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Infos zu Maßnahmen gegen Fahrzeugdiebstahl

Ich möchte hier meine Erfahrungen zum Thema Fahrzeugdiebstahl und wirksamen Gegenmaßnahmen sammeln. Ein Schwerpunkt liegt auf GPS-Trackern und Tracking-Portalen. Ich würde mich über einen Erfahrungsaustausch mit anderen Usern freuen.

07.01.2016 20:17    |    tom667de    |    Kommentare (32)    |   Stichworte: Alarmanlage, Diebstahl, GPS-Tracker, Lenkradkralle, OBD, Polizei, Wegfahrsperre

Lenkradkralle
Lenkradkralle

Im folgenden Beitrag will ich einen kurzen Abriss darüber geben, welche Möglichkeiten es gibt, sein Fahrzeug gegen Diebstahl zu sichern, und welche Schwachstellen diese jeweils haben. Die Betrachtung der Schwachstellen ist bei mir auf Fahrzeuge aus dem VW-Konzern (VW, Audi, Skoda, Seat) fokussiert, weil ich mit diesen am meisten Erfahrung habe. Anhand der Diebstahl-Statistiken kann man aber leicht erahnen, dass auch BWM und Mercedes Schwachstellen in ihren Sicherheitssystemen haben werden. Und das Franzosen, Japaner und Koreaner seltener gestohlen werden, dürfte weniger an der guten (Sicherheits-)Technik, als eher an der geringeren Nachfrage in den Abnahmeländern und auf dem Ersatzteilemarkt liegen ;)

 

Mein erster Artikel zum Thema Fahrzeugdiebstahl (quasi die Erläuterung für meine Motivation, sich so intensiv mit diesem Thema auseinander zu setzen) liegt schon eine Weile zurück. Sorry, dass die Fortsetzung so lange auf sich warten ließ, aber es gab für mich dringenderes zu tun. :rolleyes:

 

 

Inhalt:

1. Türschlösser

2. Lenkradschloss

3. Wegfahrsperre

4. Alarmanlage (Werkseitig)

5. Alarmanlage (nachträglich eingebaut)

6. Zündunterbrecher

7. Lenkradkralle

8. OBD-Unterbrecher

9. GPS-Tracker

 

 

1. Türschlösser

 

Das sich Türschlösser knacken lassen, sollte jedem klar sein. War es Anfang der 80’er noch ein leichtes, eine Tür eines VW mit einem Schraubendreher unterhalb des Türgriffes aufzuhebeln, wird heute meistens der Schließzylinder mit einem verlängerten Spezialschlüssel („Polenschlüssel“) zerstört. Auch bei neueren Fahrzeugen, die scheinbar kein Türschloss mehr haben, findet sich zumindest an der Fahrertür meist noch ein Notschloss unter einer Abdeckung (z.B. Golf 6). Wer eine werkseitig verbaute Alarmanlage im Fahrzeug hat, wähnt sich in falscher Sicherheit (s.u.). Besonders problematisch sind Fahrzeuge mit Baujahr um 2000, die mit damals noch relativ neuen Komfort-Funktionen wie elektrischen Fensterhebern ausgerüstet sind. Bei vielen Fahrzeugen ist es möglich, durch Drehen und Halten des Schlüssels die Scheiben herunter zu fahren. So lange die Tür nicht geöffnet wird, geht dabei bei vielen älteren Fahrzeugen die Alarmanlage noch nicht los. Diese Komfortfunktion funktioniert dann natürlich auch mit dem Polenschlüssel und ermöglicht den teilweisen Zugriff auf den Innenraum des Fahrzeugs.

 

 

2. Lenkradschloss

 

Das Lenkradschloss ist wie jedes andere mechanische Schloss mit etwas Geschick oder Gewalt leicht zu knacken. Die meisten Autofahrer machen es den Dieben aber noch leichter, und lassen das Schloss gar nicht erst einrasten…

 

 

3. Elektronische Wegfahrsperre

 

Zweifellos ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Diebstahlvermeidung von PKW ist die im Motorsteuergerät (und z.T. in weiteren Steuergeräten) verankerte elektronische Wegfahrsperre. Meist wird der Schlüssel anhand eines Transponders als zum Fahrzeug gehörig erkannt und der Startvorgang freigegeben. Der Transponder sitzt meist im Schlüsselkopf, die Lesespule in der Nähe des Zündschlosses. Mit jeder Fahrzeuggeneration werden die Wegfahrsperren ausgeklügelter. Leider sind jedoch die organisierten Diebe schnell wieder auf dem neusten Stand, so dass die Wegfahrsperre, insbesondere bei nicht mehr ganz neuen Fahrzeugen, nur noch gegen Gelegenheitstäter/Anfänger hilft. Mussten die Diebe früher ein anderes, zum Fahrzeug passendes und entsprechend präpariertes Motorsteuergerät mitbringen und vor Ort tauschen, gibt es heute bereits Software, welche die Wegfahrsperre über die Diagnose-Schnittstelle des Fahrzeugs knackt. Z.T. sogar in Form eines einfachen Steckers, der direkt auf die Diagnoseschnittstelle aufgesteckt wird und ohne zusätzlichen PC oder Laptop seine Arbeit tut.

 

 

4. Alarmanlage (werkseitig verbaut)

 

Genauso wie die Wegfahrsperre, lässt sich bei vielen Fahrzeugtypen scheinbar auch die werkseitig verbaute Alarmanlage über die Diagnoseschnittstelle oder auf anderen Wegen knacken/deaktivieren. Das geht so schnell, das meist noch nicht einmal der Alarm losgeht. Nach dem Aufschließen der Tür mit einem Schlüssel (oder anderen Werkzeugen) gibt es eine Verzögerungszeit von 20-30 Sekunden, bevor die Alarmanlage losgeht. In dieser Zeit kann ein potentieller Dieb sich über die Diagnoseschnittstelle Zugriff auf alle Steuergeräte im Fahrzeug verschaffen. Noch einfacher hat er es, wenn es ihm gelingt, die Fenster herunter zu lassen und den Diagnosestecker durch das Fenster zu erreichen. Warum die Alarmanlage im geschärften Zustand überhaupt über die Diagnoseschnittstelle erreichbar ist, wissen vermutlich nur die Entwickler bei den Herstellern. Ich sehe dafür jedenfalls keinen vernünftigen Grund.

 

Übrigens hilft eine Alarmanlage auch nicht gegen den Diebstahl von Navi oder Radio. Selbst fest installierte Geräte sind von Profis innerhalb von Sekunden(!) aus dem Fahrzeug zu entfernen. Bis jemand die Alarmanlage bemerkt und die Vorhänge am Fenster seiner Wohnung beiseite zieht, sind die Täter schon auf dem Rückzug. Leider habe ich auch das schon selbst erlebt…

 

 

5. Alarmanlage (nachgerüstet)

 

Effektiver als die werkseitig erhältlichen Alarmanlagen sind Nachrüst-Lösungen aus dem Zubehör-Markt. Damit lässt sich auch eine ggf. nicht vorhandene Zentralverriegelung nachrüsten. Der Einbau schlägt je nach Ausrüstung bzw. Funktionsumfang mit einigen bis etlichen Stunden Arbeit zu Buche und ist nur geübten Bastlern zu empfehlen, ansonsten muss auch hier wieder die Werkstatt rann. Vorteil gegenüber der Werkslösung: Niemand kann von außen erkennen, was wo im Fahrzeug verbaut ist. Mangels Verbindung zum Bussystem im Fahrzeug sind die üblichen Hacker-Tools nicht ohne weiteres anwendbar. Zumindest geht der Alarm mit ziemlicher Sicherheit erstmal los und sorgt für entsprechende Aufmerksamkeit. Meist lässt sich auch ein Relais zur Zündunterbrechnung (Alternativ: Abschaltventil für Spritversorgung) ansteuern.

 

 

6. Zündunterbrecher

 

Bei einem Zündunterbrecher wird über einen versteckten Schalter mittels Relais ein Steuerstromkreis unterbrochen, so dass sich der Motor nicht starten lässt. Alternativ kann mit einem Ventil die Spritzufuhr zum Motor unterbrochen werden. Selbst wenn sich der Wagen so noch starten lässt, bleibt er nach kurzer Strecke mangels Sprit liegen. Nachteil: Man muss jedes Mal an den Schalter denken und ihn beim Parken abschalten. Ideal sind hierfür übrigens Original-Schalter für im eigenen Fahrzeug nicht verbaute Extras.

 

Noch besser wäre eine kleine Platine/Schaltung, die nach Einschalten der Zündung über einen Taster einmalig angetriggert/aktiviert wird und bis zum Abschalten der Zündung oder sogar einige Zeit länger aktiv bleibt. Nach Ablauf der Zeit ist dann die Sicherung von selbst wieder aktiv, ohne dass man daran denken muss. Solche Lösungen gibt es allerdings nicht fertig zu kaufen…

 

Auch für Young- und Oldtimer, die noch keine Wegfahrsperre haben, sind solche Zündunterbrecher eine interessante Möglichkeit, das heilige Blech zumindest etwas besser zu schützen.

 

 

7. Lenkradkralle

 

Die wahrscheinlich einfachste Nachrüstlösung ist eine Lenkradkralle. Schon für 20-30 EUR bekommt man robuste Modelle im Fachhandel. Nachteil ist die Handhabung: Beim Fahren liegt die Kralle immer störend irgendwo im Auto, und bei jedem Parkvorgang muss die Kralle installiert werden. Vorsicht vor einfachen Modellen, die radiale (seitliche) Ausleger haben. Diese können von potentiellen Dieben direkt als verlängerter Hebelarm zum Knacken des Lenkradschlosses genutzt werden. Besser sind Krallen, die einen Ausleger auf dem Armaturenbrett (in Richtung Windschutzscheibe, siehe Foto) haben. Es gibt auch Modelle mit integriertem Alarm.

 

Etwas weniger Umständlich in der Benutzung, aber deutlich teurer in der Anschaffung, sind fest installierte Sperren für die Gangschaltung bzw. den Wählhebel der Automatik. Eine solche Lösung muss in der Regel in der Werkstatt eingebaut werden und ist nicht für alle Fahrzeugtypen erhältlich.

 

Nach Auskunft der Polizei sind die Lenkradkrallen selbst z.T. nicht einfach zu knacken. Im Zweifelsfall sägen die Diebe dann aber einfach ein Stück aus dem Lenkrad heraus(!) und ersetzen dieses später durch ein gebrachtes Ersatzteil. Trotzdem halte ich eine Lenkrad-Kralle für eine gute und wichtige Sicherheitsmaßnahme. Alleine ihr Vorhandensein signalisiert potentiellen Tätern, dass man sich auskennt, und dass ggf. weitere Sicherungsmaßnahmen im Fahrzeug auf sie warten. In den meisten Fällen werden sie sich dann lieber ein anderes, schlechter gesichertes Fahrzeug aussuchen.

 

 

8. OBD-Unterbrecher

 

In vielen Fällen ist zum Knacken der Wegfahrsperre und/oder der Alarmanlage ein Zugriff auf die Diagnoseschnittstelle des Fahrzeugs über den sogenannten „OBD-Port“ erforderlich. Um dies zu verhindern, kann hinter der dem Stecker für die Schnittstelle eine Relais-Box eingebaut werden, welche die wichtigsten Signale (Spannungsversorgung, CAN-Bus, ggf. K-Line) unterbricht. Die Schnittstelle kann dann nur über einen verdeckt installierten Schalter oder noch besser, über einen mehrpoligen Stecker mit integrierter Kurzschlussbrücke, wieder aktiviert werden. Dieser Stecker darf natürlich nicht im Fahrzeug aufbewahrt werden. Vorteil: Mit dem originalen Fahrzeug-Schlüssel kann der Wagen ganz normal gestartet werden. Auch wenn man das Auto mal verleiht, muss man niemand in die Geheimnisse der Technik einweihen. Aber: Vor dem nächsten Besuch in der Werkstatt oder beim TÜV nicht vergessen, die Diagnose-Schnittstelle wieder zu aktivieren ;)

 

 

9. GPS-Tracker

 

GPS-Tracker sind heute schon für deutlich unter 100 EUR zu bekommen. In Verbindung mit einer GPS-Antenne (intern oder extern) und einer SIM-Karte für das Mobilfunknetz kann das Fahrzeug, in dem der Tracker installiert ist, (fast) überall geortet werden. Die Materie ist allerdings etwas komplexer, so dass ich hierzu noch weitere Artikel schreiben werden. Hier sind viele Fragen zu beachten, z.B. Mobil-Funk Roaming (damit die Ortung auch im Ausland funktioniert, wohin das Fahrzeug nach einem Diebstahl in den meisten Fällen verschwinden wird), Alarmierung nur per SMS oder permanentes Tracking über einen Server (was laufende Kosten verursacht) usw.

 

Ein GPS-Tracker ist streng genommen kein Werkzeug, um einen Diebstahl zu verhindern. Aber er ist die einzige Möglichkeit, ein Fahrzeug nach einem Diebstahl lokalisieren zu können. Durch Alarmierungsfunktionen (Geschwindigkeitsalarm, Geozaun usw.) kann ein Diebstahl außerdem deutlich schneller bemerkt werden, was die Wiederbeschaffung bzw. Sicherstellung des Fahrzeugs wahrscheinlicher macht.

 

 

Fazit

 

Wie man sieht, ist keine der vorgestellten Funktionen für sich genommen auch nur annähernd sicher. Erst die Kombination mehrerer Maßnahmen bietet einen ausreichenden Schutz gegen Fahrzeug-Diebstahl. Wieviel Aufwand man treiben will, sollte nicht nur vom Alter und Wert des Fahrzeugs abhängen, sondern auch von seiner Ausstattung und Individualität. Umso mehr Extras verbaut sind und umso höher die Motorisierung, desto interessanter ist das Fahrzeug als Ersatzteilträger – und umso schwieriger wird es, im Falle eines Falles schnell gleichwertigen Ersatz zu finden. Auch die Frage, ob man nachträgliche Einbauten selbst vornehmen kann oder Bekannte oder gar eine Fachwerkstatt zu Rate ziehen muss, wird Einfluss auf den Umfang der geplanten Maßnahmen haben.

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07.01.2016 20:43    |    Bayernlover

An sich sehr interessant. Eine Möglichkeit hast du allerdings vergessen: Den Abschleppwagen ;) Gegen den kann man sich nur durch cleveres parken wehren.


07.01.2016 21:04    |    Ascender

Zitat:

6. Zündunterbrecher

Das ist meine Lösung für meinen E30 Rennwagen, da dieser manchmal über Nacht draußen stehen muss (etwa vor dem Hotel, oder ähnliches). Ich werde hier natürlich keine Details nennen. Ich habe einen versteckten Schalter installieren (lassen), den man mittels eines Magneten, den ich am Schlüsselbund trage, auslösen muss.

 

Da der Wagen leergeräumt ist habe ich nicht so viele Bedenken, dass man mir ein nicht vorhandenes Radio klauen könnte. Wohl aber habe ich um meine Räder angst. Die goldenen BBS RS-Felgen sind begehrt, und am Nürburgring ist es häufiger vorgekommen, dass es Diebe vor allem auf die Räder abgesehen haben. Es ist dort nicht unüblich, dass jemand seine Reifen wechselt, daher sieht es auch nicht ungewöhnlich aus, wenn ein paar Männer mit einem Transporter vorbeikommen, das Auto aufbocken und wieder verschwinden.

Ich habe natürlich so genannte "Felgenschlösser" installiert. Aber das ist wahrscheinlich keine gute Sicherungsmaßnahme. Außerdem ist es sehr unpraktikabel, da ich immer den Schlüssel rumschleppen muss - wenn jemand, so wie ich, mehr als 20x pro Jahr die Reifen wechselt, dann ist das nach einer Zeit richtig nervtötend.


07.01.2016 21:13    |    apfelgruener

Ein Kumpel von mir hatte vor einiger Zeit mal einen Kadett E in dem im Beifahrerfußraum ein Schalter angebracht war der die Benzinpumpe lahmlegte.

Einfach aber effektiv. :D


07.01.2016 21:42    |    Mehdi151

Ich habe mal davon gehört, dass man die Sicherung vom Anlasser ziehen kann und somit den Motor nicht mehr starten kann. Ist da was dran?


07.01.2016 21:49    |    Ascender

Ja, schon. Wenn du deine Lichtmaschine und den Starter grillen willst... Dann lieber ein Relais dazwischenschalten.

 

Ansonsten kann man noch am ehesten die Sicherung für die Benzinpumpe ziehen.


07.01.2016 22:27    |    Goify

Mehdi, der Anlasser ist nicht abgesichert, sodass es dafür auch keine Sicherung gibt. Das Zündschloss ist hingegen schon abgesichert und diese Sicherung kann man abziehen, ist aber je nach Ort des Sicherungskastens sehr fummelig.

Was auch ganz gut geht, ist das Benzinpumpenrelais abzustecken, denn in der Regel findet ein Dieb nie heraus, wie man es überbrücken muss, damit der Wagen wieder läuft, wenn er erst mal drauf kommt, wo dieses verbaut ist, nämlich nicht dort, wo alle Relais sitzen. Beim W202 ist es für Kenner sehr leicht schnell abzuziehen und mitzunehmen.

 

Mehr Sorgen macht mir ein geklautes Motorsteuergerät, denn diese werden gerne mal geklaut. Dagegen hilft es nur, den Mechanismus für die Motorhaubenentriegelung zeitweise lahmzulegen. Wüsste nur nicht, wie man das bei jedem längeren Parken in unbekanntem Gebiet bewerkstelligen soll.


08.01.2016 07:48    |    pico24229

Das ist mmn die Beste Methode. Einfach Sicherung der Benzinpumpe ziehen!

Jedes mal im Sicherheitskasten rumfummeln ist natürlich nicht ganz so nervig wie mit einer Parkkralle oder Lenkradkraalle rumzuhantieren, aber wenn man das nur jedes Mal macht, wenn das Auto in "unsicherer" Umgebung oder länger steht, dann ist das eine gute Maßnahme.


08.01.2016 08:23    |    tom667de

Unsere Autos wurden immer direkt vor der Haustür geklaut. Und das war eigentlich eine halbwegs gehobene Wohngegend mit Spielstrassen usw. Soviel zum Thema "unsichere Umgebung". Wenn man in Grenznähe wohnt, ist alles unsicher. :( Deswegen rate ich zu einer Kombination von Lösungen, die einfach zu handhaben sind (so dass sie immer anwendbar sind) und mindestens einer Komponente, die von außen gut zu erkennen ist (Lenkradkralle, Aktivanzeige einer nachgerüsteten Alarmanlage oder zumindest einer Atrrappe).


08.01.2016 08:40    |    Goify

Unsere Fahrzeuge stehen alle in einer abgeschlossenen Garage, trotzdem ist das kein Garant gegen Diebstahl, gerade weil die Grenze nur 2 km Luftlinie entfernt ist. Wir haben als zusätzliche Maßnahme noch einen Hund, der auch nachts die Ohren offen hat.


08.01.2016 08:59    |    yeoman

Sehr interessanter Blog, danke dafür. Habe es aus gegebenem Anlass interessiert gelesen. In der Nachbarschaft wurde vor kurzem ein Auto gestohlen.

 

Habe mir sofort eine Lenkradkralle geholt (genau die selbe, die auf deinem Bild zu sehen ist). Glaube aber sowieso, dass mein Volvo S60 eher kein Kandidat für einen potenziellen Diebstahl darstellt.

 

@tom667de auf deinen Artikel bezüglich der GPS Tracker freue ich mich schon! Einen solchen habe ich auch in Erwägung gezogen. Allein schon weil ich ein Technikfan bin ;)


08.01.2016 09:04    |    Goify

Bezüglich GPS-Tracker, haben den moderne Autos mit Navi und SIM-Karte nicht eh verbaut und man kann diesen aktivieren?


08.01.2016 11:50    |    fhMemo

Der GPS-Tracker ist prinzipiell wertlos. Hat der Dieb eine GPS-Blocker, der das GPS-Signal stört, bringt der Tracker rein gar nichts.

 

GPS-Tracker sind sinnvoll bei Autos, wo man diese nicht erwartet. Hat das Auto jedoch bereits ein Navi, wird der Dieb sicher mit einem GPS-Blocker daher kommen.

 

@tom667de Darf ich fragen, wie die Versicherung nach dem Diebstahl reagierte? Und wart ihr zufrieden mit der Erstattung?


08.01.2016 12:09    |    Spannungsprüfer22323

Uralte Diebstahlsicherung im NA...--aber effektiv..wenn sich da jemand dran zu schaffen macht geht nix mehr.Steuergerät bzw alle wichtigen Funktionen sind dann tot..selbst der Freundliche hat dann zu kämpfen den Wagen wieder zum laufen zu kriegen.

 

Aber beim MX mach ich mir da eh keine Sorgen.


08.01.2016 12:32    |    DeutzDavid

Beim Niva hab ich eine externe Wegfahrsperre, die verschiedene Relais, z.B. Benzinpumpe sperrt, bevor man nicht den Codeschlüssel ausgelesen hat. Das ganze wird im Steuergerät hinterlegt, und selbst nach Austausch des Motorteuergeräts bleibt das Relais gesperrt und das Auto geht nicht an.


08.01.2016 12:37    |    DeutzDavid

Zitat:

Ich habe mal davon gehört, dass man die Sicherung vom Anlasser ziehen kann und somit den Motor nicht mehr starten kann. Ist da was dran?

Bei alten Autos liegt am Anlasser immer Strom an, hält man da eine Zange an die Kontakte, funkt es ein paar Mal und der motor läuft


08.01.2016 12:50    |    tom667de

Es hat schon Fälle gegeben, wo trotz eingesetzter GPS-Jammer kurzfristig Positions-Daten gesendet werden konnten. Dadurch konnte einmal eine ganze Zerlegehalle hochgenommen werden. Das geht aber nur, wenn der Tracker von sich aus ständig versucht, Kontakt mit einem Server zu halten. Bei reiner SMS-Alarmierung klappt das meines Wissens nach nicht.

 

Die Regulierung mit der Versicherung war bei beiden Autos sehr unterschiedlich. Im ersten Fall, dem weissen 5er Golf (s. Bilder im Profil) musste ich mich erst an den Ombudsmann der Versicherungen melden, um noch eine Nachzahlung zu bekommen. Der Gutachter der Versicherung hat die ganze Sonderausstattung nicht hinreichend berücksichtigen wolllen (R-Line Paket innen/aussen, nachgerüstetes Navi und FSE usw.).


08.01.2016 15:06    |    windoofer

Ziemlich cool sind auch GPS Tracker mit einem schaltbaren Immo Ausgang. Sendet man den SMS Befehl für Immo an wird der Ausgang scharf geschaltet bis die deaktivierungs-sms kommt. mit dem Ausgang kann man dann alles mögliche unterbrechen...


08.01.2016 23:41    |    Achsmanschette35827

Parkkralle und Ventilwächter wurden vergessen


09.01.2016 12:21    |    jagtino

Was haltet Ihr von der Aussage, dass GPS Tracker leicht durch einen vom Dieb einfach auf den Beifahrersitz gelegten "Jammer" funktionsunfähig gemacht werden können.

Jammer überlagern das GPS Signal so stark, dass nicht mehr nachzuverfolgen ist, wo der Wagen fährt. Auch im LKW oder der Tiefgarage funktioniert es nicht.

 

Wie lässt sich das verhindern?


09.01.2016 21:17    |    tom667de

Stimmt, die Parkkralle habe ich vergessen, die ist aber noch unpraktischer als die Lenkradkralle. Und die Ventillösung kannte ich noch nicht. Wie funktioniert das denn?

 

Gruß

Tom


09.01.2016 22:16    |    der.typ

Der GPS Tracker verhindert nicht dass das Auto geklaut wird. Dafür kann man das Auto wiederfinden. Aber wer möchte das denn dann noch. Das Auto war dann mit mir fremdem Menschen unterwegs die sonst irgendwas damit gemacht haben. Ich war froh, dass die Monatsfrist um war und ich gut 50% vom Neuwagenpreis überwiesen bekommen habe, und das für ein 5 Jahre altes Auto ( Mazda 6, Directline )


10.01.2016 01:12    |    Achsmanschette35827

10.01.2016 10:36    |    Achsmanschette49044

am einfachsten ist es wohl eine diebstahlversicherung abzuschliessen. funktioniert aber nur bei fahrzeugen mit denen man emotional nicht zu sehr verbunden ist ;=)


10.01.2016 13:55    |    Gurkengraeber

Für mich ist das Problem nicht der potenzielle Diebstahl des ganzen Autos. Trotz diverser Statistiken gab es das im Verwandten / Bekanntenkreis noch nie bei uns. Und da stehen einige von den "Diebstahlklassikern" draußen.

 

Für mich ist das Problem das Klauen des Navis. Was kann man dagegen tun, außer keins mitbestellen, was für mich nicht in Frage käme?


10.01.2016 14:20    |    MBCLK

Die werksseitig verbaute Alarmanlage hat doch Vorteile: durch die eingebaute Alarmanlage lassen sich die Türen nach eingeschlagener Scheibe nicht von innen öffnen. Der Dieb kommt also nicht schnell und bequem ins Auto rein, er müsste sich durchs Fenster schieben. Darauf verzichten die meissten Diebe. Das hilft auch gegen das Klauen der Navis, weil kein Dieb nur durch das Fenster gelehnt das Navi ausbauen will


10.01.2016 14:36    |    Turboschlumpf6

Der wirksamste Schutz vor Diebstahl ist immer noch die Wahl des Fahrzeugtyps. Meine Autos würde niemand stehlen wollen. Neidgravuren hatte ich auch noch nicht.


10.01.2016 18:11    |    Mazda626Mike

Am besten ist doch eine alte Wegfahrsperre , bei der man über den Diagnosestecker nichts machen kann .

 

Kann mir jedenfalls nicht vorstellen , wie man an einem Mazda 626 über den Diagnosestecker etwas in der Richtung machen kann .

 

mfG


11.01.2016 09:27    |    tom667de

Das habe ich beim Golf IV (Bj 2002) auch gedacht. Jetzt weiss ich es besser. :(


11.01.2016 09:35    |    tom667de

@Gurkengräber: Gegen den Klau des Navis ist mir kein wirksames Mittel bekannt. Es gibt von VW eine Lösung mit einer Panzerplatte, die über das Navi gesetzt und über Bolzen verriegelt wird, die ins Armaturenbrett eingebaut werden. Das ist teuer, ähnlich umständlich wie die Lenkradkralle und führt bei einem Diebstahlversuch dazu, dass das ganze Armaturenbrett zerstört wird.

http://...lkswagen-zentrum-aachen.de/.../NaviDiebstahlschutz.aspx

 

Es gibt auch Lenkradkrallen mit einem "Ausleger", bei dem rechts eine dicke Metallplatte das Navi abdeckt. Die kann man dann aber auch nicht mehr im Beifahrer-Fußraum verstauen. Auf Dauer macht man mit den Teilen vermutlich mehr Macken im Innenraum, als man durch den Diebstahlschutz einspart?!

 

Gruß

Tom


11.01.2016 19:34    |    PS-Schnecke47488

Wenn im Wagen etwas "abgedeckt" ist und er auch sonst gesichert ist wie Fort Knox, macht es das doch für potentielle Diebe erst recht interessant.


11.01.2016 19:59    |    CentaXx

Diese Platte vorm Navi gehört für mich zu der Kategorie "wie man aus Schei*e Geld machen kann"... 400€ für die Panzerplatte vor nem Navi, das sich anscheinend viel zu schnell klauen und viel zu einfach an neue Autos anlernen lässt. Als ob der Hersteller da nicht selber für Sicherheit sorgen könnte. Bei meinem Auto wurde noch niemals das Display aus der Mittelkonsole geklaut (zugegebenerweise, ist auch kein supermodernes Farbdisplay...), weil sich das Steuergerät nicht an neue Autos anlernen lässt... Das muss noch im Spenderfahrzeug bei einem Volvo Händler eine "Nullsoftware" aufgespielt bekommen (Software kommt direkt von Servern aus Schweden), damit es im nächsten Auto angelernt werden kann. Zack.. potentiellem Diebstahl vorgebeugt, ohne den Kunden zu melken...


11.01.2016 21:24    |    Achsmanschette35827

es gibt diese Dummis aus Plastik, kann man auf das teure Navi mittels Saugnapf aufbringen, dann sieht das ganze richtig billig und nicht stehlenswert aus

 

http://www.ebay.de/.../201289238851?...


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