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09.06.2012 21:49    |    heizölraser    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: E-Klasse, Mercedes, W211

Da die frage immer wieder auftaucht hab ich von austro (+Anmerkung von 212059) mal wieder was nettes gefunden das nicht untergehen sollte:

Zitat:

Original geschrieben von Austro-Diesel

Es ist so, dass bei neuen Kupplungsbelägen mehr Abrieb anfällt als bei bereits "eingeschliffenen". Der Grund liegt in der größeren Rauigkeit der neuen Oberflächen und der noch "ungerichteten Fasern".

 

In der Baureihe 210 wurde ja mit der MOPF (sträflicher Weise) komplett auf den ATF-Wechsel verzichtet. Viele Besitzer hatten nie Probleme mit ihrem Getriebe trotz einer viertelmillion Kilometer Laufleistung, von jenen, die Schäden erfuhren wäre wohl ein nennenswerter Teil vermeidbar gewesen.

 

Mit einem einmaligen Wechsel nach der "Einlaufphase" wird man nach meinem Ermessen diesen Problemanteil nochmal signifikant drücken können, aus betriebswirtschaftlicher und statistischer Sicht ein "ausreichendes" Vorgehen, für Fuhrparkmanager ein möglicherweise wesentlicher Aspekt.

 

Statistik sagt aber nichts über den Einzelfall aus und daher wird auch mein Getriebe alle 60-80.000 km frisches ATF sehen. Jeder berufene Automechaniker wird das gerne machen, ein Betrieb, der nicht will (Umsatzverweigerer!!!) ist einfach der falsche.

 

 

Man muss aber sagen, dass es noch mehr Dinge am Auto gibt, die eine größere als von MB geplante Zuwendung vertragen. Ich sag mal eine vorbeugende Unterboden- und Hohlraumkonservierung, auch die des rostens fähigen Strukturen im Vorderwagen und am Fahrzeugheck, für "echte Streber" auch die Innenseite der Heckklappe und evtl. auch der Türen.

 

 

Auch wenn Mercedes traditionell den höchsten Anteil an Privatkäufern aller deutschen Premiumhersteller hat sollte man nicht vergessen, dass diese Kundschaft -- so wie der Geschäftskunde auch -- keine Langzeitbesitzer der Fahrzeuge sind! Wer es sich leisten kann, schätzt es, nach 4, 5 oder spätestens 8 Jahren einen modernen Neuwagen zu besitzen.

 

Die Not der Zweit- und Drittbesitzer kümmert Daimler herzlich wenig -- solange der Wiederverkaufswert gut bleibt und damit ein Mercedes ein für beide Seiten gutes Geschäft, wichtig ist die Rendite!

 

Und in genau dieser Zeitspanne von 4 bis 8 Jahren laufen kaum mehr als 250.000 km auf, was jede C- oder E-Klasse relativ locker wegsteckt. Jeder Fuhrparkleiter wird versuchen, Autos mit so hohen Laufleistungen vom Hof zu bekommen, Mercedes hin, Mercedes her, da sie mehr und mehr unverlässlich, weniger verfügbar und "management-intensiv" werden.

Zitat:

Original geschrieben von 212059

Hallo ins Forum,

 

wie Austro-Diesel richtig schrieb, ist der heftigste "Müll" mit dem ersten Wechsel raus. Allerdings gibt's auch danach Abnutzung und das Öl selbst altert. So schreibt Daimler beim Autotronic (CVT bei A und B) den Wechsel alle 60 tkm vor, damit das Öl alle Eigenschaften behält.

 

Somit ist der einmalige Wechsel sicher sinnvoll, auch wenn er bei den ganz neuen NAG 2+ auf 125 tkm verlegt wurde. Ein regelmäßiger Wechsel ist m.E. aber auch hilfreich, ganz wichtig ist auch, dass beim "normalen" Wechsel nicht das ganze Altöl rauskommt. Das bekommst Du nur mit einer Spülung (z.B. nach T.E.) raus. Wenn Du die Suche nutzt, wirst Du viele, viele Beiträge zu dem Thema finden.

 

Viele Grüße

 

Peter


Deine Antwort auf "Getriebeölwechsel - warum?"

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