meinetwegen ein Ford Fiesta mit 200 kW und einer Batterie, die für 300 km gut ist.


11.12.2021 18:58    |    Old Faithful

Du bist aber schon mit einem E-Auto gefahren?


11.12.2021 21:07    |    Goify

Nein, noch nie. Aber ich weiß, dass 100 kW Motorleistung auf 1.500 kg Leergewicht nicht sonderlich viel bewirken, insbesondere, wenn es nicht nur um die Beschleunigung aus dem Stand geht, sondern von Tempo 60 auf 120, also dem Bereich beim Überholen eines LKWs.


11.12.2021 21:18    |    tomcat092004

@Old Faithful

Ich habe deine Links angeschaut und leider hat sich in meiner näheren Umgebung nichts in Sachen E-Mobilität getan.

Auch an meiner Arbeitsstätte nicht.

Einzige Möglichkeit wäre, dass der Betreiber des Parkhauses, welches ich als Fremdling (gehört zu einer anderen Firma) dort nutzen darf, die neu aufgestellten Ladeboxen (5 bei 8 Etagen mit ca. 40 Stellplätzen pro Etage) auch nutzen kann.

Falls nein, sieht es noch immer schlecht bei mir aus.


11.12.2021 23:07    |    Old Faithful

Schade. Es gibt aufgeschlossene Stadtwerke, die bauen Ladesäulen auf, wenn sie Hinweise bekommen, wo Bedarf ist. Die Leute in den Stadtwerken, die für den Aufbau der Ladeinfrastruktur zuständig sind, sind in aller Regel keine erfahrenen Elektroautofahrer. Die wissen nicht, wo Bedarf ist und wie sie an solche Kenntnisse herankommen. Wenn die sich nicht nur über ihren Chef ärgern, dass der ihnen den Auftrag gegeben hat, obwohl sie keine Ahnung davon haben oder die vielleicht das Ganze für Quark halten, sondern den Auftrag gern gut erfüllen wollen, haben eben diese Leute auch ein offenes Ohr für solche Vorschläge.


11.12.2021 23:35    |    Old Faithful

Zitat:

@Goify schrieb am 11. Dezember 2021 um 21:07:26 Uhr:

Nein, noch nie. Aber ich weiß, dass 100 kW Motorleistung auf 1.500 kg Leergewicht nicht sonderlich viel bewirken, insbesondere, wenn es nicht nur um die Beschleunigung aus dem Stand geht, sondern von Tempo 60 auf 120, also dem Bereich beim Überholen eines LKWs.

Um nicht viele Worte machen zu müssen: Ich empfehle dir mal, ein Elektroauto zu fahren oder zumindest mal mitzufahren. Ich hatte mal einen Golf VI mit 118 kW (1.300 kg, 1,4 l mit Biturbo) und DSG-Getriebe zeitgleich mit einer Zoe. Ich bin fast nur die Zoe gefahren (1.500 kg, 65 kW). Wenn ich mal den Golf fahren musste, kam mir der Wagen wie eine lahme Rappelkiste vor. Überaus zäh.


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