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jalopy

Alles und Nichts zum Thema Auto und Motor

09.01.2009 16:16    |    jalopy    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: USA

Nummernschild Arizona
Nummernschild Arizona

Wenn es am schönsten ist, sollte man weiterreisen…oder so ähnlich. Also ging es mit dem Flieger nach Phoenix, an dessen Flughafen wir unser Auto abholten, über das ich mich kurz geärgert hatte, da leider nicht wie versprochen ein Allrad-Fahrzeug in der Garage stand, sondern ein Nissan Altima Coupe. Als wir die Vermietung darauf hinwiesen, hieß es nur, es stünde gerade keines zu Verfügung und man könne ja gegen einen „kleinen“ Aufpreis auf ein größeres Fahrzeug upgraden. Nur so viel, wir hatten da Auto bereits im September gebucht und bezahlt. Obwohl es mit einem Allrad einfacher gewesen wäre, sind wir trotzdem mit dem Auto in jede „Ecke“ gekommen, auch wenn es noch so unwegsam war. Da kannten wir nix und haben das Fahrzeug auch nicht „geschont“.

 

Von Phoenix selbst kann ich leider nicht wirklich was berichten, da wir hier nur genächtigt haben, um am nächsten morgen direkt in der Frühe nach Page (Arizona) weiterzufahren. Page ist einer der jüngsten Städte der USA und im Winter ziemlich „verschlafen“. Im Sommer jedoch ist es ein beliebter Ausgangspunkt und touristisches Drehkreuz für die Vielzahl von „point of interest“ in der Umgebung. Page selbst liegt am Stausee Lake Powell, der durch den Glen Canyon Damm entstand ist und damit das Freizeitangebot im Umkreis von Page noch um baden und Boot fahren erweitert.

 

Bevor man allerdingt Page erreicht, wenn man so wie wir aus Richtung Flagstaff kommt, sollt man auf jeden Fall einen Abstecher zum Horseshoe Bend machen. Ohne mich aus dem Fenster lehnen zu wollen, aber dieser Anblick verschlägt jedem die Sprache. Die rot leuchtenden Canyonwände sind hier mehrere 100 Meter tief und fallen senkrecht ab. In dessen Tal windet sich der Colorado River, der im Sommer von Motor- und Raftingbooten befahren wird. Was wirklich abgefahren ist und in Deutschland absolut undenkbar: hier gibt es keinerlei Absperrungen. Wer hier einen falschen Schritt macht, fällt tief. Außerdem ist man hier so gut wie fast für sich allein, denn aus irgendeinem Grund verirren sich wenige Touristen hierher.

 

Von Page auf dem Weg zum Monument Valley muss man sich auf jeden Fall die Zeit für die Antelope Canyon nehmen. Davon gibt es zwei: den Lower und den Upper Antelope Canyon. Beide liegen im Navajo-Nation-Reservation und neben dem Eintritt pro Canyon zahlt man auch noch ein kleines Tages-Entgeld für die Reservation. Wenn man allerdings beide Canyons an einem Tag besichtigt, dann wird diese Gebühr nur einmal fällig.

 

Ich persönlich finde den Lower Canyon viel spannender, da man hier erst mal den Eingang finden muss, der eine winzige schmale Spalte ist, in die man über eine kleine Treppe hineinklettern muss (ich bin erstmal prompt vorbeigelaufen, da ich nur zur Seite geguckt habe und nicht nach unten auf den Boden). Auch die Gänge sind schmal und hier muss geklettert werden. Dies kann man aber getrost im Alleingang, man braucht also keinen Guide. Allerding hat es hier in der Vergangenheit schon einen tödlichen Unfall gegeben, wobei 11 Touristen gestorben sind. Schuld war ein Gewitter viele Kilometer weit weg, der eine flash flood (Sturzflut) ausgelöst hat. Also bei Regenfällen sollte man das Gebiet besser nicht betreten.

 

Der Upper Antelope Canyon ist ein Mekka für alle Amateur- und Profitotografen. Zu diesem Canyon gelangt man nur mit Jeep und im Gegensatz zum Lower ist der Eingang hier ist ebenerdig und die Verweildauer auf 1 Stunde begrenzt. Die Guides, die durch den Canyon führen, der wesentlich bereiter und leichter begehbar ist, zeigen aller 2 Schritte mit ihrem Laserpointer auf einen nächsten interessanten Punkt, den es zu fotografieren gilt – ohne Blitz wohlgemerkt. Also Stativ nicht vergessen, sonst gibt es nur verwackelte Bilder. Am besten besucht man beide Canyons am Vormittag oder späten Nachmittag, denn dann sind die Lichtbedingungen für Fotografien am besten.

 

Am Nachmittag dann beim Monument Valley angekommen, bot sich für uns ein wunderbares Farbenspiel, denn auch hier passten wir wieder den richtigen Zeitpunkt ab. Die Abendsonne taucht dieses Land in ein rot, welches unbeschreiblich ist. Dieses Gebiet darf man mit seinem eigenen Auto durchfahren, was bei der Strecke besonders aufregend ist. Für die Freunde des „glühenden Fotofingers“ gibt es genug Haltepunkte, so dass man mehr als genug Fotos von dieser schönen Landschaft machen kann. Bei den nächsten Western einfach mal aufgepasst. Das Monument Valley diente bei so einigen Filmen als Hintergrundkulisse (z.B. "Spiel mir das Lied vom Tod" oder "Easy Rider"). Eintritt wird aber auch hier wieder fällig.

 

Beim nächsten mal geht es in den Capitol Reef National Park, den Colorado River Canyon und dem Grand Canyon, bevor wir uns Las Vegas nähern. Fragen, Richtigstellungen, Wünsche oder eigene Erlebnisse sind wie immer gerne in diesem Blog gesehen.


09.01.2009 17:29    |    swallerius

Sehr schöne Bilder!

 

Es ist immer wieder beeindruckend was man in den USA auf so alles sehen kann. Kaum ein anderes Land bietet so viel Abwechslung, wenn dann schon eher ganze Kontinente.

 

Gruß

 

Simon


09.01.2009 17:44    |    jalopy

Mein persönlicher Favorit was das betrifft ist und bleibt Neuseeland. Ein Land was so ziemlich alles hat, außer Wüste. Da konnte selbst die USA mit seinen Naturschönheiten nix ändern. :)


09.01.2009 17:52    |    Patriots

Absoult geniale Bilder.

Einfach traumhaft.

 

Weiter so , jalopy.

 

Wolfgang


09.01.2009 18:15    |    _RGTech

Wieder sehr schön geschrieben :) Macht richtig Lust auf mehr!


09.01.2009 20:13    |    106Rallye

Ja sehr schön war vor ca.2 Monaten auch in den U.S.A genau genommen Las Vegas und dann mit dem Miet wagen durch die wüste nach San Francisco.

aber wie immer leider leider zu kurz......

Naja so erfreue ich mich in den Erinnerungen und an deinen Beitrag! Vielen dank

 

Und weiter hin Have Fun


09.01.2009 22:31    |    XC70D5

Nett, danke. Schöner Bericht, schöne Bilder!

 

Eine Frage noch: ist das auf dem 6. Bild eine Jalopy im Canyon?

 

 

Gruß

 

Martin


10.01.2009 13:37    |    jalopy

gut kombiniert Martin - das bin ich im Canyon.


10.01.2009 14:34    |    XC70D5

Is aba vakährtrum :( ;)

 

 

Gruß

 

Martin


10.01.2009 16:51    |    Druckluftschrauber2011

Tolle und imposante Bilder. Das sieht alles echt beeindruckend aus. Vor allem die Farbgestaltung im Lower Antilope Canyon. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil :)


10.01.2009 23:11    |    jalopy

@ Marting

das ist Ansichtssache ;)

 

@all

vielen Dank für Euer Lob und Zuspruch. Eigentlich hatte ich mir ja fest vorgenommen in meinem Blog wirklich nur über Auto-Themen zu schreiben. Aber für Euch mache ich gerne diese Ausnahme und werde fleißg an dem Reisebericht weiterschreiben.


11.01.2009 10:03    |    Druckluftschrauber2011

Du kommst ja auch reichlich rum in der Welt... daher bieten sich Berichte über diese Reisen ja auch mehr als an :)


11.01.2009 15:00    |    XC70D5

Ich habe ja nicht gesagt, dass ich diese Ansicht nicht o.k. finde, aber Autos gucke ich mir, und fotografiere ich auch, meist von vorne/an ;)

 

 

Gruß

 

Martin

 

Hört jetzt lieber auf.....


26.04.2014 15:14    |    utahkenner

Hallo

 

bezüglich des Unfalls im Antelope Canyon mit damals 11 Toten; schuld war nicht ein Gewitter in der weiteren Umgebung sondern das Betreten des Canyon trotz Warnung durch die Navajos

wir waren am gleichen Tag an den Narrows im Zion und sind mittags bie schönsten Sonnenschein raus, da ich die heraufziehenden gewitter spürte; nach uns leider auch Tote

 

VG

Utahkanner


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