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Exotenfreund

In diesem Blog wird es um ,,exotische'' Autos, also Autos die in Deutschland meist nicht regulär erhältlich sind gehen. Insbesondere aus dem Premium Segment.

12.02.2019 23:28    |    Championship    |    Kommentare (1)

Kia ist sicherlich ein wesentlich bekannterer Automobil-Hersteller wie Ssangyong. Nichts desto trotz sind ihre Fahrzeuge des Premium Segmentes wohl eher Unbekannt auf Europas Straßen!

 

Kia wurde bereits 1944 gegründet und stellt seit 1974 Autos her, Hauptsitz ist in Koreas Hauptstadt Seoul. Seit 1998 gehört man der Hyundai Group an und stellt mit dieser mittlerweile den 4.Größten Autohersteller der Welt.

 

Bereits Ende der 70er bis Anfang der 80er Jahre gab es ein erstes ,,größeres'' Modell von Kia, ein Lizenzbau des Französischen Peugeot 604. Wobei ,,groß'' eher nach Maßstäben der 70er in Europa zählt, weniger nach heutigen Ansichten.

 

Das erste richtige Modell in diesem Segment folgte dann 1992 - der Kia Potentia! Der Potentia wurde von 1992 bis 2001 Angeboten, meines Wissens ausschließlich in Korea. Er basierte auf dem Mazda Luce/929 (HC-Series) welche bis 1991 produziert wurde. Genutzt wurde der lange Radstand des Luce/929 mit einer Länge von 4,93 m - vergleichbar mit einem damaligen BMW 7er (E32).

 

Als Motoren gab es zur Auswahl:

-ein 2,0 Liter 4-Zylinder, welcher ebenso von Mazda kam.

-ein 2,2 Liter 4-Zylinder

-sowie ein 3,0 Liter 6-Zylinder für den ,,President-Trim'' (auch von Mazda?)

 

 

 

Während der Potentia noch im Angebot blieb bis 2001 bot Kia bereits ab 1997 einen Nachfolger an, den Kia Enterprise! Dieser überdauerte seinen Vorgänger in der Produktion nur um zwei Jahre und blieb bis 2003 im Angebot. Erneut lieferte Mazda die Basis, diesmal der bis 1996 gebaute 929. Diese wurde noch verlängert und am Ende wurde der Enterprise auf 5,20 m gestreckt. Da es zeitgenössische Berichte aus UK gibt, wurde dieses Fahrzeug wohl sogar in Europa (zumindest in UK) verkauft?

 

Den Enterprise gab es mit folgenden Motoren:

-ein 2,5 Liter 4-Zylinder von Mazda

-ein 3,0 Liter 6-Zylinder

-sowie ein 3,6 Liter 6-Zylinder von Hyundai

 

 

 

2003 erschien dann der Kia Opirus als Nachfolger - auch für Europa! Gebaut bis 2010 war der Opirus ein absoluter Exot auf unseren Straßen und wurde eher für sein Styling verschrien. Im Vergleich zum Enterprise einiges geschrumpft auf 4,97 m bzw. nach dem Facelift 5,00 m. In Nordamerika war der Opirus unter dem Namen Amanti bekannt.

 

Hier standen folgenden Motoren zur Auswahl:

-ein 3,5 Liter 6-Zylinder von Mitsubishi

-sowie ein 3,8 Liter 6-Zylinder von Hyundai

 

 

 

Seit 2012 ist der K9 (oder K900) auf dem Markt, dieser wird aber nicht mehr in Westeuropa angeboten, neben den Heimatmärkten noch in Nordamerika sowie Russland. 2018 wurde die zweiten Generation des K9 vorgestellt. Mit 5,09 m (2.Generation 5,12 m) ist er wieder um einiges größer geworden, neben 2 6-Zylinder Benzinern wird auch erstmals ein 5,0 Lier 8-Zylinder angeboten. Die gleichen Motoren fanden sich auch im Hyundai Equus bzw. im neuen Genesis G90.

 

Der bekannte Automobil-Youtuber Doug de Muro hat den K9 zweimal unter die Lupe genommen, während die erste Generation noch eher mäßig abschnitt, bekam die 2.Generation vor wenigen Tagen durchaus gutes Feedback. Besonders das Preis-Leistungsverhältnis passt.

 

https://www.youtube.com/watch?v=Mz87tLToSVY

 

https://www.youtube.com/watch?v=DcriSRdaSDY

 

Während der K9 in Korea wohl durchaus öfters anzutreffen ist, sind die Verkäufe in Nordamerika aber äußerst gering - Kia scheint schlicht nicht das Image als Premium-Marke zu haben. Der Konzern-Bruder Genesis G90 soll sich wohl Verhältnismäßig gut verkaufen - zumindest im Segment.

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29.10.2018 20:30    |    Championship    |    Kommentare (0)

Seit einigen Jahrzehnten konnte sich Südkorea als ernsthafte Auto-Nation etablieren. Weltweit sieht man täglich Fahrzeuge aus Korea auf den Straßen. Insbesondere von Hyundai und Kia. Doch in Südkorea gibt es noch andere Fahrzeughersteller. Jahrelang produzierte Daewoo dort Fahrzeuge, mittlerweile leider nur noch unter dem Namen ,,GM-Korea'' umgelaybelte Chevrolets. Mit Samsung Motors gibt es einen weiteren Hersteller, welcher zur Renaul-Nissan Allianz gehört.

 

In diesem Artikel soll es aber um SsangYong, genauer den SsangYong Chairman gehen!

 

Kurz ein bisschen Geschichte zu SsangYong. 1954 wurde ein Hersteller von Jeep's der US-Army in Seoul gegründet, unter dem Namen Ha Dong-hwan Motor. Bis 1986 gab es mehrere Namenswechsel, in diesem Jahr wurde der Konzern von der SsangYong Group, einem großen Koreanischen Konglomerat aufgekauft und endgültig in SsangYong Motors umbenannt.

Kurz darauf wurde der Britische Kleinserien-Hersteller Panther Westwinds übernommen.

Ab 1991 kam es zu einer Partnerschaft mit Daimler-Benz, welche sich auch mit 5% an SsangYong beteiligten. Diese Partnerschaft bestand vor allem im Technologie-Bereich, aber auch optisch gab es bei vielen Modellen starke Ähnlichkeiten zu Mercedes-Benz!

1997 wurde SsangYong dann vom Koreanischen Konkurrenten Daewoo aufgekauft, aber schon 3 Jahre später wurde SsangYong von Daewoo wieder abgestoßen. 2004 schließlich stieg dann SAIC aus China ein. Trotzdem musste SsangYong Motors im Jahre 2009 Insolvenz anmelden. Durch eine Übernahme 2010 von Mahindra aus Indien konnte das Unternehmen aber gerettet werden.

Sicherlich sind einige SsangYong Modelle hier in Deutschland bekannt, da sie auch hier verkauft wurden und noch werden, jahrelang fielen die Fahrzeuge durch ein kurioses Design auf, mittlerweile ist dieses aber ziemlich angepasst. Nun soll es hier aber um den Chairman gehen, eine Luxuslimousine welche hier nie angeboten wurde!

 

SsangYong Chairman

 

1997 wurde die erste Generation des Chairman auf den Markt gebracht, intern als CM bezeichnet. Aufgrund der Technologie-Partnerschaft mit Mercedes-Benz hat die erste Generation starke Ähnlichkeiten mit der W220 S-Klasse, basierte aber in der Tat auf der W124 E-Klasse. Die Basis wurde aber gestreckt, auf zunächst 5,055 M.

Es gab 3 Motorisierungen:

Einen 2,3l Reihen 4-Zylinder von MB (M102) mit 150 PS

Einen 2,8l Reihen 6-Zylinder von MB (M104.94x) mit 197 PS

Sowie einen 3,2l Reihen 6-Zylinder von MB (M104.99x) mit 220 PS.

Alles in Verbindung mit einer 5-Gang Automatik ebenso von Mercedes-Benz. Heckantrieb war Standard.

 

 

Angeboten wurde der Chairman CM offiziell Weltweit. Doch meines Wissens wurden SsangYongs bisher noch nicht in Nordamerika verkauft, auch in Westeuropa wurde der Chairman wohl noch in keiner Generation verkauft. Der Hauptteil der Verkäufe fand in Südkorea statt, hier immerhin eine niedrige 4-Stellige Summe im Jahr - zu Beginn auch als Re-Badge unter Daewoo. Einige fanden wohl den Weg in andere Asiatische Staaten, vor allem China. Teilweise auch nach Osteuropa sowie den Mittleren Osten. Interessanterweise wurde der Chairman auch für einige Jahre in Australien als Rechtslenker verkauft. In Nordkorea gab es eine Variante namens Pheongwa Zunma, welche aber deutlich spartanischer ausgestattet wurde.

 

2004 kam dann das erste Facelift, der internere Code war nun statt CM - H. Es gab einige optische Veränderungen und das Interior wurde aufgewertet, dazu wurde er Chairman um ganze 8 cm, auf 5,13 M verlängert. Ab 2007 folgte auch ein neuer Motor, ebenso von MB, ein 3,6l Reihen 6-Zylinder mit 279 PS.

 

 

Im Bild zu sehen ist eine gestreckte Limousinen-Variante.

 

2008 folgte eine weiteres Facelift, diesmal wurde der Chairman wieder um 2 cm gekürzt, auf 5,11 M.

 

 

Ein weiteres und letztes Facelift folgte für den Chairman H im Jahr 2011, gekürzt nun wieder auf die ursprüngliche Größe von 5,05 M. 2014 wurde der Chairman H eingestellt.

 

 

 

Das ist aber noch nicht das Ende der Chaiman Story. Bereits im Jahr 2008 kam eine 2.Generation des Chairman - intern Chairman W - auf den Markt. Generation 1 und 2 wurden also circa 6 Jahre gleichzeitig verkauft!

 

Wieder gewachsen auf 5,09 M und weiterhin ausgestattet mit dem 3,2l und 3,6l Reihen 6-Zylinder. Neu war aber nun ein 5,0l V8 von Mercedes, sowie eine 7 Gang Automatik - richtig, auch von Mercedes. Damit hatte der Chairman den größten Motor unter den Koreanischen Fahrzeugen. Zusätzlich war er die erste Koreanische Luxus-Limousine mit optionalen AWD. Das Infotainment System wurde von Chrysler zur Verfügung gestellt.

 

 

2011 folgte auch für den Chairman W ein Facelift, gebaut wurde er bis Ende 2017. Anschließend folgte die Einstellung und bisher ist kein Nachfolger in Aussicht. Am Ende gab es eine besonders luxuriöse Variante Namens ,,Kaiser''. Nachfolgend ein Bericht der AMS:

 

https://www.auto-motor-und-sport.de/.../

 

Erhältlich war der Chairman W auch als gestreckte Variante, mit einer Länge von 5,41 M!

 

 

Außerdem gab es durch die Übernahme von SAIC in China eine Re-Badged Variante Namens Roewe 850.

 

 

 

Das war der erste Blog! Leider lassen sich irgendwie die Bilder nicht verschieben! Bild Chairman 5 & 6 gehören zum Modell von 2008 bis 2011, Bild Chairman 7 zur letzten Variante des Chairman H von 2011 bis 2014!

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29.10.2018 18:55    |    Championship    |    Kommentare (0)

Hallo Motor-Talk und sonstige Internetgemeinde,

 

dies ist mein erster Versuch eines Blogs! Also seit Anfangs noch etwas gnädig...

 

Ich bin im Prinzip mit Autos aufgewachsen, über Generationen hatte meine Familie ein Autohaus. Verkauft wurden Fahrzeuge eines Bayrischen Automobilkonzerns. Nicht völlig zufällig fahre ich aktuell auch ein Modell dieses Konzern's.

 

Aus mir nicht gänzlich bekannten Gründen, hatte ich aber schon immer ein ,,Herz für Exoten'' (so nannte es mein Vater). Insbesondere für Jaguar - in diesem Blog soll es aber aus Europäischer Sicht um noch größere Exoten gehen. Um Fahrzeuge die oftmals hierzulande gar nicht Angeboten wurden. Besonders fokussieren werde ich mich dabei auf das ,,Premium-Segment''. Ich werde hier einzelne Fahrzeuge vorstellen, in der Regel von Generation zu Generation. Oder aber auch den gänzlichen Versuch einer Marke sich in diesem Segment zu etablieren. Ich hoffe meine Informationen entsprechen auch der Richtigkeit. Sollte das mal nicht der Fall sein, oder wenn jemand noch mehr Kenntnis hat, bitte in den Kommentaren melden.

 

Beginnen werde ich mit einem hierzulande vermutlich nahezu unbekannten Fahrzeug der Oberklasse welches in Südkorea gebaut wurde.

 

Grüße,

 

Championship

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