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12.03.2021 14:01    |    jennss    |    Kommentare (348)

Welcher Ausstattungstyp bist du? (unabhängig vom Motor)

golfplus2007golfplus2007

Wir hatten unseren neuen ID.3 im Dezember 2020 erwartet und so habe ich da schon den Smart verkauft. Der ID.3 lässt jedoch noch auf sich warten (nächste Woche abholen) und so bin ich sehr froh, dass ich seit Dezember einen 14 Jahre alten Golf Plus aus der Familie leihen kann, der nur echte ca. 38000 km runter hatte (inzwischen +4000). Der hat 1,6 l. Hubraum, 102 PS und eine Wandlerautomatik. Im Winter liegt der Verbrauch bei 8,9 l.. Er ist echt nicht schnell und maaager ausgestattet, aber: Er fährt und das gar nicht so schlecht. Da kamen mir jetzt Gedanken, dass ein einfaches Auto eigentlich gar nicht so schlecht ist und man diese ganzen Extras, die mehr oder weniger schon üblich sind, nicht unbedingt braucht. Wir kommen erstaunlich gut mit dem Golf Plus klar. Er hat ein Plastiklenkrad, Halogenscheinwerfer, kein Navi, keine Rückfahrkamera, keine Sitzheizung und nicht mal Parksensoren. Was ich gerade so denke: Die ganzen tollen Extras, die man heutzutage bekommen kann, sind eigentlich alle nur nice-to-have. Sind wir zu verwöhnt und merken das gar nicht? Ich navigiere mit dem Handy, habe nur eine Saugnapfhalterung gekauft, klappt. Google Maps ist eh kaum zu schlagen ;).

 

Nun hatte ich bei der Bestellung des ID.3 schon lange überlegt, was ich nehme und mich für den Business entschieden, weil ich die Rückfahrkamera wollte, und dazu schöne 20"-Felgen. Man schaukelt sich beim Bestellen ja immer mehr nach oben. Daher wollte ich hier einfach mal ein kleines Plädoyer für Basismodelle halten :). Ich glaube, die sind die wahren Schnäppchen. Extras sind natürlich auch in der Entwicklung teuer, vor allem sowas wie ein Autopilot, aber braucht man das alles wirklich? Was sind die Dinge, die einen wirklich zufrieden machen mit einem Auto? Klar, die Zuverlässigkeit ist wichtig, aber ich meine so Sachen, die "aktiv zufrieden machen". Ich würde sagen, ein guter Antrieb ist wichtig, beim Verbrenner damit auch das Getriebe (die Wandlerautomatik ist gar nicht so schlecht, wenn auch natürlich nicht so reaktionsschnell wie ein E-Auto und leider macht sie das Auto zum Säufer). Beim E-Auto sind das je nach Einsatzbereich dagegen eher Reichweite und Ladeleistung. Ich freue mich auf unseren ID.3 Business schon sehr, aber mir geht gerade auch durch den Kopf, dass es ein einfacher ID.3, evtl. der Pro mit 204 PS, vielleicht auch getan hätte. Da hätte ich mal eben 8000 € oder so sparen können. Das wäre z.B. eine Leica Q2 plus andere nette Sachen :).

 

Geben wir zu viel Geld für Autos aus? Verleiten uns die tollen Konfiguratoren zu unnötig vielen Extras? Manche Leute stehen ja auf "Vollausstattung", andere auf Magermodelle. Welcher Typ seid ihr? Was ist euch wichtig bzw. wo setzt ihr Schwerpunkte?

j.

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12.03.2021 14:19    |    tomcat092004

Es muss keine Vollausstattung sein. Die Ausstattung hängt bei mir von der Nutzung des Fahrzeugs ab.

Allerdings gibt es bestimmte Extras, auf die ich nicht verzichten möchte, da ich mich an sie gewöhnt und schätzen gelernt habe. Einige Extras bleiben ein "schön, wenn es drin ist", aber sie müssen nicht sein.

Für den Arbeitsweg brauche ich keine volle Hütte. Für die Langstrecken genieße ich den Luxus einiger Extras, wie ACC und Spurassi. RFK, Totwinkelassi und Ausparkassi finde ich generell sehr sinnvoll, da in meinen Augen die Fahrzeuge immer unübersichtlicher werden und so Gefahren schneller erkannt werden können.


12.03.2021 14:33    |    schleich-kaefer

Natürlich sind wir zu verwöhnt! Das ist doch offensichtlich. Irgendwie haben die Hersteller es geschafft, diesen Extras-Wahn den Leuten in die Köpfe zu setzen und machen damit sehr viel Geld. Viele meinen tatsächlich, sie brauchen das unbedingt. Ich brauche es nicht. Das mag in den Zeiten noch Sinn gehabt haben, wo man Heizung als Extra kaufen musste, aber das ist schon lange vorbei. Heute ist sogar ABS und ESP kein Extra mehr. Wozu Geld für überflüssiges Gedöns aus dem Fenster werfen? Was nicht da ist, kann nicht kaputt gehen.

 

Und übrigens - eine Leica ist auch überflüssig. Ein modernes Handy macht auch ausreichend gute Fotos und man hat es immer dabei. Und wenn Du damit kein gutes Foto machen kannst, brauchst Du auch keine Leica. Leica ist eh nur für Ego für reiche hochnäsige Typen, pardon - Herren Photographen. Unbedingt mit ph, nur die sind echte Fotografen. ;)


12.03.2021 14:43    |    Her1bert

Meine Devise bisher: was nicht drin ist, kann auch nicht kaputtgehen.

Hat sich sehr bewährt. Leider packen die Hersteller zunehmend

Überflüssiges in die Basisausstattung, was man dann mitbezahlen muss.


12.03.2021 14:44    |    Luke-R56

Ich lege bei meinem C70 Wert auf das Wohnzimmer-Feeling, eine schöne Lederausstattung und ein Holzlenkrad gehören da unbedingt dazu, eine gute Soundanlage ist auch ein grosses Plus. Elektr(on)ische Helferlein können mir dagegen gerne gestohlen bleiben. Warum ich Handgriffe, die oft an Simplizität kaum zu überbieten sind, einem langsamen Elektromotor überlassen soll, entzieht sich meinem Verständnis, so würde ich z.B. meine elektrischen sofort gegen manuell verstellbare Sitze tauschen. Werks-Navis interessieren mich auch nicht, das kann jedes Smartphone intuitiver und schneller.

 

Bei einem Gegenpol-Auto, wie meinem Liebling MX-5, ist es anders, da sind nur fehlende Extras gute Extras (abgesehen vielleicht von einem Sperrdifferenzial).


12.03.2021 15:20    |    KrisztianK

Mir geht's ähnlich wie dir Jennss.

Habe meinen BMW 5er abgegeben und einen ID.4 bestellt. Ich fahre nun unseren ersten Wagen wieder, der mal während der 5er Geld-aus-dem-Fensterwerf-Sturm-und-Drang-Zeit zur 2.Wagen mutiert war. Der ist ein 16 Jahre alter BMW E46er mit R6 Zylinder und Halbautomatik (SMG), dafür manuelle Fensterheber hinten und weder MP3 Player noch Rückspiegelautomatik geschweige denn Ledersitze.

 

Wären die Xenonscheinwerfer trotz neuen Brenner und neuen Scheinwerferabdeckungen nicht so schwach bei unseren Landstrassenfahrten und stünde kein Radlagertausch nach 130.000 km an, würde ich es noch eine Weile gar wieder als Zweitwagen behalten. Allerdings es konterkariert meine Emmissionspläne bei weitem.

 

Den ID.4 habe ich hingegen mit Full Extras genommen, da meine Familie den Sonnendach, ich wiederum für die Landstrassenfahrten die Matrix Lichter wollte.

Es gibt zwar mit Tech noch einige etwas günstigere Varianten, da es diesmal ein Firmenwagen wurde, war der Unterschied praktisch egal.

 

Ursprünglich wollte den Ford Mach-E. Dort waren die Extras noch blöder packaged. Einen Sonnendach gab es dort nur bei der Allradvariante... ist irgendwie schwer nachvollziehbar wie die Hersteller ihre Extras verknüpfen.


12.03.2021 15:29    |    schleich-kaefer

Zitat:

@KrisztianK schrieb am 12. März 2021 um 15:20:07 Uhr:

Ursprünglich wollte den Ford Mach-E. Dort waren die Extras noch blöder packaged. Einen Sonnendach gab es dort nur bei der Allradvariante... ist irgendwie schwer nachvollziehbar wie die Hersteller ihre Extras verknüpfen.

Das ist doch absolut nachvollziehbar - so viel melken, wie es nur geht! Ein Sonnendach alleine würde nur einen Bruchteil dessen kosten, was man nahmen kann, wenn man es mit Allradvariante zusammen verkauft. Daher kombinieren sie es so blöd wie es nur geht.


12.03.2021 15:30    |    notting

Was das Aussehen meines Autos angeht: Muss nur besser als z. B. ein Fiat Multipla aussehen ;-)

D.h. für's Aussehen gehe ich praktisch nix zusätzl. aus.

Bei den Einbau-Navis gibt's irgendwann keine neuen Karten mehr bzw. schon davor nur zu überteuerten Preisen bzw. man muss den Online-Mist zusätzl. zu dem ggf. vorhandenen Smartphone-Tarif zahlen. Lieber Smartphone und fertig. Wobei man um ein Einbau-Navi fast nicht mehr herumkommt, was z. T. aber nur als Navi arbeitet wenn ein Smartphone gekoppelt ist.

Z. B. die Lichtautomatik macht IMHO nie das was ich will. Spurhalte-Assi & Co. haben mich auch schon genervt. Der Regensensor macht aber seine Arbeit zieml. gut. D.h. vorher intensiv testen, ob die Funktion das Geld wirkl. wert ist.

 

notting


12.03.2021 15:53    |    KrisztianK

Zitat:

@schleich-kaefer schrieb am 12. März 2021 um 15:29:10 Uhr:

Das ist doch absolut nachvollziehbar - so viel melken, wie es nur geht! Ein Sonnendach alleine würde nur ein Bruchteil dessen kosten, was man nahmen kann, wenn man es mit Allradvariante zusammen verkauft. Daher kombinieren sie es so blöd wie es nur geht.

Lol, ja :-)

Aber nur aus diesem einen Gesichtspunkt.


12.03.2021 16:16    |    schleich-kaefer

Ja natürlich aus diesem. Es ist der einzige, der auch zählt. Sie wollen nur den Gewinn maximieren, sonst nichts.


12.03.2021 16:21    |    bsa11

Für die Wahl von Zusatzausstattungen hat man unterschiedliche Präferenzen. Für mich (unabhängig welcher Antrieb)

1. Muß sein, ohne dem nehme ich das Modell nicht:

Lordosenstütze im Sitz, sehr gute Soundanlage mit CD-Laufwerk, umlegbare Rücksitzbank, Rückfahrkamera, rundum Scheibenbremsen,

2. Will ich haben, aber Abstriche u.U. denkbar (z.B. bei sinnloser Packetkombination):

Notrad, LED Matrixlicht, Tempomat, Automatik (eher Wandler), Parkpiepser, Verkehrszeichenerkennung

3. gerne genommen:

Leder, Sitzheizung, 18", einfache Navi, Holzdekor,

4. Brauche nicht, bzw. gebe dafür keinen Cent:

Metallic, 3D Kamera, automatische Parkassistent, Spurhalteassistent, Connectivity, Schiebedach (würde selbst geschenkt nie nutzen, stört nur bei musikhören), keyless Öffnung (unter keinen Umständen!), Stop&go Assistent bzw. automatische Geschwindigkeitsassistent (habe z.Zt. ist wie ein Fahranfänger auf meinem Schoß)

 

Ich mache Privatleasing. Dabei sind meistens preislich abschreckende Optionen doch erschwinglich in der Rate (sonst hätte ich z.B. LED Matrixlicht nie kennengelernt, heute möchte ich ungern missen). Es hat den Anschein, daß E-Autos nicht mehr so individualisierbar sind. Das wäre für mich kein schöner "Fortschritt", wenn Hersteller für mich entscheiden, was mich glücklich macht.


12.03.2021 16:49    |    Zarrooo

Vollausstattung muss es nicht unbedingt sein, da ist mir inzwischen zu viel Unfug drin. Bei den Asiaten lande ich trotzdem immer bei der höchsten Ausstattung, weil sonst immer irgendwas fehlt, das man bei einer kleineren Ausstattung nicht dazu bestellen kann.

 

Bis auf Bluetooth und LED-Scheinwerfer hat mein Cadillac Eldorado (mit zeitgenössischer Vollausstattung) aus den 90ern schon alles an Bord, auf das ich nicht verzichten mag und auch zwei Dinge, die man heute kaum noch findet: bequeme Sitze und ein komfortables Fahrwerk.

 

Wir hatten mal so einen Nullausstatter wie den Golf im Firmenpool, ein Audi A3 mit den gleichen kreuzlahmen 1.6l Motor. Das war eine grauenvolle Kiste.


12.03.2021 17:02    |    schweik6

Zitat:

@Her1bert schrieb am 12. März 2021 um 14:43:37 Uhr:

Meine Devise bisher: was nicht drin ist, kann auch nicht kaputtgehen.

Hat sich sehr bewährt. Leider packen die Hersteller zunehmend

Überflüssiges in die Basisausstattung, was man dann mitbezahlen muss.

Ich sehe das wie du.

Leider wird die Zukunft so aussehen, dass die Fahrzeuge werkseitig quasi mit Digital-Vollausstattung ausgeliefert werden und der Kunde gegen Bezahlung die Features on Air freischalten lassen kann.

Schöne moderne Autowelt! :D


12.03.2021 17:26    |    Martyn136

Ich hab für "goldene Mitte" gestimmt wobei ich glaube das es die "goldene Mitte" garnicht so gibt, sondern nur eine "individuelle Mitte".

 

Sitzheizung, anklappbare Aussenspiegel, vernünftiges Radionavi, halbwegs schöne Felgen (okay, die gäbe es auch als Drittanbieterzubehör), etc. finde ich schon sinnvoll und wichtig. Rückfahrkameras und ganzen neuen Assistenzsysteme finde ich hingegen garnicht wichtig und komplett verzichtbar.

 

Aber das ist immer eine sehr individuelle Sache. Wenn man überwiegend in Kleinstädten, Überland und auf der Autobahn unterwegs ist, dann hat man so gut wie nie Parkplatzprobleme und dann brauch man einfach keine Rückfahrkamera und keinen Parklenkassistenten. Aber wenn jemand überwiegend in der Grossstadt und Ballungsraum rumfährt und um knappe Parklücken kämpfen muss dann sich Rückfahrkamera und Parklenkassistent schon sinnvoll. Umgekehrt ist aber für jemanden der fast nur feste, ihm bekannte Strecken fährt, und nur alle Jubeljahre mal neue Strecken, ein integriertes Navi absolut verzichtbar.


12.03.2021 17:26    |    Brot-Herr

Bei mir gibt es vier Kategorien:

1. Dinge, die sein müssen. Zum Beispiel Schiebedach, elektrische Fenster hinten, Radionachrüstmöglichkeit, Automatikgetriebe (Wandler oder CVT), Tempomat, ...

2. Dinge, die ich gern habe/hätte, die aber nicht unbedingt sein müssen. Zum Beispiel Leder, LED-Scheinwerfer, Licht- und Regensensor, zwei Nebelschlußleuchten, zwei Rückfahrleuchten, Abstandstempomat, ...

3. Dinge, die ich lieber nicht hätte, die ich aber akzeptiere. Zum Beispiel nicht abschaltbares ESP, nicht abschaltbare Traktionskontrolle, ...

4. Dinge, die nicht im Auto sein dürfen. Zum Beispiel Touchscreen, drahtlose Datenanbindung nach draußen, ...


12.03.2021 17:32    |    Black Biturbo

Ich habe auch für die goldene Mitte gestimmt, aber kann es so nicht sagen. Einmal ist es natürlich wichtig wer das Fahrzeug wie nutzt. Wenn ich in der regel alleine unterwegs bin maximal zu zweit ist es sicher unnötig eine sitzheizung hinten zu verbauen oder gar einzelsessel. Und es muss halt zu Auto passen. Wichtig finde ich die zum bestellzeitpunkt wichtigen extras, also z.B. HID, Werksnavi eine hübsche polsterung und halt alles was man mag und nur schwer nachrüsten kann (bremse, fahrwerk, getriebe)


12.03.2021 18:48    |    Lumpi3000

Mein Ioniq ist VOLL VOLL VOLL !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Und das ist auch gut so. Kostet kaum mehr alswie weniger. :D


12.03.2021 19:18    |    Textron

Mein erstes Auto war ein Opel Astra F, den ich günstig von meinen Eltern übernommen habe. Rechter Außenspiegel, fünfter Gang, 60 PS. Absolute Basis, aber meine Eltern wollten das so (und der "Opa", der ihn konfiguriert hatte, anscheinend auch)

Die Servolenkung und das ABS hätte man schon gegen Aufpreis kaufen können. Für mich sicherheitsrelevant und heute ein Selbstgänger.

Dann kam der Twingo. Servo, ABS, Funk-ZV, 4 Airbags, mit Faltdach. Super, auch mit der kleinen Maschine kann Fahren Spaß machen.

 

Meine Autos kaufe ich gebraucht und fahre sie gute 100tkm und mehr. Bisher ist es immer gelungen, sie vor größeren Reparaturen abzustoßen.

Bei der Inzahlungnahme wurde immer geguckt, was ich denn da mitbringe. Bei 180tkm geht der Wagen aber meist eh in den Export.

 

Ich möchte ein Fahrzeug, dass mir gefällt und ich selber den Nutzen der Extras bestmöglich gestalten kann.

Beim Cabrio waren damals, Automatik, Tempomat und Xenon Pflicht. (ich fahre viel im Dunklen)

 

Beim Alltagsgleiter wurde es die Titanium Version des Galaxy. Bei dem großen Wagen sind Kamera, Rundum-Piepser und Querverkehrwarner wirklich sinnvoll. Die Standheizung würde ich nicht mehr hergeben, der Wagen dankt es einem, wenn er mit warmen Motor starten darf. LED Lichter machen auch hier Sinn.

 

Was ich nicht nutze: Start Stop (außer am Bahnübergang), Ein-oder Ausparksystem. Das große Panoramadach ist nicht so häufig geöffnet. Die Geräuschkulisse ist ab 100 km/h nicht mehr so toll. Es lässt aber viel Licht rein.

 

Wichtig ist für mich, wie sich diese ganzen Helferlein im Alter schlagen. Blockiert sich da irgendwas gegenseitig oder man kann nur komplette Pakete tauschen?

Den Einzug der Touchscreens sehe ich mit Stirnrunzeln. Sind mir zu viele Untermenüs; aber die ganze Technik muss ja auch irgendwie bedient werden.


12.03.2021 20:16    |    judyclt

Zitat:

Verleiten uns die tollen Konfiguratoren zu unnötig vielen Extras?

Natürlich. Kunde ausquetschen bis er fast abspringt. Aber nur fast.

Mein Beispiel: Man will einen A6 kaufen und bessere Sitze haben. Früher: 300-400 Euro für Sportsitze und fertig. Heute: Linienzwang an Ausstattung "Sport", die ich gar nicht haben will oder Komfortsitze mit Leder für zigtausend Euro, obwohl ich gar keinen Lederthron haben will. Ich hab's übrigens durchgezogen und Basis mit Basissitz im V6TDI genommen. Ließ sich überraschenderweise problemlos verkaufen.


12.03.2021 20:23    |    volvofahrer2010

Ich brauche keine Ausstattung. Habe zwar Pieper, Sitzheizung, Navi und Scheibenheizung und nichts davon nutze ich. Würde dafür auch im Neuwagen kein Geld ausgeben.


12.03.2021 20:24    |    _RGTech

Zitat:

@Luke-R56 schrieb am 12. März 2021 um 14:44:01 Uhr:

Ich lege bei meinem C70 Wert auf das Wohnzimmer-Feeling, eine schöne Lederausstattung und ein Holzlenkrad gehören da unbedingt dazu, eine gute Soundanlage ist auch ein grosses Plus. Elektr(on)ische Helferlein können mir dagegen gerne gestohlen bleiben. Warum ich Handgriffe, die oft an Simplizität kaum zu überbieten sind, einem langsamen Elektromotor überlassen soll, entzieht sich meinem Verständnis, so würde ich z.B. meine elektrischen sofort gegen manuell verstellbare Sitze tauschen. Werks-Navis interessieren mich auch nicht, das kann jedes Smartphone intuitiver und schneller.

*unterschreib unterschreib*

 

Nun habe ich einen C240 mit damals sehr vielen Extras, leider auch den dummen (memorylosen) Strom-Fahrersitz... so was Überflüssiges. Den Abblendspiegel z.B. habe ich auch ersetzt und das damalige Monochrom-Pfeilnavi im DIN-Schacht war im Prinzip schon 1998 veraltet. Aber sogar ein Holz-Leder-Lenkrad mit beledertem Airbag ist drin und das begeistert mich nach nun 15 Jahren immer noch :) Ebenso toll sind Tempomat, Parkpiepser (funktioniert beides wesentlich besser als in neueren VWs!), Wandlerautomatik, Multikontursitz, Xenon, Funk-IR-Schlüssel ohne Bart, Bose, 4 Fensterheber, Klimaautomatik. Wirklich schön... - weit entfernt von "voll", aber schön.

 

Beim Ignis gab's dafür nur voll und selbst das war noch zu wenig (keine vormontierte Mittelarmlehne lieferbar!), dafür hätte ich auf die Rückfahrkamera und besonders das Assistenzpaket durchaus verzichten können (und das auch getan, wenn's gegangen wäre). Denn ich wollte auch hier LED-Scheinwerfer, Tempomat, 4 Fensterheber, Lederlenkrad, Klimaautomatik,... naja eben im Prinzip das, was ich schon im Benz zu schätzen und nutzen gelernt habe; minus dem was ich für verzichtbar halte (Regensensor beispielsweise). Das Navi ist zwar gut - erstens weil's ein simples unverspieltes Bosch-Teil für Camper und Reisebusse ist, zweitens weil's noch recht jung und damit nicht asbach ist - und daher liegt auch kein alter Android für den Notfall herum. Wäre mir wegen der seltenen Nutzung aber auch keinen Aufpreis wert gewesen.

 

Ein von mir konfiguierter Porsche Cayman hätte notwendigerweiße (außer Farbe) einen Tempomat und das PDK, und - ja sonst eigentlich nix! Bei Sitz- oder Lenkradheizung würde ich zwar, wie Frontscheibe mit Graukeil und Heckwischer, sicher auch nicht nein sagen (kost ja alles zusammen nur knapp 1000 Tacken). Aber der Rest ist schon in der Basis so gut, dass "nackt" hier nicht wirklich Verzicht bedeutet.

 

Und wenn ich wieder wissen will, wie "echtes" Autofahren geht, nehm ich den Käfer.

 

(Aber bestimmt keinen altbackenen rentnerschwarzen Rentnergolf in Buchhalteredition, mit der eckigen Lenkung "Stand der Technik", den bähigen Sitzen, den klapperwabbligen Plastikzelten an der Tür, Kabelbruch ahoi, und womöglich auch noch Rumpeldüsemotor - näääh - danke, sowas ist einfach nur ein Kackfass und damit in etwa einem B-Corsa gleichgestellt :D)

 

 

@Brot-Herr, bist du irgendwie mit @meehster verwandt? Das mit dem ESP und den hinteren eFH klingt fast so... ;) (ja gut, gibt für alles Gründe; mir sind die hinteren eFH wegen Fernbedienbarkeit und zugfreierer Lüftung auch wichtiger als vordere!)


12.03.2021 21:16    |    Brot-Herr

Zitat:

@_RGTech schrieb am 12. März 2021 um 20:24:15 Uhr:

@Brot-Herr, bist du irgendwie mit @meehster verwandt? Das mit dem ESP und den hinteren eFH klingt fast so... ;) (ja gut, gibt für alles Gründe; mir sind die hinteren eFH wegen Fernbedienbarkeit und zugfreierer Lüftung auch wichtiger als vordere!)

Wenn Du schon so fragst: Ja, sie ist meine kleine Schwester. Wir sind aber auch längst nicht in allen Punkten einer Meinung. Beispiel ESP: Ich möchte es haben, aber wenn möglich abschaltbar. Sie möchte gar lieber keines haben. Beispiel Ledersitze: Ich hätte sie gern und würde sogar Aufpreis dafür zahlen, sie lehnt die ab und hat bei einem ihrer Autos die Ledersitze sogar gegen welche mit Stoffbezügen ausgetauscht. Sogar die hinteren eFH haben verschiedene Gründe: Sie möchte ihre in erster Linie vom Fahrersitz aus aumachen, ich möchte sie in erster Linie vom Fahrersitz aus sperren können.


13.03.2021 01:20    |    _RGTech

Da liegt die Tücke im Detail... :)

 

Aber wir sind uns wohl einig, dass nicht alles, was uns Marketingexperten vorlegen wollen, auch Sinn macht und gut ist.


13.03.2021 03:36    |    Adribau

Ich hatte 2 BMWs mit absoluter Basisausstattung, dieses Mal hab ich mir nahezu Vollausstattung gegönnt und genieße es bei jeder Fahrt :)


13.03.2021 08:01    |    Goify

Ich bin da mal so mal so. Manchmal muss ich überall Kreuzchen setzen und bei einem Gebrauchtwagen ist schon ein Fensterheber zu viel. Mit beidem kann ich gut leben.


13.03.2021 09:42    |    Red Alert

Man stelle sich nur mal vor um wieviel die Produktivität sich gesteigert hat in den letzten 30-40 Jahren. Einen absoluten Verkaufsschlager von damals wie den 124er Mercedes oder den Golf 3 könnte man heute wahrscheinlich für einen Drittel bis Hälfte der ursprünglichen Kosten herstellen und entsprechend verkaufen. Und das waren keine schlechten Autos! Wir sind damals auch ohne Rückfahrkamera und sonstiges Geschmadder wunderbar zurecht gekommen.

 

Man rechne sich nur mal vor wieviel geistigen und körperlichen Mehraufwand man wirklich hat um eigenständig das Abblendlicht oder den Scheibenwischer einzuschalten, um hin und wieder mal den Fahrersitz einzustellen (ja wie oft eigentlich?). Das sind Sekunden, die man "spart". Dann schaue man auf den Listenpreis, ist es "das Kreuzchen" wirklich wert? Wie viele Überstunden müsste man auf der Arbeit dann machen um die 2-3 Armbewegungen pro Fahrt einzusparen? Wochen, vielleicht sogar Monatelang mehr arbeiten?

 

Haben die ganzen Extras aus der Hinsicht betrachtet wirklich so viel mit Lebensqualität und Komfort zu tun? Sind wir uns wirklich zu fein dazu einmal pro Fahrt die Handbremse zu betätigen, oder wird uns der ganze Müll nur aufgedreht? Und ich sage nicht umsonst Müll. Es ist geradezu schizophren wie man auf der einen Seite sich plakativ für die Umwelt einsetzt und auf der anderen Seite so viele unnötige Dinge leistet. Gefühlt jeder zweite Neuwagen ist ein SUV oder hat Allrad, den man 99,99% der Zeit nicht braucht.

 

Noch ein Beispiel aus dem Leben: Um bei einem Leihwagen die Heizung umzustellen musste ich auf dem Display das Menü wechseln, in das Untermenü gehen u.s.w. In meinem Auto aus dem letzten Jahrtausend mache ich das innerhalb einer Sekunde und ohne den Blick von der Strasse zu lenken. Wo ist da bitte die Verbesserung?! Natürlich hat der Leihwagen dann einen Spurhalteassistenten, muss er ja! Sorry, aber mir wäre die Leihgebür mit 20 Mäusen günstiger pro Tag um einiges lieber als dieser "Luxus".


13.03.2021 09:54    |    Goify

Und dann ja noch die Helferlein und Assistenten, die nur nötig werden, weil das Fahrzeug insgesamt sich verschlechtert hat:

- Parkpiepser und Rundumkamera, weil man aus der Fahrersitzperspektive die Dimensionen einfach nicht mehr abschätzen kann und alles lackiert sein muss

- Totwinkelwarner, weil die B- und C-Säule ganze Transporter verdecken kann

- Klimaanlagen, weil die Scheiben mittlerweile so schräg stehen und sich der Innenraum extrem aufheizt

- Elektrische Fensterheber, weil man mit dem Arm nicht mehr zur rechten Seite rüber kommt

- Automatikgetriebe, weil sich Turbomotoren mit 6-Gang-Getrieben nur noch grausig fahren lassen

- Abstandstempomaten, weil der Verkehr so extrem zugenommen hat

- etc...


13.03.2021 10:03    |    Schwarzwald4motion

Meine Fahrzeuge sollen eher das „Schweizer Taschenmesser“ sein, leider sollten sie auch nachhaltig und innovativ sein.

 

Bei den Innovativen gibt es leider noch keine Echten all in one Lösungen, der 225xe Schien mir eine zu sein bis auf einmal der Kühler Grill und Auspuff größer wurde und die Effizienz gegenüber BEV in den Keller rutschte.


13.03.2021 10:04    |    notting

Zitat:

@Red Alert schrieb am 13. März 2021 um 09:42:24 Uhr:

Man stelle sich nur mal vor um wieviel die Produktivität sich gesteigert hat in den letzten 30-40 Jahren. Einen absoluten Verkaufsschlager von damals wie den 124er Mercedes oder den Golf 3 könnte man heute wahrscheinlich für einen Drittel bis Hälfte der ursprünglichen Kosten herstellen und entsprechend verkaufen. Und das waren keine schlechten Autos! Wir sind damals auch ohne Rückfahrkamera und sonstiges Geschmadder wunderbar zurecht gekommen.

 

Man rechne sich nur mal vor wieviel geistigen und körperlichen Mehraufwand man wirklich hat um eigenständig das Abblendlicht oder den Scheibenwischer einzuschalten, um hin und wieder mal den Fahrersitz einzustellen (ja wie oft eigentlich?). Das sind Sekunden, die man "spart". Dann schaue man auf den Listenpreis, ist es "das Kreuzchen" wirklich wert? Wie viele Überstunden müsste man auf der Arbeit dann machen um die 2-3 Armbewegungen pro Fahrt einzusparen? Wochen, vielleicht sogar Monatelang mehr arbeiten?

Grobe Denkfehler!

1. Wenn es mehr regnet als der Scheibenwischer wischt sieht man nix -> gefährlich.

Dann findet man z. B. den Ring für die Intervall-Einstellung nicht oder der Hebel ist ganz woanders als man erwartet -> gefährlich.

Wenn es weniger regnet als der Scheibenwischer wischt, geht der Scheibenwischer kaputt.

Und die Situation kann sich auch schnell mal alle paar s ändern.

Mein Regensensor funktioniert in den meistne Situationen prima. Und wenn nicht, kann man immernoch am Hebel spielen mit der entspr. Ablenkung.

Beim Licht ist das nicht so kritisch, denn wenn das ABL mal an ist, damit kann man auch tagsüber ohne Regen etc. herumfahren.

2. Licht- und Regensensor haben nach meiner Defintion 0EUR gekostet. Sie waren in den 450EUR für die Klimaautomatik drin. Der Trend geht aber dazu, nur noch einige wenige dafür riesige Pakete anzubieten. D.h. man wird heute solchen Funktionen eher zwangsweise mitkaufen müssen, nur weil man was will, was einem wichtig ist. Z. B. beim Ford Mustang Mach-E gibt's elektr. anklappbare Außenspiegel nur bei 2WD+volle-Hütte-Paket oder 4WD.

3. Es gibt durchaus Autos, die von versch. Personen verwendet werden. Die können stark unterschiedl. Sitzeinstellungen brauchen. Z. B. meine Eltern haben zusammen nur ein Auto.

 

Zitat:

Haben die ganzen Extras aus der Hinsicht betrachtet wirklich so viel mit Lebensqualität und Komfort zu tun? Sind wir uns wirklich zu fein dazu einmal pro Fahrt die Handbremse zu betätigen, oder wird uns der ganze Müll nur aufgedreht? Und ich sage nicht umsonst Müll. Es ist geradezu schizophren wie man auf der einen Seite sich plakativ für die Umwelt einsetzt und auf der anderen Seite so viele unnötige Dinge leistet. Gefühlt jeder zweite Neuwagen ist ein SUV oder hat Allrad, den man 99,99% der Zeit nicht braucht.

Meine Eltern brauchen 100% der Zeit ein SUV:

- Höherer Einstieg weil ältere Leute.

- Schmäler(!) als der damals aktuelle Nachfolger des Pampersbombers den sie damals hatten bis der Motor verreckt ist.

 

Und wie kommst du auf die 99,99% beim Allrad was nicht gebraucht wird? Sogar manche Nicht-SUV-Autos gibt's nur mit Allrad, wg. der Performance, z. B. Polestar 2. Sorgt in immer mehr Fällen für 0g CO2/km mehr.

 

notting


13.03.2021 10:10    |    Ascender

Ich brauche nix in einem Auto, außer drei Pedale und ein Lenkrad. Nagut, eine Heizung ist in unseren Breitengraden schon ganz sinnvoll. Ich habe mir daher extra ein Auto gekauft, welches gerade noch vertretbar ist diesbezüglich. ;)


13.03.2021 10:13    |    Red Alert

Zur Nachhaltigkeit gehört auch, dass ein Auto 30 Jahre lang in der Lage ist seinen Dienst zu Verrichten. Die Autohersteller wechseln die Modellreihen inzwischen wie oft? Alle 4-5 Jahre? Suggerieren sie damit, dass das auch deren Lebenszyklus sein soll?

 

Sorry, ich stosse lieber 1-2 Gramm mehr CO2 aus mit meinem alten Diesel, als dass ich innerhalb von 30 Jahren sechs Neuwagen brauche anstelle von einem! Ich habe ernsthafte Zweifel daran, dass die Stahlwerke in China (geschweige von Kupfer, Alu, Plastik, Elektronikschrott) so sauber arbeiten dass diese Umweltbilanz aufgeht. :rolleyes:


13.03.2021 10:17    |    Schwarzwald4motion

Was nützt einem ein Fahrzeug welches nicht aus der Parkposition rauskommt, hauptsächlich für solche Dinge ist Allrad gut. Positiver Nebeneffekt es macht in den Kurven einfach Spaß.

 

Aber natürlich gibt es viele Leute denen von ihrer Fahrweise und Umgebungsbedingungen besser Allrad verboten würde ;) , Natürlich nur aus ganz altruistischer energetischer Motivation heraus.


13.03.2021 10:21    |    Red Alert

Zitat:

@notting schrieb am 13. März 2021 um 10:04:50 Uhr:

Grobe Denkfehler!

Bei dir eher. Du widerlegtst irgendwelche Sachen die ich nie so geschrieben habe und gehst dabei auf irgendwelche einzelnen Beispiele ein, die nichts an der Gesamttendenz ändern.

 

Du kannst nicht allen Ernstes behaupten dass die Komponenten, die man für all die Extras braucht nichts kosten. Rohstoffe, Entwicklungsarbeit, Herstellkosten, Verbau- und Wartungskosten haben sie allemal. Und du hast für all das bezahlt, ob einzeln, im Paket, direkt oder indirekt mit deinen Steuern.

 

Und die Umwelt büßt natürlich auch immer den vollen Preis gerechnet in Gramm CO2, Tonne Schrott oder Grad Celsius.


13.03.2021 10:36    |    Schwarzwald4motion

Meine vier Autos haben im Schnitt jeweils knapp neun Jahre durchgehalten, zwei davon waren aber Gebrauchte.

 

Die nächsten Jahre darf man aber getrost davon ausgehen dass alte Autos am Leben halten in Abwägung zu Modernen schadstoffarmen Gefährten nicht unbedingt immer der Nachhaltigkeit dient.

 

Von den Aspekten der Verkehrssicherheit mal ganz abgesehen.

 

Es werden irgendwann nur die „Drittwagen“ übrig bleiben, wenn sie mit H-Kennzeichen und zwangsweise SynFuel betankt werden.


13.03.2021 10:45    |    Red Alert

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 13. März 2021 um 10:36:49 Uhr:

Die nächsten Jahre darf man aber getrost davon ausgehen dass alte Autos am Leben halten in Abwägung zu Modernen schadstoffarmen Gefährten nicht unbedingt immer der Nachhaltigkeit dient.

Weiß ich nicht, müsste man detalliert vorrechnen.

 

Zitat:

Es werden irgendwann nur die „Drittwagen“ übrig bleiben, wenn sie mit H-Kennzeichen und zwangsweise SynFuel betankt werden.

Zwang ist das Stichwort. Jennss ging es um die freiwillige Wahl, die uns aus meiner Sicht leider durch Bevormundung, Verbote, Auflagen und nicht zuletzt durch aggressives Marketing immer mehr verwehrt wird.


13.03.2021 11:17    |    KrisztianK

Da möchte ich auch ein Wörtchen mitdiskutieren.

 

Ich habe einen 16 Jahre alten Fahrzeug der praktisch nichts hat bis auf ein Regensensor. Nicht mal elektrische Fensterheber hinten.

 

Mit einem Kind hinten wäre schon ein solcher Gimmick dann doch hilfreich (gut mittlerweile kann er auch kurbeln).

 

Ich nahm allerdings, weil mir mein Kraxen unsicher mit Kind vorkam, angesichts all der SUVs und etlichen Raser mit tonnenschweren Premiumpanzer, mir zwischenzeitlich auch eine 2t Reiselimousine. Warum? Um eben den notwendigen Sicherheits- und Respektabstand zu bekommen. Das Konzept ging übrigens auf.

 

Aber da der Wagen so groß war (5m Länge, wegen Coupe Form - wollte kein SUV - kaum Sicht nach Hinten), brauchte es tatsächlich all die Kamera und Pipser und Sicherheits-Pipapo. Aber seien wir ehrlich diese verbrauchen zwar auch mehr Ressourcen, aber was wäre die Alternative?

 

In kleinen eckigen Blechkisten ohne Seitenaufprallschutz, ohne 10 Airbags, ohne elendlage Knautschzonen um die Aufprallenergie zu schlucken darauf vertrauend zu fahren, dass alle anderen sich auch an die Regeln halten?

 

Vergleichen wir mal nur die Verkehrstoten seit 2000:

 

2000 = 7503

2020 = 2724

 

Aber nehmen wir 2019, der repräsentativer ist:

2019 = 3046

 

https://de.statista.com/.../

 

Trotz deutlich mehr Verkehr, mehr Autos und Bevölkerung seit 2000 hat sich die Zahl der Verkehrstoten mehr als halbiert.

 

Ergo: ja die Autos sind größer, unübersichtlicher, benötigen mehr Ressourcen und Assistenzsysteme, aber eben bieten deutlich mehr Sicherheit und bessere Verbrauchswerte (auch wegen den unübersichtlichen abgerundeten Formen).

 

Man kann natürlich über die Bedienkonzepte und lackierte Stoßstangen (die ja ganz anders aufgebaut sind - siehe oben - Knautschzonen) sich ärgern, aber so gesehen die meisten Veränderungen sind echte Verbesserungen.


13.03.2021 11:23    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Red Alert schrieb am 13. März 2021 um 10:45:44 Uhr:

 

...durch aggressives Marketing immer mehr verwehrt wird.

Das fällt mir auf beim Zwang zu Monats-Beiträgen bei Software, auf was willst du hinaus?

Generell bin ich ein großer Freund der Nachhaltigkeit, aber Werbung tangiert mich wenn überhaupt nur peripher.


13.03.2021 11:30    |    Red Alert

Es ist sehr undankbar mit der Zahl der Menschenleben zu rechnen und zu relativieren. Klar sind neuere Autos sicherer, aber wieviele hundert Milliarden hat es gekostet? Wieviele Menschenleben hätte dieselbe Summe in der Krebsforschung gerettet? Oder etwa in der weltweiten Hungerhilfe? Ich möchte garnicht drüber nachdenken.

 

Klar sind 12 Airbags besser als 2 Airbags, aber 22 sind noch besser. Wo setzt man die Grenze? Ich möchte meine Wahl wieder selbst treffen können. Das Mass an Bevormundung durch halbkompetente und finanziell engagierte Personen ist für mich, besonders angesichts der aktuellen Situation, vollkommen übertrieben.


13.03.2021 11:32    |    notting

Zitat:

@Goify schrieb am 13. März 2021 um 09:54:20 Uhr:

Und dann ja noch die Helferlein und Assistenten, die nur nötig werden, weil das Fahrzeug insgesamt sich verschlechtert hat:

- Parkpiepser und Rundumkamera, weil man aus der Fahrersitzperspektive die Dimensionen einfach nicht mehr abschätzen kann und alles lackiert sein muss

- Totwinkelwarner, weil die B- und C-Säule ganze Transporter verdecken kann

Vieles von den beiden Punkten kommt von der besseren Crashsicherheit her. Z. T. auch weil immer weniger Platz zumm Parken ist.

 

Zitat:

- Klimaanlagen, weil die Scheiben mittlerweile so schräg stehen und sich der Innenraum extrem aufheizt

Blödsinn! Bin jahrelang einen Ascona-C gefahren. Das kommt vom Wetter her, dass sich die Autos heute stärker aufheizen. Bzw. inzw. sind die Jobs stärkeer konzentriert und Frauen wollen auch arbeiten.

 

Früher (kann leichte Überspitzungen enthalten): Mann zieht mit Familie/sucht sich einen Job in einer bestimmten Gegend und fährt z. B. mit dem Fahrrad zur Arbeit. Frauchen holt das Auto nur aus der Garage wenn sie es braucht. Dadurch ist es kühler.

 

Heute ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch Frauchen arbeiten wird. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Jobs recht weit auseinander sind. Entweder wird in die näher eines Jobs gezogen oder die Jobs sind soweit voneinander entfernt (oder es gab nach dem letzten Umzug einen erzwungenen Jobwechsel und man hat noch keine bessere Wohnung gefunden), dass beide mit dem Auto fahren müssen. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit noch höhere, dass mind. eines der Autos keinen Garagen-Stellplatz hat = draußen steht -> aufgeheizt ist.

Vom Aufheizen auf dem Firmenparkplatz ganz zu schweigen.

 

Zitat:

- Elektrische Fensterheber, weil man mit dem Arm nicht mehr zur rechten Seite rüber kommt

Das ging IMHO noch nie vernünftig, vor allem nicht während der Fahrt, z. B. im o.g. Ascona oder auch im R11 (wobei der eFH vorne hatte).

 

Zitat:

- Automatikgetriebe, weil sich Turbomotoren mit 6-Gang-Getrieben nur noch grausig fahren lassen

... und wg. Hybrid-Fahrzeugen.

 

Zitat:

- Abstandstempomaten, weil der Verkehr so extrem zugenommen hat

Richtig.

 

Zitat:

- etc...

notting


13.03.2021 11:41    |    Red Alert

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 13. März 2021 um 11:23:55 Uhr:

auf was willst du hinaus?

Ich möchte darauf hinaus dass es schizophren ist immer größer, schwerer, komplizierter, luxuriöser und gleichzeitig nachhaltiger und umweltfreundlicher miteinander verbinden zu wollen. Das beisst sich. Und dafür (mit)bezahlen möchte auch nicht jeder.

 

Am Freitag früher Feierabend zu machen und/oder einen Wochenendausflug zu unternehmen gehört für mich viel eher zu Komfort und Lebensqualität, als dass die Blechkiste für mich Gänge schaltet. Darauf möchte ich hinaus. So ein Scheiss DSG kostet mal eben mehrere Monatsgehälter! Um sich das zu leisten, müsste der Durchschnittsbürger 1 Jahr lang jedes Wochenende extra arbeiten oder so um den Dreh. Kaufen sich das die Leute echt freiwillig? :confused:

 

Ich bin ein großer Fan von Nachhaltigkeit, aber nicht hysterisch Greta-Style. Man muss sich kühl überlegen, was man wirklich braucht, was wurde einem nur "im Paket" aufgeschwatzt und was wurde per Auflage aufgedrungen.


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