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Allgemeine Themen die mich interessieren

20.04.2016 18:58    |    emobilezukunft    |    Kommentare (203)

Warum werden kampfhaft angebliche Nachteile an der E-Mobilität gesucht?

Hallo zusammen,

 

vielleicht könnt ihr mir helfen.

Denn ich verstehe etwas nicht.

 

Wart ihr schon mal im Hybrid & Elektro Forum oder im Tesla Forum?

 

Was geht da denn ab?

 

Ich kenne viele Autoforen.

Da gibt es einzelne Leute, die mal im Audi Bereich über den Quattro meckern und den X-Drive als viel besser empfinden, aber dann ist wieder gut.

 

Aber in den Foren der neuen Antriebe treiben sich so viele Leute rum, die scheinbar kein Interesse an der E-Mobilität haben und dort trotzdem ständig schreiben.

 

Sie fahren selbst keine passenden Fahrzeuge, behaupten aber die Aussagen von Fahrern solcher Fahrzeuge können nicht stimmen.

 

  • Dann wird nach Reichweiten gefragt, die bei dauerhaft 250 km/h obwohl man mit dem eigenen Diesel mit unter 160 km/h fährt und dann nur 7l verbraucht und 1.000km weit kommt.
  • Dann wird kritisiert, das Tesla nur Xenon hat. Als Tesla Voll-LED serienmäßig hatte, wurde kritisiert, das es kein Matrix-Licht ist.
  • Dann wird darauf hingewiesen, dass Tesla Verlust macht und im gleichen Satz gemeckert, das Tesla keine Supercharger in Spanien aufgebaut hat.

 

Ich könnte die Liste unendlich weiter führen.

 

Was treibt die Leute dazu, so zu reagieren?

 

Ist die oft angesprochene Angst um die Arbeitsplätze in der Automobilindustrie?

Ist es pure Langeweile?

Ist es pures Geltungsbewußtsein?

 

Ich bin auf eure Kommentare gespannt.

 

Gruß

 

Rainer

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12.09.2017 21:19    |    KaJu74

@jennss

Exakt.


12.09.2017 22:47    |    Rambello

Danke KaJu74 für diese überzeugende Aufklärung.

Vom "Geschäftsgebaren" dieses "Hochstaplers" Nunzio La Vecchia und von ihm selbst wusste ich bisher nichts.

Kann man also offensichtlich leider vergessen...

 

Die Forschungen der Uni-Erlangen halte ich aber schon für seriös und zukunftsträchtig !

 

Was meinst Du mit "Wasserstoff "braucht 3-4x so viel Energie" ?

Diese besondere Erlanger Art der Herstellung/Flüssigkeits-Speicherung ?

Oder, daß Wasserstoff natürlich viel mehr Energie enthält als herkömmlicher Treibstoff ?


13.09.2017 06:25    |    KaJu74

@Rambello

 

Hi

 

gerne geschehen.

 

Bei den Forschungen der Uni-Erlangen handelt es sich ja "nur" um eine Machbarkeitsstudie über das speichern von vorhandenen Wasserstoff. Die Herstellung ist dabei außen vor.

 

Wasserstoff wird aktuell (und bei großen Mengen auch in Zukunft) aus Strom gewonnen, mittels Elektrolyse.

Mit dem Strom, den man braucht um 1kg Wasserstoff herzustellen, kommt man mit einem normalen BEV 400km weit.

1kg Wasserstoff reiche aber nur für etwas über 100km Reichweite. (Der Mirai hat real einen Verbrauch von 0,9-0,95kg/100km)


18.09.2017 15:22    |    sampleman

Zitat:

Wasserstoff wird aktuell (und bei großen Mengen auch in Zukunft) aus Strom gewonnen, mittels Elektrolyse.

Mit dem Strom, den man braucht um 1kg Wasserstoff herzustellen, kommt man mit einem normalen BEV 400km weit.

1kg Wasserstoff reiche aber nur für etwas über 100km Reichweite. (Der Mirai hat real einen Verbrauch von 0,9-0,95kg/100km)

Mal abgesehen davon, wie sinnvoll ich Wasserstoff als Treibstoff für Autos halte: Derzeit haben konventionelle Treibstoffe, also zum Beispiel Öl oder Gas, den Vorteil, dass sie sich relativ einfach auch über längere Strecken transportieren lassen. Das bedeutet: man kann den Treibstoff dort gewinnen oder fördern, wo er vorhanden ist oder wo er einfach herzustellen ist, und dann dort hinbringen, wo man ihn braucht. Das ist mit elektrischem Strom nur begrenzt möglich. Der hohe Energieeinsatz, den man benötigt, um Wasserstoff herzustellen, ist ähnlich wie der Energieeinsatz, den man für Synfuel braucht (Kohlenwasserstoff). Das ist aber nur dann ein Problem, wenn man für die Energie zahlen muss. Wenn man aber zum Beispiel in einem Wüstengebiet Sonnenlicht und Platz bis zum Abwinken hat, dann geht es nur noch darum, diese Energie in eine Substanz umzuwandeln, die man leicht speichern und transportieren kann. Das könnte Wasserstoff sein, oder ein synthetischer Treibstoff. Man könnte rein theoretisch auch zigtausende Tesla-Batterien in der Wüste aufschichten, Stück für Stück aufladen, dann auf ein Schiff verladen und nach Europa schaffen. Ich glaube, da ist ein Tankschiff für Synfuel die bessere Wahl;-)

 

Was theoretisch für den Einsatz von Wasserstoff in einem Brennstoffzellenauto sprechen würde: Man könnte ein PHEV auf Elektrobasis realisieren, der meinetwegen 100 Kilometer weit mit Batterie fährt und für Langstrecken auf die Brennstoffzelle setzt. Allerdings dürfte es recht schwierig werden, eine Wasserstoff-Speichertechnik hinzubekommen, mit der man Wasserstoff so lange speichert, dass das Zeug zur Not auch wochenlang im Tank bleibt. Irgendein Japaner (Nissan meines Wissens) hat bereits vor einiger Zeit einen Brennstoffzellenprototypen auf Ethanol-Basis vorgestellt. Das Zeug ließe sich leicht herstellen, speichern und transportieren.


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