• Online: 4.452

jalopy

Alles und Nichts zum Thema Auto und Motor

03.07.2009 11:33    |    jalopy    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: USA

einer meiner Helden
Einer meiner Helden

Auf zum letzten Bericht des USA-Trips. Die Station vor unserem Abflug zurück nach Deutschland ist LA. Im Anfangsbericht und auch im vorletzten Bericht habe ich ja schon leicht anklingen lassen, dass die Stadt nicht ganz so mein Ding ist. Woran es liegt? Naja, da gibt es einige Gründe, die natürlich nur meinen persönlichen Eindruck wiederspiegeln und eventuell nicht so schlimm wären, wenn man davor nicht in den unendlichen, leeren Weiten der USA unterwegs gewesen ist. Daher sind die hier aufgezählten Punkte meiner Antipathie natürlich nur subjektiv zu bewerten und ich fordere jeden meiner Blogleser dazu auf, seine eigenen Erfahrungen dazu zu machen oder mir mitzuteilen:

 

Überall Stau! Nicht das ich nicht stauerprobt bin, immerhin lebe ich in Berlin und wohnte davor 7 Jahre in NRW, aber das in LA ging echt an meine Substanz. Bei den Fahrzeiten in LA muss man auch bei kurzen Strecken mindestens eine Stunde drauf rechnen. Damit ist die Erkundung der Stadt eher langwierig. Leider sind die öffentlichen Verkehrsmittel nicht oder nur wenig vorhanden. Also nicht wirklich ein Ersatz für das Auto. Ein Tipp: wer sich in LA aufhält, sollte am Wochenende seine Trips starten, da sich dann der Verkehr in „erträglichen“ Grenzen hält. Wenn man allerdings in Museum möchte, dann muss man sich in der Woche ins Auto setzen.

 

Los Angeles ist riesig! Das vereinbart sich mit den Fahrzeiten überhaupt nicht und auch damit nicht, dass die Sehenswürdigkeiten so weit auseinander liegen. Sprich: egal wie man es macht, man macht es falsch. Alles streckt sich ewig hin.

 

Die Strände sind alle wunderschön nur muss man leider, wenn man dort Parken möchte, auch bezahlen. Es ist quasi unmöglich in Los Angeles einen schönen Strand ohne Parkgebühr anzusteuern. Richtung Malibu sind die Strände dann sogar verbaut durch die Strandhäuser der „Schönen und Reichen“. Erholungsfaktor kommt dann nicht so richtig auf, wenn man einfach mal nach einen netten Flecken für einen Sonnenuntergang sucht.

 

Die Stadt ist die Stadt der Extreme und eine echte Scheinwelt. Was im TV immer so glanzvoll aussieht, ist nur punktuell und für den Moment aufpoliert. Der Sunset und Hollywood Boulevard ist neben den „Walk of Fame“ auch der Treffpunkt der Armen. Das Kodak Theater habe ich gar nicht wiedererkannt. Wenn das nicht dran gestanden hätte, hätte ich nicht gewusst, dass hier die Oscars vergeben werden. Dann sind da auch noch die Wohngebiete, die durch den Wachschutz für jeden anderen Besucher unzugänglich gemacht werden. Sehr befremdlich. Und wenn man dann so wie wir, sich auch mal ausversehen in die Armen-Viertel verirrt, um dann kurze Zeit später an den Häuser, bzw. an den nicht einsehbaren und verbarrikadierten Grundstücken in Beverly Hills vorbeifährt, dann wird das Gefühl noch bestärkt. Ich habe auf meiner Reise durch die USA nirgends einen so großen Kluft zwischen Arm und Reich gesehen oder gespürt, wie hier in LA.

 

Hier nun aber nach all den Schauergeschichten ein paar Tipps zu den Anlaufstellen, die wir besucht haben.

 

Natürlich sind wir in Hollywood gewesen und haben uns den „Walk of Fame“ angesehen. Gutes Schuhwerk ist hier wichtig, denn die Strecke ist nicht gerade kurz, wenn man sich die ca. 2.000 Namen alle ansehen möchte.

 

Ganz in der Nähe ist auch der Hollywood Friedhof "Hollywood Forever", von dem man witzigerweise auch ein Wahrzeichen des Paramount Studios sehen kann, den Tank. Ironie oder Zufall? Auf jeden Fall findest man hier längst verstorbene Stars & Sternchen. Mehr was für Lieberhaber der klassischen Filme.

 

Von dort aus ging es weiter nach Beverly Hills und zum Strand, wo wir versuchten, noch den Sonnenuntergang zu erhaschen, was uns aber Aufgrund des Staus nicht gelang.

 

Wie bereits erwähnt waren wir auch in Malibu. Kann man gesehen haben, muss man aber nicht. Dort gibt es allerdings für alle Bürger ein zugänglicher Pier, die einen schönen Blick auf LA liefert. Ganz in der Nähe ist auch das Adamson House, welches man kostenlos besuchen kann, wenn man keine Führung im Haus selber möchte. Nette Parkanlage und wunderbarer Blick. Genau das richtige für einen erholsamen Zwischenstop.

 

Zu mehr haben wir es in den 2 Tagen aufgrund der oben beschriebenen Umstände nicht geschafft, was uns dann aber auch nicht wirklich leid tat. Damit endet nun der Bericht einer 4 wöchigen Reise durch einen nur kleinen Teil der USA. Und was soll ich sagen: das ersten was ich in Deutschland gemacht habe war, mir ein dunkles Brot, Fleischsalat und Wurst zu besorgen und erstmal richtig zünftig Deutsch zu essen. :) Wie ich das vermisst habe!


03.07.2009 11:57    |    XC70D5

Netter Bericht und richtig tolle Bilder, DANKE!

 

Das mit dem "zünftig Essen" hat wohl fast jeder, wenn er aus den USA kommt!? :D

 

 

Gruß

 

Martin


03.07.2009 14:32    |    swallerius

Interessanter Bericht. :)

 

Mein erstes richtiges Essen nachdem ich aus den USA zurückkam, waren glaube ich Schwenker mit Kartoffelsalat gewesen. :D Ist aber schon vier Jahre her.

 

Ist Martin nicht enttäuscht, diesmal keine Jalopy zu sehen?

 

Gruß

 

Simon


03.07.2009 14:46    |    XC70D5

Das letzte ist ja nicht sooo lange her ;)

 

Bei mir war es die klassische Variante: Currywurst-Pommes-Mayo zum Einklang (und weil es schneller geht) :D

 

 

Gruß

 

Martin


03.07.2009 15:11    |    swallerius

Zum ersten Satz: Wie meinen? :confused:


03.07.2009 15:17    |    XC70D5

Das letzte jalopy :D ;)

 

 

Gruß

 

Martin


03.07.2009 15:31    |    swallerius

Ach so. :rolleyes: Ich hab nichts gesagt... :D


03.07.2009 15:46    |    rallediebuerste

Jalopy eine Star-Trek-Nerdine? Wahnsinn ;)

 

Danke fürs Beeilen - kam noch rechtzeitig :)


05.07.2009 08:34    |    jalopy

Naja, als Nerd würde ich mich nicht bezeichnen, aber ich schätze gerade die "Klassik" sehr, aus vielen Gründen. Hier jetzt auszuholen, dass ginge zu weit, aber um es vielleicht zu versuchen auf den Punkt zu bringen: Diese Serie hat viel bewegt und das in einer Zeit, wo so vieles noch nicht selbstverständlich war! Dem zolle ich absoluten Respekt!


09.07.2009 15:24    |    Emmet Br0wn

Super Bericht!

 

Du hättest da ja fast den Ralle in L.A. treffen können.


Deine Antwort auf "Los Angeles und alles hat ein Ende..."

HIER SCHREIBT

jalopy jalopy

conceptworker

BMW

jalopy ist ...

fröhlich, humorvoll, nachdenklich, kreativ, zickig, sarkastisch, ungeduldig, reiselustig, optimistisch, kindisch ...

MITFAHRER (112)

MEINE LETZTEN TRIPS

BESUCHER

  • anonym
  • Peter_Linz
  • richervonreims
  • vcntex
  • Angrypirate
  • MKenshi
  • why99
  • buka2000
  • _RGTech
  • tomek1981

GUT ZU WISSSEN

Countdown

Noch

2629739 Sekunden

bis zum Ereignis...