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jalopy

Alles und Nichts zum Thema Auto und Motor

25.06.2008 10:35    |    jalopy    |    Kommentare (59)    |   Stichworte: Shared Space, Sicherheit, Verkehrsschilder

Es geht, und zwar in Bohmte, einer kleinen Gemeinde in Niedersachsen. Hier hat man für das EU Projekt Shared Space alle Verkehrsschilder, Fußgängerinseln, Ampeln und andere Barrieren abmontiert. Nun gilt nur noch rechts vor links und gegenseitige Rücksichtnahme.

 

Ziel ist es, dass sich Auto- und Motorradfahrer rücksichtsvoll ins menschliche Miteinander von Fußgängern, Radfahrern und spielenden Kindern einfügen, die Straßen dadurch sicherer zu machen und die gewonnen Freiräume dazu zu nutzen, die Städte wieder Attraktiver gestalten zu können.

 

Klingt irgendwie unlogisch: der Verkehr wird gefährlicher und soll dadurch sicherer werden?! Scheint aber zu klappen. Der Erfinder dieses Projektes Hans Mondemann, hat in seinem Heimatland Holland, schon mehrere Straßen und Plätze entsprechend geplant und umbauen lassen - mit Erfolg. Die Unfallstatistiken sprechen für sein Konzept. Seiner Meinung nach wiegen Geschwindigkeitsberenzungen und Ampeln die Menschen nur in nicht vorhandener Sicherheit und machen sie stumpf für den eigentlichen Verkehr und die Gefahren.

 

Was denkt Ihr? Kann sich der Verkehr auch ohne Regeln selbst regulieren, ohne ein erhöhtes Unfallrisiko? Ist das Projekt auch was für Ballungsgebiete oder ist die Menschheit zu egoistisch für solche Ideen?


26.06.2008 23:20    |    JürgenS60D5

Destructor,

 

ich hoffe, dass ich dir nie im realen Strassenverkehr begegne. Das was Du schreibst, lässt mich an der Zurechnungsfähig derer, die Du meinst, zweifeln.

 

nochmal:

- es gibt eindeutige und klare Regeln. Punkt.

- diese REgeln werden in der Fahrschule gelehrt und letztlich auch geprüft. Dass sich so manche hier nicht mehr daran erinnern können, versetzt mich in ungläubiges Staunen.

- Diese klaren und eindeutigen Regeln werden temporär und vor allem räumlich durch Schilder ausser Kraft gesetzt und verändert. Gerade diese Veränderung trägt zur Verunsicherung bei.

- Dein Satz: Zitat: "und jeder weiss das man in einer unklaren situation die version präferiert

die einem persönlich nen vorteil bringt, besonders wenn man es mal eilig hat oder emotional beeinflusst wird. " Zitat ende lässt mich nicht ruhig schlafen. Die Teilnahme am Strassenverkehr ist keine emotionale Handlung bei der man gefühlsgeleitet -im sinne eines Gentleman-agreements irgendwelche Rechte verletzten darf, sondern eine Tätigkeit die volle Aufmerksamkeit und vor allem Rücksichtnahme und Konzentration erfordert.

- Thema kreisverkehr: kennst Du denn Lreisverkehre? warst Du schon mal in UK oder Frankreich? sorry, aber da stockt es nur, wenn es Ampelverkehre gibt. Ich bin jedesmal hellauf von der Verkehrsführung in Frankreich begeistert.

Nochmal: nur weil ein paar Schilder fehlen, fallen nicht plötzlich alle Regeln weg! Auch ohne Schild ist alles klitze-klatze-fitze-klein geregelt.

- Schildere mir mal bitte Situationen, bei denen Rechtslagen unklar sein könnten. Es gibt keine klarere Regelung als rechts-vor-links. Da kann keiner diskutieren: meine Ampel hatte grün....

- ich bin ja auch nicht dafür alle Schilder zu demontieren. Aber gute 90% sind sinnlos. (OK, von der 100%-Marke sind die Hinweisschilder zum Ortseingang und Ortsausgang ausgenommen, genauso die Schilder die Anzeigen, in welcher Richtung sich die nächste Ortschaft befindet (mir fällt gerade der Name nicht ein)


27.06.2008 00:39    |    ricoxxx

Zitat:

4 Stopp-Kreuzung, wie in USA. Da muß jeder anhalten und da muß man sich glatt verständigen. Fand ich echt super, denn wehe man fährt drüber ohne anzuhalten = Kopf ab, die verstehen da keinen Spaß die Officers.

Oh Gott!!! Bitte nicht, ich hasse dieses System. Es gibt nichts schlimmeres auf der Welt als bei 3 verkehrslosen Kreuzungen nacheinander komplett anzuhalten um danach wieder von 0 zu beschleunigen!!

 

Tolle Regel... gefällt sicher deinem Spritverbrauch, deinen Bremsen, deinem Getriebe und deiner seelischen Ruhe... NOT!:D

 

PS: Übrigens macht hier jeder nen Rollstopp. Fast niemand hält komplett an... selbst deine Officers nicht.:rolleyes:


27.06.2008 00:43    |    andi z

Das Projekt finde ich sehr interessant. Nur solange der deutsche Egoist sich im Straßenverkehr immer noch so aufführt, wie bei der Diskussion um das (sinnvolle) Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und Gastronomie (was im EU-Ausland ohne Probleme bei der Akzeptanz umgesetzt wurde), können einem Zweifel kommen.

Andererseits frage ich mich, ob es einen großen Unterschied machen würde, ob man den Verkehr so ließe, wie er ist, oder die "30km/h, Rechts-Vor-Links plus gegenseitige Verständigung und Rücksichtnahme-Regel" einführen würde.

Viele Leute halten sich ohnehin nicht an die Verkehrsregeln, ob Schilder, oder nicht. Da kann man die auch gleich abmontieren. Fährt man nicht mindestens 10 km/h schneller, als erlaubt, wird gedrängelt, gehupt, in Schlangenlinien gefahren und trotz Überholverbot und/oder durchgezogener Mittellinie überholt. Das ließe sich alles fortsetzen. Hier regiert nicht die Rücksichtnahme, sondern das Recht des stärkeren.

Wenn eine durchgezogene Linie auf einer schmalen Fahrspur ist, wo ich nicht mit ausreichendem Sicherhaitsabstand einen Fahrrad- oder Mofafahrer überholen kann, dann muss ich eben so lange hinter dem bleiben, bis ich überholen darf, ohne denjenigen zu gefährden und wenn er 1000x nur mit 25 fährt. Zulässige Höchstgeschwindigkeit bedeutet nicht, dass man diese auch ausnutzen muss (oder gar eine Mindstgeschwindigkeit darstellt), denn es gibt unzählige Situationen, in denen selbst 30 in einer 50er-Zone zu schnell ist. Aber der Großteil der deutschen Autofahrer scheint das irgendwie zu vergessen. Genau das ist mir erst so richtig bewusst geworden, seit ich neben sehr seltenem Autofahren regelmäßig mit meinem 45km/h KKR durch die Gegend fahre. Man sollte Pflichtkurse einführen (mind. 1X im Jahr) in denen sich jeder Autofahrer mit einem unterlegenen Gefährt im Straßenverkehr bewegen muss, um zu erkennen, was das bedeutet.

 

Zu Kreisverkehren (bei denen rechts vor links fatal wäre :D):

Ich erfreue mich jeder Ampelkreuzung, die durch einen Kreisverkehr ersetzt wird. Außerhalb des Berufsverkehrs kommt man zügig und ohne Anhalten durch ihn hindurch (vorausschauendes Fahren vorausgesetzt, denn da hapert es bei vielen ja auch, wie man an den Spurts zur garantiert roten Ampel immer wieder sehen kann) und im Berufsverkehr muss man lediglich kurz anhalten. Mit Ampel steht man zu 50% garantiert und im Berufsverkehr teilweise mehrere Minuten.

Ich bin auch der Ansicht, dass die meisten Ampelkreuzungen überflüssig sind. Je nach Verkehrsfluss der betreffenden Straßen entweder rechts vor links, oder Vorfahrtstraße auf der Hauptverkehrsrichtung. Der Verkehr fließt dann viel besser und dieses "ich bekomme die Ampel noch bei dunkelgelb-Gerase" würde auch entfallen.

 

Grüße,

Andreas


27.06.2008 01:20    |    Destructor

Zitat:

- es gibt eindeutige und klare Regeln. Punkt.

naja über die karheit wird dabei oft gestritten

 

 

 

Zitat:

- diese REgeln werden in der Fahrschule gelehrt und letztlich auch geprüft. Dass sich so manche hier nicht mehr daran erinnern können, versetzt mich in ungläubiges Staunen.

stimmt sonst bekommt ja den schein nicht, kann mich sehr gut daran erinnern.

 

Zitat:

- Diese klaren und eindeutigen Regeln werden temporär und vor allem räumlich durch Schilder ausser Kraft gesetzt und verändert. Gerade diese Veränderung trägt zur Verunsicherung bei.

diese regeln sind wie oben schon beschrieben nicht für alle klar, und eindeutig auch nicht immer.

die abänderung von z.b. vorfahrtsrecht trägt wohl in den wenigsten fällen zur verunsicherung bei.

fühl mich auf ner hauptstrasse eher sicherer.

wohingegen ich mich bei reinem rechts vor links meist eher unsicher fühle, man kann ja auch mal ne seitenstrasse übersehen.

rechts-vor-links ist aus meiner sicht eine der schwierigsten verkehrsregeln, welche auch nicht eindeutig ist wie du fälschlicherweise sagst.

nämlich genau dann wenn 4 autos an einer kreuzung stehen.

und bei genau dieser situation werden autofahrer verunsichert.

 

Zitat:

- Dein Satz: Zitat: "und jeder weiss das man in einer unklaren situation die version präferiert

die einem persönlich nen vorteil bringt, besonders wenn man es mal eilig hat oder emotional beeinflusst wird. " Zitat ende lässt mich nicht ruhig schlafen. Die Teilnahme am Strassenverkehr ist keine emotionale Handlung bei der man gefühlsgeleitet -im sinne eines Gentleman-agreements irgendwelche Rechte verletzten darf, sondern eine Tätigkeit die volle Aufmerksamkeit und vor allem Rücksichtnahme und Konzentration erfordert.

und du willst mir jetzt erzählen das du deine emotionen mit drehen des zündschlüssels ausschalten kannst?

träum weiter . . .

und wenns schnell geht wählt so gut wie jeder die variante die einem am meisten behagt

dabei schreibe ich nirgends davon das rechte von irgendwem verletzt werden

in dieser situation geht der fahrer davon aus das es wohl so richtig sei.

lieber genau lesen und keinen schmarrn reininterpretieren.

dann gehts auch wieder mit der nachtruhe

 

Zitat:

- Thema kreisverkehr: kennst Du denn Lreisverkehre? warst Du schon mal in UK oder Frankreich? sorry, aber da stockt es nur, wenn es Ampelverkehre gibt. Ich bin jedesmal hellauf von der Verkehrsführung in Frankreich begeistert.

also Lreisverkehre kenn ich nicht.

Kreisverkehre jedoch zu genüge.

ich muss jeden tag am weg zur arbeit durch einen 2spurigen.

da staut sichs zu 100% jeden morgen bis zur nächsten ampel.

bei ner ampel hab ich ne 50% chance durchzufahren.

bei nem kreisverkehr muss ich in beinahe 100% der fälle halten.


27.06.2008 10:10    |    freaky mc freak

Zitat:

jetzt mach hier bitte keinen auf oberschlau, da hat wohl mal absolut jeder verstanden was gemeint war.

Schön, das hier jeder für sich selbst antworten kann...

 

Wer so einen Kurzkommentar in den Raum wirft, kann ihn doch wohl auch erklären?!

Klar weis ich auch was er meinte, aber wo ist bitte der Unterschied ob du an einer Dorfkreutzung von nem Trecker, oder in der Stadt von nem Auto angefahren wirst?


27.06.2008 14:10    |    Destructor

der unterschied ist das wenn 1 trecker an der kreuzung steht alles klar ist.

wenn mal aben 50 autos aus allen richtungen kommen bedeutet das bei rechts-vor-links chaos.

also hast du es wohl nicht verstanden was er meinte.


27.06.2008 16:21    |    ricoxxx

*lol* :D


28.06.2008 11:30    |    freaky mc freak

:rolleyes:


03.07.2008 08:18    |    nemo66

Die eigentliche Frage sollte nicht heißen ob es klappen würde, sondern was bezweckt die "EU" mit solch einem unsinnigen Vorhaben?


03.07.2008 08:49    |    aeronews

Absolut zu begrüßen. Wenn das Auto des Deutschen liebstes Kind ist, kann das Umdenken vielleicht im Straßenverkehr beginnen. Die Schilder sind ja nur ein kleines Zeichen der Regulierungswut, die unser öffentliches Leben immer stärker reglementieren. Natürlich nur zu unserem Besten - was das aber ist, hat keiner gefragt. Nach mehreren Jahren England-Aufenthalt kann ich positiv vermelden, dass auch Kreisverkehre ohne Ampeln funktionieren...


03.07.2008 10:44    |    Trackback

Kommentiert auf: Aktuelles Thema:

 

Eine Stadt ohne Verkehrsschilder - Realistisch oder nicht?

 

[...] nicht mehr auf seinem Recht bestehen.

 

Zitat:

Original geschrieben von bert

Jalopy hat in Ihrem Blog eine angeregte Diskussion zu einem aktuellen Thema entfacht, zu der wir gerne wieder Eure Meinung wissen wollen.

 

Shared Space [...]

 

Artikel lesen ...


03.07.2008 11:54    |    toddel68

Soll mir mal einer erklären, wie ich meinen (Klein-)Kindern das Shared Space Prinzip erklären soll. Bereits jetzt gibt es oft schon keine deutliche, für Kinder erkennbare Abgrenzung mehr zwischen Bürgersteigen und Fahrwegen weil so ganz schlaue Städteplaner identische Materialien oder identische Farben für die beiden verwenden. Gerne auch in Kombination mit abgesenkten oder fehlenden Bordsteinen. Erst kürzlich stand meine Tochter wieder auf der Straße und schaute mich ganz irritiert an als ich Ihr bedeutete wieder auf den 'Bürgersteig' zurückzukommen. Einzige Unterscheidung zwischen beiden: eine um 90 Grad verdrehte Verlegerichtung der Pflastersteine.

Übrigens: Die Sache mit der freiwilligen Rücksichtnahme erkläre mal bitte einer den Müttern in Ihren vollbeladenen SUVs auf dem Weg zum Kindergarten. Kann ich jeden Tag bei mir in der 30-Zone beobachten.

Thorsten


03.07.2008 12:09    |    Corsao

Hallo es wäre höchste Zeit, alle Schilder in der ganzen EU wegzuräumen. Nur so kann man sich auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren. Man muß jetzt doppelt schauen, auf den Verkehr und auf die Schilder. Es wird aber in ein paar Jahren sowieso das Fahrrad dominieren, da der Sprit jedes Jahr weiter steigt. 2 Euro wird es noch dieses Jahr geben. Die Strassenbenützer mit dem Fahrrad brauchen ja sowieso keine Verkehrszeichen, die Strassenbenützer mit dem KFZ müssen sich bald nach den Fahrräder richten. Und die es nicht glauben wollen, sollen abwarten, was da noch auf uns zu kommt. LG. aus Österreich.


03.07.2008 17:41    |    Trackback

Kommentiert auf: Aktuelles Thema:

 

Eine Stadt ohne Verkehrsschilder - Realistisch oder nicht?

 

[...] Zitat:

Original geschrieben von bert

Jalopy hat in Ihrem Blog eine angeregte Diskussion zu einem aktuellen Thema entfacht, zu der wir gerne wieder Eure Meinung wissen wollen.

 

Shared Space [...]

 

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03.07.2008 21:48    |    Screwler

Gewagt, aber möglich. Nach meiner Auffassung vom deutschen Autofahrer, bzw. allgmein Verkehrsteilnehmer, ist es sehr schwierig zu beurteilen ob es funktioniert oder nicht! In regulärer Gewohnheit wäre das sicherlich möglich, vorallem in befriedeten Gebieten. Aber wie stellt man das an? 30 Zone und dann plötzlich die Aufhebung aller Regeln bis auf RvL? Schwierig. Jeder fährt doch gerne so schnell er kann und meist etwas schneller als er darf. Eine Zone ohne Hindernisse und ohne Begrenzung lädt daher sicher zum Rasen ein. Daher finde ich, beruhigte Gegenden mit relativ niedrigem Verkehrsaufkommen sind dafür ungeeignet. Eher Metropolen mit etrem hohem Verkehrsaufkommen wären solche Zonen zu zuschreiben. Denn man bewegt sich sich automatisch langsamer, da Hindernisse durch andere Teilnehmer gegeben sind. Jedoch verliert man die Übersicht schnell, wenn man nicht mehr Anhaltspunkte wie Haltelinien und Spurlinien hat. Mitten auf dem Space kann man(n/frau) schnell die Orientierung verlieren. Letztlich stimme ich der EU zu, das der Schilderwald übersichtlicher und einfacher werden muss, eine jedoch völlig freie Aufhebung von Regelungen funktioniert ja nicht mal auf Parkplätzen, die etwas größer sind als der Hinterhof meiner Eltern.


06.07.2008 20:25    |    Eugen Eichmann

Nein, das Ganze wird nicht klappen. Und zwar aus einem einfachen Grund- wir sind in der letzten Zeit einfach zu überwichtig geworden: wir haben keine Zeit für rechts-vor-links, am liebsten hätten wir durchgehende hauptstrasse von zu Hause bis zum Lidl und Arbeitsplatz ohne Ampeln und Beschränkungen (und dementsprechend ohne Einmündungen und ohne lästigen LKW-Fahrern), wir haben keine Zeit sich anzuhalten und einem polnischen LKW-Fahrer den Weg zu erklären, wir haben keine Zeit zu warten wenn ein warscheinlich Fahranfänger den Motor an der Ampel abwürgen lässt und vor lauter Hektik den nicht wieder anlassen kann. Wir sind zu wichtig selbst auszusteigen um Rad zu wechseln (dafür bezahlen wir ja ADAC). Wir sind für Strassen ohne Schilder, aber nur wenn wir von dem Staat dazu Blaulicht und Martinshorn verbaut bekommen.

 

Und bitte nicht aufregen, wenn Sie nicht so sind. Dann sind Sie einer der wenigen den ich Danke sage (auch wenn nur leise) wenn ich mal einen Platz auf dem linken Fahrstreifen bekomme (ich bin ganz doof und halte mich immer noch an Rechtsfahrgebot) oder in der engen Strasse Vorfahrt bekomme.


21.07.2008 13:37    |    Fihaloohi

Hallo,

 

interessantes Thema. Wäre auch eine feine Sache, da meines Erachtens

mind. 50% der Schilder überflüssig oder an der falschen Stelle aufgestellt

sind.

 

Eine (Klein-)Stadt ohne Verkehrsreglementierung habe ich bisher nur auf

der Hauptstadtinsel der Malediven erlebt. Dort ist man allerdings allgemein

relaxter, dann wird eben vor der Kreuzung gehupt und alles ist gut.

 

Für Deutschland kann ich mir das nur sehr sehr schwer vorstellen. Zumal die

Deutschen (ich schliesse mich da durchaus ein!) sehr obrigkeitshörig sind.

Und immerhin ist es doch manchmal auch nett, was für Schilder aufgestellt

werden : "Achtung Schlaglöcher" oder "Fahrbahnmarkierung fehlt". Ist das

nicht supernett, dass wir sogar darauf hingewiesen werden (woanders merkt

man dann vielleicht am Abgrund, dass die Markierung fehlt oder der Stoss-

dämpfer teilt einem das Schlagloch mit :-) )

 

Zusammengefasst denke ich , dass das vielleicht in kleinen Gemeinden möglich

wäre. Aber Städte wie Berlin, Hannover oder Stuttgart ohne Linien und Striche

auf der Fahrbahn ? No way ! (Viele können ja noch nicht mal MIT Linien ordentlich

links abbiegen). Desweiteren Thema Geschwindigkeitsbegrenzung: Ich behaupte

mal, das 75% der Autofahrer Begrenzungen schlichtweg ignorieren. Ich erlebe das

hier jeden Tag vo meiner Haustür: kurz hinter der Kurve (ca. 400 m VOR dem Orts-

ende wird fröhlich auf 70 - 100 km/h beschleunigt. Und umgekehrt fährt jeder 3.

Autofahrer entgegengesetzt 400 M NACH dem Ortseingang immer noch 65 km/h

oder mehr (aktuell belegt durch eine elektronische Geschwindigkeitsanzeige).

 

Fehlende Ampeln wären noch sinnvoller. Abgesehen von der Energie, die man spart,

würde dies so manchen unnützen Stau und damit Abgase vermeiden. Und achtet mal

drauf: Es pennt IMMER der erste an der Ampel. Und dies auch deshalb, weil die Ampeln

z.T. solange rot sind, dass man in den Alpha-Zustand rüberschwebt und von wer weiss

was träumt anstatt auf das Ampelsignal zu achten.

 

Aber wir Deutschen sollten uns lieber auf das konzentrieren, was wir können:

Monsterautos bauen, die die Phallusphantasien der Entwickler und Designer erfüllen.

Und irgendwie müssen diese Dinger ja auch im Zaum gehalten werden ;-))


21.07.2008 19:03    |    pappen

Moin,

 

Bohmte. Wer kennt Bohmte? Ich bin häufiger da, kenne die "Stadt" vor, während und nach dem Umbau.

 

In Bohmte könnte es klappen, bei mir im Örtchen (ewas größer als Bohmte) nicht. Warum? Ganz einfach: Bohmte besteht mehr oder weniger aus einer Durchgangsstraße. Man hat die Kreuzungen in "Kreisverkehre" umgewandelt, aber nicht so, wie man es allgemein kennt, sondern die Größe der Kreuzungen ist (fast immer) gleich geblieben, man hat nur in der Mitte einen Kreis aufgepflastert, den man umfahren muss. Wenn mehr Nebenstraßen abgehen würden, oder mehrere gleichberechtigte Straßen kreuzen würden, dann geht es IMHO nicht.

 

Als zusätzliche Besonderheit kommt in Bohmte dazu, dass es so gut wie keinen Durchgangsverkehr gibt, da die Bundesstraße großzügig um den Ort herumgeleitet wird.

 

Ich denke, in der Art wird es ein Einzelfall, oder aber ein Vorbild für Orte werden, die verkehrstechnisch ähnlich aufgebaut sind. In größeren Städten dürfte das so nicht zu realisieren sein.

 

Gute Fahrt.


17.09.2008 22:21    |    MV12

Jetzt will ich das aber genau wissen,im TV gab es bereits Berichte über Bohmte,das letzte mal als ich dort war standen die Schilder noch-ich werde dies Wochenende mal vorbeischauen,obs irgendwie toll anders ist als überall sonst;)

 

Meine Meinung:

In anderen Ländern funktioniert der Verkehr auch scheinbar ohne Regeln (ist schonmal wer in Griechenland auf dem Land oder etwa in Mittelamerika Auto gefahren) alles nur eine Frage der Gewohnheit denke ich-trotzdem etwa Osnabrück ohne Schilder Ampeln usw. ?! Never auch wenn mancher Radfahrer/Rollerfahrer das aktuell auch so handhabt:rolleyes:


24.07.2013 14:14    |    Pingback

Kommentiert auf: duch // ADIEU SCHILDERWALD | affklik


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