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17.01.2021 21:01    |    E500AMG    |    Kommentare (70)

Sind Old- & Youngtimer total überteuert?

500E W124500E W124

Hallo Blogger,

 

mein letzter Blog-Artikel ist gut 2 Jahre her und ich dachte ich schreibe mal wieder. Dieses mal über ein Thema wo mich beschäftigt und mich auch fragwürdig macht. Es geht um das Thema Old- & Youngtimer und kommende Youngtimer und deren Preisentwicklung. Dabei geht es weniger um die Marke mit dem größten Wertzuwachs und auch nicht, was man kaufen soll um etwas mit zu verdienen. Klar ist auch die Preisbildung - Angebot und Nachfrage. Aber genau jetzt - geschätzt seit etwa 3 Jahren passt das Gleichgewicht nicht mehr.

 

Ich bin der Meinung das für viele Modelle die Preise total überzogen sind! Die Wertsteigerung fing meiner Meinung nach an, wo es so jeder mitbekommen hat das man mit Oldtimern / Youngtimern Wertzuwächse machen kann - mit den Porsche's aus den 90er Jahren an, sprich der 911er vom 993-Modell. Da sind urplötzlich die Preise explodiert, der letzte luftgekühlte Boxermotor, vielleicht hatte es damit was zu tun. Und wenige Jahre später konnte man bei vielen Marken einige Modelle beobachten, die ordentlich an Wert gewonnen haben. In der Mercedes-Ecke ist das wohl der W124 als 500E.

 

Die uralten Oldtimer wie 190SL und 300SL (Cabrio, Coupe, Flügeltürer) lasse ich mal außen vor, da die deutlich älter, deutlich geringere Stückzahlen und mehr Jahre zum wachsen des Wertes hatten. Zudem - auch wenn die mehr als das 10-fache eines guten 500E's kosten, doch fast immer komplett restauriert wurden und sich nahezu im Neuzustand befinden, teils sogar besser.

 

Mir gefallen die Mercedes-Modelle (nicht alle) so bis Baujahr 2005 (+/-). Alles danach - klar irgendwie geil, weil schnell, aber irgendwie haben die den Charme verloren.

Ich interessiere mich großteils im Mercedes Lager, meine Favoriten sind W124 500E, C126 500SEC / 560SEC, W140 S500L / S600L. Aber auch bei Audi, BMW oder VW könnte ich interessantes finden. Doch egal welches Modell, das tiefe Tal des Preises haben sie alle durchwandert und haben den Berg schon sehr hoch bestiegen.

 

Mein absolutes Traumauto seit eh und je war der Mercedes 500E. Damals gebraucht, 10 Jahre alt und noch nicht runtergeritten, als es noch gute und brauchbare Fahrzeuge waren konnte ich mir den nicht leisten. Dann irgendwann um die 2010er-Jahre gab es die hinterher geschmissen ab 5.000 €. Da hat mich dieses Modell irgendwie nicht interessiert - es gab ja Besseres - beispielsweise den W210 E50 / E55 AMG - 2 Stück davon gehabt. Als das Thema Old- & Youngtimer vor gut 10 Jahren noch nicht so gesehen wurde, wie es heute darum steht, wollte man (ich zumindest) immer was neueres, schnelleres fahren, als so eine "alte Mühle" mit alter 4-Gang Automatik und veraltetem Design.

 

Immer wieder schaue ich in den Autobörsen mal rein, was es an den 500er und anderen Modellen so gibt und wie die Preise stehen. Die haben sich bestens entwickelt - zu meinem Nachteil. Das Problem bei der Sache ist - so einen 500E könnte ich mir leisten, jedoch bekommt man ein uraltes Auto, welches auch im hohen Alter und hoher Laufleistung ziemlich anfällig sind. Poröse Motorkabelbäume, fertige Automatikgetriebe, beschädigte Innenausstattungen, ölseuchende Motoren, 7.-Hand-Fahrzeuge, usw... und das für 25 - 30.000 €! Und die top gepriesenen Fahrzeuge liegen mittlerweile im Bereich von 50 bis 80.000 €, nah an die 6-stellige €-Preise habe ich auch schon gesehen.

 

Das verstehe ich - zum Teil. Die Fahrzeuge werden seltener und es gibt sie noch, die gut Betuchten, Millionäre - denen ist es egal, wenn die so einen Wagen wollen, dann zahlen die den Preis. Aber heutzutage sollte ja jeder reiche Autoenthusiast - denke da an die Ölscheichs - wirklich alle bestens bedient worden und eh alles in deren Garagen haben.

 

Und so sieht es auch mit meinen anderen Wunschfahrzeugen aus: C126 560SEC, W140 S600L, W210 E50 AMG, usw...

 

Und wenn man sich mal unter was "Normaleren" umschaut - ich hab einfach bock auf einen Youngtimer - so stelle ich fest für stinknormale "Gurken" - sei es beim W123, W124, W201, oder ähnlichem - allesamt überteuert. Wenn die Fahrzeuge wenigstens dann in einem top Zustand wären.

 

Ich habe das Gefühl als ob jeder meint, er habe etwas ganz besonderes und fordert einen Preis, wo ich gleich weiter klicke. Und die Fahrzeuge stehen oft eine kleine Ewigkeit - 1 Jahr ist da keine Seltenheit. Ich bin sicher, ihr wisst was ich meine.

 

Ich will mir keinen Youngtimer anlachen um auf Wertzuwachs zu hoffen. Ich will so einen Wagen fahren, mit ihm leben und spaß haben.

 

Mein Motto: niemand hat etwas zu verschenken - aber genauso ist niemand bereit zu viel zu bezahlen.

 

Wie seht ihr das so?

 

Ich würde mich freuen, wenn ihr an meiner Umfrage und am Thema euch beteiligt.

 

Danke & Grüße

 

E500 AMG

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17.01.2021 21:25    |    AutofanTSI

Ich bin genau deiner Meinung.

 

Was ist an einem Golf besser als einem Kadett?

 

Der Golf kostet gleich mehr als das 5fache.

 

Manche träumen zu sehr.


17.01.2021 21:48    |    Dynamix

Klassischer Fall von "Kommt drauf an". Es gibt durchaus Autos bei denen ich verstehen kann das Sie teuer sind. Dazu gehören Autos die neu schon so unantastbar waren das die Nachfrage da schon das Angebot um Faktor drölftausend übersteigt. Das sind aber dann auch Autos welche mit der EZ eher an Wert zulegen statt welchen zu verlieren wie 99,9% der anderen Autos.

 

So, gehen wir mal weg von Unobtanium und schauen uns mal das bürgerlichere Zeug an.

 

Der von dir erwähnte 500E leidet in der Hinsicht einfach an den niedrigen Stückzahlen. Dazu kommt dann eben bei vielen Leuten, wie du auch, an der Einsicht das man auf sowas besser aufgepasst hätte bzw. sich sowas hätte kaufen sollen als es noch bezahlbar war. Auch da ist dann die Nachfrage schlicht und ergreifend da. Vor allem weil nicht nur Die-Hard Mercedes Hardcore Fans scharf auf solche Autos sind.

 

Als Extrembeispiel fällt mir da mein Lieblingsauto, der 71er Plymouth Hemi Cuda Convertible ein. Eigentlich ein relativ leistbares Auto, wenn man mal von der damals sauteuren Hemi Option absieht. Allerdings war das Teil neu mit 11/12 Stück (die Gelehrten streiten sich da ein bisschen) schon selten weil die Dinger damals schon auf dem absteigenden Ast waren. Die hätte man in den späten 70ern oder 80ern wirklich billig bekommen können, wenn man denn einen der wenigen mal gefunden hat ;)

 

Heute sind Muscle Cars nicht nur unter Fans, sondern auch unter Sammlern beliebt. Im Zusammenspiel mit der Seltenheit ergeben sich so irrwitzige Preise. So ein Auto bringt heute gerne mal einen 1-2 stelligen Millionenbetrag und das ist unter den Oldies nicht nur Champions League, dass ist Weltniveau. Dagegen sieht so mancher hochpreisige Supersportwagen aus der Ära preislich ziemlich alt aus.

 

Okay, schauen wir jetzt mal bei dem wirklich bürgerlichen Zeug, quasi der Massenware. Auch hier gibt es das Phänomen. Besonders beliebt sind auch hier wieder Sondereditionen die entweder aufgrund der Ausstattung (Farbe, Interieur, Motor usw.) immer schon beliebt waren oder so rare Murmeln die als Homologationsmodelle für den Motorsport dienten.

 

Bei ersteren kommt meistens irgendwann der Punkt an dem sich Tuner und Kiddies genug an der Baureihe ausgetobt haben und die ganzen begehrten Modelle plötzlich selten sind. Entweder weil man die Dinger gegen den nächsten Baum gesetzt hat oder weil man scharf auf die Ausstattung oder den Motor war. *Hust* Golf VR6 *Hust*

 

Das sind dann so Autos die, sobald Sie im Oldiealter sind nur noch in einer niedrigen 3-4 stelligen Anzahl überleben. Jetzt kommen aber eben genau die Leute die sich daran erinnern das Ihr erstes Auto ein Golf III war und das so ein VR6 ja damals DER Shit war. Jetzt wäre das Geld da, aber oh weh. Es gibt kaum noch welche. Entsprechend gehen dann eben die Preise hoch weil die Verkäufer da meistens wissen das Sie da was haben das auch entsprechend gesucht ist.

 

Es gibt durchaus seltene Autos die günstig sind weil die keiner will, aber das sind dann Autos die SO exotisch sind das keiner weiß was das sein soll. Auf der anderen Seite sind dann die Autos die nie teuer werden, wer gibt auch 10.000€ für einen 30 Jahre alten Fiesta mit 50 PS und Nullausstattung aus? Eben! ;) Das sind Autos die man auch im Oldiealter noch für kleines Geld bekommt. Wem es da nicht auf Leistung oder Ausstattung sondern nur auf die Erinnerung oder das Fahrerlebnis ankommt kann hier für lächerliche Geldbeträge in die Oldieszene einsteigen und auch solche Autos sind mal ganz nett weil Sie eben mal die andere Seite der Szene zeigen ;)

 

Wenn man auf den Messen sonst immer nur die absoluten, durchrestaurierten Topmodelle einer Baureihe sieht sticht so ein armseliges Basismodell schon heraus. Wie man sieht, es sind hauptsächlich die Modelle die zu Lebzeiten schon legendär und/oder teuer waren die preislich so explodieren. Aber da bestimmt halt die Nachfrage den Preis und wenn du eben so einen exklusiven Geschmack hast dann musst du entsprechend dafür zahlen.

 

Da zahlt man dann auch für das Image und den Legendenstatus und gerade die gut betuchte Klientel ist bereit für das Ansehen dann entsprechend Geld zu bezahlen. Ich meine was sieht cooler aus? In einem 300SL vor dem Oldieclub vorzufahren oder in dem alten Fiesta? ;)


18.01.2021 06:58    |    E500AMG

Hi Jungs,

 

Dynamix da gebe ich dir Recht. Auch das mit Erinnerungen an die Kindheit - "Papa fuhr Modell XY, das will ich nun auch!" oder aus der Jugend / Teeniezeit - sich wieder jung fühlen und die Erinnerungen hoch kommen lassen, was man mit dem Wagen erlebt hat und wo man damit überall war. Da ist was dran.

 

Wie schon gesagt, ich verstehe die Preisbildung durch Angebot und Nachfrage. Aber viele und vor allem Normalo-Modelle sind überteuert. Die Suchlisten in den Portalen ändern sich wenig, es sind häufig Fahrzeuge drin, die stehen sich die Reifen platt. Natürlich kann da auch kein Besitzerwechsel statt finden, wie mit jungen Gebrauchtwagen - bei Old- & Youngtimern ist der Kundenkreis deutlich geringer.

 

Die Preise für den Normal-Old- / Youngtimer sind in eine Region angekommen, wo es für die meisten nicht mehr wert ist, sich sowas anzuschaffen. Die bleiben dann halt stehen. Und so ist es auch in meinem Fall. Großteils ist es mir nicht wert, diese Preise zu bezahlen. Schade eigentlich, anstatt das die Fahrzeuge bei irgendwelchen Händlern oder Privatleuten lieblos rumstehen, anstatt bei jemandem zu sein, wo sich darum kümmert und pflegt.

 

Habe auch das Gefühl, jeder meint er habe was besonderes und will dick absacken und die Oldtimer-Wertzuwachs-Ära mitnehmen - und das um jeden Preis, das das Fahrzeug ewig steht und durch lange Standzeiten die Pflege (Ölwechsel, eventuell neue Reifen, da die alten so porös sind, usw...) und Platzkosten (jede Garage kostet Geld) und somit der mögliche Gewinn dahinschmilzt.

 

Da muss man einfach lange auf der Lauer sein, eventuell sein Budget leicht erhöhen und es hinnehmen.


18.01.2021 08:12    |    Celi77

Interessantes Thema. Ich habe einen W124 500E in der Garage stehen und denke, dass die Preise gerade bei dem Modell so hoch sind, hat auch etwas mit der Mercedes Preispolitik für die original Ersatzteile zu tun. Wenn z.B. ein Motorkabelbaum 1000€, hintere Stoßdämpfer 1000€ pro Stück oder alleine eine Türdichtung ca. 500€ kostet, dann wird man das Fahrzeug auch nicht günstig anbieten. Man wird zwar nie das Geld, was man Investiert, herausbekommen, aber einen Teil wird man dann doch bei der Preisvorstellung gedanklich mit einbinden. Es gibt ja leider nicht jedes Teil im Zubehör. Und gerade bei modellspezifischen Dingen wie Kotflügel, Scheinwerfer, Stoßstangen, usw. geht es dann ordentlich ins Geld.


Bild

18.01.2021 08:52    |    E500AMG

Hallo Celi77,

 

erstmal - wunderschönes Fahrzeug, genau so hätte ich den auch gerne - Vor-Mopf und in 199 Blauschwarz.

 

Das mit den Ersatzteilen ist ein trauriges Thema. Gerade bei Mercedes hat man noch vor 10 / 15 Jahren eine andere Ersatzteil-Politik gehabt. Man wollte, das man für jeden alten Mercedes Ersatzteile bekommt. Das sieht heute sehr schlecht aus. Das wird bei den Fahrzeugen die noch nicht Youngtimer sind in wenigen Jahren sehr schlecht aussehen. Ich habe einen R230 SL65 AMG - bei der Baureihe kommen so langsam die Alterungen der Bauteile.

 

Und im Gegensatz zu Früher - als man eine billige Türdichtung für einen W123 bei Seite legte, da sie eh nicht so teuer war und auch selten gebraucht wurde - wohl deutlich mehr produziert als benötigt - werden diese "neueren" Fahrzeuge nur mit Nachbauteilen fahrtüchtig gehalten werden.


18.01.2021 09:16    |    PIPD black

Old- und Youngtimer sind halt die zweitbeliebteste Anlageform nach Betongold, gerade bei bestimmten Modellen ist erfahrungsgemäß die Wertsteigerung sicher.

 

Zudem sind diese Fahrzeuge noch solche, die jeder Hinterhofschmied zusammengedengelt bekommt und am Leben erhalten kann. Die Abwrack- und Umweltprämien der zurückliegenden Jahre haben die Auswahl -manchmal auch berechtigt- sehr ausgedünnt. Was da neu kam, ist nicht jedermanns Ding (2- und 3-Zylinder und/oder Bi-/Tri-Turboaufladung) und die "rollenden PCs". Jetzt mit Hybrid/Elektro-Dingsda wird auch nicht jeder warm. Ergo werden diese "letzten richtigen Autos" gesucht, gefunden und Höchstpreise bezahlt. Angebot und Nachfrage. Ob man das nun gut oder schlecht findet, sei mal dahingestellt. In der Regel wird aber nix billiger. Die Preisspirale zeigt immer nach oben.


18.01.2021 09:44    |    Trottel2011

Der beste Spruch kommt aus den USA "I know what I have". Frei übersetzt "ich weiß was ich habe und ich weiß was es wert ist". Und das nutzen viele auch in DE für ihren Verkauf. Letztens habe ich mir einen gammeligen Rolls Royce angeschaut. Ich überlege womit ich ab 2022 fahre und überlegte mir einen außen optisch kaputten aber technisch fitten Rolls zu kaufen. Der Verkäufer hatte das Auto ohne Preis inseriert. Ich habe auch kein Preis genannt oder genannt bekommen. Hingefahren. Rechtslenker (bekommt man in GB ab 3000 GBP mit fast neuem MOT - TÜV aus GB) mit Wartungsstau und läuft auf 6 von 8 Zylindern.

 

"Topp Zustand" so der Verkäufer. "Man wird nichts Vergleichbares finden". Als ich da war fand ich mehr Schäden an dem Auto. Auf die Frage was der Verkäufer so haben wollte, sagte er "9.000 EUR, er wisse was er habe" und "für schlechtere Fahrzeuge zahlt man deutlich mehr". In seinem Beisein Ebay gezuckt, UK Fahrzeuge gesucht, dazu die passenden Scheinwerfereinsätze und ca. 4000 EUR gezeigt. Das ausgesuchte Auto in GB hätte auch gerade eine komplette Rostbeseitigung gehabt, wurde Teilweise neulackiert und sei aus 2. Hand, wobei der 2. Besitzer den Wagen seit 23 Jahren fahre.

 

Der Verkäufer bat mich zu gehen. Schließlich hätte ich keine Ahnung von seinem "Schmuckstück".


18.01.2021 10:01    |    Dynamix

No tire kickers, I know what I have! :D


18.01.2021 12:33    |    E500AMG

Ja irgendwie geht es den Verkäufern zu gut, man könnte meinen die wollen nichts verkaufen. Und wie oft Fahrzeuge angepriesen werden "Scheunenfund", "...nur 5 mal in der Familie umgeschrieben, also quasi 1. Hand..." oder "...garantierter Wertzuwachs...", am besten finde ich die: "...muss mein Projekt abbrechen, da ich nun keine Zeit habe / ...zuviele Projekte habe...". Da ist denen ein Licht aufgegangen das die es unmöglich schaffen, haben keinen Platz mehr oder benötigen nun das Geld, gehen aber von ihrer Wucher-Preisvorstellung nicht ab. Ende vom Lied, man bleibt weitere Monate / Jahre darauf sitzen und im Endeffekt geben die es dann günstiger ab, wobei die Zeit weiter genagt hat.

 

Und mit Betongold ist es noch schlimmer. Ich denke aber da ist kaum Luft nach oben mehr möglich (hoffe ich zumindest), denn erstens kann man sich als Normalverdiener nicht mehr leisten und die Reichen die es sich leisten können, für die wird es langsam uninteressant weil die Rendite zu gering ausfällt. Nur das traurige daran ist, Wohnraum braucht jeder und eigentlich sollte jeder der arbeitet sich ein Haus kaufen können. Einen Oldtimer braucht man nicht.


18.01.2021 14:35    |    Andreas.Weber

Ich finde die Preise total überzogen. Gerade im Hinblick auf andere Länder wo diese Fahrzeuge zum Schrottpreis gehandelt werden. Die Frage ist nur ab die Verkäufer die aufgerufen Preise realisieren können. Das bezweifele ich stark. Manche leben in ihrer eigenen Blase.


18.01.2021 14:42    |    PIPD black

Und diese Blase sagt, man muss einen Mercedes kaufen, der für D bestimmt war und auch nur hier gelaufen ist und gewartet wurde. Re-Importe sind verpönt. Selbst Importe aus Japan (gibt's auch als Linkslenker), die oftmals noch viel besser sind, werden mit hohen Abschlägen gehandelt. Verstehe ich auch nicht, aber so sind die Liebhaber.


18.01.2021 15:05    |    Dynamix

Das ist aber auch so etwas das ich nicht verstehe. Bei europäischen Autos und Japanern werden die Autos die für den europäischen Markt gebaut wurden am höchsten gehandelt.

 

Beispiel:

 

Toyota Supra MK IV. Wenn du da nen Linkslenker mit Handschaltung und dem Turbomotor hast, kannst du schon mal lange Listen mit potenziellen Interessenten führen und im Prinzip alles mögliche als Preis aufrufen. Das gleiche Modell als Rechtslenker mit Saugmotor und Automatik wird man dir hingegen nicht aus den Händen reißen.

 

Umso lustiger das ausgerechnet bei den US-Cars die Exportmodelle immer so verpönt sind und am liebsten gleich auf USA umgerüstet werden. Kann ich überhaupt nicht verstehen. Zum einen entfällt doch so die ganze dämliche Umrüsterei und Kabelbaumpfuscherei für die deutsche Zulassung, die ja gerne bei unfachgemäßer Durchführung zu massiven Elektrikproblemen führt und zum anderen sind die Dinger nicht selten brutal rar. Von meinem Caprice gab es ganze 117 Limousinen und 150 Kombis, von meinem Alero über die gesamte Bauzeit keine 500 Stück und Camaros waren jetzt auch nie Autos von denen man 4 stellige Zahlen im Jahr in Europa abgesetzt hat. Da sehe ich doch zu das die Autos original bleiben, vor allem wenn die Ihren Wert halten oder sogar noch steigern sollen. Welcher ernsthafte Sammler kauft sich denn ne nachträglich zusammengepfuschte Bastelbude, vor allem weil solche Leute meistens auch in gewisser Weise Ahnung haben?

 

Wenn ich sehe das so ein Auto nachträglich und meist nicht sehr gut umgerüstet wurde lass ich es gleich bleiben. Solche Fälle kenne ich mittlerweile persönlich wo man dann angefangen hat EU-Modelle auf US umzustricken, sich aber nicht die Mühe gemacht hat es ordentlich zu machen und da für die EU zum Teil wirklich eigene Kabelbäume gebaut und verlegt wurden ist das Ganze am Ende ein Misch-Masch den kein Schwein mehr versteht, vor allem wenn es weder Fisch noch Fleisch ist. Da bringen dich die Werkstatthandbücher auch nicht mehr weiter.


18.01.2021 19:42    |    E500AMG

Ja der Deutsche liebt seinen Audi, BMW, Mercedes und Co, dazu noch das vertraute Serviceheft, immer rechtzeitig bestempelt und der "alte" Brief ist auch noch dabei. Ich muss zugeben, das mir ein Mercedes in Deutschland gelaufen auch lieber ist, als ein US'ler oder Japaner, der zurück kommt. Aber zur Not würde ich auch einen Reimportierten nehmen.


18.01.2021 19:53    |    avalex

der 124er ist der beste Beispiel für einen Hype, ich war schon immer ein Fan vom 124er, ich liebe diesen Wagen, aber ich bin einfach nicht mehr bereit diese Preise zu bezahlen, irgendwie will jeder einen 124er....

...bei mir verstehe ich es ja irgendwie, ich habe an diesen Autos gelernt und kenne die wirklich gut....aber es gibt noch so viele schöne Autos, die anspruchsloser und nicht wirklich schlechter sind

 

alles was gehypt wird, werde ich in Zukunft meiden

letztes Jahr fiel mir ein W202 in die Hände, wenn der Wagen zu meiner Körpergröße passen würde, würde ich sogar behaupten das der 202 besser als der 124er ist, schöne Optik, gute Technik und Rost ist nicht immer ein Thema


19.01.2021 07:47    |    ToledoDriver82

Als wir vor fast 11 Jahren den ersten Mazda 626 kauften, war das Angebot an guten nicht sehr groß. Meist habt es Schrott unter 500€ oder geschenkt, mit frischen TÜV und brauchbaren Zustand war man schon unter 1000€ dabei. Heute werden selbst für schlechte Schlachter schon 500€ aufgerufen, wenn überhaupt vorhanden und mit frischen TÜV liegt man selten unter 2000€,wobei das auch heute keine Garantie für guten Zustand ist. Erst gestern wurde wieder einer angeboten, optisch ok, kein TÜV, gerissene Frontscheibe, Rost am Heck weil mal Unfall, als Totalschaden bei der Versicherung abgeschrieben...Preis 1200€,unter 1000€ würde nichts gehen...da weiß man gar nicht was man sagen soll. Das selbe gilt im übrigen auch für Teile, Felgen die es vor Jahren noch günstig gab, haben heute wieder ihren Neupreis oder sogar höher. Und dann gibt es Besitzer, die freuen solche Preise sogar, selbst wenn sie nicht verkaufen wollen...versteh ich nicht.


19.01.2021 10:02    |    Gravitar

Ich finde Old- und Youngtimer auch interessant, ebenso die Tatsache, dass man im besten Falle an seinem Invest noch Freude hat. Wer (zu-) viel Geld hat, kann ja die Schmuckstücke erwerben und warten. Ich verdiene zwar nicht schlecht, es muss aber ein Hobby mit der Verhältnismäßigkeit der Mittel gewahrt bleiben. Unvernunft ist etwas für andere. Wenn ich einen guten Neuwagen für den täglichen Einsatz und 200.000km Fahrperspektive ohne wesentliche Reparaturen für 25.000€ bekomme und fahre, wäre es für mich unverhältnismäßig, das Doppelte für die gelegentliche Freude am Fahren auszugeben. Mein derzeitiger Youngtimer zeigt, Wartungsarbeiten verschlingen über die Zeit mehr Kohle, als Wertzuwachsperspektiven wieder gut machen können. Also ein ganz normales Hobby, wenn man noch in der Arbeit steckt und weder Platz noch Zeit hat, sich um alle Dinge selbst zu kümmern. Hintere Federbeine defekt, mal eben 8.500€ bei Mercedes zu berappen. In kundiger Hand von Freunden oder Leidensgenossen dann die Hälfte. Eine Zündleiste, vor 4 Jahren noch für 750€ zu bekommen, kostet aktuell 1680€ ohne Mwst. im Netz gibts defekte schon für 1000€. Im Vergleich dazu hat mich der Alltagswagen, ein CLA über 88 Monate insgesamt 750€ an Wartung und Reparaturen gekostet, also kein Vergleich.

 

Einige wenige mit viel Tagesfreizeit, technischem Know-How und Platz und Werkzeug, zusätzlich in eine Gemeinschaft eingebunden, können damit sogar etwas verdienen. Für den Rest ist es ein teures Hobby. Ich würde nur noch im niedrigen vierstelligen Bereich suchen und ggf. kaufen. Den Rest überlasse ich anderen.....

 

Gruß

 

Gravitar


19.01.2021 10:10    |    Dynamix

Der Punkt wird halt auch gerne übersehen, beim Großteil der Autos holt die Wertsteigerung die Unterhalts- und Erhaltungskosten NIE wieder rein. Wenn ich mal die Kosten meiner Oldies dem zu erwartenden Wert zum heutigen Tag gegenüberstelle gehe ich da bei beiden mit einem gewissen Minus raus, auch wenn es nicht so schlimm ist wie bei manch anderem Auto wo man dann 10.000€ reinsteckt nur damit der Wagen laut Gutachter immer noch nur 2000€ wert ist weil das Modell einfach nicht gefragt ist. Und dazu kommt das so gut wie nie jemand den Wert nach Gutachten zahlt. Auch schon oft gesehen. Da waren dann Autos dabei die laut Gutachter um die 15.000€ wert waren, losbekommen hat man sowas zum Teil nicht mal für die Hälfte.

 

Sieht man bei Tuning besonders oft, auch ein Grund warum ich das nie angefangen habe. Gerade bei Autos versenkt man da tonnenweise Geld welches man im Falle eines Verkaufes nicht mal im Ansatz wiedersieht.


19.01.2021 10:41    |    E500AMG

Gravitar, welches Auto begeistert dich bei den Ersatzteilpreisen? So teure Federbeine sind mit nicht bekannt, aber bei Zündleisten für knapp 1.700 € tippe ich auf einen Mercedes V12 - M137 oder M275.

 

So sehe ich es auch mit dem Nutzwert - wenig fahren, eventuell viel schrauben, mühselige und teure Ersatzteilsuche / -Preise, da sehe ich auch nicht ein einen dicken 5-stelligen Betrag hin zu blättern.

 

Tolle Aussagen von euch, so ein Zwischenfazit könnte man schon annehmen daß Old- und Youngtimer zu teuer sind, die wenigsten bringen die Inseratepreise, die vielen anderen stehen nur rum ohne potentielle Interessenten.


19.01.2021 10:59    |    ToledoDriver82

@Dynamix ...das Thema mit der Wertsteigerung hatten wir ja in letzter Zeit wieder öfters an anderer Stelle ;) und doch verstehen das viele immer noch nicht.

In erster Linie ist es eben ein Hobby an dem man im besten Fall viel Spaß hat...mit all seinen Höhen und Tiefen. Wenn ich mal überlege, ich müsste unser coupe für den 3 fachen Gutachtenwert verkaufen um alle Investitionen bis jetzt wieder rein zu bekommen...utopisch. War aber auch nie der Gedanke beim Kauf, es sollte schon zum fahren sein, dafür sind die Teile ja auch gemacht. Wenn irgendwann der Punkt mal kommen sollte, wo wir es nicht mehr wollen, dann fliegt der ganze Mist halt raus und dann macht man sich kein Kopf was man versenkt hat, man erinnert sich einfach wieviel Spaß man hatte und gut.


19.01.2021 11:39    |    Gravitar

Es ist in der Tat ein C215 mit ABC-Fahrwerk (CL 600), Ende 2004..... Die Zündleisten sind auch nicht ohne...

 

 

Gruß

 

Gravitar


19.01.2021 14:52    |    Carlos1706

Nachdem ich Vatis T4 in die Leitplanke setzte, musste ich mir als Azubi mit eigener Mietsbude auch noch ein Auto selber kaufen. Ich erinnerte mich an den S124 300TE, in dem ich als Teenager rumkutschiert wurde, doch schon 2007 im Unterhalt nicht realisierbar.

 

Da auch 30-40TKM pro Jahr anstanden, wurde es ein ungepflegter, aber technisch intakter S124 250TD mit 94 PS - 4 Stufen Automat, keine Klima, Stoffkaro. Gekauft 2007 für knapp 3000 EUR, verkauft zugunsten eines S210 300TDT für gute 3000 EUR, nur dass der Wagen zu dem Zeitpunkt dann Halter Nr. 10 hatte, nochmal 2 Jahre älter war und gut 60TKM mehr auf dem Tacho hatte.

 

Gerade die 124er waren schon in den 200ern äußerst Wertstabil. Um 2012/2013 brauchte mein Arbeitskollege einen Kombi, schnell nen S124 230TE mit TÜV geschossen für 900(!) EUR, verkauft 1 1/2 Jahre später für 1500. Der Wagen wurde in der Zeit nur auf Verschleiß gefahren, nichtmal Ölwechsel...

 

Ich ertappe mich heutzutage immer wieder mal dabei, wie ich nach 300er Dieselkombis der Baureihe 124 stöbere, aber die Preise lassen das Vorhaben dann meist am gleichen Abend (zum Glück) im Sande verlaufen...

 

MfG Paule


19.01.2021 17:26    |    E500AMG

Gravitar, zu den hinteren Federbeinen - die 8.500 €, wie setzen die sich zusammen? So teuer kenne ich es noch nicht, wurde bis jetzt auch damit verschont.

 

CL600 C215 mit M275 5.5 V12 Biturbo mit 500 PS & 800 NM - traumhafter Motor in einer wunderschönen Karosse! :)

 

Kenne den M275 als AMG 6.0 V12 Biturbo mit 612 PS & 1.000 NM in meinem SL65 AMG R230 - bereitet mir immer ein Dauergrinsen! :D

 

Habe den Spannungswandler (offiziell 750 €) und die Bremsen vorne im 390er Pizza-Format (offiziell gut 1.600 €) hinter mir. Ansonsten noch ein Ladeluftupdate vom Nachfolger M279 mit größerem Kühlwasser-Ausgleichsbehälter (ca. 200 € + entlüften - im Bild hinten zwischen den Ladeluftkühlern).

 

 

Zu den 124er, 201er und Co, ich weiß noch, als es die echt hinterher geworfen gab. 190E 2.6 mit 300 Tkm, Automatik, TÜV für 700 €, 260E mit 250 Tkm, Automatik, TÜV für 600 €, oder 220TE mit 220 Tkm, Automatik, TÜV für 1.000 €. Da gab es dann den 500E ab so 6 / 7.000 € aufwärts, begehrte 126er für unter 5.000 €.

 

Aktuell sehe ich wie es beim 210er hoch geht, E50 AMG gibt es ja selten, die E55 wurden etwas öfters gebaut. 2 Mopf hatte ich schon, die gab es vor wenigen Jahren für 7.000 € im noch guten Zustand.

 

W140 - einer meiner großen Favoriten. Als letztes Modell '97 / '98 rum, Lang, V8 oder V12, in schwarz und sehr guter Ausstattung eigentlich nicht mehr zu bekommen, außer man macht Abstriche (ohne Standheizung, Dunkelblau, Reimporte, usw...).


Bilder

19.01.2021 17:37    |    ToledoDriver82

Ja,die Sache mit dem S124 ist mir auch bekannt,das hab ich auch schon durch :D


19.01.2021 18:29    |    Dynamix

Stand das ABC Fahrwerk nicht eh im Ruf abartig teuer zu sein?

 

Ich kenne das ja von Cadillac so das die Magnetic Ride Dämpfer beim STS auch mal eben nen 1000er für die Hinterachse kosten und das sind dann nur die Dämpfer. Wenn das bei Mercedes ne Einheit ist (und bei Mercedes kann man bei solchen Teilen eh den Faktor 10 draufschlagen, zumindest gefühlt :D) kann ich mir gut vorstellen das sich das läppert.

 

Die Niveaudämpfer beim S124 sollen ja mit gut 800€ auch so übel teuer sein. Die gleiche Art Dämpfer hat mich für meinen Caprice gerade mal knapp über 100€ gekostet und das waren Teile vom Erstausrüster, kein Billigschrott.


19.01.2021 18:39    |    ToledoDriver82

Die Dämpfer vom 626 fürs verstellbare Fahrwerk, kosten bei Mazda auch fast 700€...das Stück...Unterschied bei Mercedes dürfte sein, Mercedes wird die wohl noch liefern können :D


19.01.2021 18:44    |    Dynamix

Die Luftdämpfer würde ich auch noch problemlos bekommen, gibt ja sogar einige Nachrüstsätze für die Dinger. Der Kompressor wird was kniffliger aber wenn man weiß wo man suchen muss findet man auch den noch ;)

 

Da sind die Magnetic Ride Dämpfer beim Cadillac schon was schwieriger. Ganz davon ab das die, wie bereits erwähnt, sauteuer sind so sind die auch öfters mal nicht zu haben. Da steht man dann schon mal blöd da wenn man doch welche haben will.


19.01.2021 19:18    |    E500AMG

Ja das ABC-Fahrwerk ist teuer, dachte ein Dämpfer kostet so um die 1.500 €, daher wundert es mich mit dem Wert 8.500 €. Aber ich kenne den genauen Preis nicht. Sicher sind bei dem Wert noch einige andere Teile + Einbau dabei gewesen. Die Airmatic ist um einiges günstiger, als das ABC. Zudem seucht kein Öl raus, wenn was undicht ist :D

 

Wenn das ABC funktioniert, dann hat man ein super Fahrwerk! Wer mal eins hatte, der will eigentlich nichts anderes mehr. Das Ding ist echt der Hit! im Sportmodus keine Seitenneigung, ebenso beim Abbremsen und Beschleunigen keinerlei wanken. Das verleiht den 2-Tonnen-Fahrzeugen eine ungewöhnlich unbekannte Sportlichkeit!


20.01.2021 10:19    |    Sir Firekahn

Momentan bricht der Markt für viele Modelle deutlich ein. Hier trifft es bislang besonders sehr stark im Wert gestiegene Modelle, die aber nicht wirklich selten sind. Beispiel sind 964er, R107, W124 usw.

Quelle: Youngtimer, Motor Classic und andere.

Ich denke der Irrweg, das "Alltagsoldtimer" als Anlage gesehen wurden, geht mit der Existenznot vieler in der Corona Krise wieder unter.

Sowas nervt mich auch. Gerade einen E30 318i Touring ohne irgendwas Besonderes für knapp €20.000 bei classic trader gesehen

Gier frisst Seele.

Dann erreichen diese Autos aber auch die Phantasiepreise der Besitzer nicht und machen das ganze Erlebnis, einen Klassiker zu besitzen, endgültig zunichte.

€100000 für einen 39PS Samba Bus? Schnapper!

€23000 für einen 924 Sauger? Ich kann mich nicht halten.

€25000 für einen W126 280SE Buchhalter !GARAGENFUND! !NUR 10000km!... Sicher.

Das Schlimme daran ist, dass diese Autos dann, neurotisch bewacht, in Garagen an Standschäden zu Grunde gehen, statt genossen und gefahren zu werden. Habe einen Kumpel mit einem E24 635ci und einem A124 300CE-24. Beide Autos habe ich noch nie gesehen und ich weiß sicher, dass sie als Anlageobjekte gekauft wurden.

Finde ich einfach bescheiden sowas. Und dann rottet dieses Verhalten auch den Bestand aus, weil nur die "erwünschten Varianten" von Investoren am Leben gehalten werden. Da wird ein perfektes Blaues E30 Interieur rausgerissen und Lagunengrüner Originalack übergejaucht um "ÄM TÄKK ZWO" Nachbauten von Ebay und Schwarze Farbe dran zu Pinseln:(

Oder werden für Teile geschlachtet, die dann an Autos kommen, welche die Garagen nicht verlassen.

 

Btw ich hole gleich meinen aufwändig in Orginalfarbe nachlackierten Bodo ab und freu mich auf jeden Meter mit dem Kleinen und seinen 250000 Kilometern :)


20.01.2021 10:49    |    ToledoDriver82

Richtig, man muss die auch fahren, zum hinstellen gibt's Modelle für die Vitrine.


20.01.2021 10:51    |    Sir Firekahn

^^^This^^^


20.01.2021 12:16    |    E500AMG

Sir Firekahn, gut beschrieben. Ich glaube nicht, das die die auf Wertsteigerung pochen, die auch bekommen. Das muss dann schon was Besonderes sein.

 

Thema schon angesprochen: Standschäden, bei den Reifen fängt es an, Öl + Filter vernachlässigbar, Bremsen - Luftfeuchtigkeit muss passen, meist also auch betroffen. Und urplötzlich nach langem stehen hat man Nebengeräusche, weil irgendein Teil auch noch kaputt geht, ein Lager eingerostet, ein Gummi porös, so geht es dann weiter.

 

Zwar schön, optisch wird das Auto geschont, aber viel wertvoller ist doch, den Wagen anderen zu zeigen, wie schön Autos mal aussahen, wie sie fuhren, wie sie sich anhören. Zudem hat man spaß dabei.

 

 

Ich habe mir überlegt - ein Wunschmodell aussuchen und in den Portalen Fakeangebote unter Preis einstellen - in der Hoffnung das die Preise nicht mehr ansteigen, eventuell sogar runter gehen und fair und erschwinglich werden.


25.01.2021 13:55    |    DaChefe75

Grundsätzlich ist die Perfektion (bzw. eigentlich Unperfektion) der aktuellen Modelle der Preistreiber der alten.

 

Kein "Youngtimer" ist in Realität wirklich so gut, wie er im Geiste gemacht wird ("der geht nie kaputt", "hält ewig"), aber gerade die Baujahre 1990-2005 sind halt Autos, die nah am Optimum gebaut wurden (man hat alles sinnvolle an Technik im Auto, aber auch nicht mehr). Das ist sicherlich der Vorteil gegenüber von Autos zwischen 65-90. Da waren teilweise schon Gurken dabei, die nur bei kurzen Sonntagsfahrten als "schön" angesehen werden.

 

Kein M3 E30 oder Mercedes 500E kann sich tatsächlich mit ähnlichen Autos aktueller Bauart messen. Aber sie sind halt damals schon etwas besser gewesen als die Normalos. Heute zieht man jeden M3 E30 mit einem Standard-Golf-GTI ab und die 326PS des 500E sind eher müde gegenüber einem aktuellen 300PS-Turbomotor mit 2.0l Hubraum. Aber sie erzeugen eben ein vollkommen anderes Fahrgefühl. Unperfekt aber eben noch ein echtes Gefühl. 200km/h fühlen sich nach Warp-Geschwindigkeit an, und nicht nach 100km/h. Man ist näher an der Strasse und fühlt diese auch.

 

Das Ganze drückt sich eben im Preis aus, der auch von der Nachfrage gesteuert wird. Oder besser gesagt: der gefühlten Nachfrage - diese ist nämlich garantiert größer als das, was am Ende wirklich gekauft wird. Jeder will so einen M3 E30, aber wirklich +60k Euro ausgeben, das werden wohl die wenigsten. Aber es wird danach gesucht und darüber gesprochen. Und jeder der so was hat, leitet daraus ab, dass sein Auto unglaublich viel wert ist.

 

Aktuell wird das wohl auf absehbare Zeit so bleiben. Irgendwann wird man aber darauf kommen, dass man so nix verkauft, höchstens sein eigenes Ego pinselt. Wenn einem das reicht, bleibt man bei seinem Preis - wer tatsächlich verkaufen will/muß, wird Kompromisse machen müssen...


25.01.2021 14:50    |    ToledoDriver82

Nicht alle sehen aber einen tieferen Sinn darin oder beabsichtigen dies...manchmal geht es auch einfach nur um die Sache selbst,nämlich das fahren mit einem Auto,man muss da nicht immer irgendetwas hinein interpretieren. Ich fahre weil es bequem ist,mir Spaß macht,man unabhängig ist,ich fahre eher durch Zufall aktuell die Autos die ich fahre. Ein anderer fährt nur weil er es muss,wieder ein anderer fährt nur wann er will und dann fahren beide eben das was sie wollen oder müssen oder oder oder.

Autos werden gekauft aus unterschiedlichen Gründen,klar,die Beliebtheit und eine sichere Vorhersage für die Zukunft gibt es nur bei ganz wenigen....alles andere ist von so vielen Faktoren abhängig,das man wohl nur mit einer gut funktionierenden Glaskugel sichere Vorhersagen machen kann ;) am Ende kauft jeder was er für sich als passend empfindet,sei es die Ausstattung,der Preis,die Funktionen,der Nutzwert,Leistung,Alter....usw usw usw


25.01.2021 15:11    |    DaChefe75

@Toledodriver82: wer so denkt, braucht aber auch keinen ultrateuren Youngtimer. Der ist vielleicht am besten bei einem Neuwagen oder annähernd-Neuwagen aufgehoben, den er ne Zeitlang fährt.

 

Youngtimer-Liebhaber:

- haben entweder selbst noch Erfahrungen mit den alten Autos (oder hatten zumindest damals Träume davon)

- stellen sich vor, dass die alten Autos besser sind als die aktuellen.


25.01.2021 15:35    |    ToledoDriver82

Natürliche,deswegen bleibt die Aussage doch die selbe,jeder kauft was er für sich am passenden findet....ob alt oder neu. Ja,ich mag Altblech,warum...keine Ahnung,hat sich so ergeben,neuere Fahrzeugen üben wenig Reiz auf mich aus. Ist mein altes Blech nun besser? Geht man von der Komplexität,haben sie sicher einen Vorteil,bei allem anderen wohl nicht so. Haben sie einen hohen Wert oder verbinde ich damit Erinnerungen aus der Jungend? Nö,bei uns fuhr keiner solch ein Auto,nicht mal die Marke und geträumt hab ich von denen auch nie. Ich versuche aber auch keinen Sinn darin zu suchen,oder frage mich Warum....es reicht einfach das es mir gefällt und ich Freude daran habe,auch wenn es Probleme gibt,es muss gar nicht perfekt sein. Sollte sich das mal ändern und uns gefällt es nicht mehr,auch gut,dann hatten wir halt eine zeitlang Spaß ;)

Um aber wieder aufs Thema zukommen,genau darum zahle ich keine Mondpreise,sehe die Fahrzeuge nicht als Wertanlage,wenn das Herz fehlt und man da nicht wirklich mit Liebe dabei ist,sollte man sich vielleicht auch ein anderes Hobby suchen ;)


26.01.2021 13:46    |    Dynamix

Wo wir bei Fahrzeugbesitzern waren welche den Bezug zur Realität verloren haben:

 

https://suchen.mobile.de/.../details.html?...


26.01.2021 14:01    |    DaChefe75

@Dynamix: würdest den kaufen wollen, wenn er billiger wäre?

 

Also selbst für die Hälfte bräuchte ich den nicht, was aber nicht heißen muß, dass irgendwer so ein Auto in der Farbkombination und dem Zustand sucht. Für den ist das dann ein Schnäppchen.

Und der freut sich dann noch, wenn er den 1500 Euro runterhandeln kann...


26.01.2021 14:51    |    Dynamix

Gegen das Modell hab ich nix, aber mehr für 4000€ würde ich für so ein Auto in ordentlichem Zustand nicht ausgeben wollen. Da finde ich 14.000€ schon echt ne Ansage, besonders weil die Farbe eben Geschmackssache ist. Dazu wurde der schon einmal nachlackiert. Unfallschaden?

 

Und ein Unikat ist er in der Farbe ganz bestimmt nicht. Selten? Vielleicht! Ein Einzelstück? Ganz sicher nicht! Und dafür mal eben 400% von dem verlangen was so ein Teil momentan im Durchschnitt wert ist find ich schon hart.

 

Das ist halt ein wunderbares Beispiel für einen Verkäufer der wirklich komplett am Markt vorbei anbietet nach dem Motto "Ich weiß was ich habe". Der Preis wäre gerechtfertigt wenn der Wagen 30 Jahre älter wäre und der entsprechende Hype da wäre. Aber für den Preis ist er noch ein paar Jahre zu früh dran, wenn der Wagen denn überhaupt mal so gehypt ist das jeder so ein Ding plötzlich will.


26.01.2021 15:41    |    ToledoDriver82

Es gibt aber auch welche die durch solche Anzeigen ausloten wollen was der Markt aktuell bereit ist zu zahlen. Von 2010 bis 2016 war bei mobile immer mal wieder ein schwarzer GD coupe drin zu einem Preis, völlig am Markt vorbei. Vor drei Jahren hab ich zufällig den ehemaligen Besitzer getroffen und er erzähle mir, er würde das häufig mit seinen Autos machen, so hätte er schon öfters zu Markt unüblich Preisen bzw zu Preisen die eher am oberen Limit liegen verkauft.

Gibt immer mal wieder solche Ausreißer...würde gern mal wissen wie so manches Fahrzeug am Ende verkauft wurde.


Deine Antwort auf "Preise für Old- & Youngtimer mittlerweile total überzogen?"

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