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Allgemeine Themen die mich interessieren

20.04.2016 18:58    |    emobilezukunft    |    Kommentare (203)

Warum werden kampfhaft angebliche Nachteile an der E-Mobilität gesucht?

Hallo zusammen,

 

vielleicht könnt ihr mir helfen.

Denn ich verstehe etwas nicht.

 

Wart ihr schon mal im Hybrid & Elektro Forum oder im Tesla Forum?

 

Was geht da denn ab?

 

Ich kenne viele Autoforen.

Da gibt es einzelne Leute, die mal im Audi Bereich über den Quattro meckern und den X-Drive als viel besser empfinden, aber dann ist wieder gut.

 

Aber in den Foren der neuen Antriebe treiben sich so viele Leute rum, die scheinbar kein Interesse an der E-Mobilität haben und dort trotzdem ständig schreiben.

 

Sie fahren selbst keine passenden Fahrzeuge, behaupten aber die Aussagen von Fahrern solcher Fahrzeuge können nicht stimmen.

 

  • Dann wird nach Reichweiten gefragt, die bei dauerhaft 250 km/h obwohl man mit dem eigenen Diesel mit unter 160 km/h fährt und dann nur 7l verbraucht und 1.000km weit kommt.
  • Dann wird kritisiert, das Tesla nur Xenon hat. Als Tesla Voll-LED serienmäßig hatte, wurde kritisiert, das es kein Matrix-Licht ist.
  • Dann wird darauf hingewiesen, dass Tesla Verlust macht und im gleichen Satz gemeckert, das Tesla keine Supercharger in Spanien aufgebaut hat.

 

Ich könnte die Liste unendlich weiter führen.

 

Was treibt die Leute dazu, so zu reagieren?

 

Ist die oft angesprochene Angst um die Arbeitsplätze in der Automobilindustrie?

Ist es pure Langeweile?

Ist es pures Geltungsbewußtsein?

 

Ich bin auf eure Kommentare gespannt.

 

Gruß

 

Rainer

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20.04.2016 22:20    |    h0rnet

Ich denke, dass es pure Langeweile ist, gepaart mit Neid.


21.04.2016 09:07    |    pico24229

Alles Falsch:

Das ist das einfache Festhalten an dem Alten.

Das ist "Angst" vor Neuem.

Autos sind uns lieb und mann hat angst dass der schöne verbrenner einem weggenommen wird und man nur noch in Priussen rumfahren darf.

Einschränkung der Freiheit.

 

Davor hat man Angst.

 

Ich zB will auch lieber Verbrenner, weil ich angst habe dass es bald nur noch Rein-E-Autos geben wird.


21.04.2016 09:42    |    Ascender

Nein, auch falsch. Es ist weder Langeweile, noch Angst vor dem Neuen, oder das Geltungsbedürfnis.

Es geht mir nur gegen den Strich, dass von den Befürwortern nur die Vorteile genannt werden, und die Nachteile quasi ausgeblendet werden. Und dass die E-Auto-Befürworter um jeden Preis das Verbrennerauto schlechtreden. Das macht nicht jeder, aber viele.

Ich versuche meine Beiträge relativ neutral zu schreiben. Mein Motto lautet: "Fahren und fahren lassen."

Mir ist es egal ob ein Mensch einen Porsche fährt, oder in einer 500-EUR-Gurke bei der Bank vorfährt. Kann jeder machen wie er will. Wenn es demjenigen Spaß macht ein E-Auto zu fahren, dann bittesehr.


21.04.2016 12:30    |    emobilezukunft

@Ascender

Sammeln wir mal nur die Nachteile der E-Mobilität:

  • Reichweite
  • Ladedauer
  • Kein Sound
  • Derzeit Teuer

 

Gibt es noch mehr?

 

Jetzt sammeln wir mal nur die Vorteile der E-Mobilität:

  • Lokal keine Abgase
  • Leise
  • sofortiges Drehmoment
  • wenig Technik, die kaputt gehen kann
  • Energierückgewinnung
  • bessere Unfallwerte (Knautschzonen größer, durch Akku teilweise stabiler, vor allem bei Tesla)
  • Bessere CW Werte
  • Kann mit Ökostrom geladen werden
  • Kann zu Hause geladen werden
  • Kann beim einkaufen oder Kinogang geladen werden.
  • Keine Zapfpistole anfassen müssen (stinkt und ist hoch giftig)

 

Gibt es auch hier noch mehr?

 

Gruß

 

Rainer


21.04.2016 12:31    |    emobilezukunft

einige Beiträge gelöscht, auch wegen diverser Alarmmeldungen.


21.04.2016 13:12    |    PIPD black

•Lokal keine Abgasedafür anderswo, ist das wirklich besser?

•LeiseLeise Benziner gibt es auch, hängt vom Fahrer ab, Abrollgeräusche gibt es auch

•sofortiges Drehmoment wozu ist das gut?, z. B. im innerstädtischen Stau?

•wenig Technik, die kaputt gehen kann echt? Im Saugverbrenner ist es auch überschaubar, E-Autos mit Schaltgetriebe soll es auch geben, Heizungsbetrieb mit herkömmlichen Kraftstoff ebenso

•Energierückgewinnung haben moderne Verbrenner auch an Bord

•bessere Unfallwerte (Knautschzonen größer, durch Akku teilweise stabiler, vor allem bei Tesla)Motorblöcke nehmen auch ordentlich Kräfte auf, beim E-Autos muss das Drumherum deutlich versteift werden, weil eben der fette Motorblock fehlt

•Bessere CW Werte um wieviel besser?

•Kann mit Ökostrom geladen werdenBiokraftstoffe oder chemische Kraftstoffe sind auch möglcih

•Kann zu Hause geladen werden KÖNNTE, nicht jeder hat die Möglichkeiten

•Kann beim einkaufen oder Kinogang geladen werden.KÖNNTE, soweit ist die Infrastruktur noch nicht flächendeckend

•Keine Zapfpistole anfassen müssen (stinkt und ist hoch giftig) die Stecker der Ladeadapter u. ä. sind aus Bambusholz geschnitzt und nicht zufällig aus ausdünstendem Kunststoff?

 

Zitat:

Warum werden kampfhaft angebliche Nachteile an der E-Mobilität gesucht?

Weil alles eine Kehrseite hat und nicht nur Vorteile haben KANN!

Außerdem ist Mobilität ein Individual"problem". Für sowas gibt es keine allgemeingültige Antwort und somit nur Positives.

 

Achso....größter Nachteil für mich: welches E-Auto zieht meinen Wohnwagen durch die Republik?

 

Wenn also E-Auto, dann bitte als vollwertiger Ersatz ohne Einschränkungen für meine bisherigen Fahrzeuge und nicht nur die Option als Zweit- oder gar Drittwagen.


21.04.2016 13:47    |    emobilezukunft

@PIPD black

•Lokal keine Abgase

dafür anderswo, ist das wirklich besser?

Selbst ein Model S ist mit dem deutschen Strommix sauberer als ein Verbrenner, mit Ökostrom deutlich sauberer. Wo sind ihnen die Abgase lieber? Innenstadt oder Außerhalb der Stadt?

•Leise

Leise Benziner gibt es auch, hängt vom Fahrer ab, Abrollgeräusche gibt es auch

Wie laut ist ein an der Ampel stehendes E-Fahrzeug? Start-Stop schaltet nach kurzer Zeit ja wieder ein, weil sonst die Klimaanlage nicht mehr läuft!

•sofortiges Drehmoment

wozu ist das gut?, z. B. im innerstädtischen Stau?

Wofür sind 500 und mehr PS gut? Auf jeden Fall ist ein E-Auto kein Verkehrshindernis (Verbrenner natürlich auch nicht)

•wenig Technik, die kaputt gehen kann

echt? Im Saugverbrenner ist es auch überschaubar, E-Autos mit Schaltgetriebe soll es auch geben, Heizungsbetrieb mit herkömmlichen Kraftstoff ebenso

Schon mal aktuelle Modelle angesehen? Downsizing wo es nur geht. 1l Motor mit Doppelt aufgeladen mit Turbo und Kompressor, Doppelkupplungsgetriebe und 9 Gänge. Jetzt wird die Abwärme schon als Vorteil genommen.

•Energierückgewinnung

haben moderne Verbrenner auch an Bord

Sie möchten die überladung der 12V Batterie mit einer Energierückgewinnung in einem Elektroauto gleichsetzten? Lustig.

•bessere Unfallwerte (Knautschzonen größer, durch Akku teilweise stabiler, vor allem bei Tesla)

Motorblöcke nehmen auch ordentlich Kräfte auf, beim E-Autos muss das Drumherum deutlich versteift werden, weil eben der fette Motorblock fehlt

Ist das ihr ernst? Der auch so gute Moterblock samt Getriebe wird in den Innenraum geschoben! Die amerikanische Craschbehörde musste ihre Tests extra verschärfen, damit der Tesla überhaupt getestet werden konnte. Er wollte einfach nicht kippen.

•Bessere CW Werte

um wieviel besser?

Mit welchem Auto wollen sie vergleichen? 0,24 beim Model S und X und 0,21 beim Model 3

•Kann mit Ökostrom geladen werden

Biokraftstoffe oder chemische Kraftstoffe sind auch möglcih

Habe nie das Gegenteil behauptet. LPG und CNG sind gute Alternativen.

•Kann zu Hause geladen werden

KÖNNTE, nicht jeder hat die Möglichkeiten

Sie wissen schon, was das Wort KANN bedeutet? Klar kann es nicht jeder, aber zu Hause tanken kann niemand, und kommen sie jetzt nicht mit Kanistern.

•Kann beim einkaufen oder Kinogang geladen werden.

KÖNNTE, soweit ist die Infrastruktur noch nicht flächendeckend

Sie wissen schon, was das Wort KANN bedeutet? Sie wird während wir hier schreiben von Tag zu Tag besser. Die Anzahl der Tankstellen ist aber schon am schrumpfen.

•Keine Zapfpistole anfassen müssen (stinkt und ist hoch giftig)

die Stecker der Ladeadapter u. ä. sind aus Bambusholz geschnitzt und nicht zufällig aus ausdünstendem Kunststoff?

An dieser Antwort sieht man, wie verzweifelt sie negative Argumente suchen. Keine weiter Antwort nötig.

 

Zitat:

Zitat:

Zitat:

 

Warum werden kampfhaft angebliche Nachteile an der E-Mobilität gesucht?

Weil alles eine Kehrseite hat und nicht nur Vorteile haben KANN!

Deshalb ja die Auflistung der Vor- und Nachteile.

Zitat:

Achso....größter Nachteil für mich: welches E-Auto zieht meinen Wohnwagen durch die Republik?

Das Model X kann das problemlos.

Zitat:

Wenn also E-Auto, dann bitte als vollwertiger Ersatz ohne Einschränkungen für meine bisherigen Fahrzeuge und nicht nur die Option als Zweit- oder gar Drittwagen.

Deshalb ist derzeit Tesla die einzige Wahl. Ich freue mich aber schon auf die deutschen Mitbewerber. Leider dauert das noch mindesten 2-4 Jahre.

Wenn die Ankündigungen wirklich kommen.


Bild

21.04.2016 13:50    |    Ascender

Rainer, es ist vor allem das Unvermögen mancher User sich in andere Personen hineinzuversetzen.

 

Was nützt es denn, wenn ein vergleichbares Verbrennerauto einfach günstiger ist?

 

Der größte Mangel am E-Auto ist die fehlende Infrastruktur, nicht unbedingt die Reichweite. Ja, ich weiß: Tesla baut Supercharger usw. usf, aber was nützt es mir wenn ich nicht Hauseigentümer sondern Mieter bin - und dazu noch Laternenparker? Und ich weder zu Hause noch beim Arbeitgeber laden kann? Soll ich dann zum nächsten Supercharger 50 Kilometer Umweg fahren?

 

Es gibt ja vielfache Lösungsvorschläge für das Problem, bspw. indem Straßenlaternen zu Ladestationen umgewandelt werden. Aber bis jetzt gibt es noch keine einheitliche Lösung.

 

Womit wir beim nächsten Thema wären: Einheit! Genauer, Vereinheitlichung! Warum legen sich die Gesetzgeber nicht auf gemeinsame Standards für Batterie- und Ladesysteme fest? Denkbar wäre auch ein tauschbarer Akku, den man an den Tankstellen ganz einfach ersetzen kann, sodass man praktisch ohne Zeitverlust "tanken" kann.

 

Ehrlich gesagt habe ich auch keine Lust darauf den Beta-Tester für einen Hersteller zu spielen. Es kann ja gut möglich sein, dass Tesla bspw. in ein paar Jahren Konkurs anmeldet, und seine Supercharger verkaufen muss. Es kann genauso gut sein, dass in ein paar Jahren Hybride bevorzugt von der Politik behandelt werden. So ähnlich wie jetzt die Diesel. Was ist wenn sich in ein paar Jahren doch ein einheitliches System durchsetzt, und mein Auto dann einfach veraltet ist?

Ich habe nunmal keine Lust darauf Experimente zu machen.

 

Zum Thema Wirtschaftlichkeit:

Was kostet es denn so eine Kassette mit Ersatzakkus, falls die doch mal den Geist aufgeben? Die Modelle vieler Hersteller mit der monatl. Akkumiete sind manchmal auch ein Witz (siehe Twizy).

 

Was du schreibst stimmt sogar einigermaßen:

Für viele Menschen wäre ein E-Auto eine echte Alternative, wenn zu Hause Lademöglichkeiten bestehen. Etwa für den täglichen Weg zur Arbeit und zurück.

Lokal hat man dadurch keine Emissionen (außer Reifen- und Bremsenabrieb = Feinstaub).

 

Der Rest ist am E-Auto aber genauso doof wie am Verbrenner auch. Lokal Emissionsfrei heißt nicht automatisch komplett Emissionsfrei.

Es ist ökologisch gesehen weitaus sinnvoller seine alte Kiste bis zum Exitus zu fahren, als sich alle paar Jahre ein neues - vermeintlich umweltfreundliches - Auto zu kaufen.

 

Und das Thema Abhängigkeit wird ja auch oft diskutiert: Bloß weg von den phösen Ölscheichs mit ihrem dreckigen Öl. Keine Kriege mehr! Illusorisch! Vollkommen. Eine Gesellschaft ist immer von irgendwas abhängig.

Was viele nicht auf dem Schirm haben:

 

Wenn alle mit Stromern rumfahren, wer profitiert dann davon? Die Stromanbieter vielleicht? Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Das heißt, wir konsumieren mehr Strom, also bezahlen wir auch mehr dafür. Energiewandel sei Dank wälzen die Unternehmen ihre Risiken sowieso schon auf uns ab. Wenn sich Strom verteuert, dann nicht nur für Autos, sondern auch für Haushalte.

Wenn ich als Bankkaufmann eines gelernt habe, dann dass man sein Risiko, bzw. seine Abhängigkeiten, möglichst breit streuen sollte. In der globalisierten Welt ist es so schon schwierig genug Monopole und Oligopole zu verhindern (wenige Großkonzerne beherrschen die Märkte). Das wird heute gerne übersehen, aber ich bin mir sicher, dass wir in spätestens dreißig Jahren darüber sprechen werden.


21.04.2016 14:10    |    emobilezukunft

@Ascender

 

Niemand hat behauptet des ein E-Auto für JEDEN die Lösung ist.

 

Wenn es aus verschiedenen Gründen nicht geht, dann geht es nicht.

 

Aber dann in den Foren zu schreiben, das ein E-Auto im Alltag nicht funktioniert, ist einfach falsch.

 

Bezüglich des Ladestandard`s gibt es aktuell hier einen schönen Blog.

 

Tesla geht da ja den Weg, 8 Jahre Garantie auf den kompletten Antrieb zu geben. Ohne Kilometerbegrenzung.

Finde den Weg besser, als die begrenzten Garantien der anderen Hersteller.

Vor allem ist da auch der Motor und die Leistungselektronik mit drin.

 

Beim Strom hat man allerdings die Möglichkeit, sich selbst zu versorgen.

Auch als Mieter kann man in Windparks oder Solarparks investieren. Man muss nur wollen.

Selbst Öl zu fördern ist hingegen etwas schwerer. ;)


21.04.2016 14:10    |    PIPD black

Zitat:

wie verzweifelt sie negative Argumente suchen. Keine weiter Antwort nötig.

Im Umkehrschluss zeigen die grünen Antworten und die genannten "Vorteile" wie verzweifelt man sich als E-Auto-Anhänger an seine Ideale klammert und immer wieder herbetet ohne die Gegenargumente wirklich zu verstehen. Die roten Antworten, mögen sie als haltlos und an den Haaren herbeigezogen betrachtet werden, sollten eigentlich nur zeigen, dass es keine 100%-Vorteile gibt. Im Grunde ist es doch mit dem "Krieg" zwischen Apple- und Android-Nutzern zu vergleichen. Es gibt keinen Gewinner und Verlierer auf irgendeiner Seite.;):cool:

 

Und dass man bei den Vorteilen immer wieder nur als Antwort "Tesla" bekommt, kann auch nicht ernst gemeint sein. Im Gegenteil ist das eigentlich sogar der größte Nachteil, da es diese Modelle nicht günstig für jedermann gibt. Nicht umsonst wächst der Markt für günstige Wagen beständig.

Tesla als Allheilmittel permanent zu benennen, weil es der einzige Hersteller ist, der tatsächlich was brauchbares aber dennoch für viele unbezahlbares liefert, ist keine Lösung und auch wenig zielführend. Es kann als Beispiel herhalten aber nicht als endgültige Lösung. Ansonsten müßten diese Fahrzeuge vom Amt verteilt werden.

 

Edit:

Zitat:

Auch als Mieter kann man in Windparks oder Solarparks investieren. Man muss nur wollen.

Und das bringt genau was? Wenn ich das a) finanzieren muss und b) mir das vorgeschlagene E-Auto auch nicht leisten kann?

 

Das mit dem "Man muss nur wollen." ist für mich völlig abstrus. Siehe Ausführungen zum Kaufpreis.

 

Edit 2:

Ich hab mich noch nie ins E-Mobil-Forum verirrt, um da irgendwelchen Kram abzulassen. Würde mir im Leben auch nicht einfallen. Aber wenn man hier so einen schönen Blog zur Diskussionsgrundlage findet, dann darf man da gerne schon sagen, was man davon hält.


21.04.2016 14:24    |    Ascender

Zitat:

Niemand hat behauptet des ein E-Auto für JEDEN die Lösung ist.

Wenn es aus verschiedenen Gründen nicht geht, dann geht es nicht.

Aber dann in den Foren zu schreiben, das ein E-Auto im Alltag nicht funktioniert, ist einfach falsch.

Manche User behaupten das. Genauso wie einige User das E-Auto komplett schlechtreden.

Für mich ist ein E-Auto (noch) keine Option aus diversen o.g. Gründen.

 

Wahrscheinlich ist die Stimmung deshalb so aufgeheizt, weil viele Leute einer anderen Gruppe von Leuten ihre Meinung aufzwingen wollen. Das ist grundverkehrt. Diese Leute haben dann das Bedürfnis sich zu "wehren", wodurch eine unsachliche Diskussion entsteht.

Das ist nicht produktiv.


21.04.2016 14:42    |    PIPD black

Klar hat ein Motor zig bewegliche Teile......aber wieviele sterben denn den verfrühten Motortod?:confused:

Meine Motoren waren bisher zuverlässig.

Downsizing ist Mode, ja.

Es geht aber auch anders.....Schau mal in die News. Da kommt demnächst der Amarok mit nem V6 Diesel. Hätte keiner mehr für möglich gehalten.

Auch E-Fahrzeuge müssen nicht zwangläufig ohne Getriebe daherkommen. Auch dort geht die Entwicklung hin zu 2- und Mehr-Gang-Getrieben.....entweder handgeschalten oder automatisch. Aber da bin ich sicher auch falsch informiert.

 

Zudem muss ich mich bei der Verbennerfahrzeugwahl nicht auf Neuwagen beschränken.....der Markt ist riesig und es findet sich für jeden das richtige Modell.....auch und gerade auch budget-technisch.

 

Die Ausführungen zum Obdachlosen finde ich mehr als niveaulos. Ich arbeite 40 Stunden die Woche, verdiene nicht wenig aber auch nicht viel, habe Haus, Frau und Kinder.....ein Auto mit Preis > 35 k€ ist da nicht drin. Mit dem goldenen Löffel im Mund bin ich nicht geboren worden, Erbschaften kann ich auch ausschließen. Bitte mal der Realität ins Auge sehen. Wenn sich alle oder viele die Teslas leisten könnten, hätte Herr Musk schon lange dicke schwarze Zahlen geschrieben.

 

Ich verschließe mich nicht der E-Mobilität, schließe mich aber Ascender an, es muss passen. Und das tut es heute vielfach nicht. Wie ich schon zuvor schrieb: entweder vollwertiger (für mich bezahlbarer) Ersatz oder gar nicht. Aktuell damit: GAR NICHT!

 

Zitat:

wodurch eine unsachliche Diskussion entsteht

Die kommt wohl auch weitläufig dadurch zu Stande, weil gerade beim geschriebenen Wort, jeder da rein interpretiert, was er interpretiert sehen möchte, obwohl das vom gegenüber gar nicht gesagt oder so gemeint war.;):cool:

Dass sich da die Fronten fast von allein verhärten, ist doch klar.


21.04.2016 15:27    |    Ascender

Zitat:

Und wieder sprechen sie von Leuten, die nicht das nötige Geld haben.

Wird immer absurder und bestätigt meinen ganzen Blog.

Das ist absolut niveaulos und hört sich sehr abgehoben an.

 

Ich hatte letztens die Diskussion mit dem User Kamui77 (oder so ähnlich). Ich war gegen die Einführung der blauen Plakette, weil es relativ neue Autos aus Innenstädten ausschließt, was wiederum eigentlich nur eine kalte Enteignung ist. Vernichtung von Vermögenswerten der eigenen Bürger.

Wollte dieser absolut nicht einsehen, und hat darauf bestanden, dass die Leute doch selber Schuld seien, wenn sie sich einen Diesel gekauft hätten.

Dass diese kalte Enteignung mal wieder nur die Ärmsten am schlimmsten trifft, ist schon mehr als Frech. Das war schon bei Einführung der Umweltzonen so.

Davon abgesehen ist es die pure Verschwendung wenige Jahre alte Autos auszusperren, und diese dafür dann nach Russland zu verschleudern. Sowas von unnötig. Eine Hau-drauf-Methode. Aktionismus, mehr nicht.


21.04.2016 15:37    |    PIPD black

Zitat:

Zitat:

Und wieder sprechen sie von Leuten, die nicht das nötige Geld haben.

Wird immer absurder und bestätigt meinen ganzen Blog.

Das ist absolut niveaulos und hört sich sehr abgehoben an.

Gut, dass ich nicht der einzige bin, der das so empfunden hat.

 

Technologischen Fortschritt muss man sich wohl (im Zweifel auch auf Pump und Zwang) leisten (können/müssen/sollen).:mad:


21.04.2016 16:27    |    Abarth1368

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass jeder das fahren soll, was er möchte, ohne Einschränkungen - aber mich stört es total, dass die EVC-Fans glauben, sie seien die Besseren, Ökologischeren und Weltrettenden Übermenschen und das ist nach meiner Meinung absolut nicht so! Denn diese Fahrzeuge verbrauchen kaum bis kein bisschen weniger Ressourcen, weder im Betrieb, noch bei der Herstellung. Nachteile werden einfach verschwiegen, dasselbe bei den Solarzellen. Wenn man Komfortabel und geräuschlos das enorme Drehmoment geniessen will und sich mit allen Vor- und Nachteilen arrangieren kann, ist gegen ein EVC nichts einzuwenden - aber ökologisch sollte man kein besseres gewissen haben und auch nicht gegen Verbrenner wettern, das könnte man als Velofahrer oder Fussgänger ;).


21.04.2016 17:49    |    dodo32

Das Problem an der Debatte ist doch meistens, dass diese völlig undifferenziert geführt wird. Das endet dann meist im Streit. Da wird der Untergang der Deutschen Automobilindustrie herbeigeschrieben, Elon Musk als der Retter der Welt dargestellt. Tesla - das ultimative, unschlagbare und beste (E-) Auto der Welt. Dass die Realitäten für die breite Masse ausschlaggebende Kriterien beim Autokauf sind, wird häufig gekonnt ignoriert oder diesen Leuten das Recht abgesprochen, sich an einer Debatte über E-Autos überhaupt zu beteiligen. Sie besitzen ja schließlich keins.

 

Tatsache ist, dass für viele Menschen ein reines Elektrofahrzeug entweder nicht praktikabel, oder schlicht nicht finanzierbar ist. Der Gebrauchtwagenmarkt ist bislang auch äußerst überschaubar. Das hat auch nichts damit zu tun das schlecht zu reden o.ä., sondern es sind meist pragmatische Gründe die für den Einzelnen dagegen sprechen.

 

Ich selbst bin im Außendienst. Es gibt häufig Gelegenheiten, da wäre rein elektrisches fahren kein Problem und auch sinnvoll. Dann gibt es jedoch häufig Situationen, zum Beispiel Anhängerbetrieb, da stößt diese Technik schlich an ihre Grenzen. Für mich wäre ein Hybrid eine gute Lösung und ich bin auch der Meinung, dass sich das mittelfristig durchsetzen kann.

 

Sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen macht keinen Sinn. Das sind alles langfristige Entwicklungen die man abwarten muss. In 10 Jahren wissen wir mehr und dann, gibt es sicher auch erschwingliche Gebrauchtwägen. Letzteres wird der ganzen Angelegenheit sicher auch Aufschwung geben, wenn keine andere Technologie dazwischen kommt. Da muss man halt ein wenig Geduld haben. Auch mit den Verbrennerfahrern ;)


21.04.2016 18:05    |    Jonny252

Ich denke das Problem ist hauptsächlich die Komplexität der Thematik und dass sich der "elektroautomobile Laie" kurzfristig nicht umfassend informieren kann. Selbst wissenschaftliche Meinungen zu Verschiedenen Themen der Elektromobilität reichen von Euphorie bis zur totalen Ernüchterung.

 

Zum Beispiel die Lithium-Luft-Batterie, diese würde viele Probleme des E-Autos lösen, es wäre möglich ein vielfaches der Energie die bisher in einer Lithium-Ionen-Batterie gespeichert werden kann zu zu speichern. Ein Tesla Model S müsste weniger als seine bisherigen 2,1 Tonnen in Bewegung setzen, könnte dafür allerdings beim Crashtest der Amis durch das geringere Gewicht wieder kippen.

 

Es gibt einige Unternehmen die an einer solchen Lösung forschen, es gibt allerdings auch Forscher die der Li-Luft-Batterie aufgrund ihrer Probleme keine Zukunftsperspektive einräumen.

 

Ein weiteres Problem, hierbei verweise ich auch auf die Beiträge über mir, ist dass mit dem Verfechten des E-Autos häufig die Meinung einhergeht, besonders Umweltfreundlich unterwegs zu sein. Der Unterschied zwischen E-Auto und konventionellem Antrieb ist jedoch deutlich geringer als rübergebracht. Natürlich ist es wünschenswert, dass Abgas-Emissionen in den Innenstädten reduziert werden, aber die gesamte Belastungsbilanz von E-Auto und konventionellem Auto ist dagegen sehr ähnlich. Hierzu ein weiteres Beispiel, wie ein Argument der Pro-E-Auto-Abteilung nicht zu ende gedacht wird: Die Well-to-Wheel-Betrachtung, die etwa 20% besser als beim Vebrennungsmotor ist. Soweit so gut, leider wird häufig angeführt, dass durch den Aufbau erneuerbarer Energien diese CO2-Schere weiter aufgeht. Das stimmt leider mittelfristig gesehen nicht, da die neu Aufgebauten Kapazitäten zunächst den Kapazitätenabbau durch den Atomausstieg (das ist natürlich auch begrüßenswert) ausgleichen muss.

 

Was auch häufig unter den Tisch fallen gelassen wird ist, dass E-Autos zum Ausgleich des Gewichts der großen Akkus aus energieintensiven Leichtbaumaterialien hergestellt werden, auch hier wieder das Beispiel der Tesla Model S, dessen Karosserie immerhin vollständig aus Aluminium besteht und trotzdem 2,1 Tonnen wiegt.

 

Weitere gesellschaftliche Problematiken die häufig nicht berücksichtigt werden, sind dass E-Autos nun mal vor allem in (groß-)städtischen Regionen ihr volles Potential ausschöpfen. In diesen Regionen gibt es jedoch meistens bereits ein Klimafreundliches ÖPNV-System. Dieses dient zur Entlastung des Verkehrswegesystems eines Ballungsraums. der ÖPNV würde durch mehr E-Autos geschwächt, während die Anzahl der Individual-PKW steigt und das Straßensystem weiter belastet und schadet. Wenn dann - reine E-autos - vor allem als Zusatzfahrzeug angeschafft werden, wird der Parkraum weiter verknappt.

 

Außerdem leisten E-Mobile aktuell keinen Beitrag zur Infrastrukturfinanzierung. Das wird sich bei einer ausreichenden Anzahl E-Autos garantiert ändern, sodass hier ein Abschätzen der Zusatzkosten noch nicht möglich ist.

 

Die Reduktion der Emissionen in Ballungsgebieten ist sicherlich wünschenswert, allerdings gibt es auch hier eigentlich ÖPNV-Angebote, die genauso umweltfreundlich sind, wie E-Autos und dabei das Straßennetz entlasten.

 

Die größten Probleme bei dieser Diskussion sind zum einen, dass Elektromobilität teilweise als ökologisches Wunder propagiert wird, was es in meinen Augen nicht ist. Zum Anderen, dass es eben noch sehr viele Unsicherheitsfaktoren in der Zukunft gibt, die meines Erachtens auch deutlich zu optimistisch seitens der E-Auto-Lobby eingeschätzt werden.


21.04.2016 18:47    |    Yoink

Wirklich eine sehr interessante und in meinen Augen sachliche Diskussion hier - Toll :)

 

@ Jonny252 : ich denke, dass ist genau das Problem: E-Fahrzeuge (in ihrer heutigen Form) spielen ihr volles Potential in den Städten aus, doch genau dort gibt es viele Alternativen: Bahn, Bus, Fahrrad, etc

 

Ich bin der Meinung, dass es gerade in den Ballungsgebieten zu einem Umdenken, weg von Verbrennern kommen muss, insbesondere in der Bus-Sparte. Die meisten Nachteile, die von heutigen E-Fahrzeugen aufgezählt werden, haben diese Fahrzeuge nicht: Definierte Strecken, Möglichkeiten an den Endpunkten zu laden, viel Stop-and-Go, usw...

 

Doch gerade im ländlicheren Raum ist das E-Fahrzeug heute noch keine Alternative. Die Entfernungen sind zu groß (pendelte jeden Tag 50km eine Strecke, am Zielort nicht nachladbar, das musste auch im Winter gehen) und genau in solchen Bereichen sehen die Leute auch die Feinstaubbelastung nicht als Problem an, denn es ist alles viel weitläufiger.

 

Doch der Hauptpunkt, warum viele einfach sich kein E-Fahrzeug kaufen ist der Preis. Es werden E-Fahrzeuge irgendwann gekauft, aber nur dann, wenn es höchstens so viel kostet wie ein Verbrenner. Denn auf neue Technologien umzusteigen ist für viele ein großer Schritt, verbunden mit Ausgaben >35k€, quasi unmöglich. Und da ist weder Tesla (zu teuer), noch ein Twizy (zu wenig Auto).

 

Die meisten Fahrzeuge, die ich in meinem Bekanntenkreis so sehe haben alle nicht mehr als 20k€ gekostet, meist eher um die 13k€ (Gebrauchte). Da kann man "noch so wollen", es geht einfach nicht.

 

Und natürlich sind diese Leute deutlich schneller genervt, wenn andere behaupten: Kauft doch einfach eins, man muss nur wollen. Der eine kann wirklich nicht und die die könne, wollen vielleicht noch kein Beta-Tester sein.

 

 

Beispiel: Wieviele iPhones der ersten Generation wurden verkauft? Bei weitem nicht so viele wie heute an Smartphones insgesamt. Lasst etwas Zeit verstreichen, die Konkurrenz größer werden, die Technologien weiterentwickeln, es wird etwas kommen. Vielleicht die E-Autos, vielleicht aber auch nicht.


21.04.2016 19:34    |    Ascender

Ja, das habe ich bereits erwähnt. Ein E-Auto muss wirtschaftlicher sein, wenn es die Leute kaufen sollen. Eine der günstigsten Gelegenheiten ein E-Auto zu kaufen stellt wohl der Nissan Leaf dar. Der geht so ab 23.000 EUR los. Stelle ich mir einen gut ausgestatteten Golf 1,6er Benziner stattdessen hin, habe ich jedoch etliche tausend EUR gespart, und kann für den Rest wahrscheinlich noch so viel Sprit rausballern, dass sich die Anschaffung des Leaf niemals rechnen würde.

Eine Arbeitskollegin fährt einen Leaf. Sie mag es. Dazu muss man aber auch sagen, dass ihr Mann ein Nissan-Autohaus leitet und sie das Auto quasi umsonst fährt. Andere Arbeitskollegen haben ebenfalls Interesse bekundet, jedoch schnell wieder abgewunken nachdem sie das Ganze durchkalkuliert haben.


21.04.2016 21:47    |    Yolus

Ich hoffe auch, dass die Elektro-Autos sich durchsetzen werden.

Momentan ist der Hauptknackpunkt der hohe Anschaffungspreis und oftmals ist es auch die Zwangs-Akku-Miete die das ganze total unrentabel macht.

 

Ich würde meinen Diesel lieber heute als morgen gegen ein Elektrofahrzeug eintauschen...wie gesagt: Es liegt aber nur am Preis. Eventuell rechnet es sich ja wenn jetzt die Förderung kommt.

 

Warum so viele so vehement dagegen sind, dürfte viele Gründe haben: Angst vor Neuem und auch das nötige Umdenken von lauten PS-Monstern hin zu sinnvollen leisen Elektrofahrzeugen.


21.04.2016 21:56    |    Ascender

Nichts ist sinnvoll auf dieser Welt. ;) Alles hat eine Existenzberechtigung.


21.04.2016 22:11    |    fm672

1. Es ist inzwischen in Mode, einen Konsens in Umweltfragen in Frage zu stellen, sich dabei auf Halbwissen, genährt durch reaktionäre Blogger zu stützen und sich dabei extrem geil vorzukommen, weil man damit keine Verantwortung mehr hat. Man könnte ja sein Möglichstes versuchen, sich umweltfreundlich zu verhalten, aber wenn man davon überzeugt ist, dass alle umweltfreundlichen Konsense falsch sind, dann braucht man das nicht mehr. Das führt dann so weit, dass da Menschen zu Anti-E-Auto-Missionaren werden.

2. Außerdem macht es natürlich Spaß, Menschen, die sich an so etwas wie Elektro-Autos erfreuen, verletzen zu wollen (Effekt: http://xkcd.com/1480/).

3. Siehe auch AfD; Stammtischparolen sind wieder total in Mode. Der aktuelle Wutbürger schlägt einfach überall hin, was er nicht kennt. Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Ich hatte wirklich geglaubt, dass die Gesellschaft in Deutschland zehn Schritte aufgeklärter sein würde; dass so viele Menschen eine rechtsradikale Partei (Flüchtlinge sollen an der Grenze erschossen werden z.B.) wählen, ist einfach krank und dass die hiesigen Autobauer Tesla mit dem Model 3 (nicht nur beim Antrieb, auch in der Batterieforschung) komplett das Feld überlassen, ist armselig. Der Gipfel ist dann noch, sich als Technologieführer zu bezeichnen. So viel zum fortschrittlichen Deutschland.

 

Umgekehrt fühlen sich dann die E-Auto-Befürworter in die Ecke gedrängt und teilen dann auch aus bzw. preisen E-Autos als Allheilmittel. Sie sind zwar umweltfreundlicher als vergleichbare Verbrenner, aber haben über ihre Gesamtlebensdauer auch nicht 0 Emissionen. Und so haben wir den schönsten Streit und die Fronten verhärten sich immer mehr.


21.04.2016 22:39    |    dodo32

Zitat:

Und so haben wir den schönsten Streit und die Fronten verhärten sich immer mehr.

Und genau das muss nicht sein. Alles hat seine Zeit und manchmal ist eben, wie schon erwähnt, Geduld gefragt.

 

Zitat:

und dass die hiesigen Autobauer Tesla mit dem Model 3 (nicht nur beim Antrieb, auch in der Batterieforschung) komplett das Feld überlassen, ist armselig.

Das tun sie nicht. ;)


21.04.2016 22:46    |    Ascender

Bis vor kurzem hat Tesla noch nichtmal Batterieforschung betrieben. Dafür gibt es Chemiekonzerne, die das weitaus besser können. Die haben ihre Fabriken, ihre Ingenieure, ihre Forscher, ihre Labore, ihre Logistik. Es ist natürlich nur logisch, dass Tesla eine Batteriefabrik baut, denn schließlich sind Batterien eine Kernkomponente in ihren Fahrzeugen. Eine Investition will gut überlegt sein. Nicht immer zahlt sie sich aus. Dass BMW damals in den USA ein Werk zur Carbonfertigung gebaut hat war auch ein Wagnis. Ich behaupte mal das Werk hat sich noch nicht rentiert.

Und darum geht es doch: Das sind gewinnorientierte Unternehmen. Elon Musk scheint ja tatsächlich ideologische Werte umzusetzen mit seinem Unternehmen. Geld verdient er damit allerdings nicht. Viele Unternehmen müssen auch auf ihre Aktionäre hören. Und die wollen eben konstante Dividendenausschüttungen haben, bzw. Konstanz in den Geschäftszahlen.

 

Der Abgesang auf die Deutsche Autoindustrie, man hätte den Anschluss verpasst, etc. ist allerdings auch mehr als lächerlich. Meint ihr wirklich, dass die deutschen Hersteller nicht die Technologie und die Möglichkeiten hätten alternative Antriebe oder gar Elektroautos anzubieten? Viele machen es ja sogar inzwischen (in homöopathischen Mengen), wohl auch eigentlich nur aus Marketing-Gründen.

Einen Verbrennungsmotor zu konstruieren ist übrigens viel schwieriger als einen Elektromotor zu bauen. ;) Komplizierter sind da natürlich die Hybridfahrzeuge, keine Frage. Aber auch das gibt es schon.

 

Nochmal: Es kauft keiner, weil es momentan nicht rentabel ist, nicht weil hier nur lauter zurückgebliebener Hohlköpfe - oder "Dinosaurier" - leben, wie ihr verächtlich behauptet.

 

Ich glaube viele "Ökos" - um damit jetzt alle E-Auto-Befürworter über einen Kamm zu scheren - denken man könnte mit dem Finger schnipsen, und dann ist alles grün, und die Menschen lösen alle ihre Probleme mit Windkraft, der Power von Müsli und Elektroautos. Das ist natürlich sehr überspitzt formuliert.

 

Die Tesla-Fanboys sind eben genauso schlimm wie die Audi/BMW/Opel/VW/beliebige Marke einfügen-Fanboys.

Die VW-Jünger leugnen den Abgasskandal, bei Audi ist alles "Fortschritt durch Technik", bei Opel ist alles aus Wolfsburg scheiße, bei BMW denkt man man sei die Sportlichkeit schlechthin, etc.

Das ist doch alles Quatsch. Da werden Lobeshymnen auf irgendwelche vermeintlichen Innovationen gesungen.

 

Bewertet es doch mal wirklich objektiv. Wir hatten hier eine relativ gute, neutrale Diskussion.

Jetzt muss ich hier wieder lesen, dass man mich mit einem AfD-Wähler vergleicht? :mad: Unverschämter geht es doch garnicht.

 

Zu Nummer 1:

 

Wo ist denn der Konsens in Umweltfragen bei den so genannten Umweltzonen? Bzw. bei der blauen Plakette? Findest du es ökologisch sinnvoll, dass wenige Jahre alte Autos quasi unbrauchbar gemacht - sprich ausgeschlossen - werden, damit sich jetzt alle ein vermeintlich umweltfreundlicheres neues Auto kaufen müssen, was dann evtl. in ein paar Jahren dann erneut ausgeschlossen wird? Jedes neue Auto muss produziert werden. Die Ressourcen dafür werden aus allen Teilen der Welt zusamengetragen. Die dafür benötigten Teile werden auf aller Welt produziert. Dann werden die Autos irgendwo auf der Welt zusammengesteckt, nur um dann mit dem Schiff überall auf den Globus verteilt zu werden.

Das dient nur der Wirtschaft, sonst keinem. Wie viel Energie beim Bau eines Neuwagens wohl verbraucht wird? Also insgesamt: Mit Ressourcenförderung, Transport, Erstellen von Einzelteilen durch Zulieferer, etc.

Wir sind eines der Länder, die genau das fördert!

 

Wenn der Politik wirklich an Umweltschutz gelegen wäre würden sie Neuwagen extrem teuer machen, wie in Dänemark. Dort fahren nur alte Autos rum. Und Gebrauchtwagen erzielen selbst mit mehr als 300.000 Kilometern auf dem Tacho extrem gute Preise. Die Menschen pflegen ihre alten Autos. Ich behaupte: Das ist das umweltfreundlichste was du in der Hinsicht machen kannst. Ein fahrbereites Auto wegzuschmeißen ist einfach nur übelste Verschwendung (so als ob man Konservendosen mit haltbaren Lebensmitteln wegwirft um sich einen neuen Vorrat anzulegen).

Im Gegensatz zu Dänemark haben wir in Deutschland allerdings eine Industrie. Und die muss ihre Produkte verkaufen.

So einfach ist das.


22.04.2016 08:06    |    pico24229

Ganz klar: Es könnten viele Verbrenner die zur zeit laufen durch E-Autos ersetzt werden. zB die ganzen Pflegedienste, pizzaservices, Polizeiautos, Serviceautos (Stadtwerke, dienstleister etc).

 

Privat wäre es vor allem derzeit immer eine Einschränkung.

 

Der Geräuschvorteil ist nur von 20-80kmh gegeben. Im Stand macht ein verbrenner auch keine nennenswerten geräusche und eigentlich sind Reifen und Windgeräusche immer lauter, im Innenraum sowieso


22.04.2016 09:12    |    Zephyroth

Ich glaube die größte Angst der meisten ist, in naher Zukunft ein E-Auto fahren zu müssen. Hier schieben sich die Nachteile (Reichweite, Inftrastruktur etc.) massiv in den Vordergrund, man neigt dann auch dazu die Vorteile zu übersehen. Dem ist aber nicht so, man darf auch noch lange Verbrenner fahren.

 

Vor einem halben Jahr hab' ich mich hier noch mit KaJu74 gefetzt und den Verbrenner als derzeit unersetztlich angepriesen. Mittlerweile hab' ich etwas recherchiert und die meisten meiner Ängste haben sich in Luft aufgelöst, bzw die meisten der Nachteile sind durch die überwiegenden Vorteile zu vernachlässigen (aber dennoch vorhanden).

 

Angst Nr. 1 - Der Akku: Wie viele richtig bemerken, sind E-Mobile verflucht teuer. Mir sind sogar die Verbrenner neu einfach zu teuer. Mir bleiben nur Gebrauchtwägen. Meine Befürchtung war, das die Akkus der gebrauchten EV's fertig gefahren sind. Mittlerweile ist die Batterietechnik dermaßen weit, das man sich in der Regel darum keine Sorgen machen muß. Es ist mittlerweile glaubhaft belegt, das die LiIon-Akkus durchaus 200.000km durchhalten, auch wenn sie schon 15 Jahre alt sind. Und selbst wenn der Akku mal zu tauschen sein sollte (das muß man bedenken), so verursacht ein EV deutlich weniger Wartungskosten als ein Verbrenner (kein Motor oder Getriebeöl, keine Kupplung, Bremsen werden durch Rekuperation geschont etc.).

 

Angst Nr. 2 - Die Reichweite: Ja, die ist derzeit immer noch eingeschränkt. Mit lächerlichen 120km, oder beim unerreichbaren Tesla etwa 250km. Nun, das ist für jemanden der Verbrenner gewohnt ist, nicht sonderlich viel. Jetzt sollte man aber so weit sein und unterscheiden zwischen Mobilität und Reichweite. Das ist nicht ein und dasselbe. Ich habe mir meine Fahrzyklen ziemlich genau angesehen, das über ein Jahr. Genau 3x hätte ich ein Problem mit einem EV mit nur 120km Reichweite gehabt, mit einem Tesla sogar nur 1x. Der ganze Rest stellt keine weitere Einschränkung für mich dar. Wobei ich sagen muß, das ich in der Garage zuhause das EV laden könnte. Sprich etwa 24.500km von 25.000km im Jahr könnte ich mit einem EV fahren, nur bei lächerlichen 500km wird die Reichweite schlagend.

 

Angst Nr. 3 - Die Stromversorgung: Für mich ist ein Konzept nur tragfähig, wenn es die PKW-Flotte komplett ersetzen kann. Gefühlt brauchen wir hierzu mindestens die doppelte Strommenge, etwas was (vorallem regenerativ) unmöglich ist. Nun, ich habe nachgerechnet und dies in Relation zur Gesamtstrommenge gesetzt. Deutschland hat 2015 etwa 600TWh verbraucht. Ein EV braucht auf 100km etwa 15kWh, die durchschnittliche Jahresleistung liegt bei 15.000km. Somit beträgt der Jahresstrombedarf eines EV's etwa 2250kWh (nehmen wir 2500kWh, wegen dem Ladewirkungsgrad). In Deutschland sind 45Mio. PKW's auf den Straßen. Ergo ergibt sich für die gesamte Flotte ein Jahresverbrauch von 113TWh. Das sind rund 20% vom derzeitigen Stromverbrauch. Nicht zu vernachlässigen, aber ich halte es für durchaus schaffbar, zumal nicht von heute auf morgen nur mehr EV's rumfahren. Nimmt man als Horizont 20 Jahre (was schon recht sportlich ist), reicht es aus die Stromproduktion pro Jahr um 1% zu steigern. Das geht, davon bin ich überzeugt.

 

Das sind waren meine Hauptängste, die sich bei genauerem Hinsehen aber relativieren.

 

Ich bin Realist, weder ein Verbrenner noch ein derzeitiges EV ist umweltfreundlich. Vielleicht sind die EV's einen Tick besser, hängt aber vom Strommix ab. Aber letztendlich, das hat mich schon bei Verbrennern kaum interessiert (so wie die meisten anderen auch), also warum sollt's mich beim EV interessieren?

 

Tatsache ist, die Emissionen eines Großkraftwerks sind trotz minderwertigerer Brennstoffe deutlich besser (auf die kWh bezogen) als von einem Verbrenner. Moderne Kohlekraftwerke haben einen DENOX-Kat, einen elektrostatischen Staubfilter und eine Entschwefelungsanlage. Das ist ein Aufwand, den man in ein Auto nie unterbringen wird. Und wenn, dann hat man das Problem das der Motor andauernd seinen Lastzustand ändert. Zusätzlich bietet sich die Möglichkeit die Abwärme weiter zu nutzen, dann steigt die Effzienz weiter.

 

Vorteil der EV's ist die Flexibilität was den Treibstoff angeht. Man kann Strom aus vielen Quellen recht effizient (wobei ich meine besser als ein Verbrenner, also >30%) erzeugen. Ich stecke mein EV in die Steckdose und es lädt, fertig. Wähle ich nicht schon einen speziellen Stromanbieter, sondern lebe mit dem deutschen Strommix, ist das EV zwar nicht CO2-frei aber schon besser als ein Verbrenner. Die Politik bewegt den Strommix allerdings in Richtung regenerativen Energien, also wird der Ökoanteil noch mehr werden. Heute fährt ein EV zu einem Drittel CO2-neutral, in 15 Jahre vielleicht schon zur Hälfte. Und das mit ein und demselben Auto. Das ist etwas was kein Verbrenner leisten kann. Der verbrennt in 15 Jahren immer noch seine 7l/100km, durch Verschleiß und Alterung sogar etwas mehr als am Anfang.

 

Grüße,

Zeph


22.04.2016 09:18    |    Reblaus

Wenn irgendwann einmal die E-Mobilität Realität und der Verbrenner die Ausnahme ist, dann wird man auf diese Diskussion zurückschauen und sich vermutlich schief lachen. Das Problem ist, dass man von E-Autos erwartet, dass sie die Eierlegende Wollmilchsau sein sollen. Wenn da nur das kleinste Manko zu finden ist, werden die ganzen Vorurteile aus der Schublade geholt. Dazu kommt noch der "Herdentrieb" - es ist immer schon einfacher gewesen seine Meinung zu behalten anstatt sie auch einmal zu ändern. Es geht viel um Emotion beim Autofahren, um das Freiheitsgefühl und die Unabhängigkeit. Dabei haben wir als Autofahrer von letzterem eigentlich überhaupt nichts. Warten wir es mal ab, wenn die Technik weiter ausgereift ist, die E-Autos billiger werden und die Infrastruktur besser ist, dann werden die Schwarzseher vermutlich zu den ersten gehören, die sich so ein Teil anschaffen :-)


22.04.2016 09:36    |    Basti32

Für mich sind die größten nachteile der Preis ,Reichweite und Lademöglichkeit. Wenn es ein E-Auto geben würde das man gebraucht zum gleich preis bekommen könnte wie meine C-Max und das ihn 1 zu 1 ersetzen könnte d.h. was Platz angeht, zugleistung ( Anhänger ) , Ausstatung , Reichweite ( ich habe einen Benziner mit 182 Ps und komme mit einer Tankfülllung locker wieder von Berlin nach Hause über 600 km ). Dann würde ich mir auch einen kaufen und jetzt kommt mir nicht mit einem E-Auto für die Arbeit und dem Verbrenner für längere Touren den man muß sich dann auch beide autos leisten können.

 

Nachladen zu hause kein problem aber auf der Arbeit oder unterwegs nein. E-Autos sind toll aber für die meisten Menschen sind die Verbrenner noch zurzeit besser.

 

Und wenn es mehr E-Autos geben würde wären die auch nicht mehr leise den ein E-Auto hört man nicht also sind sie lebensgefährlich für Fußgänger und Radfahrer. Sie müßten dan im Stadtbetrieb ein künstliches Geräusch erzeugen.


22.04.2016 09:58    |    Zephyroth

Zitat:

Und wenn es mehr E-Autos geben würde wären die auch nicht mehr leise den ein E-Auto hört man nicht also sind sie lebensgefährlich für Fußgänger und Radfahrer. Sie müßten dan im Stadtbetrieb ein künstliches Geräusch erzeugen.

Halte ich eher für ein theoretisches Problem. In der Stadt gibt es soviele andere Geräusche, da hört man schon heutige Verbrenner nicht raus. Wenn dem so wäre müßte man alles ab 6 Zylindern verbieten.

 

Grüße,

Zeph


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