Fri Apr 16 18:26:05 CEST 2021
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4, Caprice, Chevrolet
Nachdem ich endlich die dusselige Anhängerkupplung am Blauen beseitigt hatte stand noch eine neue HU als wichtiger Punkt auf meiner Liste. Diese war im Januar abgelaufen, was aber wegen der Saisonzulassung auch irgendwo verständlich ist. Also muss ich da ran bevor ich an dem Auto irgendwas anderes mache. Da ich davon ausging da der Wagen soweit okay ist checkte ich die üblichen Dinge wie Lampen und Verbandskasten im Vorfeld durch. Hmm, Warnweste war da, auch zwei Verbandskästen die allerdings schon abgelaufen waren. Dann hab ich die kaputte Kennzeichenleuchte getauscht, wobei ich die andere da gleich mitgemacht habe. Dann hab ich hier Ruhe. Das Selbe habe ich dann bei den Nebelscheinwerfern gemacht weil auch hier eine Birne hin war. Ansonsten leuchtete der Wagen überall vorschriftsmäßig. Am nächsten Tag ging es dann zum TÜV und der Wagen in die Prüfung.
Bereits auf dem Bremsenprüfstand war abzusehen das die HU nicht ganz so easy wird. Die Betriebsbremse funzt super, aber die Feststellbremse, prinzipbedingt, sehr ungleichmäßig. Leider kann man einem deutschen TÜV Prüfer nur schwer vermitteln das diese alten Handbremsen bei Amerikanern ab Werk schon nicht gleichmäßig ziehen. Im Prinzip stellt man die Bremse dann nur für den TÜV so ein das Sie im maximal erlaubten Rahmen zieht, danach stellt man die wieder zurück um ein blockieren der Hinterachse bei voller Fahrt zu vermeiden. Das wäre nämlich die fatale Folge davon die Bremse so strack anzuziehen!
Weiter ging es dann mit der Begutachtung des Unterbodens und hier haben sich die Prüfer so richtig Zeit genommen. Mir schwahnte schon nichts Gutes! Nach gut 45 Minuten waren die Prüfer dann endlich durch und das Ergebnis war wie befürchtet: Durchgefallen!
Aber warum überhaupt?
- Bremsleitung vorn links korrodiert - Bremsleitung hinten links korrodiert - Bremsleitung mitte korrodiert - Bremsleitung hinten rechts korrodiert - Feststellbremse ungleichmäßig - Bodengruppe mitte rechts korrosionsgeschwächt - Bodengruppe mitte links durchgerostet - Katalysator Hitzeschutzblech Befestigung mangelhaft - Motor undicht - Getriebe undicht
Damit war der Tag für mich erst einmal gelaufen. Das war schon eine ziemlich niederschmetternde Bilanz nach all den Investitionen der letzten Jahre, vor allem weil der Motor 2017 überholt wurde. Da fragte ich mich schon wo der Motor plötzlich so massenhaft Öl verlieren sollte wie vom Prüfer kolportiert. Dazu hat er den Zustand des Rahmens ziemlich madig gemacht und das H-Kennzeichen für nächstes Jahr direkt in Frage gestellt. Ouch, dass hat gesessen!
Aber es nützt ja nichts, da muss man ran. Also kontaktierte ich erst einmal den Kumpel der den Wagen letzte Saison noch ausgiebig auf der Bühne hatte. Der sagte nur das ich wohl einen ziemlich pedantischen Prüfer hätte und das sagt jemand der bei der Restauration seiner Autos selber sehr gründlich und detailverliebt vorgeht! Dann schloss ich mich mit v8.lover kurz und wir sprachen ab das ich mal die Tage bei Ihm vorbeifahre um sich den Zustand mal anzusehen. Auch er war über den Prüfbericht verwundert, kennt er doch mein Auto und meinte selber das der Wagen eher zum oberen Drittel, wenn nicht sogar zu den besten, der B-Bodies zählt die er bisher so gesehen hat und glaubt mir, dass waren einige! So fuhr ich ein paar Tage später zu einer weiteren Bestandsaufnahme runter. Wir schauten uns den Unterboden an und stellten fest das es alles halb so wild ist. Ja, die Durchrostung links ist blöd und da muss ich ran, auch rechts muss was getan werden aber da war noch nichts durch. Ansonsten war der Unterboden dem Alter entsprechend, ein paar Flugroststellen aber sonst nichts gravierendes. Der Rahmen ist halt, dem Alter entsprechend, sehr blättrig aber weit entfernt von durchrostet! Auch hier hatte der Prüfer massiv übertrieben.
Danach haben wir die Bremsleitungen geprüft. Ja, die sind stellenweise wirklich nicht mehr schön und das haben diverse Werkstätten mir auch schon mal auf die Liste der Dinge die ich beobachten sollte gesetzt. Also kommen die jetzt auf die Liste mit den Dingen die jetzt erledigt werden müssen. Dann schauten wir uns die vermeintliche Undichtigkeit des Motors an und wurden jetzt nicht so wirklich fündig. Von dem großen Tropfen war nichts zu sehen. Ölfeucht? Klar, ist ein alter Karren! Brutal undicht mit abtropfen wie auf dem Bericht vermerkt? Nope! Das hätte ich davon ab wohl auch längst mal in der Einfahrt bemerkt. Sorry, aber da sifft der Ka meiner Nachbarn 10 mal mehr und das sicherlich nicht erst seit gestern! So eine wirkliche Quelle dafür haben wir nicht gefunden, meine Vermutung ging in Richtung Ablassschraube. Wahrscheinlich einfach die Dichtung oder die Schraube nicht fest genug angezogen.
Dann ging es an das Hitzeschutzblech. Ja, war tatsächlich abgegammelt aber was will man machen? Entweder man pappt da jetzt nen neues Blech dran oder macht gleich die Abgasanlage einmal komplett neu. Ich wollte so ganz eigentlich eh irgendwann eine originale Abgasanlage verbauen damit er wieder ganz original ist. Ist aber so ganz eigentlich keine große Sache, da an der Karosserie eh noch einmal Hitzeschutz am Unterboden verbaut ist und für die Unterseite kann man einfach ein Blech dranpunkten, zumindest für den TÜV.
Damit wären also die Mängel geprüft und grob umrissen. Wir einigten uns auch darauf das wir das Thema Unterboden mal bei diversen Autos aus unserer Truppe dieses Jahr angehen wollen. Eigentlich wollte ich mit dem Wagen zu einem Strahler, allerdings muss der wegen des Lärms der Maschinen dicht machen
Die Rostschutzmenninge hat den Vorteil das Sie diverse Komponenten enthält die korrosionsresistent sind und den Unterboden von weiterem Rost abschirmen. Dazu hat es die angenehme Eigenheit das es besonders gut kriecht. Dazu enthält es spezielle Bindemittel die eine gute Haftung zum Unterboden und weiteren Lackschichten bilden. Viele schwören im Bereich Rostschutz auf das Zeug und die Idee von dem Zeug ist auch nicht neu. Die Version von Branth hat aber den Vorteil das keine schädlichen Stoffe mehr enthalten sind, früher hat man gerne Blei als Basis für das Zeug genommen was natürlich alles andere als gesundheitsförderlich war.
Bleimenninge war früher mehr oder weniger die Referenz was den Rostschutz angeht, die Golden Gate Bridge ist ein wunderbares Beispiel daür. Man hat die orangene Menninge einfach mit einer ähnlichen Farbe überstrichen was der Brücke bis heute ihre charakteristische Farbe verleiht. Durch den hohen Bleianteil ist das Zeug heutzutage, wie gesagt, eher bedenklich und bei diversen Gegenständen die damit behandelt wurden hat man heute die entsprechenden Probleme.
Aber das muss für den TÜV erst einmal hinten anstehen, war auch nur ein "freundlicher" Hinweis des Prüfers.
Für die wirklich relevanten Mängel musste ich dann eine Werkstatt aufsuchen, da unser Vereinskollege zu dem wir sonst immer gefahren sind bis mindestens Mai ausgebucht ist und er selber noch einige Baustellen in seinem Fuhrpark hat die unter seiner stracken Auftragslage gelitten haben. Also muss ich in dem Falle umdisponieren. Ein Kumpel hatte mir eine andere Werkstatt im Pott empfohlen von der ich auch schon viel Gutes gehört habe, als US-Car Fahrer ist sowas Gold wert da bei weitem nicht jede Werkstatt die sich US-Car Spezialist schimpft auch wirklich Ahnung hat. Da gibt es genug Werkstätten die keine Ahnung haben oder Preise verlangen bei denen selbst ein Glaspalast rot anlaufen würde. Oder gleich beides.............
Also fuhr ich an einem Freitag Nachmittag mal runter und machte mit der Werkstatt auch noch einmal eine Bestandsaufnahme auf der Bühne. Wir gingen die Punkte noch einmal alle durch, hatten aber soweit nichts neues gefunden. Ja, Rost links muss ein neues Blech rein. Rechts kommen wir wohl ohne schweißen aus. Bremsleitungen kommen neu. Beim Check fanden wir noch eine Getriebeölleitung die hart über dem Auspuff schwebte, der wurde noch an Ort und Stelle so befestigt das er vom Auspuff weg kam. Nicht auszudenken was passiert wäre wenn der Schlauch irgendwann mal weggeschmolzen wäre und das Öl auf dem Auspuff gelandet wäre! Das zeugte schon mal davon das der Mechaniker durchaus Ahnung hatte wovon er da spricht. Ansonsten stimmte auch er in allen anderen Punkten mit meinen Kumpels überein. Der Ölverlust ist übertrieben, die Handbremse ist leider so und den Rost kriegt man in den Griff. Das Urteil über den Rahmen hielt er ebenso für übertrieben. Der Chef der die Bestandsaufnahme interessiert verfolgt hatte sagte auch das der "Rost" am Rahmen gemessen am Alter überhaupt nicht schlimm wäre und schon gar nicht unnormal. Der Wagen ist 29 Jahre alt, gottverdammt! Da sollte wirklich eine Runde mit dem Eisstrahler ausreichen. Danach alles mal konservieren und dann gammelt da die nächsten 100 Jahre nichts mehr. Auch die Beiden waren der Meinung das der Prüfer ziemlich übertrieben hat. Das wären dann schon mal Vier gegen Einen.
Danach sind wir mal grob die Kosten durchgegangen und so ziemlich bei dem gelandet was ich schon befürchtet hatte. Knapp 4-stellig, aber das hatte ich wie gesagt erwartet. Wie sagt der Rheinländer? Mäste nix! Muss man machen und schließlich will ich an dem Auto auch längerfristig Spaß haben. Das H-Kennzeichen muss mindestens drin sein! Darauf habe ich jetzt seit dem Kauf kontinuierlich hingearbeitet, da lasse ich mich jetzt quasi auf der Zielgeraden nicht von solchem Kleinkram ausbremsen!
Ich ließ das Auto also schon einmal da, bringt mir ja jetzt nix mit dem Wagen noch mehrfach zwischen Werkstatt und Heim zu pendeln. So machte ich mich per Bus und Bahn auf dem Weg nach Hause was mir mal wieder zeigt warum ich, zumindest bei spontanen Fahrten, eine Abneigung gegen den ÖPNV habe. Versuch mal mitten in der Pampa ein Ticket zu kaufen. Richtig, wird schwierig! Also muss ein Online-Ticket her, dafür muss aber das Abrechnungssystem erst einmal funktionieren
Nach gut 2,5 Wochen kam der erste Anruf. Das Ganze dauert länger als geplant, das Auto wehrt sich
Bei Ankunft begrüßte uns auch schon der zuständige Mechaniker. Wir gingen noch einmal die gemachten Reparaturen durch. Die vorderen Bremsleitungen waren unterm Strich gar nicht so durch wie der Prüfer behauptet hat. Die waren zwar stark flugrostig, darunter war aber noch genug Material. Die Jungs haben das Ganze jetzt entrostet, neue Halteklammern montiert und die Leitungen konserviert. Dafür waren die hinteren Leitungen wirklich fertig, die kamen dann einmal neu. Die Roststelle am Unterboden wurde mit einem Reparaturblech gerichtet und die Stelle dann konserviert. Handbremse wurde auch noch einmal eingestellt und das undichte Getriebe gerichtet. Hier hatte der Vorbesitzer beim erneuern der Leitungen wohl schlicht unterdimensionierte Schlauchschellen verwendet. Da aber auf den Getriebeleitungen mal locker 15 Bar Druck sind drückte es das Öl dann entsprechend an der Leitung vorbei. Die Jungs haben mir die Schellen jetzt mehr oder weniger für lau dran gemacht und ich habe quasi nur das nachfüllen von dem Getriebeöl bezahlt. Damit sollte auch das latent siffende Getriebe kein Thema mehr sein
Wer sagt das man mit so einem alten Auto auch nach längerer Haltezeit nicht noch etwas Neues erleben kann?
Die ganze Sache zeigt auch wieder eindrücklich das alte Autos nie wirklich fertig sind und es immer was zutun gibt. Wer meint mit so einem Auto im Vergleich zu einem guten Gebrauchten oder Neuwagen massiv Geld zu sparen sollte den Gedanken gleich wieder verwerfen. Für das Geld was mittlerweile in meinem Auto steckt hätte ich auch einen neuen Golf kaufen können oder einen guten gebrauchten Porsche und nein, damit meine ich keinen heruntergewirtschafteten 924/944 sondern schon was mit Boxermotor das noch nicht im Youngtimeralter ist! |
Fri Mar 19 20:28:51 CET 2021
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4, Caprice, Chevrolet, Diaries, WHALE
Wo die Saison 2020 für unseren Blauwal so ruhig und ereignislos verlaufen war, sollte es 2021 wieder etwas weitergehen. Der TÜV war mal wieder fällig!
Zum einen sollte die Anhängerkupplung endlich ab, zum anderen sollte er sich die Klimaanlage noch einmal ansehen. Die Anhängerkupplung habe ich in 7 Jahren Eigentümerschaft nicht EIN EINZIGES MAL benutzt. Bisher war meine Argumentation pro Anhängerkupplung immer "falls man Sie doch mal braucht" aber ganz ehrlich? Ich habe Sie 7 Jahre lang nicht gebraucht, ich brauche Sie sicherlich in den nächsten 7 Jahren nicht. Warum also behalten? Mal davon ab das der Haken an dem Auto wirklich nicht schön aussieht und es mir zumindest das einparken in der Garage erleichtern würde da ich damit ja auch mal eben 10cm zur Wand gewinne
Bei der Klimaanlage sollte noch einmal nach dem Leck gesucht werden, welches dafür sorgt das mein Auto nicht mehr kühlt. Irgendwo muss da noch was im Argen sein und ich hab den ganzen Kram an der Klima ja nicht umsonst neu gemacht. Also soll Sie auch laufen und ich bin es auch leid seit 2014 ohne laufende Klima durch die Gegend zu eiern. Schlimm genug das ich das Thema schon so lange vor mir her schiebe, fühle mich schon fast wie der typische Low Budget US-Car Fahrer der die Sachen erst macht wenn Sie schon drei mal kaputt sind bzw. so unwichtige Dinge wie Klimaanlagen gleich ganz ausbaut wenn Sie kaputt sind. Nee, geht gar nicht. Da müssen wir einfach noch einmal ran, auch wenn's weh tut
Die Saison startete für den Wal dieses Mal nicht pünktlich zum 1. März, hier habe ich dieses Jahr dem Sheriff den Vorzug gegeben weil der einfach noch länger rumgestanden hat und der den Auslauf noch nötiger hatte. Mitte März sollte es dann aber soweit sein, ich hatte in Nordhessen etwas zu erledigen und bei der Gelegenheit wollte ich einen Kumpel besuchen. Wir machten aus das wir, wo man sich nach Monaten mal wieder sieht, auch gleich die Anhängerkupplung von Ihrem Leid befreien können. Sollte ja kein großes Thema sein bei den paar Schrauben. Spoiler: Es war mitnichten "kein großes Thema"
Aber erst einmal von vorne! Da der Caprice ja erst einmal aus dem Winterschlaf befreit werden wollte fuhr ich einen Tag vor der großen Reise zur Garage. Ich versuchte den Wagen zu starten, erntete aber nicht mal eine lumpige Kurbelwellenumdrehung. Mist, Batterie platt aber das hatte ich schon irgendwie erwartet. Also Batterie raus und 12 Stunden ans Ladegerät. Die lumpigen 10 Volt die da noch drauf waren sprachen eigentlich schon dafür das die Batterie platt ist, aber manchmal hat man ja Glück und Sie fängt sich noch einmal. Also Ladegerät an die Batterie gehangen und ausgeharrt. Und siehe da, nach der Ladung und etwas Ruhezeit standen immerhin 12,84 Volt auf der Anzeige. Sieht also noch brauchbar aus
Mit der frisch geladenen Batterie im Gepäck ging es dann zur Garage. Alles wieder verkabelt, Zündschlüssel gedreht und der Wagen kam sofort! So soll es sein
Die Ausstellung war wirklich beeindruckend, neben gefühlt zwei Dutzend Bullit Mustang standen dort auch mehrere F150 Shelby herum, dutzende Ranger Raptor und mehrere Mustang Shelby GT500. Der hatte schon viel geiles Zeug auf dem Hof stehen, aber für einen Ford waren wir nicht hier sondern für einen braven Hyundai i30. Die Besichtigung incl. Probefahrt war dann auch eher unspektakulär, da der Wagen erst 55.000 runter hatte und soweit an dem Auto alles passte. Passable Ausstattung, mit knapp 140 PS ausreichend motorisiert und der Verschleiß war kaum vorhanden. Bremsen hatten bis auf Flugrost von der Steherei keine Probleme, Beläge waren noch gut, sehr kleine Kanten an den Scheiben, Reifen hatten alle noch locker 8mm, Motor zog sauber durch ohne Ruckeln, zuckeln oder Warnlampen und alle Gimmicks taten was Sie sollen. Und für knapp über 10.000€ incl. Anlieferung deutschlandweit und der üblichen Garantie kann man echt nicht meckern. Also den Deal endgültig eingetütet und danach direkt weiter zu Operation "die Sache hat einen Haken".
Die ursprüngliche Idee war das wir einfach nur ein paar Schrauben entfernen und dann die Kupplung in der Hand hatten. Hier hatten wir allerdings die Rechnung ohne die deutsche Gründlichkeit gemacht. Die US-Kupplungen sind für gewöhnlich mit jeweils 2 Schrauben an der Unterseite der Crashdämpfer montiert. Das ist allerdings etwas labbrig und davon ab auch nicht deutsch genug
So wurde aus "wir machen das mal eben" ein "wir montieren die Stoßstange ab um an den ganzen Dreck überhaupt ranzukommen". Tja, so machten wir uns daran den ganzen Mist wieder zu demontieren. Dafür muss man erst einmal im Kofferraum den Teppich demontieren das man da ran kommt. Dafür die müssen erst einmal die Stopfen an den Rückleuchten gelöst werden, jeweils zwei pro Rücklicht. Danach muss man die Stopfen im Kofferraumboden lösen und danach die welche den Teppich auf Höhe der Heckklappe halten. Danach kann man den Teppich soweit zurückziehen das man an die oberen Schrauben kommt welche die Stoßstange seitlich halten. Danach sind die Schrauben unterhalb dran, diese sitzen in etwa auf Höhe des Radkastens und sind je nach Seite etwas tricky zu erreichen. Bei mir kommt erschwerend hinzu das durch den Flowmaster Auspuff der Platz zu diesen Schrauben im Vergleich zum Original eingeschränkt ist. Eine Drehratsche schafft hier Abhilfe!
Die Stoßstange selbst ist dann auch noch einmal mit jeweils 4 Muttern an den Crashdämpfern montiert, hier wird es leider extrem fummelig. Gelenkige Hände/Finger und eine gute Lampe sind hier von Vorteil!
Dann noch den Kennzeichenhalter demontieren und die restlichen Schrauben im Dunstkreis welche die Stoßstange an der Karosserie hält. In meinem Falle musste noch die Nebelschlussleuchten abgeklemmt werden, der Schritt ist aber für US-Modelle zu vernachlässigen da diese keine NSL haben
Dann sollte man, möglichst zu zweit, die Stoßstange gleichmäßig aus Ihrer Position ziehen. Jetzt kamen wir auch endlich an die fehlenden Schrauben an dem Crashämpfer und hier erwartete uns auch die erste böse Überraschung. Der Wagen hatte wohl mal irgendeine Form von Treffer an der Heckseite, zumindest war der Crashdämpfer hier schon eindgedrückt. Die Dämpfer sind ab Werk so konzipiert das diese bei einem Treffer in der Endposition stecken bleiben, deshalb sollten die auch nach jedem Aufprall dieser Art ersetzt werden! Blöd nur das die Dinger von GM natürlich nicht mehr produziert werden, gut wenn man einen Kumpel hat der schon gefühlt ein halbes Dutzend von den Dingern geschlachtet hat und über ein riesigen Teilefundus verfügt
Jetzt war das Ding also endlich ab, ganz schön schwerer Brocken! Jetzt musste alles wieder dran und es wurde schon dunkel. So arbeiteten wir uns mit einem Strahler, einer Fahrradlampe und Handybeleuchtung Stück für Stück weiter vor bis alles wieder an einem Stück war.
Stoßstange wieder dran, etwas ausrichten und all die ganzen Schrauben wieder dran. Die vergniedelten Verschraubungen wurden dann aufgebohrt und mit neuen Schrauben gesichert. Im Falle der Kennzeichenhalterung hatten wir Glück das wir das Gewinde in der selben Größe neu schneiden konnten. Die alten Schrauben wurden dann entsprechend durch neue ersetzt was besonders im Falle der Kennzeichen eine gute Idee war, da an der Oberseite Plastikschrauben verwendet wurden. Was auch immer GM sich dabei gedacht hat
Jetzt war es schon dunkel, aber zumindest das Auto war fertig. Wir besorgten uns zur Feier des Tages noch schnell eine Pizza und am späten Abend machte ich mich dann auf den Weg nach Hause. Auf dem Weg nach Hause wurde ich dann noch von dem ein oder anderen Schneeschauer überrascht, was natürlich genau dann passiert wenn ich mit neuwertigen Sommerreifen in die Saison starte
Als die Sonne wieder aufgegangen war bekam ich die Gelegenheit. Sieht doch gleich viel besser aus ohne den Haken! Da ich ja noch einen schicken Wagenheber dazu bekam beschloss ich den Kofferraum endlich mal aufzuräumen. Also den schweren Agrarhaken aus dem Kofferraum, der sollte schließlich noch etwas Geld bringen, und ansonsten mal alles unnütze rausgeworfen. Dann mal das Gepäcknetz wieder vernünftig aufgehangen und den ganzen Kleinkram entsprechend in der Tasche verstaut. Bei der Gelegenheit hab ich auch die Felgenbürste wiedergefunden die ich seit Monaten vermisse
Danach ging es daran das Ersatzrad wieder an die originale Position zu hieven. Das Ganze wird durch einem Haken im Kofferraumboden fixiert, dann setzt man das Rad einmal drauf und sichert das Ganze mit einer großen Flügelmutter. Jetzt hält das Ganze bombensicher, der Wagenheber ist unter das Ersatzrad gewandert und fliegt jetzt so auch nicht mehr lose im Kofferraum herum. Damit war das Thema Anhängerkupplung schon mal erledigt, um den Rest kümmern wir uns dann aber an anderer Stelle
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Fri Feb 26 20:25:34 CET 2021
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4, Caprice, Chevrolet, Sheriff
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Die Saison steht jetzt so gut wie vor der Tür und wie schon beim Wal, so kamen auch beim Sheriff die Überlegungen auf was man 2021 so weiter an dem Wagen machen könnte. Da wir bei dem Sheriff noch nicht so weit sind fällt hier auch die Liste etwas größer aus.
Punkt 1: Der Durchblick
Der Sheriff bräuchte mal eine neue Windschutzscheibe. Die Alte hat schon den ein oder anderen Einschlag. Man hat zwar schon versucht das Ganze etwas zu fixen allerdings reißt es da auch schon wieder ein bisschen. Da macht es Sinn die Scheibe endlich mal neu zu machen. Schadet davon ab auch nicht und der Ästhetik ist es auf jeden Fall zuträglich
Punkt 2: Neuer Dachhimmel
Ein Punkt der mich persönlich schon immer gestört hat war der in Fetzen hängende Dachhimmel. Meine Frau stört es zwar nicht, allerdings lässt er den Wagen schäbiger wirken als er ist. Zudem hängt er zum Teil in den Blickfeld des Rückspiegels hinein. Da ich dank der Vespa einen fähigen Sattler gefunden habe, darf der sich den Himmel mal ansehen
Punkt 3: Weiter mit dem Innenraum
Ich würde endlich gerne die Konsole fertigstellen. Das hier ist mit Abstand der schwierigste Teil des Projektes. Hier hängen so viele Wenn und Abers sowie viel Arbeit dran das es das Ganze schon fast ekelhaft knifflig macht. Aber da bin ich schon dran. Da werde ich mir mit Hilfe von ein paar Papierteilen eine Schablone zusammen puzzlen und versuchen das auf meinen PC Entwurf zu übertragen. Danach sollte man da hoffentlich ein echtes Teil daraus machen können. Danach könnte man auch mal mit dem Einbau des Equipments anfangen welches ich Zuhause horte, bis auf den Käfig und das Gun Rack haben wir ja soweit alles.
Punkt 4: Wellnesswochenende
Ein Punkt der für mich kein großes Thema darstellt, aber trotzdem im Hinterkopf sitzt. Die Decals sind ja seit letzter Saison dran und jetzt könnte ich darüber nachdenken mal die nächsten Schritte der Aufbereitung zu wagen bzw. den Wagen dann auch endlich mal zu wachsen und zu konservieren. Ging beim letzten Mal nicht, da der Lack zum auftragen ja möglichst frei von allem sein sollte was die Haftung der Decals schwächt. Wird eine Arbeit für ein warmes Wochenende, aber eine die sich bestimmt lohnen wird
Wir erinnern uns an die letzte Aufbereitung wo aus dem Lack doch noch einiges rauszuholen war
Punkt 5: Innenausstattung
Das ganze Plastik im Interieur hat schon ziemlich gelitten, was zum Großteil an der Hitze lag die der Wagen über 20 Jahre ausgesetzt war. Der Wagen bräuchte ein neues Armaturenbrett und wenns geht noch einen kompletten Satz Türpappen, oder zumindest die für vorne. Die hinteren gehen noch. Problem an der Sache: Woher nehmen? Neu produziert wird da nichts mehr und in den USA findet man die beigen Innenausstattungen leider nur sehr selten. Dazu kommt das die Verkleidungen für 93 mehr oder weniger einzigartig sind da es die in der Form nur im 93er Modelljahr gab. Davor waren die von der Optik leicht anders und 94 kam schon die große Modellpflege mit neuem Interieur und neuem Antrieb. Zum einen benötigt man das Dashboard mit der Aussparung für das "Münzenfach" (welche es meines Wissens nur 93 gab) und zum anderen waren die Türpappen ab 93 zumindest von den Anbauteilen anders bedruckt. Wobei man die eh wiederverwendet. Leicht wird es mit der Farbe aber trotzdem nicht, da grau, blau und rot die Standardfarben waren. Beige war da eher selten. Das wird noch ne schwierige Nummer und wohl nicht mehr in 2021 passieren
Punkt 6: Hohlraumkonservierung
Der Wagen steht zwar in Sachen Blech so gut wie perfekt dar was die Rostfreiheit angeht, damit dies auch so bleibt wäre aber eine kleine Holraumkonservierung nicht verkehrt
Punkt 7: Kühler
Bei einem kurzen Check viel mir mal auf das in dem Kühler schon ein bisschen Rost schwimmt, könnte man vielleicht mal neu machen da ich auch nicht weiß wie alt der Kühler ist. Würde sich anbieten da der nächste Punkt auch noch so ganz tief in meinem Hinterkopf umherschwirrt. Der Ölkühler hat auch schon bessere Tage gesehen und ist etwas verbeult, könnte man auch mal erneuern.
Punkt 8: Wärmetauscher
Die Heizung tut es nicht so wie Sie sollte, ich denke da ist der Wärmetauscher auch einfach was zu. Wenn man den Hauptkühler eh neu macht kann man den auch gleich mitmachen. Wäre ein Abwasch und ein weiterer kleiner Schritt zur technischen Perfektion.
Punkt 9: Kühlschläuche verbauen
Da bei unserem Auto schon mal diverse Kühlerschläuche kaputt gegangen sind, wurden diese durch ganz normale Silikonschläuche ersetzt. Allerdings haben Caprice Police Package Autos spezielle Schläuche aus hitzeresistentem Silikon in giftgrün. Beim Ford Crown Victoria Police Interceptor sind die Schläuche himmelblau
Das wären mal so die ersten groben Punkte die man in der Saison angehen könnte. Werde ich das alles schaffen? Dies wird die Zeit zeigen |
Sun Feb 14 18:31:21 CET 2021
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4, Caprice, Chevrolet
Wir haben 2021 und die Saisonpause ist schon zu einem guten Teil vorbei bzw. die neue Saison klopft so langsam an die Tür
Alles fing damit an das ich mal wieder ein bisschen ausgemistet und umgeräumt habe. Bei zwei Garagen im Haus und einer Abstellkammer kommt da schon ein bisschen was zusammen und da wollte ich bestimmte Dinge einfach los haben bzw. anders lagern. Diverses Equipment vom Sheriff lagert noch in der großen, ein bisschen Kleinkram ebenso in der kleinen und bei der Kälte wollte ich das Zeug dann doch lieber im Keller haben. Da ist die Temperatur wenigstens konstant. Dabei bin ich mal wieder über die Gasanlage gestolpert die jetzt auch schon wieder ein knappes Jahr in der Garage vergammelt. Hmm, könnte ich ja noch einmal bei FB reinsetzen, vielleicht gibt es ja dieses Mal jemanden der mich davon erlöst. Und siehe da, es dauerte gerade mal eine Stunde und ich hatte schon ein knappes halbes dutzend Interessenten. Kasten Bier als Gegenleistung scheint also besser zu funktionieren als "macht mir ein Angebot"
Punkt 1: Die Sache mit dem Haken
Durch die ganze Geschichte bin ich dann auch wieder auf die Anhängerkupplung gekommen. Zum einen habe ich die in mittlerweile 7 Jahren Besitz nicht einmal genutzt, zum anderen fehlt mir der Lappen um damit die volle Anhängelast auszunutzen. Meine Frau fand das Teil immer schon hässlich und jeder andere eigentlich auch. Da ich mir daran auch mehr als einmal das Schienbein angehauen habe stand der Entschluss dann nach all den Jahren fest. Das Ding soll weg! Wäre also schon einmal der erste Punkt für die Liste für 2021
Punkt 2: Schöner wohnen
Punkt 2 wäre das kleine Loch in meinem Armaturenbrett was noch von der verfrickelten Hupe stammte. Ich hatte mich mal schlau gemacht und es gibt tatsächlich Firmen die sowas richten können. Dürfte für den Profi kein großes Thema sein und wird wohl auch nicht teuer. Passenderweise sitzt eine renommierte Firma im gleichen Ort wo auch die Garagen liegen. Denke da frage ich mal an.
Das Loch von der Gasanlagensteuerung werde ich aufgrund des aufwendigen Drucks des Teils nicht erneuern können, aber da werde ich wohl den FM-Transmitter davorkleben. Bin es eh leid das der immer in der Gegend herumliegt und die Ecke ist der einzige Platz wo sowas hinpasst. Aus dem Grund wird man da wohl auch die Tankanzeige für die Gasanlage hingedengelt haben. Schade, da der Innenraum sonst wirklich in einem perfekten Zustand wäre und dieses Adjektiv gebrauche ich im Zusammenhang mit alten sonst Autos wirklich nie! Naja, der Transmitter wird es zumindest kaschieren und dieses blöde Loch verhöhnt mich dann nicht jedes Mal wenn ich es anstarren muss
Punkt 3: Klimawandel
Punkt 3 auf meiner Liste wäre die Klimaanlage, mal wieder
Punkt 4: TÜV
Ein Punkt den ich schon fast wieder vergessen hätte. Der Wal wäre im Januar mal wieder für den TÜV fällig gewesen, fällt aber dank Saisonzulassung einfach mal aus. Fragt nicht warum er die letzte HU in der Saisonpause hatte........
Naja, holen wir dann Anfang der Saison nach. Wenn jetzt nicht plötzlich irgendwas unvorhergesehenes kommt sehe ich der HU relativ gelassen entgegen. Der Wagen wurde ja von unserem Vereinskollegen letztes Jahr mal auf der Bühne begutachtet und soweit für gut befunden. Im jetzigen Zustand würde er auch problemlos die H-Abnahme schaffen.
Das wäre es fürs Erste, klar hätte ich da noch andere Punkte aber die sind erst einmal optional bzw. etwas für eine spätere Saison.
Optionaler Punkt 1: Hohlraumkonservierung
Hä? Hat der das nicht schon mal gemacht? Richtig! Hatte ich, da das Fluid Film aus der Dose allerdings nur 4 Jahre hält und die auch schon wieder rum sind könnte bzw. müsste man da mal wieder ran.
Optionaler Punkt 2: Hintere Bremse
Gut, nicht das der Punkt wirklich nötig wäre weil die Bremswerte hinten immer noch ziemlich kräftig sind, aber das war so ein Punkt den ich immer schon angehen wollte weil die Trommeln mittlerweile doch schon was gammelig sind. Ersatzbeläge hätte ich schon. Viellelicht nutze ich mal das nächste Schraubtrtreffen, falls es eins geben sollte, und arbeite die alte Trommel wieder auf. Ein bisschen entrosten und oberflächlich ansprühen sollte ich gerade so noch hinbekommen. Schlimmstenfalls kaufe ich doch mal die Trommeln neu. Da drücke ich mich jetzt schon vor seit ich den Wagen habe, aber wirklich nötig war und ist es halt auch nicht
Optionaler Punkt 3: Lack ausbessern
Der Lack hat schon die ein oder andere Stelle die definitiv ausgebessert gehört. Besonders am vorderen Kotflügel hat der Lack ein bisschen gelitten. Zum Glück rostet es an der Stelle nicht, da ich den Wagen zum einen nicht im Winter fahre und zum anderen den Wagen immer sauber halte. Da die Stahlqualität auch um Welten besser ist als bei vielen anderen Autos aus der Zeit gammelt der Kotflügel auch nicht weiter. In Sachen Rost steht der Wal auch noch recht gut da, was Ihm jetzt schon von mehreren Seiten (darunter Werkstätten) aus bescheinigt wurde. Ein Kumpel meinte schon das der Wagen mal ein Kanditdat für eine kleine Behandlung mit der Strahlpistole wäre damit man den Unterboden danach schön versiegeln kann. Dann gammelt da auch die nächsten 100 Jahre nix.
Ganz anders als mein Golf wo jede offene Stelle selbt bei 30°C und gefühlt 0 Luftfeuchtigkeit nach 3 Tagen schon gegammelt hat wie nichts Gutes. Das bekommt man hoffentlilch mit Smart Repair wieder hin, da ich ungern den kompletten Kotflügel neu machen möchte. Alleine schon wegen der Zierstreifen die es nicht mehr gibt und wo sich auch diverse Firmen mit schwer tun die sowas hauptberuflich machen.
Alle Lackmacken würde ich nicht wegmachen wollen. Zum einen würde damit eine komplette Neulackierung fällig, die mich nebenbei bemerkt ein halbes Vermögen kostet, zum anderen würde ich damit die Patina zerstören was nicht der Sinn der Sache ist. Ich finde dem Auto darf man sein Alter schon in gewisser Weise ansehen. Nicht verlebt, aber kleine Kratzerchen und Steinschläge durfen schon sein. Der Wagen ist mittlerweile fast 30 Jahre alt und ich finde das darf sich auch im Erscheinungsbild wiederspiegeln. Das ich mit der Meinung nicht alleine dastehe zeigt die Tatsache das Survivor mittlerweile begehrter sind als die totrestaurierten Exemplare. Scheinbar stirbt die Klientel für diese Hochglanzrestos ein bisschen aus.
Das war es aber auch wirklich mit den Punkten! Wie man sieht eher Kleinigkeiten bzw. relativ übersichtlich, aber irgendwann neigt man da auch zu einer gewissen Perfektion. |
Sat Nov 28 21:33:11 CET 2020
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4, Caprice, Chevrolet, Sheriff
Wir haben mittlerweile Dezember im Jahr 0 nach Corona. Die Saison ist mittlerweile auch für den Wal gelaufen und die für den Sheriff ist eh schon seit Ende Oktober vorbei. Der Artikel soll auch als Rückblick auf die Saison dienen
Dieses Jahr war trotz Corona relativ ereignisreich, da zwar nur so viele Treffen angefahren wurden als das man Sie an einer Hand abzählen kann dafür ist aber am Fuhrpark selbst einiges passiert da einfach die Zeit bei uns bzw. den Spezialisten einfach da war
Die Abholung war dann für Anfang März angedacht, allerdings hat er dann auf halbem Weg nach Hause schon die Waffen gestreckt. Wagen wieder zurück zur Werkstatt geschleppt und den Kumpel noch einmal alles checken lassen. Alle Sensoren zeigen nicht auffälliges an, keine Fehlermeldungen. Hmm, kann ja fast nur die Zündung sein aber die war ja schon brandneu. Keine 1000km gelaufen. Tja, bei der Prüfung fiel auf das genau die beiden Teile kaputt gegangen sind die vorher auch kaputt waren. Namentlich Zündmodul und Zündspule
In der Zwischenzeit bekam der Wal wieder etwas Zuwendung da ich auch hier noch ein paar Baustellen hatte. Zum einen waren die Reifen fällig, die Klimaanlage sollte mal gefixt werden, der Elektrogremlin gefunden und ein genauer Blick auf Fahrwerk und Lenkung kann auch nicht schaden. Erstmal den Elektrogremlin finden! Hier stellte sich heraus das ein Massepunkt am Motor schlicht lose war an dem dann Airbag, Scheibenwischer und so weiter dran hingen. Am nächsten Tag gab es noch eine kurze Begutachtung des Unterbodens.
Bei der Begutachtung fiel dann auf das Fahrwerk und Lenkung für Ihr Alter noch in hervorragendem Zustand sind. Deshalb fährt der auch für sein Alter noch so gut. Obere Gelenke der Querlenker kamen wohl schon mal neu, der Rest sieht aber noch original aus. Gummis, Lager und Gelenke sehen sonst soweit gut aus. Dafür das ich bisher nur an den Spurstangen und dem Idler Arm dran war ist das schon echt gut. Die Reifen waren fertig, aber das wusste ich. Deshalb auch direkt die neuen bestellt
Kurz vor dem Lockdown gab es dann auch noch den jährlichen Service den ich nicht besser hätte timen können. Hätte ich länger gewartet hätte ich 1-2 Monate warten müssen bis die Selbstschrauberbuden wieder offen haben.
In der Zwischenzeit hatte ich noch ein paar Teile besorgt um die noch offenen Punkte anzugehen. Der größte Punkt war die Klimaanlage. Hier musste der Klimakühler, das Orifice Tube (so eine Art Siebstab im Klimakühler) und ein paar Dichtungen gemacht werden. Natürlich muss das Ganze dann auch frisch befüllt werden. Nach ein paar Wochen war auch das alles erledigt. Elektrik spinnt nicht mehr, Auto steht auf brandneuen Continental Reifen und die Klimaanlage bläst wie blöde. Super, Auto so gut wie fertig
Dann kam in der Zwischenzeit nicht mehr viel, da die Vespa dann an der Reihe war und viel Zeit und Geld verschlungen hat. Wir erinnern uns, 2020 ist nicht nur das Jahr mit der größten Pandemie seit 100 Jahren sondern auch das Jahr in dem das Wrack wiederbelebt wurde. 2020 wird mir definitiv als verrücktes Jahr in Erinnerung bleiben
In der Zwischenzeit bekam der Sheriff seine längst überfällige Aufbereitung, wenn man diese Saison noch das Thema Decals angehen wollte musste der Lack entsprechend vorbereitet sein. Das Ganze hat mich dann auch wieder ein Wochenende gekostet aber das Ergebnis entschädigt und ist besser geworden als ich erwartet hatte. Der Lack war gerade auf Haube und Kofferraumklappe schon extrem angegriffen. Zwar keine tiefen Kratzer, aber schon sehr unschön.
Den Service habe ich mit einem kleinen Treffen mit den MTlern v8.lover, m5095, goyoma und chris92 verknüpft. Jeder hatte an dem Wochenende so seine Baustellen, aber ich glaube ich hatte mit dem Sheriff im Vergleich noch am wenigstens zutun. Neben dem Ölwechsel habe ich noch die NOS Zierleisten montiert die jetzt schon seit Jahren im Keller herumlagen sowie die Scheibenreinigung mehr oder weniger gefixt. Funzt zwar immer noch nicht wie ich das gerne hätte, aber immerhin funktioniert Sie jetzt überhaupt. Da muss ich nochmal auf Fehlersuche gehen. Goyoma musste seine Bremsen vorne incl. Radlager einmal komplett machen, chris92 hatte neben einem Service mit seinem Umlenkhebel zu kämpfen und m5095 hat fast das gesamte Wochenende an seiner Servolenkung herumgedoktort. Die Pumpe war wohl nicht mehr die beste und der Ganze kram musste entsprechend neu. Eigentlich kein großes Thema weil man gut an die Pumpe rankommt, aber am Ende des Tages war es doch viel Fummelei weil die Pumpe erst passend gemacht werden musste und der Kram ja auch erst einmal ein- und ausgebaut werden wollte. Auch der Antrieb wollte nochmal geprüft werden, da der Wagen bei extrem niedrigen Drehzahlen vibriert hat wie blöde. Aus dem Grunde wurde am letzten Tag auch noch einmal schnell die Kardanwelle getauscht was allerdings keine Linderung brachte. Es stellte sich später in der Saison heraus das der Grund für die Vibrationen das Differenzial waren. Plot Twist: Das Differenzial wurde vorher komplett überholt und hatte immer noch die Geräusche. Die Jungs hatten in einer Ferienaktion mal eben die komplette Hinterachse aus einem Schlachter eingebaut und siehe da, das Geräusch und die Vibrationen waren weg. Eigentlich ein Armutszeugnis das eine fast 30 Jahre alte Schrottachse besser läuft als eine frisch überholte
Ansonsten war es ein super Treffen an dem viel geschafft, gut gegessen und einige Gespräche von dem ein oder anderen guten Tropfen begleitet wurden
Spulen wir ein paar Wochen vor:
Nachdem die Kleinigkeiten erledigt waren, ging es weiter mit der Komplettierung des Sheriffs. Auf der Agenda standen immer noch die Decals. Hier wurden die fertigen Vorlagen noch einmal angepasst und das fertige Produkt endlich gedruckt und beklebt. Rein äußerlich war der Wagen damit fertig ich auf dem Treffen mitten in den MTler Zarro gelaufen, er hatte wohl den Sheriff erkannt und wollte sich das Ganze dann doch mal flott in Natura ansehen, da er den Wagen nur aus dem Blog kannte. Bei der Gelegenheit schaute ich mir im Gegenzug seine schneeweiße C4 an. Hmmm, Corvette C4 *sabber* Würde ich auch nicht aus der Einfahrt schieben!
Ansonsten stand für den Sheriff nichts mehr wirklich an und so hat er auch die meiste Zeit in der Garage verbracht. Der Wal durfte hingegen noch die ein oder andere Runde drehen, aber auch eher Kurzstrecke. Das zeigt sich auch daran das ich zwischen Mitte Oktober und dem Saisonende gerade mal 300km geschafft habe. Insgesamt hat der Wal diese Saison 3338,9km zurückgelegt was irgendwie doch mehr war als ich angenommen hatte, allerdings nicht so viel wie früher. Zeigt auch wieder das es dieses Jahr keine richtige Saison gab. Heute ging dann auch der Wal endgültig in den Winterschlaf, er hat noch eine schnelle Wäsche und ein frische Schicht Wachs verpasst bekommen und als i-Tüpfelchen noch einen vollen Tank. Ich bin noch einmal gut 70km gefahren damit Motor und Flüssigkeiten alle noch einmal gut umgewälzt werden bevor der Wagen wieder für 3 Monate unbewegt herumsteht. Der Wagen steht jetzt wieder abgedeckt in seiner Garage und wartet auf die ersten zarten Anzeichen des Frühlings
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Tue Aug 25 21:37:33 CEST 2020
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4, Caprice, Chevrolet
Da uns das Treffen letztes Jahr so gut gefallen hat, haben wir entschlossen das Ganze nicht nur zu wiederholen, sondern auch mal den Versuch zu wagen den Kreis zu erweitern
Der Kern der Truppe bestand aus v8.lover, goyoma, m5095 und mir. Die Grundidee war ja wie gesagt das man an den Autos noch die Dinge erledigt die so anstehen. Gerade die beiden Wagons in unserer Truppe von m5095 und Goyoma brauchen noch etwas Liebe und Zuwendung. Aber auch der Sheriff sollte noch ein bisschen Zuwendung meinerseits bekommen. Da war ja immer noch das Thema mit den Scheibenwischerdüsen (braucht es einen Abzieher für und ich war bisher zu faul den zu kaufen
Weiterhin sollte die Hupe repariert werden (Hallo kaputte Caprice Hupknöpfe!) und wenn möglich auf die originalen T84 Scheinwerfer zurückgerüstet werden. Bei m5095's Roadmaster Wagon wollten wir mal dem wabbeln im Antrieb bei niedrigen Drehzahlen auf den Grund gehen. Wir vermuteten ein Lager am Getriebeausgang oder das die Kardanwelle eine Unwucht hat. Ebenso sollte es der Undichtigkeit der Servolenkung an den Kragen gehen! Und dann sollten da ja noch lauter andere Leute kommen von denen ich noch nicht wusste wann und ob Sie kommen und ob Sie auch was zu schrauben haben oder nur auf ein Bier vorbeikommen.
Die Ursprungsidee war das man das Ganze von Samstag bis Sonntag durchzieht und so wollte ich auch erst Samstag morgen anreisen. Da aber einige schon am Freitag Abend anrücken wollten und ich ja auch noch Überstunden zum abbauen hätte, beschloss ich doch schon Freitag Abend anzureisen. So konnte ich mir noch ein Schlafzimmer und einen Parkplatz auf dem Hof sichern
Natürlich könnte man jetzt sagen das man einfach den Simmerring neu macht, aber das würde bedeuten den Motor einmal halb zu revidieren und das ist für einen Centartikel schon ein hoher Aufwand, gerade weil der Rest des Motors trocken ist. Da probiere ich es lieber mit dem Stop Leak. Wenn es nichts nützt macht man halt wieder den Ölwechsel und muss weiter sehen. Aber weiter im Text! Die grundsätzlichen Eckpunkte für das Wochenende standen also, aber es mussten noch einige Dinge vorbereitet werden. Da ich ja mit dem Sheriff runter wollte und ich eine entsprechende Packliste hatte musste erst einmal alles zusammengesucht werden was ich so an Werkzeug und Ersatzteilen brauchte. Dazu wollte meine Frau noch ein paar Dinge für das Wochenende vorbereiten damit wir nicht vom Fleisch fallen
- Futter - Export Service Manual - Riemenspannerwerkzeug - Scheibenwischerkram - Zierleisten (Nos Teile *sabber*) - Ölfilter und passender Schlüssel - Öl - Oil Stop - Bremsbeläge (für Goyoma) - Laptop + ALDL Kabel - Kasten Bier
Nachdem ich Freitags die Pflicht hinter mich gebracht habe, ging es ans Packen. Der Kofferraum hat sich ganz schön gefüllt mit all dem Werkzeug, Klamotten für ein Wochenende und dem ganzen Essen
Beim nächsten Stop an einer größeren Tankstelle standen dann Familien um das Auto wo dann die Papas mit leuchtenden Augen den Kindern das Auto erklärt haben
Damit war unser Werk für den Freitag auch schon getan, die Schraubereien standen ja erst für den Samstag an. Was macht man also? Richtig, man huldigt der heiligen Barbara indem man sich ein paar kalte Bierchen genehmigt und den Grill anwirft
So stand ich Samstag morgen gegen 8 Uhr auf, machte mich fertig und räumte noch etwas im Garten auf. v8.lover wollte um 9 Uhr am Haus sein und so hatte ich eine knappe Stunde totzuschlagen. Beim aufräumen fand ich ein Handy was mich etwas stutzig machte. Als dann um 9 Uhr niemand da war fragte ich mal vorsichtig in die Gruppe ob schon jemand wach war. Gegen 10 Uhr kam die erste Rückmeldung von Goyoma der wohl eine gute Stunde nach mir im Bett war. Aber niemand wusste so wirklich was mit v8.lover und Chris92 los war. Eine gute Stunde später kam dann ein ziemlich mitgenommener Chris92 vor die Tür der uns dann aufklärte. Er und v8.lover sind wohl noch bei diversen Bierflaschen bis 4 Uhr morgens am Lagerfeuer versackt
Zwischendrin kämpfte m5095 mit seiner Servopumpe weil er aus seiner kaputten und einem Schlachtteil irgendwie eine funktionierende Pumpe zimmern musste. Dafür mussten dann aber alles mögliche aus dem Motorraum raus. Fan Shroud, Lüfter, Keilriemen und Lichtmaschine mussten weichen damit man an die Servopumpe kam. Zwischenzeitlich war es schon wieder Abend und die ersten Gäste für den Abend trudelten nach und nach ein. Die weiteste Anreise hatten 2 Jungs aus Frankreich mit Ihrem Exportwagon. Wahnsinn, gleich zwei von den Dingern auf einem Haufen. Sieht man selbst als B-Body Fan nicht alle Tage
Damit war der Tag auch schon so gut wie rum und es ging ans Grillen
Umso erstaunlicher das gegen 9 Uhr wieder alle mehr oder weniger munter auf der Matte standen. Die beiden Jungs aus Frankreich wollten eigentlich los, aber schon am Vorabend bemerkten wir das der Wagen der Jungs massiv Betriebsflüssigkeiten verlor. Zuviel für eine sorgenfreie Heimfahrt. So kam der Wagon kurzerhand auf die Bühne und v8.lover und Chris92 fingen mit der Suche nach dem Leck an. Die Beiden mussten dann auch nicht lange suchen. Die Ölwanne hatte einen Haarriss und aus irgendeinem Grund hatte die Wanne an der Stelle auch massiv an Materialstärke eingebüßt. Dazu kam das an der Wanne schon mal jemand ordentlich gepfuscht hatte. Als nächstes entdeckten wir das irgendjemand die Kühlerleitung des Getriebes stillgelegt hatte. Man hatte einfach ein U-Rohr an Ein- und Ausgang des Getriebes gelegt und die Sektion des Hauptkühlers durch die das Getriebeöl läuft verstopft. Wie das Getriebe bis heute überleben konnte ohne das es irgendeine Form von Kühlung bekam war uns rätselhaft. Es war ja auch kein externer Kühler verbaut worden
Das Alles war insofern verwunderlich das der Wagen nur 72.000km auf der Uhr hat und er auch sonst die meiste Zeit als Bestattungswagen lief. Da sollte man davon ausgehen das die sich gut um Ihr Auto kümmern würden. Man will ja schließlich nicht mitten in einer Beerdigung irgendwo in der Pampa liegen bleiben, besonders nicht mit einer Leiche im Kofferraum. Allerdings sah der Rest des Unterbodens auch nicht wirklich gut aus. Die Fahrwerksteile und der Rahmen blätterten schon fröhlich vor sich hin, habe ich bei diesen Autos auch noch nicht so oft gesehen. Wiesenparker? Wir wissen es nicht.
Da sich das Öl nicht ablassen ließ (die Schraube saß bombenfest und nicht mal der Schlagschrauber konnte etwas ausrichten) viel schweißen mehr oder weniger aus. Die nächste Idee war dann eine Art Blechflicken über den Riss zu pappen und diesen dann mit Silikon zu befestigen. Allerdings ist die Haltbarkeit dieser Konstruktion ziemlich fragwürdig, das Öl ließ sich ja nicht ablassen. Versuch macht klug und so wurde das Ganze dann genauso umgesetzt. Wie sich später herausstellen sollte hat die Konstruktion dann doch gehalten, auch wenn die Jungs erst dachten der Flicken wäre nach der ersten Pause schon ab gewesen. Die Jungs bekamen von uns noch eine kurze Liste mit den akuten Mängeln mit, ganz oben stand natürlich eine brandneue Ölwanne. Die alte ist einfach nicht mehr zu retten. Mit dem Provisorium schickten wir die Beiden auf die Reise, so dass Sie wenigstens nach Hause kommen. Da wir an unseren Autos auch noch was zutun hatten ging es hier weiter. Beim Sheriff wollte ich die kaputten Schläuche an der Scheibenreinigung reparieren, Goyoma wollte seine Bremsen endlich angehen und m5095 beschäftigte sich mit den Resten seiner Servo und der Kardanwelle während sich Chris92 mit seinem Umlenkhebel beschäftigte da seine Lenkung zuviel Spiel hatte. So werkelten wir alle so vor uns hin. Meine Schläuche passten zwar, musste aber feststellen das die Gitter die ich dazu besorgt hatte beim Roadmaster oder zumindest im Modelljahr 92 anders waren. So lagen die Scheibenwischer an einer anderen Stelle auf. Also fummelte ich die Schläuche an die alten Gitter. Der Witz an der Sache: Diese beiden Gitterchen sind mit über einem Dutzend Schrauben und Spreiznieten befestigt weshalb das abschrauben auch etwas Zeit in Anspruch nimmt. Die Türpappen werden von deutlich weniger Schrauben gehalten.
Danach leistete ich goyoma bei seinen Bremsen etwas moralischen Beistand. Mit dem Scheibenwechsel ist auch bestenfalls ein Wechsel der Radlager verbunden. Im Grunde ist der Tausch relativ einfach. Die beiden, zölligen, Bolzen von dem Bremssattel weg, danach die Zentralmutter von der Radnabe lösen und die Scheibe kommt einem schon entgegen. Danach noch die beiden Radlager gut einfetten und incl. der Dichtung in die Scheibe einsetzen. Dann noch den Bremskolben zurückstellen und die Beläge einsetzen. Alles wieder montieren und fertig. So zumindest die graue Theorie
Da ich damit irgendwie arbeitslos war und die anderen noch genug mit Ihren Autos zutun hatten, ergab sich für mich die Gelegenheit einmal den Crown Vic zu fahren der fröhlich das überschüssige Hohlraumfett auf dem Grundstück verteilte
Im Innenraum ging es, typisch Cop-Car, eher spartanisch zu. Die Sitze hatten tatsächlich sowas wie Seitenhalt. Da können die Sitzbänke vom Caprice nicht mithalten, allerdings habe ich in dem Auto bisher noch keinen Seitenhalt vermisst. Ist ja schließlich kein Ringtool. Die Probefahrt war dann nach einer guten Viertelstunde schon vorbei und so ging es weiter mit Schrauberkram
So waren wir dann soweit alle gegen 18 Uhr durch mit unserem Kram und bereit zur Abreise. Wir räumten noch ein wenig auf und machten uns dann auf den Weg. Ich machte mich mit m5095 im Schlepptau im Konvoi auf den Weg nach Hause. Goyoma und Chris 92 nahmen eine andere Route weil es beide eher in Richtung Osten verschlagen hatte. Goyoma kam dann auch nur wenige Minuten nach uns in der Heimat an und Chris92 hatte da noch ein gutes Stück vor sich, aber auch er kam an einem Stück zuhause an
Das Wochenende war definitiv das Highlight der bisherigen Saison und das Ganze ist definitiv wiederholungswürdig
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Wed Aug 19 22:57:16 CEST 2020
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4, Caprice, Chevrolet, Sheriff
Heute gibt es ein kleines Jubiläum. Dieser Artikel ist nicht nur der an dem der Sheriff, zumindest äußerlich, fertig wird sondern auch der 200. Artikel in meinem Blog überhaupt! Witzigerweise war der 100. Artikel jener als es um den Kauf des Sheriffs ging. Jetzt dreht sich der 200. Artikel ebenso um den Sheriff. Wenn das mal kein Zufall ist
Dieser Artikel ist schon ein Oldtimer bevor er überhaupt veröffentlicht wurde. Der Artikel lag jetzt schon über zwei Jahre auf Halde und die Geschichte zieht sich entsprechend seit 2017. Warum? Weil ich die Decals zwar seit 2018 schon mehr oder weniger fertig als Vectorgrafik hatte, ich allerdings entweder keine Zeit hatte mich mit dem Druck zu befassen oder andere Dinge an dem Wagen einfach Vorrang hatten. Dazu ist es nicht ganz günstig die Decals drucken zu lassen, besonders weil Sie den Originalen so nah wie möglich kommen sollten und wir dazu auch eine ordentliche Folienqualität haben wollten. Vom herumliegen werden die Decals auch nicht besser und so wollten wir lieber warten bis wir mit allem soweit sind das man die Decals mehr oder weniger direkt nach dem Drucken aufkleben kann. Zwischenzeitlich hatten ja dann noch einige technische Dinge an dem Wagen Vorrang (was dann zugegebenermaßen etwas eskaliert ist weil wir plötzlich Ansprüche hatten
Angefangen hatte ich damit schon Ende 2017 und für einen Anfänger ist das Ganze gar nicht so einfach
Ich fing damit an aus den Originalbildern des Decals eine Vorlage zu vektorisieren. Wenn man ein bisschen mit den Einstellungen herumspielt geht das einigermaßen. Allerdings stelle ich später fest das die Vorlage leider schief abfotografiert wurde und dementsprechend mein Stern auch schief war.
Danach ließ ich das Ganze erst einmal ein bisschen ruhen da es für einen Anfänger ohne Anleitung doch schnell frustrierend wird. Nach dem Lightbar Wochenende Ostern 2018 hatte mich das Fieber aber wieder ein bisschen gepackt da ich die Umrisse des COP Schrifzugs auf der Fahrerseite komplett nachmalen konnte. Dies bekam auch mein Bekannter mit der sich dann gleich mal daran machte den Schriftzug nachzubauen. Als Schriftart hatte er eine ausgemacht die ich zwar erst ausgeschlossen, aber wenn ich jetzt mal die kompletten Schatten mit der Vorlage vergleiche kommt es doch hin.
Bei der Gelegenheit schickte ich Ihm auch meinen Stern. Daraufhin war er so nett diverse Änderungen an meiner Vorlage vorzunehmen. Was mir zu Gute kam war die Tatsache das er selber gerade an einem ähnlichen Decal mit dem selben Stern arbeitet. Er zog mir also den Stern gerade und machte Teile des Innenlebens für mich. Dieses schickte er mir dann. Daraufhin packte mich der Ehrgeiz und ich wollte das Ganze fertig machen. Also vektorisierte ich aus einem anderen Bild das fehlende Innenleben und passte dieses entsprechend an. Nach mehreren Stunden ohne Pause war ich dann irgendwann nachts um halb 2 mehr oder weniger fertig und das nicht nur geistig
Dies schickte ich dann nach einer Mütze Schlaf unserem Bekannten. Da er ein Perfektionist ist knöpfte er sich das Ganze noch einmal vor und machte diverse Korrekturen. Schrift begradigen, Innenleben noch einmal ein bisschen liften und andere Kleinigkeiten wie Schatten etc. pp. Jetzt habe ich quasi eine perfekte Vorlage auf der ich nur noch die Kreuze einfügen musste. Kein großes Thema, da ich dafür einfach nur die alten übernehmen musste
Im Prinzip habe ich also jetzt 2 Versionen und ich finde beide sehen ziemlich cool aus, auch wenn die eine Version wirklich stellenweise etwas schief ist wobei Sie sich da nicht wirklich vom Original unterscheidet
Spulen wir an der Stelle wieder in die Gegenwart vor:
In den Monaten/Jahren davor war an dem Auto in technischer Hinsicht viel passiert. Jetzt wo die Vorderachse, die Bremsen und alle anderen Macken auch soweit erledigt waren, konnten wir ernsthaft über die Optik nachdenken. Dafür muss an der Außenhaut "nur" ein paar Stellen ausgebessert werden. Dafür muss der Wagen aber erst einmal zum Lackierer da man beim entfernen der alten Decals nicht wirklich behutsam mit dem Auto umgegangen ist. An der Beifahrertür fehlten einige Lackschichten die beim entfernen mit runtergekommen sind. Gleiches am Kofferraumdeckel, auch wenn dort die Stellen deutlich kleiner ausgefallen sind und nicht größer sind als eine Erbse.
Zum Glück hatte unser Vereinskollege, diese im Zuge der Reparatur der Lenksäule ausgebessert. Jetzt war der Wagen nach all den Jahren des Wartens und investierens endlich bereit für die Decals!
Wir setzten uns daraufhin mit unserem Vereinskollegen (ja, der selbe der uns vorher mit der Erstellung geholfen hat. Grüße an dieser Stelle an Torsten
Die Schriften kann er komplett selber herstellen. Dafür muss er den Schriftzug nur in 2 Schritten plotten. Eine Folie für den schwarzen "Rand" und eine goldene Folie die genau mittig auf den schwarzen draufgesetzt wird so das man den Effekt mit dem schwarzen Rand hat. Die zweite Folie wird also genau mittig auf die erste appliziert was einen netten Mini 3D-Effekt bringt
Interessanter wird es bei den Sternen. Da diese etwas komplexer sind braucht es dafür einen Digitaldruck. Das Prinzip dahinter ist faszinierend. Dabei wird auf die Folie mit einem Thermodrucker die Farbe aufgebracht. Da man bei diesem Prozess nur einen bestimmten Goldton produzieren kann, wird die Farbe hier von denen der Schriftzüge abweichen. Aber was will man da machen? Besser geht es technisch nicht und am Ende ging es nur besser wenn man die Originale bekäme. Das können wir aber vergessen, da das Design in der Zwischenzeit schon mehrfach geändert wurde und die Vorlage mit Sicherheit nicht mehr existiert. Davon ab sind viele Behörden, verständlicherweise, ziemlich restriktiv was das Herausgeben der Originale angeht. Einige wenige Departments machen es, die allermeisten aber nicht. Allerdings ist das alles jetzt auch nicht so schlimm. Begründung folgt
Die Decals werden im Original schlechter gewesen sein als das was wir jetzt machen, mal davon ab das die zum Teil krumm und schief sowie null gleichmäßig draufgeklebt wurden
Der Druck sollte noch ein paar Tage dauern, da die Druckerei die beauftragt werden sollte erst ab Anfang Juli wieder verfügbar war. Die Druckerei war dank Corona in Kurzarbeit und Ende Juni bekamen die noch einen Großauftrag vom BVB herein was die paar wenigen personellen Kapazitäten natürlich vollständig gebunden hat. Dies gab uns aber noch ein paar Tage Zeit um Vorbereitungen zu treffen. Ich schickte die fertigen Vectorvorlagen an unseren Decalmeister incl. der ganzen Maße die wir damals ausgemessen hatten, schließlich müssen die Vorlagen auf die entsprechende Größe angepasst werden damit Sie beim Drucken auch die richtige Größe haben
Nach Begutachtung unseres Vereinskollegen stellte sich heraus das da was bei den Decals noch nicht so ganz passt. Der Sheriff Schriftzug hatte noch nicht ganz das richtige Format was die Dicke der Buchstaben und die Abstände angeht. An dem Kram hab ich mir die Zähne ausgebissen, weshalb er netterweise das Ganze "auf die Schnelle" angepasst hat
Dann war da aber noch die Sache mit dem Stern. Da wir den Stern nur ohne die Kugeln an den Spitzen ausmessen konnten war hier Rätselraten angesagt. Hätten wir hier die Maße 1:1 übernommen wäre der Stern zu klein geworden. Wobei es mir wie gesagt so vorkam als ob die Autos eh kreuz und quer und null einheitlich beklebt wurden. Wir haben uns da jetzt an den Maßen orientiert die wir gemessen hatten. Ich behalf mich hier eines kleinen Tricks um es wenigestens zu 99% maßhaltig hinzubekommen. Dafür machte ich mir Hilfslinien welche die Höhe und Breite der Messungen hatten. Daraus bastelte ich dann ein Rechteck mithilfe dessen ich den Stern noch etwas in alle Richtungen streckte. Die "Spitzen" musste ich dann mit etwas Augenmaß und mit Hilfe der Zugfunktion mehr oder weniger schätzen, aber besser geht es bei den bisschen Vorlagen die wir hatten einfach nicht. Ich schickte das Ganze dann fertig zu unserem Grafiker für eine weitere Einschätzung. Er hat dann den Stern auch noch einmal erweitert sodass man die Spitzen sehen kann und kam zu dem Schluss das ich die Sterne in der passenden Größe angelegt hatte. Muss ja auch mal was klappen was ich anpacke
Da die Druckerei versprach das Ganze dieses Mal etwas schneller zu machen ließen die neuen Decals nicht ganz so lange auf sich warten. Nach einer guten Woche waren die Decals bereit zur Abholung und unser Kollege bereitete passend dazu auch direkt die Schriftzüge vor. Bereits am selben Abend bekam ich die Bilder von der Produktion der Schriftzüge. Diese werden nicht gedruckt sondern aus zwei verschiedenen Schriftzügen hergestellt, da die Schrift einen schwarzen Rand hat. Dazu wird die Schrift einmal in etwas größer produziert, diese dient dann als Hintergrund. Darauf wird dann die etwas kleiner geplottete goldene Folie aufgebracht und zentriert. Dadurch ergibt sich ein ein kleiner 3D-Effekt
Wie man auf den Bildern sehen kann macht sich das Ganze schon ganz gut. Jetzt konnten wir nur noch warten bis die Druckerei mit den neuen Sternen fertig war. Die Druckerei wollte sich beeilen den Fehler auszubügeln und so wollte man die Decals dieses Mal schneller fertig gedruckt haben als das letzte Mal. Da wir eh erstmal eine Woche im Urlaub waren kam uns die Bearbeitungszeit entgegen. Beim letzten Mal hatten Sie zwei Wochen gebraucht, wenn Sie jetzt eine Woche brauchen wäre das perfekt. Nun, so schnell ging es dann leider doch nicht. Nachdem fast drei Wochen herum waren fragte ich bei unserem Kollegen dann doch mal an ob er was von der Druckerei gehört habe. Hatte er natürlich nicht, aber er fragte direkt mal nach. Dort gab es dann die Info das man die Decals noch am gleichen Tag drucken wollte. Abends bekam ich dann auch schon die Info das die Decals bereits abgeholt worden sind und fertig zur Abholung sind
Also klärte ich mit unserem Mechaniker Kollegen wann er Zeit hätte die Decals zu kleben. Da ich noch Urlaub hatte war ich da zeitlich noch flexibel. Zwei Tage später hatte er Zeit und es passte auch zeitlich für unseren Drucker Kollegen. Also stand der Plan! Zwei Tage später fuhr ich wieder mal Richtung Ruhrgebiet um die Decals zu holen und um diese gleich anbringen zu lassen. Praktischerweise wohnte unser Vereinskollege welcher die Decals gefertigt hat im selben Ort wie unser Vereinskollege der die Decals mit uns kleben wollte. So konnten wir Abholung und Beklebung in einem Abwasch erledigen
Dank diverser Baustellen und der Breite des Caprice konnten wir den Zeitplan zwar nicht ganz einhalten, aber besser spät als gar nicht. So holten wir auch erst die Decals ab. Netterweise durften wir einen der Fehldrucke behalten, der bekommt einen Ehrenplatz
Nach einer kurzen Erklärung zu den Decals mussten wir auch schon weiter zum Kollegen, schließlich sollten Sie am gleichen Tag noch an das Auto wandern
So ging es dann auch mit der Fahrertür weiter, hier hatten wir wirklich überhaupt keine Spuren mehr finden können, aber hier orientierten wir uns wieder in etwa an der Beifahrertür. Die Decals an der Tür mögen etwas asymettrisch aussehen, allerdings waren die wirklich nicht 100% mittig auf die Tür geklebt. Denke das hat auch was damit zutun das die Caprice Türen relativ lang sind und die Schriftzüge und Sterne ungefähr auf Höhe des Oberkörpers der Insassen sein sollten. Nach knapp drei Stunden waren alle Decals geklebt und ich denke das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen! Unsere Vereinskollegen und die Druckerei haben da wirklich einen fantastischen Job gemacht. Die Druckqualität der Folien ist erste Sahne und um Welten besser als das was im Original zum Teil so verwendet wird. Ich hab schon originale Decals gesehen die krumm und schief oder einfach nur pixelig waren. Hier aber steckt richtig viel Mühe, Handarbeit und vor allem Liebe zum Detail drin. Wir hätten auch einfach die modernere Version nehmen können, aber wir wollten es genauso haben wie es damals ausgesehen hat und ich denke das haben wir sehr gut hinbekommen. Zumindest ein ehemaliger Deputy aus der Zeit konnte keinen Unterschied feststellen. Wenn das mal kein Lob ist?!
Und jetzt viel Spaß mit der Bildergalerie
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Wed Jul 01 10:53:52 CEST 2020
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4, 9C1, Caprice, Chevrolet, Sheriff;
Wir blicken zurück:
Der Sheriff hatte eine neue Vorderachse, neuen TÜV und jetzt auch eine Lenksäule die deutlich weniger wackelt. Jetzt konnte er endlich wieder nach Hause und so ließen wir es uns nicht nehmen den Wagen auch zeitnah zu holen. Leider hatten wir uns für die Aktion wettertechnisch nicht den besten Tag rausgesucht. Kaum waren wir auf dem Weg fing es immer mal wieder an zu regnen. Wie sagt der Rheinländer? Mäste nix!
Also ab in den Ruhrpott und Caprice 1 gegen Caprice 2 getauscht. Natürlich fing es so richtig schlimm an zu regnen als wir auf dem Weg nach Hause waren, wobei ich davon erst so wirklich Notiz nahm als wir wieder in heimischen Gefilden angekommen waren. Handling und vor allem das Bremsverhalten hatten sich durch die "kleine" Fahrwerks und Lenkungskur drastisch verbessert. Der Wagen liegt in Kombination mit den neuen Reifen mal so richtig stabil, Wankbewegung spürt man eigentlich keine und der ganze Wagen fühlt sich nur noch nach Panzer an. Die Bremse ankert jetzt richtig gut und nach den ersten cm Pedalweg lässt Sie sich sogar richtig gut dosieren und bremst den Wagen sicher und nachhaltig selbst bei dem miesen Wetter. Da war ich auf den Rückweg schon schwer zufrieden! Fährt sich für sein Alter jetzt sehr sicher und solide was man von so einem alten Auto gar nicht denkt.
Das Wetter wurde dann auf der Fahrt auch nicht wirklich besser und so richtig schlimm wurde es dann zuhause. So schlimm das der Scheibenwischer kaum hinterher kam, umso erstaunter war ich das der Wagen sich davon wenig beeindruckt zeigte. Mit den alten Reifen musste man noch an jeder Ampel Angst haben das einen das Heck überholt.
Jetzt wo der Wagen zuhause war wurde für das darauf folgende Wochenende diverses geplant. Da ich noch ein paar Ersatzteile herumliegen hatte und auch noch neue Lautsprecher bestellt hatte, sollten alle diese Teile Einzug in den Sheriff halten. Eine Politur sollte auch noch gemacht werden falls die Zeit dafür ausreicht. Da ich sturmfrei hatte konnte ich mich ganz dem Sheriff widmen
Der Schlachtplan sah folgendes vor:
1. Sitzverstellung austauschen 2. Türpappen umbauen und einbauen (die Spenderpappen stammen aus einem Buick Roadmaster) 3. Scheibenwischanlage wieder gangbar machen 4. Lautsprecher austauschen 5. Waschen und Polieren 6. Wenn die Zeit es zulässt ein Service
Da die Teile unterschiedlich eintrafen bzw. es meine Zeit nicht anders zuließ hab ich das Ganze ziemlich kreuz und quer gemacht.
Los ging es mit den hinteren Lautsprechern, hier hatte ich ja schon bei meinem Erfahrung sammeln können und so war der Tausch kein großes Problem. Bei den Lautsprechern habe ich mich wieder für die Alpines aus der E-Serie entschieden welche Alpines Serie für OEM Ersatz ist. Bei dem Radio braucht es keine Fancy Lautsprecher die 5 Quadrilliarden Watt an Leistung bringen. Das Radio drückt im besten Falle 4x20 Watt ab, da reichen die Dinger völlig aus. Also Abdeckung ab, alte Lautsprecher raus, alten Stecker wiederverwenden und an die neuen Lautsprecher und alles wieder anstecken und zusammenbauen. Funktionierte dann auch sofort
Da die vorderen Lautsprecher noch fehlten fing ich mit der Aufbereitung an. Den ganzen Artikel dazu gibt es im Pflegeblog
Hier die Kurzform:
1. Handwäsche 2. Kneten (hat dem Lack stellenweise schon gut getan) 3. Polieren (1-Step Politur mit Megs Ultimate Compound)
Die Aufbereitung hat dem Wagen sehr gut getan, ich war stellenweise doch erstaunt was sich aus dem alten Lack mit meinen einfachen Mitteln noch alles rausholen ließ. Auf 10 Meter sieht der Wagen jetzt aus wie neu
Ein paar Tage später kamen dann die vorderen Lautsprecher. Da ich aber zu der Zeit in Sachen Arbeit stark eingespannt war, beschloss ich mir hier etwas Zeit zu lassen. Da ich im Zuge der vorderen Lautsprecher auch an die Türpappen musste wäre es schwachsinnig gewesen beides NICHT in einem Abwasch zu machen. Also nahm ich mir eines Wochenendes die Zeit das Thema vordere Türen mal anzugehen. Was direkt auffiel:
An den Türen waren schon diverse Leute mal dran gewesen, kein Wunder das der ganze Kram so rissig und lose ist. Da man den ganzen Kram wohl mal für eine neue Lackierung ziemlich rabiat entfernt hat litten die Türpappen darunter. Den Grund für die lose Schaltereinheit in der Fahrertür fand ich dann auch. Nicht die Plastikhalter in der Türpappe waren gebrochen sondern die Metallklammer welche das Zeug in der Tür halten soll fehlte einfach. Okay, muss ich dann wohl mal beim Schlachter vom Kumpel schauen ob das Teil noch da ist. Dann schaute ich mir die Türpappen einmal genauer an und stellte fest das mein Plan mit dem Tausch wohl so nichts geben wird ohne beide Pappen nicht massiv zu beschädigen. Die Kunstlederintarsien an der Oberseite sind ab Werk mit Plastikstehbolzen versehen welche dann ab Werk an den Ende wie bei einem Wachssiegel verschmolzen werden. Will man die Teile voneinander trennen muss man die Plastikpins komplett abbrechen und den ganzen Kram dann irgendwie neu verbinden. Kam gar nicht in Frage, war aber dank der Feststellung das nur eine Metallklammer fehlt auch gar nicht nötig. Also strich ich das wieder von meiner imaginären To-Do Liste. Da ich beim Tausch der Lautsprecher schon Erfahrung hatte ging alles dieses Mal relativ zügig und die Pappe an der Fahrertür ging auch fix ab. Altes Kabel abgeknipst, Kabelschuhe dran, alles an den neuen Lautsprecher und danach alles wieder zusammenbauen. Auf der Beifahrerseite im Prinzip das selbe, nur das ich hier weniger Kabelbäume hatte die an der Tür hingen da die Beifahrertür nur einen Fensterheber und die Zentralverriegelung hat. Blöderweise wollte die Türpappe oben nicht von der Tür abgehen, also musste ich das Plastikteil biegen und gleichzeitig alles auseinanderbauen und wieder zusammenfriemeln. War ein ziemlicher Akt und auch nicht der letzte des Tages!
Nachdem die Lautsprecher drin waren tauschte ich noch schnell die Klammer von der Beifahrerseite auf die Fahrerseite. Jetzt habe ich das Problem damit zwar nur verlagert, aber auf der Fahrerseite macht die Klammer im Moment einfach am meisten Sinn! Auf dem Beifahrersitz hockt eh selten jemand. Dann kam mein Endgegner des Tages an die Reihe, die Sitzverstellung!
Die Konstruktion ist leider ziemlich verbaut, vor allem wenn man die Power Seats hat. Zum einen muss die Sitzbank von der Karosserie gelöst werden und zum anderen muss danach die ganze Sitzschiene von der Sitzbank getrennt werden. Das Problem dabei: Alles ist verdammt eng wenn man den Trick nicht kennt. Man muss die Sitzbank VORHER komplett hochfahren um einigermaßen gut an alle Muttern zu kommen. Dazu muss man den Sitz jeweils einmal komplett vorfahren um an die hinteren Muttern zu kommen und umgekehrt. Lässt man den Sitz mittig kommt man an alle Muttern nur so semi ran und wenn die Sitzbank unten ist sowieso. Drei mal dürft Ihr raten in welcher Stellung ich versucht habe alles auseinanderzunehmen
So fummelte ich mir entsprechend einen ab bis ich auf den Trichter kam mal den Kumpel zu fragen von dem ich das Ersatzteil hatte. Irgendwie muss er das doch abbekommen haben. Dann kam der Tip mit dem hochfahren der Sitzverstellung. Blöd das ich bis dato schon alle bis auf eine Schraube ab hatte. Aber es half nix, ich musste den ganzen Mist wieder ins auto schleppen, alles anklemmen und dann die Sitzschiene einmal komplett hochfahren. Und siehe da, ich kam an die letzte Schraube. Da die "neue" Sitzschiene schon hochgefahren war ging die Montage gefühlt 10 mal so schnell. Jetzt nur noch alles wieder ins Auto, die Gurte durch die Sitzbank zirkeln, alles in seine Arretierung und wieder alles festmachen. Hier baute ich die Batterie vorher wieder ein um die Sitzschiene nach vorne und hinten fahren zu können da dies, wie gesagt, die Montage an der Karosserie massivst erleichtert. Nach gut 5 Stunden Schrauberei war ich mit dem ganzen Kram fertig. Die Lautsprecher tun es wieder alle und die Sitzverstellung hängt nicht mehr. Zwischendurch habe ich noch die Scheibenwischerpumpe getauscht und diese fördert jetzt wieder Spritzwasser, aber da muss ich noch die Schläuche einmal neu machen bevor das alles wieder richtig läuft. Aber das kommt später, da fehlt mir noch passendes Werkzeug.
Damit war mein Tagewerk soweit vollbracht. Nach 5 Stunden schrauben hatte ich aber auch echt keinen Bock mehr
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Fri Jun 26 19:48:25 CEST 2020
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4, Caprice, Chevrolet
Operation Walkur
Nachdem der Sheriff eine mehr oder weniger vollständig neue Vorderachse bekommen hat, wollte ich dem Wal mal die selbe Kur zukommen zu lassen. Nach 28 Jahren ist da doch sicherlich schon eine Menge an Zeug kaputt welches mal getauscht werden könnte! Da der Wagen nochmal ein Jahr älter ist als der Sheriff und schon der Tausch der Spurstangen und des Umlenkhebels das Spiel in der Lenkung vollständig eliminiert hatten dachte ich mir das da bestimmt noch andere Dinge im Argen sind, auch wenn die Lenkung ganz gut funktioniert. Aber fangen wir langsam an
Alte Leiden reloaded
Im Rahmen eines anderen Problems hatte ich den Wagen zu unserem Vereinskollegen gebracht der sich bei der Gelegenheit auch mal die Vorderachse ansehen wollte. Nach kurzem lenken stellte er aber schon fest das sich der Wagen für sein Alter ziemlich ordentlich lenkt. Dazu aber später mehr! Eines schönen Morgens wollte ich mit dem Caprice zur Arbeit da der Wagen ab und an dann doch mal etwas Auslauf braucht und ich ins Büro musste um einen neuen Dienstrechner in Empfang zu nehmen. Es war ein lockerer Freitag und da ich ja eh nur den Rechner in Empfang nehmen musste wollte ich flexibel sein. Also nehmen wir den Caprice
Fehlersuche
So brachte ich den Wagen also zu der Werkstatt wo unser Kollege das Ganze erst einmal begutachtete. Insgesamt suchte er locker 2 Stunden nach dem Fehler. Erst prüfte er den Lenkstockschalter, danach die Verkabelung im Fußraum Fahrerseite aber alles half nichts. Die Verkabelung war, bis auf die missglückte Hupenkonstruktion, noch original. Daran lag es also nicht
Da das ursprüngliche Problem damit aber immer noch nicht behoben war ging die Suche weiter. Merkwürdig war auch das man das Relais der Klimaanlage teilweise fiepen hören konnte und sich das fiepen auch mit dem drehen des Lenkstockhebels verändern konnte. Nach minutenlanger Fummelei unter dem Armaturenbrett ging die Suche im Motorraum weiter. Unser Vereinskollege fing an die Verkabelungen am Scheibenwischermotor durchzumessen. Allerdings kam da auch nichts bei heraus, außer das dort alles ist wie es sein sollte. Eher aus Zufall kam er dabei an die Verkabelung der Klimaanlage welche ich abgeklemmt hatte um den Kompressor nicht zu himmeln. In dem Moment an dem er an das Kabel kam sprang plötzlich der Scheibenwischer an. Merkwürdig! Er fixierte das Kabel und probierte es noch einmal aus. Plötzlich war alles wieder so wie es sollte. Bei eingeschalteten Scheinwerfern ging auch die Waschanlage für Scheinwerfer immer noch. Hier waren wir also definitiv etwas auf der Spur!
Da es schon dunkel wurde ließ ich mich von der besten Frau der Welt abholen und ließ den Wagen erst einmal da. Zuhause angekommen wurde erst einmal in Rheinland und Ruhrpott simultan in den Service Manuals geschmökert. Er studierte die Schaltpläne für das Auto und stieß dabei auf den Massepunkt G103. In der Zwischenzeit stieß ich beim blättern eher zufällig auf die Skizze von genau diesem Massepunkt. An diesem Massepunkt hängen die Crashsensoren für den Airbag, der Scheibenwischer, die Klimaanlage und die Kontrollleuchte vom Ölstandssensor. Aha! Das sind doch genau die 4 Dinge die an dem Auto Probleme machten bzw. immer schon gemacht (Low Oil Lampe) haben. Wir waren uns sicher das man hier als allererstes ansetzen sollte. Der Massepunkt G103 sitzt direkt am Thermostatgehäuse was auch zu dem Wackler am Kabel der Klimaanlage passt da diese Kabel am gleichen Kabelbaum hängen. Dieser Umstand verstärkte die Vermutung nur noch. Durch die Bewegung des Klimakabels dürfte die Masse wieder sauber angelegen haben wodurch dann der Scheibenwischer ansprang. Aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben und so sollten wir erst einmal abwarten was der nächste Tag bringt
Eins vorweg: Das war mit Abstand die einfachste Reparatur an dem Wagen ever! Schon um 8 Uhr morgens bekam ich zwei Videos vom Kollegen geschickt. Video 1 zeigte das Massekabel und die Mutter die nicht mal im Ansatz angezogen war. Da fehlten noch massig Umdrehungen und so war es kein Wunder das unser Massekabel lose auf dem Stehbolzen hin und her wanderte........ Das erklärt auch das Schalglochphänomen. Unser Kollege kommentierte dies mit einem "kürzeste Reparatur des Wochenendes, kannst den Wagen abholen!" Video 2 zeigte dann den laufenden Scheibenwischer welches von unserem Kollegen nur mit einem charmanten "Airbag geht, Low Oil geht, Scheibenwischer geht, sehr schön!" kommentiert wurde
Bestandsaufnahme
Bei der Gelegenheit warf er dann auch einmal einen Blick auf die Vorderachse, schließlich wollte ich ja wissen was da noch so ansteht. Er sagte mir schon im Vorfeld das er nach den ersten paar Metern nicht glaubt das da groß Arbeit ansteht da sich der Wagen sehr anständig fährt. Später bekam ich auch die Bestätigung. Die Vorderachse ist kerngesund! Die Querlenker sind zwar was flugrostig aber in Anbetracht der Materialstärke ist das kein Problem. Bevor die Dinger durchgerostet sind ist von der Karosserie nichts mehr übrig. Die Gummis sind alle noch in Ordnung und so habe ich da noch ein paar Jahre meine Ruhe. Die Achse wurde noch einmal neu abgeschmiert und das war es auch schon mit den Arbeiten an der VA.
Einziger Kritikpunkt waren die ungleichmäßig abgefahrenen Reifen und da sind die Geländereifen wohl auch etwas anfällig für. Der Wagen sollte in dieser Saison noch neue Reifen bekommen. Hier hatte ich den Beschluss gefasst das der Wal die gleichen Reifen bekommen sollte die auch schon der Sheriff bekommen hat. Das Fahrverhalten hat sich ja da schon massiv verbessert. Ich erhoffe mir von den Reifen im Falle des Blauen mehr Grip und etwas mehr Komfort durch eine etwas weichere Flanke. Ebenso sollten sich die Abrollgeräusche dadurch spürbar reduzieren was ja auch besser zum Charakter des Autos passt
So machte ich mich am gleichen Tag noch auf dem Weg in den Ruhrpott um das Auto wieder abzuholen. Da ich meiner Frau es nicht schon wieder antun wollte 2 Stunden mit Fahrerei zu verschwenden nahm ich dieses Mal die Bahn. Am Bahnhof wurde ich dann auch direkt in meinem Auto abgeholt
Dann war es auch schon wieder Zeit für mich Richtung Heimat aufzubrechen. So eine Stunde Fahrzeit kann im richtigen Auto sehr schnell vergehen und so war die Rückfahrt dann auch entsprechend kurzweilig. Mit so einem Schiff in den Sonnenuntergang zu gleiten erzeugt dann doch ein Gefühl der Tiefenentspanntheit
Service Time!
Wir spulen an der Stelle ein paar Wochen vor. Der Wagen soll seinen jährlichen Ölwechsel bekommen und so machte ich mich eines schönen Samstages an die Arbeit. Dieses mal soll der Wagen einen der großen Mann-Filter bekommen die ich extra für die beiden Caprice besorgt hatte. Der alte Filter hat sich leider etwas gewehrt, da der Filterschlüssel nicht passen wollte. Dann muss halt die Kette her, leider passte diese nicht weil die Wandlerabdeckung im Weg stand. Ergo: Wandlerabdeckung ab und dann ran mit der Kette. Die Kette hat mit dem alten Filter kurzen Prozess gemacht und entsprechend zerquetscht war der Filter nach der Aktion. Naja, die Delco Filter werde ich wohl alleine deshalb schon nicht nehmen weil ich beim demontieren immer Probleme mit den Ölfilterschlüsseln habe die nicht 100% passen wollen und gerne mal durchrutschen. Als der Filter dann endlich ab war nutzte ich die Gelegenheit mal die Vorderachse näher zu begutachten. Schließlich wollte ich das mit den Gummis mal mit eigenen Augen sehen. Die Gummis sahen zum Großteil auch wirklich noch gut aus. Lediglich die Lagergummis der Koppelstangen sehen nicht mehr soooo pralle aus aber das ist jetzt auch nicht so wild und noch sind Sie alle in Form. In der Zwischenzeit war der Motor auch endlich ausgeblutet und so konnte der neue Filter drauf. Passt wunderbar und mit dem mitbestellten Filterschlüssel geht das Ganze auch deutlich problemloser. Das sollte den künftigen Tausch deutlich erleichtern!
Jetzt noch die Wandlerabdeckung dran und wir sind soweit den Motor mit dem neuen Lebenssaft zu befüllen. Ich hatte mich dieses Mal für den 20 Liter Kanister Mannol 5W40 entschieden. Zum einen pulverisierit das Öl sämtliche Anforderungen des Motors im vorbeigehen und davon ab ist das Öl auch günstig und eben in größeren Gebinden zu haben was ganz praktisch ist weil man so nicht 15 verschiedene Fläschchen zuhause herumstehen hat. Der Motor wurde dann entsprechend mit gut 4 Litern befüllt und eine kurze Runde gedreht damit sich das Öl in den Filter drücken kann und sich schon einmal ein bisschen verteilt. Beim fahren fiel mir ein merkwürdiges klappergeräusch im Stand auf. Was war das jetzt schon wieder?! Zu wenig Öl kann es nicht sein, selbst wenn da ein ganzer Liter fehlen würde dürfte es keine klappernden Ventile sein. Das Geräusch war drehzahlabhängig und immer nur dann zu hören wenn der Wagen stand oder beim anfahren. Während der Fahrt war es wieder still, spricht also schon einmal gegen die Ventiltheorie. Hmm, kann ja fast nur die Wandlerabdeckung sein die da klappert, vor allem weil das Geräusch an eine Spielkarte erinnert die man in Fahrradspeichen geklemmt hat. Die ganz alten erinnern sich jetzt vielleicht an Ihre Jugend mit Bonanzafahrrädern
Ein genauer Blick unter den Wagen offenbarte dann auch das die Wandlerabdeckung wohl doch nicht so fest angezogen war wie ich dachte. Da ist die Abdeckung wohl noch ne ganze Ecke weiter in Form gerutscht als ich die obere Schraube angezogen habe. Die unteren Schrauben sind mit einer Kontermutter gesichert und genau diese Schrauben standen jetzt schief und waren auch nicht komplett angezogen. Gut, da muss ich dann jetzt wohl ein bisschen fummeln. Erst einmal schauen obs auch ohne Wagenheber und 3 Meter Arme geht. Ist ja nur ne Schraube!
Bei näherer Betrachtung stellte sich das Unterfangen allerdings doch als komplizierter heraus als gedacht, zumindest ohne das passende Werkzeug. Der Wagen liegt zwar einigermaßen hoch, aber trotzdem nicht so hoch als das ich da im Stand einfach drunter käme. Zudem ist der Wagen einfach breit und das Getriebe ja mittig. Unmöglich da mal eben mit drunterlegen ranzukommen, auch nicht mit einem Wagenheber. Also hieß es ein paar Wochen später wieder zurück in die SB-Werkstatt und das Auto auf die Bühne. Hier nochmals alle Schrauben festgezogen, Auto runtergelassen und geprüft. Klappert immer noch
Okay, dann nehmen wir die Abdeckung jetzt mal komplett ab und probieren es dann aus. Dabei fiel mir das Katschutzblech auf das nur noch an einer Seite fest war. Muss ich mal schweißen lassen oder gleich nen neuen Kat rein, aber das war jetzt nicht wichtig. Ich ließ den Wagen also wieder ab und startete wieder. Aha, dass klappern war weg. Also doch irgendwo schief. Also Auto wieder hoch und die Abdeckung mit viel Gefühl wieder reingefriemelt und versucht das Ganze so gerade wie möglich fest zu ziehen. Danach das Auto wieder runter lassen und wieder testen. Dieses mal hatte es geklappt und das Klappern ist nur noch extrem schwer zu hören. Das liegt daran das eine der 4 Schrauben schon vorher fehlte, dies war wohl auch das klappern das ich im kalten Zustand immer gehört hatte. Da muss ich mir mal ne passende Schraube raussuchen, dann dürfte das Thema auch gegessen sein.
Da die Vespa in der Zwischenzeit meine monetären und zeitlichen Ressourcen in Anspruch nahm verschob ich meine restlichen Pläne erst einmal. Wir erinnern uns, der Caprice sollte neue Reifen bekommen, die Hupe sollte zurück ins Lenkrad und die Klimaanlage hätte ich auch gerne mal repariert. Da der Sheriff eh noch bei unserem Vereinskumpel steht wäre das eine perfekte Gelegenheit den 1:1 Tausch zu machen. Tausche Caprice #1 gegen Caprice #2
Da der Sheriff aber neben einer neuen Zündung (mal wieder
Keep cool! Part II
Ein paar Wochen später sollte es aber weitergehen! Als erstes bestellte ich die neuen Reifen, die sollten ja idealerweise gleich mit getauscht werden. Unser Kumpel hat ja eine eigene Reifenmaschine, dann kann man das in einem Abwasch machen und ich kann mir den zusätzlichen Termin beim Reifenhändler sparen. Wie schon beim Sheriff, habe ich für den Wal die Continental CrossContact LX2 bestellt. Die funktionieren beim Sheriff schon ganz gut und ich bin gespannt wie die sich im Vergleich zu den Yokohamas machen und vor allem wie die sich im Vergleich zum Sheriff machen, schließlich hat der ein deutlich härteres Fahrwerk. Meine Hoffnung ist das sich der Komfort dadurch verbessert und die Abrollgeräusche auch etwas leiser werden. Ob sich am Verbrauch was ändert werden wir sehen, kann schon sein das der durch den besseren Grip etwas nach oben geht weil die Yokohamas schon was hart geworden sind. Haben mittlerweile auch 7 Jahre auf dem Buckel.
Also den ganzen Kram (Reifen, Kühler, Kleinkram) zum Caprice gebracht und schon einmal eingeladen. Gar nicht so easy das alles in den Kofferraum zu kriegen. Grundsätzlich hätte ich wohl alle 4 Reifen incl. Ersatzrad in das Auto rein bekommen, blöderweise geht die Kofferraumklappe dann nicht mehr zu. Da stehen die Bügel der Heckklappe leider massiv im Weg. Das Problem hätte man mit dem Wagon nicht, aber ich hab nun mal die Limousine gekauft. Nach mehreren Minuten Kofferraumtetris habe ich aufgegeben und Reifen Nummer 4 schlicht in den Fußraum der hinteren Sitzbank geworfen. Der Klimakühler (riesiges Paket) ist dann auf der Rückbank gelandet. Ist ja nur für die Fahrt zur Werkstatt.
Wieder ein paar Tage sollte es dann endlich soweit sein, der Sheriff war fertig. Somit fuhr ich mit Caprice eins Richtung Ruhrgebiet um Caprice Nummer zwei abzuholen und Caprice Nummer eins gleich da zu lassen. Nach der letzten Abholung von Caprice eins war ich schon im Vorfeld etwas nervös, schließlich bin ich beim letzten Mal mit dem Wagen liegengeblieben. Da muss jemand definitiv mein Vertrauen zurückgewinnen. Zu allem Überfluss hat es auf der Rückfahrt auch noch geregnet wie verrückt. Aber wie man im letzten Artikel zum Sheriff lesen kann ist alles gut gegangen
Unser Vereinskollege wollte sich noch in der gleichen Woche daran machen die letzten Wehwehchen des Wals zu lindern. Bereits wenige Tage nach der Abholung des Sheriffs bekam ich schon den ersten Anruf das der Klimakondensator bereits verbaut ist und diverse Dichtungen erneuert wurden. Scheinbar hatte ich beim Einbau des Trockners irgendeine Dichtung nicht richtig eingesetzt. Dazu war an dem Kühler wohl auch schon mal ein wenig gepfuscht worden. Wurde dann in dem Zuge alles gleich erledigt. Beim Tausch des Klimakondensators wurde dann auch schnell klar warum sich die Anlage damals nicht ordentlich befüllen ließ. Aufmerksame Leser erinnern sich, beim letzten Versuch die Anlage zu befüllen wollten nicht mehr als ein Drittel der nötigen Menge Kältemittel in das System. Der Grund war jetzt gefunden! Das Orifice Tube, eine Art Filtereinsatz, war völlig verstopft und versifft. Kein Wunder das die Anlage da keinen Druck mehr aufbauen konnte. Umso erstaunlicher das die Anlage bis zum Defekt der Kompressorkupplung noch so so gut funktioniert hat. Natürlich war ich gespannt wie kalt die Anlage erst einmal kühlt sobald alles neu ist
Die neuen Reifen kamen auch noch am selben Tag an das Auto und entgegen der Ankündigung des Vereinskollegen wanderten sogar schon die Hupknöpfe in das Auto. Jetzt hieß es noch eine ganze Woche warten, schließlich muss die Anlage noch befüllt werden. Gerade im Sommer ist es ja immer etwas schwierig spontan einen Termin für einen Klimaservice zu bekommen
Passenderweise stiegen die Temperaturen in der betroffenen Woche auf über 30°C im Schnitt, nicht die schlechteste Zeit um sich um das Thema Klimaanlage zu kümmern
In der Zwischenzeit fachsimpelte ich etwas mit Ihm über das Fahrverhalten mit den neuen Reifen. Im Gegensatz zu mir ist er mit dem Wagen ja schon gefahren nachdem die neuen Reifen aufgezogen wurden. Ich zitiere:
Zumindest in der Hinsicht war ich hoffnungsvoll das meine Erwartungen in die Reifen erfüllt werden. Meine Erwartungen sind das der Wagen komfortabler abrollt (durch weichere Flanke), weniger Fahrgeräusche produziert (durch weniger geländemäßigem Profil) und in der Kurve generell was besser grippt (weil die Reifen nicht mehr alt und steinhart sind). Der Verbrauch sollte dadurch auch noch ein Stückel runter gehen wobei das jetzt nicht mein Hauptgrund war die Reifen zu wechseln.
Weiter im Text. Wenige Minuten später erhielt ich die Nachricht das der Wagen fertig ist und die Klimaanlage funktioniert. Insgesamt gingen jetzt 1200g R134a rein incl. des benötigten PAG 150 Kompressoröls. Da meine bessere Hälfte gerade nix besseres vorhatte schlug Sie vor den Wagen direkt abzuholen. Öhm, ja?! Klar, machen wir!
Nach einer guten Stunde quatschen ging es dann endich auf die Straße! Die Klima tat Ihren Job wieder ohne zu murren, die Hupe ging auch tadellos. Die größte Überraschung waren für mich allerdings die Reifen! Man kann es fast gar nicht in Worte fassen wie gut die Reifen dem Auto getan haben. Der Fahrkomfort hat sich spürbar erhöht, weil der Reifen bestimmte Bodenunebenheiten einfach besser wegfedert als die Geländedinger mit Ihren harten Flanken. Das nächste was mir auffiel war das die Lenkung ein kleines bisschen schwergängiger, aber auch präziser wurde. Fühlt sich beim fahren richtig toll an!
Zu guter Letzt die obligatorische Liste mit den erledigten Punkten
Erledigt:
- Bremsen incl. Belägen und Radlager
- Innenspiegel neu montiert
- Lampe im Innenraum erneuert
- Deutsches Handbuch besorgt, da das alte fehlte
- Stoßdämpfer hinten
- "Neues" Originalradio besorgt und eingebaut
- Hintere Fensterheberrollen erneuert
- Fehlende Trimteile montiert
- Handbremssseile erneuert
- Spurstangen erneuert
- Umlenkhebel erneuert
- Schweller konserviert
- Benzinpumpe/Tankschwimmer erneuert
- Elektrische Antenne repariert
- Nebelschlussleuchten wieder angeschlossen
- Lautsprecher komplett erneuert
- Gasanlage ausgebaut
- Motor nach Gasanlagenausbau überholt
- Klimaanlage: Kompressor und Trockner getauscht, Dichtungen erneuert
- Lambdasonde erneuert
- Twilight Sentinel Steuergerät repariert
- Scheinwerferreinigungsanlage repariert
- Klimakondensator und Orifice Tube erneuert
- Klimaanlage befüllt
- Hupe an Ihren angestammten Platz bugsiert
- Neue Reifen
Damit wäre ich tatsächlich an einem Punkt wo es keine Baustellen mehr gibt (noch!
Damit wird es wohl auch in dieser Reihe etwas ruhiger werden, zumindest was das Thema Reparaturen betrifft. Aber gut, es war die letzten 3 Jahre schon relativ still und ich hab in der Zeit auch eher viele Kleinigkeiten und Kosmetik gemacht. Dies wird aber auch weniger werden. Dafür werden wir uns jetzt umso mehr auf den Sheriff konzentrieren, da gibt es noch ein paar Sachen zutun und mit Sicherheit noch einiges zu erzählen
An der Stelle geht auch mein Dank an die treue Leserschaft welche meine Geschichten zum blauen Wal schon seit dem Kauf so treu verfolgt
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Sun Jun 14 14:39:51 CEST 2020
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Dynamix
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Kommentare (23)
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4, Caprice, Chevrolet, Sheriff
Ab nach Hause!
Nachdem die Vorderachse fertig war und der Wagen die HU mit bravour bestanden hat, bestand unser Plan darin das Auto erst einmal nach Hause zu holen um damit etwas Spaß zu haben. Schließlich stand die Saison vor der Tür (Corona war da noch nicht so das Thema!) und wir hatten jetzt auch wieder den ganzen Winter auf das Auto verzichtet. Die ganze Story begann zu einer Zeit in der es noch problemlos Klopapier, Nudeln, Hefe und Zwieback mit Schokolade (WTF?!) zu kaufen gab. Also nicht gleich für die Geschichte mit der Überführung steinigen
Wie gesagt, der Wagen sollte wieder nach Hause also machte ich mich mit einem Bekannten eines Abends auf in den Ruhrpott um den Wagen abzuholen. Die Fahrt selbst war relativ ereignislos und entspannend. Als wir dort ankam quatschten wir noch etwas, warfen noch ein paar Blicke auf die durchgeführten Reparaturen und schauten uns die US-Cars in der Halle an
Zurück zur Werkstatt
Soweit fuhr sich der Wagen schon deutlich besser bis zu dem Punkt an dem Murphy scheinbar zur Nachtschicht angetreten ist. Exakt (kann man sich nicht ausdenken!) auf halber Strecke ging der Wagen plötzlich unvermittelt mitten auf der Autobahn aus. Keine merkwürdigen Geräusche, kein ruckeln, keine Ölschwaden oder sonst etwas. Der Wagen ging einfach aus, als ob man den Schlüssel gezogen hätte. Der war aber noch da wo er hingehörte und so schleppte ich mich mit der Restgeschwindigkeit auf den Seitenstreifen. Ich hatte Glück das ich eh schon auf der rechten Spur unterwegs war.
Shit, was war das denn jetzt schon wieder?! Es war doch jetzt wirklich alles repariert! Der Kühler war nicht übergekocht, es tropfte nirgends Öl raus, das Getriebe schien auch noch in Ordnung zu sein und die Antriebswelle hing auch nicht unmotiviert in der Gegend herum. Da ich aber so nicht nach Hause kam beschloss ich den Wagen mit dem ADAC wieder zurück zur Werkstatt schleppen zu lassen. Allerdings hatte ich hier mal wieder nicht mit der Sturheit des ADAC gerechnet. Anstatt den Wagen in die Werkstatt zu bringen (was von der Entfernung her keinerlei Unterschied gemacht hätte) bestand der ADAC darauf das Auto zu mir nach Hause zu bringen wenn es kostenlos sein soll
Genug aufgeregt, ich wollte schließlich dieses Jahrzehnt noch nach Hause. Also wieder zur Werkstatt, den Wagen vorm Tor abgestellt, den Schlüssel noch beim Kumpel vorbei gebracht und dann ab nach Hause. Auf der Fahrt grübelte ich dann mit dem Kumpel noch darüber nach was es sein könnte. Motor und Getriebe waren ja gesund, die Zündung komplett neu, kann ja fast nur die Spritpumpe sein. Die hatten wir noch nicht und jetzt wäre das Alter auch da.
Diagnose: Materialversagen!
Mein Kumpel schaute sich den Wagen am nächsten Tag an. Er checkte alle Sensoren durch, fand aber nichts verdächtiges. Danach prüfte er alles was mit der Spritversorgung zutun hat aber auch hier alles blendend. Sprit kam an, Druck war auch mehr als genug da und der Sprit kam auch zur richtigen Zeit in der richtigen Menge da an wo er benötigt wurde. Dann bleibt ja nur noch........ die Zündung! Etwas ungläubig prüfte er dann noch einmal das Ignition Control Module sowie die Zündspule durch und tadaaaaaaaaaa:
Tot wie Disco! Alle beide!
Beide Teile sind einfach verreckt und somit kam kein Zündfunke mehr an. Kein Funke, keine Blubberparty im Motorblock! Damit haben die Delco Teile gerade mal 600 Meilen durchgehalten. Dafür zahlt man dann extra den Aufpreis im Vergleich zu dem billigen Schrott
Lenkradverstellung festziehen!
Er ist in seiner Werkstatt eh alleine und hat entsprechend seine Ruhe und muss da auch auf niemanden Acht geben was irgendwelche Beschränkungen angeht. Die defekte Lenksäulenverstellung sorgt für ein vertikales Spiel im Lenkrad welches mittlerweile nur noch nervig war. Besonders jetzt wo das Lenkspiel weg war fällt es umso mehr auf.
Nieder mit dem Spiel!
Ein paar Wochen später fing er damit an und er grub sich Stück für Stück durch die Lenksäule. Das Ganze ist eine ziemliche Fummelei. Erst muss der Airbag weg, dann das Lenkrad, dann die Schleifkontakte der Hupe, diverser Kleinkram, das Zündschloss, der Lenkstockhebel, das Gedönse vom Lenkstockwählhebels des Getriebes und so weiter bis man dann irgendwann bei der Verstellung der Lenksäule angekommen war. Der eigentliche Fehler war dann auch anders als gedacht. Hatte man erst die Befestigungsschrauben im Verdacht, so war der Hauptübeltäter dann doch ein Lager das sich aus seiner Position gelöst hatte. Da hatte wohl jemand schon mal daran herumgespielt und die entsprechende Hülse plus die daran hängende Feder falsch eingesetzt. Die Hülse soll verhindern das sich das Lager aus seiner Position erhebt. Wenn man das Ganze aber einmal seitenverkehrt einbaut kann die Hülse natürlich Ihrem Job nicht nachgehen. Entsprechend wanderte das Lager aus seiner Position und somit entstand das Spiel.
Da die Schrauben der Lenkradverstellung aber trotzdem grundsätzlich verdächtig sind, ging es weiter. Wenn man den Kram schon mal auseinander hat kann man das auch gleich richtig machen. Die Schrauben wurden gelöst, mit etwas Loctite behandelt und wieder eingesetzt. Das sollte die nächsten 30 Jahre halten und verhindern das sich die Schrauben wieder lösen. Jetzt "nur" noch alles wieder zusammenbauen und schauen ob alles funktioniert. Da ja an der Lenksäule viele Funktionen hängen ist dieser Part besonders kritisch, ein Fehler und man darf wieder alles auseinander nehmen.
Zum Glück hat aber alles geklappt und somit war jetzt nicht nur das Lenkspiel verschwunden, sondern auch die Lenkradverstellung wieder fest genug für die nächsten 30 Jahre
Ran an den Lack
Allerdings wäre das Ganze aus dem Ruder gelaufen und entspricht auch nicht dem was wir wollten. Der Wagen wurde ja schon das ein oder andere mal neu lackiert, entsprechend ist an den offenen Stellen an der Tür auch schon sichtbar das da diverse Farben und Füller verwendet wurden. Da wollte der Lackierer, verständlicherweise, nicht einfach drüber malen und dafür lieber die ganze Tür lackieren. Das hätte allerdings dazu geführt das man einen riesigen Farbunterschied gesehen hätte. Heißt konkret: Man hätte alle weißen Teile lackieren müssen damit man EINEN weißton hat und nicht 15 verschiedene. Das hätte dann allerdings auch bedeutet das man die schwarzen Teile auch gleich mit neu lackieren sollte da es sonst sehr bescheiden aussieht wenn man die weißen Teile alle braundneu und schön hat und die schwarzen Teile sind voller Kratzer, Swirls usw.
Im Prinzip also genau das was wir nicht wollten, da zu aufwändig und zum anderen der Tod für die Patina die wir an dem Wagen ja erhalten wollen. Gibt schon genug totrestaurierte Autos und gerade bei dem Auto empfinden wir es nicht als Makel. Ich kann das bei einem Alltagsauto oder einem gepflegten Schätzchen für die Sonntagsausfahrt völlig nachvollziehen das man da einen möglichst perfekten Lack haben will. Allerdings hat der Wagen nun mal eine Geschichte und die fing nicht damit an das der Wagen gehätschelt und gepflegt in irgendeiner Garage herumgestanden hat und darauf gewartet hat ein teurer Klassiker zu werden. Nein, der Wagen hat sein halbes Leben hart geschuftet, hat seine automobilen Kameraden beim Sheriff überlebt, hat diverse zivile Besitzer überlebt und ist schlussendlich sogar in Europa gelandet. Einen Großteil dieser Geschichte würde man mit einer kompletten Naulackierung einfach zerstören, auch weil man dem Lack die harte Zeit im Central Valley und Arizona ansieht. Er darf die Kampfspuren tragen und das mit Stolz. Es zeigt das der Wagen wirklich gearbeitet hat, dass er seine eigene Geschichte hat und eben kein reines Showobjekt ist.
Also war die Idee das unse Clubkollege die Löcher mit Lack austupft, sodass man wieder eine vernünftige Basis für die Decals hat. Den Anfang machten die kleinen Stellen an der Kofferraumklappe und man muss sagen das hier die Methode ganz gut funktioniert hat. Die Tür sollte später drankommen, da die Bestellung des Original GM Lack dank Corona etwas gedauert hat und so zogen wieder ein paar Wochen ins Land. Eines schönen Freitags kamen dann die Bilder von der Tür. Sah ganz gut aus! Merke: Hier ging es wirklich nur um eine ebene Fläche. Ob der Farbton passt ist hier völlig nebensächlich, da diese Stellen zum Großteil eh von den Decals verdeckt werden. Davon ab hat der Wagen eh schon diverse Farbtöne da er im Dienst mehrfach neu lackiert wurde. Passt also gut zur eh schon vorhandenen Patina
Damit war der Wagen dann auch fertig zur Abholung. Seit der Ablieferung für die Vorderachsreparatur waren jetzt auch wieder gut 8 Monate vergangen. Wahnsinn was in der Zeit an dem Auto alles passiert ist. Wir sind zwar in der Zeit so gut wie nicht damit gefahren, aber immerhin ist jetzt alles mögliche an dem Auto repariert und wir sind jetzt sogar weiter als gedacht.
Als nächstes freut sich die Poliermaschine auf Ihren Einsatz! Wird zwar mit Abstand die größte Herausforderung in Sachen Politur bisher, da der Lack oberflächlich extrem zerkratzt (wirklich nur oberflächlich, aber heftige Swirls) ist, aber ich denke da geht noch einiges und es macht auch einfach Sinn bevor die Decals draufkommen. Groß runterpolieren kann ich da nix, da dort eh schon x Lackschichten drauf sind.
Danach wären dann auch die Decals der nächste Punkt auf unserer Liste
Damit wäre der Wagen dann zumindest rein äußerlich fertig, aber das ist dann wieder eine andere Geschichte
Übersicht To-Do Liste
Erledigt:
- Radlager hinten erneuert
- Differential neu befüllt
- Ventilschaftdichtungen erneuert
- Neue Zündkerzen
- Wasserpumpe erneuert
- Haubenzug erneuert
- Stoßdämpfer erneuert
- Haubendämpfer erneuert
- Idler Arm erneuert
- Zündkabel erneuert
- Ignition Control Module erneuert
- Verteilerläufer erneuert
- Verteilerfinger erneuert
- Zündspule erneuert
- Neue Reifen von Continental in Werksgröße 225/70/15
- Pitman Arm erneuert
- Spurstangen erneuert
- Center Link erneuert
- Einmal alle Querlenker komplett erneuert
- Stabilisatorlager erneuert
- Bremsen vorne einmal komplett neu (Scheiben, Beläge, Schläuche und Kleinkram)
- Radlager vorne erneuert
- Lenkgetriebe erneuert
- Hupe repariert
- PCV-Valve (Kurbelgehäuseentlüftungsventil) erneuert
- Diverse Dichtungen an Motor und Getriebe neu
- Nochmal Ignition Control Module und Zündspule neu
- Lenkradhöhenverstellung repariert
- Fehlstellen im Lack ausgebessert
- Massekabel Minuskabel Batterie erneuert
- Lambdasonde erneuert
- IAC (Leerlaufregelung) Ventil erneuert
- MAP-Sensor (Drucksensor für Ansaugbrücke) erneuert
- Temperaturfühler Ansaugbrücke erneuert
- Temperaturfühler Zylinderkopf wieder angeschlossen
- Anlasser erneuert
- Heckemblem erneuert
- Spotlights montiert
- Pushbar montiert
- Lichtbalken besorgt und auf Originalkonfiguration umgebaut
- Motorola MCX1000 Funkgerät besorgt
- Touchmaster Sirene besorgt (muss ne PA300 her, aber schön wenn man nen Touchmaster hat
Offen:
- Dachhimmel (auch wenn sich die Frau noch sträubt)
- Sitzverstellung Fahrerseite reparieren (Sitzschiene mit Motoren liegt schon bereit
- Türpappen fixen (Liegen aus einem Roadmaster Schlachter bereit, mal schauen wie die passen und ob ich die passend machen muss)
- Lautsprecher (könnten im Zuge der Türpappen neu)
- Scheibenwischerdüsen (Liegen auch schon bereit, baue dann direkt das ganze Gitter um)
- Decals (nächster Punkt auf der Liste)
- Neue Frontscheibe (noch nicht TÜV relevant, sieht aber mittlerweile echt mitgenommen aus)
- Innenausbau (DAS wird noch ne Mammutaufgabe die noch dauern wird!)
Wie man sieht ist noch ein kleines Bisschen zu tun, aber es ist auch schon wirklich viel an dem Auto passiert. Ich denke der Wagen wird uns in Sachen Aufbau auch noch mindestens zwei weitere Jahre beschäfitgen, abhängig davon wie gut man an die noch fehlenden Teile für den Ausbau herankommt.
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Dadurch ergab sich aber eine neue Option! Er überlegte die Geräte zukünftig einfach zu vermieten. Das wäre natürlich ne Option bei der man viel Geld sparen kann wenn man sich mal ein Wochenende Zeit nimmt und die Maschine dann für mehrere Autos nutzt. Einer könnte dann strahlen und die anderen sprühen und pinseln im Akkord die Unterböden durch. Die Tankfangbänder hatte ich noch an Ort und Stelle mal aus Neugierde mit Owatrol behandelt. Irgendwie eine sehr entspannende Angelegenheit die irgendwie Lust auf mehr macht. Wir hatten eh mal grob umrissen wie die Konservierung so aussehen soll. Wo nötig wird mit Owatrol durchtränkt, dass soll den Rost durchdringen und ein weiterrosten verhindern. Danach eine Schicht Brantho Rostschutzmenninge überall auftragen in schönem orange, zum warum kommen wir gleich. Als Decklack dann die ein oder andere Schicht Brantho 3 in 1 als Endanstrich. So sieht man dann das Orange der Rostschutzmenninge nicht mehr. Das orange mag zwar nicht dolle aussehen, verschwindet aber unter dem 3 in 1 und hat den Vorteil das man so sofort sieht wie es um den Unterboden bestellt ist. Sollte da irgendwo was orangenes auftauchen kann man so direkt mit dem 3 in 1 nachbessern. So zumindest die Idee.
Was beim örtlichen Betreiber noch via PayPal funktioniert hat musste bei der Deutschen Bahn dann die Kreditkarte regeln weil aus irgendeinem Grund die Weiterleitung nicht funktionierte. Was natürlich noch dazu kommt ist, das er durch das ständige Vor- und Zurück im Browser irgendwann den Account sperrt weil er dann glaubt das PW wäre zu oft falsch eingegeben worden
Also machte ich mich ein paar Stunden nach dem Anruf auf zur Werkstatt, mit einem Kumpel ins Gepäck der sich die Werkstatt mal anschauen wollte.
Das ist mal Service
So wechselte dann auch eine riesenmenge Geld den Eigentümer und ich bekam dafür mein Auto zurück. Dadurch das ich den Wagen letzten Monat zum TÜV gebracht habe bekam ich jetzt auch eine Plakette für März 2023 zugeteilt, yeah! So läuft der TÜV wenigstens nicht mehr während der Saison ab. So fuhr ich dann zufrieden vom Hof.
So kam ich dann gegen 1 Uhr morgens wieder zuhause an, an einem Stück und todmüde. Durch die Dunkelheit konnte ich die neue Heckansicht gar nicht würdigen, aber dafür war ja och etwas Zeit 
Was soll ich denn mit einem kaputten Auto in der Einfahrt?! Zum nächsten Treffen schieben oder was?! Also biss ich in den sauren Apfel und zahlte die Fahrt aus eigener Tasche. Mal eben 150€ für die paar Kilometer und für sowas zahlt man dann ADAC Gebühren...........

Tue Sep 21 20:03:28 CEST 2021 |
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4, Caprice, Chevrolet, Sheriff, Sheriff; 9C1
Während meiner Vorbereitungen für die Konsole hatte ich beschlossen mal wieder etwas auf der FB Seite des Sheriffs zu posten, da die auch irgendwie eingeschlafen war. Ich postete ein paar Bilder von den Decals und ein paar Stunden später hatte ich plötzlich ein paar Kommentare unter dem Posting, aus dem sich dann ein reges Gespräch entwickelte aus dem wieder neue Infos und Geschichten aus der Zeit hervorkamen.
Neue Erkenntnisse
Ein ehemaliger Deputy des Sheriffs, welcher auf 40 Jahre Dienstzeit zurückblicken kann, hatte sich gemeldet und plauderte ein bisschen aus dem Nähkästchen. Er fuhr damals Unit 52716, ein 96er Caprice LT1 den er für den besten Streifenwagen hält den das County jemals hatte und welcher in seiner 40 jährigen Karriere immer noch sein liebstes Dienstauto war. Bis auf ein paar Kleinigkeiten wie Wasserpumpen und Kühler und ein paar Getriebeschäden waren die Autos sehr robust und vor allem schnell! Das mit den Getrieben wundert mich nicht wirklich, da das 4L60E leider nicht gerade dafür bekannt ist alles was über normale Beanspruchung hinausgeht gut wegzustecken. Permanentes Fahren am Limit oder das ziehen besonders schwerer Lasten quittiert das Getriebe dann am Ende mit Arbeitsverweigerung. Naja, ist dank fehlendem LT1 und eher langsamer Fahrweise keine Gefahr bei uns. Er erzählte davon das die Kiste voll ausgerüstet immerhin noch auf gut 230 km/h kommt und das man bei dem Tempo schon ein wenig Gewicht auf der Achse haben sollte, da der Wagen da schon etwas nervös wird. Ja, das ganze Equipment wirkt schon fast wie ein Bremsfallschirm. Ab 100 merkt man das auch bei unserem Sheriff und spätestens bei 160 wird es dank dem Balken richtig zäh. Der Wagen ging ohne den Balken schon merklich besser bei höherem Tempo. Natürlich musste ich die Gelegenheit nutzen und dem Mann alle möglichen Fragen zu unserem Auto, der Caprice Flotte generell und dem Equipment fragen
Er fing an zu erzählen, wie das mit dem Funk und der Einführung der PCs bei dem Sheriff Office damals so lief. Für die Datenübertragung hat man anfangs noch Datenfunk genutzt, blöderweise lief der über eine sehr ähnliche Frequenz wie der Sprechfunk des Countys, weshalb das Ganze dann auch eher schlecht als Recht funktioniert hat. Davon ist man davon ist man dann relativ schnell wieder abgekommen und ist auf eine Art frühe Mobilfunklösung namens CDPD (Cellular Digital Package Data) umgestiegen. So konnte man Daten mit "satten" 19,2 kb/s abrufen. Heute lacht man darüber, aber für die 90er war das auch nicht soooo wenig und man muss dazu auch sagen das diese Datenbankanwendungen früher auch noch nicht so Speicher- und Bandbreitenhungrig waren wie heute. Die Interfaces waren auch eher rudimentär gehalten, eben weil die Technik es nicht hergab. Man muss ja auch mal bedenken das wir hier von den Frühzeiten des modernen Mobilfunks sprechen und nicht von 5G und Co. Dafür war das schon wieder aufwendig und relativ modern! Dieser Dienst hat sich aber weder beim Sheriff, noch auf dem Markt sonderlich durchgesetzt, da er vom GPRS-Netz überholt wurde.
Das ist dann auch die Lösung auf die man schlussendlich umgestiegen ist und bei der viele Behörden bis heute auch geblieben sind. Bei den Laptops hat Anfangs man auf normale Stangenware zurückgegriffen. Allerdings hat sich auch hier herausgestellt das die normalen Laptops dem Dienstalltag nicht gewachsen waren, da diese aufgrund der Hitze in den Autos einfach geschmolzen sind
Kein Scheiß, ziemlich dalimäßig wenn Ihr mich fragt! 
Danach kamen die Fieldworks PCs über die wir dann auch schon gestolpert sind, diese waren nach Militärstandards (MILSPEC) gefertigt und entsprechend für härtere Bedingungen konzipiert. Später haben dann die Massenhersteller diesen Markt für sich entdeckt und entsprechende Modell auf den Markt gebracht. Prominentes Beispiel sind hier die Panasonic Toughbooks die gefühlt in jedem zweiten Crown Victoria verbaut waren und die auch vom Militär genutzt wurden.
Dann fragte ich ob er vielleicht etwas zu den Löchern sagen kann. Beim Dash war er sich nicht hundertprozentig sicher. Er meinte die Löcher könnten auch die obere Halterung für das Gun Rack gewesen sein. Die Autos mit der Radarpistole sind grundsätzlich nur in der Stadt Avenal zum Einsatz gekommen wo die Stadt dies quasi als Dienstleistung beim Sheriff eingekauft hat. In anderen Städten macht das dann wohl die örtliche Polizei selbst, der Sheriff agiert ja eher gemeindeübergreifend! Jetzt ist natürlich die Preisfrage:
War da jetzt die Radarpistole verbaut oder doch nur das Gun Rack? Was die Sache natürlich schwieriger macht ist die Tatsache, dass auf der alten Seite des Sheriffs vor den Substations in Avenal UND Corcoran ein 93er Caprice abgebildet ist und wie wir wissen gab es nicht sonderlich viele. Man sieht auf den Bildern mit sehr spitzem Auge das es nur zwei 93er Caprice mit der gleichen Lackierung gab, einmal Unit 52763 (unser Auto) und das Schwesterauto, Unit 52765. Dazu eben noch die drei bis vier anderen 93er die der Sheriff maximal hatte. Die Chance das es unser Auto war lag also bei ungefähr 1:5
Leider ist auf den alten Fotos von der frühen Webseite auch die Spiegelfarbe nicht zu erkennen. Das auf dem Bild der Corcoran Substation könnten schwarze Spiegel sein, aber auch weiße. Und auf dem Bild der Avenal Substation sieht man lediglich das Heck und die Unit Number könnte nur mit seeeehr viel Fantasie eine 763 sein. Aber zumindest weiß ich jetzt welche Radarpistole vom County zu der Zeit verwendet wurde. In den Autos in Avenal wurde ein Kustom HR-12 verbaut und das ist auch so ein System welches man mithilfe eines Halters auf dem Dashboard befestigen kann. Wobei man mir sagte das die Deputys das Ding immer freihändig benutzt haben, die Halterung also wirklich nur dazu benutzt wurde das die Radarpistole nicht lose im Innenraum herumliegt.
Weil mir das Ganze keine Ruhe gelassen hat, habe ich mir noch einmal die alten Mails unseres früheren Kontaktes beim Sheriff angesehen. Er schrieb ja das er glaubt das die Spuren definitiv von einem Radar sind und somit eigentlich nur Avenal als Substation in Betracht kommt. Das hatte uns ja auch der Deputy so in etwa bestätigt. Die Citizen on Patrol Autos sind dann wohl als letztes in der Armona Substation gelandet und da wird auch unser Auto seine letzten Jahre verbracht haben. Wie gesagt, die Chancen dürften so bei 1:5 stehen und bisher konnte mir auch niemand eine bessere Erklärung für die Löcher geben. Das mit dem Gunrack scheint mir dann bei näherer Überlegung doch eher unwahrscheinlich, vor allem weil wir das damals mal auf den Bildern des Schwesterautos gesehen hätten. Da war das Gunrack bei Verkauf ja noch montiert.
Ich sprach Ihn daraufhin auch mal auf die Konsole an und er sagte das unterhalb der Roxter Lampe noch eine Art Notizblockhalter verbaut war. Das würde das Loch erklären das ich nicht zuordnen konnte. Auf die Löcher im Kofferraum angesprochen konnte er leider auch nicht weiterhelfen, aber er versprach jemanden zu kontaktieren der da mehr zu sagen könne. Scheinbar ist er noch gut beim Sheriff vernetzt.
Refurbishing
Er lockte auch einen Bekannten in die Diskussion, welcher damals die Autos alle restauriert hat damit diese noch einmal ein zweites Leben bekommen. Mich würde nicht wundern wenn der unser Auto damals auch irgendwie in den Fingern hatte, schließlich wurde der schon mal neu lackiert. Laut dem Mechaniker haben die damals die Autos wirklich bis auf die letzte Schraube restauriert. Also einmal alles incl. Fahrwerk, Motor, Getriebe, Lack, Equipment und so weiter. Man hat sogar die Aufkleber im Innenraum wieder so eingebaut wie Sie vorher waren. Allerdings spricht bei unserem Auto dagegen das die Ventilschaftdichtungen hin waren und das tritt bei Small Blocks erst nach 200.000km auf. Spricht also eher für "einmal frisch geduscht für das COP Programm". Zudem weiß ich das es bei einigen Autos in den Auktionstexten dringestanden hat wenn die im Laufe Ihrer Dienstzeit komplett erneuert wurden. Bei unserem stand davon nichts drin.
Ebenso erfuhr ich das der Sheriff tatsächlich Caprice mit CNG Umbauten im Bestand hatte. Aus den Police Package Prospekten weiß ich das Chevy bei dem kleinen 4.3 Liter V8 tatsächlich eine E85 Version im Angebot hatte und das immerhin vor knapp 30 Jahren, werksseitig! Ford hatte den Crown Victoria ebenso als sogenannte FlexFuel Variante im Angebot und ich habe auch schon von anderen Departments gehört welche sich an Gasumbauten probiert haben, die aber wohl nicht ganz so gut gelaufen sind weil man wohl versucht hat Multipoint Einspritzungen mit Venturi Anlagen zu betreiben. Da soll noch mal einer sagen die Amerikaner würden sich nicht für alternative Antriebsformen interessieren.
Da haben wir doch einmal wieder etwas Licht ins Dunkel der Historie gebracht und wieder ein Stück mehr über das drumherum erfahren
Wir werden versuchen da weiter am Ball zu bleiben und noch mehr herauszufinden.
Bildrechte für Bilder 3-9 liegen beim Kings County Sheriff Office, Hanford, Kalifornien, USA