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flatfour

Wie vor 10.000 Jahren: Jäger und Sammler- nur zusätzlich Schrauber aus Passion

05.02.2012 03:38    |    flatfour    |    Kommentare (5)

Wie schon vorher angedeutet, kann die Rückwärtsgangwelle samt Zahnrad wie vorgefunden immer drin bleiben. Egal was man mit dem Getriebe anstellt.

Ebenso das Nadellager der Eingangswelle.

Einzige Ausnahmen sind ein neues Gehäuse und ein diagnostizierter Defekt.

 

Diese Dinger sind meiner Erfahrung nach sehr lange haltbar.

Durch Geräusch-und Rubbelprüfung kann man sie prüfen. Eine kurze Drehung am R.-gng reicht z.B. zur Beurteilung.

Der Austausch wird hier beschrieben.

 

Es gibt natürlich- wie sollte es auch anders sein - min. 2 Versionen von VW die im Laufe der Jahre eingesetzt wurden. s.Bild.

Die vorletzte R.-gangversion wird hier gezeigt, sinngemäss gilt alles auch für die neue Version.

Das 'neue' Eingangswellenlager sucht ihr vergebens, ich habe keins.

Allerdings sieht die neue Version fast ähnlich aus wie des R.-ganges:- ein Blechgehäuse mit Nadeln - Nadelhülse- löst das stabiler wirkende alte ab. Es wird auch mit 2 Sicherungsringen gehalten, statt mit einer Schraube. Das sieht man von aussen: wo die Schrauben fehlen, sind neuere Lager drin; ab etwa 1972.

 

Die Bilder sprechen für sich, daher ist hier nicht viel dazu zu sagen.

 

Probleme: sind nur zu erwarten wenn Lager nicht der DIN-Norm entsprechen. Bei VW etwa pari-pari. Mal sind es DIN Lager, mal VWNorm. Rep.-möglichkeiten bestehen im Ausbuchsen zum verkleinern oder grösser, neu bohren im Gehäuse, bzw. Laufhülsen auf den Wellen wenn es keine Normlager sind. Hier in diesem Fall kaum ein Problem.

 

Die Schrauben mit SW11 sollten beim Einbau abgedichtet werden; mit Teflonband geht das hervorragend. Man kann auch neue Cu-dichtringe nehmen.

Anziehmoment: nicht sehr doll, sollen ja nur abdichten und nicht rausfallen, also 10 -15Nm.


05.02.2012 06:48    |    rudi1967

Also ein Beitrag über Arbeiten, die man nicht unbedingt machen braucht.:)

 

Ich hatte mal Bildas gemacht, wie man das Rückwärtsgang-Rad mit'n Schraubendreher runter würgt. Habe die aber wieder gelöscht, weil ich mich geschämt habe und es nicht nötig ist, dieses Rad ab zu machen. Ich dachte damals, dass ich es runter machen muss, um das Getriebe überhaupt auseinander zu kriegen. Dem ist aber nicht so. Es ist sogar das Gegenteil. Die Welle muss vorher wieder rein, sonst hat man nach dem Zusammenbau keinen Rückwärtsgang. Richtig war also, vorher erst einmal ein Test-Schrottgetriebe zu zerlegen, um die Werkzeuge/Techniken zu testen, um dann weniger Fehler am eigentlichen Getriebe zu machen. Ein Bild zeigt also die zwei grundsätzlich verschiedenen Getriebe-Gehäuse, die es gibt (da will ich mal noch nicht weiter vorgreifen...) Man sieht aber, dass in einem Gehäuse die Rückwärtsgang-Welle drin ist und in dem anderen nicht. Aus oben genanntem Grund.

 

Zum Rückwärtsgang gehören aber noch mehr Räder. Da habe ich noch ein schönes Bild, wo man die Eingangswelle sieht, also die Welle, die genau in der Verlängerung der Kurbelwelle ist und diese dann unter dem anderen Rückwärtsgang-Rad mit Vielzahn und einem Gewindebolzen gekuppelt ist. Das Rad und die Eingangswelle müssen natürlich vorher ab, um das Getriebe dann weiter zerlegen zu können. Es ist auch mit einem Sprengring gesichert (Ring und Rad auf der Welle zurück schieben) und darunter ist die Welle mit einem Stückel Gewindebolzen an die nächste Eingangswelle angehangen. Welle also dort abdrehen und Richtung Motor heraus ziehen.

 

Ich muss mich immer wieder wundern, wie dünn diese Welle ist und was man für Power über das Dingen kriegt. Manche haben es aber auch schon geschafft, diese Welle weg zu drehen. Die Schäden wären aber hoffentlich harmlos und das 'Wellchen' kann eigentlich ohne Probleme getauscht werden, weil es ja angestückelt ist.

 

Frage an flatfour: ist das Wellchen immer gleich dick, also auch bei dicker Eingangswelle???


Bilder

05.02.2012 07:23    |    rudi1967

Weiteres Bild zeigt die Eingangswelle und das Kupplungs-Rückwärtsgang-Rad auch noch mal. Dahinter dann das andere Rad für den Rückwärtsgang, kaum sichtbar, das aber nicht entnommen werden muss. Bild zeigt auch, dass ich eigentlich auf der falschen Seite habe angefangen zu zerlegen. Es ist ein Kübel-Getriebe und da ist das Teller-Rad auf der anderen Seite. Übrigens ist es bei den Kübel-Getrieben extrem knapp, zwischen Teller-Rad und Rückwärtsgang-Rad. So wie ich ausgedrückt habe, gab es aber trotzdem keine Beschädigungen. Nur zum Weiter machen konnte ich den Abzieher nicht verwenden, sondern musste das Diff dann mit'n Gummi-Hammer rauskloppen. So, wie es aber im vorherigen Beitrag auf dem Bild zu sehen ist, ist es aber trotzdem richtig, wenn es ein Käfer und kein Kübel wäre. Der Achsdeckel (der mit der Halterung für das Kupplungs-Seil (wenn vorhanden)) kommt zuerst auf die Seite vom Teller-Rad drauf und dann das Differential von links in das Gehäuse. Ansonsten hat man vier Rückwärts-Gänge und einen Vorwärtsgang.:eek:

 

Man sieht auch sehr schön, wie ich das Kegel-Rad und die Anlauf-Scheibe heraus genommen habe und den Sprengring aber wieder eingesetzt, damit ich über diesen den Achsdeckel abdrücken kann. Das Loch im Achsdeckel ist nämlich zu klein, damit man direkt auf das Differential-Gehäuse drücken könnte. Auf's Kegelrad sollte man nicht drücken, weil man da direkt auf die Verzahnung der Kegelräder drückt. Das ist auch der Grund, warum man zum Beispiel beim Bremstrommel anbauen nie schlagen darf. Man schlägt dabei direkt auf die Verzahnung der Kegelräder.! Das Kegel-Rad geht manchmal auch nicht mit der Hand heraus zu ziehen. Da hat der Sprengring im Differential-Gehäuse Grat gedrückt. Diesen muss man vorher abschmörgeln. An der Delle für die Arretierung der Anlauf-Scheibe sieht man in meinem Bild sogar noch etwas Grat, den ich meine. Wie gesagt: FUCKY Pendelachse.:o

 

Das nächste Bild zeigt, dass das Kegel-Rad gerade so durch den Achsdeckel heraus geht, ein Ausdrück-Werkzeug, mit dem man also direkt auf das Differential-Gehäuse drückt gar nicht zu bauen geht. Frag mich immer, wie das Original-VW Werkzeug dazu aus sieht. es scheint mir aber, die drücken bei VW direkt auf die Kegelrad-Verzahnung.:o

 

Das letzte Bild zeigt, dass es unterschiedlich grobe Verzahnungen auch an den Kegelrädern gibt. Guckt mal genau hin,... das rechte ist vom Kübel und hat weniger, aber grobere Zähne. Zu sehen ist dort auch noch mal der Sprengring und die Anlauf-Scheibe, sowie die Farbmarkierung auf der Antriebswelle. Die gibt es nämlich in unterschiedlichen Maßen, die gepaart sind, mit den Kegelrädern, die auch Farbmarkierungen haben. Da füllt sich dann langsam der Kopf, mit den vielen Info's.:p

 

@flatfour: habe hier noch mal Pendelachs-spezifisches eingefügt, damit ich nicht die Massen irritiere, wenn Du dann das Schaltgetriebe zerlegst. Sonst platzt denen der Schädel.



05.02.2012 08:31    |    flatfour

Wiedermal danke, rudi.

Gut, hätte ich mir sparen können, aber mehr oder weniger ging es hier um die Art und Weise wie man Lager auszieht, um sie z.B. nochmal zu verwenden(wenn es die nicht mehr gibt) bzw. die überhaupt raus zu kriegen; die sitzen bombenfest drin. Der Brenner ist kein fake!

Das R.-Zahnrad dagegen ging hier leicht mit'n Schraubezieher runter. Wenn es schwerer wird, kann man ja 2 nehmen.:) man macht nix kaputt. 

Was noch fehlt kommt noch.

Und...natürlich der Anfängerfehler : man MUSS die nicht ausbauen. 1.x macht man es aber. weil es vermeintlich muss-  hat sich jetzt ja erledigt für die Leser-oder?


05.02.2012 08:40    |    rudi1967

Die Rückwärtsgang Welle heraus zu nehmen ist trotzdem aber nicht verkehrt. Es erleichtert die Reinigung des Getriebes, wenn man auf 'klinische Sauberkeit' im Inneren des Gehäuses aus ist. Teile aber nicht mischen, mit einem anderen Spender-Getriebe. Diese Welle wurde von VW sehr oft verändert.


16.05.2013 10:33    |    A4duke

flat, hätte da Getriebe für dich...kann dir aber kien PN schicken


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