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14.06.2020 14:39    |    Dynamix    |    Kommentare (23)    |   Stichworte: 4, Caprice, Chevrolet, Sheriff

Ab nach Hause!

 

In guter GesellschaftIn guter Gesellschaft

Nachdem die Vorderachse fertig war und der Wagen die HU mit bravour bestanden hat, bestand unser Plan darin das Auto erst einmal nach Hause zu holen um damit etwas Spaß zu haben. Schließlich stand die Saison vor der Tür (Corona war da noch nicht so das Thema!) und wir hatten jetzt auch wieder den ganzen Winter auf das Auto verzichtet. Die ganze Story begann zu einer Zeit in der es noch problemlos Klopapier, Nudeln, Hefe und Zwieback mit Schokolade (WTF?!) zu kaufen gab. Also nicht gleich für die Geschichte mit der Überführung steinigen ;)

 

Wie gesagt, der Wagen sollte wieder nach Hause also machte ich mich mit einem Bekannten eines Abends auf in den Ruhrpott um den Wagen abzuholen. Die Fahrt selbst war relativ ereignislos und entspannend. Als wir dort ankam quatschten wir noch etwas, warfen noch ein paar Blicke auf die durchgeführten Reparaturen und schauten uns die US-Cars in der Halle an :) Nach der ganzen Quatscherei sollte es aber wirklich zurück nach Hause gehen. Also meinen Kumpel in meinen Caprice gesetzt und ich in den Sheriff. Hach war das herrlich mit funktionierenden Bremsen und einer Lenkung ohne Spiel! :) Was mir allerdings etwas missfiel war die Tatsache das die Höhenverstellung der Lenksäule immer noch lose war. Das hatte ich gar nicht so schlimm in Erinnerung gehabt, kann aber auch einfach nur sein das es mir dank der neuen Lenkung ohne Spiel einfach viel mehr auffällt. Setzen wir mal auf die Liste fürs nächste Mal. Dieses "nächste Mal" sollte schneller kommen als mir lieb ist, aber der Reihe nach! ;)

 

Zurück zur Werkstatt

 

Soweit fuhr sich der Wagen schon deutlich besser bis zu dem Punkt an dem Murphy scheinbar zur Nachtschicht angetreten ist. Exakt (kann man sich nicht ausdenken!) auf halber Strecke ging der Wagen plötzlich unvermittelt mitten auf der Autobahn aus. Keine merkwürdigen Geräusche, kein ruckeln, keine Ölschwaden oder sonst etwas. Der Wagen ging einfach aus, als ob man den Schlüssel gezogen hätte. Der war aber noch da wo er hingehörte und so schleppte ich mich mit der Restgeschwindigkeit auf den Seitenstreifen. Ich hatte Glück das ich eh schon auf der rechten Spur unterwegs war.

 

Shit, was war das denn jetzt schon wieder?! Es war doch jetzt wirklich alles repariert! Der Kühler war nicht übergekocht, es tropfte nirgends Öl raus, das Getriebe schien auch noch in Ordnung zu sein und die Antriebswelle hing auch nicht unmotiviert in der Gegend herum. Da ich aber so nicht nach Hause kam beschloss ich den Wagen mit dem ADAC wieder zurück zur Werkstatt schleppen zu lassen. Allerdings hatte ich hier mal wieder nicht mit der Sturheit des ADAC gerechnet. Anstatt den Wagen in die Werkstatt zu bringen (was von der Entfernung her keinerlei Unterschied gemacht hätte) bestand der ADAC darauf das Auto zu mir nach Hause zu bringen wenn es kostenlos sein soll :mad: Was soll ich denn mit einem kaputten Auto in der Einfahrt?! Zum nächsten Treffen schieben oder was?! Also biss ich in den sauren Apfel und zahlte die Fahrt aus eigener Tasche. Mal eben 150€ für die paar Kilometer und für sowas zahlt man dann ADAC Gebühren...........

 

Genug aufgeregt, ich wollte schließlich dieses Jahrzehnt noch nach Hause. Also wieder zur Werkstatt, den Wagen vorm Tor abgestellt, den Schlüssel noch beim Kumpel vorbei gebracht und dann ab nach Hause. Auf der Fahrt grübelte ich dann mit dem Kumpel noch darüber nach was es sein könnte. Motor und Getriebe waren ja gesund, die Zündung komplett neu, kann ja fast nur die Spritpumpe sein. Die hatten wir noch nicht und jetzt wäre das Alter auch da.

 

Diagnose: Materialversagen!

 

Ignition-Jones auf der suche nach dem verlorenen ZuendfunkenIgnition-Jones auf der suche nach dem verlorenen Zuendfunken

Mein Kumpel schaute sich den Wagen am nächsten Tag an. Er checkte alle Sensoren durch, fand aber nichts verdächtiges. Danach prüfte er alles was mit der Spritversorgung zutun hat aber auch hier alles blendend. Sprit kam an, Druck war auch mehr als genug da und der Sprit kam auch zur richtigen Zeit in der richtigen Menge da an wo er benötigt wurde. Dann bleibt ja nur noch........ die Zündung! Etwas ungläubig prüfte er dann noch einmal das Ignition Control Module sowie die Zündspule durch und tadaaaaaaaaaa:

 

Tot wie Disco! Alle beide!

 

Beide Teile sind einfach verreckt und somit kam kein Zündfunke mehr an. Kein Funke, keine Blubberparty im Motorblock! Damit haben die Delco Teile gerade mal 600 Meilen durchgehalten. Dafür zahlt man dann extra den Aufpreis im Vergleich zu dem billigen Schrott :rolleyes: Also bestellte er beide Teile neu, aber dieses mal griff er auf NGK zurück. Ein paar Tage später kamen die Teile an. Diese also kurz eingebaut und sofort sprang der Wagen wieder an. Jetzt war es so das der Wagen jetzt wieder bei Ihm war und ich nicht wusste wann ich es das nächste Mal schaffen würde. Da ich das mit der Lenkradverstellung als nicht so prickelnd empfand und sich dank Corona die Situation auch deutlich verschäft hatte war an eine baldige Abholung eh nicht zu denken. Also machten wir aus der Not eine Tugend und zogen die nächsten Schritte einfach vor. Heißt:

 

Lenkradverstellung festziehen!

 

Er ist in seiner Werkstatt eh alleine und hat entsprechend seine Ruhe und muss da auch auf niemanden Acht geben was irgendwelche Beschränkungen angeht. Die defekte Lenksäulenverstellung sorgt für ein vertikales Spiel im Lenkrad welches mittlerweile nur noch nervig war. Besonders jetzt wo das Lenkspiel weg war fällt es umso mehr auf.

 

Nieder mit dem Spiel!

 

img-20200502-wa0002img-20200502-wa0002

Ein paar Wochen später fing er damit an und er grub sich Stück für Stück durch die Lenksäule. Das Ganze ist eine ziemliche Fummelei. Erst muss der Airbag weg, dann das Lenkrad, dann die Schleifkontakte der Hupe, diverser Kleinkram, das Zündschloss, der Lenkstockhebel, das Gedönse vom Lenkstockwählhebels des Getriebes und so weiter bis man dann irgendwann bei der Verstellung der Lenksäule angekommen war. Der eigentliche Fehler war dann auch anders als gedacht. Hatte man erst die Befestigungsschrauben im Verdacht, so war der Hauptübeltäter dann doch ein Lager das sich aus seiner Position gelöst hatte. Da hatte wohl jemand schon mal daran herumgespielt und die entsprechende Hülse plus die daran hängende Feder falsch eingesetzt. Die Hülse soll verhindern das sich das Lager aus seiner Position erhebt. Wenn man das Ganze aber einmal seitenverkehrt einbaut kann die Hülse natürlich Ihrem Job nicht nachgehen. Entsprechend wanderte das Lager aus seiner Position und somit entstand das Spiel.

 

Da die Schrauben der Lenkradverstellung aber trotzdem grundsätzlich verdächtig sind, ging es weiter. Wenn man den Kram schon mal auseinander hat kann man das auch gleich richtig machen. Die Schrauben wurden gelöst, mit etwas Loctite behandelt und wieder eingesetzt. Das sollte die nächsten 30 Jahre halten und verhindern das sich die Schrauben wieder lösen. Jetzt "nur" noch alles wieder zusammenbauen und schauen ob alles funktioniert. Da ja an der Lenksäule viele Funktionen hängen ist dieser Part besonders kritisch, ein Fehler und man darf wieder alles auseinander nehmen.

 

Zum Glück hat aber alles geklappt und somit war jetzt nicht nur das Lenkspiel verschwunden, sondern auch die Lenkradverstellung wieder fest genug für die nächsten 30 Jahre :) Wo der Wagen aber schon mal da war sollte es aber noch weiter gehen. Wo die Gelegenheit gerade so günstig ist, sollte der Wagen mal beim Lackierer vorbei damit der sich die Lackschäden mal ansehen kann die ausgebessert werden müssten. Ist ja nicht viel und jetzt kann man das gleich in einem Abwasch mitmachen. Ein paar Tage später kam schon die Rückmeldung des Lackierers mit einer ungefähren Abschätzung was alles gemacht werden muss und was das kosten darf.

 

Ran an den Lack

 

heck-vorherheck-vorher

Allerdings wäre das Ganze aus dem Ruder gelaufen und entspricht auch nicht dem was wir wollten. Der Wagen wurde ja schon das ein oder andere mal neu lackiert, entsprechend ist an den offenen Stellen an der Tür auch schon sichtbar das da diverse Farben und Füller verwendet wurden. Da wollte der Lackierer, verständlicherweise, nicht einfach drüber malen und dafür lieber die ganze Tür lackieren. Das hätte allerdings dazu geführt das man einen riesigen Farbunterschied gesehen hätte. Heißt konkret: Man hätte alle weißen Teile lackieren müssen damit man EINEN weißton hat und nicht 15 verschiedene. Das hätte dann allerdings auch bedeutet das man die schwarzen Teile auch gleich mit neu lackieren sollte da es sonst sehr bescheiden aussieht wenn man die weißen Teile alle braundneu und schön hat und die schwarzen Teile sind voller Kratzer, Swirls usw.

 

Im Prinzip also genau das was wir nicht wollten, da zu aufwändig und zum anderen der Tod für die Patina die wir an dem Wagen ja erhalten wollen. Gibt schon genug totrestaurierte Autos und gerade bei dem Auto empfinden wir es nicht als Makel. Ich kann das bei einem Alltagsauto oder einem gepflegten Schätzchen für die Sonntagsausfahrt völlig nachvollziehen das man da einen möglichst perfekten Lack haben will. Allerdings hat der Wagen nun mal eine Geschichte und die fing nicht damit an das der Wagen gehätschelt und gepflegt in irgendeiner Garage herumgestanden hat und darauf gewartet hat ein teurer Klassiker zu werden. Nein, der Wagen hat sein halbes Leben hart geschuftet, hat seine automobilen Kameraden beim Sheriff überlebt, hat diverse zivile Besitzer überlebt und ist schlussendlich sogar in Europa gelandet. Einen Großteil dieser Geschichte würde man mit einer kompletten Naulackierung einfach zerstören, auch weil man dem Lack die harte Zeit im Central Valley und Arizona ansieht. Er darf die Kampfspuren tragen und das mit Stolz. Es zeigt das der Wagen wirklich gearbeitet hat, dass er seine eigene Geschichte hat und eben kein reines Showobjekt ist.

 

heck-erste-schichtheck-erste-schicht

Also war die Idee das unse Clubkollege die Löcher mit Lack austupft, sodass man wieder eine vernünftige Basis für die Decals hat. Den Anfang machten die kleinen Stellen an der Kofferraumklappe und man muss sagen das hier die Methode ganz gut funktioniert hat. Die Tür sollte später drankommen, da die Bestellung des Original GM Lack dank Corona etwas gedauert hat und so zogen wieder ein paar Wochen ins Land. Eines schönen Freitags kamen dann die Bilder von der Tür. Sah ganz gut aus! Merke: Hier ging es wirklich nur um eine ebene Fläche. Ob der Farbton passt ist hier völlig nebensächlich, da diese Stellen zum Großteil eh von den Decals verdeckt werden. Davon ab hat der Wagen eh schon diverse Farbtöne da er im Dienst mehrfach neu lackiert wurde. Passt also gut zur eh schon vorhandenen Patina ;)

 

Damit war der Wagen dann auch fertig zur Abholung. Seit der Ablieferung für die Vorderachsreparatur waren jetzt auch wieder gut 8 Monate vergangen. Wahnsinn was in der Zeit an dem Auto alles passiert ist. Wir sind zwar in der Zeit so gut wie nicht damit gefahren, aber immerhin ist jetzt alles mögliche an dem Auto repariert und wir sind jetzt sogar weiter als gedacht.

 

Als nächstes freut sich die Poliermaschine auf Ihren Einsatz! Wird zwar mit Abstand die größte Herausforderung in Sachen Politur bisher, da der Lack oberflächlich extrem zerkratzt (wirklich nur oberflächlich, aber heftige Swirls) ist, aber ich denke da geht noch einiges und es macht auch einfach Sinn bevor die Decals draufkommen. Groß runterpolieren kann ich da nix, da dort eh schon x Lackschichten drauf sind.

 

Danach wären dann auch die Decals der nächste Punkt auf unserer Liste :cool:

 

Damit wäre der Wagen dann zumindest rein äußerlich fertig, aber das ist dann wieder eine andere Geschichte ;)

 

Übersicht To-Do Liste

 

Erledigt:

 

- Radlager hinten erneuert

 

- Differential neu befüllt

 

- Ventilschaftdichtungen erneuert

 

- Neue Zündkerzen

 

- Wasserpumpe erneuert

 

- Haubenzug erneuert

 

- Stoßdämpfer erneuert

 

- Haubendämpfer erneuert

 

- Idler Arm erneuert

 

- Zündkabel erneuert

 

- Ignition Control Module erneuert

 

- Verteilerläufer erneuert

 

- Verteilerfinger erneuert

 

- Zündspule erneuert

 

- Neue Reifen von Continental in Werksgröße 225/70/15

 

- Pitman Arm erneuert

 

- Spurstangen erneuert

 

- Center Link erneuert

 

- Einmal alle Querlenker komplett erneuert

 

- Stabilisatorlager erneuert

 

- Bremsen vorne einmal komplett neu (Scheiben, Beläge, Schläuche und Kleinkram)

 

- Radlager vorne erneuert

 

- Lenkgetriebe erneuert

 

- Hupe repariert

 

- PCV-Valve (Kurbelgehäuseentlüftungsventil) erneuert

 

- Diverse Dichtungen an Motor und Getriebe neu

 

- Nochmal Ignition Control Module und Zündspule neu

 

- Lenkradhöhenverstellung repariert

 

- Fehlstellen im Lack ausgebessert

 

- Massekabel Minuskabel Batterie erneuert

 

- Lambdasonde erneuert

 

- IAC (Leerlaufregelung) Ventil erneuert

 

- MAP-Sensor (Drucksensor für Ansaugbrücke) erneuert

 

- Temperaturfühler Ansaugbrücke erneuert

 

- Temperaturfühler Zylinderkopf wieder angeschlossen

 

- Anlasser erneuert

 

- Heckemblem erneuert

 

- Spotlights montiert

 

- Pushbar montiert

 

- Lichtbalken besorgt und auf Originalkonfiguration umgebaut

 

- Motorola MCX1000 Funkgerät besorgt

 

- Touchmaster Sirene besorgt (muss ne PA300 her, aber schön wenn man nen Touchmaster hat :D)

 

Offen:

 

Kleinkram :DKleinkram :D

 

- Dachhimmel (auch wenn sich die Frau noch sträubt)

 

- Sitzverstellung Fahrerseite reparieren (Sitzschiene mit Motoren liegt schon bereit

 

- Türpappen fixen (Liegen aus einem Roadmaster Schlachter bereit, mal schauen wie die passen und ob ich die passend machen muss)

 

- Lautsprecher (könnten im Zuge der Türpappen neu)

 

- Scheibenwischerdüsen (Liegen auch schon bereit, baue dann direkt das ganze Gitter um)

 

- Decals (nächster Punkt auf der Liste)

 

- Neue Frontscheibe (noch nicht TÜV relevant, sieht aber mittlerweile echt mitgenommen aus)

 

- Innenausbau (DAS wird noch ne Mammutaufgabe die noch dauern wird!)

 

Wie man sieht ist noch ein kleines Bisschen zu tun, aber es ist auch schon wirklich viel an dem Auto passiert. Ich denke der Wagen wird uns in Sachen Aufbau auch noch mindestens zwei weitere Jahre beschäfitgen, abhängig davon wie gut man an die noch fehlenden Teile für den Ausbau herankommt.

 

In guter Gesellschaft In guter Gesellschaft

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14.06.2020 15:04    |    ToledoDriver82

Immer wieder schön zu sehen wie ihr euch da rein hängt....die Sache mit der Patina erhalten,finde ich richtig gut


14.06.2020 15:20    |    Dynamix

Gibt schon genug durchrestaurierte Cop Cars. Da kann unserer ruhig mal die Ausnahme sein ;)

 

Ist ja auch gerade so ein großes Thema bei Klassikern. Da gibt es mittlerweile immer mehr Leute, auch die mit dem nötigen Kleingeld, die auf eine Komplettresto der Karosserie verzichten solange keine Löcher drin sind. Diese Autos steigen auch immer mehr im Wert weil die Leute dann eben doch wollen das man dem Auto seine Geschichte ansieht.

 

Man schaue sich nur Carroll Shelbys erste Cobra an. Der Mann hat das Auto all die Jahre bis zu seinem Tod behalten, hat den Wagen nie restauriert. Immer nur Service und gefahren. Entsprechend sah der Wagen dann nach über 50 Jahren auch aus, aber zum Teufel, es hat gelebt, es hat eine Geschichte! Der Lack hatte bessere Tage gesehen und das Interieur war ziemlich im Eimer, aber es wäre irgendwie schade das alles wegzurestaurieren. Es zeigt ja auch ein bisschen den Spirit den Shelby hatte. Für Trailer Queens hatte der Mann nicht viel übrig, er wollte fahren und das schnell und genau dafür war die Cobra ja gebaut. Pfeif auf die Kratzer, der Hobel muss laufen!

 

Ich denke das ist eine Einstellung die auch gut zu dem Sheriff passt. Der Wagen ist keine Hochglanz Trailer Quenn. Ist es nicht, war es nicht und wird es wohl auch nie werden. Warum auch? Rostmäßig steht der Wagen perfekt da, heißt er hat keinen! Lack? Ja Gott, bei leibe nicht perfekt aber eben auch nicht so das ich einen totalen Anfall bekommen würde. Richtig ärgern würde ich mich wohl wenn er die typischen Klarlackverbrennungen hätte, aber die hat er nur an dem Spiegel und damit kann ich leben.

 

Ich werde die massiven Swirls herauspolieren und das war es auch schon. Die Kratzer die im Lack sind bekomme ich mit der Maschine eh nicht raus und das sollen Sie ja auch nicht. Und die offenen Stellen mussten halt jetzt für die Decals sein, sonst sieht das richtig Bescheiden aus. Davon ab passt die Reparaturmethode ja auch voll zum Auto und seiner Historie ;) Viel anders hätten die das im County Shop wohl auch nicht gemacht :D


14.06.2020 15:27    |    ToledoDriver82

Meiner hat ja auch ein paar Kampfspuren von Opa...na und,ist halt so und um das zu beheben müsste ich ihn komplett lackieren lassen. Das ist aber zum einen nicht gerade billig,zum anderen will ich ja den Originallack erhalten,also bleibt es....ich brauch auch kein Zustand 1 ;)


14.06.2020 15:39    |    ElHeineken

Schicke Liste und wie man sieht wird es mit den alten Kisten nie langweilig :D


14.06.2020 15:52    |    Dynamix

@ToledoDriver82

 

Ich finde sowas ist immer vom Auto abhängig. Ich muss gestehen das ich mir das bei meinem vielleicht irgendwann mal vorstellen könnte da allein die Stoßstangen schon die ein oder andere fiese Opaspur haben. Aber bis dahin fließt noch viel Wasser den Rhein herunter. Beim Sheriff empfinde ich das als was völlig anderes, auch wenn es im Prinzip um den gleichen Typ Wagen geht. Aber hier sind wir wieder bei der Geschichte.

 

@ElHeineken Das sowieso nicht ;) War beim zusammenstellen der Liste selbst erstaunt wie lang die mittlerweile ist, gefühlt noch länger als die von meinem Caprice und da steckt (noch) mehr Geld drin als im Sheriff. Habe heute auch mal die Übersicht für beide Autos aktualisiert was ich da eigentlich bisher so an Kohle versenkt habe. Beim rechnen bin ich dann zu der Erkenntnis erlangt das ich in meinen Caprice noch gar nicht so viel investiert habe wie ich mir im Kopf mal grob ausgerechnet hatte und im Sheriff schon mehr Geld steckt als ich dachte :D

 

Wenn ich das mal so zusammenrechne, hätte ich von der Kohle auch ne Corvette kaufen können :D

 

Also ja: Langweilig wird es nicht und billig leider auch nicht. Aber man macht das Ganze ja aus Spaß an der Freude und mit der Kohle hätte ich wohl sonst einige weniger nachhaltige Dinge angestellt.


14.06.2020 15:55    |    PIPD black

Anscheinend ist es zum echten CopCar (mit Decals) nicht mehr weit. Sehr schön.:)

 

Wir bleiben gespannt.


14.06.2020 15:58    |    ToledoDriver82

Zitat:

Ich finde sowas ist immer vom Auto abhängig. Ich muss gestehen das ich mir das bei meinem vielleicht irgendwann mal vorstellen könnte da allein die Stoßstangen schon die ein oder andere fiese Opaspur haben. Aber bis dahin fließt noch viel Wasser den Rhein herunter. Beim Sheriff empfinde ich das als was völlig anderes, auch wenn es im Prinzip um den gleichen Typ Wagen geht. Aber hier sind wir wieder bei der Geschichte.

Das mag sein,trotzdem strebe ich kein Zustand 1 an,die Autos haben schon ein paar Jahre auf dem Buckel,waren nie Museumsstücke,die dürfen auch ein paar Narben haben.

Allerdings,sollte ich mal ein restaurieren,dann würde ich das komplette Pakete machen...dann geht es aber nicht um Zustand 1 sondern um das beseitigen der Problemstellen und den "Fehlern" von damals,sprich einiges besser machen wie zum Beispiel die Rostvorsorge.

 

Ansonsten eben alles wie immer....irgendwas ist ja eh immer :D ich hatte jetzt Wasser im Kofferraum durch die Rückleuchten,aktuelle Erkenntnis,Dichtung zu alt


14.06.2020 16:12    |    Dynamix

Zustand 1 würde eh bedeuten das man den besser als neu macht und das ist ja nicht der Sinn der Sache. Bei mir wäre es wirklich nur den Lack einmal richtig schön zu haben und dann dazu die Zierstreifen mal neu zu machen. Aber da dürfte eine perfekte Lackierung mit komplett neuem Lackaufbau schon in der Größenordnung von dem liegen was ich in den Wagen bisher investiert habe.

 

So eine perfekte Lackierung auf Werksniveau mit zusammenbauen und auseinandernehmen geht schnell mal in den Bereich. Karosseriearbeiten werden nicht aus Spaß immer somit als das teuerste bezeichnet was man an einem Auto so tun kann.


14.06.2020 16:14    |    Dynamix

Zitat:

@PIPD black schrieb am 14. Juni 2020 um 15:55:55 Uhr:

Anscheinend ist es zum echten CopCar (mit Decals) nicht mehr weit. Sehr schön.:)

 

Wir bleiben gespannt.

Weit ist es jetzt wirklich nicht mehr. Einmal komplett polieren (hatte ich so oder so vor) und dann können die Decals gedruckt werden. Fertiggestellt sind Sie ja schon, es fehlt wie gesagt nur der Druck. Dazu wird es dann auch einen Artikel geben der auch schon seit Ostern 2018 hier in unfertig vor sich hingammelt :D


14.06.2020 16:21    |    ToledoDriver82

Zitat:

Zustand 1 würde eh bedeuten das man den besser als neu macht und das ist ja nicht der Sinn der Sache. Bei mir wäre es wirklich nur den Lack einmal richtig schön zu haben und dann dazu die Zierstreifen mal neu zu machen. Aber da dürfte eine perfekte Lackierung mit komplett neuem Lackaufbau schon in der Größenordnung von dem liegen was ich in den Wagen bisher investiert habe.

 

 

 

So eine perfekte Lackierung auf Werksniveau mit zusammenbauen und auseinandernehmen geht schnell mal in den Bereich. Karosseriearbeiten werden nicht aus Spaß immer somit als das teuerste bezeichnet was man an einem Auto so tun kann.

Korrekt...wobei ich jetzt schon weiß,sollten wir mal das Coupe neu lackieren lassen,werden sicherlich auch ein paar Neuteile fällig...sofern noch zu bekommen.

Bei einer kompletten Restauration...also wirklich das Auto komplett zerlegen und von Grund auf neu aufbauen,würde ich aber schon auf besser als neu gehen ;) aber nur dort wo es Sinn macht,also bei Leitungen,Dichtungen,bestimmte Teile der Karosserie was die Abdichtung angeht...also Sachen mit denen man einige Probleme beseitigt bzw die Haltbarkeit verbessert. Allerdings,der Preis liegt in etwa bei 15000€ inklusive Tauchbad,also nicht ganz billig. Das wäre aber eher mal so ein Wunsch um mal einen im Top Zustand zuhaben ;)


14.06.2020 18:35    |    Dynamix

Eben, billig wird der Spaß nicht und da muss man es schon wirklich wollen. 15.000€ dafür das der Lack seine Macken los ist sind halt ne menge Holz. Das sind die Autos meistens einfach nicht wert. Wir sprechen hier ja nicht von irgendeinem Garagengold das es nur noch für einen 6-stelligen Betrag gibt.


14.06.2020 18:38    |    ToledoDriver82

Über wert oder nicht bin ich schon lange hinaus :D ich geh stark auf das dreifache des Wertes zu ,was die Reparaturen und Teile angeht


14.06.2020 18:43    |    Dynamix

Ich bin gefühlt momentan so beim 1,5 fachen des Werts. Aber da müsste ich tatsächlich mal schauen was meiner momentan tatsächlich bringen würde. Billiger werden Sie seit 5 Jahren schon nicht mehr und auf dem Markt tummeln sich seit Jahren viele Letzthandkisten oder aber Autos die so aberwitzig eingepreist sind das man sich fragt woher der Verkäufer den Preis nimmt. Da hat mal einer nen Kombi für 20.000€ angeboten und der ist jetzt nicht mit 5km auf dem Tacho aus irgendeiner Zeitkapsel gefallen.


14.06.2020 18:47    |    ToledoDriver82

Aktuell lieg ich so bei knapp über dem doppelten Wert,nach den nächsten Sachen liegen wir locker beim 2,5 fachen. Dafür ist die Stufe immer noch weit entfernt davon,beim Kombi lande ich wohl knapp darunter,der ist aber auch mehr wert.

 

Ich schau ja immer mal was so auf dem Markt ist,so richtig günstig ist dein Wagen nicht mehr zu bekommen.


14.06.2020 18:51    |    Dynamix

Das sind dann die Momente in denen man sich nur lange genug einreden muss das man das ja für sich selbst macht und nicht für den Werterhalt :D

 

Naja, alles andere würde auch keinen Sinn machen. Mit dem Ziel würde ich sowieso nie ein Auto kaufen. Du kannst es schlecht vorhersehen und die bei denen man es vorhersehen kann muss man schon neu das nötige Kleingeld haben.

 

Bei einem Chiron weiß jeder das dieser Wagen nie einen ernsthaften Wertverlust haben wird. Irgendeinen reichen Typen der beim Neukauf leer ausgegangen ist wird sich da immer finden. Da hast du aber auch einen ganz anderen, globalen Käuferkreis. Die sind sich auch nicht zu fein dafür den Hobel notfalls um den halben Planeten zu schippern.

 

Bei Brot und Butter Autos musst du ein Modell erwischen das eben in 30 Jahren noch populär ist und dazu etwas besonderes an sich hat. Und genau da wird es schwierig weil es genug Autos gibt die in Augen von Fans brutal unterbewertet sind oder aber Autos boomen die vorher keine Sau auf dem Zettel hatte. So eine Supra MKIV hat man vor F&F noch zu brauchbaren Kursen bekommen, danach gingen die Preise durch die Decke. Gleiches beim Charger. Zu Dukes of Hazzard Zeiten wurden die Dinger reihenweise kaputtgefahren, in den 80ern hat sich kein Schwein dafür interessiert und schwupp fährt Vin Diesel so ein Ding kostet selbst ein ausgebranntes Wrack schnell mal an die 20.000$..........


14.06.2020 18:56    |    ToledoDriver82

Jo,siehe die Suchen in diversen FB Gruppen ;) da fragt man sich manchmal,ob die Leute nichts mitbekommen oder einfach nur zu blöd zum lesen sind.

Wert war für mich noch nie ein Grund ein Auto zu kaufen,im Gegenteil sogar,deswegen verstehe ich auch die ganzen Typen nicht,die sich über höhere Preise freuen...ich geb zu,bei den aktuell aufgerufenen Preisen vom GD,würde der nicht in die engere Wahl kommen ;)


15.06.2020 08:11    |    pico24229

Danke für das Update!

 

Finde es auch gut die Patina beizubehalten. Gerade an einem Cop-Car passt das sehr gut finde ich.


15.06.2020 09:06    |    Dynamix

Jepp, deshalb machen wir es so :) Umso gespannter bin ich was ich mit der Politur noch aus dem Lack rausholen kann. Denke das wird meine härteste Aufbereitung aber ich habe Hoffnung das der jetzige Lack noch Potenzial hat. Er wird nicht perfekt werden, aber ich glaube das man Ihn zumindest wieder etwas glätten kann. Je homogener die Oberfläche ist, desto besser können die Decals am Ende auch haften.


19.06.2020 23:33    |    Sir Firekahn

Sehr sehr fein, das wird ja alles nach und nach!

 

Den Kampf mit dem Lack kämpfe ich gerade auch :D.

 

Aber dass die Zündverteiler nach 600 Meilen den Geist aufgeben is ja ein Ding. :rolleyes:


19.06.2020 23:38    |    Dynamix

Ist halt mittlerweile viel Made in China. Die Qualitätssicherung bei GM war auch schon mal besser. Früher haben die ein riesiges Drama gemacht, da durfte nicht jeder Aftermarket Hersteller für Delco produzieren.

 

Heute leider alles anders.


19.06.2020 23:43    |    Sir Firekahn

Amen to that :rolleyes:


Deine Antwort auf "Sheriff Tales: Kleinkram, einer missglückte Überführung und Reparaturen in Zeiten von Quarantäne"

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Dynamix Dynamix

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Als Autonarr geboren und bei US-Cars hängengeblieben, so könnte man meinen automobilen Werdegang wohl am besten beschreiben ;) Meine Leidenschaft gehört allen US-Cars, meine wahre Liebe aber gehört neben meiner Liebsten der letzten Generation B-Bodys von General Motors. Anders lässt es sich auch nicht erklären das man gleich zwei Caprice besitzt :D

Welcome!

Willkommen in Dynamix Garage,

 

hier dreht sich alles um den American Way of Drive und andere spannende Themen die für mich zum Thema Auto einfach dazugehören. Wer auf amerikanisches Blech steht ist hier genau richtig ;)

 

Mittlerweile haben sich in meinem Blog diverse Blogreihen etabliert:

 

Americas Next Top Models: Vorstellungen aktueller amerikanischer Fahrzeuge

 

Memory Lane: Vorstellungen besonderer/bemerkenswerter Fahrzeuge

 

Whale Diaries: Erzählungen/Erlebnisse aus dem Leben unseres 1992 Caprice Classic

 

Sheriff Tales: Erzählungen/Erlebnisse aus dem Leben unseres 1993 Caprice 9C1

 

Ihr könnt aber auch einfach im Diner vorbeischauen um hemmungslos zu spammen oder Off-Topic zu werden :D

 

Zum Diner gehts übrigens hier entlang! ;)

 

Von Zeit zu Zeit gibts aber auch Artikel die ein wenig aus der Reihe fallen. Dies können aktuelle Themen sein, Spezialthemen die nicht in die etablierten Blogreihen passen oder auch einfach eigene Gedanken :)

 

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