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23.02.2020 11:13    |    quattr0    |    Kommentare (2)

Nachdem die ersten 12V Steckdosen eingebaut wurden, möchte ich nun über technische Änderungen zur Umrüstung auf Autark berichten. Zusätzlich wurde zur Absicherung aller 12 Volt Verbraucher ein Sicherungsverteiler eingebaut.

 

Hier die Verkaufsbilder des 12V Sicherungsverteilers. Geliefert wurde er ohne Stecksicherungen.

 

12 Sicherungsverteiler offen12 Sicherungsverteiler offen

 

12V Sicherungsverteiler mit Abdeckung12V Sicherungsverteiler mit Abdeckung

 

 

 

Wie bereits in einem anderen Artikel erwähnt, hat der Akku zwei 12V Ausgänge.

 

 

12V Ausgang Mover. Abgesichert mit einer 80A Streifensicherung wird der Stromkreis ausschließlich für den Mover genutzt.

 

12V Ausgang Domestic. Dieser Ausgang wurde verwendet, um über den Sicherungsverteiler die folgenden 12V Verbraucher zu versorgen.

 

 

 

Vier Stromkreise wurden abgesichert.

 

- Eine KFZ-Steckdose Procar an Sicherung Nr. 2, 20A

 

- Eine USB-Ladeport mit KFZ-Steckdose an Sicherung Nr. 4, 10A

 

- Zweiter USB-Ladeport mit KFZ-Steckdose an Sicherung Nr. 5, 10A

 

- Das Lichtsteuerungsgerät (LSG) im Kleiderschrank an Sicherung Nr. 1, 30A

 

LSG ohne Abdeckung.LSG ohne Abdeckung.

 

 

*** Achtung. Vor dem Öffnen des Stromkastens immer den Netzstecker des Wohnwagens ziehen. ***

 

 

Das LSG

 

Die elektrische Schaltzentrale eines Hobbywohnwagens, Bj. 2009, ist das LSG.

 

Es hat mehrere Stromzuführungen. Entweder werden 230V über die CEE Einspeisungssteckdose des Wohnwagens und 12V vom Wandtrafo oder ca. 12V über den 13-poligen Anhängestecker eingespeist. Letzteres ist nur mit einem geeigneten Zugfahrzeug (Zündplus u. Masse) möglich. Dieser 12V KFZ-Eingang des LSG hat die Bezeichnung S41.

 

230V Sicherungskasten (unten links), 12V Trafo (Mitte) und LSG (unten rechts)230V Sicherungskasten (unten links), 12V Trafo (Mitte) und LSG (unten rechts)

 

 

 

Den 12V Eingang S41 des LSGs habe ich verwendet um den Wohnwagen autark zu betreiben.

 

Oben links befindet sich der Anschluß S41Oben links befindet sich der Anschluß S41

 

Im Prinzip habe ich den Akku zwischen Anschluss S41 und der KFZ Leitung Zündplus/Masse geklemmt. So versorgt Akku mit dem 12V Domestic Ausgang den Port S41 des LSGs. Diese Zuleitung wurde über den Sicherungsverteiler mit einer 30A Stecksicherung abgesichert.

 

Das Zündplus wurde direkt in den 12V Eingang "Car/Solar" Solar eingespeist und wir vom internen Laderegler des Akkus gesteuert.

 

 

 

Die Leitungen habe ich neu verlegt. Zunächst habe ich das werkseitige Kabel S41 ausgebaut und gut gelagert, damit die Möglichkeit für den Rückbau auf den Werkszustand erhalten bleibt.

 

Aus 4x 4mm² Kabel (4,0 mm² FLRY-B Kfz-Kabel) einem neuen 4-poligen Hobby Systemstecker, vier neue Flachstecker und etwas Flex-Isolationsrohr habe ich ein neues Kabel für S41 nachgebaut. Es hat den gleichen Querschnitt, ist aber deutlich kürzer als das Original Kabel S41 von Hobby.

 

Alte Kabel S41Alte Kabel S41

 

Neue Kabel S41Neue Kabel S41

 

 

Das DIY-Kabel wurde mit dem Hobby Systemstecker am LSG auf Port 41 angeschlossen.

 

LSG S41LSG S41

 

 

Das andere Ende des Kabel S41 wurde am 12V Sicherungsverteiler wie folgt angeklemmt.

- beide rote Kabel an den Anschluss der Sicherung 1, (30A)

- beide schwarze auf den Masseverteiler unten aufgelegt.

 

Zudem wurde die KFZ- und USB Steckdosen an den Sicherungen 2, 4, 5 und dem Masseblock angeschlossen. Die Anschlüsse für Sicherung Nr. 3 und Nr. 6 bleiben vorerst unbenutzt.

 

Die roten bzw. schwarzen Kabel sind an beiden Enden kurzgeschlossen und laufen parallel. Wahrscheinlich um so den Kabelquerschnitt zu erhöhen. Ich habe das Prinzip einfach von werkseitigen Hobby Verkabelung übernommen.

 

Sicherungsverteiler ohne AbdeckungSicherungsverteiler ohne Abdeckung

 

Sicherungsverteiler mit AbdeckungSicherungsverteiler mit Abdeckung

 

 

 

Zum Schluss wurde der 12V Sicherungsverteiler am 12V Ausgang Domestic des Akku angeschlossen. Dazu wurden 6mm² KFZ-Kabel verwendet, die noch vom Einbau des Movers übrig geblieben sind.

 

Die Leitung Plus (rot/grün) wurde unmittelbar hinter dem Akku mit einer separaten KFZ Sicherung 30A abgesichert.

 

Auf dem Bild sind zwei Sicherungen zu sehen. Der zweite Slot ist nicht anschlossen, aber trägt eine Ersatzsicherung.

 

30A Hauptsicherung vor den 12V Sicherungsverteiler30A Hauptsicherung vor den 12V Sicherungsverteiler

 

 

 

Der komplette 12V Bereich des LSG funktioniert jetzt über den Akku. Das betrifft die komplette Innenbeleuchtung, die Vorzeltleuchte, Kühlschrankbeleuchtung, Wasserpumpen, Truma Heizungsgebläse sowie die neuen KFZ-Steckdosen und die USB-Ladeports.

 

Das LSG erkennt über eine Steuerleitung (S40) ob ein Zugfahrzeug angeschlossen ist oder nicht. Bei laufendem Motor reduziert das LSG die gleichzeitig nutzbare Beleuchtung auf maximal drei Verbraucher. Um diese Einschränkung aufzuheben, muss ein Jumper auf der Platine unten rechts gesetzt werden.

 

Autark-JumperAutark-Jumper

 

 

Die Umschaltung zwischen 230V und Akkubetrieb funktioniert sehr gut. Sobald 230V in den Wohnwagen eingespeist werden, wird der 12V Betrieb automatisch und unterbrechungsfrei vom Trafo übernommen.

 

Wird der 230V Stecker aus dem Wohnwagen gezogen, gibt es eine kurze Unterbrechung >1s, bis der 12V Betrieb über den Akku läuft. Dank einer Memoryfunktion bleibt der Schaltzustand der Beleuchtung dabei unverändert.

 

 

Ich hoffe ich habe es nicht zu kompliziert erklärt. Für Hinweisen oder Fragen sendet mir eine PN oder schreibt einen Kommentar.

 

 

Im nächsten Artikel werde ich weiter berichten. Folgende Punkte sind noch offen.

- Die Zündladeleitung und die Möglichkeit ein Solarmodul anzuschließen

- Die Verkabelung rund um den Akku und dem 12V Sicherungsverteiler wird noch besser verlegt.

- Die Halterung der 30A Hauptsicherung wird an der Wand befestigt.

- Zudem wird über den Einbau eines Batterie Monitors mit Shunt berichtet.

 

 

Joe

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25.02.2020 10:24    |    Vespa250GTS

Die Verkabelung vom LSG würde ich mir noch mal vornehmen, denn so fangen die losen Drähte gerne an zu schwingen beim fahren und das gibt irgendwann einen Kurzschluss..

 

Gruss


25.02.2020 10:44    |    quattr0

Ja, es sieht noch nicht perfekt aus, weil die Baustelle ist noch offen.

Das steht aber auch im letzten Absatz erklärt.

 

 

Im nächsten Artikel werde ich weiter berichten. Folgende Punkte sind noch offen.

- Die Zündladeleitung und die Möglichkeit ein Solarmodul anzuschließen

- Die Verkabelung rund um den Akku und dem 12V Sicherungsverteiler wird noch besser verlegt.

 

- Die Halterung der 30A Hauptsicherung wird an der Wand befestigt.

 

- Zudem wird über den Einbau eines Batterie Monitors mit Shunt berichtet.


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