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Allgemeine Themen die mich interessieren

20.04.2016 18:58    |    emobilezukunft    |    Kommentare (203)

Warum werden kampfhaft angebliche Nachteile an der E-Mobilität gesucht?

Hallo zusammen,

 

vielleicht könnt ihr mir helfen.

Denn ich verstehe etwas nicht.

 

Wart ihr schon mal im Hybrid & Elektro Forum oder im Tesla Forum?

 

Was geht da denn ab?

 

Ich kenne viele Autoforen.

Da gibt es einzelne Leute, die mal im Audi Bereich über den Quattro meckern und den X-Drive als viel besser empfinden, aber dann ist wieder gut.

 

Aber in den Foren der neuen Antriebe treiben sich so viele Leute rum, die scheinbar kein Interesse an der E-Mobilität haben und dort trotzdem ständig schreiben.

 

Sie fahren selbst keine passenden Fahrzeuge, behaupten aber die Aussagen von Fahrern solcher Fahrzeuge können nicht stimmen.

 

  • Dann wird nach Reichweiten gefragt, die bei dauerhaft 250 km/h obwohl man mit dem eigenen Diesel mit unter 160 km/h fährt und dann nur 7l verbraucht und 1.000km weit kommt.
  • Dann wird kritisiert, das Tesla nur Xenon hat. Als Tesla Voll-LED serienmäßig hatte, wurde kritisiert, das es kein Matrix-Licht ist.
  • Dann wird darauf hingewiesen, dass Tesla Verlust macht und im gleichen Satz gemeckert, das Tesla keine Supercharger in Spanien aufgebaut hat.

 

Ich könnte die Liste unendlich weiter führen.

 

Was treibt die Leute dazu, so zu reagieren?

 

Ist die oft angesprochene Angst um die Arbeitsplätze in der Automobilindustrie?

Ist es pure Langeweile?

Ist es pures Geltungsbewußtsein?

 

Ich bin auf eure Kommentare gespannt.

 

Gruß

 

Rainer

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22.04.2016 10:56    |    Ascender

Zitat:

Es geht viel um Emotion beim Autofahren, um das Freiheitsgefühl und die Unabhängigkeit. Dabei haben wir als Autofahrer von letzterem eigentlich überhaupt nichts.

Emotional gesehen ist das Auto sowieso schon Tod bis auf wenige Ausnahmen (in der Regel Sportwagen).

Das hat vor allem mit der Bevormundung durch aktive Sicherheitssysteme zu tun (ESP, ASR, etc.). Aber auch damit, dass die Innenräume immer besser gedämmt werden.

Die Masse will sowieso nur sicher von A nach B kommen. Dass die Hersteller da diesen "Mainstream"-Trend nachgehen verwundert nicht.

Das hat auch erstmal nix mit Elektroautos zu tun.

Freiheitsgefühl und Unabhängigkeit empfinden doch inzwischen die wenigsten beim Fahren. Die Besitzer von spaßigen Zweitfahrzeugen (Cabrios, Sportwagen, Motorräder) vielleicht noch.

Frag mal junge Leute wann sie zuletzt spazieren gefahren sind. Die meisten gucken einen fragend an. Dabei war das wohl "dammalz" garnicht so unüblich Nachts sinnlos durch die Gegend zu fahren. Ich habe das früher auch gemacht, um Gegenden besser kennenzulernen und zu schauen wie das hier und da aussieht, und welche Wege wohin führen.

 

Spätestens dann wenn das Auto autonom fahren kann, werden die Kisten seelenlos und unemotional. Dann werden nur noch Dinge zählen wie viel Unterhaltungs- und Wellness-Elektronik in den Kisten verbaut ist.

 

Aber wie hier schon einige schrieben: Wenn die E-Autos häufiger auf dem Gebrauchtwagenmarkt vertreten werden, dann werden auch mehr Leute damit rumfahren.


22.04.2016 12:14    |    jennss

Zitat:

Warum werden kampfhaft angebliche Nachteile an der E-Mobilität gesucht?

- Angst um den Job

- Langeweile

- Geltungsbedürfnis

...

Ganz schön provokativ formuliert. Ich denke, es sind vor allem Missverständnisse bzw., wie es in Foren oftmals ist: Schlampige Missverständnisse bzw. man will den anderen nicht richtig verstehen. Es steht ja außer Frage, dass E-Autos derzeit noch nicht für alle User geeignet sind bzw. recht viele mehr oder weniger Einschränkungen in Kauf nehmen müssten. Ich hätte durchaus Lust auf ein E-Fahrzeug, weil es mir attraktiv erscheint, wenn das Auto so schön ansatzlos abzieht. Ich brauche auch nicht mehr als 150 km/h zu fahren. Und es würde sogar an recht vielen Tagen funktionieren, aber nicht an allen. Und für diese Tage dann ein Leihfahrzeug organisieren oder ein Zweitauto kaufen? Das wird dann nicht nur teuer, sondern ggf. auch unpraktisch.

 

Ein Großteil der Menschen lebt in Mietwohnungen. Dort kann man nicht so einfach ein Stromkabel aus dem Fenster bis zum Auto führen. Alleine damit fallen schon recht viele potentielle Autofahrer heraus. In unserem Falle wäre es sogar noch recht günstig. Wir haben einen Stellplatz neben dem eigenen Haus (ohne Carport). Ein wenig Bedenken hätte ich nur, wenn das Kabel am Tag oder in der Nacht frei für jeden zugänglich da liegt. Aber Probleme wären wohl relativ unwahrscheinlich, also könnte ich es vielleicht probieren. Die Lademöglichkeiten werden ständig besser, so dass das Problem der Infrastruktur langsam wegfallen wird. Bei Besuch von Oma und Opa (130 km einfache Fahrt, zurück am gleichen Tag), könnten wir bitten, dort 2-3 Stunden aufzuladen (im Sommer dürfte das bei einem eGolf vielleicht schon knapp reichen). Es wird spannend, wie sich das Ganze entwickeln wird.

 

Mich reizt ja mal ein Polo/Golf GTI, aber ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt, stattdessen einen GTE zu nehmen - der hat noch andere Reize, ist nur recht teuer in der Anschaffung, doch das könnte man mit weniger Unterhalt evtl. wieder rausholen. Mal sehen, was die Zukunft bringt. Ein PlugIn-Hybrid wäre für uns derzeit die einfachere Lösung oder ein E-Auto mit Rex (von denen es leider nicht viele gibt). Hätten wir zwei Autos im Haushalt, würde ich vielleicht bei einem die radikalere E-Auto-Lösung wählen :). Als einziges Fahrzeug macht es bei uns derzeit noch nicht viel Sinn. Es ist teurer und unpraktischer als ein TSI.

j.


22.04.2016 13:05    |    pico24229

Gut geschrieben ascender! :/


22.04.2016 17:16    |    dsc001

Das Auto ist für viele heute ein Stück Freiheit, Statussymbol, Sch...verlängerung ... und es macht riesigen Spaß auf der Autobahn mit Topspeed durch die Gegend zu brettern.

 

Wenn man sich heute die Elektroautos auf der AB anschaut, findet man die eigentlich immer auf Schleichfahrt. Selbst mit einem 500+ PS Tesla kann man nur mal kurz einen Sprint einlegen. Andernfalls fällt die Reichweite ins Bodenlose. Eine nutzbare Cruisingspeed von 200+km/h über längere Distanzen wird es mit E-Mobilität in absehbarer nicht geben. Kurz, E-Mobile sind für Viele eine Spaßbremse. Wenn dann noch das Horrorszenario vom autonomen Fahren kommt werden die schlimmsten Alpträume unserer Spaßfahrer wahr. Sowas muss natürlich von Anfang an bekämpft werden.


22.04.2016 17:36    |    Herzbubi

Die Elektromobilität wird sich sicher durchsetzen. Auch die Infrastruktur wird sich verbessern selbst wenn Politik, die Autoindustrie noch stark bremsen. Die vielen Noch-Gegner brauchen etwas Zeit um sich von ihrern Stinkkutchen zu verabschieden. Sie sind noch zusehr in ihrem alten Denken verhaftet. Das laute Röhren ihrer Protzkutchen ist ihnen derzeit noch zu wichtig. Ich werde meinen Stinkdiesel so schnell wie möglich gegen ein E-Auto wechseln. Wenn es die Deutschen nicht auf die Reihe kriegen dann wird es eben ein Tesla: Schade!


22.04.2016 17:45    |    jennss

Zitat:

Die vielen Noch-Gegner brauchen etwas Zeit um sich von ihrern Stinkkutchen zu verabschieden. Sie sind noch zusehr in ihrem alten Denken verhaftet. Das laute Röhren ihrer Protzkutchen ist ihnen derzeit noch zu wichtig.

Glaubst du das wirklich? Also gibt es praktisch keine echten Argumente pro Verbrenner?

j.


22.04.2016 18:33    |    dodo32

Zitat:

Die Elektromobilität wird sich sicher durchsetzen. Auch die Infrastruktur wird sich verbessern selbst wenn Politik, die Autoindustrie noch stark bremsen. Die vielen Noch-Gegner brauchen etwas Zeit um sich von ihrern Stinkkutchen zu verabschieden. Sie sind noch zusehr in ihrem alten Denken verhaftet. Das laute Röhren ihrer Protzkutchen ist ihnen derzeit noch zu wichtig. Ich werde meinen Stinkdiesel so schnell wie möglich gegen ein E-Auto wechseln. Wenn es die Deutschen nicht auf die Reihe kriegen dann wird es eben ein Tesla: Schade!

Und genau wegen derart sinnfreier Beiträge gibt es bei diesem Thema immer wieder Ärger :rolleyes:


22.04.2016 18:40    |    fm672

@Ascender

Mit dem Konsens in Umweltfragen meinte ich, dass E-Autos umweltfreundlicher als Verbrenner sind und dass der Klimanwandel real ist. Ich schmeiße nur Leute in dieselbe Kategorie wie AfD-Wähler, die das leugnen.

Zur Batterieforschung und -Produktion: In Deutschland gab es eine Fabrik von einem Autohersteller zur Zellfertigung, die eingestellt wurde. Der Staat hat da 30 Millionen Euro reingebuttert. Das ist Müll, dass wir bei konventionellen Autos vom nahen Osten abhängig sind wegen des Öls und bei E-Autos jetzt von Südostasien.

Hier ab Minute 17:

https://www.youtube.com/watch?v=XQelhFzK3Po

Darin wird z.B. auch noch das Unding genannt, dass man sich als Technologieführer bezeichnet, weil man 2,5 Tonnen Plug-In - SUVs baut mit Mini-Elektroreichweite, nur um die Verbrauchswerte schön rechnen zu können und dafür wieder Millionen vom Staat kassiert.

 

Dass Tesla kein Geld verdient und dass Aktionäre Tesla nichts zutrauen ist einfach nicht richtig. Tesla macht hohe Umsätze und die Aktien stehen sehr gut da. Der große Gewinn soll im großen Masterplan nach Einführung des Model 3 kommen und bei 400.000 Vorbestellungen in kurzer Zeit sieht es gut aus.

 

Es kauft keiner, weil kein Angebot da ist. Dass ein E-Auto nicht rentabel sein kann, ist ein Märchen. Wenn ein Visio M für 16.000 machbar ist, ist auch ein Kompakter für 35.000 machbar. Die bisherigen E-Autos aus Deutschland sind einfach keine ernsthaften Projekte so wie das Tesla Model 3 eines ist. Z.B. der BMW i3 - extrem viel Carbon, damit es schön teuer wird und Aussehen wie ein Audi A2 (was jetzt mal vorsichtig gesagt nicht mehr zu den beliebtesten Designs gehört), was soll das bitte? Nissan macht es da mit dem Leaf grundsätzlich preislich vernünftiger, allerdings ist das dann endgültig optisch das, was am weitesten entfernt vom deutschen Geschmack ist.


22.04.2016 20:02    |    PIPD black

Und des Deutschen liebstes Kind, der Golf, kostet als GTE mehr als ein GTI und reicht an den R.

Aber das konnte Opel mit dem Ampera auch. Weit außerhalb jeglicher Preisreichweite des normalen Astra-Kunden.

 

Eine oder zwei Klassen tiefer beim E-up! sieht es auch nicht anders aus. Wobei das genau der Kundenkreis ist, der das meiste Potential hat, das E-Auto artgerecht zu bewegen. Selbst Firnenkunden macht man keine attraktiven Angebote. Warum nicht?


22.04.2016 20:22    |    Ascender

Weil Batterien teuer sind?


22.04.2016 20:53    |    John-Mac-Dee

E--Autos sind einfach in der heutigen Form überteuerter unpraktischer Schrott und faktisch für niemanden zu nutzen der nicht wenigstens eine Garage mit eigenem Stromzähler hat und nicht mehr als 100km am Tag fährt.

Selbst wenn der Strom umsonst ist kann man mit einem Verbrenner locker 100.000km fahren und hat dann inkl. Spritkosten soviel bezahlt wie der Elektrokarrenbesitzer ohne einen Kilometer gefahren zu sein.


22.04.2016 21:10    |    PIPD black

Genau deshalb sollten die Hersteller von ihrem hohen Ross steigen und die Kisten mal "subventioniert" in den Markt drücken. Die Masse macht's. Je mehr verkauft, desto schneller Gewinn......siehe Tesla.


22.04.2016 21:18    |    dsc001

Zitat:

... Ich werde meinen Stinkdiesel so schnell wie möglich gegen ein E-Auto wechseln. Wenn es die Deutschen nicht auf die Reihe kriegen dann wird es eben ein Tesla: Schade! ...

Ich denke auch das sich das E-Mobil durchsetzt. Aber normaler Weise werden Diesel doch eher für den Langstreckenverkehr ausgewählt. Für diesen Einsatzzweck wird es vermutlich in Zukunft erst einmal auf Plugin Hybrid's hinaus laufen weil die Automobilhersteller damit den CO2 Ausstoß/Flottenverbrauch klein rechnen können.

 

E-Mobile (auch Tesla's) funktionieren im lokalen Kurzstreckenverkehr am besten und dafür sollten sie auch ausgesucht werden. Für gelegentliche längere Fahrten kann man so einen Tesla schon mal benutzen. Langstreckenfahrer speziell in Deutschland werden aber vermutlich als letzte wenn überhaupt auf reine E-Mobile umsteigen.

 

Wenn man jetzt so einfach von einem Diesel auf ein E-Auto umsteigen kann stimmt irgendwas mit den angelegten Auswahlkriterien nicht. Man tut sich und der E-Mobilität nichts Gutes wenn man ein Fahrzeug wählt das nicht auf das erwartete Fahrprofil zugeschnitten ist.


22.04.2016 21:29    |    baer-tram

dsc001:

"E-Mobile (auch Tesla's) funktionieren im lokalen Kurzstreckenverkehr am besten und dafür sollten sie auch ausgesucht werden."

Das ist richtig; ABER diese Strecken fahre ich mit dem Fahrrad! Mein Auto benutze ich überwiegend für lange Strecken, Urlaub usw. Und da kann ich ein Elektroauto nicht brauchen.

Das E-Auto würde nur Sinn machen im städischen Kurzstreckenverkehr. Und da sitzen die meisten Leute allein im Auto. Da ist doch ein Pedelec sinnvoller!

Aber ein E-Auto macht für mich keinen Sinn! Wird sich auch niemals durchsetzen.


22.04.2016 21:34    |    Ascender

Ein Pedelec ist aber sicher nicht im Regen und im Winter sinnvoll. Und sicherlich auch nicht, wenn man nach der Arbeit zum Einkaufen fährt. :rolleyes:


22.04.2016 21:48    |    baer-tram

Ich bin auch im Winter mit dem Fahrrad gefahren. Schnee und Eis gab es die letzten Winter (in der Stadt) nicht. Und wenns wirklich stark regnet fahre ich mit dem Bus. Dann muss ich auch keinen Parkplatz suchen!


22.04.2016 21:49    |    PIPD black

Das Essen läßt man sich dann liefern.:D


22.04.2016 21:52    |    baer-tram

Und ich habe noch nicht einmal ein Pedelec, sondern ein normales Fahrrad.

Ich hatte mich letztes Jahr dazu entschieden, statt eines neuen Autos neue Fahrräder für mich und meine Frau zu kaufen. Das ist echtes Umweltbewusstsein!


22.04.2016 21:55    |    baer-tram

Und es ist erstaunlich, was in gute Fahrradtaschen rein passt. Haben wir gerade heute Abend erst wieder gemerkt. Gut, meine Wasser-, Bier-, und Colakästen hole ich mit dem Auto. Aber wie oft kommt das vor?


22.04.2016 21:56    |    dodo32

Zitat:

Das ist echtes Umweltbewusstsein!

...welches für viele nicht umsetzbar ist. Sei es, dass sie eine Behinderung haben, in Dörfern wohnen, alt sind etc. Das ist alles nicht so einfach. Die Gesellschaft müsste sich komplett ändern um auf Verbrenner- oder Elektrofahrzeuge vollständig verzichten zu können.


23.04.2016 00:34    |    Makkaroni1

Unter den Angeführten Punkten, ist es für mich die "Einschränkung der Freiheit".

 

Wie soll (heute) E-Mobilität funktionieren, wenn man Vielfahrer ist (> 25000 km/Jahr) und keine Möglichkeit hat das Fahrzeug über Nacht aufzuladen?


23.04.2016 01:18    |    jennss

Zitat:

Und des Deutschen liebstes Kind, der Golf, kostet als GTE mehr als ein GTI und reicht an den R.

Man muss die Rechnung aber mit Unterhalt und Verbrauch machen. Der GTE fährt sich sehr viel günstiger als ein GTI. Selbst wenn man ganz ohne Stromzufuhr fährt (5,5 l. Schnitt als Vollhybrid statt 8,5 l. beim GTI?), dürfte der GTE in den meisten Fällen die höhere Anschaffung mehr als wieder rausholen. Benzinkosten und Monatsrate kann man gut gegeneinander aufrechnen. Von Fahrleistungen und Kosten her sehe ich den GTE wie einen theoretischen Golf GT mit 180 PS-TSI.

 

Ich sehe den GTE als interessante Lösung zwischen Elektroauto und Verbrenner.

j.


23.04.2016 09:28    |    PIPD black

Zitat:

Und des Deutschen liebstes Kind, der Golf, kostet als GTE mehr als ein GTI und reicht an den R.

Sorry, hab ich verwechselt. Ich meinte natürlich den e-Golf und nicht den GTE. Geht ja hier schließlich um E-Mobilität ala Tesla.;)


23.04.2016 21:43    |    bthight

Können wir es uns leisten unseren Strom bei ca. 30 % Ladewirkgrad in Batterien zu stecken ?

Es ist ja leider nicht so, dass das was man im Akku hat auch lediglich aus der Dose gezogen worden ist.

 

Das was wirklich Sinn macht, ist ein Hybrid.

 

WTW Bilanzen sind gut, Abgase sehr gut, Ökö-Bilanz sehr gut.

 

Beim Elektromobil hat man leider NOCH die gravierenden Nachteile, und keine Möglichkeit es an jedem Parkplatz zu tanken.

Und wenn nen Idiot nachts vorbeikommt und besoffen den Stecker ausreißt ?

Was dann ? nachtanken ? Kabel flicken ?


24.04.2016 09:36    |    Zephyroth

Wie kommst du auf 30% Ladewirkungsgrad???

 

Der Ladewirkungsgrad beim LiIon-Akku liegt bei etwa 90-95%, der dazu notwendige Wechselrichter ebenfalls. Dh von dem was du reinsteckst kommen auch wirklich zwischen 81-90% im Akku an. Dahinter hast du nochmal einen Wechselrichter mit 90% und den Motor mit ebenfalls 90% Ergo bringst du 81% von dem was im Akku ist auch auf die Straße.

 

Summa sumarum kommen von der Steckdose weg gerechnet immerhin zwischen 66-73% vom gezogenen Strom an. Das kann kein Verbrenner und auch kein Hybride. Und das war letztendlich die Fragestellung: "Kann man es sich leisten unseren Strom mit 30% Wirkungsgrad ins Auto zu stecken!" Es ist nicht von WTW die Rede.

 

Grüße,

Zeph


24.04.2016 10:09    |    bthight

Es war so gemeint: noch können wir es uns nicht leisten den ököstrom in Akkus zu stecken.

Die Verluste durch die Kabel,Trafos etc bis in den Akku rein sind nun mal enorm.

 

E-Autos sind dann gut, wenn wir es schaffen den Ököstrom bspw von Offshore Windparks sofort in die Akkus zu schieben, sofern welcher über ist.

 

TTW Bilanzen sind leider nicht wirklich aussagekräftig beim E Mobil.

WTW ist hier besser.

 

Beim Verbrenner macht TTW mit Abstand den größten Anteil aus.


24.04.2016 10:43    |    Zephyroth

Ich denke du bist ein paar Größenordnungen daneben. Die Übertragungsverluste betragen etwa 1% pro 100km auf Freileitungen, ebenso laufen die Trafos (das sind die effizientesten E-Maschinen überhaupt!) mit etwa 99% Wirkungsgrad. Auch die Generatoren (geht man von Wasserkraft aus) sind bei 95%.

 

Meinetwegen rechnet man dies auch noch mit ein, dann kommen immer noch mehr als 50% der Energie an den Rädern an. Immer noch besser als ein Verbrenner.

 

Grüße,

Zeph


24.04.2016 11:22    |    bthight

ich lasse mich gerne eines besseren belehren !

 

An der Uni während meines Masters reden die Dozenten von ca 30+ % Effektiv in dem Akku.

 

Hättest du Quellen bzgl. deinen 50% Ladewirkgrad ?


24.04.2016 11:40    |    fm672

Den Ladewirkungsgrad beim E-Auto zu kritisieren ist denke ich eines der Paradebeispiele für einen der angeblichen Nachteile eines E-Autos. Ein E-Auto ist Energie-effizienter als ein Verbrenner, was gibt es dann da noch zu mäkeln?

 

Auch immer dieses Einrechnen von Energieverlusten über das Stromnetz... rechnet beim Öl mal bitte das ein, was täglich aus irgendwelchen Pipelines mit Lecks rausläuft oder einfach nur welche Energie bei der Raffinerie oder Transport von Öl verbraucht wird. Da ist einem nach 10 Minuten Beschäftigung sonnenklar, dass ein E-Auto Energie-effizienter unterwegs ist als ein Verbrenner.

 

Bitte einfach mal folgendes merken:

  • Ein E-Auto ist effizienter unterwegs als ein Verbrenner (google: Wirkungsgrad E-Auto Verbrenner)
  • Ein E-Auto ist umweltfreundlicher als ein Verbrenner (https://de.wikipedia.org/wiki/Elektroauto#Umweltbilanz - gute kleine Quellensammlung in dem Abschnitt aus Industrie und Forschung. Es gibt keine, ich betone keine Quelle, die besagt, dass ein E-Auto weniger umweltfreundlich ist als ein Verbrenner über die gesamte Lebensdauer, außer unter Annahmen, man würde das E-Auto mit 100% Kohlestrom betreiben und es wäre in einer Fabrik mit schlechtesten Standards hergestellt)
  • Ein E-Auto kann für den Hersteller und den Verbraucher wirtschaftlich sein (google: Visio M)
  • Nachfrage nach E-Autos ist vorhanden (siehe Vorbestellungen Tesla Model 3)

24.04.2016 16:20    |    Feinstauben

Ich halte den Elektroantrieb an sich dem Verbrennungsmotor überlegen.

Bin vom Beruf her aber auch aufgeschlossener auf diesem Gebiet (in der Elektrobranche / Maschinenbau tätig) und ich kenne die Vorzüge der Elektromotoren.

 

Dennoch halten mich 2 Punkte, nein, in Wirklichkeit 3 Punkte von Elektroautos ab.

Mal nüchtern betrachtet;

 

1. Zugvermögen; Es gibt kein Elektroauto mit dem ich meinen Wohnwagen und Transportanhänger (~1500kg) ziehen könnte.

2. Auflademöglichkeit; Besitze weder Garage noch Stellplatz mit Lademöglichkeit.

Auch mein Arbeitgeber bietet keine Möglichkeit, E-Autos zu laden.

3. Reichweite i.V. mit Ladezeiten; Fahre öfters mal +500km, ein- bis zweimal im Jahr ca. 1500km am Stück.

Die Strecke ist so schon eine Zumutung, trotz 2 Fahrern. Zwangspausen alle 300-400km sind da nicht machbar.

 

Das sind meine 3 Punkte die für MICH gegen ein Elektroauto sprechen.

Wir haben aber ernsthaft schon über ein Elektroauto für meine Partnerin überlegt, da sie nur 30km jeden Tag in die Arbeit pendelt und als Zweitwagen sind Punkt 1 und 3 egal.

Bleibt aber nach wie vor Punkt 2, und eventuell der Preis.

 

Für 17.000€ bekomme ich kein E-Auto in der Größe eines Polos / Golfs.


24.04.2016 18:03    |    Joehlinger

WEIL DER STROM NICHT EINFACH SO AUS DER STECKDOSE FLIEßT; DER WIRD IN KRAFTWERKEN HERGESTELLT!!!!

 

Somit sind e autos auch nich Emissionslos


24.04.2016 19:10    |    Zephyroth

Zitat:

ich lasse mich gerne eines besseren belehren !

Nein, tust du nicht. Das ist eine pure Beschwichtigungsfloskel. Warum? Weil dies gleich gefolgt von diesem hier kommt:

 

Zitat:

An der Uni während meines Masters...

Damit wäre die Hackordnung auch gleich geklärt. Ich Master, du nix.

 

Zitat:

...reden die Dozenten von ca 30+ % Effektiv in dem Akku.

Schön wenn sie das tun, du aber offenbar falsch verstehst. Als Elektronikentwickler (immerhin gut 10 Jahre im Automotive-Bereich, genaugesagt Steuergeräte und Keyless Go). Wären das für mich ganz neue Zahlen. Deine Dozenten meinten wohl Well-to-Wheel mit einem Kohlekraftwerk, dann stimmen die 30%, ausgehend von der Primärenergie "Kohle".

 

Ganz einfach zu rechnen:

 

Kohlekraftwerk: 50% (da ist die Einspeisung ins HV-Netz schon dabei

HV-Übertragung über 1000km: 90%

NV-Übertragung zum Haus: 95%

Wechselrichter beim Laden: 90%

Ladewirkungsgrad: 90-95%

Wechselrichter zum Motor: 90%

Motor: 90%

 

Ergibt einen Gesamtwirkungsgrad von: 30%

 

Stimmt mit den Aussagen deiner Dozenten überein. Allerdings redest du von Ladewirkungsgrad, meinst aber offenbar Well-to-Wheel. Falls du eine Quelle zu den verschieden Wirkungsgraden eines E-Autos brauchst, die sind hier. Hier ist die Rede von 10-30%, mit meinen Annahmen (Wechselrichter Laden 0,9 und Ladewirkungsgrad 0,9-0,95) liege ich durchaus in diesem Fenster. Typische Wechselrichter zum Motor arbeiten mit 90% ohne großen Aufwand, habe ich in kleinem Maßstab selbst schon gebaut. Für den E-Motor sind 90% ebenfalls nicht ungewöhnlich.

 

Zitat:

Hättest du Quellen bzgl. deinen 50% Ladewirkgrad ?

Wasserkraftwerke haben beispielsweise einen Wirkungsgrad von 90-95% (Quelle). Nach obiger Rechnung ergibt sich dann ein W2W-Wirkungsgrad von 56%.

 

Die vertraulichste Quelle ist natürlich dein Gehirn. Rechne selber nach, du wirst auf dieselben Zahlen kommen.

 

Grüße,

Zeph


24.04.2016 20:42    |    emobilezukunft

@John-Mac-Dee

 

Zitat:

E--Autos sind einfach in der heutigen Form überteuerter unpraktischer Schrott und faktisch für niemanden zu nutzen der nicht wenigstens eine Garage mit eigenem Stromzähler hat und nicht mehr als 100km am Tag fährt.

 

Selbst wenn der Strom umsonst ist kann man mit einem Verbrenner locker 100.000km fahren und hat dann inkl. Spritkosten soviel bezahlt wie der Elektrokarrenbesitzer ohne einen Kilometer gefahren zu sein.

Solche unwahren, unrealistischen Aussagen haben mich zum schreiben dieses Blogs veranlaßt.


24.04.2016 20:44    |    emobilezukunft

@bthight

 

Dir ist schon klar, das der Ökostrom für e-Autos, oft auf dem Dach des Besitzers erzeugt wird?

Nix mit 30%

 

Ich nutze im Haus einen Bleiakku und habe dort einen Wirkungsgrad von über 78% (Laden im Verhältnis zum Entladen)


24.04.2016 22:45    |    bthight

Uiui mit welcher Vehemenz hier auf einen los gegangen wird wenn man sagt man ist skeptisch ggnü. E Mobilität.

Wenn man einen Schätzwert für eine Bilanz abgibt.

 

An unserer Fakultät wurden im Großteil Nutzfahrzeug Motoren und Schiffsmotoren behandelt und geprüft.

Ich habe auch nicht behauptet Elektrotechnik studiert zu haben. Nach der Wechselstromtechnik & Regelungs/Messtechnik hat es bei uns aufgehört.


24.04.2016 23:20    |    Zephyroth

Wo ist die Skepsis gegenüber den klassischen Antriebe? Ich halte es für falsch, diese nicht zu hinterfragen, nur weil wir seit gut 110 Jahren damit fahren.

 

Genauso wird man angegangen (wobei ich nicht dich meine) wenn man diese, speziell die Dieselmotoren, hinterfragt.

 

Deine Skepsis kommt beispielsweise teilbedingt auch daher, das du irgendwo mal Ladewirkungsgrad von 30% aufgeschnappt hast und für bare Münze genommen hast. Ich hoffe ich konnte dies aufklären.

 

30% im Falle eines Kohlekraftwerks ist natürlich nicht viel, allerdings sind heutige Verbrenner bei well to wheel auch nicht besser. Beim Diesel ist man bei 35%, beim Benziner bei 25%.

 

Nimmt man den Strom aus Wasserkraft, sieht der Verbrenner gegen ein BEV kein Land mehr.

 

Grüße,

Zeph


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