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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

16.04.2021 18:26    |    Dynamix    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: 4, Caprice, Chevrolet

Nachdem ich endlich die dusselige Anhängerkupplung am Blauen beseitigt hatte stand noch eine neue HU als wichtiger Punkt auf meiner Liste. Diese war im Januar abgelaufen, was aber wegen der Saisonzulassung auch irgendwo verständlich ist. Also muss ich da ran bevor ich an dem Auto irgendwas anderes mache. Da ich davon ausging da der Wagen soweit okay ist checkte ich die üblichen Dinge wie Lampen und Verbandskasten im Vorfeld durch. Hmm, Warnweste war da, auch zwei Verbandskästen die allerdings schon abgelaufen waren. Dann hab ich die kaputte Kennzeichenleuchte getauscht, wobei ich die andere da gleich mitgemacht habe. Dann hab ich hier Ruhe. Das Selbe habe ich dann bei den Nebelscheinwerfern gemacht weil auch hier eine Birne hin war. Ansonsten leuchtete der Wagen überall vorschriftsmäßig. Am nächsten Tag ging es dann zum TÜV und der Wagen in die Prüfung.

 

Bereits auf dem Bremsenprüfstand war abzusehen das die HU nicht ganz so easy wird. Die Betriebsbremse funzt super, aber die Feststellbremse, prinzipbedingt, sehr ungleichmäßig. Leider kann man einem deutschen TÜV Prüfer nur schwer vermitteln das diese alten Handbremsen bei Amerikanern ab Werk schon nicht gleichmäßig ziehen. Im Prinzip stellt man die Bremse dann nur für den TÜV so ein das Sie im maximal erlaubten Rahmen zieht, danach stellt man die wieder zurück um ein blockieren der Hinterachse bei voller Fahrt zu vermeiden. Das wäre nämlich die fatale Folge davon die Bremse so strack anzuziehen!

 

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Weiter ging es dann mit der Begutachtung des Unterbodens und hier haben sich die Prüfer so richtig Zeit genommen. Mir schwahnte schon nichts Gutes! Nach gut 45 Minuten waren die Prüfer dann endlich durch und das Ergebnis war wie befürchtet: Durchgefallen!

 

Aber warum überhaupt?

 

- Bremsleitung vorn links korrodiert

- Bremsleitung hinten links korrodiert

- Bremsleitung mitte korrodiert

- Bremsleitung hinten rechts korrodiert

- Feststellbremse ungleichmäßig

- Bodengruppe mitte rechts korrosionsgeschwächt

- Bodengruppe mitte links durchgerostet

- Katalysator Hitzeschutzblech Befestigung mangelhaft

- Motor undicht

- Getriebe undicht

 

Damit war der Tag für mich erst einmal gelaufen. Das war schon eine ziemlich niederschmetternde Bilanz nach all den Investitionen der letzten Jahre, vor allem weil der Motor 2017 überholt wurde. Da fragte ich mich schon wo der Motor plötzlich so massenhaft Öl verlieren sollte wie vom Prüfer kolportiert. Dazu hat er den Zustand des Rahmens ziemlich madig gemacht und das H-Kennzeichen für nächstes Jahr direkt in Frage gestellt. Ouch, dass hat gesessen!

 

Aber es nützt ja nichts, da muss man ran. Also kontaktierte ich erst einmal den Kumpel der den Wagen letzte Saison noch ausgiebig auf der Bühne hatte. Der sagte nur das ich wohl einen ziemlich pedantischen Prüfer hätte und das sagt jemand der bei der Restauration seiner Autos selber sehr gründlich und detailverliebt vorgeht! Dann schloss ich mich mit v8.lover kurz und wir sprachen ab das ich mal die Tage bei Ihm vorbeifahre um sich den Zustand mal anzusehen. Auch er war über den Prüfbericht verwundert, kennt er doch mein Auto und meinte selber das der Wagen eher zum oberen Drittel, wenn nicht sogar zu den besten, der B-Bodies zählt die er bisher so gesehen hat und glaubt mir, dass waren einige! So fuhr ich ein paar Tage später zu einer weiteren Bestandsaufnahme runter. Wir schauten uns den Unterboden an und stellten fest das es alles halb so wild ist. Ja, die Durchrostung links ist blöd und da muss ich ran, auch rechts muss was getan werden aber da war noch nichts durch. Ansonsten war der Unterboden dem Alter entsprechend, ein paar Flugroststellen aber sonst nichts gravierendes. Der Rahmen ist halt, dem Alter entsprechend, sehr blättrig aber weit entfernt von durchrostet! Auch hier hatte der Prüfer massiv übertrieben.

 

Danach haben wir die Bremsleitungen geprüft. Ja, die sind stellenweise wirklich nicht mehr schön und das haben diverse Werkstätten mir auch schon mal auf die Liste der Dinge die ich beobachten sollte gesetzt. Also kommen die jetzt auf die Liste mit den Dingen die jetzt erledigt werden müssen. Dann schauten wir uns die vermeintliche Undichtigkeit des Motors an und wurden jetzt nicht so wirklich fündig. Von dem großen Tropfen war nichts zu sehen. Ölfeucht? Klar, ist ein alter Karren! Brutal undicht mit abtropfen wie auf dem Bericht vermerkt? Nope! Das hätte ich davon ab wohl auch längst mal in der Einfahrt bemerkt. Sorry, aber da sifft der Ka meiner Nachbarn 10 mal mehr und das sicherlich nicht erst seit gestern! So eine wirkliche Quelle dafür haben wir nicht gefunden, meine Vermutung ging in Richtung Ablassschraube. Wahrscheinlich einfach die Dichtung oder die Schraube nicht fest genug angezogen.

 

Dann ging es an das Hitzeschutzblech. Ja, war tatsächlich abgegammelt aber was will man machen? Entweder man pappt da jetzt nen neues Blech dran oder macht gleich die Abgasanlage einmal komplett neu. Ich wollte so ganz eigentlich eh irgendwann eine originale Abgasanlage verbauen damit er wieder ganz original ist. Ist aber so ganz eigentlich keine große Sache, da an der Karosserie eh noch einmal Hitzeschutz am Unterboden verbaut ist und für die Unterseite kann man einfach ein Blech dranpunkten, zumindest für den TÜV.

 

Damit wären also die Mängel geprüft und grob umrissen. Wir einigten uns auch darauf das wir das Thema Unterboden mal bei diversen Autos aus unserer Truppe dieses Jahr angehen wollen. Eigentlich wollte ich mit dem Wagen zu einem Strahler, allerdings muss der wegen des Lärms der Maschinen dicht machen :( Dadurch ergab sich aber eine neue Option! Er überlegte die Geräte zukünftig einfach zu vermieten. Das wäre natürlich ne Option bei der man viel Geld sparen kann wenn man sich mal ein Wochenende Zeit nimmt und die Maschine dann für mehrere Autos nutzt. Einer könnte dann strahlen und die anderen sprühen und pinseln im Akkord die Unterböden durch. Die Tankfangbänder hatte ich noch an Ort und Stelle mal aus Neugierde mit Owatrol behandelt. Irgendwie eine sehr entspannende Angelegenheit die irgendwie Lust auf mehr macht. Wir hatten eh mal grob umrissen wie die Konservierung so aussehen soll. Wo nötig wird mit Owatrol durchtränkt, dass soll den Rost durchdringen und ein weiterrosten verhindern. Danach eine Schicht Brantho Rostschutzmenninge überall auftragen in schönem orange, zum warum kommen wir gleich. Als Decklack dann die ein oder andere Schicht Brantho 3 in 1 als Endanstrich. So sieht man dann das Orange der Rostschutzmenninge nicht mehr. Das orange mag zwar nicht dolle aussehen, verschwindet aber unter dem 3 in 1 und hat den Vorteil das man so sofort sieht wie es um den Unterboden bestellt ist. Sollte da irgendwo was orangenes auftauchen kann man so direkt mit dem 3 in 1 nachbessern. So zumindest die Idee.

 

Die Rostschutzmenninge hat den Vorteil das Sie diverse Komponenten enthält die korrosionsresistent sind und den Unterboden von weiterem Rost abschirmen. Dazu hat es die angenehme Eigenheit das es besonders gut kriecht. Dazu enthält es spezielle Bindemittel die eine gute Haftung zum Unterboden und weiteren Lackschichten bilden. Viele schwören im Bereich Rostschutz auf das Zeug und die Idee von dem Zeug ist auch nicht neu. Die Version von Branth hat aber den Vorteil das keine schädlichen Stoffe mehr enthalten sind, früher hat man gerne Blei als Basis für das Zeug genommen was natürlich alles andere als gesundheitsförderlich war.

 

Bleimenninge war früher mehr oder weniger die Referenz was den Rostschutz angeht, die Golden Gate Bridge ist ein wunderbares Beispiel daür. Man hat die orangene Menninge einfach mit einer ähnlichen Farbe überstrichen was der Brücke bis heute ihre charakteristische Farbe verleiht. Durch den hohen Bleianteil ist das Zeug heutzutage, wie gesagt, eher bedenklich und bei diversen Gegenständen die damit behandelt wurden hat man heute die entsprechenden Probleme.

 

Aber das muss für den TÜV erst einmal hinten anstehen, war auch nur ein "freundlicher" Hinweis des Prüfers.

 

Für die wirklich relevanten Mängel musste ich dann eine Werkstatt aufsuchen, da unser Vereinskollege zu dem wir sonst immer gefahren sind bis mindestens Mai ausgebucht ist und er selber noch einige Baustellen in seinem Fuhrpark hat die unter seiner stracken Auftragslage gelitten haben. Also muss ich in dem Falle umdisponieren. Ein Kumpel hatte mir eine andere Werkstatt im Pott empfohlen von der ich auch schon viel Gutes gehört habe, als US-Car Fahrer ist sowas Gold wert da bei weitem nicht jede Werkstatt die sich US-Car Spezialist schimpft auch wirklich Ahnung hat. Da gibt es genug Werkstätten die keine Ahnung haben oder Preise verlangen bei denen selbst ein Glaspalast rot anlaufen würde. Oder gleich beides.............

 

Also fuhr ich an einem Freitag Nachmittag mal runter und machte mit der Werkstatt auch noch einmal eine Bestandsaufnahme auf der Bühne. Wir gingen die Punkte noch einmal alle durch, hatten aber soweit nichts neues gefunden. Ja, Rost links muss ein neues Blech rein. Rechts kommen wir wohl ohne schweißen aus. Bremsleitungen kommen neu. Beim Check fanden wir noch eine Getriebeölleitung die hart über dem Auspuff schwebte, der wurde noch an Ort und Stelle so befestigt das er vom Auspuff weg kam. Nicht auszudenken was passiert wäre wenn der Schlauch irgendwann mal weggeschmolzen wäre und das Öl auf dem Auspuff gelandet wäre! Das zeugte schon mal davon das der Mechaniker durchaus Ahnung hatte wovon er da spricht. Ansonsten stimmte auch er in allen anderen Punkten mit meinen Kumpels überein. Der Ölverlust ist übertrieben, die Handbremse ist leider so und den Rost kriegt man in den Griff. Das Urteil über den Rahmen hielt er ebenso für übertrieben. Der Chef der die Bestandsaufnahme interessiert verfolgt hatte sagte auch das der "Rost" am Rahmen gemessen am Alter überhaupt nicht schlimm wäre und schon gar nicht unnormal. Der Wagen ist 29 Jahre alt, gottverdammt! Da sollte wirklich eine Runde mit dem Eisstrahler ausreichen. Danach alles mal konservieren und dann gammelt da die nächsten 100 Jahre nichts mehr. Auch die Beiden waren der Meinung das der Prüfer ziemlich übertrieben hat. Das wären dann schon mal Vier gegen Einen.

 

Danach sind wir mal grob die Kosten durchgegangen und so ziemlich bei dem gelandet was ich schon befürchtet hatte. Knapp 4-stellig, aber das hatte ich wie gesagt erwartet. Wie sagt der Rheinländer? Mäste nix! Muss man machen und schließlich will ich an dem Auto auch längerfristig Spaß haben. Das H-Kennzeichen muss mindestens drin sein! Darauf habe ich jetzt seit dem Kauf kontinuierlich hingearbeitet, da lasse ich mich jetzt quasi auf der Zielgeraden nicht von solchem Kleinkram ausbremsen!

 

Ich ließ das Auto also schon einmal da, bringt mir ja jetzt nix mit dem Wagen noch mehrfach zwischen Werkstatt und Heim zu pendeln. So machte ich mich per Bus und Bahn auf dem Weg nach Hause was mir mal wieder zeigt warum ich, zumindest bei spontanen Fahrten, eine Abneigung gegen den ÖPNV habe. Versuch mal mitten in der Pampa ein Ticket zu kaufen. Richtig, wird schwierig! Also muss ein Online-Ticket her, dafür muss aber das Abrechnungssystem erst einmal funktionieren :rolleyes: Was beim örtlichen Betreiber noch via PayPal funktioniert hat musste bei der Deutschen Bahn dann die Kreditkarte regeln weil aus irgendeinem Grund die Weiterleitung nicht funktionierte. Was natürlich noch dazu kommt ist, das er durch das ständige Vor- und Zurück im Browser irgendwann den Account sperrt weil er dann glaubt das PW wäre zu oft falsch eingegeben worden :rolleyes: Alter, willkommen im 21. Jahrhundert, liebe Deutsche Bahn! So hat es dann auch nur ne halbe Stunde gedauert bis mein Account wieder für eine Buchung genutzt werden konnte. Wer zum Teufel hat sich so einen Schwachsinn ausgedacht? Ich habe wohlgemerkt schon in der Bahn gesessen als ich das Ticket bezahlen wollte! Nach einer Stunde hat es dann endlich geklappt, wie gut das ich erst wenige Minuten nach der finalen Buchung kontrolliert wurde. Wäre ich dreist gewesen hätte ich das Ticket erst ab dem Bahnhof gebucht ab dem er mich auch hat buchen lassen, aber ich bin ja nicht dreist. So habe ich mich einfach für die gleiche Strecke in eine spätere Verbindung eingebucht, da ist die DB ja, Gott sei es gedankt, kulant wenn man mal einen Zug früher erwischt oder einen späteren nehmen muss. Genug über die Bahn geärgert, zurück zum Auto. In der Zwischenzeit hatte ich auch mit einem anderen Bekannten telefoniert der mein Auto auch gut kannte und hatte ihm von der TÜV Erfahrung erzählt. Auch er war der Meinung das der Prüfer da völlig übertreibt und das dieser wohl einfach keinen Bock oder keine Ahnung von Amerikanern hat und da wohl sehr sehr pingelig war. Das wären dann schon Fünf gegen Einen.

 

Nach gut 2,5 Wochen kam der erste Anruf. Das Ganze dauert länger als geplant, das Auto wehrt sich :rolleyes: Die ganzen rostigen Bremsleitungen waren hartnäckiger als gedacht und so kamen mehr Arbeitsstunden zusammen als ursprünglich kalkuliert. So waren es statt der gut 10 Stunden am Ende 18 Arbeitsstunden, aber so ist das halt bei Autos. Fängt mit Au an und hört mit o auf. Wenigstens dann mit frischer Plakette :cool: Also machte ich mich ein paar Stunden nach dem Anruf auf zur Werkstatt, mit einem Kumpel ins Gepäck der sich die Werkstatt mal anschauen wollte.

 

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Bei Ankunft begrüßte uns auch schon der zuständige Mechaniker. Wir gingen noch einmal die gemachten Reparaturen durch. Die vorderen Bremsleitungen waren unterm Strich gar nicht so durch wie der Prüfer behauptet hat. Die waren zwar stark flugrostig, darunter war aber noch genug Material. Die Jungs haben das Ganze jetzt entrostet, neue Halteklammern montiert und die Leitungen konserviert. Dafür waren die hinteren Leitungen wirklich fertig, die kamen dann einmal neu. Die Roststelle am Unterboden wurde mit einem Reparaturblech gerichtet und die Stelle dann konserviert. Handbremse wurde auch noch einmal eingestellt und das undichte Getriebe gerichtet. Hier hatte der Vorbesitzer beim erneuern der Leitungen wohl schlicht unterdimensionierte Schlauchschellen verwendet. Da aber auf den Getriebeleitungen mal locker 15 Bar Druck sind drückte es das Öl dann entsprechend an der Leitung vorbei. Die Jungs haben mir die Schellen jetzt mehr oder weniger für lau dran gemacht und ich habe quasi nur das nachfüllen von dem Getriebeöl bezahlt. Damit sollte auch das latent siffende Getriebe kein Thema mehr sein :) Das ist mal Service :cool: Mehr war ja auch nicht wirklich dran zu machen und so hielt ich, zum ersten Mal seit ich das Auto habe, einen Prüfbericht mit dem Fazit "ohne erkennbare Mängel" in den Händen. Hab ich schon erwähnt das sich der neue Prüfer überhaupt nicht über den Zustand des Autos echauffiert hat? Hat er nicht! Nicht mal über die "Mängel" die nicht beseitigt wurden, für die ich aber vom Prüfer davor so rüde angegangen worden war das ich so das H-Kennzeichen ja komplett knicken könne :rolleyes:

 

Wer sagt das man mit so einem alten Auto auch nach längerer Haltezeit nicht noch etwas Neues erleben kann? ;) So wechselte dann auch eine riesenmenge Geld den Eigentümer und ich bekam dafür mein Auto zurück. Dadurch das ich den Wagen letzten Monat zum TÜV gebracht habe bekam ich jetzt auch eine Plakette für März 2023 zugeteilt, yeah! So läuft der TÜV wenigstens nicht mehr während der Saison ab. So fuhr ich dann zufrieden vom Hof.

 

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Die ganze Sache zeigt auch wieder eindrücklich das alte Autos nie wirklich fertig sind und es immer was zutun gibt. Wer meint mit so einem Auto im Vergleich zu einem guten Gebrauchten oder Neuwagen massiv Geld zu sparen sollte den Gedanken gleich wieder verwerfen. Für das Geld was mittlerweile in meinem Auto steckt hätte ich auch einen neuen Golf kaufen können oder einen guten gebrauchten Porsche und nein, damit meine ich keinen heruntergewirtschafteten 924/944 sondern schon was mit Boxermotor das noch nicht im Youngtimeralter ist!

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16.04.2021 18:40    |    ToledoDriver82

Siehste,so viel zum Thema "eigentlich bin ich nun durch" :D und fürs H geb ich dir ein Tipp,nimm so ein Prüfer wie den letzten beim TÜV,die H Abnahme kann nämlich ähnlich laufen wie deine HU ;) auf jeden Fall Glückwunsch zum bestandener HU,immer wieder ein gutes Gefühl ;)

 

Bei mir steht demnächst ebenfalls das Spiel an und obwohl ich bei meiner Werke kein Problem habe was TÜV angeht,werd ich diesmal eine andere Stelle aufsuchen,ich bin gespannt was der Prüfer sagt und ob wir das H bestätigt bekommen und damit die HU bestehen.


16.04.2021 18:49    |    Dynamix

Gut, das mit dem Rost wusste ich halt nicht. Hat mich auch kein anderer Prüfer oder andere Werkstätten jemals drauf hingewiesen. Die Werkstatt meinte jetzt das Loch käme nicht von heute auf morgen zustande sondern eher über Jahre. Da haben wohl einige weggeschaut oder nicht richtig hingesehen, wobei die Stelle nun echt nicht zu übersehen war.

 

Zum Thema H:

 

Da brauche ich nicht zum gleichen Prüfer zu fahren, bis dato habe ich einen Prüfingenieur im Bekanntenkreis der sich auch noch mit den Autos auskennt. Der ist da auch ehrlich wenn da nix passt, aber der kennt meinen Wagen mal davon ab relativ gut. Da wäre ich bescheuert wenn ich die Abnahme bei irgendeinem Fremden machen würde, davon ab muss ich dafür nur einmal in die Eifel fahren was nicht so lange dauert wie die Touren die ich sonst immer wegen TÜV und Werkstätten machen musste. Von daher sehe ich da dem H relativ entspannt entgegen, vor allem wenn wir das dieses Jahr noch mit der Konservierung hinbekommen. Dann sollte da für das H nun wirklich nix mehr anbrennen. Selbst mein pingeliger TÜV hatte ja sonst nichts an Betriebsbremse, Fahrwerk oder Beleuchtung zu meckern. Ich seh dann zu das ich noch die allerletzte Spur der Gasanlage beseitige und dann gibt es auch innen nichts mehr zu beanstanden. Und ich glaube nicht das sich auch nur irgendein Prüfer an einem Christophorus im Innenraum stört, der ist nun wirklich so ein zeitgenössisches Zubehör ;) Hat mir bisher auch Glück gebracht :)


16.04.2021 19:01    |    ToledoDriver82

Den hab ich auch drin ;) mir hatte schon der Gutachter damals gesagt, dass dem H nichts im Wege stünde, selbst mit den Kampfspuren die Opa verursacht hat, würde alles als Patina durch gehen und Originallack ginge hier definitiv vor. Alle Teile die ich verbaut habe, egal ob Felgen, Lenkrad oder nun die verstärkten Federn, sind völlig H konform, auch da sollte also nichts passieren...etwas nervös bin ich trotzdem :D das letzte Wort hat immerder Prüfer

 

In der Eifel bin ich Montag wieder, ich wink dir mal :D


16.04.2021 19:17    |    PIPD black

Na, da hattest du ja richtig Spaß. Und der Schock saß sicherlich tief.:(

 

Das mi5 dem Wegschauen und Übersehen kenne ich auch von unserem früheren Fiesta. Da wird so lange nix gemacht, bis der TÜVer nicht mehr mitspielt.

 

Schön, dass nun alles gerichtet ist und du die Plakette hast.:)

 

Frage am Rande, wurde das Reparaturblech richtig eingeschweißt oder nur drübergebraten? Letztere Version hat man bei den 4 Löchern am Unterboden meines Golf 3 gemacht. Daher hatte ich (auch aus anderen Gründen) für ihn keine H-Zukunft gesehen.


16.04.2021 19:24    |    ToledoDriver82

Ja, solche Aktionen wollte ich auch nicht mehr, nur noch mit raustrennen, Blech anfertigen und dann einschweißen.


16.04.2021 19:25    |    PIPD black

Nur je nach Stelle, hat man dann doch ordentlich viel den Innenraum zu zerlegen, um dem Fahrzeugbrand vorzubeugen.


16.04.2021 19:28    |    Dynamix

Meines Wissens wollten die das schon richtig machen, die vielen Arbeitsstunden kamen ja nicht von ungefähr und man hatte mir auch nicht umsonst angekündigt den Innenraum ausbauen zu wollen damit beim schweißen die Karre nicht abfackelt. Sieht für mich aber nicht so aus als ob man da einfach nur ein Blech drübergebraten hätte. Das hat die Werkstatt damals bei meinem Golf noch gemacht, dass hat man auch immer ordentlich gesehen.


16.04.2021 19:31    |    ToledoDriver82

Korrekt, deswegen musste ich vor der letzten Aktion auch den Sitz ausbauen, diverse Verkleidungen ab machen, Teppich hoch und Bitumenmatten entfernen.


16.04.2021 19:31    |    PIPD black

Würde mich bei deinen Schilderungen schon stark wundern, wenn sie es einfach nur hingepfuscht hätten. Die wissen ja, was du an dem Auto hast und damit noch vorhast.


16.04.2021 19:32    |    bronx.1965

@Dynamix

 

Schön das es doch noch geklappt hat.

Viel Erfolg weiterhin.


16.04.2021 19:36    |    ToledoDriver82

Prüfer sind halt auch nur Menschen....bissel Glück gehört wohl auch mit dazu.


16.04.2021 19:49    |    Dynamix

Jetzt war ich gerade mal beim Auto um zu schauen wie die Bremsleitungen unterhalb der Lenkstange aussehen und da lächelt mich ein fettes Loch im Ventildeckel an :eek:

 

Mein Einfülldeckel ist weg! Und ich bin damit noch über 100km nach Hause gefahren. Mein Glück:

 

1. Ich habe noch einen Ersatzdeckel den ich letztes Jahr besorgt habe weil der Alte eben schon nicht mehr so richtig fest ging und die Dichtung auch nicht mehr so gut abgedichtet hat.

 

2. Es ist ein Small Block :D Bis auf ein bisschen Ölnebel neben dem Loch hat der Wagen keinerlei Öl verloren :cool: Wäre das so ein OHC/DOHC Geraffel hätte ich wohl während der Fahrt nach Hause Schiffbruch erlitten weil die Nockenwellen das Öl schön aus dem Loch geschleudert hätten bzw eine riesige Sauerei verursacht. Kumpel hat das Wunder mal bei seinem Corsa A vollbracht und der durfte danach über mehrere Stunden den Motorraum und das Gelände des Opeltreffens putzen :D

 

Aber bei mir ist alles furztrocken! Glück gehabt!


16.04.2021 19:54    |    Dynamix

Zitat:

@PIPD black schrieb am 16. April 2021 um 19:25:52 Uhr:

Nur je nach Stelle, hat man dann doch ordentlich viel den Innenraum zu zerlegen, um dem Fahrzeugbrand vorzubeugen.

Habs mir jetzt mal im Detail angesehen. Also die Stelle wo das neue Blech reingekommen ist wurde sehr breit erneuert, das spricht für mich schon einmal gegen "einfach drübergebraten". Da nimmt man keinen so langen Blechflicken für! Denke die haben da schon ordentlich gearbeitet. Das Ganze haben die dann ordentlich mit irgendeiner lackartigen Geschichte versiegelt. Auf der Beifahrerseite haben Sie den Unterboden, wie versprochen, an der gleichen Stelle wohl etwas entrostet und dann mit einer Masse entsprechend gefüllt und auch da mit dem gleichen lackartigen Zeug versiegelt. Und von dem was ich so sehen kann ist der Unterboden ansonsten wirklich noch ganz gut beisammen für das Alter, aber das wurde mir ja jetzt auch von mehreren Stellen bestätigt.

 

Einmal alles Eisstrahlen und dann mit der genannten Kombi aus Rostschutzmenninge und Brantho 3 in 1 über den Unterboden. Das sollte dann wirklich ewig halten wenn der Unterboden und vor allem der Rahmen vernünftig vorbereitet sind.


16.04.2021 19:55    |    ToledoDriver82

Echt Schwein gehabt


16.04.2021 19:56    |    PIPD black

Das hört sich gut an. So soll es sein.:)


16.04.2021 19:59    |    Lumpi3000

Glückwunsch zur frischen Plakette! :)


16.04.2021 20:00    |    Dynamix

Zitat:

@ToledoDriver82 schrieb am 16. April 2021 um 19:55:51 Uhr:

Echt Schwein gehabt

DAS kannst du laut sagen! Hab mich gerade echt erschrocken und ich hab in der ersten Sekunde schon an Ölsauerei, fahren mit zu wenig Öldruck und Schäden am Aggregat gerechnet. Als ich dann aber gesehen habe das bis auf Ölnebel alles trocken und sauber ist war schon mehr oder weniger klar das da nix großartig fehlt.

 

Gut, die Motoren sind ja nicht umsonst als so einfach und haltbar bekannt. Wäre mir das beim Kuga passiert hätte ich wohl schon einmal den Zwegat anrufen können um einen neuen Motor zu kaufen.


26.04.2021 14:27    |    Jungbiker

Hat Spaß gemacht, deinen Bericht zu lesen.

Ich hatte auch mal so einen pingeligen Tüver.

Bremsleitung korrodiert, Unterbodenschutz fällig.

Das wäre fast ein wirtschaftlicher Totalschaden, so seine Aussage.

Ich hätte ihn fast in die Grube geschubst. Die Karre war 1a, kaum Kilometer, optisch so gut wie neu.

 

Bin dann in so eine Do-it-Yourself Garage gefahren und hab das selber gemacht.

Bremsleitungen gesäubert und konserviert, Unterbodenschutz aufgetragen.

Die Bremsleitungen waren wie neu, nur minimal an der Oberfläche angelaufen.

 

Vom nächsten Tüver bin ich dafür dann für mein "vorbildlich gepflegtes Fahrzeug" gebührend

gelobt worden. Er meinte auch, dass sein Kollege da wohl etwas übertrieben hätte.

Am Ende war ich dann trotzdem froh, dass ich die Arbeiten am Auto gemacht hatte.

Zustandsaufnahme und Unterbodenpflege können nicht schaden.

Man fühlt sich dennoch angepisst, wenn der Tüver einem das Auto runter macht.


26.04.2021 14:33    |    Dynamix

Jepp, vor allem wenn man zu denen gehört die wirklich Zeit und Geld in den Erhalt der Autos investieren damit die eben nicht nach zwei Jahren völlig runtergerockt sind.

 

Besonders wenn man bedenkt was sonst so bedenkenlos über den TÜV gewunken wird. Da kenne ich genug Caprice die in einem deutlich schlimmeren Zustand sind.


Deine Antwort auf "Whale Diaries: Kein TÜV, keine Competition!"

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Als Autonarr geboren und bei US-Cars hängengeblieben, so könnte man meinen automobilen Werdegang wohl am besten beschreiben ;) Meine Leidenschaft gehört allen US-Cars, aber meine Technikliebe erstreckt sich eigentlich auf alles was Räder hat, also auch Zweiräder, egal ob mit oder ohne Motor :D

Welcome!

Willkommen in Dynamix Garage,

 

hier dreht sich alles um den American Way of Drive und andere spannende Themen die für mich zum Thema Auto einfach dazugehören. Wer auf amerikanisches Blech steht ist hier genau richtig ;)

 

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Whale Diaries: Erzählungen/Erlebnisse aus dem Leben unseres 1992 Caprice Classic

 

Sheriff Tales: Erzählungen/Erlebnisse aus dem Leben unseres 1993 Caprice 9C1

 

La macchina nera: Geschichten um die Wiederauferstehung meiner Vespa ET4 50

 

Ihr könnt aber auch einfach im Diner vorbeischauen um hemmungslos zu spammen oder Off-Topic zu werden :D

 

Zum Diner gehts übrigens hier entlang! ;)

 

Von Zeit zu Zeit gibts aber auch Artikel die ein wenig aus der Reihe fallen. Dies können aktuelle Themen sein, Spezialthemen die nicht in die etablierten Blogreihen passen, eigene Gedanken oder einfach nur anderes Zeug an dem ich irgendwie geschraubt habe :D

 

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