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27.02.2020 19:59    |    quattr0    |    Kommentare (2)

Aus Sicherheitsgründen haben wir uns entschlossen ein Gaswarnsystem in den Wohnwagen zu integrieren.

Beim großen Campingshop aus NL habe ich den 3Gas+ Alarm mit zwei zusätzlichen Sensoren bestellt.

 

Das SetDas Set

 

 

Die Geräte werden im Innenraum sichtbar an der Wand installiert. Das Gehäuse ist nicht besonders hübsch und wirkt auch nicht sonderlich stabil.

 

Gehäuse mit TasterGehäuse mit Taster

 

MaßeMaße

 

 

 

Eine ausführliche Bedienungsanleitung mit einem Belegungsplan liegt dem Hauptgerät bei. Drei Aufkleber zur Abschreckung vor K.o. Gas-Angreifern liegen auch bei, die wir aber nicht in die Fenster kleben möchten. Uns geht es im Wesentlichen um den Schutz vor CO2 oder Propangas im Innenraum.

 

Das Hauptgerät muss an der 12V Stromquelle angeschossen werden. Ein Anschlusskabel zur Stromversorgung ist leider nicht Bestand des Lieferumfangs. Für ein 2-adriges Kabel muss also selbst gesorgt werden. An den Zusatzsensoren ist ein ca. 2 Meter langes Anschlußkabel fest angelötet.

 

Für den Einbau ist eine gute Vorbereitung empfehlenswert. Für das Anschlusskabel, Klemmmaterial, Schnellverbinder, Aderhülsen, Schrauben, Doppelklebepads, Schrumpfschlauch sowie Kabelbinder müsste selbst gesorgt werden.

 

Werkzeuge wie Akkuschrauber und Bohrer, Seitenschneider, ggf. Cuttermesser, und ein sehr kleiner Schlitzschraubenzieher für die Anschlussklemmen habe ich für den Einbau benötigt.

 

Einbau der Sensoren

 

Die Einbaupositionen, die Kabelwege und die 12V Stromquelle sollten gut durchdacht werden. Es empfiehlt sich einen halbwegs geschützten Einbauort auszuwählen, damit das Gerät vor unbeabsichtigen Stößen und Beschädigungen geschützt ist. Ich habe einen Möbelsockel in der hinteren Hälfte des Wohnwagens ausgewählt.

 

Nach Herstellervorgaben habe ich das Gehäuse auf ca. 30cm Höhe installiert. Schwere Gase sollten auf dieser Höhe erkannt werden.

 

3gas+ Hauptgerät3gas+ Hauptgerät

 

 

 

Der erste Zusatzsensor fand über der Heizung seinen Platz. Unmittelbar unter der Decke sollten aufsteigende Gase erfasst und an das Hauptgerät gemeldet werden.

 

1. Zusatzsatzsensor1. Zusatzsatzsensor

 

1. Zusatzsensor Nahaufnahme1. Zusatzsensor Nahaufnahme

 

 

 

Im vorderen Bereich, also hinter der Holzschiebetüre im Schlafbereich der Kinder, ist der zweite Zusatzsensor auf 30cm Höhe installiert worden.

 

2. Zusatzsensor2. Zusatzsensor

 

 

 

Alle drei Geräte wurden mit Power Doppelklebeband an den Wänden befestigt.

 

Die drei Sensoren sind im Wohnwagen gut verteilt. Die unteren Sensoren im Bug und Heck, der obere Sensor in der Mitte des Wohnwagens.

 

 

 

Anschluss

 

Beide Zusatzsensoren sind bereits ab Werk mit 3-adrigen Anschlusskabel (2m Länge) bestückt. Diese Anschlussleitung müssen entsprechend der Anleitung parallel an die Anschlussklemmen der Hauptplatine angeschlossen werden.

 

AnschlussplanAnschlussplan

 

 

 

Ich habe ein 5-adriges Kabel für die Installation verwendet. Zwei Leitungen für die Stromversorgung und drei zur Verlängerung der Sensoren.

 

Als Stromquelle dient ein freier 12V Ausgang (S8) des Lichtsteuerungsgeräts (LSG). Die Verkabelung habe ich folgendermaßen aufgebaut:

 


*** Für die folgenden Änderungen habe ich das LSG komplett stromlos gemacht. 230V und Akku wurden getrennt! ***

 

 

Am LSG sind zwei Adern an Port S8 angeschlossen. Der Port 8 liefert die 12V bei 230V Landstrom und auch im auatrken Betrieb über den Bordakku. Für die Steckverbindung S8 wurde ein neuer zweipoliger Hobby Systemstecker verwendet.

 

S8 als 12V Stromquelle auf dem LSGS8 als 12V Stromquelle auf dem LSG

 

 

 

Die drei verlängerten Kabel für die Sensoren im grünen Schlauch enden auf die 3-polige Schnellverbinder, an denen die beiden Kabel der Zusatzsensoren angeschlossen sind. Somit liegt Verteilung versteckt im Gehäuse des LSGs.

 

Hier das 5 adrige Kabel. Die Stromversorgung im roten Schlauch. Die drei Leitungen für die Zusatzusensoren im grünen Schlauch mit Klemmverbinder.Hier das 5 adrige Kabel. Die Stromversorgung im roten Schlauch. Die drei Leitungen für die Zusatzusensoren im grünen Schlauch mit Klemmverbinder.

 

 

 

 

Alle Leitungen liegen versteckt hinter den Möbelwänden, sind dort sicher befestigt und enden im LSG. Die Anschlüsse und Klemmverbinder im LSG sind bei geschlossen Deckel nicht mehr sichbar.

 

 

 

Test und Betrieb

 

Die Sensoren starten ihren Betrieb automatisch sobald die 12V Spannung an der Hauptplatine anliegt. Beim Start initialisiert sich das Gerät auf die Raumluft und bestätigt den Vorgang mit Blinken der grünen LED. Nach ca. einer Minute leuchtet es dauerhaft grün - die Anlage ist damit scharf geschaltet.

 

Betriebsleuchte in grünBetriebsleuchte in grün

 

 

 

Mehrere Tests mit Feuerzeuggas bestätigten per Alarm die Funktion aller Sensoren. Das Gerät piepst bei Alarm auffällig laut und blinkt rot. Nach 20 - 30 Sekunden piepst es plötzlich noch lauter, sofern weiter Gas gemessen wird und niemand auf den Taster gedrückt hat.

 

Ein kurzes Betätigen der Taste beendet den Alarm. Demnach könnte es fatale Folgen haben, falls der Taster mit einem Snooze-Button eines Weckers verwechselt wird. Daher wäre es sinnvoll das Hauptgerät nicht unbedingt an die Nachtkommode zu installieren.

 

Ich denke, es ist wichtig den Alarm vor jeder Reise zu testen und mindestens einen Mitreisenden miteinzubeziehen. So werden auch andere Personen mit der Anlage, dessen Sound und LED Verhalten vertraut gemacht.

 

Kommentare oder PN sind wie immer willkommen.

 

Joe

 

 

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29.02.2020 15:47    |    lecksucher

Hallo Joe

 

Guter Bericht, aaaaaber Sensoren falsch montiert.

Hättest du Erdgas im Wohnwagen, würde es Funktionieren. Das ist leichter als Luft.

Anderst verhält es sich bei Flüssiggas. Das ist schwerer als Luft und würde sich bei einer Undichtigkeit der Gasanlage auf dem Boden ausbreiten und durch die Zwangsentlüftung im Boden und der Heizung entweichen. Die Sensoren müssen an den Boden, sonst funktionieren sie nicht bei Flüssiggas!!!!

Zu testen wie sich Flüssiggas verhaltet nehme dein Feuerzeug, halte es vor eine Lampe und lass dann Gas auströmen. Im Licht siehst du dann, wie das Gas nach unten "Wabert".

Wie es bei KO Gas aussieht kann ich nicht sagen.

Zu den generell Sensoren noch eine Anmerkung von mir: ich bin vom Fach und habe regelmäßig mit Leckortung im Gasnetz zu tun. Die Sensoren müssen jeden Tag an der Prüfstation geprüft werden. Wie macht man das mit den Sensoren zu Hause?

Übrigens, dein Bericht ist sehr gut geschrieben und bebildert!!!!!! Ich will ihn nicht heruntermachen oder so. Ich bin halt nur etwas kritisch, wenn dem Käufer eine nicht richtig vorhandene Sicherheit vogegaukelt wird. Alle 2 Jahre Gasprüfung und nichts selbst an der Leitung ändern (was eh verboten ist) und das langt vollends.

viele grüße

 

klaus


01.03.2020 10:06    |    quattr0

Danke für deine Meinung und dein Lob, aber ich finde "Falsch montiert" ist übertrieben.

 

Gas ist zwar schwerer als Luft aber nicht so schwer wie Wasser. Es fällt also nicht sofort zu Boden oder läuft wie flüssiges Wasser durch die Zwangsbelüftung ab.

 

Das Hauptgerät ist unmittelbar unter dem Kochfeld installiert und sollte dort auf knapp 30cm Höhe vom Kochfeld abfallende Gase erfassen. Gleiches gilt für die Heizung. Bis das Frischgas die Zwangsbelüftung erreicht hat, sollte der Gaswarner auch eingenebelt sein. Außerdem müsste das Gas bis in die Staukästen vordringen um die Zwangsbelüftung zu erreichen. Man sollte den Durchmesser der Öffung berücksichtigen, der gerade mal ca. 5cm ist, was nur einen geringen Durchfluss für herabfallendes Gas ermöglicht.

 

Die Zwangsbelüftung im Hobby Wohnwagen besteht nicht nur aus einem Loch im Boden. In dem Loch steckt werkseitig ein ca. 25cm Rohr. Sollte sich Gas über den Boden ausbreiten, müsste es erst diese Füllhöhe überwinden um durch die Zwangsbelüftung zu entweichen zu können.

 

Über K.o. Gase ist mir auch nicht viel bekannt. Wir übernachten grundsätzlich nicht auf Rastplätzen oder auf freien Stellenplätzen. Das Gaswarnsystem haben wir hauptsächlich gekauft, weil wir mitbekommen haben, dass ein äteres Ehepar wegen eines defekts der Gasanlage im Wohnmobil an einer CO2 Vergiftung gestorben sind.

 

Wir lassen beim Camping je nach Wetter auch nachts die Heizung auf Gas an. Unseren Wohnwagen haben wir gebraucht von privat gekauft, wer weiß was in den ersten 10 Jahren daran gemacht wurde. Doch selbst in einem Neuwagen würde ich mit Gaswarner besser schlafen.

 

https://www.merkur.de/.../...unden-umstaende-raetselhaft-11857002.html


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