Tue Nov 25 22:11:43 CET 2014
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Dynamix
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Caprice, Chevrolet, IV
Hello Petrolheads,
wer kennt das nicht? Die Tage werden kürzer, man steht im dunkeln auf und kommt im dunkeln nach Hause und draußen wird es immer kälter und trister. Der Winter steht mal wieder vor der Tür und für mich hieß das mit diesem Monat offiziell: Saisonende!
An dieser Stelle erlaube ich mir einen kleinen Rückblick! Mehr oder weniger pünktlich zu Beginn der US-Car Saison habe ich mir mein erstes eigenes US-Car gegönnt, einen 1992er Chevrolet Caprice Classic mit einigen weniger schwerwiegenden Macken. Wer hätte bis dato geahnt das unsere Begeisterung für dieses Modell so heftige Züge annehmen würde?!
Glücklicherweise haben wir mittlerweile auch eine Winterbehausung für den Caprice gefunden war mir eine riesige Last von den Schultern genommen hat!
Wir machten uns am Freitag mit 2 Autos auf den Weg nach Stuttgart, die Fahrt selbst verlief relativ ereignislos und so kamen wir am späten Nachmittag an. Der Plan für den Abend war ein Abendessen mit Sönke und Nick. So trafen wir uns gegen neun alle Mann in der Nähe des Hotels. Wir fuhren zum Archies (ein Tipp von Nick!) in Nürtingen (unter Einheimischen wohl auch als "Nuttingen" bekannt!). Dort angekommen wurde erst einmal die Speisekarte studiert. Nach kurzer Musterung waren wir alle begeistert von der gebotenen Speisenauswahl
Wir sprachen über alles mögliche, aber natürlich auch wie könnte es anders sein über Caprice
Danach fuhren wir wieder Richtung Hotel wo wir auch gleich ins Bett fielen. Diese langen Fahrten an Freitagen neigen dazu anstrengend zu sein
Am nächsten Morgen machten wir noch den Stellplatz endgültig klar um uns kurz darauf mit Nick zu treffen. Waschen war angesagt! Wir fuhren zu einer Waschanlage nicht unweit des Hotels das zufälligerweise ein Blauwal im Logo hatte, wie passend!
Nick und ich kümmerten uns erstmal um das gröbste, während meine bessere Hälfte die Ritzen säuberte in denen sich gerne mal Dreck ansammelt
Kurze Zeit später fingen wir mit dem abkleben an. Man glaubt gar nicht wieviel Klebeband man dafür braucht! Sämtliche Zierleisten und Logos mussten abgeklebt werden. Am Ende hatte der Wagen sehr viele blaue "Zierstreifen" hinzugewonnen
Jetzt war ich aber an der Reihe mit polieren! Nach einer kurzen Einweisung, durfte ich mich an den restlichen Teilen versuchen. Die Zeit verging wie im Fluge und ehe ich mich versah, hatte ich Kofferraum, eine Dachhälfte und die Seiten des Caprice poliert. Wahnsinn was man mit so einer Politur noch alles aus dem Lack rausholen kann!
Am späten Nachmittag waren wir dann endlich fertig und wir machten uns so langsam fertig für unser nächstes Ziel: Den obligatorischen Saturday Night Cruise in Stuttgart! An einem örtlichen KFC ist jeden Samstag großes US-Car Schaulaufen. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen, speziell nachdem wir uns soooo viel Mühe mit der Reinigung gegeben hatten
Selbst im Dunkeln funkelte der Lack irgendwie magisch im Licht der Straßenlaterne! Die Farbe ist aber auch extrem schön! Eine andere Farbkombination hätte ich mir für den Caprice gar nicht wünschen können
Leider konnte ich mit meinem Handy keine vernünftigen Fotos mehr von dem ganzen machen da es schon sehr dunkel war. Ich habe von daher die Bilder der offiziellen Saturday Night Cruise Seite eingefügt. Ich hoffe die Künstler an den Kameras die sich für die Bilder verantwortlich zeigen stört das nicht
Nach einem kurzen Cruise durch die Stadt beschlossen wir zur Garage zu fahren um den Wagen endgültig einzulagern. Leider hatten wir keine Ahnung wo Sönke abgeblieben war und so fuhren wir nach der kurzen Einlagerprozedur wieder Richtung Hotel. Keine 2 Minuten nach Abfahrt nach rief Sönke an. Er war zwischenzeitlich an der Garage angekommen! Ergo: Wieder umdrehen und die Schlüsselübergabe doch noch am gleichen Abend durchziehen
Nachdem auch das erledigt war, ging es aber wirklich endgültig zum Hotel
Somit war das Wochenende für uns beendet und damit auch die Caprice Saison! Ich vermisse den Wagen jetzt schon, speziell nachdem ich gesehen habe wie wunderschön der Wagen nach der Politur ausgesehen hat. Einfach herrlich!
Wie sieht es bei euch aus? Habt Ihr auch Saisonfahrzeuge oder Autos die Ihr nur an den warmen Tagen fahrt? Wie geht Ihr mit dem Saisonende um? Ich bin gespannt ob es euch ähnlich geht wie mir!
Greetings, Dynamix
Copyright Bilder: Saturday Night Cruise Stuttgar, S.Schlegl, C.Theissig |
Thu Nov 06 19:19:33 CET 2014
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Caprice, Chevrolet
Hello Petrolheads,
neben dem Alero erforderte auch der Caprice in gewisser Weise meine Aufmerksamkeit. Vor ein paar Wochen hatten wir die Ehre mal wieder Stuttgart zu besuchen. An besagtem Wochenende sollten endlich die letzten fehlenden Schönheitsreparaturen durchgeführt werden. Wir hatten uns extra den Freitag freigenommen um die geplanten Reparaturen auch zeitnah durchzukriegen. So machten wir uns am Donnerstag auf nach Stuttgart. Nach einer langen, relativ ereignislosen Fahrt kamen wir am späten Abend dort an. Wir trafen uns abends noch kurz mit Sönke dem wir einen der gefühlt 7 Millionen Gefallen erwiderten die wir Ihm noch schuldeten
Hier konnte ich also bei der Gelegenheit endlich mal einen echten 9C1 im öffentlichen Straßenverkehr bewegen. Die Unterschiede fallen doch sehr deutlich aus. Das Fahrwerk ist deutlich straffer, Seitenneigung ist kaum zu spüren. Die gut 35 PS Mehrleistung merkt man natürlich sofort, die kürzere Hinterachse sowieso. Speziell im mittleren Drehzahlbereich legt der L05 Motor im Vergleich zu meinem zahmen L03 mit 2.56er Achse nochmal deutlich zu!
Nach einer gut 20 minütigen Fahrt waren wir dann in der Werkstatt. Bei der Gelegenheit klemmten wir gleich mal die spinnende E-Antenne ab, da diese mittlerweile nur noch hoch fährt. Kann nach 22 Jahren mal passieren und diese Art defekt ist für diese Art Antenne auch nicht unüblich. Verbuchen wir mal unter Shit happens!
Kurz nach dieser Aktion machten wir uns auch auf ins Hotel. Wir waren beide müde und vor uns lag ein anstrengender Tag!
Da wir am nächsten morgen noch etwas Zeit hatten, beschlossen wir den Wagen erst einmal anständig zu putzen! Eine komplette innen und außenreinigung später war es auch schon an der Zeit in die Werkstatt zu fahren
Ein Bekannter kam am gleichen Tag mit seinem LAPD Caprice um "mal eben" sein komplettes Fahrwerk zu überholen. Auf seinem Plan standen:
- Stoßdämpfer und Federn - Querlenker vorne
Ob er die Bremsen gleich mitgemacht hat weiß ich leider nicht mehr
Bei uns standen auf dem Plan:
- Trimteile - Altes rottiges Stehhaubenlogo gegen neues (kam originalverpackt!), ultraseltenes (wird seit 1998 nicht mehr hergestellt und eins zu finden grenzt schon nicht mehr an Glück sondern göttliche Fügung!) und sackteures (selten=teuer, wobei es bei unserem noch ging, die Dinger gehen in Amiland mittlerweile locker für 200$ aufwärts weg, wenn man überhaupt eins bekommt.) flaches Originalhaubenlogo tauschen - Handbremse richten - Radio einbauen - Bremslicht hinten rechts tauschen (hatte sich vor kurzem verabschiedet, haben wir bei der Gelegenheit gleich mal mit auf die Liste genommen - Fensterheberrollen links hinten tauschen (Hatten wir beim letzten mal nicht mehr geschafft)
Los ging es dann also am Freitag Nachmittag mit der Handbremse. Wir fuhren den Caprice auf die Bühne um uns das ganze noch einmal anzuschauen. Die hinteren Feststellbremsseile waren sogar noch einigermaßen brauchbar, das vordere allerdings war wirklich reif für die Rente. Also, raus mit dem Kram. Dazu erstmal die Hinterreifen runter, die Trommeln entfernt und den alten Kram rausgeworfen. Was jetzt folgt, kann nur als totale Hilflosigkeit gegenüber der Technik eingestuft werden. Das vordere Bremsseil ging noch einigermaßen einfach raus, rein allerdings ist noch mal eine gaaaaaanz andere Nummer! Der Caprice verfügt nicht über einen Handbremshebel, sondern ganz Mercedes Like über eine Fußfeststellbremse. Das betreffende Seil ist über eine Weiche mit den hinteren beiden Seilen verbunden, vorne geht es quasi über den Rahmen und durch den Fahrerfußraum durch die Karosserie durch. Dort sitzt ein Gummipfropfen der das ganze dicht halten soll. Meine Aufgabe war es nun diesen gottverdammten Gumminüppel wieder in seine ursprüngliche Position zu bringen. Ganz schön schwierig wenn das Ding gefühlt 3 mal so groß ist wie das abzudichtende Loch. Nützt ja nix, also ran. Ich fummelte und fummelte und fummelte. Stunden vergingen und ich fing an schier zu verzweifeln. Das gottverdammte Stück *'#§$%& wollte einfach nicht rein. Sönke half mir, allerdings schaffte er fürs erste auch nur die Hälfte. Den Rest überließ er mir. Blöderweise wollte auch das nicht gelingen. Glücklicherweise war Nick auch noch da. Auch er versuchte es tapfer, scheiterte aber ebenso wie ich und meine bessere Hälfte. Nach geschlagenen 4 Stunden haben wir es doch irgendwie mit vereinten Kräften geschafft das Ding reinzubekommen
Damit war das ganze Spiel aber noch nicht vorbei! Das Seil musste ja auch noch in die Pedalkonstruktion eingehängt werden. Also machten Nick und ich gleich weiter. Ich legte mich halb unter das Auto um das Seil nachzuschieben, während Nich mit Hilfe einer Zange das ganze nach oben zog. Als er das ganze in Reichweite des Pedals hatte, griffen wir mit einer anderen Zange um damit er das Seil davor bewahren konnte wieder zurückzurutschen. In der Zwischenzeit zog ich mit Zange 2 das Seil in seine Führung. Ein ganz schöner Kraftakt!
Beim Zusammenbau der hinteren Bremse stellte ich fest das hinten Links die Trommel nicht mehr an Ihren angestammten Platz wollte. Die Beläge standen im Weg! Also schauten wir uns das ganze einmal genauer an. Dabei stellten wir fest das sich die Beläge nicht nur verschoben hatten, sondern auch das diese auf der linken Seite gänzlich falsch eingebaut waren
Nach der Vollbremsung ging die Warnleuchte der Feststellbremse an. Na toll! Gerade als wir das gerichtet hatten! Ich fuhr also erst einmal in die Tiefgarage, Bestandsaufnahme machen!
Mein Verdacht war das vielleicht eins der Seile bei der Aktion gerissen war, weil diese so schon ziemlich unter Spannung standen was definitiv nicht so sein sollte. Ich schaute also noch einmal unter das Auto und konnte absolut nichts verdächtiges feststellen. Die Handbremse tat auch nichts mehr und so beschlossen wir erst einmal zu schlafen. Am nächsten morgen ging es entsprechend wieder direkt in die Werkstatt. Sönke machte vorher noch eine kurze Probefahrt. Sein Gesicht sah ähnlich unglücklich aus wie meins
Jopp, war mir nach der Aktion auch schon aufgefallen
Als dies endlich erledigt war und nach einer Probefahrt, ging es endlich an die Teile auf die ich mich schon alle die Monate gefreut hatte. Zuerst kam das Radio an die Reihe. Sönke baute das halbe Dashboard auseinander und ich saß daneben in der Hoffnung das die Vorbesitzer gnädig mit dem Kabelbaum waren. Glücklicherweise wurde ein Adapter für das CD-Radio verwendet und somit war hier noch alles original erhalten. Gott sei Dank! Sogar der originale Radiohalter wurde wiederverwendet, auch wenn dieser empfindlich gekürzt wurde, dies war aber kein allzu großes Problem. Kurzer Soundcheck: Das Radio läuft wunderbar und endlich ist es wieder da wo es hingehört!
Weiter ging es mit dem hinteren Fenster. Hier stellte Sönke fest das die linke Tür in Sachen Rost sogar noch besser dasteht als die rechte
Somit wurde das erst einmal wieder verschoben. Wir machten also mit den seitlichen Logos weiter. Pia hatte glücklicherweise schon die alten Logos mit neuem Kleber versorgt somit mussten diese nur noch aufgeklebt werden. Sönke bereitete schon einmal die Türflächen vor damit die Logos auch wieder da landen wo sie hingehören
Danach folgten noch die fehlenden Teile der Motorhaubenzierleiste an den Kotflügeln. Nachdem auch dies erledigt war folgte das abolute Highlight! Das alte Haubenlogo ging endlich in die wohlverdiente Rente um dem originalen Logo Platz zu machen! Während Sönke das alte Logo abmontierte,sowie die Haube vorbereitete (Lack an den Stellen auftragen wo er dank der Montage des alten abgeblättert war) bereitete ich das neue Logo vor. Noch einmal schnell kurz mit dem Ärmel sauber gemachet und dann die Schutzfolie entfernt. Leicht nervös setzte ich das Logo vorsichtig auf die Haube. Mit sanfter Gewalt drückte ich das Logo noch einmal an allen Ecken an damit es auch wirklich flach und sauber aufsitzt. Die Aktion wurde von gefühlt 298493284 Kameras dokumentiert
Dies dürfte das erste mal in der deutschen B-Body Geschichte gewesen sein das jemand das stehende Logo durch das flache ersetzt hat
Jetzt war unser geliebter Caprice also endlich wieder komplett! Ich kann gar nicht sagen wie zufrieden ich mit dem Auto momentan bin
Damit war der Tag aber noch lange nicht zu Ende! Es war Samstag, wir waren in Stuttgart: Cruising time! Der allwöchentliche Saturday Night Cruise stand an und mit einem fertigen Auto war das ganze gleich umso schöner
Wir trafen uns am Parkplatz eines KFC wo mit der Zeit immer mehr Autos eintrafen. Caprice, Corvette, Challenger, Mustang, Pick-Ups jeden Alters, Coupes, Cabrios, Limousinen einfach alles war vertreten! In Waiblingen fand zur gleichen Zeit ein riesiges Tuningtreffen statt dem wir uns anschlossen. Auch hier war die Bandbreite der zu sehenden Autos geradezu riesig! Wir schauten uns noch etwas um, beschlossen aber relativ schnell zurück ins Hotel zu fahren. Die Nacht davor war sehr kurz und der Tag dafür wieder umso anstrengender und länger
Für den nächsten Tag hatten wir mit Sönke noch ausgemacht uns kurz an der Werkstatt zu treffen, schließlich wollte der Interessent für den Caprice an diesem Tag den Wagen besichtigen! Da kann ein weiterer B-Body der für die richtige Kaufstimmung sorgt natürlich nicht fehlen
Der Interessent ist extra aus Italien angereist um den Wagen zu begutachten. Der junge Mann war sichtlich begeistert von dem Auto. Wer kann es ihm verdenken? Der Wagen ist für sein alter in einem Top Zustand. Lack und Trimteile sind perfekt! Sogar die Zierstreifen sind noch vollständig erhalten. Lackmacken habe ich absolut keine finden können. Dazu hat der Wagen eine lächerlich niedrige Laufleistung von gerade mal um die 60.000km. Die Erstbesitzerin war eine ältere Frau namens Alice (passenderweise ist der Caprice ein 93er in LS Ausstattung!) die den Wagen nur sehr selten gefahren ist. Frischen TÜV hatte der Wagen einen Tag vorher auch noch bekommen, eigentlich eine gutes Angebot. Wer Interesse hat darf mir gerne ein PN schreiben, ich stelle gerne Kontakt her
Nach dem Besuch des Italieners machten wir uns auf den Weg nach Hause. Unbestätigten Gerüchten zu Folge wurden wir an betreffendem Sonntag in der Nähe des Mercedes Benz Museums gesehen
An dieser Stelle möchten wir uns beide ganz herzlich bei Sönke bedanken! Ohne seine Hilfe und seinen Einsatz würde der Wagen wohl heute nicht so gut dastehen. Was auch immer du in Zukunft noch in Sachen Autos anstellst, für die tatkräftige Unterstützung bei der Rettung unseres Caprice landest du definitiv im Autohimmel
Zum Abschluss noch die obligatorische Liste mit dem aktuellen Stand der Reparaturarbeiten
Gemacht:
- Bremsen incl. Belägen und Radlager - Innenspiegel neu montiert - Lampe im Innenraum erneuert - Deutsches Handbuch besorgt, da das alte fehlte - Stoßdämpfer hinten - Feststellbremse (Müssen wir wohl nochmal ran) - "Neues" Originalradio besorgt und eingebaut! - Hintere Fensterheberrollen erneuert - Fehlende Trimteile besorgen und montieren
Noch zu machen:
- Bremse hinten (Teile sind zum Teil schon vorhanden, Trommeln fehlen immer noch - Hohlraumkonservierung am Unterboden - Spinnende Spritanzeige reparieren (Schwimmer
- Hupe an Ihren angestammten Platz bugsieren - Elektrische Antenne reparieren - Scheinwerferreinigungsanlage reparieren (die alte ist wohl doch nicht mehr zu retten, zum Glück hat Sönke die aus dem Schlachter gerettet!)
Wie man an der Liste sieht hat sich hier einiges getan, auf der anderen Seite ist die ein oder andere Kleinigkeit dazu gekommen. Bisher alles nichts wirklich wildes
Allein dieses zufriedene Lächeln ist die Mühe wert........................... |
Tue Oct 07 17:09:51 CEST 2014
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Caprice, Chevrolet
Es war ein lauer Abend irgendwann im Spätsommer, die Sonne hing knapp über dem Horizont. Draußen war es angenehm warm. Ich saß in meinem Arbeitszimmer und während ich aus dem Fenster starrte und der Sonne beim untergehen zusah wurde mir eins klar: Ich musste raus auf die Straße, raus aus dem Alltag.
Also stieg ich schnell in meine schwarzen Lederboots, warf mir meine Lederjacke über und packte im vorbeigehen schnell noch den Autoschlüssel mit dem großen glänzenden Chevrolet Anhänger ein. Vor der Tür wartete schon mein treuer Begleiter auf mich, ein blauer Chevrolet Caprice. Der Dark Sapphire Metallic lackierte Wagen strahlte mich bereits an und bei seinem Anblick musste ich unweigerlich grinsen. Die dunklen Sonnenstrahlen ließen den Lack in silber und blau schimmern. Ich stieg ein, lasse mich in die weichen dunkelblauen Sitze fallen. Ich entspanne mich und schließe für einen Moment die Augen, lasse alles auf mich wirken, nehme diesen speziellen Geruch auf den nur alte Autos haben!
Ich öffnete meine Augen, bewegte meine Sofahälfte per Knopfdruck unter dem leisen sirren des Elektromotors sanft nach vorne. Die Sitzposition passte. Zeit den Schlüssel in das Zündschloss zu stecken! Mit beherztem Druck, ausgelöst durch Daumen und Zeigefinger, bewegte ich den Schlüssel auf Zündung. Ein weiterer Druck auf "On" und der Motor sprang unter einem schrägen heulen, wie Ihn nur ein GM-Anlasser produziert, an. 8-Zylinder, in V-Form angeordnet, warteten auf den Marschbefehl. Ich fixierte den Wagen mit Hilfe des riesigen Bremspedals, löste die Handbremse mit einem beherzten Griff und zog den Wählhebel der Automatik von P auf R. Langsam ließ ich mich aus der Einfahrt rollen. Ich zog den Hebel nun auf [D] und ließ den Chevy einfach losrollen. Der Motor blubberte sanft vor sich hin und der Chevy rollte mit Schrittempo durch die Straße. Wieder blickte ich aus dem Fenster, die Sonne spiegelte sich in den Häusern. Die ganze Stadt schien in dieses glühende Orange gehüllt zu sein. Langsam bog ich auf die Zubringerstraße der Autobahn ab. Kaum hatten es sich der Caprice und ich bequem gemacht, ließ ich das Fenster runter für ein wenig Frischluft. Ich ließ das Radio laufen, es lief Paris, The Nation von The Chute, genau das was ich im Moment brauchte. Die Autobahn flog nur so an uns vorbei. Zeit die Landstraße zu erobern. Ich setzte den Blinker und verließ die Autobahn um kurz darauf auf einer Landstraße zu landen. Von dort bog ich auf eine steile und kurvige Bergstraße ab. Mit etwas Nachrduck gab ich dem Chevy wonach er verlangt, Gas! Mit der Kraft einer Horde Wasserbüffel zog der V8 mich und die 5,44m lange Karosse den Berg herauf. Oben angekommen fuhr ich in einen kleinen Feldweg. Ich parkte den Chevy und schaue mich erstmal um. Vor mir das weite Tal an dessen Horizont der orange glühende Feuerball hing. Zu meiner linken ist ein Maisfeld das in voller Blüte stand, zu meiner rechten eine große Wiese auf der gerade ein paar Kühe vergnügt grasten. Der Anblick war atemberaubend!
Während ich fasziniert der großen Kugel am Himmel zusah wie Sie langsam verschwindet, zündete ich mir genüsslich eine Lucky Strike an und genoß einfach nur den Moment. Diese Ruhe, der Anblick der Sonne, die Wärme. Langsam drehte ich mich wieder zum Chevy um. Die Sonne funkelte im Lack, das Logo steht stramm wie am Tag als es montiert wurde, auch wenn es nach 22 Jahren etwas an Glanz eingebüßt hat. Ich beschloss wieder zurück zu fahren. Also wieder runter vom Feld und wieder zurück auf die Bahn. Im Radio lief passenderweise gerade Motorjesus' Back in the action car. Ich schlängelte mich die Bergstraße wieder herunter, genoß wie das Fahrwerk die meisten Schlaglöcher und Bodenwellen einfach wegbügelte. Der Chevy machte der Straße unmissverständlich klar: "Hier bin ich der Boss!"
Die Autobahn rückte immer näher, kurz vor der Auffahrt waren wir beide angespannt denn wir beide wussten was jetzt kommt. Das Radio hatte mittlerweile wieder etwas neues auf Lager, dieses mal Live it Up von Airbourne. Während mir Joel O’Keeffe ein beherztes "Live it up!" entgegenschreit trat ich das Pedal des Caprice voll durch. Die Automatik schaltete prompt 2 Gänge zurück und der 5 Liter V8 holte einmal kräftig Luft. Der Chevy schob sich sanft aber bestimmt die Auffahrt hinauf, während sich mit zunehmender Drehzahl seine Tonlage von relaxtem Rock in donnergrollenden Heavy Metal verwandelte. Die steile Autobahnauffahrt war geschafft! Ich ließ den Chevy auf 110 zurückfallen um danach den Tempomaten den Rest erledigen zu lassen. Vor mir versank die Sonne immer weiter hinter dem Horizont als ob Sie sich vor dem Caprice verstecken wollte. Die Dunkelheit ließ nicht lange auf sich warten und der Twilight Sentinel schaltete das Licht prompt ein. Die Scheinwerfer zerschnitten mit Ihrem Licht die diffuse Dunkelheit. Zurück in der Stadt hatte uns die Dunkelheit komplett eingeholt. Im Radio lief wieder Airbourne, dieses mal No one fits me better than you! Passte perfekt! Wir schlängelten uns langsam durch das Gewirr der Stadt, zurück in meine Straße. Ich parkte den Chevy wieder in der Einfahrt, schloß die Tür und lauschte noch eine Weile dem knistern des Auspuffs. Schnell warf ich noch einen flüchtigen Blick bevor ich wieder das Haus betrete. Ich musterte die schier endlose Karosserie die durch die Dunkelheit durchschimmerte. Zufrieden ging ich rein. Drinnen wartete schon meine Süße auf mich. Es war schon spät und so beschlossen wir direkt ins Bett zu gehen. Mir ging die Fahrt noch einmal gedanklich durch den Kopf bevor ich mit einem breiten Grinsen im Gesicht ins Reich der Träume entschwand............... |
Wed Sep 24 20:41:13 CEST 2014
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Dynamix
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Caprice, Chevrolet, IV
Hello Petrolheads,
letzten Samstag war es endlich soweit, der B-Day stand an!
Auf diesen Tag hatten wir beide schon seit dem Kauf des Caprice hingefiebert, ist dies doch das größte und einzige Treffen seiner Art
Entsprechend früh waren wir da und konnten uns so einen guten Platz auf dem Hof sichern
Neben vielen Cop Cars (9C1 Modelle) fand auch der ein oder andere zivile Caprice und sogar ein Custom Cruiser seinen Weg in den Süden
In der Zwischenzeit waren auch Thomas incl. jüngerer Begleitung eingetroffen zwecks automobiler Bildungsmaßnahme. Die Jugend muss schließlich rechtzeitig auf den rechten Weg geführt werden und als Fahrer eines Fahrzeuges aus nordamerikanischer Produktion hat man schließlich einen Bildungsauftrag zu erfüllen.
Mittlerweile hatten wir Nachmittag und der Hunger drückte bei so ziemlich jedem. Somit sind wir allesamt (Wir, Nick, Flo, Jan, Mario und Thomas incl. Begleitung) zum örtlichen Burgerhöker gefahren. Hier hatte ich die Gelegenheit mal in einem von Jans Schmuckstücken mitzufahren. Hierbei handelte es sich um einen W124 T-Modell mit einigen netten Extras wie Leder, Klima, Schiebedach und vielem mehr. Die Fahrt war sehr angenehm und an dieser Stelle ein kleines Danke an Jan das er mich so bereitwillig mitgenommen hat
Nach der kleinen Stärkung ging es wieder zurück auf das Treffen. Dieses mal fuhren wir mit Nick im "YoloBMW" zurück. Ich bin schon gespannt wie sich das Teil auf der Nordschleife schlagen wird
Wieder zurück auf dem Treffen machte ich eine interessante Entdeckung. Ich sah wie einer der Teilnehmer interessiert eine Runde nach der nächsten um mein Auto drehte. Nach einem kurzen Schnack stellte sich heraus, das er genau das gleiche Deutschlandmodell besitzt wie ich. Seinen hatte er in mühevoller Handarbeit über 3 Jahre restauriert und dies auch entsprechend dokumentiert. Die Bilder sahen wirklich gut aus und ich will gar nicht wissen wie viele Arbeitsstunden in die Restauration geflossen sind. Die Lackarbeiten machten auf den Bildern einen sehr guten Eindruck. So langsam keimt auch in mir der Wunsch dem Wagen seine Lackmacken auszutreiben
Kaum war das Gespräch beendet, stand auch schon die gemeinsame Ausfahrt in die Stuttgarter Innenstadt an. Der Anblick war geradezu majestätisch! Stellt euch ein gutes Dutzend B-Bodys vor die im Konvoi durch Stuttgart cruisen. Am Ziel angekommen stand erst einmal eine kleine Fotosession an
Nach dem Essen ging es ab zum allwöchentlichen Saturday Night Cruise. Wir fuhren im Konvoi durch Stuttgart mit einem Zwischenstopp an der berühmt berüchtigten Aral-Tankstelle (hier musste Flo uns leider verlassen!) bis zu einer ruhigen Seitenstraße in der wir alle parken konnten. Dort fachsimpelte ich noch ausgiebig mit dem Fahrer eines komplett original erhaltenen 9C1 Caprice. Wie sich herausstellte stammte sämtliches Equipment an diesem Caprice noch aus der aktiven Dienstzeit des Wagens, welcher auch nach seiner "Rente" nicht zurückgerüstet wurde. Zu allem Überfluss lief der Wagen auch noch in Ford City
Nach gut 1,5 Stunden voller Benzingespräche, beschlossen wir noch der Sammlung des guten Sönke einen Besuch abzustatten. Dort angekommen hatten wir die Gelegenheit gut ein Dutzend Caprice in allen Formen und Farben zu bewundern. Natürlich einer schöner und seltener als der andere
Nick war sichtlich beeindruckt! Wer konnte es Ihm verübeln? Die Bandbreite der hier verwahrten Autos beschränkte sich nicht nur auf die Caprice. Haufenweise Schätzchen standen in der Garage. Neben einigen Schätzen aus amerikanischer Produktion fanden sich dort auch einige Raritäten mit dem Stern auf der Haube, darunter ein Pullmann Benz. Sogar ein Alvis fand sich in der Sammlung. Nach der Führung durch die Sammlung ging es für alle ins Hotel bzw. nach Hause. Es war ein langer und spannender Tag.
Wir werden auf jeden Fall nächstes Jahr wieder dabei sein und wer weiß ob wir bis dato nicht schon Caprice Nr.2 haben?
Greetings, Dynamix&Miep
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Sun Sep 21 20:30:01 CEST 2014
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Dynamix
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Caprice, Chevrolet
Hello Petolheads,
letztes Wochenende war es endlich soweit, der B-Day stand vor der Tür! Grund genug für mich und meine bessere Hälfte mal wieder die lange Fahrt Richtung Süden auf uns zu nehmen um diesem wunderbaren Spektakel beizuwohnen!
Spulen wir an dieser Stelle aber mal ein paar Tage zurück! Unser Plan sah nicht nur vor am Samstag den B-Day zu besuchen, sondern auch vorher noch ein wenig am Chevy zu schrauben.
Ergo sah unser Plan in etwa so aus:
Donnerstag: Anreise und Treffen mit ein paar guten Freunden, wenn möglich die Baustellen am Caprice abarbeiten
Freitag: Soweit möglich bei den Vorbereitungen für den B-Day helfen, Autowaschen sowie ein kleines Fotoshooting mit Nick.
Samstag: B-DAY!!!!!!!!!!
Sonntag: Abreise
Wie es im Leben nun mal so ist kommt es erstens anders und zweitens als man denkt. Wir haben im Endeffekt kaum etwas von der Liste geschafft. Warum? Dazu kommen wir im weiteren Verlauf, also weiter im Text
Am Donnerstag sollte es losgehen! Da wir am Donnerstag noch ein bisschen schaffen mussten, fuhren wir erst gegen Nachmittag los. Wenigstens war das Wetter gut und so fuhren wir gut gelaunt in Richtung Süden. Leider zog sich das Wetter mit jedem geschafften Kilometer immer weiter zu. Ein heftiger Regenschauer nach dem anderen machte die Fahrt zu einem Erlebnis der anderen Art. Der Chevy ließ sich davon wenig beeindrucken, spulte er doch stoisch Kilometer um Kilometer runter ohne auch nur mit dem Scheinwerfer zu zucken! Auch von diversen Staus zeigte er sich ganz im Gegensatz zu uns eher unbeeindruckt. Nach gut 5 Stunden Gefühlschaos in dem von "alles easy" bis "ich werde euch alle vom kosmischen Todeslaser atomisieren lassen" wirklich alles dabei war kamen wir dann überglücklich aber erschöpft am Ziel an. Die Staus und das schlechte Wetter hatten uns mal wieder viel mehr Zeit gekostet als wir eingeplant hatten.
Viel Zeit blieb uns somit leider nicht mehr! Wenigstens hatten wir noch Zeit uns ein bisschen auf dem Hof umzuschauen und ein bisschen mit den Jungs und Mädels vor Ort zu quatschen. Leider hat die Zeit nicht mehr für die geplanten Schönheitsreparaturen am Caprice gereicht
Dafür kamen wir als Ausgleich in den Genuss einer kleinen aber dafür umso feineren Lightshow. Christian, ein weiterer B-Body Pilot hatte sich für sein Police Car eine Signalmaster besorgt und wollte nun wissen ob es das gute Stück nach der langen Überfahrt über den Atlantik überhaupt noch in der Lage ist seiner ursprünglichen Bestimmung nachzukommen
Bei dem geradezu hypnotischen Anblick dieses blinkenden Dings keimte in uns doch glatt der Gedanke auf uns auch mal ein Cop Car mit allem Drum und Dran anzuschaffen
Als wir damit durch waren war es schon spät und so beschlossen wir sämtliche geplanten Aktivitäten hinsichtlich Reparaturen am Caprice auf den Freitag zu verschieben und stattdessen lieber etwas Essen zu gehen. Die Idee stieß auf kaum Gegenwehr und so ging es auch direkt los. Von Weinstadt ging es durch das abendliche Stuttgart zum nächstbesten Vapiano. Nach kurzer Parkplatzsuche konnte der Abend losgehen
Bei gutem Essen haben wir dann den Abend mit ein paar Geschichten ausklingen lassen. Der Abend war wirklich super und unsere Begleitung in Form von Sönke und Andre (unserem Lieblings Cop Car Fahrer aus dem Pott!
Da wir mittlerweile bei einer unmenschlichen Uhrzeit angekommen waren, beschlossen wir uns so langsam auf den Weg zu machen. Als es dann soweit war, fühlte sich meine bessere Hälfte plötzlich dazu berufen dem Chevy endlich mal mit Ihrer Anwesenheit am Volant zu beehren!
Na gut, Sie hatte es nicht anders gewollt!
Nach der Ankunft im Hotel fielen wir dann auch gleich mehr oder weniger simultan ins Wachkoma. Der Tag war lang und anstrengend! Wer hätte geahnt das dies nur der Prolog für die nächsten Tage werden würde!
Nachdem wir unsere quasi leblosen Kadaver aus dem Bett gehievt hatten war erstmal frischmachen angesagt. Im Gegensatz zu meiner besseren Hälfte hatte ich kaum geschlafen. Irgendwie war mein Hirn der Meinung es müsste sämtliche Eindrücke der letzten Stunden sofort sortieren, dementsprechend unruhig schlief ich auch. Dies sollte sich die nächsten Tage noch rächen!
Nach dem frisch machen, trieb uns der kollektive Hunger in die Fänge des Hotelrestaurants wo auch schon ein Frühstücksbuffet auf uns wartete. Das Essen war in Ordnung und die Auswahl war auch groß, allerdings waren wir beide der Meinung das die Auswahl den heftigen Aufpreis von 20€ pro Nase nicht rechtfertigt. Da haben wir schon deutlich bessere Frühstücksbuffets für weniger bekommen. Naja, dafür sind die Zimmer echt gut für Ihren Preis! Frisch gestärkt ging es dann auch schon schnell in die Stuttgarter Innenstadt: Shopping war angesagt!
Wir schlurften bei eher suboptimalem Wetter (Untertreibung des Jahrzehnts wenn ihr mich fragt
So kamen wir zwar immer noch mit genug Zeit aber später als geplant in der Werkstatt an. Danke Stuttgart!
Wie schon vorher angedeutet lief das Wochenende nicht ganz so rund wie geplant
Nebenher wurde kurzerhand wurde daraufhin erstmal wieder der alte Anlasser eingebaut der zwar auch Probleme machte, allerdings waren diese im Vergleich zu dem Feuerwerk das vom Austauschteil verursacht wurde nur Peanuts
Nachdem die Chevelle versorgt war, wurden die ersten Caprice von uns fein säuberlich auf dem Hof drapiert, es sollte schließlich alles vorbereitet sein. Nachdem auch dies erledigt war, sollte eigentlich an dieser Stelle jetzt der Part folgen an dem Schrauben angesagt war. Zwischenzeitlich waren auch Nick und etwas später auch Flo für das ursprünglich geplante Fotoshooting eingetroffen.
Wie an anderer Stelle schon erwähnt war ein guter Freund aus Dortmund mit seinem Caprice da, dessen Auto dann zuerst versorgt werden sollte. Zufälligerweise waren neben dem Fensterheber genau wie bei meinem Caprice die Führungen der Fensterheber hinten defekt. Glücklicherweise hatte Andre vor ein paar Monaten einen Schlachter gekauft, der auf dem Hof darauf wartet nach und nach ausgeweidet zu werden. Genau dieser Schlachter musste auch für unsere fehlenden Teile sein Leben lassen. Traurig, aber he, es ist für einen guten Zweck
An dieser Stelle trat Problem 2 auf! Der Schlachter wollte ums verrecken nicht mehr anspringen. Alle Versuche Ihn zum starten zu überreden waren nutzlos. Auch der Booster konnte hier nichts mehr ausrichten. Was macht man also wenn man zufälligerweise ein zweites Auto daneben stehen hat? Sicherlich Starthilfe geben, oder? Falsch! Man schiebt den Schlachter mit Caprice Nr.2 dank Cop Car Package und Ramme einfach kurzerhand den Berg hoch!
Nachdem der Schlachter endlich an der Werkstatt angekommen war, wurde Ihm auch gleich sein Fensterheber entrissen und in Andres Caprice umgebaut. Kurz darauf ging es dann auch einer meiner Türen an den Kragen. Wir knöpften uns das rechte hintere Fenster vor um dort endlich die Führung zu reparieren. Im Prinzip sind das nur ein paar winzige Plastikführungen die in den Fensterheberschienen sitzen. Wenn diese brechen neigen die Fenster ab einer bestimmten Stelle zum runterfallen. Also runter mit der Türverkleidung, danach die Innenfolie entfernt und dann das vernietete Panel entfernt auf dem normalerweise die Türverkleidung sitzt. Schon kommt man an die Fensterheber heran. Kein Problem für den B-Body Pro!
Während wir an der Tür rumhantierten ergab sich auch die Gelegenheit für das ein oder andere Gespräch nebenher. Unser guter Nick musste sich dabei die Frage gefallen lassen was man ausdrücken will wenn man Saab fährt
Als wir die Folie der Tür runter hatten, bestätigte sich nur was wir bei den letzten malen schon feststellten: Der Caprice ist in Sachen Blech in einem sehr guten Zustand! Sönke hatte wohl vorher noch nie eine neuwertige Capricetür gesehen. Das ist doch mal ein Kompliment!
Weiter ging es danach direkt mit der Hupe an Andres Caprice. Blöderweise hatte es hier nicht wie üblich und auch angenommen den Hupenschalter im Lenkrad erwischt, sondern gleich den Ring in der Lenksäule in dem das Kabel der Hupe steckte. Eigentlich kein großes Thema wenn man weiß wie, allerdings war schon den ganzen Tag der Wurm drin und so kam auch hier wieder alles anders!
Hatte unser Schraubergott vor nicht allzu langer Zeit noch eine komplette Lenksäule für Fälle wie diesen bei Seite gelegt, so war diese plötzlich weg. Kein Problem sollte man meinen, schließlich stand vor der Türe noch ein baugleicher Schlachter herum, dessen Lenksäule noch komplett war. Blöderweise hatte jemand den Wagen verschlossen ohne den Schlüssel abzuziehen. Ergo: Auch an diese Lenksäule war kein rankommen.
Leicht frustriert beschlossen wir daraufhin lieber etwas Essen zu gehen da irgendwie niemand die Zeit gefunden hatte überhaupt irgendetwas essbares zu sich zu nehmen. Der Weg führte uns also wieder zurück in die Stuttgarter Innenstadt. Nick und Florian begleiteten die B-Body Gruppe und zwischenzeitlich stießen auch Jan und Mario zur Gruppe die gerade (rein
Wir fanden uns allesamt in einem spanischen Lokal mitten im Herzen von Stuttgart ein wo es neben Live Musik und einem netten Ambiente auch eine Menge spanischer Spezialitäten gibt. Natürlich war auch hier wieder Gelegenheit zum ausgiebigem fachsimpeln und rumblödeln
Auch dieser Abend verflog wieder im Rekordtempo und so zeigte das Logbuch irgendeine unmenschliche Zeit an (irgendwas zwischen 1:30 Uhr und 3 Uhr morgens
Wie es weitergeht erfahrt Ihr im nächsten Artikel
Noch ein kurzes Update zum Caprice selbst! Die letzten Monate waren wir nicht ganz untätig und so ist es uns gelungen so gut wie alle fehlenden Trimteile zu bekommen incl. des seltenen flachen Haubenebmlems das alle Caprice LTZ sowie die für den Deutschen/Skandinavischen Markt bestimmten Caprice. In der Bildergalerie könnt Ihr sehen was wir mittlerweile alles so an seltenen Teilen zusammengerafft haben
Was mir momentan noch Sorgen bereitet sind die Schriftzüge. Wir waren zwar bisher in der Lage einige zusammenzuraffen, allerdings weiß keiner welche Ausführung ab Werk montiert war. Auch eine detaillierte Aufschlüsselung der VIN brachte hier keine Erleuchtung. Ging ich davon aus das an unseren die gebürsteten Schriftzüge gehören, so haben wir vom Schlachter welche in der Chrom Ausführung bekommen. Sehr verwirrend! Hätte einer der Vorbesitzer die verdammten Dinger doch einfach an Ihrem angestammten Platz gelassen!
Greetings, Dynamix & Miep |
Thu Sep 04 09:40:23 CEST 2014
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Dynamix
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1NL69, Alero, Caprice, Chevrolet
Hello Petrolheads,
nachdem der Olds seine neuen Radlager bekommen hat, dachte ich mir es wäre an der Zeit mal eine kleine Tour zu machen um die neu gewonnenen Qualitäten auch gründlich auszutesten. Da ich sowieso mal wieder in die Eifel wollte und sich dieser Wunsch in der letzten Woche noch verstärkt hatte beschloss ich den Plan noch am selben Wochenende in die Tat umzusetzen
Man merkt schon, ich bin hochgradig Fahrabhängig
Für das nächste U25 Treffen an der Nordschleife hatte ich in den letzten Wochen eine Route ausgetüftelt die ich bei der Gelegenheit unbedingt mal ausprobieren wollte. So dachte ich mir: Wenn nicht jetzt wann dann?
Da ich nicht mit einem dreckigen Auto losziehen wollte, haben wir am Freitag erstmal den Olds geputzt und für die große Fahrt vorbereitet. Erster Stop war die Tankstelle neben der Waschanlage zu der wir kurz darauf auch gleich hingefahren sind. Der Olds hat einmal die Premiumfahrt in der Geisterbahn bekommen und wurde danach von uns liebevoll getrocknet, ausgesaugt und von allem möglichen Kleinkram befreit der sinnlos herumlag.
Bei der Gelegenheit habe ich es endlich geschafft die Rücksitzbank ordentlich zu befestigen! An dieser Stelle einen großen Dank an Falloutboy für die Zeichnung deren Sinn sich mir nach intensivem (sehr intensivem!) Studium auch irgendwie erschlossen hatte
Die Wäsche hatte sich etwas hingezogen und so beschlossen wir danach noch etwas Essen zu gehen. Nach der Putzaktion hatten wir beide keinen Bock mehr auf Kochen
Samstag
Am Samstag morgen sollte es also losgehen! Ergo: Flott was zu futtern eingeworfen, Kamera eingepackt und ab auf die Bahn!
Dieser Teil ist schon lange nicht mehr befahrbar, umso erstaunlicher wie gut Sie bis heute erhalten geblieben ist! Bis in die 60er hinein war dieser Teil trotz Verbot bei Touristenfahrten noch befahrbar. Allerdings gab es bei Touristenfahrten diverse tödliche Unfälle, weswegen man diesen Teil dann irgendwann endgülgit gesperrt hat. Wir wollten es uns aber nicht nehmen lassen dem Mythos mal selber auf den Zahn zu fühlen, schließlich gehört auch die lange Geschichte der Nordschleife zu Ihrem Mythos dazu!
Zur alten Steilstrecke kommt man im Prinzip relativ einfach! Einfach rechts am Brünnchen den Wanderweg entgegen der Laufrichtung der Strecke hochlaufen. Kurz vor Wippermann kommt eine scharfe Kurve an der die alte Steilstrecke wieder anschließt. Hier kann man gefahrlos langlaufen, da hier wirklich alles mit Zäunen gesichert ist. Man sollte nur festes Schuhwerk dabei haben, da der Boden dank dem wechselhaften Eifelwetter gerne mal matschig ist
Die Steilstrecke ist insofern faszinierend als das Ihr Bodenbelag immer noch original erhalten ist. Lediglich das ein oder andere kleine Loch wurde wohl mal mit Beton zugegossen. Nicht schlecht für einen Boden der fast 100 Jahre alt ist
Der Boden besteht aus Steinplatten die man in den Boden eingemörtelt hat. Scheinbar eine sehr haltbare, wenn auch nicht sehr griffige Angelegenheit
Bei meinen Recherchen fand ich heraus das an diesem ehemaligen Streckenabschnitt wohl eine Art Hillclimb Event für Radfahrer stattfindet. Die allerwenigsten schaffen es dabei die Strecke ohne Absteigen zu bewältigen. Das will schon was heißen
Nachdem wir den beeindruckenden Ausblick von oben genossen haben, traten wir den gefühlt 10km langen Aufstieg an
Damit war unser Tag aber noch nicht vorbei! Meine bessere Hälfte wollte unbedingt noch auf den Spuren der alten Südschleife wandeln. Wie vorher schon angedeutet, ist die Südschleife ein stillgelegter Teil der Strecke den es in seiner ursprünglichen Form leider nicht mehr gibt. Ein Teil der Strecke ist mittlerweile eine Landstraße. Jeder der schon mal an dem berühmten Campingplatz am Ring vorbeigefahren ist, hat die Südschleife schon einmal unter den Rädern gehabt
Einen weiteren Abschnitt der alten Südschleife findet man neben dem großen Fahrsicherheitszentrum. Man biegt dazu einfach vom Ring kommend in die Straße vor dem Abzweig am Fahrsicherheitszentrum nach links ab und biegt kurz darauf nach rechts in eine Waldeinfahrt ein. Diese wird normalerweise von einer leicht lädierten Schranke verschlossen. Während des 24h Rennens dient diese Einfahrt als Zufahrt zu den weitläufigen Campingarialen rund um den Ring. Hier erkennt man schon am Straßenverlauf das dies wohl mal eine Rennstrecke gewesen sein muss. Die Kurve hinter der Strecke ist sehr eng und scharf und dazu auch noch leicht gedreht wie bei einem Nascaroval. Dahinter geht es eine steile gerade Straße runter. Ein weiterer Streckenabschnitt den wir leider aufgrund des schlechten Wetters nicht begutachten konnten liegt direkt am Eingang zur Tribüne Müllenbachschleife. Etwas versteckt hinter Sträuchern liegt ein alter zugewachsener Weg. Dies ist ein weiterer Teil der alten Südschleife. Wer dies nicht weiß, wird den Weg für irgendeinen zugewachsenen Waldweg halten. Mit einer Rennstrecke hat das Stück rein optisch nicht viel gemein
Da das Wetter uns nicht ganz gewogen war, fuhren wir direkt weiter zur Quiddelbacher Höhe. Dort ist ein altes verlassenes Hotel, dass nach einem Brand scheinbar verlassen wurde. Zudem kann man hinter dem Hotel direkt an die Strecke. Ein guter Aussichtspunkt wenn man sehen will wie die Autos mit hohem Tempo durch die Senke fahren
Auch das Hotel haben wir uns zumindestens von außen einmal genauer angesehen. Der Zaun war an diversen Stellen geöffnet und so war es kein Problem mal auf das Gelände zu kommen. Von außen kann man sehen das im Inneren wohl diverse Obdachlose und Vandalen gehaust haben. Von der ehemals vorhandenen Inneneinrichtung ist nichts mehr übrig und auch sonst ist das komplette Gebäude mitgenommen und das Grundstück stark verwildert. Eine Tour rein haben wir uns dann gespart. Wer weiß wie es um die Beschaffenheit des Gebäudes nach all den Jahren bestellt ist!
Da ich sowieso endlich die Teststrecke unter die Räder nehmen wollte fuhren wir weiter. Über malerische kleine Dörfer fuhren wir vom Ring hoch Richtung Mayschoß und Bad Neunahr-Ahrweiler über die malerische Weinstraße. Wer noch nie dort war, sollte dies schleunigst nachholen! Die Straße, umgeben von schönen alten Dörfern und Weinbergen die in voller Blüte stehen ist schon sehr beeindruckend und bei gutem Wetter auch wunderschön. Landschaftlich hat die Eifel definitiv etwas zu bieten!
Müde, aber zufrieden fuhren wir nach Hause um Kraft für den nächsten Tag zu tanken! Wir werden auf jeden Fall noch mal wiederkommen um dem Mythos Südschleife weiter zu erforschen. Vielleicht tun wir dies sogar im Rahmen des U25, wer weiß?!
Sonntag
Am Sonntag entschieden wir uns spontan nach Venlo zu fahren, da dort diverse Meetings mit US-Car Anteil stattfanden. Da der Caprice schon viel zu lange Sendepause hatte, beschlossen wir mit Ihm die Strecke nach Venlo in Angriff zu nehmen. Der Wagen sprang entgegen seines Namens ohne Probleme an und nach einem kurzen, leicht erhöhten Leerlauf blubberte er brav im Leerlauf vor sich hin
Auch hier war vor der großen Tour erstmal Tanken angesagt
Blöderweise gab es keine Parkplätze mehr da wirklich Gott und die Welt auf den Beinen war. Auf dem Marktplatz reihte sich eine V8-Preziose an die andere wobei auch für die Fans deutscher Autos das ein oder andere Schmuckstück dabei war! Mann hatten die ein Glück, die hatten wenigstens einen Parkplatz. An dieser Stelle dämmerte es mir: "Moment mal?! Du fährst doch selber einen V8!". Warum nicht also einfach auf dem Gelände parken?! Einen Versuch war es jedenfalls wert
Was soll ich sagen?! Nach etwas Diskussion ließ man mich mit meinem Auto tatsächlich auf das Gelände! Ich musste zwar etwas abseits stehen, aber dafür hatte ich einen gut bewachten Parkplatz
Dort wurde dem geneigten US-Car Fan auch gleich einiges geboten. Von den 50ern bis in die 70er gab es dort in Sachen Automobil einiges zu bestaunen
Nebenan war auch ein kleines Areal mit einer Bühne und diversen kleinen Verkaufszelten. Auf der Bühne gab es Rock N Roll nonstop und die vielen kleinen Zelte luden zum stöbern ein. Dort war auch ein Friseur mit seinem Team anwesend der einem direkt vor Ort den passenden Look verpasste. Dies alles für gerade mal 10€, da kann man wirklich nicht meckern
Leider fing es kurz darauf auch wieder an zu regnen. Dieses mal hatte der Regen eher Ähnlichkeit mit einer Sintflut. Dazu gesellte sich noch ein starkes Gewitter woraufhin auf dem Gelände der Strom ausfiel. Da wir trotz Regenschirm schon nach wenigen Minuten völlig durchnässt waren beschlossen wir nach Hause zu fahren. Auf dem Weg nach Hause war der Regen dann auch unser ständiger Begleiter. Dem Caprice war das alles völlig egal. Stoisch zog er mit Richtgeschwindigkeit seine Bahnen bis vor unsere Haustür. Müde und leicht durchnässt kamen wir dann schließlich am späten Nachmittag wieder zu Hause an.
Leider war damit nicht nur der Tag, sondern auch das Wochenende schon wieder rum
Klickt euch ruhig mal durch die Bildergalerie, es lohnt sich!
Greetings, Dynamix & Miep |
Thu Jul 03 20:53:19 CEST 2014
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Caprice, Chevrolet, IV
Hello Petrolheads!
der Wal ist jetzt seit knapp 3 Monaten bei uns. Da wir an Pfingsten eine längere Tour mit dem Wal gemacht haben und dabei auch noch ein paar Reparaturen von der Liste erledigt wurden, dachte ich mir es bietet sich an hier mal wieder ein Update zu veröffentlichen. Da über Pfingsten ein paar freie Tage drin waren und wir auch noch die Gelegenheit hatten mal einen Bekannten zu besuchen der eine Art Mini US-Car Meeting abgehalten hat, drängte sich die Tour geradezu auf
Somit gings am Freitag morgen vor Pfingsten auch schon los. Da wir Urlaub hatten, konnten wir es uns leisten entgegen unseres Plans erst um 9 loszufahren. Vorher konnten wir uns beide einfach nicht aus dem Bett quälen
Nachdem die Koffer im Wal verstaut waren gings auch direkt los. Erstmal ab auf die Bahn und runter nach Stuttgart. Die Fahrt verlief relativ ereignislos, bis auf den heftigen Unfall auf der Gegenspur kurz vor dem Frankfurter Flughafen. Hier hatten sich mehrere LKWs für heftigen Körperkontakt entschieden. Leider war zwischen 2 40-Tonnern auch ein kleiner 7,5 Tonner eingequetscht den es ziemlich heftig erwischt hatte.
Ansonsten gings nach einem kurzen Gafferstau (wie ich das hasse!!!!!) wieder reibungslos weiter. Gegen Nachmittag waren wir dann ganz entspannt in Stuttgart eingetroffen. Kurzer Check-In im Hotel, danach im Lidl nebenan was zu trinken besorgt, denn es war heiß! Petrus hatte es offenbar gut mit uns gemeint, so konnte wenigstens die Klima mal zeigen was Sie auf dem Kasten hat
Noch auf dem Lidl Parkplatz wurde ein spontanes Treffen mit Nick_rs eingeleitet. Wir haben uns jetzt schon ein paar mal mit Ihm getroffen und die Tatsache das wir mit dem Wal ab jetzt öfter in der Schwabenmetropole sein werden wird die Anzahl dieser Art Spontantreffen nur noch weiter in die Höhe treiben
Nach dem kurzen Meeting mit Nick hatten wir auch schon unser Date mit dem Walgott. Die Stoßdämpfer hinten sollten neu, da die Dämpfer den Druck auf Dauer nicht mehr halten konnten. Die treuen Stammleser werden sich sicherlich erinnern
Als Ersatz hatte ich brandneue Dämpfer von ACDelco besorgt. Materialwert: Lächerliche 68€ für 2 Dämpfer plus den ganzen Kleinkram den man noch so benötigt. Klar kommen da noch Shipping und Steuer drauf, aber das gleicht sich eh aus da ich ja noch ein paar andere Kleinteile mitbestellt hatte.
Die grobe Planung für den Nachmittag und Abend sahen in etwa so aus: Stoßdämpfer tauschen, Embleme kleben, Abendessen mit Schraubergott.
Nach einem kurzen Handshake ging es auch schon ab Richtung Werkstatt. Folgender Dialog spielte sich auf dem Weg in selbige in ungefähr so ab:
Schraubergott: Was machen wir denn jetzt heute alles? Ich hatte da was mit Stoßdämpfern und Bremse hinten im Kopf! Könnte bei der Planung mit Abendessen relativ knapp werden.
Ich: Eigentlich nur die Dämpfer, da ich die Teile für die Bremse noch nicht alle beisammen habe. Danach vielleicht dann noch das anbringen der Schriftzüge am Kofferraum.
Schraubergott: Ach, doch nur so wenig?! Da bleibt ja noch Zeit um 3 mal essen zu gehen
Ich:
Den blöden Gesichtsausdruck den ich nach diesem Satz hatte, kann man einfach nicht in Worte fassen
Nach einem kurzen Smalltalk und ein bisschen Schwärmerei meinerseits für die ganzen leckeren US-Cars die da auf dem Hof auf Restauration warteten, fuhren wir den Wagen dann auf die Bühne. Scheinbar hatte mich mein Spezi falsch verstanden. Er öffnete die Haube und verzog auch gleich leicht das Gesicht. "Das tauschen der vorderen Stoßdämpfer wird dank der Anbauteile der Gasanlage keine einfache Angelegenheit!" Er dachte wir machen überholen einmal das komplette Fahrwerk. Als ich Ihm dann sagte das wir eigentlich nur die hinteren Dämpfer tauschen kommentierte er das mit einem schelmischen Grinsen in etwa so: "Ach, nur die Hi-Jacker?! Das wird ja noch viel einfacher!
Das ich an der Stelle den zweiten blöden Gesichtsausdruck des Tages hatte muss ich an der Stelle wohl nicht mehr erwähnen
Zufälligerweise hatte ein weiterer Bekannter aus der Szene einen Deutschland Caprice gekauft der aber leider einen Lagerschaden am Motor hat. Leider hat der Wagen auch nicht mehr alle Originalteile, weswegen er mit hoher Wahrscheinlichkeit geschlachtet wird. Des einen Leid, des anderen Freud: Mit etwas Glück kriege ich das heiß ersehnte Radio incl. ein paar seltener Zierteile und Embleme zu einem fairen Kurs. Wir schlichen natürlich ausgedehnt um das Auto drumherum um die Unterschiede zu unserem auszumachen. Glücklicherweise hatten wir Gelegenheit das Radio auszuprobieren und es funktioniert tatsächlich noch und es ist das heiß ersehnte Europa Radio mit den geraden Frequenzen. Das Radio beherrscht sogar Zwischenfrequenzen was zu der Zeit nicht unbedingt selbstverständlich war! Wird das geil, sollte ich die Teile wirklich kriegen!!!!!
So, genug geschwärmt, jetzt sollte endlich mal Hand angelegt werden
Also raus mit dem Teilen aus dem Kofferraum und alles soweit vorbereiten. Meine bessere Hälfte hatte die undankbare Aufgabe die Logos von den Resten des alten Klebers zu befreien. Ich beneidete Sie nicht um diese Aufgabe. Andererseits, mich hat man auch nicht gerade geschont
Wir klemmten erstmal die Batterie ab, damit der Kompressor nach Demontage der Dämpfer nicht permanent versucht die Höhe auszugleichen. Hier war die Batterieklemme ausnahmsweise mal echt nützlich. Danach ließen wir den Wagen via Hebebühne Richtung Himmel wandern. Was danach kam, kann man nur als Just in Time Defekt bezeichnen. Kaum war der Wagen auf der Bühne, fing der rechte Dämpfer an inkontinent zu werden. Was mit einem harmlosen tropfen anfing, entwickelte sich kurze Zeit später zu einem richtigen Ölschwall. So dauerte es auch nur einen kurzen Augenblick bis der Dämpfer seinen Inhalt ungeniert auf den Boden tropfen ließ. Was eine Schweinerei! Kurz wegwischen und weitermachen.
Die Dämpfer sind (wie eigentlich fast alles an dem Auto) relativ simpel befestigt, was nicht bedeutet das man Sie leicht abbekommt. Am oberen Ende des Dämpfers sind 2 Befestigungslöcher für die Schrauben mit denen die Dämpfer am Rahmen befestigt sind. Der untere Teil ist mit einem sehr massiven Bolzen an der Hinterachse befestigt. Also erstmal die dicke Schraube an der Achse lösen. Danach die 2 Schrauben am oberen Ende lösen. Blöderweise stehen die Dämpfer selbst etwas über die Schrauben und so ist es sehr schwierig an die Schrauben überhaupt ranzukommen. Dazu kommt noch das diese Schrauben mit 2 dicken Muttern von oben gesichert sind. Einer muss also die Kontermutter festhalten, während der andere mit der Ratsche die Schrauben löst. Die Rostpartikel die während der Aktion auf uns einprasselten machten das ganze nicht wirklich angenehmer. In diesem Falle hieß es aber im wahrsten Sinne Augen zu und durch! Irgendwann waren die Schrauben des ersten Dämpfers dann endlich ab und die Achse kam uns mitsamt des Dämpfers ein Stück entgegen. Hier gilt es Kopf einziehen, sonst kann es passieren das man mit einer Hinterachse im Kopf ins Krankenhaus eingeliefert wird
Danach folgte eine kurze Begutachtung des alten Dämfpers. Man muss kein Genie sein um zu sehen das die Dinger nach 22 Jahren mal fällig waren. Die neuen Dämpfer sind etwas anders aufgebaut als die alten, dafür verzichtete man auf den anfälligen Gummibalg am Dämpfer selbst. Die neuen dürften also etwas länger halten
Die gleiche Chose jetzt nochmal auf der anderen Seite durchziehen und ab dafür. Nach gut 2 Stunden waren wir mit den Dämfpern durch. Es war im Prinzip eine sehr entspannte Geschichte da sich mein Spezi nebenher noch die Zeit nahm mir einige Sachen zu erklären. Wir hatten ja auch keinen Zeitdruck
Wer jetzt dachte das wäre alles gewesen, der täuscht
Nach dem Tausch der Dämpfer fragte mich mein Spezi wie viel ich mit dem Caprice denn seit dem letzten mal gefahren sei. Da ja der Peugeot zwischenzeitlich das zeitliche gesegnet hatte, leider deutlich mehr als geplant
So kam es, dass wir den Service noch spontan hinten dran gehangen haben
Nachdem das Öl drin war, wurden noch flott die Achsen abgeschmiert. Das ich in meinem Leben mal mit einer Fettpresse hantieren würde hätte ich auch nicht gedacht
Mein Schraubergott bescheinigte dem Motor des Caprice übrigens einen exzellenten Zustand und selbst das Öl war trotz fälligem Turnus noch Bernsteinfarben und nicht schwarz. Ebenso fanden wir im Öl keine Rückstände. Ein sehr gutes Zeichen! Der Wagen wurde also bisher pfleglich gefahren und gut gewartet. Sehr schön
Während meine bessere Hälfte noch mit den Logos zugange war, schneite plötzlich ein weiterer Teilnehmer des für den am nächsten Tag geplanten Konvoi hinein. Wie es der Zufall so will, hat er auch einen Whale Body Caprice, allerdings nicht in der harmlosen Zivilvariante wie meiner sondern einen in der heißen 9C1 Variante gegen die selbst der Impala SS noch wie ein Weisenknabe aussieht
Wir hielten einen kurzen Smalltalk, da unser Schraubergott eh noch etwas für den nächsten Tag besorgen musste.
Nach seiner Rückkehr bereiteten er und meine bessere Hälfte die Logos soweit vor das man Sie aufkleben konnte. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen! Somit konnten wir endlich etwas essen gehen
Am nächsten Morgen ging es nach einem kurzen Frühstück und kurzem Shopping ab zum Treffpunkt für den Konvoi.
Nach und nach trudelten die weiteren 2 Konvoiteilnehmer ein. Somit ging es auch mehr oder weniger pünktlich los. So machten wir uns also auf dem Weg nach Augsburg. Nach gut 1,5 Stunden waren wir auch schon dort angekommen. Nach der Ankunft war erstmal eine kurze Pause mit Begrüßung und kurzem Benzinschnack angesagt. Danach gings auch schon mit dem Konvoi los. Insgesamt waren wir 6 Fahrzeuge, wobei diese alle bis auf unseren Wal echte Cop Cars oder zumindest Klone waren. Neben unserem Caprice hatten wir noch 2 echte 9C1 Caprice im Konvoi. Dazu noch 2 echte Ford Crown Victoria P71 Police Interceptor in vollem Ornat mit Umleuchte und Ausrüstung sowie last but not least ein Chevrolet Camaro Iroc Z (Deutschlandmodell!) im Cop Car Trim.
Wir fuhren eine gute 3/4 Stunde durch das Augsburger Umland. Das Wetter war traumhaft, die Landschaft ebenso und die Temperatur am Abend sehr angenehm!
Nach dem Cruise ging es dann endlich mit dem Grillen los
Am nächsten Tag sollte es nämlich noch auf das örtliche US-Car Treffen gehen. Wir verabredeten uns mit der Crown Vic Crew für den nächsten Morgen am örtlichen KFC. Von dort aus ging es via Minikonvoi zum Treffen. Dort angekommen gab es gleich die erste Überraschung: Der Platzwart begrüßte mich in kölschem Dialekt!
Die zweite Überraschung ließ nicht lange auf sich warten: Das Treffen war riesig! Am Ende müssten es weit über 300 Fahrzeuge gewesen sein die sich dort auf dem Parkplatz der örtlichen Metro versammelt hatten. Neben ein paar kleinen Fressbuden und Livemusik gabs natürlich massenweise amerikanisches Blech. Der Fokus lag hier wie auf so vielen Treffen eher auf den üblichen Verdächtigen aus der Ära 1950 - 1970, sowie die ganz moderne Schiene ab ca. 2000. Alles dazwischen war rar bis nicht vorhanden. 70er Landyachten konnte man an einer Hand abzählen, genauso wie Autos aus den 80ern oder 90ern. Dafür gabs moderne Mustangs, Camaros, Challenger und vereinzelt auch Corvette satt! Dazu kam dann noch das ein oder andere wirkliche Schätzchen aus der Vorkriegszeit. Ein Model T und ein Model A im Originalzustand hatten sich genauso auf das Treffen verirrt wie der ein oder andere teure Exot aus den 30ern oder 40ern. Neben mir hielt sonst nur ein einziger Teilnehmer mit seinem 75er Caprice Convertible die B-Body Fahne hoch. Ein weiteres Highlight war ein Händler der tatsächlich eine brandneue Corvette C7 zur Begutachtung am da hatte und einer der Teilnehmer hatte sogar schon eine! Sehr geiles Teil!
Nach ein paar Stunden des Schlenderns, Schmachtens und Begutachtens war es auch leider schon an der Zeit nach Hause zu fahren. Wir hatten ja immerhin noch gut 550km Fahrt vor uns. Also noch geschwind tanken fahren und danach wieder zurück ins Rheinland. Auf dem Weg zurück habe ich auch meinen ersten Rekordverbrauch mit dem Wal einfahren können. 11 Liter Gas kamen nach der Strecke als Durchschnitt heraus. Das entspricht einem Äquivalent von ca. 9.5 Litern Benzin. Überraschung Nr.1: 80% der Fahrt lief die Klimaanlage auf vollen Touren, womit sich eigentlich noch ein niedrigerer Verbrauch rausfahren lassen sollte. Überraschung 2: Erschreckenderweise entspricht der Verbrauch den Chevrolet als Highwayverbrauch angibt so ziemlich dem herausgefahrenen Wert. Auch die anderen Angaben gleichen meinen Messwerten stark. Da soll noch mal einer behaupten der Messzyklus der Amis wäre realitätsfremd!
Am Abend waren wir dann endlich wieder im schönen Rheinland. Wir gönnten uns zur Krönung des Abends noch eine nettes Abendessen bevor der Wal endlich seine wohlverdiente Pause bekam. Kurz darauf fielen wir auch glücklich und zufrieden ins Bett
Damit war unser Wochenendtrip definitiv beendet. Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Eindruck vom Wochenende vermitteln!
Zu aller letzt hier an dieser Stelle nochmal ein Update was sich seit dem vorherigen Artikel so alles getan hat in Sachen Wartung:
Hier noch ein paar kleine Daten falls sich jemand dafür interessiert was am Wal bereits gemacht wurde bzw. was noch ansteht
Gemacht:
- Bremsen incl. Belägen und Radlager - Innenspiegel neu montiert - Lampe im Innenraum erneuert - Deutsches Handbuch besorgt, da das alte fehlte - Stoßdämpfer hinten
Noch zu machen:
- Bremse hinten (Alle Teile soweit da, Trommeln fehlen noch) - Neue Seile für die Feststellbremse (Teile sind mittlerweile angekommen!) - "Neues" Originalradio besorgen (Radio ist seit kurzem aus Schlachter ausgebaut, muss nur noch abgeholt und bezahlt werden!) - Hohlraumkonservierung am Unterboden - Spinnende Spritanzeige reparieren (Schwimmer
- Hupe an Ihren angestammten Platz bugsieren - Hintere Fensterheberrollen erneuern (Teile sind mittlerweile angekommen!)
Update zum Verbrauch: Bisher hat sich am Verbrauch nicht mehr viel getan. Je nach Fahrweise kann man extrem sparsam, aber auch etwas verschwenderisch unterwegs sein
Wundert euch nicht über die vielen Bilder. Neben den Bildern vom Treffen sind da noch diverse neue Fotos vom Wal drin gelandet
So, dass wars jetzt aber endgültig!
Greetings, Dynamix |
Wed May 28 16:32:50 CEST 2014
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Dynamix
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Caprice, Chevrolet, IV
Hello Petrolheads,
die ersten Wochen mit dem Caprice sind bereits herum. Es erscheint vielleicht etwas früh, aber ich möchte an dieser Stelle schon ein paar Gedanken Revue passieren lassen bzw. meine Eindrücke der letzten Wochen mit dem Wal schildern.
Die erste Woche mit dem Wal war etwas stürmisch. Der Kauf incl. Abholung geschah spontan in einer Nacht und Nebel Aktion. Nachmittags die Zusage gemacht das ich bereit wäre das Auto zu kaufen und 2 Stunden und 250 Kilometer später das Auto abgeholt
Die Anmeldung war dann nach gut 3 Tagen in unserem Besitz erledigt. Hier war eigentlich das übliche angesagt: In die Schlange vor den Schalter stellen, warten, warten, warten und nochmals warten. Danach die Unterlagen von der grantigen Frau am Schalter checken lassen um danach von Ihr ein Nümmerchen zu bekommen mit dem man sich dann zum warten wenigstens hinsetzen darf
Der Rest ist Routine
Bei Licht betrachtet sieht die Lackfarbe sehr schön aus und der Metalliceffekt kommt in der Sonne sehr sehr schön zur Geltung! Bei der Gelegenheit kamen natürlich die ein oder andere Macke im Lack zum Vorschein, aber der Wagen darf sich in seinem Alter die ein oder andere Narbe leisten
Was mir stark ins Auge fiel war die rubbelnde Bremse. Dies hatte ich darauf geschoben das der TÜV sagte die Bremsbeläge wären fällig. Da ich davon ausging das die Scheiben eh schon einen weg haben stand uns das nächste Abenteuer bevor: Teile bei Rockauto ordern!
Wers nicht kennt: Rockauto ist eine Firma aus Amerika bei der man so gut wie alle gängigen Verschleißteile für das geliebte US-Car bekommt und das in allen Formen, Farben und Qualitätsabstufungen.
Hier ging es dann auch direkt in die vollen. Für den Bremsentausch brauchte ich neben den Scheiben und den Belägen gleich noch neue Radlager die in die Scheiben eingelegt werden. Dazu kam dann noch ein Satz Bremsmacken für die Trommelbremse hinten.
2 Wochen später und um knapp 400€ ärmer, kamen die Teile dann beim Zoll an. Zeitlich relativ heikel, da ich die Teile am nächsten Tag schon verbauen wollte
Nach einer guten Stunde warten beim Zoll und um gut 70€ ärmer gings dann erstmal zur Arbeit. Der Teil mit der Arbeit ist nicht so spannend, weswegen ich den einfach mal überspringe
Nach der Arbeit sollte es direkt nach Stuttgart gehen wo wir nicht nur unseren Spezi treffen wollten, sondern auch an einem spontan einberufenen Caprice Meeting teilnahmen
Diese sollten am nächsten Tag gerichtet werden, also ging es flott ins Bett damit man auch genug Energie zum schrauben hat
Der Unterboden förderte ein paar minimale Roststellen zu Tage. Eine Durchrostung haben wir gefunden, die war aber an einer völlig unkritischen Stelle sodass der TÜV da zum einen nicht meckern wird und zum anderen diese unter Umständen nicht mal geschweißt werden muss. Versiegeln müsste reichen. An der Stelle kam auch gleich der Rat bestimmte Bereiche des Unterbodens mit Wachs zu konservieren um den ansich noch relativ gut erhaltenen Unterboden vor weiterer Korrosion zu schützen. Das wird ein Spaß!
Nach der intensiven Begutachtung und der Bescheinigung eines am Alter gemessenen hervorragenden technischen Zustandes, ging es dann auch endlich der blöden Bremse an den Kragen!
Also erstmal die Kappen runter und mit einem Druckschrauber die Radbolzen runter. Danach haben wir dann erstmal die Kappe entfernt die die Radnabe schützt. Dann folgte das übliche wie Bremssattel runter, Beläge checken und Scheibe entfernen. Hier stellten wir dann fest das die Beläge weit entfernt von verschlissen waren. Die Beläge waren einfach "nur" total verglast! Also weg mit dem ollen Kram und rauf mit dem neuen. Ergo: Neue Scheiben drauf, die Radlager entsprechend vorbereitet und den ganzen Kram dann in umgekehrter Reihenfolge wieder einbauen. Am schwierigsten gestaltete sich dabei das befestigen des Bremssattels da diese mit jeweils 2 riesigen 3/8 Zoll Bolzen gesichert sind. Das abschrauben war schon kein Spaß aber beim festziehen bekam ich richtig Spaß, weil die Bolzen natürlich richtig in der Führung sitzen müssen, da ansonsten gar nix geht
Nach gut 3 Stunden waren wir dann mit dem ganzen durch. Bei der Gelegenheit haben wir auch gleich den Benzinfilter getauscht, da dieser schon sehr mitgenommen aussah. Dabei fiel auch auf das die Seile der Feststellbremse auch mal getauscht werden könnten! Kam dann direkt mit auf die Einkaufsliste
Einen Blick in die Trommel haben wir dann aber doch geworfen. Auch hier sah alles soweit ok aus. Könnte eine Erneuerung vertragen, ist aber noch nicht akut. Memo an mich selbst: Bei Gelegenheit mal neue Trommeln besorgen!
Die Trommeln sind scheinbar noch die ersten und diese zeigen nach 120.000km verständlicherweise erste Abnutzungserscheinungen. Ewig halten die also nicht mehr. Dafür wurden die Innereien der Bremse wohl schonmal getauscht. Nach Entfernung der dicken Staubschicht blinkten uns diverse Kleinteile in quasi Neuzustand an! Da hat jemand den Blauwal sehr gern gehabt wenn er sogar solche Kleinigkeiten direkt erneuern ließ
Nachdem wir alles wieder zusammengesetzt hatten gings ab auf die Straße: Probefahrt! Das Bremsgefühl war direkt ein ganz anderes. Endlich Bremsen ohne Angst haben zu müssen
Natürlich durfte unser Spezl auch mal mit dem Wal fahren. Gehört quasi zur Tradition
Kurz darauf mussten wir aber auch alle wieder los. Ich und meine bessere Hälfte trafen uns noch mit Nick, den hier viele wohl eher als Nick_rs kennen
Nach dem Shooting gings dann noch ab in eine Bar um ein paar Getränke zu kippen. Danach gings ab ins Hotel wo ich erstmal halbtot ins Bett gefallen war. Der Tag war lang und anstrengend, da ich neben dem Bremsenwechsel auch noch ein paar Autos über den Hof geschoben habe
Am nächsten Tag ging es dann auf die ereignislose Heimfahrt. Hier kamen die Langstreckenqualitäten des Wals voll zum tragen. Tempomat rein, Sitze in eine entspannte Position (alles elektrisch!
Die Tage danach war es sehr ruhig um den Wal bis letzte Woche! Als wir gerade zur Arbeit loswollten kam meine bessere Hälfte panisch zum Auto gelaufen und sagte das der Spiegel ab wäre. Sofort schoss mir Vandalismus durch den Kopf bis ich zum Wal kam. Komisch, beide Außenspiegel noch da wo Sie waren. Erst jetzt begriff ich das Sie den Innenspiegel meinte!
Natürlich hatte er keine Scheibe. Einfach den Spiegel neu anzukleben hat er sich aber auch nicht getraut!
Das schärfste war dann noch die Erklärung: "Wenn ich den anklebe und die Scheibe geht kaputt, dann müsste die Firma Carglass dafür haften (Ach, das ist ja was völlig neues das man für seine Fehler einstehen muss!) und Garantie geben und das wäre im Fall dieser Scheibe (wir erinnern uns, kein in Deutschland ansässiger Glasproduzent kann die Scheibe liefern!) ein Risiko was die Firma Carglass nicht eingehen könne. Daraufhin drückte er mir eine Rasierklinge und einen Stück doppelseitiges Klebeband speziell für Fordspiegel in die Hand. Zumindestens musste ich dafür nix bezahlen, aber glücklich war ich immer noch nicht so wirklich! Witzigerweise war meine bessere Hälfte zu dem Zeitpunkt gerade in Rom um sich die besten Autoglaser von Carglass anzusehen
So kam es dann das ich immer noch mit baumelndem Rückspiegel durch die Gegend eiern musste. Am Wochenende war ich dann mit meiner besseren Hälfte mit dem Wal in der Stadt unterwegs wo uns zufällig ein unabhängiger Glaser über den Weg lief! Also bei der nächstbesten Gelegenheit wenden und nix wie hin! Der freundliche Glaser schaute sich das ganze dann auch direkt an und seine Aussage überraschte mich dann doch: "Das klebe ich Ihnen in 10 Minuten wieder fest!" Danach fügte er fast entschuldigend hinzu: "Das müssten Sie dann aber leider bezahlen!" (Macht der sowas öfter für lau?
Zwischendurch stellte ich mir die Frage: Wieso konnten die anderen das nicht?! Nach 5 Minuten kleben und um 15€ ärmer (komisch das man Geld auch mit richtiger Genugtuung ausgeben kann
Glücklich und zufrieden gingen wir danach noch eine Kleinigkeit Essen und fuhren dann nach Hause.
Das wars erstmal vom Caprice. Ich werde euch in Zukunft auf dem laufenden halten was den Fortschritt der Reparaturen angeht, sowie auch mal von dem ein oder anderen Treffen berichten das ich mit dem Wal gerne anfahren möchte
Hier noch ein paar kleine Daten falls sich jemand dafür interessiert was am Wal bereits gemacht wurde bzw. was noch ansteht
Gemacht:
- Bremsen incl. Belägen und Radlager - Innenspiegel neu montiert - Lampe im Innenraum erneuert - Deutsches Handbuch besorgt, da das alte fehlte
Noch zu machen:
- Stoßdämpfer hinten (Teile sind bestellt!) - Bremse hinten (Teile sind zum Teil schon vorhanden, Trommeln fehlen noch) - Neue Seile für die Feststellbremse (Teile sind bestellt!) - "Neues" Originalradio besorgen (hab da zum Glück schon auf eins Vorkaufsrecht - Hohlraumkonservierung am Unterboden - Spinnende Spritanzeige reparieren (Schwimmer sitzt wohl falsch im Tank) - Hupe an Ihren angestammten Platz bugsieren - Hintere Fensterheberrollen erneuern (Teile sind bestellt)
Jetzt noch was zu der Frage die wohl die meisten hier interessiert: Der Verbrauch
Ich habe jetzt einige Tankfüllungen auf Gas verfahren und kann somit schon so in etwas sagen was der Wal so schluckt. Die Zahlen dürften den ein oder anderen doch überraschen!
Auf Langstrecke mit viel Autobahn kommt man locker mit 11-12 Liter Gas hin, wobei der Wert auch noch weiter nach unten gehen kann wenn man möchte. In der Stadt bzw. bei starkem Stop and Go fängt er natürlich das Saufen an, dies tut aber jedes Auto irgendwo. Hier war mein absoluter Negativrekord knapp 16 Liter Gas!
Ansonsten pendelt sich der Verbrauch bei einem ausgeglichenen Fahrprofil zwischen 12 und 13 Litern Gas ein.
Zieht für den Benzinverbrauch bei allen Werten einfach pauschal einen Liter ab und Ihr habt den realen Benzinverbrauch. Nicht schlecht, oder?
Das wars jetzt aber endgültig für heute! Ich werde dieses Jahr auf jeden Fall das eine oder andere Treffen ansteuern und ich hoffe ich kann daraus noch den ein oder anderen Artikel für euch basteln
Ich hoffe Ihr hattet ein bisschen Spaß beim lesen
Greetings, Dynamix |
Wed Apr 16 22:33:51 CEST 2014
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Dynamix
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Caprice, Chevrolet, IV
Hello Petrolheads,
die letzte Zeit war es im Blog etwas ruhiger. Dies hatte mehrere Gründe. Einen davon seht Ihr heute hier
Wie jetzt?!
Wie sind wir aber nun zu dem Blauwal gekommen der uns momentan so glücklich macht? Nun, dies haben wir der Hartnäckigkeit meiner besseren Hälfte zu verdanken
Diese hatte unseren Caprice nämlich schon länger unter Beobachtung, während mich die Bilder im Netz erstmal abschreckten. Nachdem mir meine bessere Hälfte aber immer weiter mit DEM Caprice auf den Zeiger ging, ließ ich mich zu einer Besichtigung breitschlagen, nicht aber ohne vorher meinen Carice Spezi gefragt zu haben der mich dazu ermutigte doch einfach mal hinzufahren. Der Caprice stand im schönen Norden von Hessen. Witzigerweise habe ich in dieser Gegend schon mal gewohnt und so kannte ich mich sogar ein klein wenig aus!
Die Probefahrt
Danach gings noch ab auf eine kleine Probefahrt durch die nordhessische Provinz
Jepp, der wirds!
Auf dem Rückweg wurde schon klar das es wohl dieses hübsche KFZ werden würde. Nach Rücksprache mit unserem Spezi und nach Auswertung der VIN und der Option Codes war der Entschluss gefasst: Der oder keiner!
So wurde alles weitere vorbereitet für den Kauf. Leider zog sich das Ganze weil der Perso abgelaufen war. Ohne Perso gibt einem die Bank keinen großen Geldbetrag heraus........
Ergo: Perso erneuern lassen, Geld besorgen und Termin ausmachen. Das mit dem Perso hat natürlich ein paar Wochen gedauert. Nicht gut, da einem so in der Zeit immer wieder mal Zweifel kommen ob die Aktion wirklich so smart ist. Schlussendlich verwarf ich die Zweifel aber wieder. Hier geht es schließlich um einen Lebenstraum!
Die Abholung
So kam es dann das wir gestern den Wagen dann endlich abholen konnten. Direkt nach der Arbeit noch kurz nach Hause das Geld holen und dann ab nach Nordhessen. Sind ja nur 2,5 Stunden Fahrt und es war ja auch erst kurz vor Zeit für Abendessen
Angekommen wurden die ganzen Formalitäten erledigt. Das Geld wechselte den Eigentümer, genauso wie ein dunkelblauer 1992er Chevrolet Caprice
Auf der Fahrt zurück ins Rheinland war es dann auch komplett um mich geschehen. Das erste Mal ohne die strengen Blicke eines Mitfahrers. Diese geilen Ledersitze im Sofaformat, kombiniert mit dem V8 und der Automatik ergeben ein Fahrgefühl sondergleichen! Kennt Ihr diese sauteuren Stressless Sofas aus der Werbung? Stellt euch vor Ihr hättet einen V8 davorgeschnallt. So sieht souveränes gleiten aus
Jetzt aber genug der Schwafelei, jetzt kommen endlich die heiß ersehnten Fakten
Fakten, Fakten, Fakten
Bei dem hier vorliegenden Modell handelt es sich um einen Chevrolet Caprice der 4. Generation. Wegen seines Aussehens hatte dieses Modell schnell den Namen Whale Body weg. Manche nannten Ihn auch die umgedrehte Badewanne. Unser Modell ist ein 92er Exportmodell von denen es nur sehr wenige gab. Den Motor kennt man schon aus dem Boxy Caprice. Hier verrichtet der erprobte L03 V8 seinen Dienst. Aus satten 5 Litern schöpft der Small Block der ersten Generation ganze 173PS. Nicht viel, aber für den Wagen reicht es, glaubt mir! Das Drehmoment ist mit gut 350NM angegeben und ich genieße bereits jetzt jedes einzelne davon
Die Automatik besitzt 4 Stufen, wobei die letzte Stufe als Overdrive ausgelegt ist. Zudem besitzt der Caprice einige seltene Goodies. Gut, die ellenlange 2,56er Hinterachse gehört jetzt nicht dazu, dafür das Sperrdifferenzial das er hat
In der Länge misst der Wal ca. 5,44 Meter und in der Breite knapp 2 Meter. Das Leergewicht beträgt ca. 1,9 Tonnen. Der Wagen ist Gott sei Dank bis auf das Radio original. Zierteile für den Caprice findet man so gut wie gar nicht mehr und meiner hat Sie Gott sei Dank noch alle!
Der Benzintank des Caprice fasst ca. 91 Liter. Groß genug also für die große Reise
Der Zustand ist wie schon angedeutet am Alter gemessen gut! Der Wagen hatte bei Kauf gerade mal 119.000km auf der Uhr. Dazu kommt noch das die Lederausstattung in einem absolut traumhaften Zustand ist. Keine Risse, Falten oder sonstwas trüben den Blick aber seht selbst! Das nenne ich mal Qualität
Wer des englischen mächtig ist, der wird mit der folgenden Liste seine wahre Freude haben
Option Codes
UE6 SWITCH,HEADLAMPS SWITCH,HEADLAMPS(UE6)(EXPORT)
UK2 LEVER,DIRECTIONAL SIGNAL(EXPORT) T/SIG LVR(UK2)(EXPORT)
UL2 RADIO FREQUENCY(EUROPEAN) EUROPEAN RDO FREQ(UL2)
UM6 RADIO,AM/FM STEREO,CASSETTE,ETR,INCLUDES CLOCK STEREO CASSETTE(UM6)
UQ1 RADIO,PROVISIONS FOR STEREO STEREO RDO PR0VISIONS(UQ1)
UQ5 SPEAKER SYSTEM,4,DUAL FRONT DOOR MOUNTED,DUAL EXTENDED RANGE QUARTER MOUNTED 4 SPKR SYS(UQ5)
UW1 DIAGNOSTIC SYSTEM(USED WITH CAPRICE CLASSIC Z09) DIAGN SYS(UW1
U18 SPEEDOMETER,INSTRUMENT,KILOMETER(EXPORT) KILOMETER SPEEDO(U18)
U38 WARNING,LOW COOLANT CLNT WRNG(U38)
U39 CLUSTER,INSTRUMENT(OIL,COOLANT TEMPERATURE,VOLTMETER,TRIP ODOMETER) GA CSTR(U39)
U41 INDICATOR,LOW FUEL LOW FUEL IND(U41)
U75 ANTENNA,POWER(CHROME) PWR ANT(EXPORT)(U75)
VA5 LANGUAGE LABEL(ENGLISH) ENGLISH LANGUAGE LABEL(VA5)
VC5 LABEL - SHIPPING, EXCEPT US, US POSSESSIONS, OR JAPAN LABEL SHIPPING LABEL USED OUTSIDE U.S. AND JAPAN(VC5)
VG9 PROTECTOR WAX,EXT BODY(EXPORT) PROTECTIVE BODY WAX(VG9)
VH5 PLATE,VEHICLE IDENTIFICATION(EXPORT) VEH ID PLT(VH5)
VL4 LICENSE PLATE,FRONT MOUNTING PACKAGE EEC FRT LIC PLT MTG PKG FOR EEC(VL4)
VL5 LICENSE PLATE,REAR MOUNTING PACKAGE(EXPORT) RR LIC PLT MTG PKG(VL5)
V76 HOOK,FRONT TOW(EXPORT) FRT TOW HOOK(V76)
V78 VEHICLE STATEMENT(DELETE)(EXPORT) V78)
WRN PLANT CODE - WILLOW RUN, MI, USA
Z09 CAPRICE CLASSIC(MERCHANDISING OPTION)(1BL19 & Z09 = 1BN19) CAPRICE CLASSIC(Z09)
1SC PACKAGE-OPTION 03 (1SC)
20I INTERIOR TRIM,VERY DARK SAPPHIRE (20I)
202 TRIM COMBINATION,LEATHER,VERY DARK SAPPHIRE (202)
209 SEAT BELT COLOR,VERY DARK SAPPHIRE (209)
28U EXTERIOR COLOR,PRIMARY,NAVY BLUE MET (28U)
29A STRIPE COLOR ACCENT, MED BLUE (29A)
41Q MOLDING COLOR,BLACK (41Q)
5AN TIRE ALL-P225/70HR TIRE OPT(5AN)(EXPORT)
6TS COMPONENT-COMPUTER SELECTED SUSPENSION SUSP(6TS)
7TS COMPONET-COMPUTER SELECTED SUSPENSION SUSP(7TS)
8HF COMPONENT RR LH COMPUTER SEL SUSP (8HF) SUSP(8HF)
9HF COMPONENT RR RH COMPUTER SEL SUSP (9HF) SUSP(9HF)
AA7 WINDOW,ELECTRIC OPERATED,QUICK OPENING QUICK OPG ELEC WDO(AA7)
AG1 ADJUSTER FRT ST POWER, MULTI-DIRECTIONAL, DRIVER MULTI-DIRECTIONAL PWR D/SEAT ADJR(AG1)
AG2 ADJUSTER,SEAT,6-WAY POWER,SPLIT BENCH,PASSENGER 6-WAY PWR P/SEAT ADJR(AG2)
AJ3 RESTRAINT SYSTEM,FRONT SEAT INFLATABLE DRIVER SI INFL RST SYS(AJ3)
AM6 SEAT,FRONT SPLIT,3 PASSENGER WITH CENTER ARMREST FRT SPLIT ST(AM6)
AU3 LOCK,SIDE DOOR,ELECTRIC ELEC S/D LK(AU3)
AX4 RESTRAINT SYSTEM,FRONT AND REAR SEAT,MANUAL(EUROPEAN) MAN RST SYS(AX4)
A26 WINDOW,UNITED KINGDOM AND EUROPEAN GLAZING(EXPORT) EUROPEAN WDO GLAZING(A26)(EXPORT)
A90 LOCK,REAR COMPARTMENT LID,REMOTE CONTROL,ELECTRIC RELEASE ELEC REL LID LK(A90)
BA1 ORNAMENTATION,EXTERIOR,HOOD(EMBLEM)(EXPORT) HOOD ORNAMENTATION(BA1)(EXPORT)
BY1 ORNAMENTATION,EXTERIOR,BODY EMBLEM(USED WITH TROFEO SPORT COUPE WL3) BODY EMB(BY1)
B18 ORNAMENTATION,INTERIOR(DELUXE)(USED WITH TROFEO SPORT COUPE WL3) DELUXE INTR(B18)
B34 COVERING,FLOOR MATS,FRONT,CARPETED INSERT(COLOR COORDINATED) FRT CPT INS FLR MATS(B34)
B37 COVERING,FLOOR MATS,FRONT AND REAR AUXILIARY FRT/RR AUX FLR MATS(B37)
CD2 INDICATOR,WINDSHIELD WASHER FLUID LOW FLUID IND(CD2)
CE4 WASHER,HEADLAMP,HIGH PRESSURE(EXPORT) HDLP WA(CE4)(EXPORT)
C49 DEFOGGER,REAR WINDOW,ELECTRIC ELEC RR WDO DEFG(C49)
C60 AIR CONDITIONER,FRONT,MANUAL CONTROLS A/C MAN CONT(C60)
C71 LAMP,INTERIOR,FRONT DOOR COURTESY FRT DR CTSY LP(C71)
DC4 MIRROR,INSIDE,REARVIEW TILT,DUAL READING LAMP I/S DUAL READING LP RR VIEW MIR(DC4)
DD9 MIRROR,O/S,RH & LH REM CONT ELEC,BREAKAWAY(PAINTED)(EXPORT) O/S ELEC R/CON PAINTED MIR(DD9)(EXPORT)
D64 MIRROR,INSIDE,RH VISOR VANITY,ILLUMINATED ILLUM S/S MIR(D64)
D7A GEAR-SPEEDOMETER DRIVEN (25513042) (D7A)
D8N SENSOR VEH SPD (10456088) (D8N)
D85 STRIPE,BODY SIDE LOWER ACCENT(CAN BE PAINTED OR MATERIAL) LWR BODY SI ACNT STRPE(D85)
EXP EXPORT - I.E.S. EXPORT I.E.S. EXPORT-SPECIFIC MARKET AREA EQUIPMENT(EXP)
E5Z ADAPTER - SPEEDO - DELETE
E9Z KEY - SPEEDO - DELETE
FE2 SUSPENSION SYSTEM,RIDE AND HANDLING(USED WITH TOURING YP5) RIDE & HANDLING SUSP(FE2)
GM8 AXLE,REAR,2.56 RATIO 2.56R(GM8)
G67 LEVEL CONTROL,AUTO AIR(USED WITH GRAN TOURING PKG Y56) AUTO AIR LVL CONT(G67)
G80 AXLE,REAR,POSITRACTION,LIMITED SLIP POSITRACTION L/SLIP R/AXL(G80)
IQ2 TRIM,INTERIOR DESIGN (IQ2)
JA2 BRAKE SYSTEM,HEAVY WEIGHT,DISC,DRUM HVY WT BRK SYS(JA2)
JE1 BRAKE SYSTEM(EUROPE)(EXPORT) EUROPEAN BRK(JE1)(EXPORT)
K34 CRUISE CONTROL,AUTOMATIC,ELECTRONIC CRCONT(K34)
K60 GENERATOR,100 AMPERE 100 AMP(K60)
L03 ENGINE,5.0L(5.0H),V8(T.B.I.) 5.0H(L03)
MAE MARKETING AREA EUROPE(EXPORT) EUROPE(MAE)
MD8 TRANSMISSION,AUTOMATIC 4-SPEED(THM700R4/4L60) 4-SPD A/TRANS(MD8)
MX0 TRANSMISSION,AUTOMATIC,OVERDRIVE(MERCHANDISING OPTION) A/TRANS PROVISIONS(MX0)
NA5 EMISSION SYSTEM,FEDERAL REQUIREMENTS FEDERAL EMIS(NA5)
N25 EXHAUST EXTENSION EXH EXT(N25)(EXPORT)
N30 STEERING WHEEL(DELUXE) DELUXE STRG WHL(N30)
N40 STEERING,HYDRAULIC(NON-VARIABLE) NON-VARIABLE P/S(N40)
N65 WHEEL AND TIRE,SPACE SAVER SPARE,STEEL STEEL SPACE SAVER SPA(N65)
PA5 CAP,HUB(SPORT)(USED WITH AL WHL PD4) SPORT WHL HUBCAP(PA5)
PB4 LOCK KIT,ALUMINUM WHEEL AL WHL LOCK KIT(PB4)
PD4 WHEEL-15 X 7 LIGHT METAL ALLOY, 5 SPOKE 5 SPOKE AL WHL(PD4)
TU8 LAMP,INTERIOR,HIGH LEVEL STOP(DELETE)(EXPORT) TU8)(EXPORT)
T2H ORNAMENTATION,UNIQUE REQUIREMENTS(EXPORT) ORNAMENTATION REQUIREMENTS(T2H)
T2J ORNAMENTATION,INTERIOR,EXPORT UNIQUE REQUIREMENTS(EXPORT) INTR ORNAMENTATION(T2J)(EXPORT)
T79 LAMPS,REAR FOG(EXPORT) RR FOG LP(T79)
T82 HEADLAMPS,AUTOMATIC ON/OFF CONTROL AUTO HDLP CONT(T82)
T84 HEADLAMPS,RH RULE OF THE ROAD,(MARKED E) RH RULE OF ROAD HDLP(T84)
T90 LAMP,SIGNALING AND MARKER(EXPORT) SIG & MKR LP(T90)
Wie man sehen kann, sind hier tonnenweise Sachen verbaut die das Leben schöner machen
Bevor die spannende Frage nach dem Verbrauch kommt, löse ich hier mal auf und räume mit einem alten Vorurteil auf. Die meisten glauben ja das ein V8 wie ein Loch säuft. Nun, dies kann ich nicht bestätigen. Ich hatte kurz nach Kauf den Gastank einmal komplett volllaufen lassen. Heute habe ich das gleiche nochmal getan. Ergebnis: Im Schnitt hat sich der Caprice ca. 11,75 Liter Gas genehmigt. Ein fabelhafter Wert wie ich finde! Auf Benzin sollte der Verbrauch auf glatte 11 Liter oder gar weniger runtergehen. Ein Spitzenwert für ein Auto das fast 5,5 Meter lang ist und knapp 2 Tonnen wiegt!
Bisher bin ich von dem Auto begeistert. Klar hat er altersbedingt ein paar Macken, aber technisch macht er seine Sache wirklich hervorragend! Dem Motor merkt man sein Alter überhaupt nicht an.
Insgesamt schweben ich und meine bessere Hälfte gerade auf Wolke 7. Ich bin mir sicher das ich noch irgendein Detail vergessen habe. Falls Ihr also noch Fragen zu dem Wagen habt, fragt mich einfach via Kommentarfunktion
Greetings, Dynamix |
Unsere Begeisterung ging soweit das wir beschlossen innerhalb kürzester Zeit den Wagen wieder in seinen originalen Zustand zurückzuversetzen! Zu unser beider Erstaunen ist uns dies sogar gelungen
Einige Verschleißteile wurden getauscht und der Wagen immer weiter verbessert. Auf der Liste stehen zum Großteil nur noch Kleinigkeiten (Handbremse, elektrische Antenne, Twilight Sentinel, Tankgeber) die schnell erledigt sind. 


Irgendein Depp hat die Beläge seitenverkehrt eingebaut. Also haben wir das gleich mit erledigt. Bremse war nun also abgehakt. Blöderweise hatten wir jetzt schon 4 Uhr morgens und ich brauchte dringend ein Bett! Somit verschoben wir die anstehenden Reparaturen einfach auf den Nachmittag 

Irgendwie hatte ich vor meinem Urlaub vergessen nochmal nachzutanken

Mon Mar 02 11:08:40 CET 2015 |
Dynamix
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Kommentare (30)
| Stichworte:
Caprice, Chevrolet, IV
Hello Petrolheads,
gestern hat offiziell die Saison angefangen! Zusätzlich sind wir seid jetzt fast einem Jahr stolze Caprice Besitzer. Der Caprice war von Anfang an als unser Hobbyauto gedacht und so war besonders ich gespannt wie sich der Wagen so in seiner ersten Saison so schlagen würde, schließlich galt es hohe Erwartungen zu erfüllen die ich in den Wagen setzte.
Wir haben bereits viele schöne Stunden mit dem Wagen verbracht und ich bin mir sicher das dieses Jahr auch wieder ein paar schöne dazukommen werden
Rückblick
Was ist in dem knappen Jahr nicht alles passiert?! Ich habe zum ersten mal selber Hand am Auto an etwas angelegt was komplizierter als eine Glühbirne war
Die Bremsen vorne incl. der dazugehörigen Radlager haben wir erneuert, die hinteren Stoßdämpfer waren nach 22 Jahren auch mal fällig und wurden ebenso neu gemacht. Gleiches gilt für die Fensterheberrollen, die Handbremsseile (hier muss noch einmal Hand angelegt werden) sowie andere Kleinigkeiten. Technisch gesehen waren die meisten Reparaturen nicht übermäßig kompliziert oder teuer. Die Teilepreise für den Chevy halten sich in einem sehr erfreulichen Rahmen. Speziell Verschleißteile sind günstig und einfach zu bekommen. Teurer wird es nur bei bestimmten Elektrikspielereien wie der elektrischen Antenne (150€ netto!) oder dem Tankschwimmer (ähnlicher Preis wie die Antenne). So gut der Wagen für sein Alter technisch noch war, in Sachen Originaliltät und Optik brauchte er noch ein wenig Nachhilfe. Fehlende Zierleisten auch das seltene und eigentlich nicht mehr zu bekommende Haubenlogo wurden in mühevoller Arbeit aufgespürt und teuer bezahlt. Dafür hat sich der Aufwand gelohnt. Kein uns bekannter Deutschland Caprice ist in diesem äußerlich originalen Zustand.
In der ganzen Zeit kamen knapp 8000km zusammen und der Wagen hat sich in technischer Hinsicht gut geschlagen und das trotz der Tatsache das der ein oder andere Vorbesitzer leider ein wenig gepfuscht hat. Das alte Haubenlogo wurde mit Heißkleber befestigt und an der hinteren linken Trommel waren ausgewiesene Spezialisten am Werk, da die Beläge dort falsch herum eingebaut waren. Noch in der selben Nacht in der wir diesen Missstand korrigiert haben hat es deswegen auf dem Weg ins Hotel den Radbremszylinder zerlegt. Dieser lag wohl durch den unsachgemäßen Einbau nicht mehr richtig an und so hats hinten links den Radbremszylinder zerlegt. Pech, aber zum Glück kein großes Thema wenn man einen fähigen Mechaniker an der Hand hat
Ansonsten überzeugte der Caprice bisher mit einer hohen Zuverlässigkeit. Liegengeblieben bin ich mit dem Wagen bisher noch nie. Die wenigen Defekte die aufgetreten sind, kann man getrost auf das Alter der meisten Komponenten bzw. die Vorbesitzer schieben. 22 Jahre gehen an keinem Auto spurlos vorbei. Ein paar wenige Baustellen bleiben auch noch. Ich muss mich immer noch um den Tankschwimmer kümmern, da dieser mit Sicherheit beim Einbau der Gasanlage gekillt wurde und dieser komplett neu muss. Gleiches gilt für die automatisch ausfahrende Antenne die seit dem letzten Ringtreffen nicht mehr einfährt, aber das sind Luxusprobleme. Fahren tut der Wagen nämlich ansonsten 1A!
Und sonst so?
Was gäbe es sonst noch so zu sagen? Nun, bisher war jeder Kilometer in dem Wagen der reinste Genuss. Bisher hat es den Caprice schon an den ein oder anderen Ort verschlagen. Neben dem großen Treffen in Augsburg im Mai (an diesem Tag war es wirklich wirklich heiß!) letzten Jahres standen auch noch Termine wie das alljährliche Dr. Mustang Treffen in Oberhausen auf dem Zettel
Hier leistete uns Mr. Minute Man netterweise Gesellschaft und es war ein wirklich netter (wenn auch wieder mal sehr heißer!) Tag
Im September war es dann auch endlich soweit, der B-Day stand an! Der B-Day ist das einzige Treffen seiner Art in ganz Europa und die B-Body Fahrer aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland pilgern in die Schwabenmetropole um dem ganzen beizuwohnen
Wir hatten uns sehr auf dieses Treffen gefreut, hatten wir doch geplant daran teilzunehmen schon bevor wir den Wagen hatten
Wir trafen an diesem Tag nicht nur ein paar MTler, sondern auch viele bekannte Gesichter aus der Szene
Die Krönung waren dann der abschließende Cruise und das gemeinsame Abendessen. Auf das nächste Treffen freue ich mich schon! 
Danach wurde es wieder ein wenig stiller. Den Rest der Saison nutzten wir um dem großen Blauen einen Großteil seiner Würde wiederzugeben. Wie schon erwähnt bekam er sein originales Haubenlogo wieder und das verhasste Zubehörradio flog wieder raus und wurde durch das originale Radio ersetzt!
Das sah nicht nur deutlich weniger nach Bastelbude aus, sondern kam dem Klang auch deutlich zu Gute! Leider stellte sich dabei heraus das die vorderen Lautsprecher scheinbar wirklich kaputt (hatte das blöde Zubehörradio im Verdacht!) sind bzw. da irgendwo ein Wackler drin ist. Die Boxen würde ich bei Gelegenheit eh mal ersetzen, vorausgesetzt ich bekomme die originalen noch irgendwoher. Leider gehören diese zu den Innenraumteilen die man nicht mal eben an jeder Ecke bekommt. Weiterhin müsste ich mich noch einmal darum kümmern das die Hupe wieder an Ihren angestammten Platz wandert. Die originalen Schalter sind hin und diese werden bei Gelegenheit ersetzt. Die originalen Schalter sind leider aus Plastik und von daher ziemlich empfindlich. Diese brechen gerne bei der erstbesten Gelegenheit. Von daher überlege ich ob ich nicht wirklich auf die Klingelknopfmethode ausweiche. Den Unterschied sieht man nicht und die Dinger halten ewig!
Die restlichen Baustellen sind aber allesamt machbar und werden mit Sicherheit auch dieses Jahr noch in Angriff genommen
Teile wie die Antenne und den Tankschwimmer bekommt man ja wie gesagt noch als Ersatzteil. Die restlichen Teile bekommt man mit etwas Glück in der Bucht
Wenn alles gut läuft, dann ist der Wagen ab diesem Jahr wieder in einem für mich perfekten originalen Zustand. Diesen Monat bekommt er erst einmal seine jährliche Inspektion und auf das Differential wird dann auch mal ein prüfender Blick geworfen. Dieses wird nämlich bei Inspektionen gerne ignoriert und da nicht nur ich neugierig bin in welchem Zustand das Differential ist wird dieses einmal geöffnet und auf jeden Fall mit neuem Öl befüllt sowie passend dazu eine neue Gehäusedichtung eingebaut.
Danach ist er fit für die neue Saison
Ich freue mich jetzt schon tierisch den Großen bald wieder fahren zu können 
Greetings,
Dynamix