• Online: 2.936

Einstecker

Meine Erfahrungen mit der Elektromobilität

23.03.2013 09:48    |    Einstecker    |    Kommentare (0)

Eine der ersten Fahrten führte mich zu den hiesigen Stadtwerken. Die haben ein Förderprogramm Elektromobilität und in dessen Rahmen etwa 20 Ladesäulen über die Stadt verteilt aufgestellt. Die Benutzung dieser Säulen funktioniert mit einer Smartcard, die ich mir jetzt besorgte. Das Laden selbst ist vorerst kostenlos. Die Idee hinter der Karte ist aber, dass man identifiziert wird, und dann irgendwann den Strom bezahlen muss, z.B. direkt mit der Stromrechnung von zu Hause.

Anschließend wollte ich das öffentliche Laden gleich ausprobieren. Aber der Parkplatz mit der Ladesäule war leider von einem "normalen" Auto blockiert - trotz Parkverbot-Schild mit Ausnahme von Elektrofahrzeugen während des Ladens. Ein Problem, mit dem ich noch öfter zu kämpfen haben werde.

 

Eine der Ladesäulen ist in der Nähe von ein paar Läden, wo wir oft einkaufen, im Zentrum. Das ist praktisch. Der Einkauf dauert eine Stunde, danach ist das Auto meist wieder voll geladen (mit Strom und Lebensmitteln). Und der Parkplatz kostet auch nichts.

 

Das öffentliche Laden ist für mich ziemlich wichtig, weil ich keine Garage mit Lademöglichkeit habe. Wenn ich zu Hause laden will, muss ich also ein Stromkabel aus dem Fenster hängen. Nicht sehr elegant, aber es funktioniert wenn es sein muss. Ist auch sehr unterhaltsam die Gesichter der Passanten zu sehen, wenn sie den Verlauf des Stromkabels von oben bis zum Auto verfolgen und überrascht schauen ("so was gibt's ja doch!") und ab und zu ergibt sich ein nettes Gespräch.


21.03.2013 17:55    |    Einstecker    |    Kommentare (49)    |   Stichworte: Autokauf, BMW 3er touring, Opel Ampera, Prius, Toyota, Toyota Prius Plug-In Hybrid

Prius Plug-In HybridPrius Plug-In Hybrid

Der alte war zu klein und ständig waren Reparaturen fällig. Zeit für ein neues Auto. Und wenn schon neu, dann gleich richtig sparsam und modern und mit Automatikgetriebe. Also Probefahrten gemacht: BMW 3er touring, Toyota Prius Plug-In Hybrid, Opel Ampera.

 

BMW: Erstklassiges Fahrwerk, wunderbares Interieur, niedriger Verbrauch des Diesels. Bei der Probefahrt war ich dann aber schon einigermaßen enttäuscht, wie unkultiviert sich der Diesel mit Start-Stopp-Automatik im Stadtverkehr verhält. Beim Abbremsen an Kreuzungen leichtes Ruckeln, als hätte die 8-Gang-Automatik Probleme, das Drehmoment des Motors (sanft) zu kontrollieren. An der roten Ampel geht der Motor dann aus, und irgendwann wenn er möchte wieder an, meist aber schon bevor die Ampel wieder grün wird. Einen großen Vorteil hat das: An einer roten Ampel schläft mit so einem Auto keiner ein, denn wenn der Motor wieder startet, wird man erst mal nett durchgeschüttelt.

Das bei dem Preis geht irgendwie gar nicht, dachte ich mir, zumal ich recht viel in der Stadt fahre.

 

Toyota Prius Plug-In Hybrid: Den Prius fand ich früher schon interessant, konnte mich aber mit der Form (Prius I, Prius II) überhaupt nicht anfreunden. Und ich dachte mir immer: Hätte der doch mehr Batteriekapazität, könnte ich damit auch zum Supermarkt und zurück fahren. Nun, Toyota hat nicht geschlafen, und seit 2012 gibt es den Prius Plug-In Hybrid, mit bis zu 25 km elektrischer Reichweite. Der ist zwar teuer, liegt aber auch in der Preisklasse des obigen 3er tourings.

Probefahrt: "Anlassen" - Piep - Nichts. Kein Brummen, kein Ruckeln. Wow. Aber klar, der PiP (Plug-In Prius) fährt ja auch elektrisch. Gutes Raumgefühl, sehr einfaches, aber futuristisches Interieur. Die relativ hohe Sitzposition sorgt für gute Übersicht. Absolut entspanntes Fahren.

 

Und noch ein Auto wollte ich kennenlernen: Den Opel Ampera. Er wird teilweise als Elektroauto angepriesen, im Grunde ist er aber auch ein Plug-In Hybrid, nur mit größerer elektrischer Reichweite als der PiP. Man sitzt gut, aber mitnehmen kann man nicht so viel. Hinten nur zwei Einzelsitze und der Kofferraum ist ziemlich klein und nur behelfsmäßig zu den Rücksitzen abgetrennt. Das Fahren macht aber großen Spass, mehr als mit dem 3er BMW. Klasse Drehmoment aus dem Stand und dabei fast geräuschlos. Ich war begeistert. Aber zwei Dinge sprachen aus meiner Sicht gegen ihn: Kein Platzgewinn gegenüber meinem jetzigen Auto, und kein Verbrauchsvorteil auf langen Strecken, denn der Ampera fährt (fast) immer elektrisch, und wenn der Akku leer ist (nach 60-80 km, bei sportlicher Fahrweise und kaltem Wetter aber schon eher), erzeugt er mit seinem "Range Extender", einen 0815-Ottomotor, den Strom, den er zum Fahren braucht. Das ist nicht sehr effizient. Aber Spass macht er wirklich!

 

Die Vernunft hat natürlich gesiegt und ein Prius Plug-In Hybrid wurde bestellt. Jetzt, vier Monate später, ist er da!


Blogautor(en)

Einstecker Einstecker