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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

17.10.2011 20:50    |    jennss    |    Kommentare (23)

AutobrandAutobrand

In Berlin und Hamburg gibt es seit Jahren viele Brandanschläge, aber die Aufklärungsquote ist minimal.

Ich wollte einen Text aus dem heutigen Hamburger Abendblatt verlinken, aber direkt verlinkt funktioniert der leider nicht (http://www.abendblatt.de/.../...aber-nur-vier-Anklagen-in-Hamburg.html , über Google kann man den Text sehen ohne Login), Titel:

"300 Autos in Flammen - aber nur vier Anklagen in Hamburg"

Ein Auszug bezogen auf 2011:

 

Zitat:

Allein bis Anfang Oktober schlugen die Täter im gesamten Hamburger Stadtgebiet mehr als 230-mal zu, weit über 300 Autos gingen in Flammen auf oder wurden durch Brände beschädigt.

Daher ein ähnlicher Text: http://www.welt.de/.../Zehn-Braende-halten-die-Feuerwehr-in-Atem.html

 

Was meint ihr, welche Lösungen kann es geben, das Problem zu lösen? Zuerst dachte ich an technische Möglichkeiten, also, dass teure Autos eine Kamera einschalten, sobald Rauch innen erkannt wird, doch die Kamera wäre wohl immer zu spät dran, da die Täter schon weg sind. Man kann auch nicht an jeder Ecke Polizei stehen haben. Gibt es vielleicht eine Brandstifterszene? Im Text steht aber auch:

Zitat:

"Die Fälle zeigen sehr deutlich, dass es keine einheitliche Struktur bei Autobrandstiftungen gibt", sagt Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers, "nicht in Hinblick auf die Begehungsweise, Tatorte, Täter und Fahrzeuge." Längst zündelten nicht nur jugendliche Spontantäter.

Vielleicht kann man eine Szene ausfindig machen und Agenten unterschmuggeln. Sowas gab es doch auch mal bei den Hells Angels. Oder man hilft den Tätern aus ihren Kreisen herauszukommen, wenn sie das wollen, indem man eine Kronzeugenregelung anbietet. Oder man stellt wie BigBrother an allen Ecken Hamburgs Kameras mit Ringspeicher auf... Ich meine, so langsam muss man zu neuen Mitteln finden, denn das ganze läuft ja schon seit Jahren bei schlechter Aufklärungsquote. Wie seht ihr das? Habt ihr Ideen? Macht mal ein Brainstorming.

j.


17.10.2011 21:03    |    Goify

Die Wahrscheinlichkeit, dass dein Auto in Berlin geklaut wird ist fast zehn Mal höher, als dass es angezündet wird, also entspann dich und rüst ne Alarmanlage nach.


17.10.2011 21:04    |    Volkswagner

Zitat:

Was meint ihr, welche Lösungen kann es geben, das Problem zu lösen? Zuerst dachte ich an technische Möglichkeiten

...

Oder man stellt wie BigBrother an allen Ecken Hamburgs Kameras mit Ringspeicher auf.

"Wenn du denkst, dass Technologie deine Sicherheitsprobleme lösen kann, dann hast du die Probleme und die Technologie nicht verstanden."

(Bruce Schneier)

 

Bevor man an Symptomen rumlaboriert, sollte man sich über die (möglichen) Ursachen Gedanken machen.


17.10.2011 21:15    |    jennss

Das mit den Kameras war auch nicht ganz ernst gemeint, wäre praktisch kaum möglich. Ist nur so als Anregung zum Überlegen.

 

Zitat:

Bevor man an Symptomen rumlaboriert, sollte man sich über die (möglichen) Ursachen Gedanken machen.

Jau, fang an :).

 

Zitat:

Die Wahrscheinlichkeit, dass dein Auto in Berlin geklaut wird ist fast zehn Mal höher, als dass es angezündet wird

So habe ich das noch gar nicht gesehen. Das beruhigt natürlich :D. Wie hoch ist bei Diebstahl denn die Aufklärungsquote?

j.


17.10.2011 21:26    |    Goify

Die Aufklärungsquote ist doch egal. Denkst du, du bekommst vom Dieb Schadensersatz? Du brauchst eine Versicherung, die dir deinen entstandenen Schaden ersetzt, egal ob der Dieb gefasst wird oder nicht. Blöd nur, wenn man ein wertarmes Auto ohne Kaskoschutz hat, wobei man ja auch die Beiträge gespart hat.


17.10.2011 21:38    |    jennss

Zitat:

Die Aufklärungsquote ist doch egal.

Hmm.... schreckt eine gute Aufklärungsquote nicht ab? Ich denke, mal, die Brandstifter fühlen sich sicher.

An den Ursachen arbeiten, das wäre ideal. Warum machen Leute sowas? Die haben da doch nichts direkt von. Bei Diebstahl habe sie das Auto, bei Brandstiftung höchstens Spaß.

j.


17.10.2011 21:59    |    Goify

Da geht es doch nicht um Spaß. :rolleyes:

Manche wollen ein Zeichen setzen und ihren Protest und Unzufriedenheit zum Ausdruck bringen. Ob nun brennende Autos das richtige Mittel ist, wage ich mal zu bezweifeln.


17.10.2011 22:42    |    jennss

Zitat aus dem Abendblatt-Text:

Zitat:

Offenbar spielten dabei politische Motive keine Rolle. "Es ist einfach geil, Autos anzuzünden", sagte einer der Angeklagten.

Das kann durchaus mit Spaß zu tun haben. Oder mit Nervenkitzel, nicht erwischt zu werden.

Was meinst du, wer sich von den Bränden angesprochen fühlen soll? Ich meine, eine Kronzeugenregelung könnte man mal versuchen.

j.


17.10.2011 23:03    |    Provaider

Wie wärst du gehst raus auf die Straße und beobachtest mal ein bischen, mit etwas Glück erwischst ein Täter auf frischer Tat.

Wenn nur genügend Leute draußen aufpassen dann passiert auch nichts, nennt man Bürgerwehr.

 

Alternativ kannst dir auch ne Garage kaufen.


17.10.2011 23:04    |    GaryK

Es könnte helfen auch bei Sozialtransferempfängern 50€ Pfändung als Mindestbetrag zu erlauben. Denn Schäden aus Straftaten und Bußgelder sind NICHT mit einer Privatinsolvenz zu beseitigen, da hilft kein "Profibrief". Leider steht diesen Schulden eine Pfändungsgrenze entgegen. Die Zecken dürfen Schulden für TV und IPhone machen und diese über 12-24 Monate abstottern, aber diese Summe pfänden und Gläubiger auszahlen geht leider nicht. Die Geräte pfänden nutzt auch nichts, denn bis zur letzten Rate gehören die dem Media-Markt & Co. Soviel zur 0% Finanzierung über 12 Monate...

 

Ich denke, dass diese Vollidioten diese Sprache recht gut verstehen würden. Denn an diesen Schulden zahlen die mit 50€ monatlich ein Hartz-IV Leben lang. Und womit? Mit Recht. Wer hingegen erwähnenswert Geld verdient, der zahlt. Ebenfalls wahrscheinlich ein Leben lang.


18.10.2011 00:41    |    Baccalaureate

Zweifelhaft, dass ein Klientel dafür verantwortlich ist.

 

Autos anzünden hat mittlerweile einen Hauch von Kultstatus in bestimmten Gesellschaftskreisen erreicht und hinzu seit jeher beliebter Versicherungsbetrug. Die Schubladen, die hier zu öffnen sind, reichen vom Versicherungsbetrüger über Kinder, politisch motivierte junge Menschen (rechte und linke), Umweltschützer, Trittbrettfahrer bis Frustierte. Vielleicht sogar schon betrunkene Halbstarke und Mutprobe zur Aufnahme in eine Clique/Gang (in Hamburg wurde darüber berichtet).

Man sollte auch nicht vergessen, dass ein Großteil der in Brand gesteckten Fahrzeugen Firmenwagen (Telekom, Post, Sparkasse/Deutsche Bank/Commerzbank, Deutsche Bahn etc.) sind oder Autos von Politikern. Nur berichten darüber so detailiert die massenwirksamen Medien nicht.

 

Als jemand, der in Berlin wohnt, mache ich mir eher Sorgen über die wachsende Kluft zw. Arm und Reich und die steigenden Mieten (ich bin EFH-Besitzer, aber in meiner Familie der einzige). Die Ghettorisierung schreitet unaufhaltsam voran. Brennende Autos sind eine Randerscheinung. Wenn es Probleme mit Autos gibt, dann der steigende Verkehr resp. Lärm und der Diebstahl aus dem Auto bzw. gleich das ganze Auto. Diese Probleme sind auch wesentlich schwerer zu lösen.

 

Mein Lösungsvorschlag: Über brennende Autos sollte nicht mehr berichtet werden, so fallen vermutlich ein erheblicher Teil der Brände nach und nach weg, da die politisch motivierten und die Trittbrettfahrer ihrer Plattform beraubt sind. Die Frustrierten hat man durch die Berichterstattung vermutlich erst auf die Idee gebracht. :-)

 

 

 

MfG


18.10.2011 07:35    |    SRAM

Täter mit Handschelle an Türgriff des betroffenen Autos ketten.

 

....und das Problem löst sich in Rauch auf.......:D

 

 

Gruß SRAM


18.10.2011 09:28    |    CopCar

Zitat:

...und das Problem löst sich in Rauch auf......

Das gilt auch für meine Idee


18.10.2011 11:14    |    jennss

Zitat:

Mein Lösungsvorschlag: Über brennende Autos sollte nicht mehr berichtet werden, so fallen vermutlich ein erheblicher Teil der Brände nach und nach weg, da die politisch motivierten und die Trittbrettfahrer ihrer Plattform beraubt sind. Die Frustrierten hat man durch die Berichterstattung vermutlich erst auf die Idee gebracht. :-)

Das finde ich gut! Zum einen haben die Spaß-Brandstifter so keinen Spaß mehr daran und die Versicherungsbetrüger bekommen auch keine Steilvorlage mehr, denn durch die Berichte denken viele, das seien nur die Idioten, die nichts anderes zu tun haben. Dadurch denken Versicherungsbetrüger, dass man den Brand wohl auf diese Idioten/Brandstifterszene schieben wird.

j.


18.10.2011 11:30    |    Goify

Dann fang damit schonmal an. Lösch den Blog. ;)


18.10.2011 12:33    |    spanische_regenrinne

Leute, wenn ihr glaubt, dass passiert nur in Berlin, dann irrt ihr ...


18.10.2011 17:15    |    jennss

Der Text vom Abendblatt ist bei der Mobil-Adresse lesbar: http://mobil.abendblatt.de/.../...er-nur-vier-Anklagen-in-Hamburg.html

j.


22.10.2011 09:36    |    Daemonarch

Ich habe jahrelang wissenschaftliche Untersuchungen zu den Ursachen betrieben, habe empirische Studien aufgeworfen, befragungen durchgeführt...

Das Fazit meines Lebenswerks werde ich hier das erste mal enthüllen...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Menschen sind mitunter einfach....... Scheiße!


23.10.2011 11:20    |    Bert Benz

In Berlin hat die Polizei heute einen Serienbrandstifter geschnappt, der 60 Brandstiftungen mit 100 beschädigten Fahrzeugen begangen hat. Er hat die Taten bereits gestanden.

 

Die 27jährige asoziale Ratte lebt hochverschuldet bei Mutti in Moabit, Tatmotiv Frust. Schade, dass sie ihn lebend erwischt haben, besser wäre eine Selbstverbrennung bei einer seiner Zündeleien gewesen...

 

http://www.morgenpost.de/.../...n-Auto-Brandstifter-hat-gestanden.html


23.10.2011 11:59    |    Daemonarch

Das wär für mich echt wieder so ein Fall für die wiedereinführung der Zwangsarbeit im Steinbruch, an Kette, damit das Dreckstück wenigstens einen kleinen Teil des von ihm aus Bosheit verursachten Schadens wieder reinarbeiten kann, und nicht alles an der Allgemeinheit hängenbleibt, wie schon die Versorgung seines wertlosen Kadavers mit Nahrung und Kleidung...

(Wenn der Asi das nicht alles in Alkohol umsetzt)


23.10.2011 12:01    |    notting

@Volkswagner: Full ACK. Ich kannte bisher nur die sinngemäßge Variante "Technik kann keine sozialen Probleme lösen, egal wieviel Geld man draufwirft", aber die Kernaussage ist ja die selbe.

 

notting


23.10.2011 12:04    |    notting

@Baccalaureate: Brauchst dich nicht schämen, weil's nicht zum MFH gereicht hat ;-)

 

notting


23.10.2011 12:09    |    notting

@Provaider: Zwischen einem Haufen aufmerksamer Nachbarn in der Gegend (aber woher nehmen, wenn die Leute unter der Woche nicht dort sind oder pennen und es ausnahmsweise keine Rentner etc. gibt?) und einer Bürgerwehr gibt's IMHO einen riesen Unterschied: Ersteres geht meist recht gut, aber bei letzterem tendieren die Leute zu Selbstjustiz, womit man sich ein neues Problem schafft...

 

notting


24.10.2011 00:49    |    jennss

Wenn man überlegt, dass ja gerne teure Autos verbrannt werden, kann man bei 67 Karossen (je 30000+ €?) wohl von mehr als 2 Mio. Schaden ausgehen. Das kann der sicher nie abzahlen. Wie viel Prozent der Betroffenen bekommen den Schaden wohl von der Versicherung zurückerstattet und wie viel müssen für den Schaden selbst aufkommen?

 

EDIT: Sehe gerade:

Zitat:

Ausgebrannte Fahrzeuge werden nach Angaben des Deutschen Anwaltvereins in der Regel mit ihrem aktuellen Wert ersetzt. Eine Beschädigung hingegen sei nur durch eine Vollkaskoversicherung abgedeckt, nicht jedoch von einer Teilkaskopolice. Auch Schäden an Fahrzeugen neben einem brennenden Auto müssten in der Regel selbst bezahlt werden.

Also wenn ein Auto noch nicht ganz ausgebrannt ist und man hat nur Teilkasko, muss man es ganz ausbrennen lassen, richtig? Wer selbst löscht, kriegt nix? Komisch. :confused:

j.


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