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Fahrerflucht aus dem Alltag

Alltägliches aus den Bereichen Fahrspaß und Fahrfrust. Fahrzeugtests. Meinungen. Kommentare.

11.07.2014 23:21    |    cAs9r    |    Kommentare (20)    |   Stichworte: A-Klasse, Impression, Mercedes, Mercedes A45 AMG, R4T, Test, Testbericht, W176

...Allradantrieb...
...Allradantrieb...

Der Mercedes A45 AMG bricht mit alten Tugenden. Turbo-Vierzylinder statt V8-Saugmotor. Aufwendiges Allradsystem statt simpler Hinterradantrieb. Schafft es die 360-PS-Knallbüchse aus Affalterbach ein richtiger AMG zu sein? Wir haben sie eine Nacht lang ausprobiert.

 

Sirren, Brabbeln, Rauschen, Fauchen und Knallen. Das ist der Soundtrack der AMG-A-Klasse von Mercedes. Das helle Getriebejaulen im Leerlauf, das dumpfe Brabbeln des vierrohrigen Auspuffs stellen klar: Das ist kein normaler „A“, der sich hier im Stuttgarter Verkehrs-Dickicht warmläuft. Das Turbo-Rauschen und Fauchen zieht ungewollt die Blicke der Passanten auf den schneeweiß lackierten Kompaktsportler. Das unhöflich laute „Peng“ (ja, wirklich) beim Gangwechsel des Doppelkupplungs-Getriebes führt zwangsläufig zur Frage: „Hoppla, was haben wir denn hier?“

 

Dieser Mercedes fällt bereits von Weitem auf. Die mattschwarzen und 19 Zoll großen Vielspeichen-Felgen schlucken das verbleibende rötliche Licht der untergehenden Sonne. Der A45 AMG duckt sich, kauert nah am Asphalt. Die Affalterbacher haben den schmucken Kompakten straffer abgestimmt und tiefergelegt – niedriger Fahrzeug-Schwerpunkt lautet hier das Stichwort. Die gesamte Vorderachse wurde neu konstruiert. Verstärkte Komponenten sollen die Fahrdynamik verbessern und zudem auch standfest sein. Standfest gegen die umvermeidbare sportliche Gangart. Und standfest gegen die Gewalt des – gemessen an der Literleistung – stärksten Serien-Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotors aller Zeiten.

 

181 PS pro Liter sind ein Machtwort!

 

Mit einer 181 PS pro Liter und demzufolge mit insgesamt 360 PS (1.991ccm) setzt sich der Mercedes A45 AMG an die Spitze der Hot-Hatchbacks. Da können BMW M135i (320 PS) und Audi S3 (300 PS) nicht mithalten. Zahlen beiseite, wie fühlt sich das an? Während in den unteren Drehzahlregionen eher ein laues Lüftchen weht, tobt ab 4.000 Touren ein Orkan mit Windstärke 12 durch die Brennkammern. Aus dem Stand soll es von Null auf 100 in nur 4,6 Sekunden gehen. Leider können wir es heute nicht ausprobieren. Das Getriebe mimt den Spaßverderber und erlaubt keinen automatisierten Startvorgang („Launch Control“) – und das ohne Erklärung. Doch das spielt vorab keine Rolle mehr. Wir befinden uns auf der leeren Autobahn.

 

Es ist kurz vor halb 10, die Sonne ist beinahe vollständig untergegangen. Ein roter Schimmer tief unten am Horizont. Ihr letztes Lebenszeichen an diesem milden Sommerabend. Der Rest des Himmels wird langsam von einem dunklen Blau übermannt, wie es sonst nur in der Tiefsee zu sehen ist. Der Motor röchelt leise, das dumpfe Wummern der Performance-Auspuffanlage dringt in den Innenraum. Aus der Harman-Kardon-Anlage plätschert Oliver Koletzkis „U-Bahn fahren“. Die Tacho-Nadel zeigt 130 km/h. Das weiße Schild mit diagonalen, Grau gefärben Linien kommt in Sichtweite. Endlich! Mit einem leisen „Klick“ schalten wir das 7G-DCT (Dual Clutch Transmission) in den Sportmodus. Ein rotes „S“ leuchtet im Kombiinstrument neben der Ganganzeige auf. Der A45 AMG schärft seine Sinne – die Auspuffklappen öffnen sich. Die Tonlage des intern M133-getauften Motors wird zu einem heißeren Röhren. Wie ein Sprinter im Startblock wartet er gespannt auf unseren Befehl.

 

Der rechte Fuß fällt auf das Gaspedal und drückt es voll in Richtung Bodenblech. Vom siebten zurück in den dritten Gang. Un das in weniger als einer halben Sekunde – nicht schlecht. Wie unter Dauerfeuer begleiten Getriebe und Auspuff die Beschleunigungs-Orgie: „Peng, Peng, Peng“. Der rote Zeiger im Tacho rast im Uhrzeigersinn auf die Spitzenmarkierung (320 km/h) zu, der Drehzahlmesser rauscht immer wieder auf die magische 6.250/min-Markierung zu, fällt dann ohne Zugkraftunterbrechung kurz ab und beginnt die Zeremonie von neuem – irre!

 

262 km/h auf der Autobahn - in einer A-Klasse

 

Das Zweiliter-Aggregat muss heftige 1,8 bar maximalen Ladedruck aushalten. Im Nu beamen wir uns auf 262 km/h. Erst dann stoppt der Vortrieb. Und das obwohl schon bei 250 km/h Schluss sein sollte. Ein paar Kilometer pro Stunde extra für’s Prestige und für die Autobahn. Deren linke Spur gehört nun allein dem Mercedes A45 AMG, heute ist niemand schneller als er. Ein BMW versucht für einen Augenblick mitzuhalten. Er scheitert frühzeitig. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung geht diesem Turbo-Triebwerk bei höheren Drehzahlen nicht die Luft aus. Bei 5.000/min legt er sogar noch eine Schippe nach, fast wie ein Saugmotor. Geht der Fuß unter Last abrupt vom Gaspedal, sprotzelt der Kleine wie ein Großer aus seinen Trapez-förmigen, geschwärzten Endrohren.

 

Im Augenwinkel huscht zwischen vereinzelten roten Rücklichtern ein blaues Schild vorbei: Würzburg, 15 km. Wenige Minuten später nehmen wir ungebremst die Abfahrt Würzburg-Heidingsfeld, eine langgezogene Rechtskurve. Hier fühlen wir uns dank der perfekten Straßenlage des A45 wie Sebastian Vettel, wenn er im RB10 durch die Eau Rogue in Spa-Franchorchamps brettert. Nur sind wir dank des Mercedes-Motors wahrscheinlich schneller. Auf die lange Rechtskurve folgt eine sehr enge 90-Grad-Links.

 

Scharf anbremsen, hier wird das Heck aufgrund der ungünstigen Gewichtsverteilung (61,8 : 38,2) verdächtig leicht. Lenkrad abrupt nach links drehen, Fuß vom Gas lupfen – der AMG dreht sich bei abgeschaltetem ESP willig ein. Eine wunderbare Sache, außer für Fahranfänger. Die sollten besser die Finger vom Knopf lassen, der das Stabilitäts-Programm deaktiviert. Ansonsten endet die anfängliche Euphorie ruckzuck in einem fulminanten Dreher. Erfahrene Fahrer fangen den Heckschwenk gekonnt mit Gegenlenken ab. Einen großen Anteil daran hat die direkte, aber nicht zu spitze Lenkung der kompakten Knallbüchse. Die „Sport-Parameterlenkung“ bietet gute Rückmeldung, dürfte jedoch etwas schwergängiger sein.

 

Der A45 muss sich nicht beweisen, wenn er nicht will

 

Vollgas noch vor dem Kurven-Scheitelpunkt. Untersteuert der A45 mit um Gnade winselden Reifen? Nicht im Gültigkeits-Bereich der StVO. Der „4matic“-Allradantrieb zieht den beinahe 1,6 Tonnen schweren A45 zum Kurvenausgang wieder gerade. Grüß Gott, Würzburg. Wir passieren, von Zwischengassalven beim Herunterschalten begleitet, das gelbe Ortsschild. Jetzt gilt das 50-km/h-Limit. Etwas verwirrend nach 40 Minuten mit mehr als 200 Sachen auf dem Tacho, aber der Mercedes A45 AMG kann im „Comfort“-Modus ebenso innerhalb der Ortschaft ruhig entlanggondeln. Man mag es kaum glauben. Auch dieses Gelassene, Ruhige ist ein Indiz dafür, dass der 45er ein waschechter AMG ist. Er muss sich nicht beweisen, wenn er nicht will.

 

Auf zur Festung Marienberg, die bei Nacht einen besonders schönen Ausblick auf die unterfränkische Stadt bieten soll. Das Problem daran? Das Kopfsteinpflaster des Burgwegs. Aber stopp! Ist das nicht die ideale Gelegenheit, das Fahrwerk der A-Klasse einem richtigen Härtetest zu unterziehen? Wie hatte einst Martin Winterkorn die Lenksäulenverstellung eines Hyundai beurteilt? „Da klappert nix!“ Auch der A45 AMG klappert und verwindet sich nicht beim Überfahren des historischen Straßenbelags. Im Gegenteil: Trotz nicht-adaptiven Sport-Fahrwerk kommt er mit den teilweise dreist herausstehenden Steinen gut klar. Die Insassen schüttelt’s dennoch a bissle durch – die „Magic Body Control“ aus der S-Klasse hat der 45er zum Glück nicht.

 

BMW und Audi, könnt ihr den 360-PS-Teufel hören?

 

Am Parkplatz der Veste angekommen erblickt das Auge einen schmalen, aber befahrbaren Tunnel noch weiter dem Himmel entgegen. Jetzt sind wir ganz oben, historisches Gemäuer umzingelt den Sternen-Sportler. Den Motor ausschalten, dem Knistern des Auspuffs lauschen, die Ruhe genießen. Was für ein Abend! Noch eine Zigarette, ein genüsslicher Blick über Würzburg. In schemenhaftes, orange-farbenes Licht eingebettet liegt die Stadt unter der mittlerweile tiefschwarzen Decke. Die Sterne funkeln hell. Sie leuchten uns später noch den Weg nach Hause. Uns, die mit der kleinen A-Klasse. Und mit dem großen Zentralstern. Der leuchtet – zumindest fahrdynamisch – genauso hell wie all die anderen Planeten.

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12.07.2014 08:16    |    nochn_alter_Sack

Jetzt weiß ich wieder, warum ich die ganzen voreingenommenen Berichte der verschiedenen Autotester nicht mag. :confused:


12.07.2014 09:02    |    Sachte

Ja da hast du Recht. Aber viele differenzierte Wahrnehmungen helfen der eigenen Meinugnsbildung. An die Abenteuergeschichten von Jules Verne kommt man eh nicht dran ;)

Differenziert:

http://www.motor-talk.de/.../...-amg-edition-1-testfahrt-t4625486.html


12.07.2014 12:15    |    X-Drive99

Hallo!

 

Ein gut geschriebener Artikel und gute Bilder! Danke! :)

Was mir beim A45 nicht mehr aus dem Kopf geht, sind die 181 PS pro Liter. Das ist wirklich ein Spitzenwert und klingt sehr attraktiv. Man möge dabei beachten, dass ein S65 AMG "nur" 105 PS pro Liter leistet. Selbst ein Bugatti Veyron mit 1200 PS kommt an diese Leistung nicht ran. Da sieht man, was AMG geleistet hat. :)

 

Viele Grüße Nick


12.07.2014 16:43    |    Sachte

Aha? Was AMG geleistet hat wird man sehen, wenn die Antriebe auf die 70Tkm zugehen.

 

Die fahren 1.8bar. Mit dem Druck bringst du jeden 2Lturbo auf die Leistung. Es geht nur darum wie lange :)


13.07.2014 02:39    |    logoft

Ich hatte ein Spaßtag bei Mercedes gebucht. Bin etwa 5 Minuten diesen gefahren. Was mir gefällt ist das die A-Klasse so ganz andes aussieht. Ich hoffe sehr das diese A-Klasse endlich nicht rostet.

 

Ich suche zur Zeit immer noch ein Auto. Die AMG A-Klasse sieht innen echt gut aus, die roten Nähte echt ein Hingucker. Leider bin ich nicht reich. Die AMG A-Klasse ist vom Grundpreis "billig". Aber so ein nacktes Auto will später niemand kaufen. Und sokommt die Krawall Maschine locker auf 70'000 Euro. Die habe ich leider nicht.Ich würde lieber eine moderne A-Klasse kaufen als eine 15 Jahre alte Krawallmaschine.

Leider wollen die Leute Luxus im Auto, angefangen von Leder bis zu Felgen die nur geklaut werden.

Würde ich morgen im Lotto gewinnen wäre ein A AMG 45 bestellt. Obwohl ich Tubolader ablehne.

Das Gesicht der A-Klasse paßt zu Mercedes. Mercedes baut formschöne Autos. Ich finde die A-Klasse ist zu 100 Prozent gelungen.

 

Und immer diese Nörgler der Moror hält nicht. Ich habe mal gehört das Rennwagen alte Bauteile nehmen, weil die alle Spannungen verloren haben. Ich denke wenn ein 1er Golf <1000> PS haben kann oder ein blauer Audi A3 <800> PS, dann kann eine poplige A-Klasse locker 360 PS.

Ich würde lieber ein AMG kaufen als ein auf Verdacht getuntes Auto.

Mercedes hat vor dem <20> Jahre Rostproblem treue Kunden gehabt, das finde ich ist Qualitätsbeweis genug!!


13.07.2014 09:59    |    Sachte

Ja aber die ist nicht aus alten Bauteilen gebaut :) Könnte sein, daß es mit der wie mit Wein sein wird. Oder alten Ferraris. Die Exemplare die 3-4 Jahre technisch unbeschadet überleben werden als Gebrauchte teurer als Neuwagen ;)

 

Ja... Es baut heute aber KEINER MEHR so Autos wie vor 20 Jahren. Benz hatte auch massivere (als andere :D) Elektronikprobleme und immernoch treue Kunden. Da bestehen nicht zwangsläufig Zusammenhänge ;) BMW hatte/hat andere Probleme und hat auch treue Kunden. Selbst für VW gilt das (wo man denen ja nachsagt, die hätten die meisten Probleme :))

Das ist also keine Argumentation die den Namen verdient hätte.

 

Niemand sagt doch, der Motor hält. Viele Fragen sich nur, ob der entsprechend lange hält ;)

 

Und wenn ich in Lotto gewinnen würde, ich würd mir eher einen schnuckeligen C63 AMG holen. Den A45 würde meine Frau bekommen :)


13.07.2014 17:18    |    SCOPE

@logoft

Und genau für diese 70.000 EUR eines A45 würde ich die Corvette C7 nehmen. Meistens fahre ich alleine oder zu zweit. Dafür habe ich dann einen V8 mit 100 PS mehr.

 

Gruß SCOPE


13.07.2014 20:52    |    heizölraser

danke für den eingefärbten aber blumigen bericht :)


14.07.2014 13:53    |    ChefvonAllem

Danke für den Bericht! Ich habe selber schon zwei Exemplare gesehen oder wohl eher gehört, und für nur vier Pötte ein echt annehmbarer Sound. Von den Fahrleistungen her ein echt kleines Monster, welches selbst stärker motorisierten Fahrzeugen Probleme bereitet. Andererseits wäre ich mir nicht sicher ob ich soviel Geld für einen Kompaktwagen mit "nur" vier Zylinder ausgeben würde.


15.07.2014 06:42    |    MGeywitz

Klasse berichtet. Man fühlt die Strasse förmlich und kann sich bei Deinen Schilderungen gut vorstellen, welche Freude das gemacht hat.

Ob das Fahrzeug sein Geld wert ist, überlassen wir einfach mal dem Interessenten für solcherart Fahrzeuge.


17.07.2014 07:21    |    A3T

Schöner Bericht.

 

Für einen Testbericht mag die Akustik des AMG vielleicht ok sein. Ich habe jetzt schon 2 Fahrzeuge im vorbeifahren gehört (1x in der Stadt, 1x BAB). Das ist nur noch prollig.

 

Zielgruppe sind anscheinend reiche Söhne zwischen 18-23 Jahren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand anderes das Geschrei des Motors auf Dauer haben will;)

 

Da ist mir mein 6-Zylinder lieber; weniger aufdringlich und wenn er ausgedreht wird klingt er trotzdem besser ;).


17.07.2014 14:06    |    Ale Petacchi

Sehr schön geschrieben, Kompliment! ;)

In der geistigen Wüste der Forenlandschaft eine wahre Wohltat :rolleyes:

 

Auch wenn ich mit dem Geschriebenen nicht zu 100% einverstanden bin.

Ich fand das Handling des A45 AMG nicht sehr unterhaltsam (recht stark untersteuernd). Den Motor und den Sound dafür umso mehr... Richtig cool gemacht.

Allerdings ist ein M135i nicht wesentlich langsamer, auf kurvigem Geläuf schon gar nicht.

Und mit R6-Motor, Hinterradantrieb und 6-Gang Handschalter ist er für rund 20'000.- weniger das ziemlich ultimative Spassgerät.


20.07.2014 19:07    |    Sachte

@Ale Petacchi

Wunschdenken ;)


04.08.2014 16:37    |    cAs9r

Danke für das Feedback - egal ob positiv oder negativ ;)


17.08.2014 01:45    |    ahartmann

Ich habe mir den Giftzwerg am Dienstag neu bestellt, obwohl ich nicht von Beruf Sohn bin ;) Am 2.9. ist bereits Termin zur Werksabholung in Rastatt. Bedenken wegen der Standfestigkeit des Motors? Ach was, das sind Stammtisch Parolen! Da steht AMG dran, die riskieren sicher keinen Flop mit so einem Fahrzeug. Ich habe mich übrigens bewußt GEGEN den C63 AMG und FÜR den A45 AMG entschieden, er ist einfach das geilere Fahrzeug!


18.08.2014 12:12    |    Sachte

Die Stammtischparole ist "Da steht AMG dran" :)

 

NIEMAND riskiert Flops, aber heute werden 40%-50% der Bauteile nur auf dem Rechner getestet...


18.08.2014 20:51    |    tauro2000

jungs wenn ihr den A45 nicht haben wollt, okay. Aber ihr müsst es doch nicht allen noch mitteilen.:-)

 

Fakt ist vor ein paar Jahren hat keiner mit gerechnet das AMG so ein Auto baut.

Es zeigt einfach Mut von AMG das Auto zu bauen. Von den Absatzzahlen her ist es ein voller Erfolg.

 

Die Zielgruppe von AMG für den A45 sind Leute ab 30 Jahren aufwärts.

 

Zitat: "Dennoch: Beide zielen auf so junge Käufer, wie sie bei AMG bisher nicht ein- und ausgingen. Zwischen 30 und Mitte 40 soll die Zielgruppe angesiedelt sein. 49 682 Euro soll der A 45 AMG, die Edition 1 dazu 56 977 Euro, der CLA 45 AMG 56 078 und dessen Edition 1-Version 63 099 Euro. Das sind Preisregionen, die für AMG ebenso wenig vertraut sind wie ein Zwei-Liter-Motor."

 

Quelle: http://www.auto-medienportal.net/artikel/detail/21482

 

 

Und ja es gibt bestimmt für 70.000€ Alternativ Modelle, aber für uns einer war es die Alternative ;-).

Ich geniesse jeden Tag diesen prolligen Sound (User:A3T) ;-) und auch nach 500km auf der Autobahn.

 

By the way: sehr schöner Blog, mach weiter so.


19.08.2014 13:10    |    Sachte

@tauro2000

??

BMW und Audi zeigen den Mut schon länger. Audi seit knappen 14 Jahren (?) Jetzt nicht, daß sie das deswegen klar besser machen würden, aber 2014 ist das ist eben kein besonderes Merkmal.

 

Wie man unschwer beobachten kann, wird die private Mittelschicht immer ärmer. Langsam, aber bis jetzt stetig. Soweit also nicht verwunderlich, daß man erkennt mehr E63AMG verkaufen zu können, aber weniger C63AMG. Die A45AMG soll das preislich abfangen und die Umsätze nicht absacken lassen.

Das gleiche galt/gilt den SLS und GT. Der mittlere Segment deren Marktes schrumpft bzw. verschiebt sich nach unten, der obere verschiebt sich nach oben. A45AMG und SLS/GT sind die Folge.

 

Daher halte ich die Entscheidung aus der ökonomischen AMG-Sicht für wahrscheinlich klug, aber mit Mut hat das für mich nichts zu tun.

Aus der gesellschaftlichen Sicht ist ein A45AMG wie oben beschrieben eher ein trauriges Zeichen.

 

p.s.:

"Das sind Preisregionen, die für AMG ebenso wenig vertraut sind wie ein Zwei-Liter-Motor."

Genau das letztgenannte macht mir Sorgen ;)


26.08.2014 18:32    |    tauro2000

@Sachte

 

Interessante Perspektive und Ansatz. Für mich ist es zumindest die Alternative zum Golf R oder BMW 135i X drive gewesen. Er ist noch der verspielte unter den Drei ;-).


14.11.2016 09:36    |    astra33

Einen Bericht denn man gerne liest. Spaziere oftmals am Sonntag durch die Stadt entlang den Hauptstrassen, nur um das Böllern und Knallen der Abgasanlagen zu hören wenn "die Jungs" wieder unterwegs sind.


Deine Antwort auf "Eine Nacht mit ... dem Mercedes A45 AMG"

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