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23.10.2019 16:11    |    jennss    |    Kommentare (50)

OffenFahren
OffenFahren

Autos, die besonders Spaß machen, müssen nicht teuer sein, können das aber natürlich durchaus. Ob und warum ein Mensch an einem Auto Spaß hat, ist sehr individuell und abhängig davon, was er bisher fuhr. Ein Wow-Effekt kommt vor allem dann auf, wenn man etwas Neues, Überraschendes und Begeisterndes erlebt.

 

Der eine hat an der Flexibilität eines VW Bus' Spaß, der andere an der Dynamik eines Porsche Boxsters. Und kombinierte begeisternde Eigenschaften verstärken den Effekt noch. Ich habe derzeit besonders an unserem kleinen Smart EQ Cabrio Spaß. Eigentlich hatte ich an jedem Auto, das ich neu hatte, meinen Spaß, aber beim Smart ist das schon sehr ausgeprägt. Es gibt verschiedene Momente, bei denen ich mich über das Auto freue, wie z.B. wenn ich den winzigen Wendekreis voll ausnutzen kann, einen Parkplatz finde, in den ich mit keinem Auto zuvor reingekommen wäre und wenn ich das Dach bei gutem Wetter jederzeit, auch auf der Autobahn, öffnen kann. Der E-Antrieb ist auch noch eine besondere Quelle der Freude. Insbesondere in Kombination mit dem winzigen Auto dürfte der Überraschungseffekt recht groß sein. Neulich stand ich an der Ampel neben einem Porsche Macan S, der mich sehr wahrscheinlich ausbeschleunigen wollte (dem Fahrstil nach). Er hat wohl nicht das E-Kennzeichen gesehen... ;). Vermutlich hat er Start-Stop nicht abgeschaltet. Jedenfalls konnte er mich bis Stadttempo nicht einholen und sortierte sich wieder hinter mir ein. Das elektrische Smart-Cabrio macht jeden Arbeitsweg zur Spaßfahrt.

 

Mini-Fahrer haben im Kreisverkehr manchmal so ihren Spaß und drehen eine Extrarunde.

Fahrer eines scheinbar braven Golf R lassen es beim Auffahren auf die Autobahn gerne ein bisschen krachen, was natürlich nur geht, wenn es die Verkehrssituation hergibt.

Mit Sicherheit gehört auch ein Mazda MX5 zu den besonderen Spaßgeräten, z.B. bei einer abendlichen Runde im Sommer über Land.

 

Auch das Aussehen kann besondere Freude bringen, z.B. schöne Felgen oder eine tolle Lackierung. Das Erlebnis dabei ist es, zum Auto zu kommen. Oder hier und da etwas Anerkennung zu erhalten. Ein bisschen gehören die Bewunderer der Autos doch auch zum Spaß an der Sache, ob von außen oder als Mitfahrer. :)

 

Wie sieht es bei euch aus, welches Auto hat euch bisher besonders Spaß gemacht und welches bietet ein gutes Spaß-Kosten-Verhältnis? Welche Erlebnisse haben euch besonders "geflasht" und sind in Erinnerung geblieben? Welche Auto-Eigenschaften sind besonders spaßig?

j.

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23.10.2019 18:00    |    Her1bert

Von allen meinen Autos bietet mein SLK R171 ("F1-Nase") das überragende Preis/Spaß-Verhältnis:

ein Wertverlust findet so gut wie nicht mehr statt, und das offenfahr-Vergnügen ist eine Wucht.

Dank des Variodachs kann ich ihn auch mal unter einem Baum abstellen, ohne befürchten zu müssen,

dass mir die lieben gefiederten Freunde ein bleibendes Andenken hinterlassen.

VG Herbert


23.10.2019 18:53    |    jennss

Ja, ich bin auch schon etwas Cabrio-infiziert :). Dabei sind Cabrios eigentlich fernab der Vernunft und eher unpraktisch, aber wenn man Fahrspaß als Lebenssinn betrachtet, ist ein Cabrio doch sehr vernünftig :D.

j.


23.10.2019 20:27    |    Zarrooo

Für mich ganz wichtig ist der Klang eines V8, dazu amerikanisches Design und Fahrgefühl. Seit fast 15 Jahren fahre ich eine Corvette als Youngtimer, seit sieben Jahren ergänzt um einen Cadillac Eldorado ETC. Der Eldorado hat es mir inzwischen noch mehr angetan als die Corvette - großzügige bequeme Sessel mit weichen und hochwertigen Leder, reichlich Holz an Mittelkonsole und Armaturenträger, ein Motor der von flüsterleise über sonores Grollen bis zum NASCAR-Soundtrack alles kann und Steigungen mühelos glatt bügelt, ein weiches komfortables Fahrwerk, großzügiger Platz für zwei und besonders von schräg hinten ein Design nach dem Motto ´big and bold´.

 

Eines der schönsten Erlebnisse hatte ich mit der Corvette bei der Anfahrt zum Corvette Fame Treffen in Valkenburg (NL). Eine jüngere Mutter mit zwei Kindern, die mich mit ihrem alten Golf überholt hatten und interessieren rüber gesehen haben (besonders die Kids). Dann hab ich sie wieder langsam überholt, sie mich wieder, ich sie wieder (auch mal mit etwas mehr Drehzahl, was im Golf für sichtlich Begeisterung gesorgt hat). So ging das weiter von kurz hinter Köln bis Aachen, wo sich unsere Wege dann getrennt haben. Vorher hab ich von den Kids einen DIN A4 Block an die Scheibe gehalten bekommen auf dem sie groß gemalt hatte: DANKE!


23.10.2019 20:50    |    Marsupilami72

Der MX5 ist sicher ganz weit vorne, was den Fahrspass angeht. Ich hatte damals einen der ersten Baureihe, 990kg, 131PS, Hinterradantrieb - da war das Grinsen vorprogrammiert.

 

Mein jetziges Mini Cooper S Cabrio macht aber auch sehr viel Spaß - der fährt sich wie ein Go-Kart.

 

Ach ja, wenn es was mit Dach sein darf: Ford Focus RS!


23.10.2019 21:53    |    jodi2

Ich hätte vor einem Jahr nichtmal den ganzen Beitrag zu Ende gelesen, geschweige denn hier etwas geschrieben… Autos sind Mittel zum Zweck und sowieso böse und dürfen nicht Spaß machen, so dachte ich etwa… ;-)

Ganz weg ist diese Einstellung bei mir noch nicht, aber wenn ein Auto eh sein muss, darf es auch Spaß am machen, noch dazu, wenn der Spaß etwas weniger auf Kosten anderer geht.

 

Wir wollten schon lange ein E-Auto, leider gibt es aber bisher noch nichts und noch lange nichts bezahlbares, um unseren alten Verbrenner vernünftig abzulösen. Da allerdings nach Umzug aktuell ein zweites Auto bei uns nötig scheint, haben wir uns zu einem BMW i3s zusätzlich entschlossen, der zwar einen lächerlichen Listenpreis hat, aber wo man inzwischen anders als früher hohen Rabatte bekommt.

Bis Anfang des Jahres war der Wunsch nach E mehr aus Überzeugung, aber schon nach den ersten Probefahrten haben wir gemerkt, wie viel (mehr) Spaß uns das macht, schon geringe Motorisierungen sind deutlich spritziger als bei gleich starken Verbrennern, dazu fast lautlos und nahtlos, es hat etwas Irreales, bei genug PS gar Science-Fiction-mäßiges. Dazu die Rekuperation, durch die Bremsenergie optimal genutzt wird und Bremsen fast überflüssig macht und mit One-Pedal-Fahrweise wie beim i3 eine dynamischere und sicherere Fahrweise ermöglicht, vor allem für nicht so geübte Fahrer, was das irreale Feeling wie im Go-Kart oder Videospiel noch erhöht.

Uns selbst kam unser Verbrenner schon nach wenigen Stunden Fahrt in diversen E-Autos wie ein Dinosaurier vor und seitdem wundern wir uns manchmal, das bei unserem so viel komplizierte so viel Krach und Abgas erzeugende Mechanik überhaupt so lange durchgehalten hat. Ich will keinen von seinem Verbrenner abbringen oder von E-Autos überzeugen, ich schildere nur unsere unbewussten Eindrücke, Verbrenner kam uns schon nach kurzer Zeit allein durch den jeweiligen Fahreindruck wie eine uralte überholte Technologie vor und ich denke, das würde auch vielen anderen so gehen, wenn Sie ein E-Auto mal länger probieren würden, vor allem bei was mit richtig Bumms wie Tesla oder leicht wie i3 und mit Heckantrieb oder gar Allrad, um auch genug davon auf die Straße zu bringen.

 

Jens Smart Cabrio ist mindest ähnlich spritzig wie unser i3s und macht aufgrund seiner Kürze und als Cabrio sicher noch mehr Spaß, allerdings würde er bei mir mit täglich 2x über 50 km AB von Reichweite und auch Fahreigenschaften leider nicht passen.


23.10.2019 22:31    |    jennss

Naja, ähnlich spritzig wohl nur bei den ersten km/h, da der Smart ziemlich hart und nicht reifenschonend startet, aber danach ist der i3s schon deutlich stärker. Beim kleinen Smartie kommt nur noch mehr Überraschungseffekt dazu :D. Cool wäre es, wenn Smart den EQ noch mit 120 PS oder mehr anbieten würde. Vielleicht kommt sowas ja noch. Der erste i3 hatte gar 170 PS mit nur 22 kWh.

 

Zitat:

dazu fast lautlos und nahtlos, es hat etwas Irreales, bei genug PS gar Science-Fiction-mäßiges.

Die Formulierung gefällt mir :D.

 

Was ich nicht verstehe ist, warum es außer Smart keine E-Cabrios gibt. Ist doch eine geniale Kombination. Einen E-MX5 fände ich interessant. Der i3s als Cabrio wäre auch cool.

j.


24.10.2019 00:32    |    AgilaNJOY

Auch bei mir ist es (seit mehr als 20 Jahren) mein MX-5, der mir am meisten Spass bereitet.

Mein erster Neuwagen, Modell NB in piniengrün mit 140 PS, für 48.000 DM gekauft und jetzt 185.000 km, die zu mehr als 85% Spass gemacht haben.

Unzähligen Erlebnisse, eins der besten war es, einen Porsche Boxster (204 PS) auf einer engen Landstrasse in der Kurve überholt zu haben und später über eine Bekannte erfahren zu haben, wie der Porsche-Fahrer an seinem Stammtisch dafür ausgelacht wurde... er musste den Boxster in die Werkstatt bringen, PS suchen lassen :-)

Das Beste am MX-5: er ist bisher immer zuverlässig und fährt noch mit der Original-Batterie!


24.10.2019 00:56    |    paelzerbu

Originalbatterie nach 20 Jahren? Das ist ungewöhnlich, denn mein Peugeot 206 CC Cabrio wollte genau alle 6 Jahre eine neue Batterie.

Ich habe ihn vor einem halben Jahr für einen Kombi in Zahlung gegeben, und ärgere mich heute noch, ihn nicht als Fahrzeug für den Sommer behalten zu haben. Es gibt kaum mehr Cabrios mit einem festen Faltdach, die eine gute Sicht nach hinten bieten und allwettertauglich sind. Der Diesel schluckte rund 5 l/100 km und machte durch die 260 Nm Drehmoment bei günstigem Gewicht eine Menge Spaß. Leider war die Steuer hoch und die Werkstatt teuer, die Fahrten im Sommer bei schönem Wetter entschädigten aber allemal. Beeindruckend war auch immer das Fassungsvermögen des Kofferraums bei geschlossenem Dach, wenn man die 3,83 m Fahrzeuglänge bedenkt.


24.10.2019 07:47    |    Kaesespaetzle

Zitat:

@paelzerbu schrieb am 24. Oktober 2019 um 00:56:43 Uhr:

Originalbatterie nach 20 Jahren? Das ist ungewöhnlich, denn mein Peugeot 206 CC Cabrio wollte genau alle 6 Jahre eine neue Batterie.

Ich habe ihn vor einem halben Jahr für einen Kombi in Zahlung gegeben, und ärgere mich heute noch, ihn nicht als Fahrzeug für den Sommer behalten zu haben. Es gibt kaum mehr Cabrios mit einem festen Faltdach, die eine gute Sicht nach hinten bieten und allwettertauglich sind. Der Diesel schluckte rund 5 l/100 km und machte durch die 260 Nm Drehmoment bei günstigem Gewicht eine Menge Spaß. Leider war die Steuer hoch und die Werkstatt teuer, die Fahrten im Sommer bei schönem Wetter entschädigten aber allemal. Beeindruckend war auch immer das Fassungsvermögen des Kofferraums bei geschlossenem Dach, wenn man die 3,83 m Fahrzeuglänge bedenkt.

Oh die Schüssel hatte meine Freundin.

Klapperte an jeder Ecke und Kante.

Dazu noch den 109PS Motor den ich in meinem 307 auch hatte, aber komischerweise hat der im Vergleich keine Wurst vom Brot gezogen.

 

Schreckliche Kiste :D Aber wiederverkaufswert groß, da er einer der wenigen mit Scheckheft und funktionierendem Dach war.


24.10.2019 09:42    |    Trottel2011

Man muss die Frage mal relativieren:

 

Fahrspaß-Kosten ist dann auf welchen Preis bezogen? Auf den Neupreis oder den Gebrauchtpreis? Wenn Neupreis, dann sind Autos mit übertrieben hohen Preisen (Porsche, Ferrari, Lamborghini, Aston Martin, ...) natürlich weit oben ABER sie bieten keinen besonders guten Fahrspaß-Kosten-Verhalten. Dagegen sind dann Autos wie z.B. der Renault Wind, Smart Roadster oder ein MX5 NB günstig zu bekommen und bieten einen hohen Spaßfaktor.

 

Und dann ist die Frage: wann ist es Fahrspaß? Wenn ich mit dem Auto geradeaus schnell fahren kann? Das können fast alle hochmotorisierten Autos. Das ist auch keine Kunst. Oder wenn man das Auto in Kurven werfen kann und dabei die Querbeschleunigung erleben darf? Oder ist es Fahrspaß wenn man offen fahren kann (egal ob Samrt Cabrio, 500 mit Faltdach, ...)? Oder wenn man gemütlich über Land juckeln kann?

 

ICH habe verschiedene Ansichten und es hängt immer vom Auto ab. Ich liebe es den 124 Spider um Kurven zu Scheuchen, aber Autobahn damit zu fahren ist nicht angenehm. Und das Aussehen ist Bombe. Mit meinem alten XJ8 habe ich Autobahn und Langstrecke genossen und meinen Fahrspaß gehabt, weil man da extrem entspannt am Ziel ankam trotz 200 km/h auf dem Tacho. Und mit meinem C30 habe ich es geliebt so sparsam wie möglich zu fahren. Der 500er macht Spaß in der Stadt, weil so agil und wendig. Mit meinem XJ-S V12 genoss ich die Laufruhe des V12 Motors, gepaart mit der Mühelosigkeit, wie sich 1.7t Leergewicht in Bewegung setzen können und wie unbeeindruckt dieser Motor von dem ganzen Trubel darum herum ist. Dazu ein Aussehen, wie eine gothische Kirche...

 

Alle haben verschiedene Arten von Fahrspaß und gemessen am Kostenfaktor, bietet keiner eine brauchbare Kombination. Denn alle kosteten Neu unterschiedlich viel. Der XJ-S wäre heute irgendwo bei 100t EUR wenn man den so entsprechend fertigen würde. Der Spider kostete ohne Rabatt knappe 36t EUR, der C30 33t EUR, der 500er 13t EUR und der XJ8 auch irgendwo bei 65t EUR (nach Inflation usw.).

 

DEN Allrounder der am besten dabei agieren konnte, habe ich nicht finden können.


24.10.2019 11:29    |    jennss

Ja, die spezielleren Autos bieten vielleicht eher Fahrspaßmomente. Fahrspaß lässt sich nicht messen und daher auch schwer vergleichen, aber besondere Momente bleiben in Erinnerung. Macht es Sinn, einen Zweitwagen nur zum Spaß zu haben, ähnlich wie ein Motorrad?

j.


24.10.2019 12:37    |    paelzerbu

Zitat:

@Kaesespaetzle schrieb am 24. Oktober 2019 um 07:47:07 Uhr:

Zitat:

@paelzerbu schrieb am 24. Oktober 2019 um 00:56:43 Uhr:

Originalbatterie nach 20 Jahren? Das ist ungewöhnlich, denn mein Peugeot 206 CC Cabrio wollte genau alle 6 Jahre eine neue Batterie.

Ich habe ihn vor einem halben Jahr für einen Kombi in Zahlung gegeben, und ärgere mich heute noch, ihn nicht als Fahrzeug für den Sommer behalten zu haben. Es gibt kaum mehr Cabrios mit einem festen Faltdach, die eine gute Sicht nach hinten bieten und allwettertauglich sind. Der Diesel schluckte rund 5 l/100 km und machte durch die 260 Nm Drehmoment bei günstigem Gewicht eine Menge Spaß. Leider war die Steuer hoch und die Werkstatt teuer, die Fahrten im Sommer bei schönem Wetter entschädigten aber allemal. Beeindruckend war auch immer das Fassungsvermögen des Kofferraums bei geschlossenem Dach, wenn man die 3,83 m Fahrzeuglänge bedenkt.

Oh die Schüssel hatte meine Freundin.

Klapperte an jeder Ecke und Kante.

Dazu noch den 109PS Motor den ich in meinem 307 auch hatte, aber komischerweise hat der im Vergleich keine Wurst vom Brot gezogen.

 

Schreckliche Kiste :D Aber wiederverkaufswert groß, da er einer der wenigen mit Scheckheft und funktionierendem Dach war.

Das war aber wohl mit Sicherheit die Benzinversion, die allerdings wirklich keine Wurst vom Teller zog.


24.10.2019 12:39    |    Zarrooo

Zitat:

@jennss schrieb am 24. Oktober 2019 um 11:29:31 Uhr:

Macht es Sinn, einen Zweitwagen nur zum Spaß zu haben, ähnlich wie ein Motorrad?

Für mich jeden Fall. Ein gut erhaltener Youngtimer wäre mir einfach zu Schade, um mir von irgendeinem A****krampen regelmäßig auf dem Parkplatz die Tür in's Auto hauen zu lassen - vom Wintereinsatz mal ganz zu schweigen. Ersatzteile und Werkstätten sind für exotischere Autos auch ein Thema; hier auf dem Land insbesondere halt eine fähige Werkstatt. Bei Autos, die letztlich normale Neu- und Gebrauchtwagen-Massenware sind, entfällt das natürlich - wenn man sich für solche Autos begeistern kann.

 

Für meinen Daily muss es eine gute Werkstatt im Umkreis von maximal 15-20 Fahrminuten geben, die Kiste soll innen wie außen halbwegs erträglich aussehen und darf mich auch bei täglicher Nutzung einfach nicht nerven. Da wird die Auswahl schon extrem dünn und es kommt nichts dabei raus, wo ich wirklich Spaß dran hätte, sondern halt ein guter Gebrauchsgegenstand.


24.10.2019 12:43    |    paelzerbu

Wenn man es sich leisten kann und will, machen mehrere Autos durchaus ebenso Sinn wie ein zusätzliches Motorrad.

Ich wage sogar zu behaupten, daß ein Auto nicht alle Facetten abdecken kann. Ein Cabrio ist eben kein Transporter.

Vielleicht müssen wir uns aber auch langsam davon verabschieden, ein Auto als Spaßmobil anzusehen, da es einfach wenig umweltverträglich ist, selbst als Elektrovariante.

Ich bin derzeit aber nach wie vor der Meinung, daß ein Auto viel zu teuer ist, um nur als Mobilitätsnotwendigkeit gesehen zu werden. Dafür bräuchte man auch die ganzen Extras nicht, inklusive Alufelgen, Schiebedach, und Klimaanlage......auch Komfort kann Spaß machen.


24.10.2019 12:48    |    Zarrooo

Zitat:

@paelzerbu schrieb am 24. Oktober 2019 um 12:43:14 Uhr:

Vielleicht müssen wir uns aber auch langsam davon verabschieden, ein Auto als Spaßmobil anzusehen, da es einfach wenig umweltverträglich ist, selbst als Elektrovariante.

Das ist mir - offen, ehrlich und politisch völlig unkorrekt - herzlich egal. Andere lassen ihren Hintern jedes Jahr um den halben Globus fliegen, um sich da irgendwelche Gemäuer anzusehen oder den vorgenannten Hintern einfach nur in der Sonne braten zu lassen. Und solange der Sprit, der dafür verballert wird, noch nicht mal besteuert wird, liegt mein schlechtes Gewissen im Sommer auch mal einen 5.7l V8 zu fahren, erst Recht bei exakt Null.


24.10.2019 13:00    |    paelzerbu

Ich bin der gleichen Ansicht. Meist ist es ja so, daß diejenigen, die den anderen etwas vorschrieben wollen, bei genauem Hinsehen die größeren Leichen im Keller liegen haben.

Kritik kann man letztlich an jeder Art von Konsum anbringen. Ein wenig bewegter Spritschlucker ist letztlich auch umweltfreundlicher als ein spritsparender km-Fresser.


24.10.2019 15:03    |    pico24229

Nach auch ein paar spannenderen Autos liebe ich es mit meinem 97er 520i zu fahren. Es passt einfach alles für mich, das Design die Veloursitze, der Sound und vor allem der Verbrauch. Fahre für 6€auf 100km. Und mache dieses Jahr noch die 390.000km voll :)


24.10.2019 21:48    |    pm001

Was den Kosten-Spass-Faktor angeht bin ich von meiner Elise MK1 sehr angetan. Das absolut direkte, Go-Kart-maessige und ungefilterte Fahrverhalten, die extremen Kurvengeschwindigkeiten gepaart mit dem sehr engen Grenzbereich machen einen Megaspass... Und das zu einem fairen Preis...


25.10.2019 15:27    |    jodi2

Lotus Elise könnte eine schöne Brücke zwischen Fans von E-Autos und Verbrenner bilden...

Das war so ziemlich das einzige Verbrenner-Auto, das mich in den 30 Jahren seit meinem Führerschein wirklich gereizt hat, so direkt, ehrlich, ohne Schnickschnack und Statussymbol, fairer Preis, reduce to the max. Ich bin es leider nie gefahren, da wir nie einen sinnvollen Einsatzzweck dafür hatten, heute wäre das ohne den elektrischen i3s vielleicht anders. Dieser ist für ein E-Auto auch extrem leicht und mit der typischen E-Auto-Antriebscharakteristik schon mit mittelviel PS extrem agil und mit trotz seiner Höhe mit dem durch den Akku tiefen Schwerpunkt sehr guten Fahreigenschaften (eher gutmütig/weiter Grenzbereich).

Sprich, ein (eine?) Lotus Elise würde mir vermutlich auch heute noch gefallen und umgekehrt denke ich, dass einem Elise Fahrer ein i3s sehr gefallen würde... Lotus Elise ist eindeutig schöner, aber die eher bemitleidenswerte spießige Kleinwagenoptik des i3 macht umso mehr Spaß, wenn man damit im Alltag (fast) alles stehen lässt...


25.10.2019 18:59    |    Timmihund

Hallo

 

als es vor einigen Jahren darum ging ein neues Auto anzuschaffen waren Audi A6 3.0 - BMW 530 - Jaguar XF 3.0 die Favoriten. Gekauft wurde der XF. Der macht mir jetzt schon 6 Jahre bei jeder Fahrt Spass. Noch immer erfreue ich mich am Äußeren und am Interieur. Das Auto ist knapp 5 Meter lang, wiegt fast 2 Tonnen und hat Platz. Der Motor hat genug Leistung bei angemessenem Verbrauch. Nach langen Fahrten kann man immer entspannt aussteigen. Habe ich erwähnt, dass jede Fahrt Spass macht? Für mich das Auto mit dem besten Fahrspaß-Kosten-Verhältnis. Für andere mag es anders sein, ihnen sei verziehen. ;)

 

Grüße von Timmi


25.10.2019 20:10    |    jennss

Zitat:

@jodi2 schrieb am 25. Oktober 2019 um 15:27:52 Uhr:

Lotus Elise könnte eine schöne Brücke zwischen Fans von E-Autos und Verbrenner bilden...

Der Tesla Roadster 1 ist ein Lotus Elise mit Laptop-Batterien. Gebraucht noch ziemlich teuer, da es bisher nichts Vergleichbares gibt.

j.


26.10.2019 00:19    |    paelzerbu

Fahrspaß definiert jeder ja anders. Letztlich ist es doch das, was unsere Sinne am meisten anspricht. Ich hatte bei meinen Autos oft das Gefühl, daß sie eine Seele und ein Herz haben. Das Herz ist der Motor, der Töne von sich gibt, der auch mal ruckelt, der faucht, der schreit, der brummt. Nicht umsonst wird schon bei Spielzeug ein künstliches Geräusch aufgespielt. Fahren und erleben mit allen Sinnen. Dem kommt ein Cabrio mit einem potenten Motor und einer schönen Karosse mit passendem Fahrverhalten wohl am nächsten.

Was kann dagegen ein Elektrofahrzeug bieten? Ok, gutes Fahrverhalten und auch eine gute Beschleunigung. Aber sonst? Eigentlich ist es kein Vergleich, auch wenn wir den Abgesang des Verbrenners vielleicht erleben werden.

Emotionen kann ein künstlich errzeugter Motorklang ebensowenig erzeugen wie eine vegane Bratwurst.

Es bringt uns von A nach B oder macht satt. Bestenfalls ist es noch praktisch.

Ich erinnere mich an den Käfer damals. Ein Auto, welches alleine durch den Klang seines Motors entzücken konnte, und an den man sich gerne erinnert. Wo bleibt die Seele.....


26.10.2019 03:53    |    jennss

Ja, so kann man es sehen. Ich hatte dazu mal einen Artikel getippt:

https://www.motor-talk.de/.../...dem-e-antrieb-charakter-t6470224.html

Es ist vielleicht auch ein bisschen wie die CD, der das Knistern der Schallplatte fehlt oder wie das digitale Bild, das kein Korn hat, ein bisschen steril irgendwie. Manche finden das gut, anderen fehlt dabei etwas.

j.


26.10.2019 08:57    |    Zarrooo

Zitat:

@paelzerbu schrieb am 26. Oktober 2019 um 00:19:07 Uhr:

Ich erinnere mich an den Käfer damals. Ein Auto, welches alleine durch den Klang seines Motors entzücken konnte, und an den man sich gerne erinnert. Wo bleibt die Seele.....

Frei nach Wilhelm Busch "Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden". Gilt auch für diese Frage. Ich fand den "Klang" des Käfers immer schrecklich, entzückt hat mich da gar nichts. Ich bin so eine Kiste auch ein paar mal gefahren, mein Vater hatte bis vor 10 Jahren ein Käfer Cabrio. Für mich persönlich ein schreckliches Vehikel - OK, die Farbe war wirklich schön (viperngrün), aber das war es auch schon. Für mich klingt außer einem klassischen amerikanischen V8 (und akkustisch artverwandten) eigentlich kein Verbrenner schön.

 

Zur "Seele" eines Elektroautos gehört eben ein nahezu lautloser Antrieb (jedenfalls bis die EU vorgeschrieben hat, dass die Mitmenschen unbedingt mit künstlichem Lärm zu belästigen sind). Ich finde den natürlichen (Nicht-)Klang eines E-Autos geradezu toll - in Verbindung mit dem selbst in ausgemachten Öko-Kisten wie z.B. dem ersten Leaf vorhandenen Beschleunigungsvermögen hat das etwas surreales. Bei mir löst das mehr positive Emotionen aus als der klingelige Käfer-Lärm oder ein furzender Mercedes A-hastewasgesehen AMG. Zu einem auf maximalen Komfort getrimmtem Auto wie meinem Cadillac würde ein E-Motor noch besser passen als dessen bei normaler Gangart fast unhörbarer V8.


26.10.2019 09:44    |    Blubba1986

Zitat:

@AgilaNJOY schrieb am 24. Oktober 2019 um 00:32:05 Uhr:

Auch bei mir ist es (seit mehr als 20 Jahren) mein MX-5, der mir am meisten Spass bereitet.

Mein erster Neuwagen, Modell NB in piniengrün mit 140 PS, für 48.000 DM gekauft und jetzt 185.000 km, die zu mehr als 85% Spass gemacht haben.

Unzähligen Erlebnisse, eins der besten war es, einen Porsche Boxster (204 PS) auf einer engen Landstrasse in der Kurve überholt zu haben und später über eine Bekannte erfahren zu haben, wie der Porsche-Fahrer an seinem Stammtisch dafür ausgelacht wurde... er musste den Boxster in die Werkstatt bringen, PS suchen lassen :-)

Das Beste am MX-5: er ist bisher immer zuverlässig und fährt noch mit der Original-Batterie!

Ich habe mir auch vor 5 Jahren einen MX5-NB in Festivalschwarz-Metallic gekauft, als Sondermodell Memories III, mit dem 1.6L Vierzylinder und damals 28.000km auf der Uhr, er hatte auch noch die originale Erstbatterie drin. Dank meiner Schusseligkeit habe ich seitdem schon 2 weitere Batterien gebraucht, da ich im ersten Winter vergessen hatte, die Batterie abzuklemmen und dann dank langem Umzug und Renovierung der Wagen zu lange gestanden hatte, auch wieder ohne abgeklemmte Batterie. Ich denke, das passiert mir kein viertes Mal und hoffe, dass ich recht habe :D

 

Ich hatte damals auch andere Spaßmobile mit auf der Liste, wie den Opel GT von 2007-2009, der MG TF, oder der Mercedes SLK. Der MX-5 ist es geworden, weil ich finanziell nicht auf Rosen gebettet bin und für den MX-5 quasi alle Ersatzteile günstig verfügbar sind.

Ich bin sehr glücklich mit meiner Entscheidung. Wenn ich einen stressigen Tag habe, an dem auch das Wetter stimmt, gehe ich in die Garage und starte die kleine Flunder. Schon alleine, wie es im Innenraum riecht, wie der Motor kalt den Wagen vibrieren lässt, aber warm kaum wahrnehmbar ist, das ganze Gefühl im Auto ist für mich immer wieder etwas ganz besonderes. Vor Allem reicht mir, dass der Wagen sich schnell anfühlt, auch wenn er es (zumindest geradeaus) nicht unbedingt ist.

 

Zur political correctness kann ich nur sagen: Der Wagen verbraucht auf 100km unter 7 Litern, auch wenn ich nicht gerade ein Schleicher bin (fahre fast nur Landstraßen), er ist fertig produziert und somit ist ein großer Teil der Schadstoffe schon entstanden und mit einem Sonntagsauto schrubbt man auch kaum km, bei mir sind es keine 5000km im Jahr. Selbst wenn in einem Liebhaberstück ein V12 drin ist, macht das Nichts, die Fahrzeuge sind sowieso schon da und werden in der Regel halt relativ wenig bewegt.

Ich glaube, hier, in einem Fahrzeugforum, bin ich mit der Meinung auch nicht alleine :D

 

MfG

 

Blubba


26.10.2019 18:53    |    jodi2

Ich glaube mit einem MX5 brauch man sich wirklich noch nicht zu rechtfertigen…

 

Ansonsten: Ein E-Auto hat keine Seele/verschafft keine Emotionen? Da wollte ich zuerst heftigst widersprechen…

Aber wenn ich so ein wenig drüber nachdenke, zum einen haben mich charakteristische Motorgeräusche früher auch angesprochen und ich bin vor 1,5 Jahren mit Begeisterung endlich zu meinem Tante Ju Flug über unser Städtchen und meinem Büro gekommen und davor über Jahre jeden zweiten Samstag wie ein Kind in den Garten gerannt, wenn ich ihren unverwechselbaren Sound schon von weitem gehört habe.

Aber technisch ist das überholt und gehört für mich eher ins Museum bzw. ist eher Liebhaberei und ich selbst steuere heute lieber etwas modernes, was nicht weniger aufregend ist. Beim RC Modellflug schau ich auch gerne den Kollegen mit übergroßen wunderschönen Scale Modellen mit knatternden rauchenden Sternmotoren zu. Zu fliegen finde ich das aber wenig spannend und die viele Zeit für Bau und Pflege wäre es mir nicht wert. Wie ich aber meine ersten übermotorisierten Race Quadcopter gebaut und gesteuert hab, das war ein ganz anderes Feeling. Inzwischen ist man da bei 0-100 in ca. unter 2s und Leistungsgewichten doppelt so gut wie in der Formel 1. Das ist wie ein Jet, dazu ansatzlos, fließend und so viel leiser und daher fast irreal wie Star Wars oder ein Computer/Videospiel, nur eben real. E-Auto ist je nach Fahrzeug ähnlich faszinierend.

Ich denke, es ist viel Gewohnheit/Lebenserfahrung, ich mittelalter Knacker hab noch ein Bein in jeder zwei Antriebwelten, in ein paar Jahrzehnten werden die meisten vermutlich den Kopf schütteln über Verbrenner und kaum jemand noch so etwas fahren wollen.


26.10.2019 19:21    |    kine050683

Du hast das ganz gut beschrieben, jedes Auto kann auf seine Weise Spaß machen. An meinem Fiesta MK7 zum Beispiel mochte ich das tolle Fahrwerk, auf kurvigen Strecken war das einfach schön. Davor hatte ich einen Subaru Legacy Kombi, 2000er Baujahr, mit 125 PS. Langweilig möchte man meinen, aber auf jeder verschneiten Straße hatte ich ein Grinsen im Gesicht.


27.10.2019 06:33    |    mz4

Zitat:

@Marsupilami72 schrieb am 23. Oktober 2019 um 20:50:06 Uhr:

Der MX5 ist sicher ganz weit vorne, was den Fahrspass angeht. Ich hatte damals einen der ersten Baureihe, 990kg, 131PS, Hinterradantrieb - da war das Grinsen vorprogrammiert.

 

Mein jetziges Mini Cooper S Cabrio macht aber auch sehr viel Spaß - der fährt sich wie ein Go-Kart.

 

Ach ja, wenn es was mit Dach sein darf: Ford Focus RS!

Der MX5 sollte auch mein erstes Spaßgefährt werden.

Leider sagte meine Körpergröße dass ich nicht in das Auto gepasst habe und mit den Knien das Lenkrad blockiert habe.. Fahren war zwar möglich aber nur mit umgreifen am Lenkrad ;)

deshalb wurde es ein BMW Z4 3.0i... etwas Modifiziert und es gab vom Klang des Motors, der Straßenlage nur noch dauergrinsen :D und das bei einem aus heutiger sicht absolut konkurrenzfähigen Kosten ;)

 

Inzwischen handhabe ich es wie @Zarrooo ...

Alles ohne V8 bereitet meinen Sinnen keinen "Spaß" mehr.

und ein V8 vermittelt auch Gelassenheit :D

beim Freiluftfeeling bin ich noch zum R6 welcher auch toll klingen kann bereit.

Aber nichts kommt an den Sound des V10's der RT10 heran *yummy*

 

Ich kann mir ein Fahren ohne "Gehör" nicht vorstellen. (das soll keine Anspielung an jennss sein sondern auf ohne Motorgeräusche hinweisen...)

Ich höre meinen Motor und weis wie schnell ich bin.. auch ohne Tacho.


27.10.2019 22:40    |    paelzerbu

Wie ich schon schrieb, es kommt auf die Sinne an, und da sind die Geschmäcker ja durchaus unterschiedlich. Eine ansatzlose, fast lautlose Bescheunigung hat etwas, reicht mir aber auf der Kirmes. Fahren will ich das eher nicht, und wenn, dann in einem öffentlichen Verkehrsmittel.

Gerade gestern habe ich einen Jungen (vermutlich noch ohne Führerschein) beim Spaziergang in den Weinbergen gesehen, der mit Lächeln auf dem Gesicht langsam mit einem Traktor unterwegs war. Ich denke, er hätte mit einem lautlosen und nicht vibrierenden Fahrzeug eher keinen Spaß gehabt.

Vielleicht sind Elektrofahrzeuge vernünftiger, vielleicht auch die Zukunft, ganz sicher werden sie aber denjenigen, die Verbrennungsmotoren in allen Variationen kennen, nicht ans Herz wachsen. (Ausnahmen vielleicht abgesehen)

Ich glaube auch nicht, daß der Mensch in dem Bereich Perfektion möchte oder braucht. Wieso werden noch heute viele gutbezahlte Designer beschäftigt, und Leute, die sich um den Sound der Fahrzeuge kümmern; wieso "veredeln" viele junge Leute ihr Fahrzeug, wieso geben viele Frauen ihren Autos einen Namen.....Liste beliebig verlängerbar...

Der Grund sind eben nach wie vor Emotionen. Eine Waschmaschine muß dagegen nur waschen, und das möglichst leise.....


28.10.2019 00:18    |    jennss

Ein Verbrenner kann durchaus akustisch Emotionen wecken, wenn es der richtige Motor dafür ist. Ein gewöhnlicher TDI oder TSI hat m.E. entbehrlichen Sound. Ein V8 oder 6 Zylinder Boxer ist eine andere Geschichte. Da ist die Trauer nach Wegfall des Sounds verständlicher.

 

Ich denke, es ist wie beim Knistern einer Schallplatte, die von der CD ersetzt wurde oder wie das Korn im Analogfoto. Das haben auch noch viele als Charaktermerkmal gesehen.

j.


28.10.2019 07:09    |    mz4

Zitat:

@paelzerbu schrieb am 27. Oktober 2019 um 22:40:07 Uhr:

Vielleicht sind Elektrofahrzeuge vernünftiger, vielleicht auch die Zukunft, ganz sicher werden sie aber

denjenigen, die Verbrennungsmotoren in allen Variationen kennen, nicht ans Herz wachsen. (Ausnahmen vielleicht abgesehen)

Das erinnert mich an die Serie Babylon 5 .. konkret an den Sicherheitschef Michael Garibaldi...

Der sich ein totalunsinniges Motorad mit Verbrennungsmotor baut um es dann mit sündhaft teurem Synthetischem Benzin zu betanken :)

 

Zitat:

Ich glaube auch nicht, daß der Mensch in dem Bereich Perfektion möchte oder braucht. Wieso werden noch heute viele gutbezahlte Designer beschäftigt, und Leute, die sich um den Sound der Fahrzeuge kümmern; wieso "veredeln" viele junge Leute ihr Fahrzeug, wieso geben viele Frauen ihren Autos einen Namen.....Liste beliebig verlängerbar...

Der Grund sind eben nach wie vor Emotionen. Eine Waschmaschine muß dagegen nur waschen, und das möglichst leise.....

die Verbrenner werden nur mit Gewalt von oben abgelöst. Auf freiwilliger Basis werden die E-Autos noch eine Niesche bleiben. (freiwillig....ohne das Sprit und Steuern für die Verbrenner Massiv teurer werden)

 

Aktuell sind E-Autos auch nur "günstig auf 100KM" weil es eben noch nicht viele gibt..

sind es mal zich Millionen gibts keine kostenlose Lademöglichkeiten mehr auch nicht bei Aldi und Lidl... (oder verschenkt Kaufland an seinen Tankstellen auch das Benzin?) auch die Preise für das Auto Laden werden abgespalten werden vom normalen Hausstrom und das wird alles massiv teurer werden.

Aktuell ist es für bestimmte nutznießer wirtschaftlich... ich bin gespannt wie es in 20 Jahren aussieht.


28.10.2019 07:13    |    mz4

Zitat:

@jennss schrieb am 28. Oktober 2019 um 00:18:17 Uhr:

Ein Verbrenner kann durchaus akustisch Emotionen wecken, wenn es der richtige Motor dafür ist. Ein gewöhnlicher TDI oder TSI hat m.E. entbehrlichen Sound. Ein V8 oder 6 Zylinder Boxer ist eine andere Geschichte. Da ist die Trauer nach Wegfall des Sounds verständlicher.

 

Ich denke, es ist wie beim Knistern einer Schallplatte, die von der CD ersetzt wurde oder wie das Korn im Analogfoto. Das haben auch noch viele als Charaktermerkmal gesehen.

j.

Die "Motoren" wenn man diese Nähmaschinen überhaupt noch so bezeichnen mag sind in der Tat nichts halbes und nichts ganzes mehr.

 

Noch schlimmer wird es wenn die Dieselfahrer anfangen mit ihrem 4 Zylinder ein V8 Soundmodul in die Umwelt zu lassen... oder die Elektroautos die wie ein V8 Klingen.

Da muss man nur müde lächeln...

Das ist wie ein Veganer der herzhaft das neue Vegane Burgerpatty kauft, der Veganes Hackfleisch kauft oder Vegane Wurstwaren.

Wenn ich mich zum Graslebensstiel bekenne soll ich doch auch bitte beim Gras bleiben und nicht künstlich veränderte Dinge welche anderes imitieren unterstützen.

 

Aber da kommt bei mir die schwarz oder weiß mentalität durch.. ich bin keiner der gern grau sieht.

Eine Meinung sollte gefestigt und unveränderbar sein ;)


28.10.2019 07:32    |    enrgy

fahrspaß kann man auf viele arten erleben, sei es durch dezibel, beschleunigungs-sekunden oder querkräfte in den kurven und granaten-bremsverhalten.

doch eine andere art spaß generiert man, wenn man offen unterwegs ist. und da reicht eigentlich jedes offene fahrzeug. klar, roadster mit etwas leistung sind auch da nicht verkehrt, aber wenn ich die wahl zwischen einem geschlossenen sportler und der identischen offenen variante hätte, würde ich IMMER zum cabrio/roadster greifen.


28.10.2019 08:19    |    Kaesespaetzle

Manche Leute haben auch mit einer Ape Spaß.


28.10.2019 08:28    |    jennss

Zitat:

@enrgy schrieb am 28. Oktober 2019 um 07:32:07 Uhr:

... wenn ich die wahl zwischen einem geschlossenen sportler und der identischen offenen variante hätte, würde ich IMMER zum cabrio/roadster greifen.

Sehe ich jetzt auch so. Das Cabrio ist beim Sportler keine nennenswerte zusätzliche Einschränkung.

j.


28.10.2019 08:36    |    jennss

Zitat:

@mz4 schrieb am 28. Oktober 2019 um 07:13:53 Uhr:

Die "Motoren" wenn man diese Nähmaschinen überhaupt noch so bezeichnen mag sind in der Tat nichts halbes und nichts ganzes mehr.

V8 und auch schon 6-Zylinder sind inzwischen nur noch bei richtig teuren Autos anzutreffen, unter 50000 € sind fast alle 4-Zylinder. Da kann man dann auch gleich zum E-Motor greifen.

 

Zitat:

Noch schlimmer wird es wenn die Dieselfahrer anfangen mit ihrem 4 Zylinder ein V8 Soundmodul in die Umwelt zu lassen... oder die Elektroautos die wie ein V8 Klingen.

Könnte man als Gag machen, aber ich kenne niemanden, der das tatsächlich macht. Im Gegenteil, die meisten E-Auto-Fahrer finden die Stille cool, weil sie so ein scheinbarer Gegensatz zur Power sind.

 

Zitat:

Das ist wie ein Veganer der herzhaft das neue Vegane Burgerpatty kauft, der Veganes Hackfleisch kauft oder Vegane Wurstwaren.

Eigentlich denke ich auch so, wenn es doch nur nicht so gut schmecken würde :). Inzwischen ist es mir egal, ob der Tofu nach Schnitzel oder so aussieht.

j.


28.10.2019 08:47    |    mz4

Ja irgend welche Geräusche müssen die e-Autos ja von sich geben.

 

Nur weil sich aktuell "nur" unsere /Altersklassen/ und älter überhaupt e-autos leisten können die als Vergleich viel eher eine S-Klasse V8 in unhörbar nutzen wollen als eine Dodge Charger Hellcat wird es nicht so bleiben.

 

Was ich damit sagen will ist das aktuell eher die gesitteten, gestandenen "Herren" (mag auch Damen geben ;)) mit emobilität und der gelassenen überlegenheit beschäftigen ist es noch so "leise"..

 

Wobei ich wie gesagt auch keine Geräusche absolut nicht für gut erachte. Für den Fussgängerschutz müssen verpflichtend für alle auch Rückwirkend geräusche kommen.

Ob die dann wie vor 20/30/40 Jahren mit surren und pfeiffen aus ScineFiction Filmen klingen oder nach Vogelgezwitscher werden wir sehen ;)

 

Sobald die Golf GTI Fraktion auf emobilität trifft ist es vorbei mit künstlichen Geräuschen da muss es knallen und krachen. Ähnlich der AMG Fraktion.

 

Das sind jetzt meist noch alles Randgruppen.. das sind entweder "Leute" wo die Familienplanung schon seit langem abgeschlossen ist, rentner, junge aufstrebende "egos"... aber richtiges Familientaugliches gibt es halt erst in 2-3 Jahren.

Mir z.B. ist das Model S deutlich zu klein vom Innenraum und Kopffreiheit.

Model X ok etwas besser aber wirklich Familientauglich ist es nur wenn man zum planen und schichten neigt ;)


28.10.2019 09:03    |    Kaesespaetzle

Am besten sieht man diese künstliche "Geräuschmanie" doch hier:

https://www.youtube.com/watch?v=JOCVbcCD9iA

 

Unterschrift des Videos:

"Our first virtual all-electric sports car - the Jaguar Vision GT Coupé - is the latest addition to the globally-renowned Playstation 4 Gran Turismo series. "


28.10.2019 15:24    |    jodi2

>Vielleicht sind Elektrofahrzeuge vernünftiger, vielleicht auch die Zukunft, ganz sicher werden sie aber denjenigen, die Verbrennungsmotoren in allen Variationen kennen, nicht ans Herz wachsen. (Ausnahmen vielleicht abgesehen)

 

Ich denke genau andersrum. Du bist wie ich sicher schon etwas von den 20 weg, kommende Generationen die weniger oder kaum mehr mit Verbrenner aufwachsen, werden eher den Kopf schütteln über die Akustik unserer Motoren bisher. Wenn man Fahranfänger in der Fahrschule das gleiche Auto, gleiche Marke, gleiches Modell, gleiches Gewicht und gleiche kW als Verbrenner und als E-Auto hinstellen würde, würde vermutlich schon heute die Mehrheit die E-Version wählen, wenn sie einmal die Antriebseigenschaften kennengelernt und die Verbrennerversion das erste mal damit überholt haben. Dass sich das bisher nur wenige Fahrschulen leisten können und man dann auch nur Führerschein für Automatik hätte mal außen vor...

 

Unsere Emotionen für (Auto-)Motorgeräusche sind über viele Generationen und mangels Alternativen anerzogen, Waschmaschine und andere Geräte im Haus sind ein gutes Beispiel, dass der Mensch eigentlich Ruhe bzw. weniger Lärm bevorzugt, es wollen vermutlich nur noch wenige für Licht und Kühlschrank eine Dampfmaschine im Garten hämmern hören… Geräte wie Kühlschrank oder Stehlampe vermitteln auch nicht “lauter=besser/schneller”, das gibt es nur bei KFZ u.ä. bisher.

 

>Ich kann mir ein Fahren ohne "Gehör" nicht vorstellen.

>Ich höre meinen Motor und weis wie schnell ich bin.. auch ohne Tacho.

 

Das dachte ich zunächst auch, ist aber zu meiner Überraschung nicht so. Gerade innerstädtisch bemerke ich immer wieder, das ich mit dem E-Auto an den gleichen Stellen oft sogar langsamer und konzentrierter bin als mit dem Verbrenner, wo - so meine Vermutung - einen das Motorgeräusch manchmal von der Verkehrssituation ablenkt und sie einen manchmal unterschätzen lässt, so dass man schneller bzw. zu schnell fährt.

 

Was ich bemerke, dass ich mit dem E-Auto viel schneller auf die mögliche bzw. erlaubte Geschwindigkeit beschleunige und durch die starke Rekuperation/Motorbremse auch vor schwierigen Stellen stärker abbremse. Mit dem Verbrenner läuft das in beide Richtungen langsamer ab, so dass ich oft noch länger zu schnell bin/den Wagen auf das richtige Tempo ausrollen lassen ohne bewusst auf’s Bremspedal zu treten (typisches Beispiel: Ortseinfahrt). Allerdings mag das auch mit an unserem ziemlich untermotorisierten Vebrenner liegen und mit mehr PS weniger so sein.


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