Mon Jun 24 21:09:47 CEST 2019
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4, Caprice, Chevrolet, Sheriff, Tales
Kurze Auffrischung:
Im letzten Artikel sahen wir uns mit einem kleinen Problem konfrontiert welches dafür sorgte das der Motor abstarb. Dazu kam dann gegen Ende noch ein toter Anlasser. Jetzt musste also der Anlasser neu.
Wir klärten mit dem Werkstattkumpel die Details und so hatten wir für einen Freitag einen Termin. Die Abholung musste etwas früher passieren, außerdem wollten wir noch etwas Zeit für den Tausch haben. Gott segne die Überstunden!
Abfahrt!
So kam der Transporter für den Sheriff mittags bei uns an. Wir verluden den Wagen und fuhren dann hinterher. Sollte das Ganze am selben Tag doch nicht funktionieren wäre es gut wenn man noch irgendwie nach Hause kommt
Gewalt hilft immer
Wir wählten die Brachialmethode: Bracket vorne und hinten lösen und dann selbiges einfach "verschieben". Diese Methode beinhaltet viel sinnlose Gewalt aber wenn die smarte Methode (versuchen die Mutter irgendwie festzuhalten/blockieren) nicht funktioniert muss man eben zur Gewalt greifen. Hat am Ende funktioniert auch wenn der Ausbau des alten Anlassers damit immer noch zum Puzzlespiel wurde. Um etwas Platz zu gewinnen sollte man die Abdeckung des Wandlers demontieren. Diese ist lediglich mit 4 Schrauben am Getriebe befestigt, gibt aber erstaunlich viel Platz frei sobald diese demontiert ist. Der Anlasser selbst ist ziemlich simpel befestigt. 2 Schrauben für die elektrischen Leitungen und 2 Schrauben für die Halterung. Danach nur noch den Anlasser aus seinem Platz fummeln. Gar nicht so einfach wenn das Bracket, der Krümmer und die Kühlerleitungen des Getriebes im Weg stehen.
Jetzt wo der alte Anlasser endlich draußen war konnten wir den neuen einsetzen. Wir fummelten also den neuen Anlasser rein und montierten dabei schon einmal die elektrischen Anschlüsse, solange man den Anlasser noch frei bewegen kann kommt man so viel besser heran. Jetzt kommt der Part bei dem man etwas aufpassen muss. Dem Anlasser liegt ein Satz Shims bei. Diese dienen als eine Art Abstandshalter. Diese werden benötigt um den Abstand zwischen Schwungrad und Anlasserritzel zu justieren. Zu nah oder zu weit entfernt wäre der Lebensdauer des Anlassers abträglich. Dem Anlasser lag zum Glück eine Anleitung bei. Wir beschlossen es erst einmal mit einem Shim zu probieren. Nach dem Zusammenbau von allem muss dann nur noch schnell die Batterie wieder angeklemmt werden. Wird er jetzt laufen? Wir werden sehen!
Die Stunde der Wahrheit
Meine bessere Hälfte hatte die Ehre den Wagen zu starten. Kurzer Dreh am Zündschlüssel und der Wagen sprang an. In dem Moment ist 3 Personen ein riesiger Stein vom Herzen gefallen
Die große Enttäuschung
Minuten später, der Motor hatte mittlerweile Betriebstemperatur erreicht, stotterte der Motor allerdings kurz woraufhin er dann sauber abstarb. WTF?! Nicht schon wieder! Ich dachte das Problem hätte sich mit dem neuen Temperaturfühler erledigt
Da es schon spät war und wir eh keine weiteren Teile da hatten beschlossen wir fürs erste Schluss zu machen. Sichtlich geknickt machten wir uns auf den Weg nach Hause. Danach orakelten und diskutierten wir gruppenweise noch darüber was das Problem sein könnte. Von einer defekten Lambdasonde, bis hin zu einer kaputten Zündung bis hin zum MAP Sensor war alles dabei. Nach langen Diskussionen und ausklamüsern was von den Tipps jetzt Halb- und Fachwissen ist stand der Entschluss.
Weiteres Vorgehen
Versuch 1: MAP (Manifold Absolute Pressure)Sensor tauschen!
Versuch 2: ICM (Ignition Control Module) tauschen!
Versuch 3: Lambdasonde tauschen!
Wir bestellten also die Teile, die Zeit drängte und wir hatten keine Lust bei einem Fehlschlag noch einmal mehrere Tage auf das Ersatzteil zu waren. Also gleich alles in einem Rutsch bestellen und hoffen das eins der Teile schon das richtige sein wird. Die Reihenfolge bleibt dabei bestehen. Hauptverdächtiger ist momentan immer noch der MAP Sensor. 3 Tage später waren unsere Teile da. Ich hoffte inständig das es wirklich nur dieser kleine Sensor ist. Versuch macht klug und so fuhren wir noch am selben Tag zu der Werkstatt in der wir den Wagen ein paar Tage vorher stehengelassen hatten. Der Austausch des MAP Sensors ist denkbar einfach. Dieser ist ein der Oberkante der Feuerwand auf der Beifahrerseite montiert. Befestigt ist dieser lediglich mit 2 Schrauben. Ein ganz simpler Tausch also. Wir tauschen das Teil also aus und testeten wieder.
Uuuuuund wieder nichts......
Wagen an, laufen lassen und warten. Nach mehr oder weniger exakt 20 Minuten ging der Wagen dann wieder aus. FUCK! Das wars also auch nicht. Bevor wir jetzt anfangen blind Teile zu tauschen war es ratsamer den Wagen einfach mal auszulesen und eine ganze Warmlaufsession bis zum Punkt wo er ausgeht aufzuzeichnen. Allerdings war das an dem Tag nicht mehr möglich.
Zum einen war der Rechner den ich dafür vorbereitet hatte mal wieder hin. Scheinbar ist die Tauschplatte mittlerweile auch hin. Mein bester Kumpel von dem ich die Platte hatte meinte es kann sein das die vorher schon ne Macke hatte. Wird wohl einen Grund haben warum er Sie ausgemustert hat. Auf jeden Fall erkennt er die Platte nicht mehr. Problem Nummer 2 war das ich auch gar keinen Rechner dabei gehabt hätte. Problem Nummer 3 war das ich den anderen Laptop dafür erst einmal konfigurieren musste. Also ab nach Hause und den Rechner soweit vorbereiten. TunePro RT installiert, die ganzen Definition Dateien eingespielt und die Treiber des ALDL Kabels installiert. Bei der Gelegenheit habe ich mich mal etwas näher mit den Echtzeitwerten auseinandergesetzt die TunePro RT so anzeigen kann. Da das den Rahmen des Artikels sprengen würde habe ich einen eigenen Artikel daraus gestrickt den Ihr euch hier durchlesen könnte falls Ihr es verpasst haben solltet:
Klick mich für mehr Infos zur TBI
Jetzt wo die Basics geklärt sind kann man mit den Werten auch ein bisschen was anfangen
Am nächsten Tag ging es dann wieder zum Auto. Stecker dran, das TunePro RT Dashboard mit den wichtigsten Werten konfigurieren, TunePro RT sagen das er verbinden soll, Motor starten und Aufzeichnung an. Um verlässliche Werte zu bekommen sollten, wie im TBI Artikel erwähnt, ein paar Vorraussetzungen erfüllt sein. Der Wagen wird im Standgas bei völligem Stillstand des Fahrzeugs gemessen. Beim Caprice bleibt man dazu auf P oder N. Dann muss der Wagen im Closed Loop Modus sein und der Wagen schon eine gewisse Temperatur haben. Da der Closed Loop Modus beim Sheriff eh ab ungefähr 50°C Kühlmitteltemperatur startet muss man sich über den Punkt keinen großen Kopf machen.
So, jetzt aber zu den Werten. Wir liefen den Wagen im Stand laufen und beobachteten in der Zeit die Werte.
IAC Position: War im Soll! Batterie Spannung: War ok! Leerlaufdrehzahl: War auch innerhalb der Toleranz. TPS: Zeigte auch nichts falsches. BLM: War immer zwischen 120 und 128, also alles super. INT: Schwankte auch in einem völlig normalen Bereich. Lambdasonde: Auch diese Werte variierten zwischen 1xx und 800xx, wirkt auf mich völlig normal. MAP Spannung: Immer zwischen 1 und 2 Volt, soweit so normal. Kühlmitteltemperatur: Stieg auch ganz normal. Ansauglufttemperatur: Schwankte stark zwischen -20 und 150°C soweit so...... moment mal! Machte das Sinn? Es war zwar kühl aber das die Werte bei konstanter Last soweit schwankten machte mich etwas stutzig.
Ich schickte die Werte einem Kumpel. Auch ihm fiel der Fehler auf. Seine Vermutung: Ab einer bestimmten Temperatur schaltet der Sensor einfach ab. Das erklärt auch warum er gegen Ende längere Zeit 150°C anzeigt wo der normale Regelbereich zwischen 10 und 90°C liegen sollte. Die Ansauglufttemperatur sollte sich in etwa an dem Wert der Kühlmitteltemperatur orientieren. Wir hatten zwar vorher den alten Sensor des Blauen eingebaut aber vielleicht war der auch hin? Wir schmiedeten also den Plan am nächsten Tag zum Blauen zu fahren und mal den neuen Sensor zu messen um zu sehen ob der die selben Blödsinnswerte ausspuckt. Falls nein, wäre das ein Anhaltspunkt. Falls doch würde das die Fragezeichen nur größer werden lassen. Schließlich läuft der Blaue ja!
Gesagt, getan, am nächsten Tag wieder hin. Sensor getauscht, Sensor spuckt die gleichen Blödsinnswerte aus. Mist! Ein Kumpel gab uns noch den Tipp den Manifold Air Pressure Sensor auszutauschen. Haben wir auch gemacht, gleiches Phänomen wie vorher. Motor wird warm und geht dann unvermittelt aus. Hmmmm...... Scheisse!!!!!!!!!!!!
Wir geben auf.....vorerst!
Da die Saison für den Sheriff fast vorbei war und es zum schrauben eh zu kalt war beschlossen wir den Wagen in seine Garage schleppen zu lassen. Dort war es wenigstens trocken und dort kann er von uns aus bis zum Sanktnimmerleinstag rumstehen ohne zu stören. Hauptsache der Wagen kommt erst einmal weg! So kam es das wir den Wagen via Abschleppwagen in die Garage gebracht haben. Der ätzende Teil daran war die knapp 2 Tonnen mit 2 Mann in die Garage zu schieben für die man auch noch einen winzigen Vorsprung überwinden muss der allerdings groß genug ist um in Verbindung mit dem Gewicht genug Wiederstand zu leisten. In dem Moment waren wir erst Recht sickig auf die Karre! Naja, lassen wir Ihn erst einmal stehen und widmen uns wichtigeren Dingen.
In der Zwischenzeit beschäftigte ich mich mit anderen Dingen wie Arbeiten, neuen Job suchen, Renovierung planen/durchziehen, Caprice Nummer 1 zwecks TÜV zur Werkstatt bringen und so weiter und sofort. Wir spulen ein paar Monate vor, wir haben mittlerweile 2019. Dynamix hat einen neuen Job, Caprice Nummer 1 ist bis auf eine kaputte Lambdasonde problemlos durch den TÜV gekommen und in der Wohnung ist auch sehr viel passiert.
Tauschen wir die Lambdasonde
Zudem ist etwas Gras über die Sache gewachsen und ich hatte die Muße und das Bedürfnis mich mal wieder um das Auto zu kümmern. Auf der Liste der potenziellen Übeltäter standen noch die Zündung und die Lambdasonde. Ich beschloss erst einmal die Lambdasonde anzugehen. Schließlich hatte die bei meinem Auto auch für Ärger gesorgt und leicht zu tauschen war Sie dazu! Wer weiß, vielleicht ist es ja doch so einfach?! Fehlte nur das richtige Werkzeug. Zum Glück gibt es in der Stadt ein paar Läden für Spezialwerkzeuge wo ich mir dann die Nuss für die Lambdasonde bestellte. Diese war am nächsten Tag auch schon da und so beschloss ich schon mal alles Werkzeug einzupacken und dann die Nuss zu holen. Mit Sack und Pack sollte es dann direkt zum Auto gehen. Als ich die Garage öffnete überkam mich ein seltsames Gefühl. Schon komisch die Garage nach über 3 Monaten wieder zum ersten Mal zu öffnen. Ich holte mein Werkzeug und öffnete die Motorhaube und die Kofferraumklappe. Aus dem Kofferraum holte ich die Lambdasonde die ich mitgeordert hatte. Danach sprühte ich die alte Lambdasonde mit etwas Rostlöser ein, der Krümmer hat zwar nur feinen Flugrost aber man kann ja nie wissen! Ich trennte die Sonde vom Motor und setzte dann die Nuss auf die Sonde. Mit Hilfe meiner dicken Ratsche ging die Sonde problemlos ab. Ich musste nicht mal Kraft aufwenden. Im Haynes wurde dazu geraten es bei warmen Motor zu machen da sich das Metall bei Kälte zusammenzieht, blöd nur wenn der Motor gar nicht erst anspringt. Zweifel die Sonde ab zu bekommen hatte ich aber nicht, schließlich ist der Wagen ja in Sachen Rost sehr gut beisammen. Die Schrauben der Stoßdämpfer waren ja schon nicht festgegammelt, dann ist es die Lambdasonde erst recht nicht.
Der nicht vorhanden Wiederstand den mir die Sonde entgegensetzte bestätigte dies
Was denn nun schon wieder?!
Die Sonde war also verschraubt und wieder angeschlossen. Stunde der Wahrheit! Ich quetschte mich in das Auto und drehte den Zündschlüssel. Hmmm, der Motor dreht nur sehr wiederwillig und springt nicht an. Da fiel es mir dann ein! Wir hatten die Batterie nicht abgeklemmt
Jepp, die Batterie war leer! Also erst einmal ans Ladegerät und warten. Die Batterie hatte sich zum Glück vollständig erholt, also baute ich Sie eine Woche später wieder ein. Würde er jetzt anspringen? Ich ließ Ihn orgeln aber er wollte einfach nicht anspringen. Mir fiel allerdings auf das ein merkwürdiges Geräusch von der Hinterachse kam. Kann eigentlich nur die Spritpumpe sein! Mist, bitte sag nicht das die jetzt auch noch den Geist aufgegeben hat. Als ich den Schlüssel zog pumpte diese noch ein paar Sekunden weiter. Ungewöhnlich, sollte Sie eigentlich nicht tun und der Ton ist auch eher träge und tief. Muss ich bei anderer Gelegenheit checken, eigentlich war die Nummer mit der Batterie schon knapp getimed. Die Symptome waren ziemlich eindeutig, die Pumpe muss einen weg haben. Vom Alter her würde es passen, schadet auch nicht wenn man Sie mal tauscht.
Die Reparatur ließ sich nicht so einfach zuhause bewerkstelligen, da der Tank beim Caprice ausgebaut werden muss um an die Pumpe zu kommen. Aber das wird eine andere Geschichte |
Thu Jun 20 21:53:19 CEST 2019
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4, 9C1, Caprice, Chevrolet, Sheriff, Tales
Kleine Hinweis zu Beginn:
Der Artikel wird mehrere Teile haben. Es soll sich keiner beschweren können das ich wieder eine Textwand so groß wie der Kölner Dom veröffentlicht habe
Es gab lange nichts mehr zum Sheriff, dafür jetzt wieder etwas mehr. Der Grund für die Ereignislosigkeit liegt in der Zuverlässigkeit begründet. Bis zu diesem Zeitpunkt war an dem Auto eigentlich nichts zu machen gewesen. Er fuhr einfach
Nun, bis zu diesem Zeitpunkt..........
Es fing alles damit an das der Wagen irgendwann mal beim anfahren einfach ausging. Meine bessere Hälfte saß am Steuer und verfiel plötzlich in Panik weil Sie sagte der Wagen würde kein Gas mehr annehmen und nach hinten rollen. Da ich vom Beifahrersitz aus nur noch die Öldruckleuchte brennen sah und ich gar nicht auf den Drehzahlmesser geachtet hatte (hätte ich darauf geachtet wäre mir aufgefallen das der Motor aus war und deshalb die Lampe leuchtete
Hatte der Motor gerade wirklich sämtlichen Öldruck verloren? Hatte der Motor gerade sein Leben ausgehaucht? War vielleicht einfach nur die Ölpumpe hin? Wir beschlossen etwas zu warten. In der Zwischenzeit checkten wir mal den Ölstand. Wir waren etwas verwundert weil der Ölstand tatsächlich unter Minimum war. Wie konnte das jetzt passieren? Kurzes Zurückdenken lieferte die Erklärung. Wir hatten mit dem Auto beim CSD in Köln mitgemacht. Klingt jetzt erst einmal unspektakulär, allerdings ist das für so ein altes Auto die absolute Todesstrafe wie wir lernen mussten.
1. An dem Tag war es heiß, sehr heiß! 2. Die Parade dauerte gut 7 Stunden. 3. Die Parade wurde ständig im Schrittempo gefahren. Durchschnittstempo? 1mp/h.
Zum einen leiden die frühen Small Blocks eh schon unter einem relativ kleinen Ölvolumen und zum anderen ist der Ölkühler auf den Fahrtwind angewiesen ist. Bleibt dieser aus wird das Öl unter diesen Bedingungen heißer als gewöhnlich. Ihr kennt das sicher aus der Küche wenn ihr das Öl in der Pfanne zu lange heiß werden lässt bis es irgendwann anfängt zu verkochen
Das erklärt auch warum sich alle hinter uns am Geruch so aufgegeilt hatten
Weiter im Text:
Hatten wir jetzt also den Motor gekillt? Ich beschloss einen Vereinskameraden anzurufen. Der sagte auch nur das der Motor entweder kaputt ist oder er halt läuft. Er glaubte aber nicht daran das der Motor davon schon einen weg hätte. Schließlich sind Small Blocks ziemlich robuste Biester und er selbst hat es mal mit einem halb zerstörten Ventiltrieb immer noch nach Hause geschafft. Wir ließen den Motor also erst einmal etwas abkühlen und spendierten Ihm einen Liter frisches Öl. Man darf nie vergessen das es meist schon zu spät ist wenn die Öldrucklampe einmal ersthaft an ist.
Dann der Moment der Wahrheit:
Zündschlüssel umdrehen und Motor starten!
Der Motor sprang sofort an, Öldruck normal, keine auffälligen Geräusche die auf zerriebene Kurbelwellenlager oder ähnliches hindeuten würden. Hmmm, merkwürdig! Auch während der Fahrt nach Hause passierte nichts ungewöhnliches. Wir fuhren mit dem Wagen am nächsten Tag noch auf ein Treffen. Auch hier nichts ungewöhnliches.
Naja, da das Problem nur das eine mal vorkam und der Wagen bei einer Probefahrt am Abend nach dem Vorfall lief als wäre nichts gewesen haben wir erst einmal nichts unternommen. Bis dato glaubten wir einfach an einen Einzelfall.
Spulen wir ein paar Wochen vor. Mittlerweile sollte unser Tag der Tage anstehen. Eigentlich wollten wir meinen Caprice nehmen, da ich aber die Klimaanlage aufgrund von Wehwehchen (kommt in einem anderen Artikel) nicht zum Laufen bekam und meine bessere Hälfte bei dem Wetter nicht auf die Klima verzichten wollte musste der Sheriff ran. Also 2 Tage vorher noch zur Garage und die Autos tauschen. Auf dem Weg nach Hause passierte es dann wieder. Der Wagen ging beim abbiegen an einer Ampel einfach aus. Blöd wenn man plötzlich keinerlei Servo und Bremskraftverstärker mehr hat und die Kreuzung eng ist
Wir schauten uns beide fragend an. Was war das denn jetzt? Wir starteten den Wagen wieder und wir fuhren damit wieder nach Hause. Am nächsten Tag wollte meine bessere Hälfte mit dem Wagen eine gute Freundin vom Flughafen abholen und danach was essen fahren. Allerdings fiel Ihr schon auf der Rückfahrt auf der Autobahn auf das der Wagen zwischendurch einen Aussetzer hatte. Schlussendlich erreichte mich am Nachmittag ein Hilferuf das Sie kurz vor unserer Straße mit dem Wagen an der Ampel liegengeblieben ist und der Wagen nicht mehr anspringen will. So ein Mist und das ausgerechnet am Tag vor dem wichtigsten Tag unseres Lebens
Kurze Zeit später dann ein Anruf das der Wagen doch wieder angesprungen sei und man jetzt nach Hause komme. Ok, soweit so schräg. Im Schlepptau hatte meine bessere Hälfte dann auch schon Ihre Trauzeugin mit Anhang die hinter Ihr her fuhren. Die bessere Hälfte der Trauzeugin und ich beschlossen nochmal eine Probefahrt zu machen. Der Wagen sprang an, allerdings war der Leerlauf ungewöhnlich hoch. 1500 u/min, da stimmt doch was nicht?! Testfahrt:
Wir fuhren einmal die Straße rauf und runter und dann in eine Seitenstraße wo unsere Probefahrt auch schon endete. Der Wagen soff ab und ließ sich nicht mehr starten. Super, 2 Tonnen Auto schieben und das bei der Hitze. Naja, hilft ja nix. Also schoben wir den Wagen zurück in unsere Straße, beobachtet und kommentiert von einer Stasi Oma die scheinbar alles besser wusste aber natürlich nicht mit anpackte
Um den Blauen zu holen war es viel zu spät, davon ab ließ sich meine (damals noch) Zukünftige nicht von der Bedingung Klimaanlage abbringen. Zum Glück hat ein guter Freund mit seinem Cop Car kurzfristig ausgeholfen, so hatten wir zwar kein eigenes Auto am Start aber einen mehr als würdigen Ersatz. Naja, zur Not hätten wir auch den Mii als Hochzeitsauto genommen
Spulen wir wieder ein paar Wochen vor. Nach der Hochzeitsreise hatte ich ja noch eine Woche Urlaub in der ich dem Problem auf den Grund gehen wollte. Ich stellte beim umparken vor der Hochzeitsreise schon fest das der Wagen jetzt gefühlt nur noch 3 Meter fährt bevor er endgültig ausgeht. Fehlersuche war angesagt. Entweder irgendwas mit der Zündung oder mit der Benzinzufuhr. Ich beschloss bei der Benzinzufuhr anzufangen. Da der Motor an sich ja nicht unrund läuft, sobald er läuft, konnte ich die Zündung erst einmal ausschließen. Klar gibt es auch bei der Zündung Fehler die von der Temperatur abhängen, da der Wagen aber mittlerweile nicht mal mehr 100m ohne absterben schafft schloss ich das aus. Also schaute ich ob nicht vielleicht eine der Einspritzdüsen faul geworden war. Allerdings zeigten die Düsen bei näherer Betrachgung keinerlei Auffälligkeiten. Im vorgegebenen Takt verrichteten die Düsen Ihre Arbeit. Mist, dann kann es ja fast nur noch irgendein Sensor sein. Nach weiteren Recherchen kam ich zu dem Schluss das es noch am ehesten der Temperatursensor sein könnte.
Ergo: Wir bestellen einen neuen Temperatursensor und bauen Ihn ein. Der Tausch ist schnell erledigt. Dafür muss lediglich der Luftfilter runter, der Sensor sitzt direkt vorne gut erreichbar in der Ansaugbrücke. Da der Sensor allerdings sehr (um nicht zu sagen brutal!) fest sitzt muss man sich etwas Platz zum hebeln schaffen. Ich sprühte den alten Sensor erst mit WD40 ein, danach entfernte ich eine der Haltebrackets der Klimaanlage. Jetzt hatte ich Platz! Mit viel Kraft und einem hochroten Kopf bekam ich den Sensor dann endlich ab. Der alte sah bei genauer Betrachtung schon etwas mitgenommen aus und die Messfläche war auch schon gut angerostet. Selbst wenn es das nicht war, geschadet hat der Tausch sicherlich nicht. Jetzt kam die Stunde der Wahrheit. War es nur dieser 12$ Sensor?
Ich startete den Motor und der Wagen sprang sofort an. Während des startens fiel mir allerdings auf das der Anlasser sehr gequält klang. Als ob er gegen einen höheren Widerstand arbeiten müsse. Da muss ich wohl später mal bei war mein erster Gedanke. Erst einmal auf das andere Problem konzentrieren.
Der Leerlauf war wieder auf normalen Niveau. Hmm, schon mal gut. Aber ob es wirklich geholfen hat finde ich nur auf einer Probefahrt heraus. Aber wohin? Ich war allein, wollte ich da wirklich mitten auf der Autobahn irgendwo liegenbleiben falls es das doch nicht war? GANZ SICHER NICHT!
Viel schlauer wäre es einfach nur die Straße rauf und runter zu fahren und zu warten was passiert. So fuhr ich bestimmt eine halbe Stunde rauf und runter, immer mit Blick auf die Temperaturanzeige. Kleiner Tipp für normale Autos: Der Kühlmittelsensor liefert normalerweise auch die Werte für die Anzeige. Wenn der Wagen länger gestanden hat und die Anzeige trotzdem Betriebstemperatur anzeigt stimmt schon mal etwas nicht. Das hat bei meinem Golf und meinem Peugeot funktioniert. Beim Sheriff funktioniert der Trick leider nicht weil beim 9C1 ein eigener Sensor nur für die Anzeige verbaut wurde der im Zylinderkopf sitzt.
Ich fuhr also die Straße herauf und herunter. Dabei passierte absolut nichts, bis auf das der Wagen eben fuhr. Supi! Das wird es wohl schon gewesen sein
Da der Wagen danach auch trotz mehrerer Versuche nicht mehr wollte musste also ein Anlasser her. Mittlerweile drängte die Zeit etwas da der Wagen nur bis Ende Oktober Saison hat. Es blieben also nur noch wenige Wochen bis zum Ende. Ich hatte zwar noch keinen wirklichen Plan aber wenigstens den Anlasser kann man schon einmal ordern. Also einmal Rockauto aufgerufen und den AC Delco Anlasser bestellt. 62€ finde ich preislich in Ordnung für so ein Teil. Dafür schlägt aufgrund des Gewichtes der Versand ziemlich stark ins Gewicht
Zurück zum Anlasser:
Den Anlasser in der Einfahrt zu tauschen kann man vergessen, dafür braucht man eine Bühne. Der Weg zum Anlasser wird leider auf der einen Seite von einem Rahmenbracket und auf der anderen Seite vom Auspuff versperrt. Da die alten TBI Motoren ab Werk keine doppelflutige Auspuffanlage haben gibt es ab Werk eine Art Sammelrohr welches natürlich auf Höhe des Anlassers das Rohr des zweiten Krümmers einsammelt. Damit ist der Platz also eingeschränkt.
Es vergingen ein paar Wochen indem ich verschiedene Leute abklapperte von denen ich hoffte das Sie helfen konnten. Option 1 war zu weit weg, Option 2 war leider wegen eines Krankenhausaufenthaltes verhindert. Option 3 klappte glücklicherweise. Ein Freund hat einen Kumpel mit einer eigenen Werkstatt und einen Abschleppwagen zur Verfügung. Der Plan: Wir schleppen den Wagen zu Ihm, heben Ihn auf die Bühne und tauschen den Anlasser.
Wie die Nummer ausgegangen ist erfahrt ihr aber erst im nächsten Artikel |
Mon Apr 02 21:05:45 CEST 2018
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4, Caprice, Chevrolet, Sheriff, Tales
Zuletzt hatten wir ja die Ventilschaftdichtungen, den Temperaturfühler und die Radlager und Dichtungen an der Hinterachse erneuern lassen. Da war allerdings noch ein Punkt der massiv störte und das war die schwammige Lenkung. Diese war wie bei vielen Amerikanern mit schwammiger Lenkung nicht etwa darauf zurückzuführen das die Amerikaner schlicht zu doof sind eine vernünftige Lenkung zu bauen, sondern schlicht auf ausgeschlagene Lenkungsteile. In unserem Falle ganz besonders der Umlenkhebel.
Das Auto fährt damit zwar noch, allerdings nicht wirklich gut und spätestens beim nächsten TÜV dürfte allein der Umlenkhebel so fertig sein das uns der TÜV die rote Karte zeigt. Auch ein Amerikaner sollte sich ohne 3 Meter Spiel lenken lassen. In unserem Fall war die Lenkung dann leider genau diesem Klischee entsprechend. Schwammig und mit einem mordsmäßigen Spiel gesegnet. Gut, kannte ich ja schon von meinem blauen und da ließ sich schnell Abhilfe schaffen
Da Motor und Getriebe mehr oder weniger mit Ihrem vollständigen Gewicht auf der Vorderachse lasten, verschleißen diese Teile besonders gerne und sind meist nach gut 100.000km ausgeschlagen. Dies mag jetzt nach einer großen Sache klingen, allerdings sind die Teile nicht wirklich teuer und der Aufwand hält sich in Grenzen da man an die Teile mit einer Hebebühne sehr gut rankommt. Da der Dollarkurs im Moment wieder etwas günstiger steht haben wir die Teile bestellt, wer weiß wie lange dieser Kurs anhält. Natürlich haben wir die Teile wie immer via Rockauto geordert
Wir haben uns in diesem Falle für die Teile von Moog entschieden und gegen die AC Delco Teile. Dies liegt daran das die Originalteile zum Bestellzeitpunkt leider nicht vollständig verfügbar waren und bei sowas wollen wir gerne alles vom gleichen Hersteller damit der Kram am Ende auch passt. Dazu muss man aber auch sagen das dies in unserem Falle überhaupt nicht schlimm ist. Moog genießt in Sachen Fahrwerksteile einen exzellenten Ruf! Preislich liegen diese auch nur unwesentlich unterhalb der Teile von AC Delco. Mit den richtigen Moog Teilen macht man nicht viel falsch.
Beim blauen Caprice hat diese Behandlung schließlich wahre Wunder bewirkt und ich bin heute noch begeistert wie toll sich der Wagen nach dieser Behandlung im Vergleich zu vorher lenkt. Gut, die Lenkung ist immer noch ultra leichtgängig aber das Spiel ohne das sich was tut ist komplett weg
Früher oder später erwischt es jeden B-Body, wer also das gleiche Problem kann sich hier anschauen welche Teile wir konkret für die Reparatur bestellt haben:
Idler Arm (Umlenkhebel): Moog K6187T Inner Tie Rod End (Innere Spurstange): Moog ES2020RLT Outer Tie Rod End (Äußere Spurstange): Moog ES2019RLT Tie Rod End Adjusting Sleeves (Spurstangenverbinder): Moog ES 2004S
Die Teile sollten auch bei den 77er-90er Modelljahren passen.
Wir vereinbarten mit ein paar Kumpels uns um Ostern herum in der Werkstatt unseres guten Freundes für die Reparatur zu treffen. Wenn es zeitlich klappen sollte würden wir auch noch ein paar andere Sachen wie die Stoßdämpfer machen die auch schon den einen oder anderen Monat bei uns herumliegen
Am Ende standen folgende Dinge auf unserer Liste die wir mitnehmen mussten:
- Poliermaschine, Pads, sämtlich Reiniger für den Innenraum, Eimer, eigentlich den gesamten Putzkram - Staubsauger
- Spurstangen und Umlenkhebel - Sämtliche Ersatzteile aus der Garage (Kerzen, Zündkabel, Zündverteiler, Stoßdämpfer, Haubendämpfer etc. pp) - Das ganze Equipment (Lautsprecher, Sirene etc.) - Lichtbalken
Da in das Auto ja auch noch zwei Menschen passen sollten, musste der Mii zuhause bleiben. Allein für den Lichtbalken braucht man eigentlich mindestens einen Full-Size Kombi, zumindest wenn die Rückbank dabei oben bleiben soll. Beim Mii dürfte es alleine schon an der Länge des Balkens scheitern, also musste der Wal dafür herhalten. Es sollte ja der ganze Rest auch noch ins Auto! Wir stopften den ganzen Kram also in den Kofferraum des Caprice. Ganz schön voll, aber seht selbst
Am nächsten morgen ging es sehr früh (irgendwas nach 4 Uhr morgens) in Richtung Süden. Bei der Gelegenheit konnten die neuen Birnchen im Caprice zeigen was Sie können. Ich hatte mir ja mal die Phillips X-Treme Vision in H4 gegönnt. Das Abblendlicht hat mich jetzt nicht zu Begeisterungsstürmen hingerissen, umso besser gefiel mir da schon das Fernlicht aber damit kann man ja leider nicht permanent herumfahren
Der Unterschied zu vorher ist deutlich spürbar. Nicht nur das der Leerlauf jetzt absolut sauber und ruhig ist, der Wagen zieht auch tatsächlich merklich besser als vorher. Da hatten sich wohl tatsächlich ein paar Pferde durch die defekten Ventilschaftdichtungen von der Koppel verdrückt. Jetzt sollte es aber endlich in die Werkstatt gehen.
Unsere To-Do Liste für Tag 1 sah wie folgt aus:
- Bestandsaufnahme - Wenn möglich Equipment verbauen - Lichtbalken montieren
Zu aller erst nahmen wir aber den Innenraum auseinander! Wir wollten schließlich bei der Bestandsaufnahme nach Kabelresten suchen die auf altes Equipment hindeuten. Also Sitze raus, Innenraumverkleidungen ab und den Gummiteppich ausbauen. Die Sitze sind relativ einfach zu entfernen, einfach die Schrauben vorne und hinten lösen und dann falls vorhanden die Kabel der Sitzverstellung ab. Den Sitz entsprechend zu verschieben erleichtert die Sache übrigens ungemein
Weiter ging es dann mit den Verkleidungen, diese sind nur verschraubt oder eingesteckt. Kannten wir alles schon von der Aktion mit der Haubenentriegelung. Danach entnahmen wir den vorderen Innenraumteppich, an den hinteren kam man jetzt auch vom Innenraum super ran. Der Innenraum wurde gründlich ausgesaugt da dort der Staub und Dreck der Jahrzehnte lag. Die "Teppiche" reinigten wir mit einer Bürste, der Snow Foamer und der Allzweckreiniger leisteten dabei gute Dienste
Danach waren die Sitze dran. Auch hier kamen wieder die Bürste und der Snow Foamer zum Einsatz. Danach kam der Nasssauger dran. Ihr wollt nicht wissen was für eine widerliche Brühe wir danach aus dem Sauger gekippt haben..........
Da das Wetter warm und sonnig war haben wir die Sitze zum trocknen rausgestellt. Dies dauerte dank dem Wetter auch nur 1-2 Stunden. Sehr schön
Meine Vermutung das die Spuren auf der Fahrerseite besser erhalten sind bestätigte sich. Ich konnte alle vorhandenen Linien erkennen und rekonstruieren. Das sollte bei der Erstellung der Decals helfen. Leider fehlt der Großteil des "Innenlebens" der Buchstaben da diese wohl nicht ausgeschnitten sondern einfach nur gedruckt waren. So konnten sich dann leider keine Schatten auf dem Lack absetzen, aber immerhin! In der Zwischenzeit wanderte wie angekündigt der Balken aufs Auto. Nach ein paar Anpassungsarbeiten und ein bisschen Gefummel saß er fest an seiner Position. Sieht schon echt schick aus! Gegen 2 Uhr morgens ging es dann fürs erste ins Bett, wir beschlossen am nächsten Tag weiterzumachen.
Am nächsten Morgen durchforsteten wir die Teilekiste und schauten was wir an dem Tag noch so alles schaffen könnten. Da meine bessere Hälfte gerne gegen Nachmittag wieder nach Hause wollte blieb nicht mehr für alles Zeit. Wir beschränkten uns auf die akutesten Baustellen, in dem Falle auf den Umlenkhebel und die Stoßdämpfer. Ursprünglich wollten wir die Spurstangen mitmachen, da wir aber feststellten das die alten nur minimalen Verschleiß zeigten und wir auch keine Möglichkeit hatten spontan die Spur einzustellen beließen wir es bei den alten.
So fingen wir mit den Stoßdämpfern an. Da der Wagen keinen ernsthaften Rost hat und an der Lenkung wohl auch schon einmal was passiert ist waren alle 4 Stoßdämpfer innerhalb einer guten halben Stunde getauscht. Normalerweise dauert die Aktion locker 2-3 Stunden da immer mindestens eine Schraube zickt. In unserem Falle aber nicht. Auf die Frage meiner besseren Hälfte was an den neuen Stoßdämpfern jetzt besser ist folgte eine beeindruckende Demonstration. Unser Kumpel stemmte sich mit seinem vollen Gewicht auf einen der alten und auf einen der neuen Dämpfer. Der alte gab viel schneller nach und nach 2-3 Versuchen blieb der alte einfach im eingefahrenen Zustand stecken! Was lernen wir daraus? Kauft keine billigen Stoßdämpfer! Bei der Begutachtung der alten Dämpfer stellen wir fest das die Dämpfer an der Hinterachse noch billiger waren als die an der Vorderachse. Gut das wir die getauscht haben. Jetzt fährt sich der Wagen definitiv besser. Danach kam der Umlenkhebel dran, auch das war innerhalb einer Stunde erledigt. Die Lenkung hat jetzt schon deutlich weniger Spiel als vorher, bei der Gelegenheit stellen wir fest das der Center Link auch mal neu gemacht werden könnte. Gut, ist auch so eine Caprice Krankheit. Ist auch kein großer Akt und kosten tut das Ganze (das Moog Teil kostet keine 40€) auch nicht viel. Kommt mit auf die Einkaufsliste!
Der Rest des Fahrwerks hat längerfristig auch mal eine Überholung verdient, da die Fahrwerksgummis auch schon nicht mehr so dolle aussehen. Ist jetzt aber auch keine große Überraschung, der Wagen ist immerhin 25 Jahre alt! Wenn wir an dem Wochenende eins festgestellt haben dann das der Wagen für sein Alter noch echt gut beisammen ist.
In der Zwischenzeit hatte ich mich daran gemacht die Hauptscheinwerfer mal zu polieren. Durch den Wüstenstaub waren diese leicht blind geworden. Ein mittleres Pad und das Swirl X verschafften Linderung. Danach war es an der Zeit die Achsteile abzuschmieren. Bei einem Teil musste ich soviel Druck anwenden das der Aufsatz des Schlauchs von dem Schmiernippel geflogen ist. Ende vom Lied: Meine Klamotten waren mit einer feinen Fettschicht benetzt. Nachdem die Nippel abgeschmiert waren ging baute ich den Innenraum wieder zusammen. Rückbank montieren, Gurte, Innenraumverkleidungen und der Teppich wanderten Stück für Stück wieder an Ihren angestammten Platz. Dabei machte ich mir die Mühe die Verkleidungsteile wieder einigermaßen gerade und bündig zu montieren. Beim abrüsten hatte man sich damit nicht allzu viel Mühe gegeben. Zum Schluss kamen dann die Vordersitze. Zu unserer Freude hatten wir bei der Demontage festgestellt das der Wagen vorne 3 Gurte hat
Als wir damit durch waren erfolgte noch mal ein kurzer Check aller Flüssigkeiten sowie eine Probefahrt durch meine bessere Hälfte. Während der Probefahrt bastelte ich schnell eine Geschwindigkeitstabelle für meine bessere Hälfte. Der Tacho zeigt ja nur Meilen an und die Tabelle sollte Ihr zukünftig eine große Hilfe sein zu wissen wie schnell Sie gerade fährt
Die Fahrt nach Hause war dann auch sehr entspannt und die Leute schauten den Wagen natürlich alle an. Ausgerechnet an diesem Tag waren auf der Autobahn sehr viele Streifenwagen unterwegs, einer bremste sogar extra auf der linken Spur ab um den Wagen von der Seite betrachten zu können
Unsere To-Do Liste an dem Auto sieht damit wie folgt aus:
Erledigt
Differentialöl getauscht und Dichtung erneuert Haubenzug erneuert Radlager hinten erneuert Umlenkhebel erneuert Ventilschaftdichtungen erneuert Verkabelung Temperaturfühler erneuert Wasserpumpe erneuert Stoßdämpfer erneuert
Damit wäre technisch eigentlich das schlimmste erledigt!
Zu machen wären damit noch:
Reifen (ein Satz guter Reifen wäre auf Dauer nicht verkehrt) Spurstangen (kommen bei Gelegenheit mal rein) Verkabelung (da braucht es Zeit für) Konsole Decals
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Tue Nov 21 19:31:53 CET 2017
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4, Caprice, Chevrolet, Sheriff, Tales
Die letzten Monate war es etwas still um unseren altgedienten automobilen Gesetzeshüter. Nun, dies lag zu meinen an der Saisonpause, andererseits daran das an dem Auto soweit nichts neues kaputt gegangen ist. Davon ab ist soooo viel spektakuläres auch gar nicht passiert. Der Wagen lief soweit wie immer, nichts ging mehr kaputt und der Wagen durfte als Hochzeitsauto einer guten Freundin herhalten
Pünktlich zur Winterpause stand bei dem Wagen nicht nur neuer TÜV an, sondern auch Ursachenforschung in Sachen Ölverbrauch auf dem Plan. Wir hatten während der Saison genug Gelegenheit mal zu schauen wann und unter welchen Umständen die Rauchschwaden aus dem Auspuff zustande kamen. Besonders stark fiel uns das in Karlsruhe auf als der Wagen viel im Stand lief. Das Qualmen passierte meist nur dann, wenn der Motor warm war und die Drosselklappe von "zu" in "auf" Stellung ging. Im Leerlauf nur wenn der Motor mehrere Minuten regungslos im Leerlauf irgendwo herumstand, beispielsweise auf der Rückfahrt von Karlsruhe als wir in einen heftigen Stau gerieten. Während der Fahrt gab es keinen Qualm und somit ließ sich das Problem schon ein bisschen einkreisen.
In Karlsruhe wurde uns von sogenannten "Experten" noch gesagt das der Motorblock hin sei (WTF?! Why?!
Das fiese: Die Symptome bei einem zerschossenen Kolbenring und einer kaputten Ventilschaftdichtung sind sich sehr ähnlich. Der Unterschied liegt im Detail! Bei kaputten Kolbenringen müsste der Motor permanent und besonders dann qualmen wenn man mal richtig das Pedal bis zum Erdkern durchtritt. Tat er aber überhaupt nicht, im Gegenteil! Ich hatte eher den Eindruck das die Abgase immer ölfreier wurden je heftiger man den Wagen trat
Er qualmte nur im Stand wenn die Drosselklappe zu war und mann dann losfuhr und selbst das hatte sich dann nach einmal rausrußen erledigt. Ich fuhr an einem Tag mal zu Testzwecken eine Testrunde hinter meiner besseren Hälfte hinterher. Ich gab Ihr Anweisungen was Sie mit dem Wagen mal alles machen sollte um zu schauen was der Wagen in diesen Situationen macht, darunter auch einmal auf der Autobahn richtig Gas geben. All dieses Tests waren bis auf die Ampelsituationen völlig unauffällig. Also blieben da ja eigentlich wirklich nur noch die Ventilschaftdichtungen übrig. Aufschluss kann hier eigentlich nur eine Kompressionsmessung (wobei auch hier nur bedingt) bringen welche in unserem Falle auch vor der Reparatur gemacht wurde um ganz sicher zu sein!
Da die Saison wie gesagt für den 9C1 vorbei war, beschlossen wir in der Werkstatt unseres Vertrauens die Ventilschaftdichtungen erneuern zu lassen. Da er für den TÜV eh schon einmal da war passte das ganz gut. Ein paar Wochen später sollte Operation Ventilschaftdichtung steigen. Leider hatte man festgestellt das sich eine der Simmerringe an der Hinterachse verabschiedet hat. Dies führt dazu das Öl vom Differentialgehäuse in Richtung Bremstrommeln wandert. Naja, wird dann gleich mitgemacht. Die Radlager waren wohl auch nicht mehr so tutti, ist aber alles ein Abwasch. Ich vermute mal das von dort auch die Geräusche von der Hinterachse kamen wenn der Wagen mal stärker beschleunigt hat.
So fingen die Jungs an den Wagen zu reparieren. Die Werkstatt hielt meine bessere Hälfte auf dem laufenden. Die Jungs fingen mit dem Check der Zündkerzen an. 2 waren etwas verkokelt und die anderen waren ölig. Hmmm, soweit so blöd, wäre aber in Anbetracht der Ventilschaftdichtungen wie gesagt auch nicht sonderlich ungewöhnlich. Danach stand der Kompressionstest an. Dieser ergab keinerlei Auffälligkeiten. Alle Werte lagen bei mindestens 10 Bar (was in Anbetracht von Alter und Laufleistung noch echt stramm ist!), von zerschossenen Kompressionsringen kann hier also keine Rede sein. Damit war auch die Werkstatt der Meinung das es mit hoher Wahrscheinlichkeit mit neuen Schaftdichtungen bereits getan ist.
Laut Service Manual sollte die Kompression nicht unter 689 kpa (6,89 bar) liegen. Ebenso sollte der Wert des "schlechtesten" Zylinders nicht unterhalb von 70% des Besten liegen. Da auch dies nicht nicht der Fall war (dafür hätte mindestens einer der Zylinder bei gut 8,5 Bar liegen müssen), konnten wir also von einem relativ gesunden Motor ausgehen.
Jetzt könnte immerhin noch ein Ölabstreifring hin sein, da man diese bei der Messung nicht zwangsläufig erwischt. Nach Betrachtung der Werte war dies allerdings eher unwahrscheinlich. Somit war der nächste Schritt klar: Ventildeckel ab, Stößel weg und Schaftdichtungen prüfen. Nach der Demontage fielen den Mechanikern dann 2 kaputte Ventilschaftdichtungen in die Hände. Damit waren die Übeltäter wohl gefunden, aber noch ist nicht aller Tage Abend. Wer weiß ob da nicht noch mehr lauert und die Schaftdichtungen nur ein Problem von vielen war?
Gute 2 Tage später war der Wagen fertig und das Ergebnis stand fest. Es waren doch nur die Schaftdichtungen! Die Werkstatt machte mehrere Probefahrten um ganz sicher zu sein. Ergebnis: Keinerlei Rauchentwicklung mehr und der noch vorher etwas zitterige Leerlauf in D-Stellung hat sich jetzt auch normalisiert
Damit hat sich die Reparatur doch schon gelohnt und der Wagen kann rauchfrei in die nächste Saison starten
Wir können es kaum erwarten den Wagen zum Saisonstart wieder abzuholen um das Ganze selbst mal auszutesten
Damit Ihr auch was davon habt, haben wir die Videos für euch extra hochgeladen
Das war allerdings noch nicht alles. Da wir natürlich den Wagen irgendwann mit den richtigen Decals sehen wollen habe ich einen Entschluss gefasst. Da scheinbar niemand in der Lage oder Willens ist und die Decals anzufertigen müssen wir es jetzt selber machen. Dafür werde ich mir das passende Vector Programm besorgen und mich da mal einfuchsen. Weihnachten steht vor der Tür uns bis zum Urlaub ist es auch nicht mehr so lange
Hier mal ein kurzer Abriss was bereits gemacht wurde und was noch zu machen ist.
Gemacht:
Wasserpumpe getauscht Neues Kühlmittel Ventilschaftdichtungen Simmerring an der HA neu abgedichtet IAC Valve Haubenzug
Zu machen:
Umlenkhebel (der ist leider nicht mehr der beste, weshalb die Lenkung auch extrem indirekt ist) Spurstangen (sind laut TÜV noch nicht fällig aber wenn man den Umlenkhebel schon macht.......) Reifen (sobald ich einen vernünftigen Satz Straßenreifen finde der mich überzeugt kommen da die richtigen drauf!) Schweller mit Fluid Film fluten (Kinderspiel!) Lautsprecher (vielleicht, kommt wohl auch auf die Lust meiner besseren Hälfte an) KYB Dämpfer einbauen Zündung erneuern (was ja dank der Reparatur nicht mehr wirklich nötig ist)
Die Sachen die jetzt noch auf der To-Do Liste stehen dürften an einem Nachmittag "with a little help of our friends" erledigt sein
Bedenkt man das Alter und die Historie des Wagens so sind die Sachen die bisher angefallen sind erfreulich marginal. Klar, mit einem Neuwagen konkurriert der Wagen in der Hinsicht nicht aber wenn ich mal dran denke was andere schon in Autos gepumpt haben die nicht einmal halb so viel mitgemacht haben.......... |
Sun Jul 30 19:49:16 CEST 2017
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4, Caprice, Chevrolet, Sheriff
Am 11. Juni fand in Karlsruhe mal wieder die Tribut an Carl Benz Oldtimer Show statt. Hunderte Oldtimer versammelten sich rund um das wunderschöne Gelände am Karlsruher Schloss. Auch wir waren dieses mal zusammen mit unseren Vereinskollegen vor Ort da unser Verein dieses Jahr sein 20 jähriges Bestehen feiert und wir die Einladung des Veranstalters nutzten um diesen Anlass im Rahmen eines schönen Treffens zu feiern
Für uns ging es Samstag vormittag los. Vorher noch kurz alle Flüssigkeiten gecheckt, die Sachen eingeladen und los gings. Das Wetter zeigte sich jetzt schon von seiner besten Seite und wir waren über die Klimaanlage im Wagen mehr als froh
Vorher mussten wir aber erst einmal zusehen das wir eine neue Sicherung bekamen. Leider hatte sich während der Fahrt der Doppeladapter für den Zigarettenanzünder in seine Bestandteile aufgelöst was zu einem Kurzschluss führte. Somit brannte die Sicherung durch und fortan waren der Zigarettenanzünder, das Radio und die Kofferraumentriegelung tot. Zum Glück gab es nicht weit vom Kino einen Elektrikfachhandel der neben Autoradios auch die passenden Sicherungen im Angebot hatte
Eine 15 Ampere Sicherung später lief das ganze dann auch wieder. Interessanterweise hatte irgendjemand vorher eine 20 Ampere Sicherung verbaut obwohl die da laut Belegungsplan gar nicht reingehört. Wie auch immer, Hauptsache es funktioniert und das tut es auch mit der 15er Sicherung Zurück am Kino war auch mittlerweile der Rest der Truppe eingetroffen. Zum Anfang gab es eine kleine Rückschau auf vergangene Treffen, danach folgte mit "Bosten" der Hautpfilm. Nach dem Kinobesuch checkten wir erst einmal in Rastatt im Hotel ein, durch den etwas straffen Zeitplan waren wir dazu noch nicht gekommen. Nachdem das wir die ganze Check-In Prozedur hinter uns gebracht hatten ging es auch schon zum Restaurant. Wir ließen den Abend mit einem leckeren Abendessen ausklingen und irgendwann nach 12 fielen wir dann auch endlich ins Bett.
Nach einem guten Frühstück am nächsten Morgen ging es auch direkt zum Treffen. In Kolonne ging es erst einmal Richtung Messe Karlsruhe, da wir uns dort vor Ort mit dem Veranstalter trafen. Leider blieb auf dem Weg ein Kollege mit Vergaserproblemen liegen. Der Wagen hatte am Tag davor schon ein paar kleine Probleme, allerdings hatten diese sich kurzerhand wieder von selbst erledigt. Dieses mal war allerdings Feierabend. Für Ihn war das Treffen leider gelaufen
Für den Rest ging es dann auf das Gelände. Wir hatten einen Spitzenplatz direkt vor dem Schloss bekommen! Wir stellten uns im Halbkreis auf und fingen an soweit wie möglich alles aufzubauen. Es war eine gute Idee das Vereinszelt mitzunehmen, so waren wir gut vor der Sonne geschützt. Das Wetter selbst war traumhaft. Sonnig, wolkenlos und relativ heiß! So kam es auch das einige einen Sonnenbrand von der Veranstaltung mitnahmen
Als alles aufgebaut war drehte ich meine Runden über das Gelände, schließlich brauchte ich ja noch ein paar Bilder für den Artikel
Da es mittlerweile auch relativ spät war machten wir uns im kleinen Konvoi zurück ins Rheinland. Ein Kollege aus Hessen begleitete uns. Bevor es aber losging mussten wir alle erst einmal tanken, ganz besonders unser Kollege auf dem Motorrad hatte es bitter nötig
Nach dem Tanken mussten wir noch kurz beim güldenen M anhalten, der Kollege wollte sich für die Fahrt noch ein kühles Getränke besorgen. Wer kann es Ihm verdenken bei der Hitze
Mit einem Streifenwagen fällt man natürlich im Stau dieser Größenordnung auf wie ein bunter Hund und so starrten die meisten Leute den Wagen an. Irgendjemand schrie sogar im Vorbeifahren irgendetwas undefinierbares aus dem Seitenfenster
Wenigstens konnte ich durch die relativ freie Autobahn noch flott ein paar Meter gut machen und so hieß es auf den letzten Kilometern "Pedal to the metal"! |
Wed Jul 05 12:35:42 CEST 2017
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Caprice, Sheriff
Im letzten Artikel hatten wir ja berichtet das am Sheriff der Haubenzug gerissen ist. Da dies unsere zukünftigen Bemühungen die Flüssigkeitsstände regelmäßig zu kontrollieren torpedierte mussten wir hier also ran.
Los ging es wie üblich mit der Suche nach Teilen. Vor ein paar Wochen fing ich an bei den üblichen Verdächtigen zu stöbern, aber zu meiner Verwunderung musste ich feststellen das ich das Teil bei keinem der üblichen Verdächtigen finden konnte
Es half nichts, da musste ich jetzt durch. Somit bestellte ich für einen knapp 3 stelligen Betrag das Teil. Wenigstens war es ein NOS Teil und dazu auch noch mit einem neuen Griff für die Haubenentriegelung sowie einer neuen Dichtung für die Feuerwand. Der alte Griff fiel bei Belastung immer wieder ab was mehr als nervig war. Gleichzeitig bestellte ich einen originalen Öldeckel mit. Der "alte" war irgendein billiges Ding von "Motorad" welches nicht mal im Ansatz gehalten hat und somit das Ganze nicht dicht gehalten hat. Die Lieferung sollte ein paar Wochen dauern da die meisten Verkäufer in den USA über USPS verschicken.
So war noch ein bisschen Zeit den Wagen zu genießen. Mitte Mai stand der Harley Dome in Köln an an dem auch der PCOOA seit dem ersten Meeting teilnimmt. Eine gute Gelegenheit dem Wagen mal ein bisschen Auslauf zu gönnen. Also ein paar Tage vorher noch im Stile eines Einbrechers die Haube entriegelt und noch mal schnell alle Flüssigkeiten gecheckt. Öl sah ok aus, Kühlwasser ebenso. Sah doch schon mal ganz gut aus!
Am nächsten Morgen beschloss ich mit dem Wagen zur Arbeit zu fahren. Der Wagen brauchte mal wieder Sprit und da der Wagen wieder ein paar Wochen gestanden hatte wollte ich kein Risiko eingehen und mal sehen wie gut er läuft. Ausgerechnet an dem Tag schüttete es aus Eimern! Wir erinnern uns: Die Reifen mögen Nässe ÜBERHAUPT NICHT!
Jetzt hieß es vorsichtig fahren. Leider kam es an diesem Tag ganze 3 mal vor das mir das Heck trotz vorsichtiger Fahrweise ausbrach. Der Wagen ist zwar relativ gutmütig und lässt sich auch gut wieder einfangen, wirklich glücklich war ich damit trotzdem nicht. Kurz mal an der Ampel einen Mikrometer zuviel Gas gegeben und schon drehen die Reifen durch
So ging es am Tag danach auch zum Veranstaltungsgelände. Wir trafen uns in der Nähe an einem Supermarktparkplatz und warteten auf die Nachzügler. Während wir auf die Nachzügler warteten, wurden natürlich die Autos der anderen begutachtet
Der gute Redmex hatte es auch zum Treffen geschafft und so fuhr er bei mir im Auto die Parade mit. Da ich ganz hinten fuhr musste ich teilweise ganz schön drauftreten um den Anschluss nicht zu verpassen. Ampeln durften während der Fahrt getrost ignoriert werden. Die Zufahrtsstellen auf dem Weg wurden sowieso komplett abgesperrt so dass kein Verkehr in die Kolonne kam. An so eine Polizeieskorte durch die Innenstadt könnte ich mich gewöhnen
Spulen wir an dieser Stelle ein paar Tage/Wochen vor:
Die Teile waren endlich angekommen und somit konnten wir die Reparatur des Haubenzugs endlich angehen. Da ich das Wunder mit dem entriegeln der Haube über das Loch unterhalb des Schlossträgers nicht mehr hinbekommen habe entschied ich mich für die brachialere Methode. Kick Panel ab (musste eh weg für den Tausch!), altes Seil an der Halterung abschneiden, Isolierung am Ende wegschneiden und dann mit der Zange direkt am Zug ziehen. Um an den Hebel ranzukommen müssen ein paar Teile im Innenraum weg. Zuallererst widmeten wir uns der Verkleidung der B-Säule. Diese geht erst ab wenn man den Gurt demontiert hat. Dieser wird von einer wirklich massiven Schraube in der Karosserie gehalten. Ein großer Torx oder ein bisschen Trixerei mit einem passenden Imbus helfen hier schon. Am besten nimmt man hier etwas mit Hebelwirkung
Hat man diese Verkleidung entfernt kann man sich dem demontieren des Kick-Panels widmen. Das Kick Panel ist im Prinzip eine riesige Plastikverkleidung die sich vom Hebel der Haubenentriegelung bis zum hinteren Radkasten zieht. An dem Teil hängen auch die inneren Schwellerverkleidungen. Wir haben das Teil nicht komplett entfernt sondern nur soweit gelöst das man das Ganze auf Höhe des Entriegelungshebels zur Seite schieben kann damit man Platz hat. Jetzt mussten wir nur noch das alte Seil irgendwie aus dem Auto bekommen. Im Reparaturhandbuch bekamen wir den Tip an das Ende des Zugs ein "Seil" anzubringen. Wir umwickelten das Ende mit einer dicken Angelschnur und sicherten das Ganze fachmännisch mit 2 Wirbelknoten. Das hält bombensicher!
Danach hakte meine bessere Hälfte das Seil im Motorraum aus, während ich im Fußraum herumkroch um das Seil auf der anderen Seite zu lösen sowie das ganze Gedönse an dem der Entriegelungshebel hängt. Als das alles erledigt war stand das ziehen des Seils auf dem Programm. Das Seil musste erst einmal durch den Schlossträger, danach unter dem Wischwasserbehälter durch und schlussendlich einmal samt der Dichtung durch die Feuerwand. Natürlich blieb das blöde Seil an den dämlichsten Stellen (Schloßträger, sämtliche Kabel, Wischwasserbehälter, Feuerwand, weitere Kabel) hängen, aber ohne hängen geht es eh nicht
Das rausziehen war somit relativ einfach, richtig lustig wurde es jetzt beim Einbau des neuen Seils! Wir befestigten die Angelschnur die wir durch das halbe Auto gezogen hatten jetzt an dem neuen Seil und zogen das Ganze in die entgegengesetzte Richtung wieder in den Motorraum. Blöderweise war die neue Dichtung deutlich klobiger und so hatten wir so unsere Schwierigkeiten diese an den ganzen Kabeln im Fußraum vorbeizuführen ohne das die blöde Dichtung an den ganzen Kabeln hängen blieb. Stellt euch vor Ihr müsstet einen Gummiklotz mit 5cm Durchmesser durch ein Loch mit 2cm Durchmesser ziehen
Da die Dichtung so nicht flutschen wollte, halfen wir dem ganzen mit etwas Schmierfett nach. Schadet der Karosserie sicherlich nicht wenn an der Stelle neben der Dichtung noch ein wenig Fett ist welches die Stelle konserviert
Während meine bessere Hälfte die letzten Schrauben der Verkleidungen festzog widmete ich mich einmal der Sitzverstellung auf der Beifahrerseite. Bisher gingen wir ja davon aus das diese im Eimer ist. Allerdings förderte ein erster Blick bis auf eine riesige Feder die ausgehangen war nichts ungwöhnliches zu Tage. Alles andere schien noch ordnungsgemäß in Position zu hängen. Also griff ich einmal beherzt in den Mechanismus und schaute nach wo es genau hakt. Zu meiner Verwunderung funktionirete der Mechanismus einwandfrei. Nach ein bisschen herumspielen an den Federn fiel mir dann auf das sich der Verstellhebel seitlich bewegt. Dann fiel endlich der Groschen! Die Verstellung ist überhaupt nicht kaputt, wir waren bisher nur zu dämlich den Hebel in die richtige Richtung zu ziehen. Bei den meisten europäischen Autos zieht man den Hebel der Verstellung nach oben, in unserem Falle muss man den Hebel seitlich in Richtung des Getriebetunnels ziehen damit sich der Sitz bewegt
Gut, zumindest wissen wir das jetzt für die Zukunft
Die nächste Baustelle wird wohl mal eine ordentliche Reinigung des Wagens sein. Wir haben in den Schwellern tonnenweise alten Wüstendreck (Staub, Steine) gefunden. Da müssen wir wohl mal beide Kick Panels entfernen und dann mit einem spitzen Gegenstand und einem Staubsauger ran bevor das Zeug noch zu Rost führt. |
Sun Jun 25 20:25:18 CEST 2017
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Caprice, Sheriff
Ende April stand mal wieder ein Youngsters Treffen am Ring an. Nach der Inkontinenz der Wasserpumpe, waren wir uns etwas unsicher ob wir den Sheriff noch rechtzeitig zum Treffen fit bekommen. Wie man im letzten Artikel lesen konnte, haben wir das aber noch rechtzeitig hinbekommen.
So prüften wir vor dem Ring noch einmal das Auto durch. Kühlmittelstand ok? Was sagt das Öl? Der Kühlmittelstand war ok, Öl könnte mal ein halber Liter rein. So füllte meine bessere Hälfte das Öl nach. Am nächsten morgen, dem Tag der Anreise fuhren wir mit dem Wagen zur Arbeit. Der Wagen zeigte keine Auffälligkeiten und die knapp 40 Kilometer Fahrt dürften dem Wagen ganz gut getan haben. Während der Mittagspause schauten wir noch einmal nach dem Wagen und plötzlich fanden wir eine kleine Lache unterm Auto! Schon wieder Kühlmittel? Eine kurze Probe ergab: Öl!
Es kann doch nicht sein das der Wagen jetzt auch noch massenweise Öl verliert. Also schnell die Haube auf und das Leck lokalisieren. Am Block konnten wir aber keine verdächtige Stelle finden bis mein Blick auf den Peilstab fiel. Im Umkreis von 30 cm um den Peilstab herum klebte überall Öl. Ich drückte gegen den Peilstab und hatte den Fehler damit gefunden. Der Peilstab war nicht richtig eingerastet und so hat der Motor das Öl über die Peilstaböffnung nach draußen gedrückt
Über den Tag verteilt musste meine bessere Hälfte den neugierigen Kollegen immer wieder erklären was das für ein Auto war und auch in meiner Abteilung wurde ich auf den Wagen angesprochen. Wie die bloß darauf kamen das ich bekloppt genug bin sowas zu fahren?!
Am späten Nachmittag wollten nick_rs und Stani vorbeikommen um im Convoi zum Ring zu fahren. Das klappte aber eher mäßig gut
So fuhren wir dann mit Nick zusammen los, Stani wuselte irgendwo mit mehreren km Abstand hinter uns her und nach einer guten Stunde Fahrt waren wir auch schon da. Unsere Pension war dieses mal in Schlagweite zum Ringparkplatz. Die Zimmer waren mehr als ausreichend und auch preislich gab es nichts zu meckern. Da hatte Telsch wirklich eine gute Pension gefunden! Auch die Parkplatzsituation war entgegen unserer Erwartungen erfreulich unkritisch. Wir bezogen erst einmal unser Zimmer und begutachteten danach den Gemeinschaftsraum. Für unsere Zwecke ganz gut! Wir genehmigten uns zur Feier des Tages das erste Bier und genossen die Ruhe der Eifel. Nachdem Flo vom einkaufen zurück war fuhren Shibi, Flo, Robb und ich kurz hoch zur T13 um uns die letzten Tourifahrten anzusehen. Die Jungs haben echt einen an der Klatsche wenn man so sieht wie die da zum Teil fahren
Am nächsten Morgen ging es erstmal für die meisten ab zum Frühstück. Das Frühstück in der Pension war wirklich reichhaltig und die gute Frau welcher die Pension gehörte kümmerte sich wirklich rührig um uns
Auf dem Parkplatz schmissen wir dann das ganze Zeug ins Auto. So ein riesiger Kofferraum hat schon seine Vorteile! Mehrere Kästen Bier, gut 2 Dutzend 1,5L PET Flaschen sowie die Essenseinkäufe für gut 20 Mann passten problemlos in den Wagen und das trotz des ganzen Gerümpels der schon im Kofferraum lag.
Nach dem Einkauf ging es so langsam an das Highlight des Tages: Die erste automobile Schnitzeljagd in der Youngsters Geschichte. Nick und meine bessere Hälfte bereiteten noch ein paar Dinge vor. Die Teamaufteilung war klar. Geplant war das mein Team, bestehend aus Tobi, Tobi, Tobi und mir (passenderweise Team Tobi genannt), im Cop Car an der Schnitzeljagd teilnehmen sollten. Blöderweise kam ein Teilnehmer mit dem fest geplant wurde erst später, also wurde ein Tobi aus dem Team entfernt und durch unseren Neuzugang (Telschis Kumpel) ersetzt.
So bekamen wir gegen Mittag alle ein Briefing und schon ging es los. Die Schnitzeljagd führte uns zu einigen prominenten Punkten rund um den Ring. Dabei standen Orte wie Adenau, die Hohe Acht und einige kleinere Orte auf der Roadmap. Wieder erwarten waren wir am Ende sogar die ersten, leider haben wir nach Punkten knapp verloren. Naja, wenigstens war Team Tobi im vermeintlich langsamsten Auto am schnellsten
Am Abend ging es dann wie schon vor 3 Jahren in die Pistenklause. Lustigerweise hatten wir wieder den gleichen Tisch bekommen, nur das dieser dank des Zuwachses in der Gruppe deutlich länger war als das letzte mal. Der Laden war wie immer rappelvoll, aber ich denke das gehört irgendwie zum Charme des Ganzen. Danach war wieder das übliche angesagt: Saufen!
Am nächsten morgen ging es dann relativ entspannt zu. Ein paar sammelten sich bei den Autos um zu fachsimpeln, ein paar der anderen waren schon beim Ring. So nach und nach fuhren alle zum Ring. Nach der Schnitzeljagd war an diesem Tag Entspannung angesagt! Wir hatten extra unsere Campingstühle mitgenommen, was aufgrund der vielen Sperrungen auf dem Ring nicht die dümmste Idee war. So ließ es sich zumindest aushalten. Das Wetter war uns mal wieder wohl gesonnen und so gingen einige nach diesem Tag nicht nur mit allerlei Eindrücken sondern auch mit einem leichten Sonnenbrand zurück in die Pension
Während des Tages standen mal wieder ein paar Probefahrten an. Telschi ließ mich mal seinen MX-5 Anniversary fahren. Macht immer wieder Spaß
Gegen Nachmittag checkte ich noch einmal alle Flüssigkeiten am Sheriff und nutzte die Zeit um mich mal ein wenig mit der Technik vertraut zu machen. Die Wassertemperaturanzeige funktioniert nicht und nachdem ich endlich herausgefunden habe WO der Sensor für die Anzeige sitzt wusste ich auch warum. Von den 2 Kabeln die in den Stecker gehen hing einer unmotiviert neben dem Krümmer herum, während der andere nur noch an ein paar wenigen Adern im Stecker hing. Da hat wohl mal jemand richtig gepfuscht. Muss ich wohl mal irgendwann lernen zu löten, aber erst einmal brauche ich für das Ganze wohl einen neuen Stecker. Mit Glück tut es der Sensor noch und ich kann mir den Austausch sparen. Die Position direkt unter dem Krümmer auf der Fahrerseite ist auch wirklich etwas unglücklich gewählt, aber so kommen vermutlich die präzisesten Werte bei der Messung heraus. Naja, ich denke wenn ich den Luftfilter incl. dem daran hängenden Geraffel abbaue komme ich gut an die Kabel heran.
Danach schlenderte ich eine Runde über den Parkplatz und warf dabei mal einen Blick in Joshs Benz. Irgendwie hatte ich mir den Wagen während der letzten Ringtreffen nie wirklich angesehen. Josh bekam das natürlich mit uns so zeigte er mir den Wagen. So nahm ich dann auch mal auf dem Fahrersitz Platz und schaute mich ein wenig um. Dann drückte mir Josh den Zündschlüssel in die Hand. Probefahrt! Das ließ ich mir nicht zweimal sagen
Nach der Runde winkte mich Joseph zu sich heran. Er hatte sich den ganzen Tag ziemlich rar gemacht und jetzt sollte ich auch herausfinden warum. Er war den ganzen Tag damit beschäftigt die Leute in seinem gemieteten F-Type durch die Gegend zu fahren
Nach der Fahrt war der Parkplatz plötzlich leer. Anscheinend haben wir irgendwie die Zeit vergessen und die anderen waren schon mal zur Pension gefahren, schließlich hatten wir einen Tisch in einem Restaurant bestellt. So fuhren wir dann auch ohne Umweg zur Pension. Dort verteilten wir uns auf die Autos und fuhren zum Restaurant. Auf dem Weg zum Restaurant hatte dann meine bessere Hälfte die Ehre im Jag mitzufahren. Ihr schien es ebenso gefallen zu haben
Nach dem Abendessen ging es wieder zurück in die Pension. Dort wurde dann wieder dem Alkohol gefröhnt. Es war auffällig das dabei deutlich weniger konsumiert wurde wie noch vor ein paar Jahren. Jaja, das Alter macht sich so langsam bemerkbar
Wir frühstückten alle noch einmal, packten unsere Sachen und gaben die Schlüssel ab. Es folgte die große Verabschiedungsrunde. In der Zwischenzeit wollte ich noch einmal die Flüssigkeiten checken und ausgerechnet in dem Moment riss der Seilzug von der Haubenentriegelung
Da meine bessere Hälfte bei dem Regen keinen Bock auf fahren hatte blieb der Rückweg an mir hängen. Gut, gibt schlimmeres |
Mon Jun 19 21:43:32 CEST 2017
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Caprice, Sheriff, WHALE
Kurze Rückblende: Wir hatten den Wagen nach Hause geholt und die zweite Runde mit der Zulassungsstelle hinter uns gebracht. Wir hielten jetzt also die begehrten, jetzt hoffentlich passenden, Kennzeichen in der Hand.
Wir hatten nach der Nummer mit der Zulassungsstelle beschlossen die Montage selbiger auf den nächsten Tag zu verschieben. Als wir am nächsten Tag mit den Kennzeichen zum Auto gingen erwischte uns eine unserer Nachbarinnen. Sie fand den Wagen total toll und so fragte Sie uns auch direkt aus
So besorgten wir schnell etwas zum auffangen und dann zu schauen wo die Flüssigkeit herkam. Die Flüssigkeit war für Öl viel zu dünn, konnte also fast nur Kühlwasser sein. Die Tatsache das die Flüssigkeit an einem der Kühlerschläuche herunterlief bestärkte meinen Verdacht. Jetzt mussten wir nur noch die Quelle finden. Wir legten uns abwechselnd unter den Wagen (das Fahrwerk ist so hoch das man keinen Wagenheber braucht
(Hatte ich schon einmal erwähnt das diese Autos tatsächlich immer nur vor Werkstätten oder der eigenen Haustür liegen bleiben?)
Gut, damit war der Fehler war also gefunden. Auf die Schnelle ließ sich da allerdings nichts machen. Also präparierte ich noch schnell die vordere Stoßstange (der Kennzeichenhalter musste für das Nummernschild weichen) und bohrte 2 Löcher in das Kennzeichen. Das hintere fixierte ich mit etwas doppelseitigem Autoklebeband. Zusätzlich klemmte ich das Nummernschild noch zwischen die zwei oberen Fixierschrauben. Hält besser als gedacht! Zumindest waren jetzt die beiden Kennzeichen jetzt da wo Sie hingehört.
Ein paar Tage später fingen wir an alles zu besorgen war wir für die Reparatur brauchen: Eine neue ACDelco Wasserpumpe, ein paar Liter AG13 von Mannol und eine Tube Uhu Dichtmasse. Wir spulen an der Stelle etwas vor:
Die Wasserpumpe (incl. dem anderen Kram) war mittlerweile angekommen und so machten wir uns an die Reparatur. Diesen Part hat zum Großteil meine bessere Hälfte übernommen. Ihr Auto, Ihre Arbeit
Wir machten uns erst einmal daran die ganzen Teile die im Weg stehen könnten zu demontieren. Als allererstes war die Batterie dran. Die hatte durch die Standzeit eh wieder etwas an Kraft verloren, also hing ich diese gleich mal an das Ladegerät. Da konnte Sie während der Reparatur eine Runde laden. Danach war der Fan Shroud (die Lüfterabdeckung) dran. Um noch mehr Platz zu haben und die Demontage des Fan Shroud zu erleichtern demontierten wir auch gleiche den ganzen Wust der am Luftfilter hängt. Jetzt hatten wir etwas Platz. Vor uns lag nun der lüfter welcher über eine Riemenscheibe direkt an der Wasserpumpe hängt. Jetzt musste der Riemen runter. Zum Glück hatte ich noch das passende Werkzeug vom Alero übrig! Während meine bessere Hälfte vorsichtig den Riemen entspannte zog ich schnell den Riemen von der Riemenscheibe.
Der Riemen machte optisch noch einen ziemlich frischen Eindruck. Der Riemen war weder ausgebleicht, nocht fehlten Stücke in der Laufbahn. Selbst die obligatorischen Querrisse waren so gut wie nicht vorhanden. Der kann noch nicht lange verbaut sein. Nach dem Riemen folgte das Herzstück unserer Operation, die Wasserpumpe. Die Wasserpumpe ist lediglich mit 4 Schrauben am Block befestigt. Wir lösten diese und hebelten die alte Wasserpumpe mit etwas Gewalt drunter. Wahnsinn, wie gut so eine alte festgebackene Dichtung selbst so eine schwere Gusswasserpumpe hält!
Nachdem die alte Pumpe runter war war es Zeit die neue zu montieren. Wir nahmen die mitgelieferten Dichtungen und schmierten diese nach Vorschrift beidseitig mit Dichtmasse ein. Danach war es an der Zeit die Pumpe dahin zu verfrachten wo Sie hingehört. Vorsichtig setzte meine bessere Hälfte die Pumpe an, danach steckte ich die Schrauben zur Fixierung rein und drehte diese danach fest. Jetzt konnte die Pumpe wenigstens nicht mehr verrutschen. Ich zog danach noch mal mehrfach die Schrauben fest so dass sich die Dichtmasse auch ein wenig an die Teile pressen konnte.
Das war geschafft, nur noch schnell alles in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammenbauen und das abgelassene Kühlmittel durch neues ersetzen. Das passende Kühlmittel für so einen alten Small Block ist übrigens AG13, für den Fall das sich das jemand schon einmal gefragt haben sollte
Das Mittel ist im Prinzip direkt verwendbar und muss nicht erst mit Wasser angerührt werden wie Glysantin. Trotzdem kann man das Zeug bei Bedarf auch mit Wasser verdünnen. Bis -40° hält es unverdünnt. Nach der Reparatur ließen wir den Wagen erst einmal ruhen, die Dichtmasse sollte laut Anleitung ein bisschen Zeit zum aushärten bekommen.
So warteten wir einen Tag (sicher ist sicher!) bevor wir uns wieder dem Wagen widmeten. Der Augenblick der Wahrheit war also gekommen. Würde der Wagen wieder sein Kühlmittel in die Auffangwanne verteilen oder würde er dicht bleiben? Wir montierten die Batterie, legten die Auffangwanne wieder unter das Auto und starteten den Wagen. Während meine bessere Hälfte den Wagen anwarf legte ich mich auf die Straße um direkt sehen zu können ob es tropft.
Wir ließen den Wagen etwas laufen, aber es tropfte nichts mehr. Operation erfolgreich, Patient lebt! Wir gaben der neuen Pumpe noch etwas Zeit um das neue Kühlmittel im Kühlkreislauf zu verteilen. Die 91-93 Caprice haben ein etwas anderes Kühlsystem. Bei modernen Autos ist der Ausgleichsbehälter fester Bestandteil des Kühlkreislaufes, steht also genauso unter Druck wie der Rest des Systems. Dies ist auch ab 94 beim Caprice so. Vorher ist der Ausgleichsbehälter aber tatsächlich nur ein Ausgleichsbehälter. Man kann ihn also selbst bei heißem Motor gefahrlos öffnen. Aus dem Grund schaut man besser direkt über den Kühler nach dem Kühlmittelstand. Wie erwartet war der Kühlmittelstand ein gutes Stück abgesackt. Wir füllten den Rest des AG13 in den Kühler und warteten noch mal eine Nacht. Am nächsten morgen war das Mittel wieder ein wenig abgesackt. Wir füllten das mit ein wenig Wasser auf. Bis -40° muss es ja nicht halten
Wir machten dann eine kurze Probefahrt über gut 20 Kilometer damit der Motor mal wieder richtig warm werden konnte. Wir ließen den Wagen dann wieder bis zum nächsten Morgen auskühlen und füllten dann noch mal mit gut einem Liter Wasser auf. So machten wir es dann die nächsten Tage vor jeder Fahrt. Haube auf, Kühler auf, Kühlmittelstand checken und glücklich sein das alles wieder dicht hält
Das sollte erst einmal wieder ein paar Jahre halten |
Sun Feb 12 00:44:45 CET 2017
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9C1, Caprice, Chevrolet, Sheriff
Hello Petrolheads,
nach Teil 1 und 2 können wir euch heute nun Teil 3 präsentieren
Ihr erinnert euch sicherlich noch an unsere Jagd nach dem richtigen Decal und das leider eher pixelige Foto von der Tür was wir gefunden hatten
Hier erkennt man wirklich alle Details des Sterns sehr gut und die Bilder werden auch beim zoomen nicht all zu pixelig. Damit kann unser Grafiker jetzt sicherlich mehr anfangen. Er hat die Bilder bereits erhalten und will mal sehen was er daraus machen kann. Er hatte ja schon einige Vorarbeit geleistet, hatte aber starke Schwierigkeiten mit dem County Seal innerhalb des Sterns da in unserem Falle ja eine ältere Version des County Seals genutzt wurde und zu allem Überfluss auch noch das Seal auf dem Türbild nur als Pixelbrei erkennbar war sobald man mal rangezoomt hat
Jetzt haben wir aber endlich die Bilder in vernünftiger Auflösung, da sollte sich wie gesagt auf jeden Fall was draus machen lassen
Weiterhin haben wir eher aus Zufall auf der Seite des Hanford Sentinel ein Bild von dem Sheriffstern gefunden. Der musste wohl mal als Titelbild für irgendeine Story herhalten. Umso besser für uns, da das Foto auch eine gute Auflösung besitzt. Je mehr um so besser
Auch bezüglich der Citizens on Patrol Schriftzüge konnte uns unser Mann in Hanford helfen. Die Schrift hatte wohl tatsächlich die gleiche Farbe wie die des Sheriff Schriftzug, gold reflektierend. Was man auf besagtem Bild auch sehr gut erkennt ist das der Schriftzug ein Teil ist und nicht wie wir vorher annahmen aus einzeln geklebten Buchstaben besteht. Wir sind gespannt was unser Grafiker aus den neuen Vorlagen zaubert
Kommen wir aber nun zum neuen Part der uns einen riesigen Schritt weiterbringen wird!
Meine bessere Hälfte hatte letztes Jahr tatsächlich die junge Frau ausfindig machen können die den Wagen damals beim County ersteigert hat. Nach ein paar mal hin und her versprach Sie uns sich noch einmal mit den nötigen Infos zu melden. Jetzt war fast ein halbes Jahr Funkstille weswegen wir nicht mehr dran geglaubt hatten je noch eine Antwort zu bekommen. Nun, wir wurden eines besseren belehrt. Aus heiterem Himmel bekamen wir eine Antwort und was für eine!
Es hatte Sie wohl etwas Zeit gekostet die ganzen Infos aus Ihrem Archiv zusammenzutragen sowie die Bilder rauszukramen. Sie selbst hat den Wagen knapp 2 Jahre besessen und dann zum Verkauf angeboten. Der Wagen war bei Versteigerung durch das County noch mehr oder weniger vollständig ausgerüstet. Sie verkaufte den Wagen dann später und hier wird es interessant. Der Händler von dem wir den Wagen haben sagte uns ja der Wagen hätte einem Ex-Sträfling gehört. Nun, bei dem Punkt hat er sich scheinbar vertan. Laut der Infos die wir jetzt haben wurde der Wagen an einen Vollzugsbeamten verkauft, also das genaue Gegenteil eines Strafgefangenen Neben dem mehr oder weniger vollständigen Equipment hat Sie auch noch 2 Sätze Domes für den Wagen bekommen, einmal die blau/roten von dem Verkaufsbild und dann noch den Satz in Orange
Dieser hat den Wagen als Daily Driver genutzt, hat allerdings darauf bestanden das der Wagen vorher komplett abgerüstet wird was die Verkäuferin auch getan hat. Sein Plan war wohl den Wagen umzulackieren damit man nicht mehr sieht das der Wagen mal ein Streifenwagen war. Gott sei Dank ist es dazu nie gekommen! Den Wagen ist er ein bisschen gefahren und hat Ihn dann bei einem Händler für einen Pick-Up in Zahlung gegeben. Da den Wagen wohl niemand wollte ist der Wagen dann im Paket mit einigen anderen Autos versteigert worden wo er dann bei unserem Händler gelandet ist. Das gleiche Prinzip also wie in Deutschland wo in Zahlung genommene Autos schnell mal beim Fähnchenhändler landen
Jetzt kommt der bedauernswerte Teil
Ein gutes hat die Sache dann allerdings doch! Zum einen können wir genau den benötigten Käfig auch über einen Freund hier in Deutschland bekommen und zum anderen wissen wir jetzt das die Konsole vom County Shop angefertigt, ist also keine Fertigware. Noch besser: Die gute Frau hat noch die Baupläne und Maße der Konsole und Sie kann uns diese zuschicken so dass wir uns die Konsole nachbauen lassen können
Interessant sind die Bilder mit der Konsole drauf. So wie die Konsole aussieht kann da nie im Leben ein Computer dran gewesen sein. Da müssen wir noch einmal mit dem Commander Kontakt aufnehmen. Wie man sieht hockt die Konsole direkt auf dem Getriebetunnel. Die Spuren die ich für Teile der Konsole hielt gehören zu der Platte an der das ganze Elektrikgedönse hängt. Der Wagen hatte bei Verkauf wohl nur noch Sirene und Funkgerät in der Konsole verbaut.
Das Gun Rack muss definitiv mal drin gewesen sein. Man beachte die Spuren neben der "Elektrikplatte". Da bei anderen 93er Caprice des Kings County Sheriff das Gun Rack gesessen hat muss es bei uns auch dort gesessen haben. Heißt aber im Umkehrschluss auch das die Antenne die auf den Verkaufsfotos drauf sind noch die originalen sind. Dann bleibt aber wieder die Frage: Wofür war die Antenne gut? Zweites Funkgerät kann nach Aussage des Commanders und der Verkäuferin ausgeschlossen werden und der Laptop brauchte wohl eine andere Antenne. Mal wieder neue Fragen aber die kann uns aufgrund der neuen Erkenntnisse hoffentlich der Commander beantworten. Ich hoffe er hat sich einfach nur bei dem Auto vertan. Er selbst ist ja jahrelang einen 96er Caprice gefahren. Vielleicht erinnert er sich an die Ausstattung der 93er Caprice sobald er die Innenraumfotos sieht
Weiterhin sieht man auf den Fotos ganz gut das der Wagen eine Leselampe an der Konsole hatte und eine merkwürdige Leiste mit 4 Schaltern, wofür auch immer die gut war. Steuerung der elektrischen Anlagen? Wir wissens (noch) nicht
Die neuen Infos werden uns definitiv bei dem Projekt weiterhelfen
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Tue Jul 05 11:50:35 CEST 2016
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Sheriff, Tales
Hello Petrolheads,
wie bereits in Teil 1 beschrieben haben wir jetzt endlich einen Kontaktmann beim Sheriff. Wir haben einiges über die Geschichte des Autos herausgefunden was die Geschichte des Autos immer lebendiger und klarer werden lässt
Dies war aber noch nicht alles! Natürlich haben wir auch nach dem Equipment gefragt, schließlich haben wir in dem Punkt noch die ein oder andere große Wissenslücke
Mit dem Aerodynic Balken lagen wir richtig, auch damit das man nachdem man den Wagen für das C.O.P Programm auserkoren hatte den Balken auf gelb umgebaut hat. Gut, das war aus den Quellen die wir bisher fanden ersichtlich aber es tut gut noch einmal die Bestätigung aus erster Hand zu haben
Grund 1: Das Gun Rack! Da wo für gewöhnlich die Laptophalter montiert waren saß das Gun Rack und in unserem Falle saß exakt an der besagten Stelle definitiv eins.
Grund 2: Das Alter! Der Wagen ist 1993 in Dienst gestellt worden, nicht gerade das Zeitalter von modernen Laptops. Wir sprechen hier nicht von diesen MDTs wie sie beispielsweise beim LAPD zum Einsatz kamen sondern wirklich von Laptops wie sie in den 90ern populär wurden. Wer sich noch an das Jahr 1993 erinnern kann, weiß das Laptops alles andere als üblich bzw. sauteuer waren. Jetzt bleibt nur noch die Frage wie zum Teufel die Gun Rack, Laptop UND Konsole an den Mitteltunnel bekommen haben, vor allem weil unser Auto ja auch noch eine durchgehende Sitzbank hat was die Möglichkeiten noch einmal zusätzlich einschränkt
Wenigstens scheiden dafür einige andere Optionen wieder aus. Hoffen wir unser Kontakt kann uns mehr zum Thema Equipment sagen
Aus dieser Erkenntnis ergibt sich allerdings wieder ein neues Problem: Welcher Laptop war verbaut? Ich habe zwar in einem der Auktionsinserate einen Computer gesehen der ziemlich gut hinkommen könnte, allerdings ist das Bild zum einen stark verpixelt und zum anderen gibt es in dem Auktionsinserat keinerlei Hinweise auf das verbaute Modell. Da müssen wir wohl auf unseren Kontaktmann hoffen! Optisch wirkt es wie ein Misch Masch aus den alten MDTs und einem typischen 90er Jahre Laptop, aber ich schweife ab
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Bei dem Funkgerät lagen wir zumindest in einem Falle goldrichtig! Gut, die Auswahl war mit 2 Geräten auch nicht sonderlich groß
Das Gute: Lautsprecher und Mikrofon sind bei dem von uns ersteigerten Funkgerät schon mit dabei, hier müssen wir also keinem Kleinkram hinterherrennen. Wir haben quasi das rundum sorglos Paket bekommen
Wo wir beim Dach daneben gelegen hatten, lagen wir dafür beim Gun Rack wieder richtig. Dort wo wir es vermutet hatten hat es auch gesessen. Auch wissen wir jetzt was die Spuren auf dem Dashboard zu bedeuten haben. Die Löcher stammen wohl von einer Radarantenne. Diese Autos wurden wohl nur in Avenal eingesetzt, da Sie wohl nur dort eine Radarstation hatten. Leider wirft diese Antwort noch viel mehr Fragen auf als Sie beantwortet
Ebenso haben wir Informationen zu den Decals bekommen. Als der Wagen in Dienst gestellt wurde hatte man noch einen völlig anderen Sheriff Stern. Dieser hatte nicht 6 sondern 7 Zacken. Dieses Design hatte man allerdings um 1996/1997 herum auf das aktuelle Design (wobei sich das auch wieder etwas geändert hat) geändert. Aus dem Grund sieht man auf unserem Auto auch die Schatten des 6 zackigen Sterns da dieser wesentlich länger auf dem Auto drauf war als die 7 zackige Version. Allerdings waren auf unserem Auto noch die alten Sheriff Schriftzüge gewesen. Die hat man nicht mehr abgeändert, vermutlich weil das eh keinem aufgefallen wäre. Er schickte uns noch ein Foto des alten Schriftzuges, welches wir euch natürlich nicht vorenthalten möchten. Dieses zeigt das der Schriftzug wohl gelb (könnte aber doch auch gold sein) war mit einem weißen Rand. Auch hier hat er wohl noch Kontakte bei denen er sich schlau machen will
Das war es auch schon fürs erste. In Teil drei können wir euch hoffentlich von der Equipmentliste und weiteren Details berichten. Es bleibt auf jeden Fall spannend |

Shit, für weitere Großreparaturen war es mittlerweile zu spät und so rätselten wir noch kurz was es sonst so sein könnte. Jemand warf den Air Intake Sensor in den Raum. Hmm, hatte ich da nicht noch einen im Mii liegen? Tatsächlich, ich hatte den Sensor beim Blauen mal auf Verdacht getauscht was aber nichts brachte und ich war einfach zu faul den Sensor mal aus dem Mii auszuräumen. Manchmal ist Faulheit doch ein Segen
Der alte Sensor war ja noch gut, also nehmen wir den doch! Leider brachte auch der nichts. Was allerdings auffiel war das der Motor auch im warmen Zustand wieder ansprang, dass ging vorher nicht. Meine Vermutung war das er immer dann ausgeht wenn die Betriebstemperatur erreicht ist. Wir hatten Ihn ja immer ein paar Minuten abkühlen lassen und je wärmer der Motor war desto kürzer waren die Intervalle bis zum nächsten Absterben.
), schließlich will man Sie ja auch gerade festziehen. Es empfiehlt sich vor dem einsetzen das Gewinde mit Zinkpaste einzuschmieren. Bei den neuen Sonden ist dies nicht nötig, da diese ab Werk schon behandelt sind. Das einschmieren empfiehlt sich wenn man die bereits verbaute Sonde wiederverwendet.



Mon Sep 23 15:40:03 CEST 2019 |
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4, 9C1, Caprice, Chevrolet, Sheriff
Heute gibt es mal wieder einen Artikel über ein von uns besuchtes Treffen
Vor ein paar Wochen stand das Airwish Festival an welches zeitgleich an 2 Standorten in Deutschland und einem in den Niederlanden stattfand. Alle Standorte liegen nahe der deutsch-niederländischen Grenze. Der Grund dafür ist schnell erklärt: Bei dem Airwish Festival handelt es sich um eine grenzübergreifende Wohltätigkeitsveranstaltung um zum Teil schwerst kranke Kinder zu unterstützen. Die Einnahmen des Festivals kommen den Kindern zu Gute und so fühlten wir uns sehr geehrt als Verein gefragt zu werden ob wir diese gute Sache unterstützen möchten
Der Hauptteil des Programms besteht in Helikopterflügen zwischen den Standorten welche man vorher auf der Webseite von Airwish konnte. Damit wurde ein Teil der Einnahmen erwirtschaftet, aber natürlich durften auch die kranken Kinder in den Helikoptern mitfliegen. Die Standorte waren einmal Merum (in der Nähe von Roermond, Niederlande), Bruggen in Deutschland sowie die alte, stillgelegte Royal Airforce Base in Elmpt keine 20 km von der Grenze entfernt. Neben den Helikopterrundflügen gab es an den verschiedenen Anflugpunkten für die Kinder Hüpfburgen, Schminkstände und viele andere Spiele.
Für die Transfers zwischen den Standorten hatte sich der Veranstalter etwas besonderes ausgedacht! Neben Bussen sollten auch unsere Police Cars sowie diverse Oldtimer, Trikes, Sportwagen, Buggies und Motorräder mit Beiwagen die Transfers zwischen den Standorten übernehmen. So erleben die Gäste schon auf dem Weg zu Ihrem Flug etwas besonderes
Um für das Event auch würdig vorbereitet zu sein bekam der Sheriff am Tag vor dem Event seine neuen Reifen aufgezogen. Da die originalen Reifengrößen eher schwierig sind fiel die Wahl auf den Continental Cross Contact LX2 in der originalen Größe 225/70 15. Die Reifengröße vorher war zu groß da die 235/75 15 eher auf den Wagons ab Werk montiert waren. Entsprechend ballonartig fuhr sich das Ganze auch. Der Wagen lag durch die Reifen auch eine ganze Ecke höher als ab Werk vorgesehen. Bei der Reifenfirma hatten wir einen der letzten Termine und die gesamte Belegschaft hatte nicht schlecht gestaunt als wir mit dem Wagen im Hof standen
So unterhielten wir uns mit gut einem halben dutzend Mitarbeitern über das Auto und nutzten die Gelegenheit um den Wagen auf der Bühne ein bisschen zu begutachten solange der Mitarbeiter die Reifen ummontierte. Als ich meine Blicke so über den Hof schweifen ließ, fielen mir diverse Golf GTI und R auf dem Hof des Reifenhändlers und in der Werkstatt auf. Darauf angesprochen sagte mir der Chef das Sie oftmals Mietwagen da haben da Sie neben Reifen auch Service und Bremsen machen. In dem Falle also die besagten Sportgolf. Die Autos haben allesamt keine 20.000 km runter und die Reifen sowie die Bremsen waren bei allen völlig platt. In einem Wagen lief beim starten sogar noch der Laptimer, da wird schnell klar warum die Autos technisch trotz der wenigen Kilometer schon so fertig waren. Wahnsinn wie schlecht die Leute mit fremdem Eigentum umgehen. "Don't be gentle, it's a rental" ist scheinbar nicht nur ein Spruch 
Nach einer knappen Stunde war alles erledigt und wir konnten wieder nach Hause. Die alten Reifen haben wir aufgehoben da ein guter Bekannter die zum testen für seine B-Body Flotte haben wollte. Profil war ja noch genug drauf! So holte ein Freund am nächsten Morgen die Reifen für Ihn ab und wir machten uns auf den Weg Richtung Roermond. Das Wetter war uns gewogen und der Verkehr war moderat. So kamen wir dann auch gute 20 Minuten zu früh am Treffpunkt an wo allerdings schon ein neues Mitglied auf uns wartete
Da noch etwas Zeit war habe ich mich gleich mal mit Top Drops eingedeckt die es nur in den Niederlanden gibt 
Nachdem alle vollzählig war ging es zum Veranstaltungsgelände in den Niederlanden. Dort wartete neben Kaffee auch eine Instruktion durch den Veranstalter auf uns. Wir gingen alle Punkte durch und präparierten die Autos mit den Parkausweisen und Erkennungszeichen damit die Veranstalter wissen wer auf die Gelände darf und wer nicht. Der Vormittag war relativ ruhig und es gab für uns nicht viel zu tun. 2 von uns wurden nach Elmpt und dann später nach Brügge geschickt um dort auch ein paar Autos bereitstehen zu haben. Im Laufe des Vormittages wurde meine bessere Hälfte dann incl. Sheriff nach Elmpt geschickt während ich vor Ort verblieb da ja im besten Falle noch ein Ansprechpartner für den Verein vor Ort sein sollte. So war dann der Vormittag, zumindest für mich, eher langweilig. Die Jungs wuselten immer wieder zwischen Helikopterlandeplätzen und Parkplätzen hin und her. In der Zwischenzeit hatte meine Frau dafür den Spaß ihres Lebens. Die Royal Air Force Base verfügte nämlich über einen riesigen, gut erhaltenen und völlig leeren Landeplatz. Keine Flugzeuge, keine anderen Fahrzeuge und keine Menschen und dazu knapp 2,5km Platz um mal so richtig auf Gas zu treten. Wer lässt sich solch eine Gelegenheit entgehen? So nutzten ein paar Jungs und eben meine Frau die Gunst der Stunde um Ihre Autos mal so richtig über den Flugplatz zu scheuchen. Dies mündete in einem Cop Car Drag Race das ich leider verpasst habe. Dafür hat der Sheriff die Ehre der Small Blocks verteidigt und zumindest den zweiten Platz gemacht
Am Ende musste er sich dem 50 PS stärkeren Ford Crown Victoria geschlagen geben, wobei der Sheriff wohl einen sehr guten Start erwischt hat und somit ein paar Meter gutmachen konnte. Leider hatte ich den Spaß verpasst, aber zum Glück gab es Bilder davon die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte
An der Stelle gilt mein Dank dem Fotografen Jens Engel der die Veranstaltung mit der Kamera begleitet hat und uns netterweise eine Auswahl seiner Bilder zur Verfügung gestellt hat!
Weiter im Text:
In der Zwischenzeit hatten wir Mittag und das Festivalgelände füllte sich ziemlich ordentlich und das trotz Temperaturen von über 30 Grad. Die Jungs wurden immer öfters zwischen den Standorten hin und her geschickt und so entwickelte sich die Koordination als etwas chaotisch da einige zu anderen Standorten geschickt wurden an denen die Veranstalter nichts mit Ihnen anzufangen wussten da niemand Bescheid wusste das Sie kommen um Leute aufzuladen. Man muss aber auch sagen das die Koordination der Standorte am Ende in der Hand eines einzigen Mannes lag was keine dankbare Aufgabe ist, vor allem wenn man noch andere Aufgaben wahrzunehmen hat. Das soll aber am zweiten Tag der Veranstaltung deutlich besser gewesen sein, aber da waren auch deutlich mehr Autos am Start. In der Zwischenzeit hatte ich die Gelegenheit bei einem Kumpel mitzufahren dessen Auto ich so nur von außen kannte
Es sollte eine der letzten Fahrten an diesem Tag für Ihn sein......... Am frühen Nachmittag kam dann ein großer Teil der Jungs wieder auf die niederländische Seite zurück incl. meiner besseren Hälfte. Kaum war diese angekommen bekam ich schon die Schlüssel in die Hand gedrückt um ein paar Leute zum nächsten Helikopterlandeplatz zu fahren. Auf der Rückfahrt hatte ich dann eine Familie eingesammelt die etwas verzweifelt schien da die schwer kranke Tochter die Hitze nicht so gut vertrug. Die Mutter war sichtlich angespannt und so klärte ich bei Ankunft auch mit dem Veranstalter das der Papa mit dem Auto auf das Gelände darf um alle aufzusammeln. Am späten Nachmittag packte mich meine bessere Hälfte und wir fuhren zum Flugplatz da Sie mir den Standort auch mal zeigen wollte und natürlich die Landebahn
Also fuhren wir nach Elmpt wo gerade ein bisschen tote Hose war. Dies war allerdings gut für uns da der nächste Helikopter erst in gut 15 Minuten kommen sollte. Hieß für uns: Noch einmal eine Runde richtig Gummi geben auf der Landebahn
Ich fuhr erst einmal eine Runde mit meiner besseren Hälfte mit. Wahnsinn wie anders sich das Ganze auf so einer Landebahn anfühlt. Während der Fahrt ging mir schon etwas die Düse, allerdings bin ich auch ein schlechter Beifahrer wenn es um Tempo geht. Nach 2 Runden auf der Bahn durfte ich mal ganz alleine ran. Also rauf auf die Bahn, bis zum Anfang der Startbahn gefahren und einmal richtig draufgetreten. Der Wagen steht für sein Alter noch gut im Futter und die Reifen haben ausreichend Grip
Im ersten Lauf habe ich mich bis gut 150 km/h getraut bevor ich vom Gas ging und mich habe ausrollen lassen. Im zweiten Lauf habe ich mich dann doch etwas mehr getraut und so ging es dann auch kurz mit quietschenden Hinterrädern und einer Top Speed von 102 Meilen pro Stünde über die Landebahn bevor mich der Mut verließ. Mit mehr Auslauf wäre da noch mehr gegangen. Man merkt aber auch das der Balken den Wagen extrem einbremst. Ab ca. 130 km/h merkt man wie der Vortrieb nachlässt und ab 160 km/h geht es nur noch langsam vorwärts. Ist allerdings immer noch mehr als alles was wir uns mit den alten Reifen dauerhaft getraut hätten. Ab 130 km/h wirkte der Wagen dann dank der alten Reifen doch etwas wackelig. Mit den neuen Reifen spürt man davon absolut gar nichts mehr 
Auf der Base wartete auch der Vereinskollege mit dem ich mittags die Runde gedreht hatte. Als ich von der Landebahn wiederkam stand er mit laufendem Motor vor mir und wir schauten in ein sorgenvolles Gesicht. Der Wagen hatte wohl die Schinderei auf der Landebahn nicht vertragen und so klackerte der Motor. Sein Fazit: Mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Lagerschaden!
Sein Plan war mit dem Wagen noch zum Standort in Holland zurückzufahren und dann weiter zu sehen. Leider kam er so nicht mal mehr bis zur Grenze und so sahen wir Ihn auf der Rückfahrt auf dem Standstreifen als wir gerade unsere letzte Fuhre an Besuchern zurückbrachten. Die betroffene Motorbaureihe ist leider sehr anfällig für Pleuellagerschäden und das schlimme war das der Motor schon mal eine Überholung incl. eines neuen Satzes Lagerschalen, Pleuel und Kolben bekommen hatte. Zum Glück konnte Ihm der ADAC noch einen Leihwagen zur Verfügung stellen, so kam er wenigstens wieder nach Hause.
Nachdem sich die Aufregung um den Kollegen gelegt hatte fuhren wir als letzte nach Hause. Da ich die Ehre hatte die Rückfahrt zu bestreiten hatte ich auch die Gelegenheit mir selber mal ein detaillierteres Bild von den neuen Reifen zu machen. Wahnsinn was alleine die Reifen für einen riesigen Unterschied ausmachen! In Verbindung mit dem Police Package Fahrwerk lag der Sheriff richtig stabil auf der Straße und so traute ich mich auch längere Zeit mal mehr als 160 mit dem Auto zu fahren. Vom Handling ist das jetzt absolut kein Problem mehr und auch in den Kurven hat man jetzt deutlich mehr Grip. Der Wagen wurde an dem Tag geschunden wie noch nie, umso erfreuter waren wir das der Wagen das alles klaglos mitgemacht hat. Lediglich die Temperatur ging bei über 160 etwas höher als sonst, allerdings sind die Anzeigen auch nicht gedämpft! Wäre bei jedem anderen Auto wohl auch so und da die Anzeige gerade mal in der Mitte war ging das auch in Ordnung. Die Temperatur hat sich auch sofort wieder in der unteren Hälfte gefangen sobald man auf Richtgeschwindigkeit runter war
Als ich ein paar Wochen später getankt habe war ich erstaunt das es trotz der Schinderei am Ende "nur" 15,3 Liter im Schnitt waren. Nach Auto- und Landebahn hatte ich da eher in Richtung 20 tendiert.
Alles in allem war es ein schöner Tag an dem der Sheriff zeigen konnte was noch so alles in Ihm steckt
Das man damit auch noch einen wohltätigen Zweck unterstützt war das Tüpfelchen auf dem i
Quelle Bilder: Jens Engel https://www.facebook.com/.../