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jalopy

Alles und Nichts zum Thema Auto und Motor

03.09.2010 15:27    |    jalopy    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: Auto, Goggomobil, Limousine, Oldtimer

Ich weiß nicht, ob Ihr es schon wusstet, aber in der Ecke in der ich wohne, da werden oft Filme gedreht. Bestimmt so 4- bis 5-mal im Jahr. Und wenn es dann noch Außenaufnahmen sind und die dann auch noch in einer uns fast vergessenen Zeit spielen, dann stehen auch schon mal schöne Auto-Schätze rum, wie dieses wunderbare Goggomobil.

 

Produziert wurden die winzigen Schätze von der Hans Glas GmbH in Dingolfing im Zeitraum zwischen 1955 bis 1969. Dieses Auto fällt auch nicht mehr in die Kategorie Kleinwagen, sondern ist ein Kleinstwagen und wurde 1954 auch auf keiner Automesse zum ersten mal präsentiert, sonder auf der Internationalen Fahrrad- und Motorrad-Ausstellung (IFMA). Damit ist nun glaube ich auch jedem klar, dass dieses Auto kein Riese unter den Autos ist, obwohl viersitzig und Limo. :)

 

Ihr wollt noch einen Beweis dafür, dass dieses Mini-Auto etwas besonderes ist: das kleine Auto mit einem Zweizylinder-Zweitaktmotor und teilsynchronisiertem Vierganggetriebe versehen, durfte bereits von einem Fahrer mit Motorradführerschein der Klasse 4 bewegt werden. Toll oder?!

 

Mein „Fotomodel“ gehörte jedoch schon zu der Klasse mit Komfort, zu erkennen daran, dass es zwei statt einem Scheibenwischer besitzt und, dass die Fenster per Kurbel betätigt werden. Luxus pur! Besonders chic bzw. außergewöhnlich finde ich die Platzierung des Außenspiegels.

 

So, nun könnt Ihr Euch selbst ein Bild von diesem kleinen Etwas machen und wie immer dürft Ihr kräftig auf meinen Blog Eure Meinung dazu kundtun.


03.09.2010 17:21    |    Dr Seltsam

Das waren noch Zeiten, ZWEI Scheibenwischer sind schon Sonderausstattung. Knuffiges Auto :)


03.09.2010 17:47    |    nosdriver

Tacho,

Originalwerbespruch:

Das kleine Ding aus Dingolfing.

Find ich immer wieder knuffig die Einkaufstüte:D.

MfG


03.09.2010 17:52    |    Polo6NFDTCiV

Nicht nur knuffig, Technik, die begeistert, das Vorwahl Getriebe hat es in sich, man wählt den nächsten Gang vor, der sich dann mit Treten der Kupplung selbst einlegt.

Zurückschalten vor dem Abbiegen kann man schon lange vorher, erst beim Treten der Kupplung passierts.

Im Citroen DS gab es das auf Wunsch...


03.09.2010 18:31    |    stefank62

Das ist nicht "nur" ein Goggomobil, das ist sogar ein Coupe.

 

Schönes Auto, ich mag die alten Zweitakter.


03.09.2010 18:43    |    Tamino

Ich meine mich zu erinnern, dass die Schaltung elektrisch mithilfe eine kleinen "Joysticks" funktionierte.


03.09.2010 18:51    |    HAJO45

Habe als Steppke mal hinten gesessen.Da war in der Hutablage so ein Knebel.Vorwitzig wie ich war mal drann gedreht.Nach ein paar hundert Metern war die Fahrt zu Ende.Mein Onkel hat sich dumm und dämlich gesucht warum der Motor nicht mehr wollte.Dann hat er durch die Heckscheibe gesehen,das der Knebel verdreht war.Er hat den "Benzinhahn" wieder aufgedreht und mir eine Ohrfeige verpasst :D

Grüße


03.09.2010 18:56    |    Polo6NFDTCiV

Finger von die Dinger... batsch :D :D :D


03.09.2010 20:15    |    bjoern1980

So ein Coupé in weiß mit roter Kunstlederausstattung hat mein Vater Jahre lang in einer Garage verkommen lassen, bis er es für wenige DM (jaja, lange her) quasi verschenkt hat...

 

Ich habe in dem Auto als Kind oft gespielt, damals wusste ich nicht, was für ein seltenes und schönes Fahrzeug es einst gewesen ist.


03.09.2010 20:32    |    mazdakiller

Süß!


03.09.2010 20:36    |    d.h.e

so einer steht bei uns in der Firma in der ausstellung ;) aber in Creme


03.09.2010 21:12    |    Tansanit

Wie geil!

 

Meine Mutter hatte den als ich in der Grundschule war: Ein weißes Goggo Coupé mit fetten roten Herzchen auf den Türen und kleinen Herzen überall, das war so Ende der 70er :D

 

Wir haben an der holländischen Grenze gewohnt und öfter mal Zigaretten und Kaffe in Mengen mitgenommen, die Zöllner haben uns immer nur nett durchgewunken...

 

Hätten wir den mal behalten :D


04.09.2010 00:00    |    Antriebswelle238

Richtig, es ist das Goggo Coupe, nicht die Limo = http://www.google.de/imgres?...

Das Exemplar eines Onkels hatte Kulissenschaltung, wie später nur die ganz besonderen Sportwagen. Und es war eben so beliebt, weil man es wirklich mit dem alten Motorradschein fahren durfte. Nur deswegen wurde es auch so lange gebaut, mangels Alternativen. Die Rückbank taugte nur für Kinder. Vorne war nur das Ein- und Aussteigen abenteuerlich. Sass man erst mal drin, war vorne Platz genug, nämlich bis vorne zu den Scheinwerfern. Motor hinten, Kofferraum nicht vorhanden.

Ein anderer Onkel fuhr die BMW Isetta, ein weiterer Onkel (ja viele Onkels) den Zündapp Janus, einer den NSU Prinz, einer Loyd Alexander TS, mein Vater den Messerschmidt Kabinenroller, bevor es für die meisten an richtige Autos ging (Opel Olympia Rekord, Renault Dauphine, DKW Meisterklasse, DKW 1000, Borgward Isabella Coupe, BMW V8 Cabriolet).


04.09.2010 00:15    |    motorina

Das Goggo Coupé (ab 1957 gebaut) gab es immer nur mit 2 Scheibenwischern, die Limousine vorher (also bis 1957) nur mit einem.

Mit dem FS Kl.IV durfte allerdings nur die 250ccm-Version bewegt werden. Darüber hinaus gab es noch ein 300ccm-Modell, noch seltener mit 400ccm.

... und einen Transporter (runter scrollen) gab es auch ...

Der Transperter TL wurde eigentlich für die Post konstruiert (für Briefkastenentleerung), fand aber auch im gewerblichen Bereich Anklang.

 

Grüsse,   motorina.


04.09.2010 09:17    |    Roland0815

Das man das Teil mit einem Motorrradführerschein bewegen "durfte" war mehr Not als Tugend:

Nach dem Krieg hatte kaum jemand (das Geld für) einen PKW-Schein. Einen "Pkw" hätte man nicht losbekommen. Die Fahrzeuge galten als überdachtes Kraftrad. Deswegen durften die Kisten auch nur einen Motorrad-Motor haben. Heute würde man sagen "45".

 

Der Messerschmitt-Kabinenroller und wimre die Isetta fällt ebenfälls in diese Kategorie. Daher verschwanden diese Fahrzeuge in den 70er recht schnell... Schade eigentlich. Diese Plattformen geben normalerweise das ideale Stadt-Elektro-Auto ab.


04.09.2010 12:07    |    Reachstacker

Dann auf Bild 4 gleich noch ein NSU Prinz im Hintergrund!

 

Es gab eigentlich einige Hersteller für den Führerschein Klasse IV.

Darunter Heinkel, Messerschmidt, Maico, Gutbrod, Lloyd und eben Goggo.

Der Goggo war am Ende aber der Sieger. :)

Das Coupe mit 400ccm Motor war echt Gefährlich, etwas zuviel Kraft fürs Fahrwerk...

 

Wer den 3er hatte fuhr halt was in der 600ccm Klasse wie BMW 600, BMW 700, Fiat, Lloyd, 2CV, NSU Prinz, Glas Isar (der grosse Goggo), usw. Meine Mutter hatte mehrere Lloyd und ein Alexander TS war mein erstes Auto.

Bei uns im Dorf gab es aber Goggo satt. Der Herr Doktor fuhr DKW 1000, das war damals was "gehobenes".

 

Wer sich keinen Goggo leisten konnte fuhr NSU Quickly :D

 

 

Gruss, Pete

 

PS: Querulanten gabs auch damals schon. Der Werksbesitzer fuhr einen Opel Kapitän (Vorkriegsmodell) weil der neue Mercedes und Kapitän in Pontonform ihm zu niedrig waren.

Er hätte den Hut abnehmen müssen um einzusteigen! :eek:

So wurde der Kapitän alle paar Jahre Generalüberholt bis zu seinem Tod in 68....

 

Ums Geld gings da wirklich nicht.


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