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14.05.2016 15:04    |    jennss    |    Kommentare (28)

Welcher BMW mit E- plus Benzin-Motor reizt euch mehr?

i3-330ei3-330e

Wer mehr oder weniger elektrisch unterwegs sein möchte, denkt bei BMW zunächst an den i3, der mit 50% Reichweite jetzt noch attraktiver geworden ist. Mit dem RangeExtender ist er auch als Erstwagen für viele Nutzer geeignet (nur nicht so ideal, wenn man oft Langstrecken fährt). Der i3 mit REx kostet 41150 €, der 330e nicht viel mehr (43500 €).

 

Wer bevorzugt elektrisch unterwegs ist, dürfte mit dem i3 besser bedient sein, denn der 330e hat rein elektrisch nicht so viel Power (88 PS) und nur ca. 30 km reale Reichweite, während der i3 170 PS und 200 km Reichweite hat. Schaltet man den 330e jedoch in den kombinierten Modus (Verbrenner und E-Motor zusammen), geht er in 6,1 s. auf 100 (252 System-PS). Der i3 REx kommt da mit 8,1 s. nicht mit, zieht jedoch aus dem Stand auf den ersten Metern flotter ab.

 

Der i3 hat beim Laden den Vorteil, dass er an einer schnellen Ladestation (50 KW) in 40 Minuten reale ~160 km reinbekommt, während der 330e in dieser Zeit wohl nur etwa 10 km schafft, weil er nicht schnelladefähig ist. Dafür ist er an einer langsameren Ladestation (Wallbox) schneller voll (~1:40 h vs. 10 h), weil der i3-Akku ja viel mehr Kapazität hat.

 

Der 330e ist also noch mehr "Benziner", kann im Alltag aber durchaus viel elektrisch gefahren werden. Arbeitswege liegen bei vielen Leuten ja im Bereich bis ca. 30 km.

 

Bei der Karosse bietet der 330e mehr Platz, doch der i3 hat für manche mehr den Reiz des Besonderen (viel Carbon).

 

Welches Auto hättet ihr lieber, den 330e oder den i3 mit REx?

j.

 

330e PDF Technische Daten

Test i3 mit Rex (alte Batterie)

Ein paar Links sind auch im Text versteckt.

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14.05.2016 15:41    |    Slimbox89

i3 mit REX ist das geringere Übel - ist aber wie die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Der Unterschied ist halt: mit dem i3 kann ich viel weiter rein elektrisch fahren :)


14.05.2016 15:44    |    apfelgruener

Ehrlich gesagt würde ich keinen von beiden haben wollen.

 

Vielleicht liegt das daran das ich eben immer noch denke welche tollen Benziner man für das Geld bekommen kann und für mich die Nachteile dieser E-Autos einfach überwiegen.


14.05.2016 16:13    |    jennss

Zitat:

welche tollen Benziner man für das Geld bekommen kann

Alternativ zum 330e kann man z.B. den ähnlich teuren 330i bekommen. Aber welchen Vorteil hat der? Das ist auch ein Vierzylinder und er hat auch 252 PS, wenn auch aus nur einem Motor. Man kann den 330e sicher auch wie einen Vollhybriden fahren. Dann ist der Verbrauch eben etwas höher, aber sicher noch niedriger als vom 330i. Die Fahrleistungen sind dabei fast gleich.

j.


14.05.2016 16:54    |    Fensterheber169

Die 30km sind doch sowieso nicht realistisch beim 330e. Wahrscheinlich ehr irgendetwas <20km.

Wenn elektrisch würde ich mir einen Tesla kaufen. Sind einfach die schöneren Autos und vorallem hat er Reichweite.


14.05.2016 18:43    |    JürgenS60D5

Ist immer schwierig, ein Fahrzeug, welches als Elektrofahrzeug entwickelt wurde, mit einem Fahrzeug, welches einen PIH bekommen hat, zu vergleichen.

 

Ich denke, wir sollten uns zunehmend an den Gedanken gewöhnen, dass sich die Zeit der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor langsam dem Ende zuneigt. Wer noch "was schönes" möchte, sollte so langsam zugreifen.


14.05.2016 18:55    |    Kamui77

Plug-in-Hybride machen keinen Sinn, der 330e wäre als Vollhybrid ohne Plug-in-Spielerei und schwerem Akku effizienter. Deswegen geht der Sieg meiner Meinung nach ganz klar an den i3. Wer viel elektrisch fahren möchte, sollte zum Elektrofahrzeug greifen.

 

Eine Sache würde ich in Deinem Blog aber noch ausführen. Der Satz "Dafür ist er an einer langsameren Ladestation (Wallbox) schneller voll (~1:40 h vs. 10 h), weil der i3-Akku ja viel mehr Kapazität hat." ist etwas irreführend. Würde man beide Fahrzeuge an die Wallbox hängen und die identische Kapazität laden, dann wäre der i3 schneller fertig, denn der große Akku kann kräftig Strom aufnehmen bevor die Sicherheitselektronik herunterregelt. Beim 330e muß der kleinere Akku den Stromfluß früher zurückregeln. Auf youtube gibt es in Video, dass den Ladeunterschied bei zwei Tesla S Modellen zeigt, einer mit 60kWh Akku und einen mit 85kWh Akku. Der 85kWh war doppelt so schnell aufgeladen als der 60er :)


15.05.2016 02:13    |    jennss

Zitat:

Die 30km sind doch sowieso nicht realistisch beim 330e. Wahrscheinlich ehr irgendetwas <20km.

Also 20 km wären ja weniger als die Hälfte der offiziellen Angabe (41 km). ich denke, die 30 km sind schon realistisch.

 

Eigentlich sind 30 km schon recht ideal für den Alltag. Gerade mal so viel, wie man beim typischen Arbeitsweg fährt. Allerdings muss man dann auch täglich laden. Das ist beim i3 komfortabler. Da reicht es alle 3 bis 5 Tage zu laden.

 

Zitat:

Auf youtube gibt es in Video, dass den Ladeunterschied bei zwei Tesla S Modellen zeigt, einer mit 60kWh Akku und einen mit 85kWh Akku. Der 85kWh war doppelt so schnell aufgeladen als der 60er :)

Meinst du nicht eher, dass der 85er die gleiche Kapazität (60 kwh) in der halben Zeit geschafft hat? Das wäre für mich logisch. Dass er aber die 85 kwh in der doppelten Zeit schafft wie der kleine seine 60 kwh halte ich für unwahrscheinlich.

j.


15.05.2016 08:57    |    meehster

30 km würden bei mir eben zum Beispiel nicht reichen. Ich habe ca. 50 km pro Richtung zur Arbeit und muß manchmal zusätzlich für die Arbeit fahren. Ich denke, da bin ich mit dem Prius schon gut bedient.

 

Einen BMW würde ich so oder so nicht noch einmal ohne Reihensechszylindersauger kaufen ;)


15.05.2016 08:59    |    Slimbox89

Hier 60 vs 85

 

Beide gibt es nicht mehr

75 und 90 gibt es nun wobei die 75 eine 70 ist wenn man das Upgrade nicht bezahlt hat (physisch trotzdem eine 75)

 

Habe alle gefahren und geladen mal - 70 Model S lädt auch sehr flott.

 

https://youtu.be/S00RG6uqpPo


15.05.2016 13:36    |    jennss

Ja, also gleiche Kapazität (Streckenlänge) in halber Zeit geladen. Das hat damit zu tun, dass der Akku einfach größer ist. In gleicher Zeit wird allerdings nicht die doppelte Kapazität geladen, sondern nur etwa 50% mehr, was ja auch den Verhältnissen der Gesamtkapzität entspricht.

 

Allgemein lädt man 80% meist so in ca. 40 Minuten auf. Ein großer Akku ist dazu natürlich sehr sinnvoll. Gleichzeitig hat ein großer Akku auch eine längere Lebenszeit (bei vergleichbarer Qualität der Zellen), weil er nicht so oft geladen wird.

 

Der 330e ist hier viel konventioneller als der i3. Die Beschleunigung des 330e bis 100 finde ich sehr gut, aber der i3 reizt eben stark mit der konsequenteren Elektro-Auslegung und dem Reiz, ein auch optisch besonderes Auto zu fahren.

j.


15.05.2016 14:06    |    Slimbox89

Und deshalb wird das Thema laden mit größeren Batterien kein Thema sein.

Vollladen dauert dann natürlich aber kW bleibt kW

Und man wird dann einfach mit 50-150 kW durch laden bzw länger laden als heute.

Dh man kriegt viel schneller mehr km rein (absolut) aber den soc relativ betrachtet ähnlich schnell wie jetzt.

Weil er ja langsamer werden muss gegen Ende hin


16.05.2016 00:03    |    Kamui77

jennss> Ja, das meinte ich. Man sieht in dem Video, welches Slimbox freundlicherweise verlinkt hat, bei der Ladeanzeige rechts die Ampere- und Voltstärke, in der Mitte die geladenen Kilometer und Links wie viel kWh in die Batterie geschoben werden. Du hast es ja schon gut erklärt, der Grund für die geringere Ladeleistung beim kleineren Akku ist, dass die Sicherheitselektronik zum Schutz der Zellen die Ladestärke ausbremst.

 

Ich finde das BMW i3 REx Konzept mit dem kleinen 2-Zylindermotor sehr gut als Notsicherung, mit der man in jedem Fall mobil bleiben kann und nicht zu viel unnötiges Verbrennergewicht mit sich herumschleppt. Der Verbrennungsmotor muss dann auch nicht die Räder antreiben, sondern kann die ganze Zeit in seinem optimalen Betriebspunkt gehalten werden - auch noch ein Vorteil gegenüber dem 330e und dem i8.


16.05.2016 11:49    |    jennss

Ich denke, die Hauptaufgabe des 2-Zylinder-Verbrenners liegt gar nicht mal darin in Betrieb zu sein, sondern vielmehr, die elektrische Reichweite ohne Angst voll ausnutzen zu können. Beim reinen Elektroauto würde man z. B. auf der Autobahn nicht das Risiko eingehen, den Akku bis auf 5% leerzufahren, wenn dort eine Ladestation ist. Eher würde man an der Station 40 km vorher aufladen. Vermutlich ist der Verbrenner meistens nur maximal ganz kurz in Betrieb, aber dies verbessert die Reichweite auch schon beträchtlich bzw. gibt den Komfort, nicht so oft laden zu müssen.

j.


16.05.2016 12:37    |    Slimbox89

Naja der treibt halt einen Generator an und der erzeugt den Strom...

Ist aber dennoch Mühsam... ich sagen mal: Er ist gut für die 120-150 km, die einem mit vollem Akku noch fehlen würden. Und wird spätestens mit der nächsten Generation (50-60 kWh) im i3 unwichtig werden.

Denn schafft man erstmal 300-400 km - ist das Konzept mehr als erfüllt.


16.05.2016 13:35    |    Kamui77

Die Bezeichnung Range Extender ist hier sehr gut getroffen, denn es verhält sich in etwa so wie mit Satteltanks bei Kampfflugzeugen die dann angebracht werden, wenn große Strecken zum Ziel zurückzulegen sind. Für die Zeiten in denen man innerhalb der elektrischen Reichweite fährt, spart man sich die 9L Benzin (zwar nur wenig Gewicht, aber immerhin). Auf der BWM Webseite steht beim i3 REx eine praktische Reichweite von 300km.

 

Ich denke auch, dass wenn man mit Akkus mal bei 300+ km angekommen ist, werden die REx Verkäufe zurückgehen.


16.05.2016 19:25    |    bermuda.06

Das blöde am Rangeextender ist allerdings, dass man sich wieder die Nachteile des Benziners mit ins Haus holt: Wartung! Öl Wechsel, Zyndkerzenwechsel und die 100 Nebenaggregate, die kaputt gehen können. Die Vorteile liegen natürlich auf der Hand, aber so wirklich stimmig ist dieses Zusammentreffen nicht.


16.05.2016 19:58    |    Slimbox89

Deshalb würd ich nie eines mit Range Extender haben wollen

Diese REEVs sind für mich weder Fisch noch Fleisch

Lieber mehr Lader :D


16.05.2016 22:02    |    jennss

Zitat:

Das blöde am Rangeextender ist allerdings, dass man sich wieder die Nachteile des Benziners mit ins Haus holt: Wartung! Öl Wechsel, Zyndkerzenwechsel und die 100 Nebenaggregate, die kaputt gehen können.

Immerhin hat man auf das Getriebe verzichten können, da der Motor nur als Ladegerät dient.

j.


17.05.2016 09:46    |    pico24229

Finde die Plug-Ins sehr gut. 30km reichweite ist schonmal nicht schlecht für die meisten Menschen und ich könnte damit auch viele fahrten abdecken, außerdem hat er den riesenvorteil, dass man wenn man will auch mit benzin fahren kann und die uneingeschränkte charakteristik eines benziners genießen kann :)


17.05.2016 10:13    |    Slimbox89

Charakteristik? Die wäre? Reichweite?

600-700 km?

Mit einem gescheiten Elektroauto - siehe Opel Ampera E und Model 3 von Tesla in 2017/18 - schafft man auch gut 300+. Einmal laden und wir sind bei gut 700 km

 

Was viele nicht oder selten fahren


17.05.2016 10:14    |    jennss

Sehe ich auch so, 30 km (bzw. reale 40 km beim Golf GTE) sind für den Alltag schon sehr brauchbar. Ich frage mich aber, ob es mich nerven würde, täglich aufzuladen. Beim i3 reicht es alle 1-2x pro Woche.

j.


17.05.2016 13:41    |    pico24229

Mit Charakteristik meine ich den Drehmomentverlauf, Geräusch, Vibrationen.


18.05.2016 17:23    |    158PY

bei dieser Auswahl kommt für mich nur der 330e infrage. Als Hybrid ist er Mittelding zwischen E-Auto und Benziner und kann vermutlich sehr sparsam gefahren werden. 20-30km Reichweite sind für die meisten Leute tatsächlich genug für den täglichen Arbeitsweg und weitere Reisen kann man sparsam mit dem Benzinmotor absolvieren. So waren jedenfalls meine Erfahrungen mit dem Audi A8 Hybrid, bloß dass ich keine 30km elektrische Reichweite, sondern lediglich mickrige 3km hatte. Rein elektrisch fahren hat damit trotzdem einen riesen Spaß gemacht.

 

Wenn es ansonsten nur ein Elektroauto sein darf, geht an einem Tesla kein Weg vorbei. Das ist, man muss es leider so sagen, die einzige Firma, die uns heute schon zeigt, was technisch tatsächlich machbar ist und die alles, was noch fehlen könnte (wie z.B. eine Schnellladeinfrastruktur) einfach bereitstellt. Reichweiten um 150km gab es vor 45 Jahren schon, wo soll ich da einen Fortschritt bei BMW, GM, Renault und Co. erkennen?


18.05.2016 17:32    |    jennss

Dabei wäre es doch eigentlich nicht schwer, mehr Akku in einem großen Auto unterzubringen. Klar, mehr Akku machen das Auto teurer, aber der Tesla ist ja auch nicht billig. In einer E-Klasse könnte man sicherlich problemlos nach NEFZ 500 km Reichweite erreichen, wenn man nur Akkus und E-Motor unterbringen muss, der Benziner also rausfallen kann. Ein E300 e für 55000 € ließe sich sicher gar nicht so schlecht verkaufen.

j.


18.05.2016 21:32    |    158PY

Daran kann man ja sehen, dass aus dem Hause eines der etablierten Autobauers niemals ein brauchbares Elektroauto kommen wird: In einem Luxusauto wie einem Audi A8 eine maximal große Batterie mit lächerlicher Kapazität (1,3kWh) unterzubringen, die auch noch das Kofferraumvolumen auf lächerliche 315lt. einschränkt. So lässt sich hoffentlich dem interessierten E-Mobil-Käufer sein Interesse am besten ausreden (ist zumindest mein Eindruck)...


18.05.2016 22:19    |    Slimbox89

18.05.2016 23:08    |    jennss

Man müsste an der Restkapazität sehen können, ob der i3 noch genug Saft für Power hat.

 

Zitat:

Daran kann man ja sehen, dass aus dem Hause eines der etablierten Autobauers niemals ein brauchbares Elektroauto kommen wird: In einem Luxusauto wie einem Audi A8 eine maximal große Batterie mit lächerlicher Kapazität (1,3kWh) unterzubringen, die auch noch das Kofferraumvolumen auf lächerliche 315lt. einschränkt.

Das ist aber ein Hybrid. Bei einem reinen Elektroauto würde unter der Motorhaube viel Platz frei werden.

j.


22.05.2016 23:10    |    gttom

Ganz klar den 330e. Der sieht wenigstens nach Auto aus. Der i3 ist für mich ne Designkatastrophe.


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