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Fahrerflucht aus dem Alltag

Alltägliches aus den Bereichen Fahrspaß und Fahrfrust. Fahrzeugtests. Meinungen. Kommentare.

06.08.2013 11:42    |    cAs9r    |    Kommentare (26)    |   Stichworte: BMW, BMW i, BMW i3, Elektromobilität, Zukunft

Die Gegenwart sieht so ausDie Gegenwart sieht so aus

 

Das klassische Automobil büßt seinen ehemals unantastbaren Status selbst im Erfinderland Deutschland in rasanter, teilweise in nicht möglich geglaubter Weise ein. Neuwagenzulassungen sind auf dem niedrigsten Stand seit Jahren, ein erneuter Aufwärtstrend scheint für längere Zeit nicht in Sichtweite. Bereits heute gilt der europäische Markt als hoffnungslos übersättigt – das Geschäft boomt nur noch in Schwellenländern wie China, Russland, Indien und in Südamerika. Gerade jetzt bringt BMW seinen kleinen i3 auf den Markt. Ein Kurzschluss? Oder mutiges Vorreitertum? Schau‘mer mal…

 

Als ich meinen Führerschein vor knapp 7 Jahren bestanden habe (...bin ich alt), war die Rangordnung in der gymnasialen Kollegstufe klar gesetzt: Autobesitzer waren irgendwie „cooler“ als Fahrradfahrer und Fußgänger. Stolz präsentierte der 18-jährige Schüler sein motorisiertes Vehikel und zog die Aufmerksamkeit auf sich. Die Mittagspause wurde für Spritztouren zum nahegelegenen Fast-Food-Restaurant genutzt und das in Rekordzeit mitgenommene Essen wurde mit offener Kofferraumklappe und dem Sound der neu eingebauten HiFi-Anlage genossen. Dreist wurde mit dem eigenen Fahrzeug auf dem Lehrerparkplatz geparkt und es gab schon mal den einen oder anderen Zwist mit einem Lehrbeauftragten, der seinen Parkplatz morgens vor lauter Schülerautos nicht mehr finden konnte. Mittlerweile prägt ein anderes Bild die Lehranstalten von heute. Es sind augenscheinlich weniger Autos auf dem Schulgelände geworden, viele davon sind älteren Baujahres. Der Generationenwechsel von Y zu Z hat bereits stattgefunden, eine andere Gesellschaft hat sich entwickelt. Bezeichnend hierfür folgende Szene als ich letztens zu Fuß auf dem nach Hauseweg war: Ein Renault Clio, dessen Baujahr ich vor der Wahl Gerhard Schröders zum Bundeskanzler einordne, schleicht an mir vorbei. Am Steuer: Ein männlicher Fahrer, wahrscheinlich keine 20 Jahre alt. In der Hand: Ein brandneues Smartphone koreanischer Bauart, dessen Wert den des motorisierten Vehikels aus Frankreich wahrscheinlich um das Fünf- oder Sechsfache übertrifft. Abgesehen davon, dass die Preise für mobile Endgeräte in den letzten Jahre massiv gestiegen sind und junge Leute bereit sind, dafür sehr viel Geld auszugeben, befindet sich der Gebraucht- und Neuwagenmarkt seit geraumer Zeit im Niedergang. Immer weniger junge Erwachsene sind bereit, ihr Gespartes in ein Auto zu stecken. Der Unterhalt des eigenen Fahrzeugs ist ihnen schlicht zu teuer – und das ist es der kommenden Generation nicht Wert. Das Auto hat seine Daseinsberechtigung natürlich noch lange nicht verloren, wohl aber seinen altehrwürdigen Status.

 

Wie geht es weiter mit der Deutschen Lieblingsspielzeug? Wo steht das Auto in zehn, zwanzig Jahren? Sind die Alternativen begehrenswert? Fragen über Fragen, die sich nicht genau beantworten lassen. Sicher ist eines: Der Individualverkehr wird weiterhin Bestand haben – zu sehr ist unser Leben darauf ausgerichtet. Steigende Benzinpreise, überfüllte Innenstädte und die immer wieder diskutierte PKW-Maut werden letztlich dafür sorgen, dass zwangsläufig über alternative Fortbewegungsstrategien nachgedacht werden muss. Es wird bereits fleißig an Modellen gearbeitet, wie die ideale City der Zukunft aussieht: Weitgehend befreit vom urbanen Individualverkehr und fokussiert auf das Kollektiv, sprich die gemeinsame Fortbewegung oder auch öffentlicher Nahverkehr. Das bisher hauptsächlich durch mangelhafte Abdeckung oder Umsteigeorgien in Verruf geratene System müsste komplett restauriert werden – vorbei die Zeiten der unflexiblen, festgeplanten Busroute. So zumindest der Plan einiger Weltverbesserer. Doch kann sich der gemeine, doch recht in Routinen versessene Deutsche dazu durchringen? Wie weit würden wir uns quasi selbst aufgeben? Den Egoismus hinten anstellen? Wirklich? Darüber lässt sich selbstverfreilich nur mutmaßen und vortrefflich streiten. Während die junge Generation bereit ist, größtmögliche Freiheit durch Individualverkehr aufzugeben und Kompromisse eingeht, sieht es beim Großteil der alternden Bevölkerung wohl anders aus. Zu sehr ist man an die automobile Welt gebunden – so zumindest der Anschein. Muss diese Erscheinung der Neuzeit unverändert beibehalten werden? Werden unsere Innenstädte weiterhin von lärmenden Otto- und Dieselmotoren belästigt?

 

Ausgerechnet der Hersteller, der sich über Jahre hinweg durch leistungsstarke Verbrennungsmotoren profiliert hat, macht noch in diesem Jahr den Anfang, alles, aber auch wirklich alles, zu revolutionieren. Während andere Konzerne noch mit sich und dem reinen Elektromotor im Unreinen sind und die Produktion auf quietschgelbe, unbezahlbare Prototypen beschränken, dreht der BMW i3 bereits munter Testrunden in der realen Welt. Der aus Kohlefaser, ja, wohl nicht wie bei Stahl und Aluminium üblich gepresste, sondern aufwendig gebackene quirlige Kleinwagen geht zur Zeit in die finale Erprobungsphase und wird ab Herbst dem zahlungswilligen Kunden in zwei Varianten zur Verfügung stehen. Mit und ohne Verbrennungsmotor – halt, wie war das? Verbrennungsmotor? Genau. Richtig gelesen: Der als Reichweitenverlängerer (oder neudeutsch: Range Extender) bezeichnete Motor lädt die Batterie und sorgt so für fast angstfreie elektrische Fahrt, sollten die Lithium-Ionen-Zellen einmal leer laufen. Klingt verlockend, oder? Der bayerische Hersteller beweist mehr Mut als seine Konkurrenten. Ein Fehlschlag der „Projekt i“ genannten Baureihe kann sich das Unternehmen nicht leisten, flossen mehr als zwei Milliarden Euro in Konzeption, Planung und Produktion der i3 und i8 genannten Modelle – letzterer als prestigeträchtiger Hybrid-Sportler, der bei Erscheinen weltweit einzigartig sein wird. Genau wie der i3, der zwar in der Theorie Gegner (Opel Ampera, Renault Zoé) hat, aber deutlich ausgereifter und konsequenter auftritt.

 

BMW betreibt immensen Aufwand, um das in der Automobilwelt wohl entscheidenste Release seit Jahrzehnten nicht floppen zu lassen. Peinlich genau wird der Kunde umworben: Für längere Touren, z.B. in den Urlaub, soll ein Modell der 5er-Reihe bereitgestellt werden – quasi kostenlos – um die Reichweitenbedenken des gemeinen Käufers zu zerstreuen. Weiterhin existieren Kooperationen mit verschiedensten Unternehmen, die etwa die heute nur sehr dürftig ausgebaute, aber lebensnotwendige Infrastruktur für elektrisch betriebene Fahrzeuge, konstruieren und – kurzum – Ladestationen bauen. Letztendlich stellt sich die Frage, wie der E-Kleinwagen fahrdynamisch abschneidet. Ein BMW soll dem Käufer ein Plus an Mehrwert bieten, das billigere Konkurrenten nicht können, auch im alltäglichen Verkehr. So leistet der i3 170 Pferdestärken, was ihn nicht nur von Null auf Hundert in knapp über sieben Sekunden katapultiert, sondern auch an die Spitze der bisher verfüg- und bezahlbaren ionisierten Fahrzeuge. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei mageren 150 Kilometern pro 60 Minuten, was heißt, dass der kleine Bayer für knapp 35.000€ auf der Autobahn selbst von einem Dacia Sandero pulverisiert wird. Ist das wichtig? Ja und nein.

 

Nehmen wir den deutschen Durchschnittsverdiener als Beispiel: Er verdient weniger im Jahr als der neue i3 kosten würde. Im Zeitalter von Leasing und Finanzierung nicht mehr relevant? Nun, wohl wahr. Für wenige Hundert Euro im Monat lässt sich der elektrifizierte Kleinwagen mit der relativ hohen Silhouette abbezahlen. Selbst wenn BMW die Ankündigung umsetzt und gegen geringen Endgelt ein konventionell betriebenes Fahrzeug als Ersatz bereitstellt, wird die geringe Reichweite und die (zumindest in Deutschland) untaugliche Reisegeschwindigkeit die Kaufentscheidung negativ beeinflussen. Wer kauft einen i3, wenn er sowieso nur weite Strecken damit fahren müsste? Niemand. Und um den Wagen vor dem eigenen Haus als Schmuckstück zu verwenden – dafür ist er dem Average Joe zu teuer. Ein Fahrzeug will bekanntlich auch unterhalten werden. Jeder Autobesitzer weiß: Eine Standuhr ist teuer.

 

Wer sind dann die Käufer des kleinen Bayern? Das Potenzial, den Innenstadt- und Speckgürtelbereich einer Metropole elektrisch zu befahren ist gewaltig. Die Einsparungen an fossilen Energieträgern, die demzufolge nicht im Stop- and Go-Verkehr verschwendet werden würden, wahrhaftig gigantisch. Das E-Auto schafft das alles besser als ein Hybrid, der zwar die verbrauchsintensive Anfahrphase überbrückt, jedoch allzu häufig den Verbrennungsmotor anschmeißt – und sei es im Sommer der Klimaanlage und im Winter der Heizung wegen. Verglichen mit dem i3 sind Hybrid-Fahrzeuge wie der Toyota Prius oder selbst ein Hybrid-3er technisch gesehen geradezu anspruchslos – der Rettungsanker Ottomotor ist ja noch da, wozu also der ganze Stress? Zu den allerersten Käufern des voll-elektrifizierten Fahrzeugs werden Personen zählen, die wohl weit über dem Durchschnitt verdienen, die Extravaganz des i3 lieben und seine vorläufige Einzigartigkeit. Frei nach dem Credo: Seht her: Ich fahre rein elektrisch und nehme die Nachteile gerne in Kauf.

 

Womit wir doch wieder beim Thema Status gelandet wären. Es gibt ihn also doch noch. Nur in anderer, dem ersten Anschein nach umweltfreundlicherer, kompakterer und spannender Form.

 

Ist das Zukunft?Ist das Zukunft?


06.08.2013 13:08    |    bronx.1965

Schön geschrieben und auf den Punkt gebracht. Ich beobachte die gleiche Entwicklung. Das eigene Auto ist den jüngeren nicht mehr SO wichtig, wie das zu meiner Zeit war. Smartphone, Laptop, ein möglichst cooles Fahrrad (am besten 29" ATB mit dicken Reifen, keine Billig-Karre!), das ist angesagt.

 

Den Jungs von BMW wünsche ich auf jeden Fall Erfolg! Da hängt ja jede Menge dran. Vlt das Wohl und Wehe der ganzen Marke. Auf jedenfall Arbeitsplätze. Wird das Ding ein Flop, wehe, jeder weiss wo sich der Konzern gesund-sparen wird.


06.08.2013 13:25    |    salieridai

Ich kenne einige Leute, die haben einen Führerschein und ein Auto in der Familie, aber die fahren nicht. Ob die nicht dürfen oder ob die es nicht brauchen, das weiß ich nicht genau. Studententicket sei Dank.

 

Heutzutage ist die Verbindung von Fahrer und Gefährt auch nicht mehr so persönlich (ich bilde da ein bisschen eine Ausnahme) aber die meisten setzen sich rein, fahren, 1x im Jahr kommt das Teil in die Waschstraße und wenn der Wagen Glück hat, zur Inspektion. Dann war es das auch schon mit der Auto-Mensch-Beziehung.

 

Nix mehr selber waschen, nix mehr selber reparieren. Die neue Generation in meinem Alter hält sich größtenteils von soetwas fern. Dafür können sie alle mit ihrem Smartphone gut, auch während der Fahrt :D


06.08.2013 13:34    |    1,3er-i

Ich gebe dir volle Zustimmung mit deiner Beobachtung. Also ich finde das langsam gruselig diesen Trend. Generation YOLO, Hipster, Justin Bieber wie auch immer :rolleyes: Früher hatte man an Mopeds geschraubt und war stolz wie Oskar als man endlich fahren durfte. Auch aus der größten Rostlaube für 400 Mark machte man etwas draus denn man nutzte die Freizeit um mit Kumpels zu schrauben. Motorwechsel am Käfer wurde ohne Werkstatt erledigt daheim am Wochenende ein Kasten Bier das wars. Echt schade das Auto verliert Tag zu Tag mehr an seinem Einfluss. Wobei da auch die Hersteller schuld sind die es fast unmöglich machen selbst zu schrauben und auch die Banken Leasing sei Dank ist ein neues Auto nix sonderliches mehr. Früher wurde gespart dann ging beispielsweise Opa zu Audi und bestellte sich seinen neuen Audi 80 und bezahlte sogar bar heute undenkbar.


06.08.2013 13:44    |    flo-95

@salieridai: Was kann man denn an heutigen Autos noch groß selbst reparieren? Entweder, die sind so zugebaut, dass man nicht dran kommt oder man braucht Spezialwerkzeug. Oft eher beides.

 

Also mir ist ein eigenes Auto schon sehr wichtig und dabei reicht mir dann auch keine 200€-Kiste, sondern es musste etwas ordentliches sein.

Trotzdem gönne ich mir auch fleißig Technik-Spielzeug. Einmal im Jahr ein neues Smartphone, alle Zeit mal ein neues Tablet, alle 2-3 Jahre ein neues Notebook, dann Ende dieses Jahres wieder ein ordentlicher Gaming-PC, nächstes Jahr wieder ein ordentlicher Fernseher, etc. :D

Und dann in 2-3 Jahren wieder ein Auto. ^^


06.08.2013 14:07    |    salieridai

Bei meinem Auto kann ich alles selber machen, brauche kein Spezialwerkzeug. Weil es ein 3,40m Auto ist, sind manche Sachen etwas verwinkelt eingebaut, aber dann muss man halt eben mal ein Rad abmontieren um wo dran zu kommen oder so. Für einen geübten Schrauber kein Problem. Trotzdem kommt er jedes Jahr in die Inspektion, damit ein Meister mal ein Auge drüber werfen kann. 4 sehen mehr als 2.

 

Und es ist nichtmal ein alter Wagen wo man argumentieren könnte, damals wäre es noch anders gewesen.

 

Ich käme auch niemals auf die Idee, ein Auto zu leasen. Das ist meiner Meinung nach, außer für Selbstständige und Unternehmen, ein wenig armselig. Wenn man kein Geld für einen Neuwagen hat, dann soll man sich nicht verschulden nur um cool auszusehen.

 

Und wer an dem ganzen Verfolgungswahn nicht teilnehmen will, der braucht auch nicht jedes Jahr ein neues Smartphone.

 

(an PCs kann man übrigens auch selber basteln wenn man es gelernt hat, spart viel Kohle, man muss nicht immer neu kaufen und man weiß was man hat ;) )


06.08.2013 14:25    |    flo-95

Zitat:

(an PCs kann man übrigens auch selber basteln wenn man es gelernt hat, spart viel Kohle, man muss nicht immer neu kaufen und man weiß was man hat ;) )

Wenn der PC aber 6 Jahre alt ist, müsste man quasi alles austauschen außer Gehäuse und Festplatte, wenn man leistungsfähige Hardware haben will. ;)


06.08.2013 15:58    |    MINI_2013

Ich kann diese Beobachtungen bestätigen! Oftmals ist das neueste Apple-Gerät, der größte Fernseher, ein PC und natürlich jedes Jahr auch ein neues Smartphone wichtiger als das erste Auto!

 

Allerdings gibt es auch Ausnahmen! In meinem Freundeskreis kann man von mangelnder Verbindung zum eigenen Auto überhaupt nicht sprechen. Der Kauf meines ersten Wagens vor 3 Monaten war für mich etwas ganz Besonderes. Meiner Meinung nach kann man als Jugendlicher zu einem Auto am besten eine wirkliche Verbindung aufbauen, es schätzen, wenn man es selbst erarbeitet hat. Das Gefühl mit dem eigenen Geld das erste eigene komplett selbstfinanzierte Auto zu kaufen ist toll. Kein Leasing, keine Verschuldung, selbstständig erarbeitet und bar bezahlt!

 

Leasing passt einfach super in unsere derzeitige Lebenskultur, Konsum ohne jegliche finanzielle Deckung...Über den eigenen finanziellen Möglichkeiten zu leben ist in!

 

Wie heißt es doch so schön: YOLO! ... Ein gesellschaftliches Problem.


06.08.2013 16:10    |    flo-95

Zitat:

das neueste Apple-Gerät

Wer will denn so einen Schrott? :p

 

Zitat:

Kein Leasing, keine Verschuldung, selbstständig erarbeitet und bar bezahlt!

Gibt nix besseres. Ich persönlich würde mir privat niemals ein Auto leasen oder finanzieren. Ich bezahle lieber ein mal den Betrag bar und wenn ich es mir nicht leisten kann, wird halt etwas günstigeres gekauft.


06.08.2013 18:46    |    Gany22

Wirklich ein toller Blogbericht. Ich muss mit 21 dazu sagen, ich habe für meinen aktuellen Wagen sehr kämpfen müssen, weniger wegen den finanziellen Mitteln selbst, sondern weil es meine Eltern schlicht als unnutz im Großstadtraum, Geldverschwendung, Umweltverschmutzung usw. sehen. Da man zeitweise noch zu Hause wohnt, ich habe auf Grund meines Studiums keinen 100% festen Wohnsitz außer zu Hause, und finanziell als Student noch nicht komplett unabhängig auch ein Auto finanzieren kann,ist das Ganze einfach etwas komplexer. Inzwischen habe ich es aber komplett durchgesetzt und bin wohl in der ganzen Familie (Opa, Oma, Tanten, Onkel, Cousinen usw.) der, der wohl am meisten sich für die "Dinger mit 4 Rädern" interessiert. Abgesehen noch von meinem Stiefvater, wobei bei dem eher sein Geiz im Weg steht um irgendwas richtig teures, tolles zu kaufen.


06.08.2013 20:38    |    Ascender

Na zum Glück gibt es auch noch die anderen, Autoverrückten. Da möchte ich mich als "Jungspund" dazu zählen. Wusste schon immer, dass ich mit 18 ein eigenes Auto haben will und habe mir Gedanken gemacht wie ich das finanzieren möchte. Also habe ich mir mit 14 bereits einen Nebenjob gesucht (Zeitungen austragen). Mit 16 war ich dann in einem Lager beschäftigt. So kam der Zasta zusammen für den Führerschein und das erste eigene Auto (den ich praktischerweise von meinem Dad GEKAUFT habe - keine Schenkung!!!).

 

Vom Ersparten habe ich dann zunächst den Unterhalt bestritten und bin erstmal in den Urlaub gefahren. :)

 

Danach ging auch schon meine Bankausbildung los.

 

Jedenfalls habe ich immer sehr viel mit dem Auto gemacht. Auch so "verrückte Sachen" wie Nachts sinnlos durch die Gegend fahren - dadurch kenne ich sehr viele schöne Landstraßen auswendig.

Ich war auf diversen Rennstrecken, habe eine Europatour mit dem Wagen hinter mir. Ich stehe auch auf Altblech.

 

Facebook, iPhone und Co interessieren mich nicht. Okay, zugegeben: Ich habe ein iPhone 4, aber das nutze ich so gut wie nie. So ganz kann man sich dann doch nicht gegen die Technik verwehren. Insbesondere wenn sämtliche Freunde einem nurnoch per Whatsapp schreiben wollen. Auf Fratzenbuch bin ich nicht angemeldet. Irgendwie müssen die mich ja erreichen. ;)

Ich nutze das Handy allerdings nur um mich zu verabreden. Habe sonst kaum Apps da drauf.

 

Ich bin wirklich autoverrückt.

 

Auf den Großteil meiner Altersgenossen trifft das jedoch natürlich zu was du geschrieben hast. Es ist nicht so, dass die kein Interesse hätten sich ein Auto zu kaufen, aber oft stehen andere Dinge im Vordergrund. Und das ist noch nichtmal so sehr, dass es immer das neueste Handy sein muss - um dem Vorurteil entgegen zu wirken.

Vielmehr ist es so, dass man auf dem Weg zur selbstständigkeit seine eigene Wohnung beziehen möchte - dadurch, dass man heutzutage durch die Jobs und Studien relativ flexibel sein muss, ziehen die jungen Leute auch immer früher von zu Hause aus. ;)

Klar, ein "Hipster" (ich hasse dieses Wort) wird sich mit einem Auto anders befassen als ich.

 

Bei mir war es früher auch so: Ich kannte den Komfort eines Autos im Alltag nicht. Ich war es gewohnt überall zu Fuß hinzugehen, oder mit der U-Bahn zu fahren. Heute möchte ich das Auto nicht mehr missen. Es ist einfach zu bequem, und ich komme sehr flexibel überall hin.

 

Vom Unterhalt her bin ich jedoch auch der Ansicht, dass es langsam aber sicher unbezahlbar wird. Ich hatte ja das Glück einen relativ guten Job zu bekommen. Was machen aber die anderen? ;)


07.08.2013 08:45    |    Goify

Zitat:

Ich hatte ja das Glück einen relativ guten Job zu bekommen. Was machen aber die anderen?

Das frage ich mich auch. Gut, hätte ich weniger, käme ich vielleicht auch noch mit meinen zwei Autos hin, aber das wäre dann schon arg knapp und würde in Richtung Askese gehen: Leben nur noch für das Auto.

 

Das mit dem Auto als Lebensmittelpunkt, wie es bei manchen scheint, scheitert sicher auch bei vielen daran, dass sie zu viele andere Dinge um die Ohren haben, als das man sich so sehr mit seinem motorisierten Untersatz befassen könnte. Bei mir ist es so, dass ich tagsüber im Büro bin und abends noch das ein oder andere Projekt privat betreue, sodass man eben nicht mal zum Spaß wo hin fahren kann oder stundenlang das Teil putzt. Alle 4 Wochen Staubsauger und HDR muss reichen und kommt mal Zeit, kann man sich um die Technik/Pflege kümmern.

Daher muss man die Zeit sinnvoll doppelt nutzen, also bei der Fahrt zum/r Bauherrn/Baustelle gemütlich cruisen (morgen nehme ich mir dazu den Fiat 500C) und hat man mal ne Lücke, kann man auch mal die Fußmatten ausklopfen, oder auf Motor-Talk schreiben. :D

 

Ich sehe es bei meinem Kollegenkreis, die haben ein Haus mit Garten, was Pflege bedarf, oft Kinder, machen ausgiebige Urlaube, gehen häufig ins Konzert, treffen sich mit Freunden, treiben Sport. Da ist das Auto einfach nur noch ein Sachgegenstand, den man eben braucht um sein Leben meistern zu können.

Manche wohnen so günstig und sind auf den ÖPNV eingeschossen, dass sie nicht mal ein Auto haben, sondern sich alle paar Wochen eins aus dem Büro ausleihen (Großeinkauf, Möbelhaus).


07.08.2013 16:50    |    Sascha_R

Ich bin 42 und autoaffin. Ja, weil ich der Generation "Golf" entstamme. Es war halt eine andere Zeit, damals™. Ich liebe Autos auch heute noch, in einer Zeit, wo Autofahren immer teurer wird und zum großen Teil immer weniger Spaß macht.

Wenn ich nicht täglich familientauglich und bezahlbar 80km zur Arbeit und wieder heimwärts fahren müsste, hätt ich sicherlich einen Mustang GT vor der Tür stehen.

Ich arbeite in der Medienbranche und bis auf zwei, drei Ausnahmen sind alle meine Kolleginnen und Kollegen deutlich unter 30 Jahre alt. Die meisten besitzen zwar einen Führerschein (Einstellungsvorraussetzung) aber nur die wenigsten ein eigenes Auto. Sie legen tatsächlich auch keinen Wert darauf.

Mit 18-20 war für uns das eigene Auto doch ein Stautussymbol. Aber so kann man schön sehen, wie sich Zeiten und Werte ändern.

 

Ich bin mal gespannt, was der Generation meines Sohnes (knapp 4J.) dann in Zukunft mal wichtig erscheint.


07.08.2013 22:15    |    deni196496

Ich finde die Entwicklung traurig, dass heutzutage jeder das neueste Handy zum prollen in der Schule haben muss, aber in der Freizeit dann mit der letzten "Ranzkistn" gefahren wird. Was ist mit meiner Generation nur los... :confused:


08.08.2013 12:43    |    HerrLehmann

Hallo,

 

ein sehr gut geschriebener Artikel.

Ich denke BMW ist trotz aller Unkenrufe auf dem richtigen Weg.

Selbst wenn sich der I3 kurzfritig floppt, hat BMW einen entscheidenden Vorsprung beim Thema Elektromobilität und bei der Verarbeitung von Kohlefaser.

Dabei haben die die Wettbewerber nur den Vorsprung im Werbeclaim...

Die Idee mit dem Leihwagen für längere Strecken ist so schlecht nicht.

Vielleicht geht es wie in der IT "in die Cloud"... :)

Das heißt nicht mehr besitzen, sondern nutzen wenn man es benötigt.

 

Als Statussymbol ist doch das Auto vielleicht noch in China oder Russland gefragt...

 

Gruss HerrLehmann


08.08.2013 15:29    |    BMWRider

Zitat:

Ich finde die Entwicklung traurig, dass heutzutage jeder das neueste Handy zum prollen in der Schule haben muss, aber in der Freizeit dann mit der letzten "Ranzkistn" gefahren wird. Was ist mit meiner Generation nur los...

Na und? Früher wurde mit den Autos geprollt. Wo ist der Unterschied?


08.08.2013 15:33    |    Ascender

Oder beides. :D Mir fällt grad so ein Bild ein von einem "Schlipsträger" im SL mit nem Backstein am Ohr. Sah auch immer ultra wichtig aus. :D :D :D


10.08.2013 20:14    |    Linux_TDCi

Schön geschriebener Artikel.

 

Ich bin auch ein Jungspund, aber irgendwie bin ich da anders. Jeden Cent in den Führerschein und ins Auto gesteckt. Schon früh, Mobile und Autoscout abgeklappert, Neuwägen beim Händler angeguckt. Für mich ist Autofahren Freiheit und etwas besonderes, dass ich nicht mehr missen möchte.

 

Ja, Autofahren kostet Geld, aber ich unterhalte mein Auto komplett alleine und kann mir trotzdem Smartphone, PC, Sinnlosfahrten usw. leisten. Man muss es halt nicht hirnlos aus dem Fenster werfen, wie es manch andere tun.


10.08.2013 20:46    |    Reachstacker

Zitat:

Herr Lehmann:

Als Statussymbol ist doch das Auto vielleicht noch in China oder Russland gefragt...

Das ausgerechnet aus dem Land das 3 Statusmarken sein eigen nennt. :D

 

------------

 

@ Linux_TDCi

 

Jungspund bin ich koerperlich wohl nicht mehr, im Kopf bin ich aber noch 17 :D

Von Beruf Schrauber, Hobby: Lausbub ;)

 

Das war damals in 68 auch nicht anders. Ein Auto war Freiheit, sicherlich ging es mit Beschraenkungen auch mitn Moped. Ich denke die Kosten sind hoeher. Der Fuehrerschein war billiger und vielleicht auch einfacher. und was fahrbares konnte man fuer nen Wochenlohn kriegen.

 

Mein erstes Auto war ein Lloyd der mich 200 Mark kostete,was etwa ein Wochenlohn war.

 

Aber die Belastung eines I-Phones und eines Computers hatten wir damals noch nicht, es war vielleicht Einfacher sich auf den fahrbaren Untersatz zu konzentrieren.

 

 

 

Gruss, Pete


11.08.2013 09:53    |    Dr Seltsam

Da ich mich eh grad eingeloggt hab, möchte ich meine Meinung noch ein mal in den Raum werfen.

 

Früher hab ich auch nicht wirklich verstanden, warum viele Jugendliche kein oder nur ein sehr geringes Interesse am Auto haben. Seit 3. Monaten versteh ich es etwas besser. Oder besser gesagt, sogar sehr gut.

 

Hintergrund ist der, dass mein alter Fiesta verstorben ist, da die Werkstatt 2010 massiv gepfuscht hatte und eine Rostvorsorge für den Wagen völlig vergeigt hatte. Statt abschleifen, Rostumwandler und neuer Rostschutz, wurde nur der alte Rostschutz abgetragen und neuer aufgesprüht. Der Rost konnte so unbemerkt weiter werken und eines morgens wacht man auf und sieht wie plötzlich überall der Rost unter dem Auto hervorbricht. Exitus, nichts mehr zu retten.

 

Und unter anderem wegen solcher Sachen vergeht selbst mir als passionierter Autofahrer langsam die Lust am Auto fahren. Man rennt, selbst als Mensch mit etwas Sachkenntnis, nur noch den Werkstätten hinterher. Man hat keine 3 Minuten ruhe, muss den Deppen andauernd auf die Finger schauen und darf an allen Ecken und Enden zahlen, löhnen und Geld ausgeben. Und nein, man kann nicht alles selber machen, allein die dafür benötigte Ausrüstung hat kein normaler Mensch bei sich auf dem Hof, von dem Fachwissen mal abgesehen.

 

Dazu kommt die anhaltende Hexenjagd auf Autofahrer, eigentlich ist egal was, immer der Autofahrer schuld. Die Innenstädte werden immer autounfreundlicher, überall wird das Auto ausgesperrt und NRW hat jetzt auch noch das Gesetz gekippt, dass nur an Unfallschwerpunkten und Gefahrstellen geblitzt werden darf. Mit der Folge das wir hier jetzt an Punkten Fotomaschinen stehen haben, wo in 10 Jahren noch nicht mal ein Reifenplatzer passierte.

 

Darüber schwebt andauernd die immer wieder angedrohten Anforderungen wie jährlicher TÜV, Ausweitung der TÜV-Prüfung (und somit ihres Preises), PKW-Maut, E-10 und anderer Dreck der das Leben mit dem Auto nur noch teurer macht als es ohnehin schon ist.

 

Dafür bekommt man als Gegenleistung noch mehr Schlaglochpisten, Baustellen und ungezügelte Hasstiraden von irgendwelchen radelnden Gutmenschen im Internet. Stirbt in Köln ein Radfahrer ist sofort alles auf den Barrikaden und es geht ein Geheule los, natürlich auch mit der üblichen Prügel für die KFZler. Stirbt ein Autofahrer in einem der vielen Baustellenrückstaus, ist das eben normal.

 

Natürlich, ein Auto ist maximalle Freiheit. Aber es wird auch immer kostspieliger und nervenaufreibender diese aufrecht zu erhalten. Entweder man wird von den Werkstätten und/oder Herstellern verarscht (DSG, Steuerkette, ihr kennt das Lied) oder irgend eine Behörde will schon wieder Geld. Manchmal wünsch selbst ich mir mittlerweile, dass ich nicht auf das Auto angewiesen wäre und ich die Kiste verkaufen könnte.

 

Es macht einfach keinen Spaß mehr, besonders in NRW. Ich hoffe das, wenn ich in einem halben Jahr von hier weg ziehe der Spaß vielleicht wieder kommt. Ansonsten und sofern ich einen innerstädtischen Arbeitsplatz wie z.B. in Dresden finde wäre es vielleicht wirklich eine Idee mal das Auto eine Zeitlang aufzugeben. Kein Bock mehr auf dieses andauernde zahlen, zahlen, zahlen.


11.08.2013 11:06    |    Bayernlover

Ach Doc :) Vielleicht tut dir die Ortsveränderung ja wirklich ganz gut, in Dresden ist auch alles geruhsamer und nicht so hektisch. Aber die Freude am Auto fahren verlieren? Ich hab sie gerade so richtig entdeckt :)

 

Allerdings fahre ich nie durch Städte, meistens eher Landstraßen. Das ist noch wirkliche Freiheit!


13.08.2013 12:22    |    HerrLehmann

Zitat:

Dresden ist auch alles geruhsamer und nicht so hektisch.

Kann ich als "Betroffener" so nicht bestätigen. :D

Hier wirst Du in der Innenstadt auch massiv behindert durch Ampelschaltungen die den ÖPNV bevorzugen.

Zum Teil recht sinnfrei, das man 3min und länger an einigen Ampeln steht.

 

Aber dafür haben wir den ÖPNV sehr gut ausgebaut, so dass die Fahrt mit dem Auto in die Innenstadt wenig Sinn macht.

 

@ Doc: tut mir leid für den Fiesta. Aber das Leben eines Ford ist endlich... hab selber zwei gehabt.

 

Gruss HerrLehmann


13.08.2013 12:30    |    Ascender

Herr Lehmann, fahr mal bitte nach Köln - da wohnt zur Zeit nämlich der Doc. Und da bin ich ganz ehrlich: Köln ist die allerschlimmste Autofahrerstadt in Deutschland. Ich bin ja wirklich einiges gewohnt, aber ein derart konfuses Verkehrsnetz, so viel Stau und so wenig Parkplätze für so viele Autos habe ich selten gesehen. :D

 

Dresden ist dagegen "Pillepalle". Alles gut ausgebaut - und wenn man dann mal an der Ampel etwas länger und unnötig steht, ist das völlig egal. In Köln tut man das ja auch. :D :D :D


13.08.2013 15:10    |    HerrLehmann

Nee nach Köln will ich nich.

Da is ja nix... :D

 

und ich hasse Karneval...


13.08.2013 16:11    |    Dr Seltsam

Muss ich Ascender aber recht geben. Ich war nun in allen 16 Bundesländern, hab viele Städte erlebt. Aber Köln packt eben alles auf einen Haufen. Endlose Baustellen, rote Welle, Fahrradfahrer aus allen Richtungen ohne Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer, versteckte Blitzer, Einbahnstraßenwirrwarr und fausttiefe Schlaglöcher. Gerne mal auch ne abgefräste Fahrbahndecke ohne Warnung, so das man Nachts schon mal unvermittelt auf die Betonkante knallt wenn die Fahrbahndecke weitergeht. Oder die Fahrbahn is abgefräst, der Gulli aber noch auf alter Höhe. Schon geil wenn Nachts um 3 plötzlich aus dem nichts ein Stahlkasten 10 CM aus dem Boden guckt mitten auf der Straße. HART STEUERBORD HERR KALEU :D

 

Dresden, meine Heimat. Ein Paradies. Die Stadt is so einfach, dass ich mich am Anfang immer erst mal einen riesen Umweg mach, weil ich mich erst an die simple Straßenverkehrsführung gewöhnen muss :D

 

Woran du auch siehst das Köln n Alptraum is: Immer wenn ich mich dank 2 Jahren Kuriererfahrung ohne Karte und Navi zielgenau durchs Moloch kurbel, fällt meinen Mitfahrern (die auch seit Jahren hier wohnen) der Kiefer in den Fußraum. So "problemlos" durch Köln is für viele schwarze Magie :D ;)


14.08.2013 10:16    |    Rockport1911

Ich möchte mal behaupten das Autos früher billiger waren und auch im Unterhalt weniger kosteten. Vielleicht war es früher unbeschwerter, ein Auto noch was richtig besonderes.

Heute guct niemand mehr wenn jemand im Einheitsbreikompaktwagen vorgefahren kommt, wer sich etwas aus dem Fenster lehnt bekommt sofort den Sozialneid zu spüren.

 

Ich würde den Zustand "billiges Auto/ teure Unterhaltungelektronik" aber nicht verallgemeinern, aber ein mobiles Endgerät mit Internetzugang möchte auch Ich jetzt nicht mehr missen. Viele geben auch gerne mehr Geld für Flatscreens, Laptops oder Tablets aus.

Die Prioritäten haben sich eben verändert.

 

 

@DR. Seltsam: Schön mal wieder was von dir zu lesen, dachte schon du hättest dich verfahren :)

 

EDIT: Was der Fiesta ist tot? I thought it would go on forever....


14.08.2013 12:06    |    Dr Seltsam

@ Rockport: Jep, der Fiesta ist hin. Die ganze Leidensgeschichte bis hin zum neuen ist hier zu lesen:

 

http://www.home-of-the-spartans.de/blog/

 

Und wer nur die "finale Diagnose" lesen möchte, der schaut bitte hier:

 

http://www.home-of-the-spartans.de/2013/05/09/götterdämmerung/

 

http://www.home-of-the-spartans.de/.../


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