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18.12.2016 14:25    |    Hakuna Matata    |    Kommentare (37)    |   Stichworte: anonymisierte, Daten, Datenschutz, TankTaler

©TankTaler©TankTaler Ein vernetztes Auto fahren, das durchgehend getrackt wird und verschiedene Daten wie den Streckenverlauf, Geschwindigkeiten und den aktuellen Fahrzeugzustand speichert und an Dritte weitergibt: Kauft man sich heutzutage ein modernes Auto, dann wird man mit all dem konfrontiert. Was die Hersteller dann mit den Daten anstellen und vor allem, welche Daten überhaupt gesammelt werden; darüber wird der Kunde im Dunkeln gelassen.

 

Langfristig werden wir uns dieser Entwicklung leider nicht entziehen können und da stellt sich mir die Frage: Kann man den Herstellern zuvorkommen und für sich selbst einen Nutzen aus der steigenden Vernetzung ziehen?

 

Kann man sein öffentliches Facebook-Profil noch weitestgehend für Fremde einschränken, so geht das spätestens mit den Daten im Hintergrund nicht mehr. Genauso nutzt eine Vielzahl der Menschen Whatsapp, welches unter anderem auf alle Telefonkontakte, die Galerie und den Standort zugreifen kann; und auch Nutzer einer Payback-Karte lassen ihre Kaufgewohnheiten verschlüsselt in Datenbanken ablegen. Wer weiß, was mit all diesen Daten passiert? Wir lassen uns trotzdem darauf ein, da wir einen Mehrwert für unser Leben erkennen. Ob es der einfache Kontakt mit Freunden ist, Staumeldungen auf googlemaps oder Rabatte auf Waren im Supermarktregal.

 

Da ich Selbst Funktionen und Anwendungen, die mir durch meine Nutzerdaten und anonymisierten Daten der Gesamtheit Mehrwert bieten ( zB wenn mir mein Smartphone eine Stunde vor Arbeitsbeginn die Verkehrslage der möglichen Pendelstrecken aufzeigt ) interessant finde und ich auch schon immer Interesse an meinem persönlichem Standortverlauf hatte, aber diese nicht an unseriöse ausländische App-Entwickler herausgeben wollte und zudem der Smartphone-Akku dadurch einfach viel zu sehr ausgesaugt wird, stieß ich mit der Zeit auf einige Anbieter von OBD-Steckern fürs Auto. Einige werben zum Beispiel damit, dass sie Diagnosegeräte quasi ersetzen könnten. Mich interessiert jedoch hauptsächlich der Standortverlauf. Und in dem Zuge begegnete mir TankTaler, die zudem noch 2 Cent Kostenersparnis pro Liter versprachen. Das war es mir wert einmal genauer hinzuschauen.

 

An dieser Stelle sei auch gesagt, dass ich von TankTaler nicht gesponsert o. Ä. werde. Dieser und mögliche Folgeartikel sind und bleiben unabhängig & spiegeln nur meine persönliche Meinung wieder.

 

 

 

 

 

 

 

Was ist der TankTaler?

 

Der TankTaler selbst ist ein Stecker für die OBD-Buchse des Autos. Im Stecker stecken ein GPS-Modul, eine SIM-Karte, eine Batterie, ein Beschleunigungssensor, die CPU und ein Flashspeicher. Daraus lässt sich bereits erahnen, was der Stecker alles kann beziehungsweise in Zukunft können wird. Das Konzept des TankTalers ist: Der Autofahrer gibt seine anonymisierten Daten und bekommt dafür Tanktaler, die er dann in zum Beispiel Amazon-Gutscheine umtauschen kann. Pro getankten Liter Sprit gibt es aktuell umgerechnet 2 Cent auf das Tanktalerkonto. Zudem gibt es immer wieder verschiedene Aktionen. Aktuell bekommt man pro gefahrenen Kilometer 1 Tanktaler, das ist umgerechnet 1 Cent Ersparnis auf 10 Kilometer Strecke. Zudem gibt es weitere Kooperationen mit Partner, so dass man zum Beispiel Punkte bekommt, wenn man bei bestimmten Partnern vorbeischaut beziehungsweise dort einkauft. Dies allerdings hauptsächlich nur in Gebieten mit hohem TankTaler-Aufkommen. Je mehr Anmeldungen in einer Region, desto besser können dort Sponsoren gefunden werden. Ein Mehrwert ist für mich die Aufarbeitung der gesammelten Daten, wie zum Beispiel gefahrene Strecken, Geschwindigkeiten und Spritverbrauch. Laufend kommen neue Funktionen dazu.

 

 

Was ist mit dem Datenschutz? / Was passiert mit meinen Daten?

 

Auf der anderen Seite der Medaille steht der Datenschutz. Sowohl TankTaler ( beziehungsweise das deutsche Startup-Unternehmen ThinxNet, das hinter dem TanktTaler steckt ), als auch die Konkurrenzmodelle müssen irgendwie Geld verdienen. Laut offizieller Homepage profitiert TankTaler durch Einkaufsgemeinschaften, Sponsoren, Provisionen und sogenannte `Schwarmdaten’. Jedem wird sofort klar sein, dass es sich hierbei um anonymisierte Daten handelt. Da man meine Meinung zu diesem Thema sicherlich bisher herauslesen konnte, werde ich an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen. Kommentare und Diskussionen eurerseits am Ende des Artikels sind hingegen gerne gesehen!

 

 

Wo bekommt man einen Stecker her?

 

Den Stecker kann man auf drei verschiedene Art und Weisen erhalten.

 

Version 1: Man registriert sich mit seiner Email-Adresse auf der TankTaler-Seite und bekommt einen TankTaler kostenlos als Dauer-Leihgabe zugesandt. Wenn du in einer TankTaler-Region wohnst ( München, Köln und seit kurzem Stuttgart + jeweils 100km Umkreis ), dann bekommst du den Stecker nach kurzer Zeit zugesandt. Außerhalb dieser Regionen muss man sich Gedulden. Die Registrierten in deiner Region steigen und sobald genügend Kooperationspartner & Sponsoren in der jeweiligen Region mit den meisten Interessenten gefunden wurden, wird diese dann als nächstes für die kostenlosen TankTaler freigeschaltet und die Stecker gehen in den Versand.

 

Version 2: Wer nicht warten möchte kann sich über Amazon einen TankTaler für einmalig 99€ bestellen. Dieser wird deutlich schneller zugesandt und ist keine Dauer-Leihgabe, sondern geht in euren Besitz über, doch logischerweise rentiert sich der gekaufte Stecker nicht ab dem ersten Kilometer. Den Anschaffungspreis muss man erstmal wieder herausfahren.

 

Version 3: Die Miete des Steckers für 29€ jährlich.

 

( Bei Interesse würde ich mich natürlich über eine Anmeldung über diesen Link freuen. Damit erhält man ein Anfangsguthaben von 5000 TankTalern - nur bis 26.12. / danach 2000 - und ich einen Bonus in selber Höhe. )

 

 

 

Doch was genau bietet der TankTaler nun? Wieso habe ich ihn mir zugelegt?

 

Wie bereits angesprochen bekommt man grundsätzlich erstmal 20 Tanktaler ( Gegenwert: 2 Cent ) pro Liter Sprit gutgeschrieben. Bei meiner jährlichen Fahrleistung von 30.000 Kilometern bei durchschnittlich 7,5 Litern / 100km kommt bei mir eine Summe von 45 Euro jährlich zusammen. Zudem läuft bis Ende des Jahres die Aktion “1 Tanktaler pro Kilometer”. Sollte die Aktion verlängert werden, dann kämen weitere 30 Euro jährlich dazu. Wenn nicht, dann natürlich nicht. Beworbene Zusatzaktionen wie zum Beispiel “Erhalte 500 Tanktaler, wenn du bei Media Markt in xx vorbeischaust” oder “.. bei Burger King ..” sind an meinem aktuellen Standort Nürnberg aktuell noch nicht verfügbar, da es noch keine TankTaler-Region ist.

 

Weiteres Interesse weckte bei mir die Auswertung der gesammelten Daten. Einerseits gibt es ‘oberflächliche’ Statistiken wie zum Beispiel folgende:

"Tag und Nacht""Tag und Nacht""In Bewegung" - Das ausschlaggebende Tempo ist dabei unten auswählbar"In Bewegung" - Das ausschlaggebende Tempo ist dabei unten auswählbar"Wochenübersicht""Wochenübersicht"Für die fehlenden 700km Donau drücken wir mal ein Auge zuFür die fehlenden 700km Donau drücken wir mal ein Auge zu

 

 

Andererseits kann man auch ziemlich ins Detail gehen und jede einzelne Fahrt exakt nachvollziehen und sehr detailliert betrachten:

Verlauf auswählenVerlauf auswählenAnsehenAnsehendetaillierterdetaillierternoch detaillierternoch detaillierter

 

Des weiteren wird einem der aktuelle Standort des eigenen Fahrzeugs angezeigt, der aktuelle Kilometerstand, der Zustand der Batterie und noch einiges mehr. Auf alles detailliert einzugehen würde den Rahmen sprengen.

 

 

Doch warum dieser Artikel?

 

Der Stecker befindet sich nun seit fast zwei Monaten im Fahrzeug und sammelt fleißig Daten. Mit jedem Kilometer und mit jeder Vollbetankung werden die Daten umfangreicher und schalten teilweise Funktionen frei, die vorher aufgrund fehlender Berechnungsgrundlage nicht seriös berechnet werden konnten. Er ist nun Teil meiner Erfahrungen mit dem Auto und hat daher einen Platz im Blog verdient. Sicherlich ist er auch interessant für den ein oder anderen der Technikspielereien mag.

Nun liegt es mehr oder weniger an der Resonanz beziehungsweise am Interesse, ob ich es bei dieser Einleitung belasse oder mit der Zeit unregelmäßig von meinen Erfahrungen und Ergebnissen mit dem TankTaler berichte oder auch genauer auf meine Lieblings-Funktionen eingehe. Denn zu einem soll dieser Blog hier nicht verkommen: Einer langweiligen Werbeplattform oder ähnlichem. ;)

 

Grüße

Hakuna Matata

 

Hinweis: Vor der Anfertigung und Veröffentlichung der Screenshots aus der App wurde das Einverständnis von TankTaler eingeholt. Die Bildrechte liegen bei ThinxNet / TankTaler.

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