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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

05.11.2014 22:01    |    Dynamix    |    Kommentare (21)    |   Stichworte: 1NL69, Alero, Chevrolet

Hello Petrolheads,

 

in letzer Zeit war es hier sehr ruhig, viel zu ruhig. Einen Grund dafür lest ihr hier! Es begann alles vor ein paar Wochen. Ich wollte mit dem Olds von der Arbeit nach Hause fahren. Beim drehen des Zündschlüssels wurde ich stutzig weil die Warnleuchte für den Kühlmittelstand anfing zu leuchten obwohl ich erst Tage zuvor Wasser nachgefüllt hatte. Hilft ja nix, also mal sehen was überhaupt los ist. Ergo Haube auf und mal in den Ausgleichsbehälter geschaut. Zu meinem erschrecken musste ich feststellen das dieser ziemlich leer war. Mmmhhhhh, dann fülle ich eben wieder nach. Glücklicherweise hatte ich noch eine leere Wasserflasche im Kofferraum. Also erstmal Wasser geholt und eingefüllt. Nachdem mal eben 1,5 Liter ohne sichtbaren Effekt im Ausgleichsbehälter verschwanden wurde ich schon stutzig. Dann eben nochmal Wasser holen. Wieder das gleiche Spiel. 1,5 Liter Wasser verschwanden scheinbar im Nirvana. Also nochmal Wasser holen gehen. Auch hier wieder das gleiche Spiel. So langsam keimte ein böser Verdacht in mir auf. Nach dem 4. mal Wasser holen blieb das Wasser endlich im Behälter stehen. Daraufhin kramte ich die Taschenlampe aus dem Kofferraum und fing an nach einer undichten Stelle zu suchen. Im Motorraum war alles trocken, das konnte fast nur eins bedeuten:

 

Undichte Ansaugkrümmerdichtung und/oder Zylinderkopfdichtung. Blöderweise stand ich gerade mit dem Wagen auf der Arbeit. Also auf Risiko gegangen und gehofft noch nach Hause zu kommen ohne den Motor dabei hinzurichten! :(

 

Auf der Fahrt merkte ich schon das der Leerlauf unruhig war und der Motor auch entsprechend im Stand vibrierte. Klang nicht gut! Zuhause angekommen den Wagen sofort abgestellt und mal nach dem Öl gesehen. Mit Wasser verseuchtes Öl ist ja immer ein ziemlich eindeutiges Anzeichen! Nachdem ich den Öldeckel abmontiert hatte entglitten mir sämtliche Gesichtszüge! Der Deckel, incl. des gesamten Ventieltriebs darunter waren total mit Ölschlamm (hat ein bisschen Ähnlichkeit mit einem Milkshake) überzogen. Daraufhin mal den Ölstab gezogen und auch der war mit dem wiederlichen Glibber überzogen. Jetzt war guter Rat teuer!

 

Das war genau die Art Schaden am Alero von der ich hoffte auf ewig (oder zumindest für längere Zeit!) davon verschont zu bleiben. Schließlich ist diese Art Reparatur nicht ganz ohne und dazu auch noch schweineteuer wenn man es in einer Werkstatt machen lässt! Erst einmal machte ich mich schlau was man hier noch tun kann. In die Werkstatt geben? Wenn mein Name Krösus wäre, immer gerne! Allerdings bin ich nicht Krösus also viel die Option erst einmal weg. Nächste Option: Selber machen! Aber ganz alleine? Ich als blutiger Laie? Keine gute Idee. Die Jungs im Alero Sammelthread ermunterten mich es selbst zu machen, da die Werkstätten von alten Stößelstangenmotoren eh meist keine Ahnung mehr hätten und am Ende eh mehr kaputt machen könnten als heile machen.

 

Wenn ich doch nur jemanden hätte der mir helfen könnte............

 

Gott sei Dank tat sich schneller als gedacht die Rettung auf! Shibi_ ein wohlbekannter User aus der U-25 Community war eines Abends zufällig mal in unserem virtuellen Stammtisch (die Jungs wissen jetzt was ich meine! :D) online. So kam es das ich Ihm von dem Problem mit dem Olds erzählte und scherzhaft in die Runde fragte ob mir nicht jemand dabei helfen wollte. Zu meinem erstaunen meldete sich Shibi_ sofort freiwillig! Donnerwetter, damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet :eek:

 

Umso besser dachte ich mir, also gehen wir das Projekt "Rettet Eli" zusammen an :cool: In den kommenden Tagen hielten wir engen Kontakt um Schlachtpläne zu schmieden. War brauchen wir noch an Werkzeug? Welche Ersatzteile brauchen wir? Wann sollen wir das ganze angehen. All dies und noch viel mehr klärten wir in dieser Zeit ab.

 

 

Schnell stand fest das folgende Reparaturen gemacht werden sollten/müssen:

 

- Tausch der unteren (sowie oberen) Ansaugkrümmerdichtung (die war mit Sicherheit hin!)

- Zylinderkopfdichtungen (selbst wenn diese noch heile wären, macht es Sinn diese gleich mit zu tauschen)

- Thermostat wechseln (bietet sich bei der Gelegenheit eh an)

- Kühlkreislauf spülen und Motor von seinem Ölschlamm befreien

 

Also gingen wir das ganze an einem Wochenende an. Shibi begann damit sämtliche Kabel, Rohre und Schläuche zu demontieren und zur Seite zu legen. Währenddessen fing ich an alle Teile sowie die dazugehörigen Schrauben in Tüten zu packen und zu beschriften. Alleine diese Arbeit nimmt beim ersten Mal schon mal ein paar Stunden in Anspruch. Danach ging es der Lichtmaschine sowie deren Halter an den Kragen, schließlich muss man gut an den oberen Ansaugkrümmer rankommen. Hierzu muss man den Keilriemen entspannen. Danach kann man mit der Lichtmaschine weitermachen. Der Riemen machte noch einen ziemlich guten Eindruck, den konnte man getrost wiederverwenden. Weiter ging es mit der oberen Hälfte des Luftfilterkastens, sowie der Drosselklappe. Auch hier mussten vorher wieder sämtliche Stecker entfernt werden. Danach ging es mit der Demontage des oberen Ansaugkrümmers weiter. Deren Dichtungen machten zuerst noch einen guten Eindruck. Diese zerfielen allerdings nach der Demontage mehr oder weniger zu Einzelteilen. Gut das in meinem Dichtungsset diese mit dabei waren.

 

[bild22]

Weiter ging es dann mit dem unteren Ansaugkrümmer. Vor dessen Demontage mussten aber erstmal die Ventildeckel ab. Hier sah man jetzt zum ersten mal das ganze Außmaß der Sauerei. Die Köpfe sowie die Ventildeckel waren voll mit dieser wiederlichen Ölschlammpampe. An der Unterseite des unteren Ansaugkrümmers hatte sich der wiederliche Schlamm ebenso in Massen abgesetzt. Die Bilder sprechen Bände, ich glaube mehr Worte muss ich dazu nicht verlieren!

 

Wir legten den unteren Ansaugkrümmer erst einmal zur Seite. Schließlich kommen noch mehr Teile die gesäubert werden müssen. Als nächstes ging es an die Begutachtung der unteren Ansaugkrümmerdichtungen. Diese waren an den Außenseiten ziemlich im Eimer. Die waren sogar ziemlich definitiv im Eimer! Die waren nicht nur ziemlich definitiv im Eimer, die waren total im Arsch!

 

Auch hier zeigen die Bilder das ganze Ausmaß der Zerstörung ganz gut!

 

Das erklärt auch wie so viel Wasser in den Ölkreislauf eindringen konnte. Wir machten also mit der Demontage der Köpfe weiter. Dafür mussten wir erst einmal die Stößelstangen abmontieren. Shibi_ demontierte die Kipphebel, während ich diese wieder fein säuberlich in Tüten drapierte und diese beschriftete.

 

 

 

 

Für die Stößelstangen missbrauchten wir einen alten Karton auf den ich auf die Schnelle die 2 Zylinderbänke draufkritzelte und diese entsprechend markierte. Danach noch die entsprechenden Löcher durch und die jeweiligen Stößelstangen dort einsetzen. Wichtig: Nie, nie, nie die Stößelstangen vertauschen. Diese sind im Gegensatz zu so manchem alten V8 alle unterschiedlich lang. Ein Irrtum an dieser Stelle wäre tödlich für den Motor. Hier sollte man ganz genau sein. Dazu sind die Teile allesamt aufeinander eingespielt. Man sollte also dafür Sorge tragen das die Teile des Ventiltriebs am Ende wieder exakt an der gleichen Stelle landen wir vorher. Die Folge bei Nichtbeachtung wäre ein Motorschaden. Relativ am Anfang hatten wir schon angefangen die Kühlwasserbrühe aus dem Motor abzulassen. Jetzt wo wir gut an die Köpfe rankamen haben wir auch hier das Restwasser abgelassen um keine nassen Füße zu bekommen ;) Als dies erledigt war, konnten wir endlich die Köpfe demontieren.

 

Hier hatten wir die Gelegenheit mal einen tieferen Blick in den Motor und seine Technik zu werfen. Die Ventile sahen noch in Ordnung aus und auch in den Kolben fand sich keinerlei Riefe. Das war schon mal eine gute Nachricht :) Danach ging es den Kopfdichtungen an den Kragen. Diese waren allem Anschein nach noch in Ordnung aber wenn man schon mal dran ist, kann man das auch gleich mit erledigen, der Motor wird es einem danken!

 

Hier rätselten wir allerdings wie wir die Dichtungen montieren sollten. Für gewöhnlich haben amerikanische Kopfdichtungen eine Beschriftung die die Oberseite anzeigt. Bei den Fel-Pro Kopfdichtungen war allerdings nichts zu sehen. Es gab lediglich eine mit Logos bedruckte und eine unbedruckte Seite. Wir probierten also erstmal ein paar Minuten herum. Irgendwie musste man doch sehen wie Sie reingehören. Nach einiger Probiererei baute Shibi die Dichtungen mit den Logos nach oben ein. An dieser Stelle noch ein kleiner Hinweis: Merkt auch bloß was Ihr vorher getan habt, eine spontane Amnesie im Bezug auf den Zusammenbau kann euch sehr schnell arge Kopfschmerzen bereiten. Glaubt mir, wir hatten welche ;) Warum das so war? Das erfahrt Ihr später!

 

Erst einmal war eine kleine Reinigungsaktion angesagt. Jeder von uns schnappte sich einen Kopf und reinigte diesen. Die 4 Dosen Bremsenreiniger die ich bestellt hatte machten sich an dieser Stelle bezahlt :cool: Wir reinigten die Köpfe so gut wir konnten vom Ölschlamm, danach ging es den Dichtungsresten an den Kragen. Aus dem Forum bekam ich den Tipp mit dem Dreikantschaber. Dieser Tipp war Gold wert. Mit jeweils einem Dreieckschaber bewaffnet machten wir uns also an die Arbeit. Weiter ging es mit den restlichen mit Ölschlamm verseuchten Teilen. Nachdem dies erledigt war, baute Shibi_ die Köpfe wieder auf den Motor. Währenddessen diktierte ich Ihm mit einem Haynes Manual bewaffnet die Anzugsdrehmomente sowie die richtige Anzugsreihenfolge. Hier bloß kein Fehler machen, es kann sonst passieren das die neue Dichtung am Ende nicht richtig abdichtet. Nach der Aktion musste die Dichtfläche an den Stirnwänden der beiden Köpfe wieder mit Silikon verschlossen werden. Auch dieser lag dem Kit in einer kleinen Tube bei, gar nicht mal so unpraktisch. Diese ruhig eher großzügig auftragen, da diese als Abschluss zwischen dem Block und dem unteren Ansaugkrümer dient. Danach relativ zügig den Ansaugkrümmer wieder drauf und das ganze festziehen. Den Motor sollte man nach Zusammenbau erst nach gut 24h starten, da dann die Dichtmasse komplett ausgehärtet ist.

 

Man kann den Rest in der Zwischenzeit aber locker wieder zusammenbauen. Wir haben bei meinem gleich noch ein paar andere Baustellen erledigt. Das Thermostatgehäuse hängt ja mit an der unteren Ansaugkrümmerdichtung dran, da kann man das Thermostat bei der Gelegenheit gleich mittauschen. Man sollte auch bei der Gelegenheit mal alle Kabel und Schläuche auf den Zustand prüfen. Der Schlauch der vom Kühler zum Thermostatgehäuse geht war in Richtung Thermostat schon sehr bröselig, den haben wir dann gleich mitgetauscht. Ebenso haben wir dem Motor einen neuen Luftfilter spendiert, der alte war leicht feucht und somit nicht mehr wirklich brauchbar. Ölwechsel incl. Filter sowie das austauschen der Kühlflüssigkeit sollte man natürlich dann gleich mitmachen. Eine Ölschlammspülung schadet dem Motor auch nicht. Haben wir ebenso bei der Gelegenheit besorgt um auch ganz sicher zu sein das wir den Großteil des Schnodders aus dem Motor raus haben. Nach gut 200km soll man das Öl wieder wechseln. Erst einmal wollten wir den Motor wieder zu laufen bekommen. Ergo, alles wieder zusammengebaut und gehofft das alles wieder lief. Nach dem ersten Schlüsseldreh kam der Schock! Der Motor drehte völlig frei ohne auch nur ansatzweise zu komprimieren :eek:

 

 

Jetzt war guter Rat teuer. Da wir bereits soviel Zeit mit der Reparatur verloren hatten, konnten wir die Gründe für den Kompressionsverlust nicht mehr auf den Grund gehen. Shibi_ musste nach Hause und alleine nehme ich den Motor nicht auseinander. So ging eine Woche ins Land und Shibi kam letztes Wochenende noch einmal bei uns vorbei. In der Zwischenzeit hatten wir uns beide den Schädel zerbrochen und recherchiert was die Gründe für die fehlende Kompression sein könnte. Angefangen von "Ihr habt die Dichtungen falsch herum eingebaut" über "die Köpfe sind krumm" bis hin zu "Ihr habt die Stößelstangen" vertauscht war alles dabei. Der rettende Tipp kaum ausgerechnet vom lieben Sönke, meinem Caprice Spezialisten. Wie wir war er der Meinung das der Druck eigentlich nur über die Ventile rausgehen kann. Die Rocker Arms waren aber alle nach Vorschrift angezogen und die Steuerzeiten kann man bei der Geschichte überhaupt nicht verstellen. Sein Tipp: Rödelt doch ein paar mal für eine gute halbe Minute den Motor durch. Was für die meisten "Experten" total bescheuert klingt hat wunderbar funktioniert! Nach und nach kam die Kompression auf den Zylindern wieder! Diese Prozedur wiederholten wir bis wir wirklich auf allen Zylindern wieder die benötigten 10 Bar hatten :) Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie erleichtert und glücklich wir 3 in dem Moment waren :) :cool:

 

 

Was an dieser Stelle noch erwähnt werden sollte: Wir hatten den Motor am Freitag noch mal zur Hälfte auseinandergenommen weil wir am Ende wirklich geglaubt hatten die Dichtungen wären falsch drin :D Dies stellte sich am Ende als Irrtum heraus, die Dichtungen waren tatsächlich richtig herum eingebaut! :mad: Alles umsonst, aber wenigstens was dabei gelernt! Nachdem wir die Kompression wiedererlangt hatten, bauten wir (allen voran Shibi_) den ganzen Kram wieder zusammen. Am späten Nachmittag waren wir dann soweit den Motor das erste mal laufen zu lassen. Mein Herz pochte ganz schön vorm ersten anlassen. Würde der Motor anspringen? Würde er gut laufen? Würde alles dicht halten?

 

Ich drehte den Schlüssel und der V6 erwachte relativ flott wieder zum leben. Doch was war das?! Der Motor lief schwer unrund und mit erhöhtem Standgas? Das klang nicht gesund und fühlte sich noch ungesunder an. Wir rollten auf die Straße und öffneten die Motorhaube. Aus dem Motorraum trat Qualm aus! Hatten wir etwas falsch gemacht? Sofort stoppten wir den Motor. Wir suchten den Motorraum nach Fehlerquellen ab bis mir die vordere Zylinderbank ins Auge fiel. Die Zündkabel waren ja wieder erwarten beschriftet und mir fiel auf das das Kabel für Zylinder 6 irgendwie nicht an seinem Platz war, ebensowenig das Kabel für Zylinder 2! Wir haben beim zusammenbau schlicht und ergreifend 2 Zündkabel vertauscht. Zur Sicherheit kontrollierten wir beide noch einmal die Zündkabel. Der Rest sah soweit richtig aus, also die beiden Kabel wieder an Ihren angestammten Platz und ab dafür. Siehe da, der Motor lief wieder wunderbar seidig wie vorher! :cool: Allerdings qualmte es immer noch deftig, allerdings ging Shibi_ relativ schnell ein Licht auf. Er hatte auf anraten der Anleitung aus dem Alero Sammelthread die Schrauben und die Gewinde der Auslasskrümmer sowie dem Zwischenkrümmer ordentlich mit WD40 geflutet. Der Qualm war also nichts anderes wie verkokelndes WD 40. Relativ harmlos. Einfach eine ausgedehnte Fahrt machen bis der Qualm weg ist. Da wir sowieso noch eine kleine Runde für die Ölschlammspülung drehen mussten, entschieden wir etwas Essen zu fahren. Da wir Kilometer machen mussten, entschieden wir uns für das Lousiana in Oberhausen. Das waren gut 80km pro Strecke, sollte also reichen ;)

 

 

Dort angekommen gönnten wir uns ein sehr ausgedehntes Abendessen, da wir alle 3 an dem Tag bis auf eine Hand voll Toffifees noch nichts gegessen hatten :) Noch nie hat uns ein Abendessen so glücklich gemacht :D Shibi war ganz angetan von seinen Steakhouse Fries und mein Chili Burger machte mich mit jedem Bissen einfach nur glücklich :D Auch meine bessere Hälfte schien von Ihren Hähnchendingern sehr angetan zu sein :)

 

Vollgefressen und um einiges glücklicher, machten wir uns also wieder auf den Weg. An dieser Stelle durfte Shibi_ als kleines Dankeschön den Alero nach Hause fahren. Bei aller Sachlichkeit konnte er sich bei seinem Kommentar zum Auto ein verschmitztes Lächeln nicht verkneifen ;) Sein Fazit: Fährt sich so wie ich es von einem Ami erwarte :)

 

Leider durften wir den Alero wegen der Schlammspülung nicht hochdrehen. Mehr als 2500 u/min haben wir uns einfach nicht getraut. Diese Gelegenheit sollte aber noch schneller kommen als gedacht ;)

 

Als wir ankamen, beschlossen wir noch schnell den Ölwechsel zu machen. Das billige 15W40 das wir für den Zweck besorgt hatten wurde umgehend abgelassen und entsorgt. Das gute GM Dexros II 5W30 hielt stattdessen Einzug. Nach nicht mal 200km sah das "neue" Öl schon ziemlich schwarz und eklig aus. Die Spülung war also nicht umsonst!

 

Umso sauberer ist jetzt auch das neue Öl :)

 

Nach der Aktion gingen wir direkt ins Bett, es war schon wieder sehr spät und wir waren alle todmüde. Am nächsten morgen sollte es zudem sehr früh wieder weitergehen.

 

Gesagt, getan. Am nächsten morgen standen wir früh auf um die Kühlwassergeschichte auch noch hinter uns zu bringen. Wir spülten das System gut 2 mal durch und immer noch kam etwas von dem alten Schnodder hinterher. Natürlich mussten wir den Wagen auch mal warmfahren um ein wenig Bewegung in das System zu bekommen. Hier konnte der Motor dank Ölwechsel endlich mal wieder zeigen was er kann ;) Da ich die Autobahn direkt vor der Haustür habe, machten wir uns direkt dorthin auf dem Weg. Auf der Strecke zum Wendepunkt wurde der Motor erst einmal behutsam warmgefahren. Auf dem Rückweg durfte er dann aber doch mal zeigen was er kann ;) Also einmal draufgelatscht und die Beschleunigung genossen :cool: Sogar Shibi_ musste zugeben das er von der Kraft und dem Sound des Motors unter Last angetan war :)

 

Leider haben wir die ganze Kühlergeschichte nicht zu Ende bringen können. Zum einen weil uns die Zeit ausgegangen ist und zum anderen weil die Ablassschraube (welche aus Plastik ist) mittlerweile doch sehr stark gelitten hatte. Wir wollten nicht riskieren die einzige Ablassschraube bei der Aktion zu Grunde zu richten ohne Ersatz in der Hinterhand zu haben, vor allem weil wir nach kurzer Begutachtung beide der Meinung waren das diese Schraube eine weitere Demontage wohl nicht überleben wird.

 

Notfalls lasse ich die finale Spülung halt in einer Werkstatt machen. Auf die paar Euro kommts am Ende auch nicht mehr an. Zumindest im Hinblick auf die Spülung selbst könnte das gar keine schlechte Idee sein! Die Jungs dürften das Equipment haben um den ganzen Schnodder endgültig rauszubekommen.

 

An dieser Stelle nochmal eine kleine Bilanz was bisher alles an Reparaturen gemacht wurde:

 

- Radlager

- Neue Reifen

- Spiegelverstellung wieder angeschlossen (mit Abstand die billigste und schnellste Reparatur von allen :D)

- Relais der Zentralverriegelung ausgetauscht

- Motor zur Hälfte neu abgedichtet

- Ölwechsel

- Kühlwasserwechsel (ok, eigentlich noch nicht, ist aber so gut wie erledigt, versprochen ;))

- Neuer Kühlwasserbehälter

 

Was man noch machen müsste:

 

- Spiegel Beifahrerseite (den hab ich leider fahrlässig kaputtgemacht als ich Ihn schützen wollte :D)

- Passlock stillegen (das geht mit der Zeit auf die Nerven, muss mal sehen was man da machen kann)

- Bessere Bremsen montieren, die alten taugen auf Dauer einfach nichts (bin mir noch unschlüssig ob ich einfach nur bessere oder gleich größere Bremsen besorgen soll, kommt drauf an ob ich dem Alero wirklich 17" Felgen spendiere)

 

Was man noch machen könnte:

 

- Schicke 17" Felgen montieren

- "Neuen" Kotflügel für die Beifahrerseite (der alte hat bei der Reparatur etwas gelitten ;))

 

Wie man sieht sind die meisten Sachen eher Kleinigkeiten. Werde bezüglich der meisten Dinge aber noch einmal in mich gehen ;)

 

Schlussendlich bleibt noch zu sagen das wir überglücklich sind das der Alero wieder läuft. Die Ansaugkrümmergeschichte ist mit Abstand das schlimmste was einem Alero passieren kann. Wenigstens habe ich jetzt die Gewissheit das diese Geschichte gemacht ist. Diese Reparatur ist nicht für absolute Laien zu empfehlen. Ich habe mir nicht umsonst kompetente Verstärkung besorgt!

 

An dieser Stelle gilt unser Dank vor allem unserem guten Shibi_! Ohne dein Wissen, dein reichhaltiges Werkzeugarsenal und vor allem deiner Hilfsbereitschaft würde der Alero wohl bis heute nicht fahren! Unser Dank wird dir auf ewig sicher sein! :)

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04.09.2014 09:40    |    Dynamix    |    Kommentare (52)    |   Stichworte: 1NL69, Alero, Caprice, Chevrolet

Hello Petrolheads,

 

nachdem der Olds seine neuen Radlager bekommen hat, dachte ich mir es wäre an der Zeit mal eine kleine Tour zu machen um die neu gewonnenen Qualitäten auch gründlich auszutesten. Da ich sowieso mal wieder in die Eifel wollte und sich dieser Wunsch in der letzten Woche noch verstärkt hatte beschloss ich den Plan noch am selben Wochenende in die Tat umzusetzen :cool:

 

Man merkt schon, ich bin hochgradig Fahrabhängig :D

 

Für das nächste U25 Treffen an der Nordschleife hatte ich in den letzten Wochen eine Route ausgetüftelt die ich bei der Gelegenheit unbedingt mal ausprobieren wollte. So dachte ich mir: Wenn nicht jetzt wann dann? ;)

 

Da ich nicht mit einem dreckigen Auto losziehen wollte, haben wir am Freitag erstmal den Olds geputzt und für die große Fahrt vorbereitet. Erster Stop war die Tankstelle neben der Waschanlage zu der wir kurz darauf auch gleich hingefahren sind. Der Olds hat einmal die Premiumfahrt in der Geisterbahn bekommen und wurde danach von uns liebevoll getrocknet, ausgesaugt und von allem möglichen Kleinkram befreit der sinnlos herumlag.

 

Bei der Gelegenheit habe ich es endlich geschafft die Rücksitzbank ordentlich zu befestigen! An dieser Stelle einen großen Dank an Falloutboy für die Zeichnung deren Sinn sich mir nach intensivem (sehr intensivem!) Studium auch irgendwie erschlossen hatte :D Es hat ein wenig gedauert bis ich festgestellt habe das die Klammern falsch montiert waren und die Rücksitzbank deshalb lose war :rolleyes: Kein Wunder das dieses blöde Ding nicht einrasten wollte und ich mich darüber gewundert hatte warum die Klammern auf der Zeichnung so anders aussahen :D:D:D:D:D

 

Die Wäsche hatte sich etwas hingezogen und so beschlossen wir danach noch etwas Essen zu gehen. Nach der Putzaktion hatten wir beide keinen Bock mehr auf Kochen ;)

 

Samstag

 

Am Samstag morgen sollte es also losgehen! Ergo: Flott was zu futtern eingeworfen, Kamera eingepackt und ab auf die Bahn! :cool: Die Fahrt war sehr entspannend und der Olds konnte beweisen das er ein echtes Langstreckenfahrzeug ist das sich vom Komfort nicht vor seiner etablierten Konkurrenz verstecken braucht! :cool: Nach etlichen Kilometern kamen wir gegen Mittag am Brünnchen an. Erster Punkt auf der Agenda: Die alte Steilstrecke! Die Steilstrecke ist ein Teil der alten Südschleife die kurz vor dem Karussell beginnt. Dieser ca. 400m lange Abschnitt umgeht das kleine Stück um das Karussell und verkürzt damit die Strecke um geschätzte 1-2 Kilometer.

 

Dieser Teil ist schon lange nicht mehr befahrbar, umso erstaunlicher wie gut Sie bis heute erhalten geblieben ist! Bis in die 60er hinein war dieser Teil trotz Verbot bei Touristenfahrten noch befahrbar. Allerdings gab es bei Touristenfahrten diverse tödliche Unfälle, weswegen man diesen Teil dann irgendwann endgülgit gesperrt hat. Wir wollten es uns aber nicht nehmen lassen dem Mythos mal selber auf den Zahn zu fühlen, schließlich gehört auch die lange Geschichte der Nordschleife zu Ihrem Mythos dazu!

 

Zur alten Steilstrecke kommt man im Prinzip relativ einfach! Einfach rechts am Brünnchen den Wanderweg entgegen der Laufrichtung der Strecke hochlaufen. Kurz vor Wippermann kommt eine scharfe Kurve an der die alte Steilstrecke wieder anschließt. Hier kann man gefahrlos langlaufen, da hier wirklich alles mit Zäunen gesichert ist. Man sollte nur festes Schuhwerk dabei haben, da der Boden dank dem wechselhaften Eifelwetter gerne mal matschig ist ;)

 

Die Steilstrecke ist insofern faszinierend als das Ihr Bodenbelag immer noch original erhalten ist. Lediglich das ein oder andere kleine Loch wurde wohl mal mit Beton zugegossen. Nicht schlecht für einen Boden der fast 100 Jahre alt ist :)

 

Der Boden besteht aus Steinplatten die man in den Boden eingemörtelt hat. Scheinbar eine sehr haltbare, wenn auch nicht sehr griffige Angelegenheit ;) Weiterhin beeindruckt an der Steilstrecke das wofür Sie gebaut wurde: Steil sein! :D Wenn man von oben runtergeht wirkt es erst gar nicht so steil wie angenommen. Gegen Ende allerdings wird die Strecke immer steiler womit Sie Ihre vollen 27% Steigung preisgibt. Hochlaufen wird für Leute mit latent vernachlässigter Fitness (also uns! :D) somit zur Höchststrafe, da die Steigung wirklich nicht ohne ist :eek:

 

Bei meinen Recherchen fand ich heraus das an diesem ehemaligen Streckenabschnitt wohl eine Art Hillclimb Event für Radfahrer stattfindet. Die allerwenigsten schaffen es dabei die Strecke ohne Absteigen zu bewältigen. Das will schon was heißen ;)

 

Nachdem wir den beeindruckenden Ausblick von oben genossen haben, traten wir den gefühlt 10km langen Aufstieg an :D Am Tag unseres Besuches fand ein Rennen statt, dessen Anblick uns den Weg zurück zum Brünnchen sehr versüßt hat :) Wie ich später herausgefunden habe, fuhr an dem Tag sogar ein Bekannter von uns an dem Tag mit :cool:

 

Damit war unser Tag aber noch nicht vorbei! Meine bessere Hälfte wollte unbedingt noch auf den Spuren der alten Südschleife wandeln. Wie vorher schon angedeutet, ist die Südschleife ein stillgelegter Teil der Strecke den es in seiner ursprünglichen Form leider nicht mehr gibt. Ein Teil der Strecke ist mittlerweile eine Landstraße. Jeder der schon mal an dem berühmten Campingplatz am Ring vorbeigefahren ist, hat die Südschleife schon einmal unter den Rädern gehabt ;)

 

 

 

 

Einen weiteren Abschnitt der alten Südschleife findet man neben dem großen Fahrsicherheitszentrum. Man biegt dazu einfach vom Ring kommend in die Straße vor dem Abzweig am Fahrsicherheitszentrum nach links ab und biegt kurz darauf nach rechts in eine Waldeinfahrt ein. Diese wird normalerweise von einer leicht lädierten Schranke verschlossen. Während des 24h Rennens dient diese Einfahrt als Zufahrt zu den weitläufigen Campingarialen rund um den Ring. Hier erkennt man schon am Straßenverlauf das dies wohl mal eine Rennstrecke gewesen sein muss. Die Kurve hinter der Strecke ist sehr eng und scharf und dazu auch noch leicht gedreht wie bei einem Nascaroval. Dahinter geht es eine steile gerade Straße runter. Ein weiterer Streckenabschnitt den wir leider aufgrund des schlechten Wetters nicht begutachten konnten liegt direkt am Eingang zur Tribüne Müllenbachschleife. Etwas versteckt hinter Sträuchern liegt ein alter zugewachsener Weg. Dies ist ein weiterer Teil der alten Südschleife. Wer dies nicht weiß, wird den Weg für irgendeinen zugewachsenen Waldweg halten. Mit einer Rennstrecke hat das Stück rein optisch nicht viel gemein ;)

 

 

Da das Wetter uns nicht ganz gewogen war, fuhren wir direkt weiter zur Quiddelbacher Höhe. Dort ist ein altes verlassenes Hotel, dass nach einem Brand scheinbar verlassen wurde. Zudem kann man hinter dem Hotel direkt an die Strecke. Ein guter Aussichtspunkt wenn man sehen will wie die Autos mit hohem Tempo durch die Senke fahren :cool:

 

Auch das Hotel haben wir uns zumindestens von außen einmal genauer angesehen. Der Zaun war an diversen Stellen geöffnet und so war es kein Problem mal auf das Gelände zu kommen. Von außen kann man sehen das im Inneren wohl diverse Obdachlose und Vandalen gehaust haben. Von der ehemals vorhandenen Inneneinrichtung ist nichts mehr übrig und auch sonst ist das komplette Gebäude mitgenommen und das Grundstück stark verwildert. Eine Tour rein haben wir uns dann gespart. Wer weiß wie es um die Beschaffenheit des Gebäudes nach all den Jahren bestellt ist!

 

 

 

Da ich sowieso endlich die Teststrecke unter die Räder nehmen wollte fuhren wir weiter. Über malerische kleine Dörfer fuhren wir vom Ring hoch Richtung Mayschoß und Bad Neunahr-Ahrweiler über die malerische Weinstraße. Wer noch nie dort war, sollte dies schleunigst nachholen! Die Straße, umgeben von schönen alten Dörfern und Weinbergen die in voller Blüte stehen ist schon sehr beeindruckend und bei gutem Wetter auch wunderschön. Landschaftlich hat die Eifel definitiv etwas zu bieten! :) Leider hat die Zeit nicht mehr ganz für die volle Strecke gereicht, allerdings führt der Weg zurück sowieso über die unspektakuläre A61, hier werde ich definitiv eine spektakulärere Rückroute einbauen ;)

 

Müde, aber zufrieden fuhren wir nach Hause um Kraft für den nächsten Tag zu tanken! Wir werden auf jeden Fall noch mal wiederkommen um dem Mythos Südschleife weiter zu erforschen. Vielleicht tun wir dies sogar im Rahmen des U25, wer weiß?! ;)

 

 

Sonntag

 

Am Sonntag entschieden wir uns spontan nach Venlo zu fahren, da dort diverse Meetings mit US-Car Anteil stattfanden. Da der Caprice schon viel zu lange Sendepause hatte, beschlossen wir mit Ihm die Strecke nach Venlo in Angriff zu nehmen. Der Wagen sprang entgegen seines Namens ohne Probleme an und nach einem kurzen, leicht erhöhten Leerlauf blubberte er brav im Leerlauf vor sich hin :cool:

 

Auch hier war vor der großen Tour erstmal Tanken angesagt :p Irgendwie hatte ich vor meinem Urlaub vergessen nochmal nachzutanken :rolleyes: Nach dem Tankstopp ging es ab auf die A4, die uns kurz darauf auch mit einem heftigen Regenschauer begrüßte. Leider sollte dies nur ein kleiner Vorgeschmack das sein was noch vor uns lag. Nach gut 1,5 Stunden Fahrt waren wir in Venlo angekommen. Unser erster Stop führte uns zum Traffic Port in Venlo. Dort war ein Charityevent bei dem die örtlichen Behörden mit allerlei Fahrzeugen vor Ort waren. Auch der PCOOA (Police Car Owners of America, Europa Abteilung) hatte sich mit ein paar Fahrzeugen eingefunden. Weiterhin waren ein paar Locals mit Ihren Caprice Cop Cars vor Ort ;) Hier gab es für den Techniknerd einiges zu sehen! Vom kleinen Panzer, über diverse Polizei- und Feuerwehrautos bis zu schwerem Gerät war vieles dabei. Leider spielte hier das Wetter mal wieder nicht mit weswegen ich hier keine Fotos machen konnte. Wir beschlossen aufgrund des schlechten Wetters das nächste Meeting anzufahren. Mitten im Herzen von Venlo fand ein 50s Festival statt. Bei Ankunft war uns das Wetter gewogen und so strahlte die Sonne mit dem Marktplatz von Venlo um die Wette :)

 

Blöderweise gab es keine Parkplätze mehr da wirklich Gott und die Welt auf den Beinen war. Auf dem Marktplatz reihte sich eine V8-Preziose an die andere wobei auch für die Fans deutscher Autos das ein oder andere Schmuckstück dabei war! Mann hatten die ein Glück, die hatten wenigstens einen Parkplatz. An dieser Stelle dämmerte es mir: "Moment mal?! Du fährst doch selber einen V8!". Warum nicht also einfach auf dem Gelände parken?! Einen Versuch war es jedenfalls wert ;)

 

 

Was soll ich sagen?! Nach etwas Diskussion ließ man mich mit meinem Auto tatsächlich auf das Gelände! Ich musste zwar etwas abseits stehen, aber dafür hatte ich einen gut bewachten Parkplatz :cool:

 

Dort wurde dem geneigten US-Car Fan auch gleich einiges geboten. Von den 50ern bis in die 70er gab es dort in Sachen Automobil einiges zu bestaunen :cool: Da das Wetter zu dem Zeitpunkt noch mitgespielt hat, habe ich es mir nicht nehmen lassen ein paar Bilder zu machen :)

 

Nebenan war auch ein kleines Areal mit einer Bühne und diversen kleinen Verkaufszelten. Auf der Bühne gab es Rock N Roll nonstop und die vielen kleinen Zelte luden zum stöbern ein. Dort war auch ein Friseur mit seinem Team anwesend der einem direkt vor Ort den passenden Look verpasste. Dies alles für gerade mal 10€, da kann man wirklich nicht meckern :)

 

Leider fing es kurz darauf auch wieder an zu regnen. Dieses mal hatte der Regen eher Ähnlichkeit mit einer Sintflut. Dazu gesellte sich noch ein starkes Gewitter woraufhin auf dem Gelände der Strom ausfiel. Da wir trotz Regenschirm schon nach wenigen Minuten völlig durchnässt waren beschlossen wir nach Hause zu fahren. Auf dem Weg nach Hause war der Regen dann auch unser ständiger Begleiter. Dem Caprice war das alles völlig egal. Stoisch zog er mit Richtgeschwindigkeit seine Bahnen bis vor unsere Haustür. Müde und leicht durchnässt kamen wir dann schließlich am späten Nachmittag wieder zu Hause an.

 

Leider war damit nicht nur der Tag, sondern auch das Wochenende schon wieder rum :( Wir hatten viel Spaß und umso mehr freuen wir uns auf das nächste Treffen mit den Jungs an der Nordschleife :cool:

 

Klickt euch ruhig mal durch die Bildergalerie, es lohnt sich! ;)

 

 

 

 

Greetings,

Dynamix & Miep

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26.08.2014 19:56    |    Dynamix    |    Kommentare (39)    |   Stichworte: 1NL69, Alero, Chevrolet

Hello Petrolheads,

 

heute mal ein Artikel mit wenig Bild- und viel Textmaterial ;)

 

Der Alero ist jetzt schon ein paar Wochen bei uns und bisher schlägt er sich ganz gut bei uns. Uns war schon vor dem Kauf klar das an dem Wagen ein paar Kleinigkeiten gemacht werden müssen die wir auch mit der Zeit alle beheben werden.

 

Der Punkt der mich dabei am meisten gestört hat, die Radlager, wurden zum Glück heute endlich behoben. Ich hatte vor gut einem Monat mal Radlager von Timken besorgt die mir im US-Car Forum wärmstens empfohlen wurden. Nachdem ich den Wagen heute abgeholt habe, traute ich meinen Augen bzw. eher meinen Ohren nicht. Das Auto war flüsterleise! Kein Dröhnen, kein Rattern beim lenken. Diese Ruhe, einfach nur himmlisch! :) So gefällt mir der Alero noch deutlich besser als vorher :cool:

 

Ich freue mich nach der Reparatur wie Bolle auf die nächsten Kilometer! Vielleicht mache ich am Wochenende doch mal meine kleine Eifeltour mit dem Alero, wer weiß ;)

 

Ein weiterer Punkt auf der Liste war die Bedieneinheit der elektrischen Spiegel. Da dies ein gern verschleißendes Teil ist, habe ich diesen gleich mit den Radlagern mitgeordert. Die Reparatur habe ich sogar selbst bewerkstelligt nur um danach enttäuscht festzustellen das der Schalter völlig in Ordnung ist und lediglich die Bedieneinheit nicht angeschlossen war! :D:rolleyes:

 

Naja, so habe ich wenigstens die Schaltereinheit mal auf Lager falls die alte doch mal das zeitliche segnen sollte ;)

 

Nächster Punkt waren die Reifen. Die montierten Winterreifen waren nicht mehr zu gebrauchen. Nicht nur das die hinteren Reifen total im Eimer waren, so fiel mir dann plötzlich auf das vorne komplett andere Reifen montiert waren und dazu noch die falschen. Blöd gelaufen, aber die Reifen sollten eh neu. Einer der hinteren Reifen verlor zu allem Überfluss auch permanent Luft. Nach der Demontage wusste ich auch warum! Betreffender Reifen hatte sich eine Schraube reingefahren. Ich hatte einen Nagel schon die ganze Zeit in Verdacht gehabt, der kleine Wicht hat sich nur sehr gut vor mir versteckt ;)

 

Im Endeffekt auch egal, da die Reifen eh schrott waren. Vorne waren netterweise Reifen mit einem völlig falschen (zu niedrig!) Traglastindex montiert. Gegönnt haben wir dem Alero einen brandneuen Satz Falken Sommerreifen im richtigen Format mit dem richtigen Traglastindex :)

 

Als nächstes werde ich den Schalter des Tempomaten tauschen müssen. Der funktionierte beim Kauf ganz normal, blöderweise ist dieser schon altersschwach gewesen und eine unachtsame Berührung hat den Schalter dann letzte Woche endgültig ins Nirvana befördert. Blöd gelaufen! :(

 

Die Schaltereinheit lässt sich wohl nur mit der anderen zusammen tauschen da diese miteinander verbunden (eigentlich logisch!) sind. Kostet alles zusammen 67€, also kein Beinbruch. Einen positiven Nebeneffekt hätte der Tausch: Die Beleuchtung der funktionierenden Schaltereinheit tuts nicht mehr komplett was bei Nachtfahrten irgendwie blöd aussieht. Bei einem Tausch wäre das gleich mit erledigt. :)

 

Für diejenigen die es interessiert hier mal eine kleine Kostenaufstellung was ich bisher so an Teilen gelöhnt habe:

 

4x neue Falken Reifen im Format 215/60/15 V: Ca. 200€ auf eBay (Schnäppchen!)

2x Timken Radlager incl. Shipping, Zoll, Steuer: ca. 160€

1x Bedieneinheit Spiegelverstellung: ca. 20€

 

Wie man sieht, alles nicht so teuer für eine stattliche Mittelklasselimousine mit 6-Zylindern.

 

An dieser Stelle mal unsere Eindrücke nach gewisser Zeit mit dem Alero:

 

Der Alero passt von seinen Eigenschaften sehr sehr gut zu uns! Der Platz ist in allen Lebenslagen ausreichend. Im Kofferraum kriegt man tonnenweise Krims-Krams oder Einkäufe unter. Die Sitze sind wirklich bequem und langstreckentauglich. Die Rückbank durfte Ihre Sofaqualitäten schon beim ein oder anderen Treffen mit Bekannten unter Beweis stellen ;)

 

Das Fahrwerk ist eine gute Kombination aus Komfort und Sportlichkeit. Der Alero liegt entgegen des Klischees über amerikanische Autos durchaus gut auf der Straße. Ich stelle keinen Unterschied zu einem europäischen Auto fest. Den Vergleich kann ich mir erlauben, ich bin schließlich beide Welten schon einmal gefahren ;)

 

Der Motor ist ein sehr angenehmer Geselle :cool: Der 3,4 Liter V6 stellt 177PS bereit und besitzt darüber hinaus eine sehr breite und flache Drehmomentkurve. Das maximale Drehmoment steht quasi über das gesamte Drehzahlband bis 6000 u/min zur Verfügung. Sehr angenehm für Langstrecken! In 9,2 Sekunden schnellt der Alero so auf Autobahntempo. Viel wichtiger als die Zeit für den Standardsprint ist hierbei die Elastizität. Dieses Kapitel beherrscht der Alero aufgrund der flachen Drehmomentkurve und der mehr als ausreichenden Leistung mit Bravour! Der Motor ist für einen großvolumigen V6 erstaunlich drehfreudig. Da soll noch mal einer sagen die Amis könnten nix anderes als V8 ;)

 

Wie man sieht verbindet der Alero das beste aus beiden Welten: Den Komfort und die Power die man von einem US-Car erwartet, kombiniert mit dem agilen Handling und den kompakten Ausmaßen eines europäischen Fahrzeugs!

 

Die 4-Gangautomatik mag antiquiert wirken, aber entgegen aller Erwartungen macht diese Ihren Job sehr sehr gut! Die ersten beiden Gänge sind im Vergleich zu den letzten beiden Gängen sehr kurz übersetzt. Somit geht der Alero untenrum sehr gut, wohingegen er selbst bei hohem Tempo nicht mit Motorlärm nervt. Natürlich geht ihm dann ab 130 km/h dank der Übersetzung die Puste aus. Dafür kann ich behaupten das mein Auto bei 180 km/h nicht einmal 3000 u/min auf dem Drehzahlmesser stehen hat. Wer bietet bei gleicher Gangzahl weniger Drehzahl? :D

 

In Sachen Bedienung gibt der Alero einem keine Rätsel auf. Alles ist da wo man es erwartet. Schalter gibt es eh nicht viele. Der Innenraum ansich ist sehr nett gemacht. Fast alles was man sieht ist mit Kunstleder überzogen. Armaturenbrett, Türverkleidungen und viele viele andere Sachen im Innenraum sind damit überzogen. Ich hoffe auf dem Bild kommt das ansatzweise so rüber wie in der Realität.

 

Seit letzter Woche besitzen wir auch einen deutschen Verkaufsprospekt vom Alero und dort haben wir festgestellt das unser Exemplar wirklich ein Vollausstatter ist :cool:

 

Das Schiebedach ist ein Extra das ich persönlich nicht mehr missen möchte :)

 

Bisher haben wir schon ein paar 1000km abgespult und der Wagen gefällt uns mit jedem Kilometer besser! Der Wagen fährt sich wirklich sehr schön und vom Anforderungsprofil passt er sehr gut in unseren Alltag.

 

An dieser Stelle sei mir eine kleine Anmerkung zum Verbrauch erlaubt! Der Alero schluckt deutlich weniger als man glauben mag. Wir kommen meist mit 8-9 Litern im Alltag aus. Bei schwerem rechten Fuß gehen auch mal 10 Liter durch die Einspritzung ;) Bei Spritmonitor ist der V6 mit durchschnittlich 11 Liter angegeben. Die Jungs müssen echt nen verdammt schweren Fuß haben :D

 

Fazit: Der Alero macht bisher seine Sache sehr gut! Wir sind bisher voll zufrieden mit dem Wagen und wir hoffen das wir das auch lange bleiben werden :)

 

Greetings,

Dynamix & Miep

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02.07.2014 12:15    |    Dynamix    |    Kommentare (43)    |   Stichworte: 1NL69, Alero, Chevrolet

Hello Petrolheads,

 

nachdem wir ja im letzten Artikel vom Kauf des Alero berichtet hatten, kommt jetzt der Bericht von der ersten Reinigungsaktion :) Da meine bessere Hälfte keine 2 Tage nach Kauf schon völlig vernarrt in den kleinen Alero war, verspürte Sie just das starke Bedürfnis den Alero einer ersten Grundreinigung zu unterziehen. Überhaupt könnte der Wal auch mal wieder eine Wäsche gebrauchen und so stand der Plan für den Tag fest: Waschtag! Also nichts wie hin zur nächsten SB-Waschanlage!

 

Wir hatten Glück und just bei unserer Ankunft waren noch genau 2 Waschboxen frei. Der Anblick des Wals löste bei den meisten Anwesenden Pflegegöttern einen Blick aus der nur mit "tiefstem Entsetzen" beschrieben werden kann :D So ein großes Auto hatten die meisten wohl vorher weder gesehen, geschweigedenn gewaschen :p Auch der Alero wurde von vielen neugierig beäugt, allerdings nicht wegen seiner Größe ;)

 

Zu Beginn wurden Caprice und Alero erstmal gründlich von außen gewaschen. Die Waschboxen, ein Eimer, ein Schwamm sowie die Hochdrucklanze leisteten hier gute Dienste. Eine gute Stunde später und eine Horde Münzen später führen wir dann Alero sowie Caprice an die Seite um uns dem trocknen des Lacks sowie den Innenräumen zu widmen.

 

 

Bei der Gelegenheit testeten wir nach dem Waschen endlich mal einen Teil von Rainbirds (allerbesten Dank nochmals an dieser Stelle!) kleinem Pflegecarepaket (das Paket war alles andere als klein und lumpig!) aus. Die Trockentücher sind mit "genial" nicht mal ansatzweise adäquat beschrieben! Selbst für den Wal habe ich nur eins der Tücher gebraucht. Das abtrocknen ging kinderleicht. Vielleicht sollte ich mich doch mal weiter in die ganzen Pflegegeschichten einlesen :)

 

 

 

 

 

Nach dem abtrocknen fing meine bessere Hälfte damit an die Embleme an der B-Säule (die da nicht hingehörten) zu entfernen. Während Sie fröhlich wegen der wehrhaften Embleme vor sich hin fluchte (:D) kontaktierte ich MrMinuteMan der auch kurz nach meinem Weckruf zur Stelle war ;) Während meine bessere Hälfte dank der fiesen Schaumstoffklebestreifen immer noch mit Embleme/Schaumstoffklebestreifenresten kratzen beschäftigt war machte ich mich mit MrMinuteMan daran die Rückleuchten zu tauschen. Die getönten Rückleuchten sehen in Kombination mit schwarzem Lack eher bescheiden als gut aus. Der Austausch ging zum Glück kinderleicht und die originalen Rückleuchten machen sich zusammen mit dem schwarzen Lack des Alero deutlich besser als Dinger die vorher an deren Stelle saßen. :)

 

Weiter gings dann mit den Aufklebern in den Scheiben die allesamt entfernt wurden. Ein Glasschaber und eine Flasche Glasreiniger leisten hier sehr gute Dienste! Ihr wollt gar nicht wissen was da alles für Aufkleber drin waren ;)

 

Der Wal benötigte in Sachen Pflege zum Glück nicht viel, weshalb ich und MrMinuteMan meiner besseren Hälfte kurzerhand mit dem Innenraum halfen. Unter der Sitzbank förderten ich und MrMinuteMan die ein oder andere Kuriosität zutage.

 

 

 

Neben den obligatorischen Geldmünzen, mehreren Dutzend Reiskörnern (?!:confused:) und einer zerrissenen Karte eines Psychaters aus Düsseldorf (WTF?!:confused::eek::D) fand ich noch das Nummernschild des Vor-Vorbesitzers (?:confused::cool:).

 

Ich hab keinen Schimmer wie das da hin gekommen ist! :D

 

Wie auch immer, Operation Saubermann war in vollem Gange. Meine bessere Hälfte und MrMinuteMan entdeckten in der Zwischenzeit die nachgerüstete, scheinbar kaputte Innentemperaturanzeige. Nach einem kurzen aber bestimmten Exekutionsbefehl durch meinee bessere Hälfte ging es dieser auch gleich an den Kragen! Leichter gesagt als getan. Der Kabel an dem der Sensor hing war relativ abenteuerlich verlegt! Das Kabel zog sich vom Dachhimmel durch die A-Säule, durch die Türen, durch den Kotflügel bis in den Motorraum! Nach der Fummelei war der Alero von einem Teil seines "Zubehörs" erlöst. Nächstes Opfer: Der Aschenbecher! Dieser roch leider erbärmlich nach Nikotin. Diesen wollte ich aber nicht kampflos aufgeben, da man diesen rausnehmen kann und der Behälter theoretisch ein gutes Fach für Kleingeld und diversen anderen Kleinkram ist. Also MrMinuteMan und einen Hochdruckreiniger geschnappt und ab dafür. Ca.5 Minuten und gefühlte 20 Liter Wasser in meiner Kleidung später kam dann ein erneuter Check. Es ging zwar einiges an Dreck raus, allerdings war der Gestank immer noch nicht weg. Da ich das stinkende Ding aber nicht mehr im Auto haben wollte, kam der auf den Müll. Da werde ich mal einen neuen besorgen müssen.

 

Als nächstes schauten wir uns dann mal die Spannrolle an. Mit etwas Feingefühl und viel WD40 trieben wir der Spannrolle zumindestens im Standgas das quietschen aus. Somit wäre zumindestens diese Fehlerquelle mit eindeutiger Eindeutigkeit identifiziert! Wird auf jeden Fall mal weiter beobachtet!

 

Kurz darauf waren wir mit dem Alero fürs erste fertig. Der Wagen macht auf den ersten Blick gleich einen viel besseren Eindruck. Ein paar Dinge sind noch zu machen, aber ich bin zuversichtlich das wir das auch noch hinbekommen :)

 

Zur Feier des Tages gingen wir dann mal wieder in unser Lieblingsrestaurant, wobei wir dieses mal den armen MrMinuteMan quasi dazu genötigt haben mitzukommen :D

 

 

 

 

So ließen wir bei einem guten Essen einen anstrengenden aber spaßigen Tag ausklingen. Ich glaube der Alero hat nach diesem Tag einen Fan ;)

 

Danke an dieser Stelle an MrMinuteMan für die Bilder! :)

 

Greetings,

Dynamix & Miep

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01.07.2014 14:55    |    Dynamix    |    Kommentare (139)    |   Stichworte: 1NL69, Alero, Chevrolet

aero-008aero-008

Hello Petrolheads,

 

nach etwas längerer Abstinenz, mal wieder was neues aus der Garage ;)

 

Einigen wird es schon aufgefallen sein: Der Peugeot ist Geschichte! Nachdem mir innerhalb eines Jahres das 2. Getriebe abgeraucht ist, (dieses mal warens nicht die Lager sondern ein Loch das irgendwo spontan irgendwo gebildet hat :confused:) war ich es einfach leid wieder einen 4-stelligen Betrag für eine Getriebereparatur zu latzen. Das ich und mein mittlerweile Ex-Auto kein Einzelfall sind, zeigen diverse Beschwerden im 207 Forum hier auf MT und andere Peugeot Foren im Netz. Soviel zum Peugeot.

 

Es musste also was neues her. Da wir geplant hatten unsere US-Car Affinität auch auf den Alltag auszuweiten standen die Eckdaten schnell fest:

 

- Automatik

- Genügend Leistung

- Kein übertriebener Verbrauch

- Akzeptabler Unterhalt

- Wenn möglich amerikanisch

 

So ging es auf die Suche!

 

Der Verkauf des Peugeot hatte wie erwartet nicht allzu viel abgeworfen. Trotzdessen hatten wir mehrere Kandidaten im Auge die mehr oder weniger gut passten.

 

Kandidat 1: Ein Golf 4 in Vollausstattung mit Automatik. Allerdings überzeugte der Wagen nicht ganz. Zum einen qualmte er ohne ersichtlichen Grund aus dem Motorraum und zum anderen war der Innenraum VW-typisch total zerschrammt und zerkratzt. Der Wagen stammte nachweislich aus Rentnerhand! Soviel zur tollen Innenraumqualität im VW-Konzern. Der war also nach einer Nacht drüber schlafen wieder raus, speziell weil der Händler mir kaum im Preis entgegenkommen wollte.

 

Kandidat 2: Chrysler Stratus in der hier seltenen Limousinenausführung. Kein hässlicher Wagen! Genug Platz, viel Power, eine schön schaltende Automatik mit Selberschaltfunktion, sowie einer recht reichhaltigen Ausstattung mit Leder, Sitzheizung, Klima, CD-Wechsler und anderen Annehmlichkeiten. Allerdings kamen bei dem Wagen merkwürdige Geräusche von der Hinterachse! Dies hätte der Verkäufer noch richten lassen, allerdings hätten wir für den neuen TÜV unter Umständen noch einiges drauflegen müssen! Zu allem Überfluss kommen dann noch die oftmals gemeldeten Probleme mit der Getriebeelektrik dazu die uns nach anfänglicher Euphorie den Wagen wieder vergessen.

 

Dann fiel uns vor ungefähr 2 Wochen Kandidat 3 ins Auge:

 

Ein Oldsmobile/Chevrolet Alero auf der uns während unserer vorherigen Suche noch nicht aufgefallen war. Der Wagen stand auch erst 2 Tage im Netz. Mit dem Gedanken an einen Alero als Daily hatte ich öfter schon gespielt. Groß genug für uns plus eventuelle Mitfahrer, ein bisschen Power, Automatik sowie reichhaltige Ausstattung. Da werde ich definitiv schwach :D

 

Unser Kanditat ist schwarz, hat einen V6 und dazu Vollausstattung (Schiebedach!!!!!!!!!!!). Im Prinzip also alles was der Stratus hatte, nur mit mehr Hubraum, mehr PS, mehr Komfort. Also Flux einen Termin ausgemacht um den Wagen am nächsten Tag zu besichtigen.

 

Der Wagen machte auf den ersten Blick nicht den schlechtesten Eindruck. Ein paar Gebrauchsspuren hier und da sowie einige nicht ganz so geglückte Tuningversuche. Zum Glück nichts was man nicht mit minimalem Aufwand beheben kann. Der rechte Kotflügel hätte mal einen Austausch verdient (einen passenden kriege ich für wenig Geld besorgt) dazu ein paar Kratzer an der Karosserie, insgesamt nichts wildes.

 

Der Vorbesitzer erklärte uns fröhlich was alles an dem Auto schon repariert wurde, dazu zählen neue Stoßdämpfer, neue Bremsen sowie ein Radlager. Ansonsten lief der Wagen laut seiner Aussage immer anständig. Soweit so gut. Nach einer intensiven Begutachtung der Karosserie war der Innenraum an der Reihe.

 

Hier kam uns leider ein leichter Zigarettengeruch entgegen, aber auch das lässt sich mit einer Ozonbehandlung wieder richten. Sitzt man einmal drin, nimmt man selbst als Nichtraucher den Geruch kaum noch wahr. Die Sitze sind noch relativ gut, auch wenn diese nicht wie neu aussehen. Dies wäre bei gut 150.000km auf der Uhr aber auch zuviel verlangt, gerade bei dem Preis!

 

Ansonsten ist noch alles wichtige an Ausstattung da und zum Großteil funktionstüchtig. :)

 

Die Klima klimatisiert, die Lüftung lüftet, die Heizung heizt, das Schiebedach schiebt und die Beleuchtung beleuchtet. :D Einziges Manko: Die Zentralverriegelung zentralisiert nicht mehr ;) Die Relais sind wohl kaputt, der Vorbesitzer hatte allerdings schon neue geordert. Er versprach diese beim Kauf nachzuschicken und daran hielt er sich auch :)

 

Danach wurde der Motor angelassen. Der Motor wehrte sich erst ein wenig (elektrische Wegfahrsperre sperrt also noch :D) gegen das Starten aber nachdem man hinter das Patent mit der Wegfahrsperre gestiegen ist sprang er ohne Probleme an. Aus dem Motorraum kam ein leichtes quietschen, aber das war Gott sei Dank nur eine Spanrolle. Ein wenig WD40 und das Quietschen ist weg. Muss man mal tauschen wenn man Ruhe haben will. Ansonsten präsentierte sich der Motor tadellos. Nirgendswo waren Undichtigkeiten zu entdecken und auch der Motor lief sehr ruhig.

 

Somit ging es dann auch schnell zur Probefahrt: Wir fuhren eine gemischte Runde aus Stadt und Autobahn. Der Motor zieht auf Befehl richtig gut durch und die Automatik verrichtet klaglos und geschmeidig Ihren Dienst.

 

Nach der Probefahrt verabschiedeten wir uns um uns zu beraten. Ich war von dem Wagen trotz seiner kleinen Macken durchaus angetan. Leider wollte meine bessere Hälfte den Wagen ums Verrecken nicht. Ein Anruf bei meinem Spezl brachte leider auch keine neuen Erkenntisse. Somit beschloss ich auf Risiko zu gehen und den Wagen einfach zu kaufen. Wir zahlten den geforderten Betrag und somit wechselten neben den Papieren auch noch ein Satz originaler Rückleuchten den Besitzer. Sehr schön! :)

 

Da wir mit dem Wal zur Besichtigung kamen, musste meine bessere Hälfte den Alero jetzt irgendwie nach Hause bekommen. Die Automatik sowie der große Motor müssten Ihr ja eigentlich engtegenkommen ;)

 

Anfänglich war ihre Skepsis noch sehr groß. Nach einer kurzen Einweisung der Ex-Besitzerin ging die Fahrt auch schon los. Was jetzt kam spricht klar für das Auto!

 

Meine Freundin musste wie gesagt gezwungenermaßen den Alero Richtung Heimat fahren. Kaum waren wir auf der Autobahn sah ich plötzlich irgendetwas schwarzes an mir vorbeiziehen das irgendwie Ähnlichkeit mit dem Auto hatte das ich gerade gekauft hatte. Ein Blick aus dem Seitenfenster entlarvte das schwarze etwas dann tatsächlich als Alero mit einem weiblichen Wesen am Steuer (welches meiner besseren Hälfte zum verwechseln ähnlich sah!) welches mit einem Grinsen bis unter die Schädeldecke, einem tief durchgedrücktem Gaspedal sowie einem lässig aus dem Fenster gelehnten Arm an Ihrem ziemlich blöd aus der Wäsche guckenden Freund vorbeifuhr! :D Aha! Der Wagen gefällt Ihr also doch! So schlecht kann er also gar nicht sein! ;)

 

Kaum in der Heimat angekommen machten wir erstmal Pause, wir mussten tanken ;) Mit einem breiten Grinsen stieg meine Freundin aus dem Wagen aus. Auf die Frage ob der Wagen plötzlich doch gut genug für Sie ist antwortete Sie nur mit einem heftigen Nicken. Der Mund war immer noch zu einem breiten Grinsen fest zementiert :D

 

44 Liter später und 70€ ärmer ging es dann zur Feier des Tages in unser Lieblingsrestaurant. :)

 

Nach einem sehr reichhaltigen Mahl fuhren wir mit vollem Magen und hundemüde vom langen Tag nach Hause :)

 

An dieser Stelle ein kleiner Hinweis: Wir werden versuchen in unregelmäßigen Abständen vom Alero zu berichten. Ein weiterer Artikel ist bereits in Arbeit ;)

 

Ihr wundert euch vielleicht über die fehlenden Bilder! Diese gibts im nächsten Artikel. Beim lesen werdet Ihr schon herausfinden wieso wir die aufgespart haben ;)

 

Greetings,

Dynamix & Miep

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Wer war´s?

Dynamix Dynamix

Ivar, Ivar!Shelving unit!


Als Autonarr geboren und bei US-Cars hängengeblieben, so könnte man meinen automobilen Werdegang wohl am besten beschreiben ;) Meine Leidenschaft gehört allen US-Cars, meine wahre Liebe aber gehört neben meiner Liebsten der letzten Generation B-Bodys von General Motors. Anders lässt es sich auch nicht erklären das man gleich zwei Caprice besitzt :D

Welcome!

Willkommen in Dynamix Garage,

 

hier dreht sich alles um den American Way of Drive und andere spannende Themen die für mich zum Thema Auto einfach dazugehören. Wer auf amerikanisches Blech steht ist hier genau richtig ;)

 

Mittlerweile haben sich in meinem Blog diverse Blogreihen etabliert:

 

Americas Next Top Models: Vorstellungen aktueller amerikanischer Fahrzeuge

 

Memory Lane: Vorstellungen besonderer/bemerkenswerter Fahrzeuge

 

Whale Diaries: Erzählungen/Erlebnisse aus dem Leben unseres 1992 Caprice Classic

 

Sheriff Tales: Erzählungen/Erlebnisse aus dem Leben unseres 1993 Caprice 9C1

 

Ihr könnt aber auch einfach im Diner vorbeischauen um hemmungslos zu spammen oder Off-Topic zu werden :D

 

Zum Diner gehts übrigens hier entlang! ;)

 

Von Zeit zu Zeit gibts aber auch Artikel die ein wenig aus der Reihe fallen. Dies können aktuelle Themen sein, Spezialthemen die nicht in die etablierten Blogreihen passen oder auch einfach eigene Gedanken :)

 

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