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jalopy

Alles und Nichts zum Thema Auto und Motor

12.03.2009 09:30    |    jalopy    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: USA

Nachdem wir viel im Landesinneren hin und hergefahren sind, bewegten wir uns die letzte Woche unserer Reise an der Küste entlang. Bei dieser Strecke handelt es sich um den längenderen Highway Nr. 1, den ich jedem „Westküsten-Amerika-Besucher“ nur wärmstens ans Herz legen kann. Dabei ist es von Vorteil wenn man sich die 750 km Küstenstraße von San Francisco nach Los Angeles bewegt, und nicht umgekehrt, da man in diesem Fall auf der „richtigen“ Straßenseite fährt und damit einen unvergleichlichen Ausblick hat. Noch ein Vorteil ist, wenn man sich außerhalb der Ferienzeit aufmacht, um diesen Abschnitt entlang zu düsen, da es leer und einsam zugeht. Im Sommer muss hier die Hölle los sein.

 

Insgesamt hatten wir für die Strecke 3 Übernachtungen eingeplant. Zwei Nächte gingen im Notfall auch, aber damit geht einem wirklich viel verloren und halten kann man hier zum Glück alle Nase lang, um den super Ausblick zu genießen.

 

Der erste Weg führte uns von San Francisco nach Monterey. Da wir mindestens einmal über die Golden Gate Bridge mit dem Auto fahren wollten, und man dafür lediglich eine kleine Maut zahlt, suchten wir uns vorerst ein Ausflugsziel 10 km nördlich von San Francisco: den Muir Wood. Dies ist ein geschütztes Waldgebiete mit riesigen Redwood-Bäumen. Hier kann man wunderbar umherwandern und sich mal so richtig klein fühlen, wenn man sich mit den Riesenbäumen (bis zu 80m) vergleicht. Außerdem ist die Atmosphäre schön unheimlich und man begegnet einigen Tieren. Die 4 Dollar Eintritt ist dieser Wald allemal wert!

 

Nun aber wirklich auf zur Küstenstraße. Die erste Strecke führt zwar an vielen Stränden vorbei, ist aber nur ein kleiner Vorgeschmack auf den wirklich gigantischen Abschnitt, der um Big Sur kommt. 200 km südlich von San Francisco liegt das schöne Städtchen Monterey. Hier verbrachten wir unsere erste Nacht und anschließend gleich einen ganzen Tag, da wir Monterey Bay Aquarium besucht haben. Es ist das Größte der USA und wer hier nicht reingeht, dem ist nicht mehr zu helfen! Hier kann man echt nochmal Kind sein, seine Hand in viele Wasserbecken stecken, um Tiere und Pflanzen zu ertasten, sich Fütterungen von Ottern oder Fischen ansehen, Entspannung suchen, während man die Quallen beobachtet, Weiterbildung genießen, indem man sich mindestens eine der vielen Vorträge anhört, sich „eintauchen“ lassen, indem man unterhalb der gigantischen Becken bewegt und und und….. Es gibt in diesem Museum mit 35000 Tiere und 550 verschiedenen Arten in mehr aus 200 Wasserbecken eine Vielzahl an Möglichkeiten. Erst als wir raus waren, ist uns klar geworden, dass wir einen Tag lang im Museum waren…..Das nenne ich mal Urlaub.

 

Die belesenen unter Euch kennen Monterey bestimmt auch aus dem Roman von John Steinbeck „Die Straße der Ölsardinen“, wobei unter anderem die Cannery Row (so auch der englische Titel) als Kulisse diente.

 

Nächste Anlaufstelle war dann Carmel-by-the-Sea, ein Küstenstädtchen, welches seinen Ruf als eine der schönsten und teuersten Städtchen der Westküste hat und sich damit rühmen kann, einst Clint Eastwood als Ortsbürgermeister gehabt zu haben. Die Häuser hier sind alle wie aus dem Ei gepellt, teuer und groß. Besonders chic sind die Häuser direkt am Strand, deren Bewohner dann auch das Privileg haben, hier jeden Abend einen der schönsten Sonnenuntergänge der Westküste sehen zu dürfen. Ich gebe zu, der Neidfaktor war echt groß.

 

Aber Carmel hat auch wirklich historische Bedeutung erlangt und zwar mit der Carmel Mission, eine der ältesten spanischen Missionen, die die Indianer zum katholischen Glauben „bekehren“ wollten. Wunderschöne Anlage mit tollem Garten, Klosterkirche und Museum. Für einen Abstecher von einer Stunde auf jeden Fall gut.

 

Wie es weiter geht, auf dem vermutlich schönste Abschnitt des Highway Nr. 1 entlang dem Big Sur, erfahrt Ihr dann beim nächsten Eintrag. Für heute ist erst einmal wieder Schluss, denn meine Finger sind schon ganz wund von vielem Tippen und ich muss mir ja noch was aufheben für den vorletzten Artikel zu meiner USA Reise, bevor ich beim Finale in LA ankomme. Also, bis die Tage…


05.03.2009 21:07    |    jalopy    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: USA

So, dann will ich mal wieder was von meiner letzten Reise berichten, bevor alles in Vergessenheit gerät.

 

Bevor wir uns aber nach San Francisco begeben, machen wir noch einen kleinen Zwischenstopp in Hauptstadt des US-Bundesstaats Kalifornien und zwar in Sacramento. Diese Stadt hat ihren Ursprung in der Zeit des großen Goldrausches: Das Land, welches ursprünglich einem Schweizer namens Johann August Sutter gehörte, der hier Viehzucht betrieb, wurde Aufgrund eines Goldfundes auf seinem Gelände einfach von Goldgräbern überrollt. Arbeiten wollte dort sowieso keiner mehr, nur noch das große Geld verdienen.

 

Wer den Hauch und den Charme dieser Pionierzeit einatmen möchte, kann dies im Stadtteil „Old Sacramento“ tun. Direkt am Sacramento River gelegen kann man hier zwischen der Capitol Mall und der I Street am alten Hafen langschlendern, in alten Handelshäusern shoppen gehen oder in den Saloons essen und natürlich trinken. Selbst die alten Eisenbahnen kann man hier im ebenso alten Bahnhof bewundern. Für einen kleinen Abstecher ist Sacramento also ganz gut, bevor man sich in das doch so andere San Francisco aufmacht.

 

Vorneweg: eigentlich hatten wir geplant, hier 2 Nächste zu bleiben, aber schon nach dem ersten kleine Spaziergang war klar, dass wir das ganze auf 3 Übernachtungen ausdehnen, was ehrlichgesagt in San Francisco nicht ganz billig ist. Man sollte daher immer versuchen in der Woche und außerhalb der Ferienzeit hier zu quartieren.

 

Auf den insgesamt 43 Hügeln von San Francisco wohnen 800.000 Menschen, was für eine amerikanische Großstadt nicht wirklich viel ist. Charmant sind die vielen kleinen Häuser, die dicht an dicht gebaut wurden und die Straßen, die sich hier in gewohnter Manier quadratisch durchziehen.

 

Alles ist eigentlich gut zu Fuß zu erreichen, außer es regnet mal heftig, was hier immer mal wieder vorkommt. Ganz klar braucht man aber für die "Berge" ein bisschen Kondition. Wenn einen diese verlässt, dann kann man immer noch auf die Cable Car Bahn, Straßenbahn, Bus oder U-Bahn umsteigen. Tipp: bei der Touristeninformation gibt es ein Ticket (18 Dollar für 3 Tage) mit dem man die eben genannten Fortbewegungsmittel uneingeschränkt benutzen darf. Wenn man sich ein solches Ticket nicht holt, dann kostet eine einfach Fahrt mit der Cable Car schon mal 5 Dollar.

 

Ich glaube die Sehenswürdigkeiten in San Francisco kennt jeder aus Film und Fernsehen. Dennoch möchte ich meine Empfehlung für Alcatraz und die Golden Gate Bridge aussprechen. Apropos Golden Gate Bridge: es gehört schon etwas Glück dazu, die Brücke auch mal ohne Nebel zu sehen. Also wenn Ihr dort seit und seht, dass die Brücke mal nicht im Nebel versinkt, dann direkt und auf dem schnellsten Wege hin, denn innerhalb von einer halben Stunde kann alles schon wieder vorbei sein. Ehrlich, ich weiß wovon ich da spreche.

 

Ansonsten empfehle ich einfach drauf loslaufen, wenn es die Zeit erlaubt, so bekommt man eine ganze Menge mit. Gemäß dem Lebensmotto der Bewohner von San Francisco „leben und leben lassen“, welches diese Stadt ja so lebenswert und sympathisch macht, sollte man sich auf diese Stadt einlassen und einfach mal treiben lassen. Was man neben Kultur in dieser Stadt noch hervorragend machen kann ist Essen gehen und shoppen. Kulinarisch bietet San Francisco einfach alles. Auch was das Nachtleben angeht. Diese Stadt muss man einfach lieben.

 

Wichtiger Hinweis noch von mir, die ja eine Frostbeule ist: die kalifornische Bilderbuchsonne gibt es hier nicht. Das ganze Jahr über herrscht hier ein angenehmes Frühlingsklima, welches sich nicht wirklich für kurze Hosen und Trägerhemdchen eignet. Baden gehen ist hier auch nicht, außer man gehört zu den Verrückten, die eine maximale Wassertemperatur von 15 Grad mögen.

 

Im nächsten Beitrag geht es dann den Highway Nr. 1 runter. Was sich dort so an Ausblicken bietet, erzähle ich Euch dann beim nächsten mal.


04.03.2009 07:57    |    jalopy    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: Blog, Geburtstag, Lustiges

So schnell kann es gehen und ein Jahr ist keine Ewigkeit, da ist mein Blog auch schon ein Jahr alt. Mein Gott, wie die Zeit vergeht. Ich habe mich zwar letzten Monat nicht mit Ruhm bekleckert, was das Schreiben in diesem Blog angeht, aber ich gelobe für das 2. Jahr Besserung. Man lernt ja erst mit einem Jahr laufen. Also gebt auch mir etwas Zeit. ;) In diesem Sinne blase ich die Kerze auf der birthday-Torte aus und wünsche mir für den Blog nur das Beste.

 

Für alle Freunde und Liebhaber dieses Blogs hier eine kleine Statistik, was sich in einem Jahr so alles angesammelt hat:

 

Der Beste Monat: 10.2008 mit 24.197 Zugriffen auf den Blog

Die meisten Hits: der Beitrag "Trecker fahren oder Bauer gesucht...." mit 10.425 Hits

Die meisten Kommentare: "Alle Jahre wieder..." mit 102 Feedbacks

Die meisten Beiträge: habe ich letztes Jahr im April, Mai und Juni verfaßt (jeweils 13 Stück)

 

An dieser Stelle gilt mein herzlichster Dank denjenigen, die diesen Blog lesen, kommentieren und abonnieren. Denn im Grunde ist dies meine größte Motivation, an diesem Blog zu schreiben. Danke auch an meine Mum, mein Arbeitgeber und besonderen Dank an meine Kamera, die mich immer und überall hin begleitet. Natürlich möchte ich auch meinem persönlichen "Lektor" danken, der neben den Bloglesern mein kritischster Fan ist.


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