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Allgemeine Themen die mich interessieren

20.04.2016 18:58    |    emobilezukunft    |    Kommentare (203)

Warum werden kampfhaft angebliche Nachteile an der E-Mobilität gesucht?

Hallo zusammen,

 

vielleicht könnt ihr mir helfen.

Denn ich verstehe etwas nicht.

 

Wart ihr schon mal im Hybrid & Elektro Forum oder im Tesla Forum?

 

Was geht da denn ab?

 

Ich kenne viele Autoforen.

Da gibt es einzelne Leute, die mal im Audi Bereich über den Quattro meckern und den X-Drive als viel besser empfinden, aber dann ist wieder gut.

 

Aber in den Foren der neuen Antriebe treiben sich so viele Leute rum, die scheinbar kein Interesse an der E-Mobilität haben und dort trotzdem ständig schreiben.

 

Sie fahren selbst keine passenden Fahrzeuge, behaupten aber die Aussagen von Fahrern solcher Fahrzeuge können nicht stimmen.

 

  • Dann wird nach Reichweiten gefragt, die bei dauerhaft 250 km/h obwohl man mit dem eigenen Diesel mit unter 160 km/h fährt und dann nur 7l verbraucht und 1.000km weit kommt.
  • Dann wird kritisiert, das Tesla nur Xenon hat. Als Tesla Voll-LED serienmäßig hatte, wurde kritisiert, das es kein Matrix-Licht ist.
  • Dann wird darauf hingewiesen, dass Tesla Verlust macht und im gleichen Satz gemeckert, das Tesla keine Supercharger in Spanien aufgebaut hat.

 

Ich könnte die Liste unendlich weiter führen.

 

Was treibt die Leute dazu, so zu reagieren?

 

Ist die oft angesprochene Angst um die Arbeitsplätze in der Automobilindustrie?

Ist es pure Langeweile?

Ist es pures Geltungsbewußtsein?

 

Ich bin auf eure Kommentare gespannt.

 

Gruß

 

Rainer

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27.04.2016 07:09    |    emobilezukunft

@S-teven

Komisch, das sehen hier aber viele anders.

 

Ich habe eher das Gefühl, das KaJu und slimbox hier Fakten nennen und kein Marketing.

Andere hingegen versuchen durch Vermutungen, Gefühle und Ahnungen die Antworten zu entkräften.

 

Schon oft wurde hier im Forum den Aussagen von Teslafahren weniger Wert gegeben, als den theoretischen Vermutungen anderer.

 

Warum?

 

Kannst du mal explizite Beispiele von Slimbox und Kaju nennen?


27.04.2016 07:19    |    KaJu74

@S-teven

Diese Beispiele würden mich auch mal interessieren.

 

Denn emobilizukunft hat Recht, Fakten interessieren im Forum oft weniger als Vermutungen.

Generell werden eher Extreme als Beispiel herangezogen, um zu zeigen, das die E-Mobilität nicht funktionieren kann.

 

Aber seit fast 3 Jahren fahren die Tesla Fahrer mit ihren Fahrzeugen, meistens ohne Probleme und liegen gebleiben ist nach meinem Kentnisstand auch noch keiner.

Seit diesen 3 Jahren ist das Fahrzeug sogar deutlich besser geworden.


27.04.2016 08:04    |    Zephyroth

Ich geh' mal davon aus das jeder hier schon einen Verbrenner gefahren ist und daher ziemlich gute und genaue Erfahrungen hat.

 

Ich frage mich hier, wieviele haben schon ein E-Fahrzeug im Alltag wirklich eingesetzt? Und wieviele davon einen Tesla? Ich glaub' diese Leute kann man an einer Hand abzählen. Zufälligerweise zählen eben KaJu und Slimbox dazu.

 

Grüße,

Zeph


27.04.2016 08:55    |    bthight

Heute mal mit einem (sehr wohlhabenden) Rentner gesprochen und ihm geraten auf seinen Parkplatz, der erst erbaut wird , eine E Ladesäule draufzustellen.

 

"Näh ich fahr in diesem Leben kein Elektroauto" Dafür aber einen 911er zur Pommesbude.

 

Naja die Gesellschaftsschicht die Geld hat ist vom Elektroauto nicht überzeugt.


27.04.2016 10:11    |    Zephyroth

27.04.2016 10:36    |    sampleman

@emobilezukunft schrieb:

 

Zitat:

Hat sich Elon Musk nur den Mindestlohn zahlen lassen? Ja!

Kassieren die deutschen Bosse Mrd. Prämien trotz Abgasskandal? Ja!

Siehst du, genau diese Art meine ich. Es wird um die Elektromobilität diskutiert, als ginge es um einen Fußballverein oder darum, ob wer die Ehre der eigenen Schwester beleidigt hätte. Und das ganze immer vermengt mit der vermuteten Befindlichkeit deutscher Automanager, und zwar auf einem Niveau, wie sich das klein Fritzchen so vorstellt. Vor allem das Gegensatzpaar "Tesla" und "deutsche Autoindustrie" nervt mich ohne Ende. Mir ist es wirklich schnurz, ob VW-Manager Geld bekommen wie verrückt, denn ich bin zwar in Niedersachsen geboren, lebe aber nicht mehr dort. Ich fahre auch kein Produkt des VW-Konzerns, noch nicht einmal ein deutsches Auto. Ich fahre einen Citroen, und interessanterweise hat sich noch keiner Sorge um die Laune des Herrn Tavares (CEO der PSA Group) gemacht, der hat übrigens im Moment auch Stress wegen Abgasen...

 

Ich arbeite beruflich im Umfeld der Internet-Wirtschaft und beschäftige mich sehr eingehend mit dem Phänomen GAFA (Google, Amazon, Facebook, Apple). Das sind Unternehmen, denen scheinbar jedes Ziel im Durchmarsch gelingt, und es gibt eine gewaltige Blase von selbst ernannten Internet-Erklärern, die mit großem Enthusiasmus die Tatsache bejubeln, dass weite Teile der Weltwirtschaft in der Hand eines US-Oligopols sind, das zum Beispiel auf unsere Gesetze scheißt. Es ist schwierig zu erklären, aber ich habe bei diesen Leuten den Eindruck, es gibt ihnen eine tiefe Befriedigung, sich im Erfolg dieser Unternehmen zu sonnen (zu dem sie nichts beigetragen haben) und sich moralisch und intellektuell überlegen zu fühlen gegenüber den Leuten, die Zweifel haben. Und viele Tesla-Fans gehen genau in diese Richtung.

 

Tesla hat das natürlich erkannt, und versorgt zum Beispiel bevorzugt diejenigen Medien mit Informationen, Insights und Testfahrzeugen, die zu den Silicon-Valley-Bejublern gehören. Das führt dann dazu, dass irgendwelche Tech-Blogger Teslas Autopiloten in den Himmel loben, weil dieser Tesla das erste Auto mit einem solchen Feature ist, das sie jemals gefahren haben - Mercedes, Hyundai & Co. sucht eben eher die Nähe zu Motorjournalisten. Sehr lustig fand ich auch das jublerische Video auf Wired.com, in dem die Fertigung des Tesla S mit Industrierobotern gezeigt wurde. Ein Redakteur der ATZ (Automobiltechnische Zeitung) wäre der Faszination vermutlich kaum im gleichen Maße erlegen, weiß er doch, dass es bei BMW in Dingolfing oder bei Audi in Ingolstadt nicht viel anders aussieht.

 

Für mich ergeben sich viele Dissonanzen in E-Mobil-Diskussionen aus dem missionarischen Auftritt vieler E-Befürworter. Und das unterscheidet E-Fans von anderen Autofans. Ein Tesla S kostet ähnlich viel wie ein Maserati Ghibli - und ist auf seine Art ähnlich faszinierend (halt auf andere Art faszinierend). Ein Maserati-Fan würde niemals so missionarisch argumentieren wie es ein Tesla-Fan.

 

Gern wird auch das Totschlagargument gebraucht, die Leute, die sich kritisch bis negativ zu E-Autos äußern, würden dies nur tun, weil ihnen die praktischen Erfahrungen fehlen. Da ist zunächst schon mal was dran. Ich fahre - inzwischen regelmäßig - einen BMW i3, den ich mir als Carsharing-Auto leihe. Ich suche mir das Auto absichtlich aus und fahre damit schon mal eine Tour, die ich ebensogut auch mit der U-Bahn zurücklegen könnte - dank Monatskarte sogar kostenlos. Der Grund: Das Fahren mit dem i3 macht einfach so viel Spaß. Dennoch maulen viele Leute über das Auto rum, weil es außen so komisch aussieht (was in dem Moment egal ist, in dem man eingestiegen ist). Praktische Erfahrung im Umgang mit der Lade-Infrastruktur habe ich nicht, weil ich nur dann einen i3 miete, wenn er genug Saft im Akku hat. Aber wenn man mal mit der "Reichweitendenke" im Kopf Benziner fährt und sich vorstellt, dass man alle 120 km eine Ladesäule braucht, dann merkt man, dass das eben noch ein großes Handicap ist. Das nächste, was man auch ohne praktische Erfahrung ermessen kann, ist der Kaufpreis. Mein aktuelles Auto hat 5.000 Euro gekostet. Einen neuen i3 könnte ich vielleicht unter großen Schmerzen und persönlichen Opfern finanzieren, einen Tesla S gewisslich nicht. Für mich ist ein Tesla S so unrealistisch wie ein Ferrari Testarossa. Auch das färbt natürlich die Diskussion über den gesamtgesellschaftlichen Impact dieses Autos. Und: So viele Autos, wie Tesla seit Firmengründung im Jahr 2003 gebaut hat, baut VW in einer Woche. Toyota übrigens auch. Nur PSA braucht dafür zwei Wochen;-)


27.04.2016 13:19    |    Ascender

Ich denke die Diskussion hier ist nicht zielführend und müßig.

 

Zitat:

Bloß warum schreiben diese Leute dann im Forum, das E-Mobilität generell schei.... ist und es nie funktionieren wird. Warum sagen sie nicht einfach, Schade, ich würde ja gerne, ist mir aber zu teuer. PUNKT.

Aus dem selben Grund warum Hardcore-Ökos den Verbrennern jedwede Existenzberechtigung absprechen.

Das sind beides extreme Meinungen, die nichts mit der realen Diskussion zu tun haben, sondern nur mit dem eigenen Wohlbefinden und Geschmack.

Dass in Internetforen vor allem die "Extremisten" ausgiebig und leidenschaftlich Themen diskutieren ist doch nur klar. Diese Leute wollen auch keine Argumente austauschen. Sie bauschen sich gegenseitig nur auf.


27.04.2016 15:16    |    Zephyroth

Ich seh' hier primär zwei Parteien:

 

Die Verbrenner-Lobby, die ihre bisherige Lebens- und Fahrweise bedroht sieht und die E-Lobby, die sich in der möglichen Überlegenheit und dem appleähnlichen Hype des E-Antriebs suhlt.

 

Sachlichkeit kann man hier nicht erwarten.

 

Ich selbst steh' mittlerweile auf der Seite des E-Antriebs, ich sehe hier eine Menge Potential. Auf der Verbrenner-Seite tut sich für mich nichts relevantes mehr. Was ich hier sehe ist ein totes Pferd, das noch möglichst lange geritten werden soll.

 

Tesla sind die einzigen, die sich was E-Mobilität angeht ohne Verbrenner-Fesseln forschen, aufbauen und anbieten. Bei allen anderen E-Modellen merkt man deutlich das sie eigentlich aus der Verbrenner-Welt kommen, man merkt, das hier irgendwo im Management noch gebremst wird. Daher die durchaus positive Stimmung gegenüber Tesla.

 

Es gibt Dinge die kann ein E-Auto gut, andere kann ein Verbrenner gut. Auf der Haben-Seite des Verbrenners ist die vorhandene Infrastruktur, das schnelle Nachtanken und die hohe Reichweite. Dem gegenüber stehen höhere Emissionen (CO2 und Schadstoffe), höherer Wartungsaufwand und hohe Spritkosten. Das E-Fahrzeug hält mit niedrigen Wartungskosten, stetig verbessernden Emissionen (indem der Ökoanteil im Strommix steigt) und billigem Treibstoff dagegen. Nachteilig ist auf jeden Fall das Laden. Es dauert und ist speziell in der Stadt für viele nicht möglich. Der Akkuverschleiß relativiert sich, wenn man bedenkt das ein E-Auto bei der Wartung deutlich weniger aufwändig ist.

 

Es gibt derzeit außer Tesla (und vielleicht macht sie genau das so sexy) kein E-Auto das man tatsächlich als Primärwagen einsetzen kann. Ebenso ist dies die einzige Firma, die nicht nur ein Auto anbietet, sondern ein komplettes Ökosystem für die E-Mobilität. Leider ist der Tesla finanziell außerhalb der Reichweite der meisten die auf's Auto angewiesen sind.

 

Aber der Anteil, für die die ein E-Auto funktioniert, steigt. Auch durch den technischen Fortschritt was Reichweite und Ladezeiten angeht. Ebenso rechne ich mit einem weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur. Ganz gleich wie mit einem Verbrenner wird das Fahren eines E-Autos aber niemals werden. Kann es auch nicht, es handelt sich um eine komplett andere Technologie.

 

Ich stell' jetzt eine ganz einfache Frage: "Würde noch irgendwer sein Smartphone gegen ein altes Handy eintauschen, nur weil dieses statt 1 Tag 7 Tage durchhält?

 

Grüße,

Zeph


27.04.2016 15:29    |    Ascender

Zeph, das ist doch völlig egal und wurde in diesem Thread auch totdiskutiert.

 

Die Fragestellung war "Warum suchen die Leute immer nur die angeblichen Nachteile der E-Mobility".

Wobei ich das "angeblich" in diesem Satz mal wieder sehr tendenziös finde. Wenn man es rein sachlich sieht haben alle Antriebsarten ihre Existenzberechtigung.

Meine Antwort war genau auf diese Frage bezogen. Alles weitere macht eigentlich keinen Sinn.

 

Letztendlich führt die sachliche Diskussion nicht weiter, denn in den Augen der Ökos ist die Verbrennung reines Teufelswerk. Da fühlen sich alle, die sachlich diskutieren wollen, auf den Schlips getreten und stänkern entweder zurück, oder verabschieden sich von der Diskussion. Genauso wie umgekehrt.

 

Mein Motto lautet: Fahren und fahren lassen.

 

Lasst mir meinen Verbrenner, ihr dürft auch gerne eure Stromer fahren.

 

Ich habe schon meine Gründe dafür (vor allem Infrastruktur, aber auch die Preise). Was mich stört ist dieses Besserwisser-Getue und die Leute, die direkt mit dem erhobenen Zeigefinger meinen sie wären was besseres. Ich wohne in einer gut betuchten Gegend, ich bin vorbelastet wenn man so will. Auf der Windschutzscheibe meines ehemaligen Autos war eines Morgens mal ein Aufkleber angebracht: "Umweltsau!" Ich weiß auch wer das war, habe aber keinen Beweis dafür. Wenn der Aufkleber wenigstens woanders angebracht worden wäre, hätte ich ihn auch drangelassen.

Der gute Mann ist tatsächlich jemand, der einen Tesla fährt. Ich wollte ihm aber nicht erklären, dass es besser ist man fährt alte Autos bis zum Exitus als wenn man alle paar Jahre ein neues Auto bestellt... ist ja auch egal. Das ist jedenfalls kein Umgang, und man kann auf diese Art und Weise auch keine Leute überzeugen. Das ist einfach nur niveaulos. Analog der Umgang damit im internationalen Netz.

 

Sowas führt doch nur zu Verdruss. Oder wenn mir eine Dame im Pelzmantel im Supermarkt erklären will, dass jetzt nicht die Saison sei Kirschen zu kaufen, weil die würden ja aus Südamerika eingeflogen. Da blieb ich dann auch schonmal, obwohl normalerweise recht schlagfertig, mit offenem Mund stehen und wusste nicht was ich sagen soll.

 

Dass ich diesen Irrsinn nun mitbezahlen darf finde ich allerdings auch nicht richtig...

Wobei ich auch schon die Abwrackprämie unsinnig fand. Die wurde übrigens auch aus Umweltschutzmaßnahme abgetan, wobei wohl eher das Gegenteil eingetreten ist (mehr Produktion). Dabei war es eigentlich nur eine Verkaufsförderung für die Autobauer.

Dass man die Absatzprobleme damit nur auf das nächste Jahr verschoben hat, habe ich in meiner Funktion als Kreditsachbearbeiter im Autokreditbereich deutlich bemerkt.


27.04.2016 15:33    |    Abarth1368

Höherer Wartungsaufwand? Im Normalfall ist man zwei mal im Jahr in der Werkstatt - beim Winter-/Sommerreifenwechsel. Da werden im Normalfall alle Gelenke, Bremsen, Lager, Klimaanlage, etc gleich mit gecheckt - und nebenbei das öl abgelassen. Wo ist da für den Kunden den grösseren Wartungsaufwand? Wenn dieser Wartungsaufwand für die EVC-Kunden nicht als notwendig angesehen wird, sollte man evtl darüber nachdenken, die MFK-Kontrolle nicht alle 5 Jahre durchzuführen, sondern eher einmal Jährlich oder sogar Halbjährlich - zumindest in der CH ;).


27.04.2016 15:46    |    Zephyroth

Ok, dann sind Luftfilter, Dieselfilter, AdBlue, Zündkerzen, Kupplung, Zahnriemen etc. alles nur Einbildung?

 

Grüße,

Zeph


27.04.2016 15:48    |    bthight

Beim E Auto dann irgendwelche Antivirusprogramm-Updates etc.

 

Ich warte gespannt ab was kommen wird.

Aber erstmal sollte mein Mobiltelefonakku mehr als 1.5Tage halten.


27.04.2016 16:11    |    Abarth1368

@Zephyroth wird alles im Normalfall bei der generellen Wartung ersetzt/gereinigt/aufgefüllt. Ich würde allenfalls dein Kuppeln verbessern, das ist bei mir kein Verschleissteil ;). Ich sage ja, man sollte in dem Fall die MFK bei EVC einmal jährlich durchführen, wenn diese die Wartung als nicht notwendig ansehen...


27.04.2016 16:16    |    Zephyroth

Und das ist alles kostenlos, ja?

 

Um uns nicht mißzuverstehen, mir geht's um den monetären Mehraufwand. Das der Kunde das Auto in die Werkstatt stellt und selbst nix macht, ist mir klar. Auch das ein E-Auto in die Werkstatt muß, ist klar.

 

Und was hat das mit meinem Kuppeln zu tun? Eine Kupplung nutzt sich nunmal ab, egal ob bei 50.000km, 150.000km oder 250.000km.

 

Grüße,

Zeph


27.04.2016 16:18    |    S-teven

@emobilezukunft Ich habe jetzt nicht die Zeit noch die Lust mehrere 100 Seiten Threads durchzublättern, von daher mal einige wenige Beispiele (es gibt noch deutlich mehr)

 

- Es gibt hier durchaus User, die gezielt gegen die E-Mobilität und Tesla hetzen, keine Frage. Es gibt aber auch User, die sich ernsthaft mit der Materie auseinandersetzen und vortragen, warum sie aktuell kein E-Fahrzeug kaufen können. Oft werden hier auch die hohen Anschaffungskosten genannt. Wenn so ein User natürlich eine Reaktion wie "ach, das kann man sich schon leisten, du willst es nur nicht" bekommt ist das abfällig und arrogant. Es wird sich in naher Zukunft nicht jeder ein entsprechendes E-Fahrzeug leisten können, darin wird sowohl die Witzprämie als auch ein 45.000 € (brutto) Model 3 nichts ändern können.

 

- Punkt 2 ist das Schlechtreden der Brennstoffzelle, was natürlich 1:1 mit den "Elon-Musk-Argumenten" stattfindet. Es ist einfach irrsinnig wenn man einerseits Menschen von einer neuen Art der Mobilität überzeugen will, gleichzeitig auf der anderen Seite alles als Nonsens abstempelt. Daran merkt man leider auch, wie die Marketingmaschine Tesla rollt und wieviel Angst hier so mancher doch hat, dass die "heile Tesla Welt" in wenigen Jahren vielleicht gar nicht mehr so heile ist. Aber auch wenn das hier keine wahrhaben möchte, die aktuelle Ausgangsposition ist alles andere als eindeutig.

 

- Ein weiterer Höhepunkt war dieser Thread http://www.motor-talk.de/.../...it-der-dritten-sitzreihe-t5659251.html . Nachdem mittlerweile jeder hier an Rückrufe gewöhnt ist war es klar, dass es keinen großen Aufschrei geben würde; und es hat auch keiner etwas negatives zu Tesla geschrieben. Kaju und die Slimbox hingegen haben Tesla sogar noch gelobt... also bitte, es geht hier um die Sitzreihe, auf der hauptsächlich Kinder transportiert werden; wäre hier etwas passiert, hätte Tesla einen riesigen Imageschaden gehabt. Und natürlich, der Rückruf fand vorbildlich statt. Aber es zeigt auch (wie auch die anderen Probleme bei dem Fahrzeug), dass das Model X nicht ganz so "fertig engineered" ist, wie es sein sollte. Sicher kein Grund für einen Aufschrei, aber ein Lob hat hier Tesla allgemein nicht verdient.

 

Und genau solche Dinge sind es, mit denen ihr hier ständig provoziert und dann nachher wundert ihr euch, wenn die Marke die ihr hier "vertritt" ungerechtfertigt zerrissen wird, und das finde ich im Fall Tesla sehr schade. Ihr solltet vielleicht mal etwas die Markenbrille absetzen und versuchen, einigermaßen auf den Boden der Tatsachen zu finden. Es gibt nämlich m.E. 2 Stufen, wie man so etwas positiv vertreten kann.

 

Die erste Stufe ist, dass man seine Meinung vertritt, man sich nicht wie ein 8-Jähriger provozieren lässt und hin und wieder die Vorteile aufzählt, wenn es gerade angebracht ist (nicht in Threads, die 0 mit der E-Mobilität zu tun haben). Die zweite Stufe ist, dass man vollkommen verblendet agiert und anderen Menschen sein Weltbild aufdrücken will. Und genau das macht ihr hier, wodurch im Umkehrschluss die E-Mobilität abschreckend wirkt. Und das hat sie nun wirklich nicht verdient.

 

(sorry für die Formulierungen, ich musste schnell tippen)


27.04.2016 16:22    |    Abarth1368

300'000km macht eine Kupplung locker mit. Und wie viel der Service kostet, kann ich leider nicht sagen, da ich diesen im Normalfall selber durchführe - Materialkosten für den Service hab ich meistens so +-100chf, an dem verarme ich jetzt nicht unbedingt.

 

Edit: Und es ging ja um den Wartungsaufwand und nicht um die Kosten ;)


27.04.2016 16:25    |    Zephyroth

Zitat:

- Punkt 2 ist das Schlechtreden der Brennstoffzelle, was natürlich 1:1 mit den "Elon-Musk-Argumenten" stattfindet. Es ist einfach irrsinnig wenn man einerseits Menschen von einer neuen Art der Mobilität überzeugen will, gleichzeitig auf der anderen Seite alles als Nonsens abstempelt.

Als Elektronikentwickler ist es für mich kein Problem, Brennstoffzelle und Akku gegeneinander zumindest energetisch zu vergleichen. Wenn ich die Brennstoffzelle schlechtrede, dann deshalb, weil das was ich ausgerechnet habe energetisch deutlich dagegenspricht. Der einzige Vorteil wäre das schnelle Nachtanken. Aber die Verluste durch Elektrolyse des Wasserstoffs, Kompression, Wirkungsgrad der Brennstoffzelle, nun da bleibt nicht viel Energie für den Motor übrig.

 

Sicher wenn wir mal Sonnenenergie im Überfluß haben, dann darf man auch verschwenderisch sein. Aber mit heutigem Strommix Elektrolyse zu betreiben, damit Kompressoren oder Kühlanlagen laufen lassen, damit H2 überhaupt in nennenswerter Energiedichte ins Auto kommt, ist derzeit schlicht und einfach technischer Unsinn.

 

Zitat:

Edit: Und es ging ja um den Wartungsaufwand und nicht um die Kosten ;)

Ich hab' von Anfang an Wartungskosten (leider einmal -aufwand geschrieben) gemeint, denn kosten ist das, was die meisten Kunden interessiert.

 

Grüße,

Zeph


27.04.2016 16:43    |    sampleman

Ich möchte in diesem Zusammenhang übrigens auf zwei Unterschiede zwischen Apple und Tesla hinweisen, die ich wichtig finde, weil Elon Musk immer wieder in einem Atemzug mit Steve Jobs genannt wird:

 

Apple kündigt nichts, aber auch gleich gar nichts an, was sie nicht in sehr kurzer Zeit liefern können. Damit würde Apple theoretisch auf viel Marketing Buzz verzichten. In der Praxis hat sich aber eine Fanboy-Szene entwickelt, die durch Spekulationen die Gerüchteküche am Laufen hält. Bei Tesla vergehen dagegen gern mal zwei bis drei Jahre von der offiziellen Ankündigung bis zur Verfügbarkeit in marktüblichen Stückzahlen. Das halte ich in der tendenz für problematisch, vor allem wenn es dereinst mehr direkte Konkurrenz geben wird.

 

Apple baut nichts, aber auch gar nichts selbst. Sie lassen ihre iPhones und Tablets komplett fremdfertigen. Dadurch sind sie recht flexibel. Gemessen daran macht mir Tesla zu viel selbst. Die hohe Vorbestellungswelle für das Model 3 stellt Tesla vor eine Herausforderung, von der ich gespannt bin, wie sie sie bewältigen.

 

Und natürlich: Apple ist filthy rich, Tesla nicht.

 

Ich finde, man sollte das nicht vergessen, wenn man Musk das nächste Mal zum zweiten Steve macht.


27.04.2016 17:40    |    emobilezukunft

@S-teven

Zitat:

- Es gibt hier durchaus User, die gezielt gegen die E-Mobilität und Tesla hetzen, keine Frage.

Wegen dieser Leute gibt es diesen (provokativen) Blog.

Zitat:

Es gibt aber auch User, die sich ernsthaft mit der Materie auseinandersetzen und vortragen, warum sie aktuell kein E-Fahrzeug kaufen können. Oft werden hier auch die hohen Anschaffungskosten genannt. Wenn so ein User natürlich eine Reaktion wie "ach, das kann man sich schon leisten, du willst es nur nicht" bekommt ist das abfällig und arrogant. Es wird sich in naher Zukunft nicht jeder ein entsprechendes E-Fahrzeug leisten können, darin wird sowohl die Witzprämie als auch ein 45.000 € (brutto) Model 3 nichts ändern können.

So etwas habe ich noch nicht gelesen.

- Wenn ein User schreiben würde, ich finde das E-Auto einfach geil und es würde super passen, aber ich habe das Geld nicht, dann ist das so.

- Wenn ein User schreiben würde, ich finde das E-Auto einfach geil und es würde super passen, aber ich wohne im 7.ten Stock ohne festen Ladeplatz, dann ist das so.

Dann ist es sehr schade, aber nicht zu ändern.

 

- Wenn aber ein User schreiben würde, das E-Auto kann für niemanden funktionieren, weil man keine 1.000km am Stück fahren kann, ist das zwar wahr, aber gleichzeitig einfach nur dumm.

- Wenn aber ein User schreiben würde, das E-Auto kann für niemanden funktionieren, weil man nicht dauerhaft 250 km/h fahren kann, ist das zwar wahr, aber gleichzeitig einfach dumm.

- Wenn aber ein User schreiben würde, das E-Auto kann für niemanden funktionieren, weil man auf einer Strecke von 250km nachladen muss (Tesla mal ausgenommen), ist das zwar wahr, aber gleichzeitig kein Argument für jeden.

Zitat:

- Punkt 2 ist das Schlechtreden der Brennstoffzelle, was natürlich 1:1 mit den "Elon-Musk-Argumenten" stattfindet.

Ich habe persönlich nichts gegen ein Auto mit Brennstoffzelle, aber die Fakten sprechen für mich einfach dagegen.

Sollte jedoch genug Wasserstoff als "Abfallprodukt" irgendwo herauskommen, dann ist die Brennstoffzelle unschlagbar und der Wirkungsgrad egal.

Derzeit wird Strom genommen, der direkt in einem E-Auto funktionieren würde und damit wird Wasserstoff erzeugt, unter Druck gelagert, transportiert und in einem Auto in einer Brennstoffzelle wieder in Strom umgewandelt.

Wirkungsgrad der ZUSÄTZLICHEN Kette liegt bei ca. 20%.

Also könnte ein Mirai 100km fahren und ein E-Auto 500km.

Solange also das Rohstoffproblem nicht für den Massentransport gelöst ist, ist es pure Energieverschwendung. Und das nur damit man in (angeblichen) 5 Minuten voll getankt ist. (In Wirklichkeit sind es eher 15 Minuten)

Zitat:

- Ein weiterer Höhepunkt war dieser Thread http://www.motor-talk.de/.../...it-der-dritten-sitzreihe-t5659251.html . Nachdem mittlerweile jeder hier an Rückrufe gewöhnt ist war es klar, dass es keinen großen Aufschrei geben würde; und es hat auch keiner etwas negatives zu Tesla geschrieben. Kaju und die Slimbox hingegen haben Tesla sogar noch gelobt... also bitte, es geht hier um die Sitzreihe, auf der hauptsächlich Kinder transportiert werden; wäre hier etwas passiert, hätte Tesla einen riesigen Imageschaden gehabt. Und natürlich, der Rückruf fand vorbildlich statt. Aber es zeigt auch (wie auch die anderen Probleme bei dem Fahrzeug), dass das Model X nicht ganz so "fertig engineered" ist, wie es sein sollte. Sicher kein Grund für einen Aufschrei, aber ein Lob hat hier Tesla allgemein nicht verdient. Und wenn ich dann die Beiträge anschaue könnte auch gerade noch "H... Tesla" darunter stehen.

Das "H... Tesla" löschst du bitte sofort!

 

Das sehe ich ganz anders.

Rückrufe werden sonst nur gemacht, wenn angeordnet.

Rückrufe werden oft im geheimen, bei Inspektionen gemacht.

 

Der Rückruf kommt freiwillig von Tesla. Das Model X als "nicht fertig engineered" zu bezeichnen trifft es auch nicht.

Oder sind alle e-Golf in den USA "nicht fertig engineered"

Oder sind die Millionen GM Pickups "nicht fertig engineered", wo es Gurtprobleme gibt?

 

Du übertreibst hier glaube ich deutlich. Vor allem mit dem H...

Zitat:

Die erste Stufe ist, dass man seine Meinung vertritt, man sich nicht wie ein 8-Jähriger provozieren lässt und hin und wieder die Vorteile aufzählt, wenn es gerade angebracht ist (nicht in Threads, die 0 mit der E-Mobilität zu tun haben).

Deshalb finde ich das FAQ von dem Tesla Forum gut gemacht.

Auch den Blog von Kaju finde ich gut.


27.04.2016 18:27    |    S-teven

@emobilezukunft

 

Zitat:

Wegen dieser Leute gibt es diesen (provokativen) Blog.

Dann solltest du dich nicht wundern, wenn Leute so reagieren ;)

 

Zitat:

So etwas habe ich noch nicht gelesen.

Mehr als einmal.

 

Zitat:

- Wenn aber ein User schreiben würde, das E-Auto kann für niemanden funktionieren, weil man keine 1.000km am Stück fahren kann, ist das zwar wahr, aber gleichzeitig einfach nur dumm.

 

- Wenn aber ein User schreiben würde, das E-Auto kann für niemanden funktionieren, weil man nicht dauerhaft 250 km/h fahren kann, ist das zwar wahr, aber gleichzeitig einfach dumm.

 

- Wenn aber ein User schreiben würde, das E-Auto kann für niemanden funktionieren, weil man auf einer Strecke von 250km nachladen muss (Tesla mal ausgenommen), ist das zwar wahr, aber gleichzeitig kein Argument für jeden.

Oder sich einfach mal nicht provozieren lassen.

 

Zitat:

Ich habe persönlich nichts gegen ein Auto mit Brennstoffzelle (...)

Das ist das Grundproblem bei der Sache, nämlich die "Elon-Musk-Argumente". Ihr redet von Wirkungsgraden, Technik etc. und habt damit recht, keine Frage. Dies wird den Durchschnittsautokäufer aber absolut nicht interessieren. Den interessiert Reichweite und schnelles "tanken". Daher sehe ich gerade für die aktuellen Dieselkunden dort die Zukunft, und dieser Markt ist enorm groß. Das kann sich natürlich noch komplett anders entwickeln, wenn sich die reinen E-Fahrzeuge schneller entwickeln als erwartet.

 

Ich habe allerdings kein Interesse, das weiter zu diskutieren. Wenn sich der größte Autohersteller der Welt für eine Technik entscheidet, macht der das nicht unbegründet.

 

Zum "nicht fertig engineered" stehe ich weiterhin.

 

Abschließend noch eins - ihr könnt hier natürlich schreiben, was ihr wollt, nur ihr macht euch hier enorm unsympathisch. Das wäre mir ziemlich egal, wenn das User nicht auf die E-Mobilität und Tesla projizieren würden. Tesla ist sicher weit von "perfekt", aber in vielen Punkten sind sie nunmal Vorreiter und machen den etablierten Autoherstellern ordentlich Druck. Nur mit eurer extremen Markenbrille macht ihr die Marke hier nicht unbedingt sympathischer.


27.04.2016 18:51    |    emobilezukunft

@S-teven

 

Zitat:

Zitat:

So etwas habe ich noch nicht gelesen.

Mehr als einmal.

Hast du mal ein, zwei Links um das zu zeigen?

Zitat:

Oder sich einfach mal nicht provozieren lassen.

Also soll man für alle gut sichtbar die Unwahrheit stehen lassen? Auch ein Weg.

Zitat:

Zitat:

Ich habe persönlich nichts gegen ein Auto mit Brennstoffzelle (...)

Das ist das Grundproblem bei der Sache, nämlich die "Elon-Musk-Argumente".

Auch Fakten genannt. Denn der Kerl ist garantiert nicht blöde.

Zitat:

Ihr redet von Wirkungsgraden, Technik etc. und habt damit recht, keine Frage.

Aha!

Zitat:

Dies wird den Durchschnittsautokäufer aber absolut nicht interessieren. Den interessiert Reichweite und schnelles "tanken". Daher sehe ich gerade für die aktuellen Dieselkunden dort die Zukunft, und dieser Markt ist enorm groß. Das kann sich natürlich noch komplett anders entwickeln, wenn sich die reinen E-Fahrzeuge schneller entwickeln als erwartet.

Dann lege ich dir mal folgenden Beitrag vom Managermagazin zu Herzen.

http://www.manager-magazin.de/.../...o-im-live-fahrtest-a-1060277.html

 

Kurzzusammenfassung:

- Das Tesla Model S, das so schnell fahren darf, wie es will mit Nachladeerlaubnis ist deutlich schneller als der Tesla, der nicht nachladen darf und noch schneller als der Mirai der nicht nachtanken darf(kann).

- Das Nachtanken des Mirai dauert mehrmals 15 Minuten, statt der erwarteten 3-5 Minuten.

- Reichweite des Mirai schrumpft bei hohen Geschwindigkeiten noch stärker als beim E-Auto.

- Viel mehr Tankvolumen geht in einem normalen Auto kaum noch, da bereits voll.

- Kleinstwagen werden mit der Technik wohl nie kommen. Technik braucht zu viel Platz.

- Man schleppt die "doppelte" Technik mit sich rum.

- Die Kosten sind mit 9€/kg H2 und einem Verbrauch von mindestens 0,8kg/100km entspricht 7,20€/100km

- Vmax von 178km/h beim Mirai (Es wird ja schon über die 210km/h beim ersten Model S gemeckert)

Zitat:

Ich habe allerdings kein Interesse, das weiter zu diskutieren. Wenn sich der größte Autohersteller der Welt für eine Technik entscheidet, macht der das nicht unbegründet.

Das ist das Grundproblem bei der Sache, nämlich die des zweitgrößten "Autoherstellers-baut-die -Zukunfts-Autos-Argumente". Ihr redet von Technik und der Zukunft etc....

Ist schon etwas hochnäsig ein Auto "Zukunft" zu nennen.

Zitat:

Zum "nicht fertig engineered" stehe ich weiterhin.

Das bleibt dir selbstverständlich.

Zitat:

 

Abschließend noch eins - ihr könnt hier natürlich schreiben, was ihr wollt, nur ihr macht euch hier enorm unsympathisch. Das wäre mir ziemlich egal, wenn das User nicht auf die E-Mobilität und Tesla projizieren würden. Tesla ist sicher weit von "perfekt", aber in vielen Punkten sind sie nunmal Vorreiter und machen den etablierten Autoherstellern ordentlich Druck. Nur mit eurer extremen Markenbrille macht ihr die Marke hier nicht unbedingt sympathischer.

Auch das du mich und andere unsympathisch findest, bleibt dir natürlich auch.

Ich lese und schreibe gerne Fakten.

Mit Sicherheit sehen das andere auch so.

Es bringt nichts zu viel zu loben, oder etwas zu schlecht zu reden.

 

Aber Fakten bringen uns weiter.

 

Siehe Mirai.


27.04.2016 22:05    |    Mike_083

Bei meinem BMW 1er hab ich für die ersten 4 Jahre ca. 890 € an Wartungskosten für Motoröl, Bremsflüssigkeit, Zündkerzen, Luftfilter, Klimafilter inkl. Arbeitzeit. Da kann ich aber lange fahren bis sich der hohe Anschaffungspreis des E-Autos amortisiert ...

 

Den Tesla-Hype verstehe ich nicht. Die Markenblindheit, die mir bei BMW vorgeworfen wird, sehe ich bei Tesla bei gewissen anderen Leuten.

Das kann ich mir jetzt auch nicht verkneifen: https://www.wired.de/.../...-s-von-tesla-verliert-seine-kaufempfehlung

Kann jemand mal so eine Kiste kaufen und damit mal 150.000 km abspulen und dann reden wir weiter?


27.04.2016 22:17    |    emobilezukunft

Sollte ich da jetzt besser nicht drauf reagieren, S-teven? ;)

 

Mitte 2015 schon fast 200.000km:

http://ecomento.tv/.../

 

Wurde auch hier schon berichtet:

http://www.motor-talk.de/.../...er-mit-dem-tesla-model-s-t5308687.html

 

200.000km mit dem Tesla Roadster, der die schlechteren Akkus hatte:

http://www.focus.de/.../...meter-mit-strom-statt-sprit_aid_754877.html

 

Im TFF haben schon 2 über 230.000km gefahren.

Zitat:

TOP 5:

 

Platz 1: Eberhard, 230.995 km (30.03.2016)

EZ: 08/2013

-> 7.218 km/Monat

 

Platz 2: hans63, 230.000 km (23.02.2016)

EZ: 08/2013

-> 7.419 km/Monat

 

Platz 3: Talkredius, 158.112 km (05.04.2016)

EZ: 09/2013

-> 5.260 km/Monat

 

Platz 4: trimaransegler, 145.000 km (11.04.2016)

EZ: 04/2014

-> 6.040 km/Monat

 

Platz 5: Johann Koeber Nbg, 143.000 km (30.03.2016)

EZ: 03/2014

-> 5.960 km/Monat

Worüber möchtest du jetzt reden?

@Mike_083


27.04.2016 22:18    |    bthight

Gab es nicht vor (ca 6Monaten ?) einen Berich über ein Ultra-Schnell-Ladesystem für Smartphone Akkus ?

Worauf basierte dieses ?

 

Was verhindert primär die Schnellladung ? Haltbarkeitsansprüche ? Hitzeentwicklung ?


27.04.2016 22:35    |    Mike_083

Habe nun keine Zeit um stundenlang über die Sinnhaftigkeit von E-Autos zu diskutieren. Sinnvoll mögen sie gewiss sein, aber noch uninteressant für mich. Und was Tesla betrifft, nunja, ich halte die Preise für zu hoch. Aber wer es sich leisten kann ... Ein Auto um 80.000 € ist nix für Normalverdiener, und eine Firma, die Elektromobilität nur den Gutverdienern anbietet, ist mir grundsätzlich mal nicht sympathisch. Aber um diesen Preis müssen sie die 200.000 km eh schaffen, vor allem wenn man 7.000 km im Monat fährt, also viel Langstrecke ... Das schaffen auch andere günstigere Autos.


28.04.2016 06:19    |    Zephyroth

Mike, es mag viele Gründe gegen ein E-Auto geben, der Preis ist es bei jemandem der einen 36.000€-1er-BMW fährt gewiss nicht.

 

Zitat:

Was verhindert primär die Schnellladung ? Haltbarkeitsansprüche ? Hitzeentwicklung ?

Alles zusammen. Akkus mögen keine Hitze, die entsteht aber wenn man mit entsprechendem Strom reinfährt. Dazu kommt, das eine Schnellladung (auch wenn man den Akku kühlt) zu weniger Zyklen führt. Selbst Tesla sagt, das die Schnellladung am Supercharger nicht für's dauerhafte Laden, sondern nur zur Überbrückung von langen Fahrten dienen soll. Empfohlen wird das tägliche Aufladen daheim, was mit 22kW recht schonend vorsich geht.

 

Im Modellbau, wo mit LiPo-Akkus gearbeitet wird, gilt eine 3C-Ladung (also Ladung mit 3-facher Kapazität. z.B. 10Wh-Akku --> Ladung mit 30W) als oberstes Limit. Diese Akkus sind nach 50 Zyklen fertiggefahren. Das liegt aber auch daran das diese sehr heftig entladen werden (mit bis zu 30C) und das nahe der Tiefentladegrenze. Im Modellbau zählt einfach nur Leistung.

 

Das nächste Problem ist auch die Stromzufuhr. Heutige Teslas fahren mit mindestens 70kWh-Akkus rum, um diese mit 3C zu laden wären schon 230kW (210kW + Ladeverluste) Anschlußleistung notwendig. Die müssen erst mal zum Standort gebracht werden (das sind bei 400V Drehstrom 330A!) und das für einen Supercharger, besser wären an einem Standort 2-3. Da muß man schon einen eigenen Trafo aufstellen, der die Leistung aus dem Mittelspannungsnetz (20kV) holt.

 

Grüße,

Zeph


28.04.2016 08:09    |    Mike_083

Wahrscheinlich sehe ich einen Mehrwert des 1er BMW. Einen Nissan Leaf um dieses Geld würde ich nicht kaufen.

 

Aber steht das zur Debatte? Einen Preis rechtzufertigen, nur weil es sich jemand anders leisten kann, ist nicht sinnvoll.

Ich halte E-Autos nach wie vor für zu teuer (und nicht nur das!), um sie der Masse schmackhaft zu machen.


28.04.2016 08:30    |    Zephyroth

Ich versteh' dich, auch wenn's nicht so aussieht. Dein 1er ist als Einzelfahrzeug voll tauglich, der Leaf nur für die wenigsten, den sehe ich eher als Zweitauto. Und da ist der Preis schon sehr hochgegriffen. Bei uns geht das nur, weil ich noch weiterhin meinen Verbrenner habe, anders wär's derzeit nicht möglich.

 

Du sagst, dir ist eine Firma unsympathisch, die die E-Mobilität nur Besserverdienern zugänglich macht. Nun, ist das bei BMW anders? Ist ein i3 wirklich so günstig, das ihn sich jeder leisten kann? Würdest du einen fahren?

 

Bzw. fragen wir anders, wie sympathisch sind Firmen, die es einem Normalverdiener unmöglich machen, sich neu eine Mittelklasse zu leisten (und sich dabei z.B. "Volkswagen" nennen)?

 

E-Autos sind teuer, das stimmt. Aber es ist nichts Ungewöhnliches, das eine neue Technologie, die noch nicht in Masse produziert werden kann, von oben im Luxussegment eingeführt wird. Das machen alle, nicht nur Tesla. Xenon beispielsweise wurde im 7er-BMW eingeführt und wuchs dann nach unten. Die ganzen Assistenzsystem, beispielsweise iDrive wurde ebenfalls erstmalig im 7er eingeführt.

 

Wieso sollte Tesla es anders machen? Tesla hat erkannt, das ein Auto in erster Linie einmal gefallen muß. Das war im unteren Preissegment nicht möglich. Da kommen dann Dinge wie der Prius, der i3, Zoe oder Leaf raus. Die kann man sich leisten, allerdings wirklich nur mit einer gehörigen Portion Idealismus. Mittlerweile mit den Facelifts sind die Dinger optisch zumindest erträglich und kommen in Frage.

 

Grüße,

Zeph


28.04.2016 08:57    |    emobilezukunft

@Mike_083

 

DANKE! Du bist das perfekte Beispiel für den Grund meines Blogs!

 

Zitat:

Habe nun keine Zeit um stundenlang über die Sinnhaftigkeit von E-Autos zu diskutieren. Sinnvoll mögen sie gewiss sein, aber noch uninteressant für mich.

Erst verlangst du, das jemand mit der "Kiste" 200.000km fahren soll, damit man weiter diskutieren kann.

Dann liefere ich dir mehrere Leute und du sagst, das du nicht diskutieren willst, weil es für dich eh uninteressant ist.

 

Was soll das?

Was bringt dir das?

Zitat:

Und was Tesla betrifft, nunja, ich halte die Preise für zu hoch. Aber wer es sich leisten kann ...

Auch wenn ich für die folgende Aussage gleich wieder kritisiert werden, aber:

Mehr Neid kann man wohl in keine Antwort packen.

Zitat:

Ein Auto um 80.000 € ist nix für Normalverdiener, und eine Firma, die Elektromobilität nur den Gutverdienern anbietet, ist mir grundsätzlich mal nicht sympathisch.

Ich habe mich geirrt.

Es geht noch Neidvoller.

Schreibst du solche Kommentare eigentlich auch in Ferrari, Bugatti, Lamborghini, Aston Martin, Bentley und Co. Blogs oder nur hier in einem Tesla Blog?

Neue Technologie wurde immer erst in der Oberklasse eingeführt, weil hauptsächlich dort Gewinn zu machen ist. Dort sitzt (wie du so richtig erkannt hast) das Geld. vielleicht auch lockerer, wer weiß.

Zitat:

Aber um diesen Preis müssen sie die 200.000 km eh schaffen, vor allem wenn man 7.000 km im Monat fährt, also viel Langstrecke ...

Der Tesla Akku ist für 3.500 Zyklen am Supercharger ausgelegt (Ausgelegt bedeutet nicht kaputt, sondern dann hat er nur noch 70% seiner Kapazität). Das macht 1.750.000km! Also das 8,75 fache von dem was du verlangst.

Das schöne daran ist, das sich vermutlich mehrere Besitzer an dem Wagen erfreuen dürfen!

Zitat:

Das schaffen auch andere günstigere Autos.

Wer hat das Gegenteil je behauptet?

 

Dieser Beitrag von Mike_083 ist genau das, wo ich das Problem sehe.

Er kann sich den Tesla nicht leisten. Danach könnte man ein Punkt setzen, aber dann geht es weiter. Erst schlecht machen, nach Gegenbeweis aber nicht weiter reden wollen, weil man ihn sich eh nicht leisten kann und die Firma deshalb nicht mag, weil man ihn sich nicht leisten kann und zum Abschluß noch sagen, das es andere viel besser können.

 

Aber das Thema Preis/Geld wird sich in den nächsten, sagen wir 5 Jahren, eh von selbst lösen.

 

Dann gibt es gute gebrauchte E-Fahrzeuge günstig.

Dann kommen die Hersteller mit kleineren, bezahlbaren Fahrzeugen.

Tesla hat jetzt die 4te Generation angekündigt. Kleiner und günstiger als das kommende Model 3.

http://teslamag.de/news/die4-tesla-generation-laut-musk-8382


28.04.2016 09:05    |    emobilezukunft

@Mike_083

Zitat:

Wahrscheinlich sehe ich einen Mehrwert des 1er BMW. Einen Nissan Leaf um dieses Geld würde ich nicht kaufen.

Das ist ja auch dein gutes Recht und deine persönliche Meinung.

Zitat:

Aber steht das zur Debatte? Einen Preis rechtzufertigen, nur weil es sich jemand anders leisten kann, ist nicht sinnvoll.

Aber steht das zur Debatte? Einen Preis zu kritisieren, nur weil es sich jemand anders nicht leisten kann, ist nicht sinnvoll.

Zitat:

Ich halte E-Autos nach wie vor für zu teuer

Zu Recht, aber neue Technik ist immer erst teuer, bevor es zur Serie wird. Siehe Xenon, siehe ABS, siehe ESP, siehe elektrische Fensterheber, usw...

Zitat:

(und nicht nur das!), um sie der Masse schmackhaft zu machen.

Als zweiter Punkt bleibt noch die Lademöglichkeiten.

Schön das die Regierung gerade beschlossen hat 300 Millionen € in die Ladeinfrastruktur zu investieren.

http://www.motor-talk.de/.../...nen-starten-schon-ab-mai-t5676221.html


28.04.2016 10:23    |    basty8321

Ich fahre jede Woche 2x 535Km mit einem 110PS Diesel.

 

Für diese Strecke benötige ich 1x 4,5 Stunden incl. Tankstopp von 10 Minuten

und einmal 6 - 7 Stunden ( Freitag ) incl. Tankstopp von 10 Minuten.

 

Sobald es ein BEZAHLBARES E-Fahrzeug gibt mit der gleichen Leistung mit dem ich diese Strecken in diesen Zeiten mit diesen "Tankstopps" fahren kann würde ich sofort umsteigen bzw. dies bei meinem Arbeitgeber anregen.

 

Vorher nicht. Privat würden mir die jetzt schon verfügbaren Reichweiten ausreichen. Da Problem was ich jedoch hätte ist, dass ich in einem Mehrfamilienhaus wohne was nicht mir gehört und somit wird es schwierig mit Ladesäule bzw. generell laden.

 

Viele Grüße Basty


28.04.2016 10:28    |    sampleman

@Mike_083:

 

Zitat:

Bei meinem BMW 1er hab ich für die ersten 4 Jahre ca. 890 € an Wartungskosten für Motoröl, Bremsflüssigkeit, Zündkerzen, Luftfilter, Klimafilter inkl. Arbeitzeit. Da kann ich aber lange fahren bis sich der hohe Anschaffungspreis des E-Autos amortisiert ...

Der Schein trügt. BMW gibt für den i3 Betriebskosten von 15 ct. pro Kilometer an, das ist etwa halb so viel wie bei einem normalen 1er. Wenn man sich einen 1er BMW mit 170 PS und Automatik und mit einer mit dem i3 vergleichbaren Ausstattung konfiguriert, landet man ganz schnell bei 29.000 Euro. Der i3 kostet 35.000 Euro, also 6.000 Euro mehr. Bei 15.000 km im Jahr dauert es also keine drei Jahre, bis man den Mehrpreis des i3 wieder reingefahren hat. Nimmt man statt des 1ers einen Mini Paceman, sieht das nicht anders aus, der ist nämlich auch nicht billiger.

 

Das ist natürlich ein bisschen eine Milchmädchenrechnung, denn bei E-Autos, die eine so beschränkte Reichweite haben, muss man sich vermutlich mehrmals im Jahr einen Verbrenner mieten, um mit dem Fahrten zu machen, die mit einem E-Auto mit 150 km Reichweite nicht oder nur mühsam möglich sind.


28.04.2016 10:50    |    emobilezukunft

@basty8321

 

Zitat:

Ich fahre jede Woche 2x 535Km mit einem 110PS Diesel.

Mein herzliches Beileid.

Zitat:

Für diese Strecke benötige ich 1x 4,5 Stunden incl. Tankstopp von 10 Minuten und einmal 6 - 7 Stunden ( Freitag ) incl. Tankstopp von 10 Minuten.

 

Sobald es ein BEZAHLBARES E-Fahrzeug gibt mit der gleichen Leistung mit dem ich diese Strecken in diesen Zeiten mit diesen "Tankstopps" fahren kann würde ich sofort umsteigen bzw. dies bei meinem Arbeitgeber anregen.

 

Vorher nicht.

Also nie. Denn ein E-Auto wird auf längeren Distanzen immer länger brauchen.

Zitat:

Privat würden mir die jetzt schon verfügbaren Reichweiten ausreichen. Da Problem was ich jedoch hätte ist, dass ich in einem Mehrfamilienhaus wohne was nicht mir gehört und somit wird es schwierig mit Ladesäule bzw. generell laden.

Bedeutet schwierig = Unmöglich?

Du hast vermutlich nicht mal beim Vermieter angefragt, oder?


28.04.2016 11:06    |    basty8321

Huhu Emobilezukunft

 

warum sollte ein E-Auto auf längeren Distanzen immer länger brauchen ?

Woran es im Moment fehlt ist bezahlbare Akkukapazität und evtl. Schnelladetechnologie ??

 

Selbst wenn das e-Auto "nur" 180KmH in der Spitze fährt würde das völlig ausreichen.

Die genannte Zeit für meine Strecke schafft man meist mit Tempomat und 160Kmh + Einhaltung von

evtl. vorhandenen Geschwindigkeitsbeschränkungen.

 

Natürlich habe ich beim Vermieter noch nicht nachgefragt. Warum auch. Und nein schwierig heist nicht unmöglich. Generell stehe ich den e-Mobilen sehr offen gegenüber. Mit einem Prius PlugIn habe ich auch schon einen Eindruck bekommen wie sich elektrisches Fahren anfühlen kann. Bzw. fahre ich auch unseren Familien Prius 3 ( ohne Plugin ) sehr gerne mal wenn sich die Gelegenheit ergibt.

 

Allerdings ist es bei mir so aufgrund der wenigen Km die ich Privat fahre habe ich mir ein Sportliches Auto gegönnt da ich nicht auf den Verbrauch schauen muss. Wenn es allerdings wieder Zeit für ein neues ist wird dies auf jeden Fall ein Hybrid oder vielleicht auch ein e-Auto. Bis dahin ist aber noch viel Zeit.

 

Viele Grüße Basty

 

Der nur Diesel fährt weil die Firma solche Autos kauft.


28.04.2016 11:16    |    emobilezukunft

@basty8321

Hi basty,

 

weil es meiner Meinung nach keinen Sinn macht, Akkus für 1.000 oder mehr Kilometer in ein Auto zu packen, wenn die Ladeinfrastruktur stimmt.

Tesla hat mit dem angedeuteten 100kWh Akku eine Grenze erreicht, die nicht weiter nach oben gehen sollte, sondern dann lieber in einer Verkleinerung des Akkus und somit der Gewichtseinsparung dienen sollte.

Der aktuelle 90D hat eine Reichweite von 557 km (NEFZ).

Ein 100D würde also grob 619 km weit kommen.

Mehr muss meiner Meinung nach nicht sein. Denn für 1.000km bräuchte man bei humaner Fahrweise nur einmal nachladen, aber dann 60-80 Minuten.

Oder mehrfach stoppen und nur je 20 Minuten nachladen.

Aber länger wird ein E-Auto immer brauchen.

Induktive Ladung auf allen Straßen und Ladung während der Fahrt an Oberleitungen mal ausgeschlossen.

 

Ein Tesla würde das bieten, was du sucht, ist aber extrem teuer.

 

Ich finde einen Hinweis, das man zu Hause nicht laden kann nur "unfair", wenn man es nicht mal mal angefragt/probiert hat, obwohl möglich.

Wenn man keinen festen Stellplatz hat und in der 7.ten Etage lebt, kann ich das Argument verstehen.

 

Gruß

 

Rainer


28.04.2016 12:17    |    S-teven

@emobilezukunft

 

Danke schön, du hast gerade selbst wieder mal bewiesen, was ich die ganze Zeit versuche zu sagen. Nur um die Brennstoffzelle schlecht zu reden verdreht ihr Fakten so, dass sie gerade passen, obwohl sie komplett aus dem Zusammenhang gerissen sind.

 

Zitat:

- Das Tesla Model S, das so schnell fahren darf, wie es will mit Nachladeerlaubnis ist deutlich schneller als der Tesla, der nicht nachladen darf und noch schneller als der Mirai der nicht nachtanken darf(kann).

" 18.53 Uhr: Das darf nicht wahr sein. Der Mirai hat wegen eines unverzeihlichen Fahrfehlers unsererseits verloren. Oder doch nicht? Immerhin dampfen wir munter weiter in Richtung Frankfurt - aber wir werden umkehren müssen. Was sagt das Reglement?

 

18.52 Uhr: AAAARGH: Die Ausfahrt verpasst!! "

 

Zitat:

- Das Nachtanken des Mirai dauert mehrmals 15 Minuten, statt der erwarteten 3-5 Minuten.

Dies passierte exakt einmal und lag ausschließlich an der Düsseldorfer Tankstelle.

 

Der Rest deiner Kritikpunkte sind alles Momentaufnahmen. Wenn du der E-Mobilität eine Entwicklung zutraust (wir erinnern uns zurück, wie es noch vor 10 Jahren aussah) solltest du das doch auch der Brennstoffzelle, oder etwa nicht?

 

Und nochmals und damit ist das Thema für mich durch - der Durchschnittsfahrer ist nicht technoid wie ihr und auch kein Tech-Milliardär. Den interessiert zb, nach einem Jahr arbeiten mal 1000km nach Italien ans Meer in den Familienurlaub zu fahren. Kannst dir ja selbst anschauen, wieviele Supercharger es nahe des Meeres gibt. Und bitte nicht wieder mit einem Leihwagen anfangen, wir reden hier von einem beschränkten Urlaubsbudget.

 

Noch abschließend einige schöne Zitate des von dir hier eingebrachten Beitrags

 

"Wasserstoff-Autos lassen sich viel schneller als Batterie-Elektroautos betanken."

 

"Wasserstoff ist die Zukunft"

 

"So lautet unser Fazit nach 450 Kilometern und fünfeinhalb Stunden: (...) Wenn jetzt noch mehr Wasserstofftankstellen und Stromladesäulen dazu kommen, steht dieser Form der Mobilität nicht mehr viel im Weg."


28.04.2016 12:18    |    sampleman

@emobilezukunft

 

Zitat:

Ich finde einen Hinweis, das man zu Hause nicht laden kann nur "unfair", wenn man es nicht mal mal angefragt/probiert hat, obwohl möglich. Wenn man keinen festen Stellplatz hat und in der 7.ten Etage lebt, kann ich das Argument verstehen.

Halte ich für völlig blauäugig. Wenn man die Kommunikation mit seiner Hausverwaltung aus früheren Fällen kennt, dann kann man in der Praxis sehr gut abschätzen, ob es Sinn macht, deren Zustimmung für eine etwas größere Umbaumaßnahme in der Tiefgarage zu erfragen oder nicht.

 

Da sähe ich übrigens noch Potenzial für Eingriffe der Regierung. Die könnte ein Programm für die Montage von Wallboxen in Miethäusern auflegen, flankiert von einer gesetzlichen Regelung, dass der Hauswirt zustimmen muss, wen ein Mieter eine Wallbox installiert haben möchte. dazu dann noch steuerliche Anreize für die Installation. Nicht zu vergessen: jede Wallbox muss von einem Installateur montiert werden, das könnte dem Mittelstand helfen. Ich denke in dem Zusammenhang an die Regelung, dass ein Vermieter einem ausländischen Mieter die Installation einer Sat-Schüssel erlauben muss, wenn es keinen anderen Weg gibt, dass der Mann TV aus seiner Heimat bekommt.

 

Bei der Gelegenheit müsste man noch ein anderes Problem lösen: ich habe bislang noch keine private TG gesehen, die WLAN- oder Mobilfunkabdeckung hatte. Das wäre natürlich wünschenswert, wenn man dort ein E-Auto lädt - und ggfs. per App den Ladestand abfragen oder die Klimatisierung voreinstellen möchte.

 

Das ganze Thema müsste mal jemand in die Hand nehmen, ich sehe da die Energieversorger als potenzielle Organisatoren. Schließlich verkaufen sie am Ende Strom über die Wallboxen. Und RWE hat zum Beispiel schon Smart-Home-Gerätschaften im Programm. So fremd kann denen das Thema nicht sein.


28.04.2016 12:38    |    Zephyroth

@S-teven

 

Hast du jemals selbst, damit meine ich wirklich selbst, die Wirkungsgradkette Well-to-Wheel für Brennstoffzelle und Akku durchgerechnet?

 

Grüße,

Zeph


28.04.2016 12:48    |    emobilezukunft

@S-teven

 

Zitat:

Danke schön, du hast gerade selbst wieder mal bewiesen, was ich die ganze Zeit versuche zu sagen. Nur um die Brennstoffzelle schlecht zu reden verdreht ihr Fakten so, dass sie gerade passen, obwohl sie komplett aus dem Zusammenhang gerissen sind.

Zitat:

- Das Tesla Model S, das so schnell fahren darf, wie es will mit Nachladeerlaubnis ist deutlich schneller als der Tesla, der nicht nachladen darf und noch schneller als der Mirai der nicht nachtanken darf(kann).

18.52 Uhr: AAAARGH: Die Ausfahrt verpasst!!

18.53 Uhr: Das darf nicht wahr sein. Der Mirai hat wegen eines unverzeihlichen Fahrfehlers unsererseits verloren. Oder doch nicht? Immerhin dampfen wir munter weiter in Richtung Frankfurt - aber wir werden umkehren müssen. Was sagt das Reglement?

1. Der andere Tesla der DEUTLICH früher da war, wurde am Ende einfach verschwiegen.

2. Der zweite Tesla war auf eine Höhe mit dem Mirai.

3. Der Miraifahrer wollte unbedingt den ZWEITEN Platz, so das er sich nicht mehr auf den Verkehr konzentriert hat und die Ausfahrt verpasst hat.

 

Also wo habe ich was falschen wiedergegeben?

Zitat:

Zitat:

- Das Nachtanken des Mirai dauert mehrmals 15 Minuten, statt der erwarteten 3-5 Minuten.

Dies passierte exakt einmal und lag ausschließlich an der Düsseldorfer Tankstelle.

Stimmt, an einer konnten sie erst überhaupt nicht tanken, stimmt. Dank für den Hinweis.

Zitat:

Der Rest deiner Kritikpunkte sind alles Momentaufnahmen. Wenn du der E-Mobilität eine Entwicklung zutraust (wir erinnern uns zurück, wie es noch vor 10 Jahren aussah) solltest du das doch auch der Brennstoffzelle, oder etwa nicht?

Die Wasserstoffproduktion ist zwar eine Momentaufnahme, aber eine wirklich Besserung ist nicht in Sicht. Genausowenig wie der Wunderakku auf den die deutschen Hersteller angeblich warten.

Zitat:

Und nochmals und damit ist das Thema für mich durch - der Durchschnittsfahrer ist nicht technoid wie ihr und auch kein Tech-Milliardär. Den interessiert zb, nach einem Jahr arbeiten mal 1000km nach Italien ans Meer in den Familienurlaub zu fahren. Kannst dir ja selbst anschauen, wieviele Supercharger es nahe des Meeres gibt. Und bitte nicht wieder mit einem Leihwagen anfangen, wir reden hier von einem beschränkten Urlaubsbudget.

Muss es Italien sein?

Dann sind es 2 in direkter Wassernähe.

Aber dank über 400km Reichweite kann er ja auch 200km weit weg sein. Sagen wir mal 150km, okay?

Schau dir das Bild im Anhang an, die Gelb markierten Bereiche sind im 150km Radius um Supercharger herum.

Und dann noch, wo man 2016, wenn die Supercharger stehen alles hin kann!

Also kein Grund mehr, außer der Anschaffungspreis.

Zitat:

Noch abschließend einige schöne Zitate des von dir hier eingebrachten Beitrags

"Wasserstoff-Autos lassen sich viel schneller als Batterie-Elektroautos betanken."

Das ist und bleibt Fakt.

Zitat:

"Wasserstoff ist die Zukunft"

Das ist eine bloße Vermutung.

Zitat:

"So lautet unser Fazit nach 450 Kilometern und fünfeinhalb Stunden: (...) Wenn jetzt noch mehr Wasserstofftankstellen und Stromladesäulen dazu kommen, steht dieser Form der Mobilität nicht mehr viel im Weg."

Das ist eine Hoffnung die sehr viele teilen.

 

Hier noch ein Bericht im Handelsblatt:

http://www.handelsblatt.com/.../3438142-2.html

Zitat:

Nach dreißigjähriger Forschung am Wasserstoffauto ist BMW Ende 2009 ausgestiegen, es wurde dem Autobauern zu teuer. "Nur wenn der wasserstoffbetriebene Motor kostengünstig dem Dieselmotor vergleichbar ist, lohnt sich der finanzielle Aufwand", so Bratzel. Doch von dem Ziel sei man noch entfernt.

 

Denn eine wichtige Hürde bei der Markteinführung ist das teure Platin: In jeder Brennstoffzelle stecken gut 60 Gramm des teuren Edelmetalls. Das entspricht circa 3000 Euro pro Zelle.

 

Nicht nur Autoexperten, auch Umweltverbände sehen die Einführung des Wasserstoffautos skeptisch. "Es wird so getan, als lösten Wasserstoffautos das Klimaproblem. Das ist aber nicht so", sagt Wolfgang Lohbeck von Greenpeace. Vielmehr sei der Wasserstoff "ein Placebo für die Umwelt", da die Energie um den Wasserstoff zu erzeugen unverhältnismäßig groß sei.

 

Zumeist wird Wasserstoff aus Erdgas gewonnen: Bei hoher Temperatur und hohem Druck wird in einem speziellen Verfahren Wasserstoff, Kohlendioxid, Kohlenmonoxid aufgespalten. Dem Klima sei so nicht geholfen, so Lohbeck. Denn das CO2, das bei der Verbrennung des Wasserstoffs eingespart werde, entstehe dabei bei der Herstellung des Wasserstoffs.

Am Ende geht es also indirekt wieder nur um das schnelle tanken und die Abhängigkeit beim Treibstoff zu behalten.


Bilder

28.04.2016 12:54    |    emobilezukunft

@sampleman

 

Von einem negativen Vorfall auf alle weiteren zu schließen ist aber nicht weitsichtig. ;)

 

Aber ansonsten gebe ich dir vollkommen Recht.

Es müsste verboten werden, die Anbringung einer Ladestation (auf eigene Kosten) zu verbieten.

Wie gesagt, das wäre endlich eine Förderung, die da ankommt, wo sie gebraucht wird.

 

Wegen der Kosten eine Wallbox, schau mal was ich hier geschrieben habe:

http://www.motor-talk.de/.../...der-elektroauto-boom-t5676374.html?...


Deine Antwort auf "Warum suchen die Leute immer nur die angeblichen Nachteile der E-Mobility"

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