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05.12.2013 19:44    |    Dynamix    |    Kommentare (75)

goodbye-chevy
Goodbye chevy

Hello Petrolheads,

 

ihr habt es vermutlich schon alle mitbekommen: GM hat heute angekündigt sich mit seiner Marke Chevrolet vom europäischen Markt zurückzuziehen. Mich als Fan amerikanischer Autos schmerzt dieser Verlust natürlich.

 

Die Erklärung dafür lässt mich etwas ratlos zurück. Natürlich lief Chevrolet nicht wirklich gut, aber das tut Opel momentan ja leider auch nicht. Die Idee das die alten Chevrolet Kunden zu Opel überlaufen finde ich ziemlich schräg.

 

Meiner Meinung nach wird man mit dem Rückzug aus Europa Opel nicht zwangsläufig stärken. Eher werden die alten Chevy Kunden zu Marken wie Kia oder Hyundai laufen, da diese Kunden sehr preissensibel sind.

 

Was Opel meiner Meinung nach wirklich stärken würde wären ein paar wirklich moderne Modelle sowie ein neues Design. Mit dem Insignia und dem Astra hatte man ja gut angefangen, aber hier muss definitiv noch einer draufgesetzt werden um gegen das Imperium aus Wolfsburg zu bestehen.

 

Ich hätte es schöner gefunden Chevrolet wie schon gehabt als günstige Alternative zu Opel am Markt zu lassen und dafür Opel wie oben erwähnt weiter aufwerten. Natürlich bin ich mir bewusst das man bei GM genau dies versucht hat, aber der Versuch war meiner Meinung nach etwas halbherzig. Andere Marken haben es hier ja schon vorgemacht wie man mit mehreren Marken am gleichen Markt gut bestehen kann. VW und Skoda sind ein gutes Beispiel wie man eine Mehrmarkenstrategie erfolgreich aufziehen kann. Renault und Dacia funktionieren auch wunderbar zusammen. Alles eine Frage der richtigen Positionierung.

 

Wie schon angedeutet, bin ich nicht der Meinung das Opels Hauptproblem auf den Namen Chevrolet hört. Das ist Mumpitz! Opels Problem ist zum Großteil das immer noch angekratzte Image aus der Lopez Ära sowie die nicht mehr ganz zeitgemäßen Modelle. Zudem fehlt Opel eine Designlinie bzw. ein Konzerngesicht das richtig einschlägt. Das mag zwar jetzt nach automobiler Langeweile klingen, aber was anderes scheint hier in Europa ja nicht zu funktionieren. Auch hier hat VW vorgemacht wie man so etwas machen kann. Ich bin wirklich kein VW Fan aber den Erfolg muss man den Jungs nunmal lassen. Soviel Fairness gehört dazu!

 

Ich bin der Überzeugung das die Konstellation Chevrolet/Opel/Cadillac gut funktionieren könnte, wenn man sich auf die jeweiligen Stärken der Marke besinnen würde sowie diese ausbauen würde.

 

Hierfür wäre aber viel Arbeit nötig, da man zumindestens hier in Europa beim Thema Marketing ein wenig gepennt hat. Erinnert sich noch jemand wie oft man früher hier in D Opelwerbung gesehen hat? Dies ist heute leider nicht mehr so. Zumindestens ist Opel mit der Jürgen Klopp Kampagne hier wieder auf dem richtigen Weg.

 

GM könnte seine 3 Marken beispielsweise wie folgt positionieren:

 

Chevrolet steht in Amerika für ordentliche Autos die sich jeder arbeitende Mensch leisten kann. Dies könnte man hier in Europa auch machen. Quasi eine Art "Edeldacia".

Opel würde sich als VW Konkurrent auf Augenhöhe sehr gut machen! Da dieses Konstrukt in den Köpfen der meisten Deutschen eh noch rumspukt, wäre dies auch vom Image kein großes Problem solange die Autos auch wirklich da mithalten können wo es zählt, bei den Vergleichstest unserer Motorpresse.

 

Weiterhin könnte man die bei GM vorhandenen Plattformen nutzen um Modelle rauszubringen mit denen man einen echten Wettbewerbsvorteil hätte. Welcher deutsche Volumenhersteller bietet heute noch Heckantriebsplattformen oder Motoren mit ordentlich Dampf an? Wer würde sich nicht auf eine sportliche Limousine mit Heckantrieb von Opel freuen?

 

Mit Cadillac könnte man dann im Luxussegment gegen BMW und Audi antreten. Das man es kann beweist Cadillac ja gerade mit den aktuellen Modellen. Würde Cadillac seinem alten Standard wieder voll gerecht werden, dann hätte man auch eine reelle Chance in Europa Fuß zu fassen. Auch hier ist GM wieder auf einem guten Weg. Man muss nur am Ball bleiben und dies kontinuierlich ausbauen.

 

Mich ärgert es das man bei GM so viel Potenzial liegen lässt! Meiner Meinung nach war der bereits eingeschlagene Weg mit Chevy/Opel schonmal ein kleiner Schritt in die richtige Richtung :)

 

So bleibt mir am Ende nur noch eins zu sagen: Machs gut Chevy, es war eine kurze aber spannende Zeit mit dir in meiner Heimat! Vielleicht sehen wir uns ja irgendwann mal wieder wenn einer deiner amerikanischen Verwandten bei mir einzieht ;)

 

Jetzt seid Ihr gefragt:

 

Was ist eure Meinung zu GMs Entscheidung? Glaubt Ihr das Opel ohne Chevrolet viel besser dran ist?

 

Welche Gründe seht Ihr für Opels momentane Lage? Findet Opel mit seiner aktuellen Modellpalette wieder zu alter Stärke zurück? Kann Chevrolet mit nur noch 2 Modellen im Portfolio dauerhaft in Europa bestehen?

 

Lasst mich an euren Gedanken teilhaben :)

 

Immer dran denken: Jeder darf seine Meinung sagen, aber dies sollte auch immer in einem respektvollen Ton geschehen. Ich freue mich auf eine interessante und fruchtbare Diskussion :)

 

Greetings,

Dynamix


Ergänzung von Dynamix am 06.12.2013 21:32

Update:

 

Jetzt gibts auch die offizielle Erklärung von Thomas Sedran.

 

https://www.youtube.com/watch?v=mjoe8IBWvbw

05.12.2013 19:51    |    italeri1947

Die Marke Chevrolet (oder Daewoo) verschwindet - ich wage zu sagen: Sie war sowieso überflüssig. Weder Qualität, Zuverlässigkeit, Technik noch Preis und Leistung setzten in den einzelnen Fahrzeugklassen Maßstäbe, auch das Servicenetz war lückenhaft oder zumindest nicht unbedingt berauschend vertreten. Daewoo und Chevrolet fanden im Grunde kaum statt. Andere koreanische Hersteller bauten bessere Autos und warben mit Garantieleistungen oder sonstigen Dingen, bei denen Chevrolet nicht mithalten konnte.

 

Die Fahrzeuge waren zwar alles in allem recht in Ordnung, wurden jedoch selten gewählt. Schade, dass ein Hersteller sich vom deutschen Markt verschwindet, ist es zweifelsohne, aber im Grunde ist das Ende der Marke eine Nachricht, die nicht schmerzt.

 

Zitat:

Welche Gründe seht Ihr für Opels momentane Lage? Findet Opel mit seiner aktuellen Modellpalette wieder zu alter Stärke zurück? Kann Chevrolet mit nur noch 2 Modellen im Portfolio dauerhaft in Europa bestehen?

Opels Problem ist, das wiederhole ich gern und oft, nicht die Qualität der Fahrzeuge - die Schwierigkeit liegt im Service der Marke begründet und auch im angekratzten Image. Die alten Stellenwerte der 80er- und 90er-Jahre wird Opel wohl nicht mehr erreichen, aber das liegt auch daran, dass man heute oft nur noch "Premium" haben möchte und für eine einfach nur solide und preiswürdige Marke wie Opel kein Platz mehr da ist. Es ist schade, aber im Grunde die Wahrheit und das eigentliche Problem von Opel.

 

Danke für diesen Blog!


05.12.2013 19:58    |    Dynamix

@Italieri: Bezüglich Opel bin ich bei dir, wobei ich den "Abstieg" der Marke schade finde. Was waren das noch für herrliche Zeiten als es Kadett C Coupe oder einen Diplomat V8 gab! Die hatten damals eine stattliche Armada an Modellen im Angebot und VW war damals nur für seinen Käfer bekannt ;)

 

Sooo schlecht waren die aktuellen Eurochevys ja nicht! Die Technik stammte ja von Opel und man kann über Opel sagen was man will aber von so heftigen Technikproblemen wie man Sie bei VW und Konsorten immer liest ist Opel so weit entfernt wie Detroit und Rüsselsheim ;)

 

Deswegen verstehe ich den Einwand mit der Zuverlässigkeit auch nicht. Die Modelle die noch aus Daewoo Zeiten stammten waren wirklich nicht das gelbe vom Ei. Hier hat Chevrolet den Fehler gemacht zu lange am Daewoo Erbe festzuhalten. Hätte man gleich was neues daraus gemacht, dann wäre das Image der Marke hier in Europa schon um einiges besser.

 

Viele denken bei Chevrolet leider immer noch an Daewoo auch wenn die aktuellen Modelle ungefähr 0,0 % mit Daewoo zutun haben.


05.12.2013 20:07    |    italeri1947

Zitat:

Deswegen verstehe ich den Einwand mit der Zuverlässigkeit auch nicht. Die Modelle die noch aus Daewoo Zeiten stammten waren wirklich nicht das gelbe vom Ei. Hier hat Chevrolet den Fehler gemacht zu lange am Daewoo Erbe festzuhalten. Hätte man gleich was neues daraus gemacht, dann wäre das Image der Marke hier in Europa schon um einiges besser.

Zuverlässig sind die Autos immer gewesen - aber eben auch nicht zuverlässiger als andere Koreaner, gegen die man vorrangig konkurriert hat. Und ein Opel ist trotz dem Image immer noch ein deutsches Produkt, denken sich viele, und wählen, auch da es mehr Opel-Händler gibt, eben den Rüsselsheimer anstelle des Korea-Amis. Chevrolet-Autos sind einfach nur Mittelmaß gewesen, das war dann letzten Endes auch ihr ganzes Problem.


05.12.2013 20:12    |    Dynamix

Zitat:

Und ein Opel ist trotz dem Image immer noch ein deutsches Produkt, denken sich viele, und wählen, auch da es mehr Opel-Händler gibt, eben den Rüsselsheimer anstelle des Korea-Amis. Chevrolet-Autos sind einfach nur Mittelmaß gewesen, das war dann letzten Endes auch ihr ganzes Problem.

Interesante These! Lustigerweise wird das genaue Gegenteil immer als Argument gegen Chevrolet genutz ;) Die meisten glauben ja das der Preisunterschied die Leute dazu getrieben hat eher einen Chevrolet als einen Opel zu kaufen.

 

Das dem nicht so ist, sieht man ja an den Verkaufszahlen ganz gut. Einzig der Cruze sowie der Spark konnten sich im Straßenbild einigermaßen etablieren.

 

Den Malibu habe ich innerhalb der letzten 2 Jahre ganze 2 mal auf deutschen Straßen gesehen! Dagegen ist der Camaro noch ein Massenphänomen auf unseren Straßen :D

 

Du sagst ja auch das die Eurochevys nur Mittelmaß sind, da frage ich mich aber wiederum wieso die Leute so verrückt auf Kia und Hyundai sind. Hab die selber schonmal probiert und besser als ein Cruze sind die ganz sicherlich nicht. Diese würde ich nämlich als Mittelmaß bezeichnen. Nicht herausragend aber auch keine Schrottkisten.


05.12.2013 20:17    |    scion

Komisch, um SAAB wurde damals nicht soviel Wind gemacht, wie um Opel.

Ich finde Cruze, Sonic, Malibu und Co. allemal attraktiver als die angestaubten Opels... Camaro und der Corvette hat Opel eh nix gegen zu setzen.

Sehr schade, nach Chrysler nun auch Chevy weg und Ford geizt auch rum, mit schicken US Modellen.


05.12.2013 20:20    |    Dynamix

@Scion: Opel ist halt immer noch eine "deutsche" Marke und dementsprechend reagieren die Leute auch sehr emotional. Was ich interessant finde ist, dass erst alle immer auf Opel einkloppen und wenn die Medien auch nur irgendwie den Anschein erwecken das Opel dicht macht wird sofort wieder auf Beileid und GM Bashing umgeschwenkt. Schwer schräg wenn du mich fragst!

 

Bei SAAB wars was anderes. Ist halt nicht "deutsch" ;) Das war hier in D immer nur eine Marke für Enthusiasten.

 

Bei Chevrolet ist es ähnlich, wobei das Image von SAAB ja deutlich besser war als von Chevrolet.


05.12.2013 20:29    |    scion

Zitat:

Bei Chevrolet ist es ähnlich, wobei das Image von SAAB ja deutlich besser war als von Chevrolet

...in Deutschland !

 

Das bei GM in Jahrzehnten vieles einbetoniert und eher suboptimal gelaufen ist, ist keine Frage. Aber ohne GM gäbe es SAAB und Opel schon lange nicht mehr. So ein Konzern mit soviel Marken unter einem Dach, ist sicher schwer zu führen. Wenn das China-Geschäft mal einbricht, wird VW auch bröckeln und ganz schnell einzelne Marken abstossen.


05.12.2013 20:34    |    Dynamix

Hätte ich noch dazu schreiben sollen: Natürlich meinte ich mit meinem letzten Kommentar den deutschen Markt. Welchen Stellenwert SAAB in anderen Ländern hatte mag ich nicht zu beurteilen ;)


05.12.2013 20:59    |    Kurvenräuber22803

Zitat:

Original geschrieben von italeri1947

Die Marke Chevrolet (oder Daewoo) verschwindet - ich wage zu sagen: Sie war sowieso überflüssig. Weder Qualität, Zuverlässigkeit, Technik noch Preis und Leistung setzten in den einzelnen Fahrzeugklassen Maßstäbe

Zitat:

Original geschrieben von italeri1947

Zuverlässig sind die Autos immer gewesen - aber eben auch nicht zuverlässiger als andere Koreaner, gegen die man vorrangig konkurriert hat.

Ich habe lange überlegt, ob und wie ich meine Gedanken zu dem formulieren soll, was ich hier wieder von Dir lesen muss.

Derartige Kommentare gibst Du, Hans, ja häufiger mal ab, wenn es um Marken geht, die Dir, ich will es mal vorsichtig ausdrücken, nicht besonders liegen und jedes mal lese ich fassungslos Deine Zeilen.

Weshalb muss in Deinen Augen Chevrolet in den einzelnen Fahrzeugklassen Maßstäbe setzen, weshalb müssen die Fahrzeuge zuverlässiger sein, als die direkten Mitbewerber? Reicht es nicht, gleich gute Autos zu bauen, vor allem dann, wenn das Preisniveau von Chevrolet auch noch auf dem von Kia und deutlicher unter dem von Hyundai liegt (Chevrolet Cruze SW ab 15.990,- €, Kia Cee'd SW ab 15.790,- € und Hyundai i30 SW ab 17.400,- €)?

Auch Deine Kritik an der von Chevrolet gewährten Neuwagengarantie ist nicht so ohne weiteres nachvollziehbar. Sicher geben die Koreaner mit 7 (Kia) und 5 Jahren (Hyundai) längere Garantien als Chevrolet, die „nur“ 3 Jahre gewähren. Diese 3 Jahre sind aber 12 Monate länger, als es der „große Bruder“ Opel tut, der bei Dir ja eindeutig einen Stein im Brett hat.

Auch dass das Ende der Marke Chevrolet in Europa eine Nachricht sei, die nicht schmerzt, kann ich nicht unterstützen. Die Autos waren eine Bereicherung des Straßenbildes und, hier bin ich einer Meinung mit Scion, die Chevys sehen wesentlich besser aus als die entsprechenden Opel Pendants.


05.12.2013 21:30    |    ConvoyBuddy

Einen - nennen wir ihn mal "Stiefzwilling" - eines Opel-Modells mit dem Label Chevrolet zu verunzieren, hat mir bei den ersten Modelln noch weh getan. Bei mir sind das immer "Daevrolets" gewesen. Als "echter" Chevy geht bei mir nur das durch, was in direkter Nachfolgerschaft zu den guten alten Amis durch die Gegend rollt.

Bei Camaro und natürlich der Corvette gar keine Frage, auch SS und ebenso Malibu und Impala, die leider keine V8 mehr unter der Haube haben. Und natürlich die "Trucks" (Pick Ups) und SUV ... aber kein Cruze, Spark und wie alle diese Daevrolets heißen. :(


05.12.2013 21:40    |    scion

Naja den Cruze kann man noch in die Reihe Chevrolet Cobalt, Pontiac Sunfire/G5 einordnen... was auch Budget-Cars waren. Klar der Spark ist nicht unbedingt chevroletwürdig:rolleyes:

 

Leider sind die Zeiten von Chevelle, Monte Carlo oder Nova vorbei


05.12.2013 22:54    |    Micha30952

Ich sehe es ein wenig wie Hans.

 

Autos verkaufen sich u.a. durch geschicktes Marketing, das deren Vorteile darstellt und idealerweise auch Emotionen weckt. Die Koreaner haben die Vorteile (lange Garantiezeiten, günstiger Preis) in diversen Werbekampagnen herausgearbeitet. Gleichzeitig wurde ihren Produkten durch die Presse eine "ordentliche Qualität" bescheinigt.

 

Die Chevorlet-Modelle mögen nach anfänglichen Schwächen inzwischen mit dem Wettbewerb mithalten können, sind aber zu unbekannt, um vermisst zu werden. Hier hat die "Unterstützung" in Form des Marketings gefehlt.

 

Ähnliches gilt für Opel. Auch hier baut man Autos, die preislich und qualitativ wieder mit den Wettbewerbern mithalten können.

Der Masse der Bevölkerung werden die "Klassiker" Corsa und Astra bekannt sein, aber bei Insignia, Adam, Cascada oder Mokka zucken viele mit den Schultern.

 

Die Opel-Werbung nimmt man wieder wahr, seit Jürgen Klopp als Hauptwerbeträger agiert. Ich bin aber skeptisch, ob man mit den aktuellen Spots tatsächlich neue Kunden in die Autohäuser lockt.

 

Schafft man das nicht, wird mittelfristig auch Opel sterben.


05.12.2013 23:08    |    Dortmunder 65

Opel hat seinen guten Namen fast zerstört um diesen wieder zu erlangen braucht es ein vielfaches an Zeit, hoffentlich reicht es noch für Opel.

Chevy als Gegner war nicht das Problem, besser wäre es gewesen für Opel Märkte zu öffnen, die GM bisher Chevy vorbehält.


05.12.2013 23:26    |    Duftbaumdeuter45912

Schöne Blog ... ich denke in dieser Sache genau wie Du.

 

Opel sehe ich als direkten Konkurrenten zu Ford.

VW ist da längst vorbeigezogen und sieht sich schon fast als Premiumhersteller.

Was dem Umsatz und Gewinn anbelangt haben die sogar Recht.

 

Opel hat die Zeit einfach nur verpennt und schafft es einfach nicht mit dem Arsch hochzukommen ... teilweise trotz guter Ansätze. Das Image hat einfach zu stark gelitten Anfang der 90-er und es wird (falls es jemals überhaupt der Fall sein wird) noch Jahre dauern bis sich Opel davon erholt.

 

Ford ist seit ca. 7 Jahren auf dem richtigen Weg mit meiner Meinung nach sehr attraktiven Modellen und vernünftiger Qualität.

 

Chevrolet als Zweitmarke ist gut gedacht, allerdings nicht zu Ende gedacht, denn Marketing etc. läßt sehr zu wünschen übrig. Chevrolet wird stiefmütterlich behandelt ... die sollten sich mal Dacia ins Visier nehmen und dann lernen wie man sich am Markt durchsetzen kann.


06.12.2013 07:37    |    ConvoyBuddy

Zitat:

Opel hat seinen guten Namen fast zerstört um diesen wieder zu erlangen braucht es ein vielfaches an Zeit, hoffentlich reicht es noch für Opel.

 

Chevy als Gegner war nicht das Problem, besser wäre es gewesen für Opel Märkte zu öffnen, die GM bisher Chevy vorbehält.

Eine alte Regel: Einen über Jahre hinweg aufgebauten guten Ruf kann man in einer Stunde zerstören. Daraus wieder einen guten Ruf zu machen, dauert Jahrzehnte.

 

Genau das erleben wir doch bei Opel.

 

Bis in die 80er qualitativ gute Autos in attraktiven Preisregionen, die von den Autofahrern gut angenommen und gekauft wurden.

 

Dann kaputtgespart und den Service runtergeritten.

 

Seit ein paar Jahren bastelt man wieder daran, den Ruf aufzupäppeln, schießt sich aber immer wieder irgendwie selbst ins Knie:

  • Händler und Werkstätten demotiviert und auch weitgehend nicht mehr wirklich gut
  • Händler und Werkstätten sind (wie bei anderen Herstellern auch) fast durchgängig "Mehr-Marken-Häuser" geworden, aber die Verkäufer verkaufen lieber einen Koreaner fast zum Listenpreis "über den Ladentisch" als stundenlange Verhandlungen über Ausstattung und Rabatte bei geringerer Provision für einen Opel zu führen
  • Früher einmal waren die Kulanzregelungen bei Opel sehr kundenfreundlich. Wenn man jetzt in die diversen Typenforen schaut, wurde das offenbar auch weggespart. Otto Normalautofahrer hat auch nicht die Druckposition eines Flottenkunden, der bei Ablehnungen dann vielleich mal die nächste Charge "als erzieherische Maßnahme" bei der Konkurrenz ordern kann. Aber Foren und Stammtische sind Multiplikatoren für "kundenfeindliches" Verhalten eines Herstellers, daran denkt man offenbar gerade in Rüsselsheim nicht.
  • Man versucht, fast jeden Hype und fast jeden Gimmick (so kostengünstig wie möglich) in neue Modelle zu implementieren, macht aber den Kunden zum Betatester, statt auf eine wirklich funktionierende Lösung zu warten.

 

Außerdem ist "Badge-Engineering" eine wirklich - pardon - beschissene Lösung zur Verbreiterung der Modellpalette.

 

Beispielsweise war der auf Opel GT umgelabelte Pontiac Solstice / Saturn Sky auch nur eine Sternschnuppe. (Wobei Saturn als Marke so "nötig" war wie eine Bügelfalte an einer Lederhose, deren Modelle waren durchgängig Labelträger, oft von Opel-Modellen ...)


06.12.2013 08:26    |    Andi2011

Moin,

 

Zitat:

Die Marke Chevrolet (oder Daewoo) verschwindet - ich wage zu sagen: Sie war sowieso überflüssig. Weder Qualität, Zuverlässigkeit, Technik noch Preis und Leistung setzten in den einzelnen Fahrzeugklassen Maßstäbe, auch das Servicenetz war lückenhaft oder zumindest nicht unbedingt berauschend vertreten. Daewoo und Chevrolet fanden im Grunde kaum statt. Andere koreanische Hersteller bauten bessere Autos und warben mit Garantieleistungen oder sonstigen Dingen, bei denen Chevrolet nicht mithalten konnte.

Hier bin ich etwas anderer Meinung als Hans. "Überflüssig" kann man dahingehend unterstreichen wenn man sich die Verkaufszahlen von Chevy bei uns ansieht, darin wird auch der Hauptgrund für den Rückzug liegen, ein solches Minusgeschäft können sich wohl die wenigsten Automobilhersteller in Krisenzeiten leisten und müssen zwangsläufig handeln.Ich denke das meinte Hans vielleicht auch.

 

Für mich ist das der Hauptgrund, es so zu verpacken, dass man damit Opel und Vauxhall stärken will ist ein netter Marketinggedanke der GM Presseabteilung. "Überflüssig" in diesem Sinne ja,für unseren Markt überflüssig nein, es wäre schön gewesen, davon mehr auf unseren Strassen zu sehen und der Orlanda war damlas bei Kauf meines Ford eine ernstgenommene Option, die letztlich am Unterscheid der Motoren scheiterte,da hatte Ford einfach die Nase vorn.

 

Ich habe mir in den letzten Monaten einige Chevys der aktuellen Modelpalette ansehen können (leider nicht fahren) und ich kenne auch den ein oder anderen Kia/Hyundai recht gut. Für mich gab es da keine sofort erkennbaren Unterschiede. Maßstäbe zu setzen ist immer schwierig, ebenso wie Alleinstellungsmerkmale zu finden, darauf kann man vielleicht verzichten wenn man bereits einen guten Namen (im Falle Chevy ist damit Deutschland gemeint) hat.

 

Ich stimme der These von Dynamix weitestgehend zu,GM hat hier einen Schlingerkkurs auf Sicherheit gefahren, wäre Opel/Vauxhall den Bach runter gegangen, hätten die noch einen Fuss in der Tür gehabt, den brauchen sie nach den letzten Prognosen nicht mehr.

 

Grüße

Andi


06.12.2013 08:38    |    PIPD black

Zitat:

ihr habt es vermutlich schon alle mitbekommen: GM hat heute angekündigt sich mit seiner Marke Chevrolet vom europäischen Markt zurückzuziehen. Mich als Fan amerikanischer Autos schmerzt dieser Verlust natürlich.

Das Problem daran ist doch, dass die Daewoos europäischen Chevrolets Fahrzeuge nichts aber auch gar nichts mit den von dir geliebten amerikanischen Autos zu tun haben.....außer dass man ihnen unverständlicherweise das Chevy-Logo verpaßt hat.


06.12.2013 08:52    |    Andi2011

Zitat:

Das Problem daran ist doch, dass die Daewoos europäischen Chevrolets Fahrzeuge nichts aber auch gar nichts mit den von dir geliebten amerikanischen Autos zu tun haben.....außer dass man ihnen unverständlicherweise das Chevy-Logo verpaßt hat.

Kannst du das ein bischen näher erläutern? Wieso haben Cruze, Malibu usw. nichts mit seinen geliebten amerikanischen Autos zu tun??

 

Grüße

Andi


06.12.2013 08:57    |    Miep87

Mir soll er das dann bitte auch gleich erklären!

 

Die aktuelle Chevrolet Palette, egal ob für den europäischen Markt oder für den amerikanischen Markt, sind komplette US Entwicklungen. Das hat mit den umgelabelten Daewoos nichts mehr zu tun!

 

Die Fahrzeuge werden nur in einem koreanischen Werk gebaut, bevor sie nach Europa geliefert werden. Das ist auch alles was sie mit Korea zu tun haben.


06.12.2013 08:57    |    ConvoyBuddy

Schau Dir Chevy-Modelle (außer Malibu) aus den vergangenen 30 Jahren an, dann weißt Du es!


06.12.2013 09:33    |    souler22

Alle in deutschland erhältlichen Chevys werden so auch in den USA verkauft.

 

Das Chevrolet sich dem Markt anpassen muß und somit nicht nur Impalas mit V8 rum fahren sollte doch langsam auch in deutschland angekommen sein.

Die Zeiten der Ami V8 sind vorbei (wenn auch schade). Egal ob Ford, Chevy, Dodge das Downsizeing ist unaufhaltsam.

Chevrolet ist in USA auch keine premium Marke sonder das Brot und Butter Fahrzeug für GM. Quasi noch ein echter Volkswagen.

Die Qualität der Aktuellen Fahrzeuge ist nicht schlechter als die von Opel bzw von Skoda zu VW.

 

Schaut euch mal bitte den Innenraum des Cruze an und dann mal den eines Kia, wo der Cruze hier schlechte sein soll :confused:


Bild

06.12.2013 09:36    |    Dynamix

@Convoybuddy: Das kann ich dir sogar erklären. Jeder Hersteller muss sich weiterentwickeln und das was Chevrolet heutzutage baut ist halt auf den Weltmarkt abgestimmt. Ford macht das ja mit Modellen wie Fiesta, Focus und Mondeo auch. Chrysler hatte da mal den Neon der sich in den USA großer Beliebtheit erfreute. Opel würde es auf dem amerikanischen Markt eher schwer haben und so muss man die kompakten Modelle halt unter Chevrolet Logo rausbringen.

 

Von den deutschen Herstellern macht ja auch keiner mehr wirklich das was er vor 30 Jahren mal gemacht hat.

 

Gehen wir doch mal ins Jahr 83. VW baute die zweite Generation seines Golfs. Der aktuelle hat mit dem alten nicht mehr viel gemein und trotzdem würde keiner behaupten das die neuen Modelle alle Schrott sind und nur die alten die wahren sind. Opel hatte da auch noch ganz andere Kaliber im Programm wie einen Monza oder einen Senator. Bauen die heute auch nicht mehr. Trotzdem würde ich Opel deswegen nicht verteufeln. Der Geschmack der Masse hat sich eben geändert. Wenn der Sprit hier umgerechnet 1€ kosten würde und Steuer und Versicherung wären hier so günstig wie in den USA, dann würden wir alle mit Freuden Camaro und Corvette oder andere Autos mit dicken Motoren fahren. Jeder würde über einen Golf wegen seines Luftpumpenmotors lachen.

 

Witzigerweise wird in Europa bei einem Ami immer ein V8 erwartet den sich hier nur kein Schwein traut zu kaufen weil man die Unterhaltskosten scheut. Steuer und Versicherung sei Dank!

Ist ja auch ok so und dafür hat Chevrolet ja dann auch Modelle wie Spark, Aveo oder Cruze im Angebot bei denen man nicht fürchten muss arm zu werden wenn man mal eine größere Tour macht. In den USA und dem Rest der Welt läuft beispielsweise der Cruze ja auch ganz manierlich. 1,5 Millionen verkaufte Exemplare muss man auch erstmal schaffen!

 

Für mich sind auch das Amerikaner, da Sie in Amerika angeboten werden und von einem amerikanischen Hersteller stammen.

 

Zudem gab es seit der Ölkrise immer mal kompakte Amerikaner die nur heute kaum noch einer kennt. Die Chrysler K-Cars waren auch nicht riesig und oftmals wurden sogar Japanische Modelle umgelabelt und unter amerikanischem Label (Geo Metro, die ganzen Eagle Modelle) vertrieben. Haben sich die Amis nie großartig dran gestört.

 

Über den A1 oder den Mini regt sich auch keiner auf obwohl das beides Minikisten zu völlig überzogenen Preisen sind. Im Falle des Minis stimmt ja noch nicht mal die Qualität. Da ist ein Spark nicht wirklich schlechter wenn man mal Punkte wie Leistung und Handling außen vor lässt ;)

 

Selbst teure Autos wie ein Lamborghini oder ein Ferrari sind teilweise billiger zusammengeschustert als ein ach so schlecht verarbeiteter Cruze oder Spark. Bei vielen Leuten sind die Vorurteile gegenüber amerikanischen Marken einfach sehr stark im Unterbewusstsein verwurzelt. Wenn man hier angesetzt hätte, dann wäre der Ruf von Chevrolet auch etwas besser. Es gibt wirklich Leute die sich einen Malibu Diesel anschauen und dann meinen der frisst 20 Liter weil ein Chevrolet Logo dranklebt?! Was frisst dann wohl deren 3er oder 5er BMW mit noch größerem Motor?

 

Um mal auf den Punkt Opel vs. Chevrolet zurückzukommen: Ja, die Technik ist weitestgehend identisch, dafür merkte man zumindestens bei Cruze und Astra schon das der Cruze zugunsten des Astras entfeinert wurde. Da wo man nicht sofort hinsieht wurde Hartplastik eingesetzt wo beim Astra noch schickere Materialien zum Einsatz kommen.

 

Dafür spricht man aber mit beiden Marken eigentlich auch verschiedene Kundengruppen an. Chevrolet sollte ja die preissensible Kundschaft ansprechen während Opel mehr die Konservativen Käufergruppen ansprechen soll ;)

 

Man hat bei GM nur verpennt die Unterschiede stärker rauszuarbeiten. Das fing beim etwas lieblosen Internetauftritt an und endet mit mehr oder weniger nicht vorhandener Werbung. Da wäre meiner Meinung nach eben noch viel mehr Potenzial drin. Bei Opel ist es ja eigentlich dasselbe. In beiden Marken steckt auf jeden Fall Potenzial und man hätte auch die Technik im Konzern um diese umzusetzen. Ein richtiger Imageträger würde Opel gut tun.

 

Wie auch immer. Sein wir mal gespannt was GM jetzt mit Cadillac vorhat. Wenn man denen glauben darf, dann wollen die ja hier ansetzen um gegen Audi und Konsorten anzutreten. Wenn man schlau ist, dann holt man auch die größeren Modelle rüber wie den XTS oder entwickelt gleich was womit man den etablierten Oberklassemodellen ebenbürtig ist. Dazu noch ein paar Dieselmotoren von irgendeinem Zulieferer und der dieselverliebte Europäer ist zufrieden.

 

Dies ist auch ein Punkt an dem die amerikanischen Modelle hier kranken: Die maue Motorenauswahl. Klar braucht man in einem Camaro keinen Diesel, aber in einem Volumendmodell nur 3 oder 4 Motoren anzubieten ist der falsche Weg. Sowas strafen die Käufer hier meist mit Missachtung.

 

Die einen vermissen günstige Einstiegsmotoren mit wenig Leistung während andere wiederum gerne etwas mehr Leistung hätten. Dann gibts da noch die Klientel die in einem großen Auto gerne einen besonders sparsamen Diesel oder eher einen Diesel mit 6 Töpfen und mehr hätte. Solange sich hier nix tut, wird man auch nicht erfolgreich sein.

 

Jeder Markt tickt anders und das müsste man sich endlich mal zu Herzen nehmen. Dann kommt der Erfolg von selbst, da das Design amerikanischer Autos ja auch genug Leute in Europa anspricht.


06.12.2013 09:39    |    ConvoyBuddy

Die letzten "richtigen" Chevrolet (außer SS, Camaro, Corvette, PickUps und SUVs) sind Malibu und Impala ...

 

(Nachfolgend habe ich die Diesel-Motoren ignoriert, da die älteren nicht wirklich beliebt waren und auch - angeblich - nicht viel getaugt haben sollen ....)

 

Weil es so schön einfach ist, greife ich mal auf Wikipedia zurück ...

  1. Malibu 1. Generation 1978–1982 Ottomotoren 3,3–5,7 Liter (69–125 kW)
  2. Malibu 2. Generation 1997-2005 Ottomotoren 2,2–3,1 Liter (106–118 kW)
  3. Malibu 3. Generation 2004-2008 Ottomotoren 2,2–3,9 Liter (79–132 kW)
  4. Malibu 3. Generation FL 2008-2012 Ottomotoren 2,4–3,6 Liter (126–188 kW) Hybrid 2,4 Liter (132 kW)
  5. Malibu 4. Generation 2012- .... Ottomotoren 2,0-3,6 Liter (108-188 kW)

 

Den gibt es ja wenigstens noch mit V6 ...

 

Der andere "richtige" Chevrolet ist der Impala - auch hier wieder Rückgriffe auf Wikipedia :

  1. Impala 1 . Generation bis 3. Generation 1959–1964 Motoren 3,9 l-R6 (99–103 kW) bis 7,0 l-V8 (316 kW)
  2. Impala 4. Generation 1965–1970 Motoren 3,9 l-R6 (103 kW) bis 7,0 l-V8 (241-313 kW)
  3. Impala 5. Generation 1971–1976 Motoren 4,1 l-R6 (74-107 kW) bis 7,4 l-V8 (158-268 kW)
  4. Impala 6. Generation 1977–1985 Motoren 3,8 l-V6 (81-85 kW) bis 5,7 l-V8 (121-125 kW)
  5. Impala SS 7. Generation 1994–1996 Motor 5,7 l-V8 (191 kW)
  6. Impala 8. Generation 1999–2005 Motoren 3,4 l-V6 (130 kW) bis 3,8 l-V6-Turbo (176-179 kW) leider kein V8 dabei :(
  7. Impala 9. Generation 2005–2013 Motoren 3,5 l-V6 (155 kW) bis 5,3 l-V8 (223 kW)
  8. Impala 10. Generation 2013-.... Motoren 2,4l (136 kW) BAS Hybrid / 2,5l (145kW) / 3,6l V6 (226 kW) der V8 ist wohl jetzt "out" ... :(

 

So stelle nicht nur ich mir einen Chevrolet vor ...

(und einen der 4. Generation hatte ich mal als Cabrio .... feines Teilchen!) ;)


06.12.2013 09:46    |    Dynamix

Kann man ja gut finden, leider wäre GM schon längst pleite wenn man sich nicht auf den wechselnden Markt eingestellt hätte. Natürlich sind die von dir verlinkten Autos geil aber eben nicht mehr massentauglich. Stell dir mal vor Opel hätte so Modelle wie den Diplomat V8 im Programm behalten?!

 

Den hätte wohl spätestens in den 80ern kein Schwein mehr gekauft. Vor dem Downsizing gibt es kein entrinnen und unser Ökowahn ist da auch nicht gerade förderlich.


06.12.2013 10:26    |    mbjadcnein

Zitat:

Würde Cadillac seinem alten Standard wieder voll gerecht werden, dann hätte man auch eine reelle Chance in Europa Fuß zu fassen.

Cadillacs "alter Standard" ist aber das softe Wohnzimmer auf Rädern - nicht knochenharte, scheinbar nur auf deutschen Rennstrecken abgestimmte Nachbauten Münchner und Ingolstädter Produkte.

 

Diese Marke war für denjenigen, welcher z. B. mit dem hiesigen Sortiment nichts anfangen konnte und quasi eine komplett andere Welt von Auto wollte.

Warum sollte man einen Cadillac kaufen, wenn der sich kaum von MB, BMW und Audi unterscheidet?

 

Der Standard of the world hat sich seit Anfang/Mitte 80er von seinen typischen Eigenschaften verabschiedet und ist deswegen in der Käufergunst gesunken.

Das typische "Schiff" wäre gefragt gewesen, hätte man dieses nur weiterentwickelt und sich nicht auf Eigenschaften konzentriert, mit denen die Marke nie etwas zu tun hatte ("Sportlich-dynamisch").

Vor allem, wo doch angeblich die ältere Kundschaft immer mehr Bedeutung gewinnt.

Die jungen haben eh keine Knete mehr....


06.12.2013 10:32    |    Dynamix

@mbjadcnein: "Standard of the world" interpretiert jeder anders. Für mich bedeutet dies, das man wieder Autos baut die in Sachen Technik und Luxus die etablierte Konkurrenz in den Schatten stellen!

 

Das konnten die bis in die 70er hinein sehr gut! Viele Innovationen kommen ja auch von Cadillac. Wie schön wäre es wenn man daran wieder anknüpfen könnte. Man könnte auch ein Magnetic Ride Fahrwerk so konstsruieren das man im Komfort Modus die Sänfte hat die die alten Kunden so lieben und im Sport Modus halt die Rennsemmel die die neue Kundschaft so liebt.

 

Wenn die das schaffen würden, dann wären die auch wieder Standard of the World!


06.12.2013 10:47    |    italeri1947

Ich habe hier weiter interessiert mitgelesen und möchte ein paar Abschnitte zitieren!

 

Zitat:

Weshalb muss in Deinen Augen Chevrolet in den einzelnen Fahrzeugklassen Maßstäbe setzen, weshalb müssen die Fahrzeuge zuverlässiger sein, als die direkten Mitbewerber? Reicht es nicht, gleich gute Autos zu bauen, vor allem dann, wenn das Preisniveau von Chevrolet auch noch auf dem von Kia und deutlicher unter dem von Hyundai liegt (Chevrolet Cruze SW ab 15.990,- €, Kia Cee'd SW ab 15.790,- € und Hyundai i30 SW ab 17.400,- €)?

Meine Devise ist, dass ein gewisses faktisch anerkanntes Alleinstellungsmerkmal (und sei es im Design, im Servicebereich oder in bestimmten Ausstattungen sowie Garantien/Preisen etc.) sehr hilfreich ist, oder es einfach erleichtert, am Markt sich durchzusetzen und auch erhalten zu bleiben.

 

Gute Autos bauen kann jeder, das konnten auch Daewoo und danach Chevrolet. Man erhielt stets zuverlässige Technik, verpackt in komplett ausgestatteten Alltagsfahrzeugen mit brauchbaren Talenten sowie das Ganze zu fairen Preisen, wo die Unterhaltungskosten hinterher auch keine böse Überraschung mit sich brachten. Das ist lobenswert!

 

Das aber ist für die Kunden auf dem anspruchsvollen deutschen Markt oft zu wenig. Denken wir nach: Chevrolets vom "aktuellen" Schlage wie Cruze, Aveo, Spark oder Malibu waren vor allem dann verbreitet, wenn es entweder um preiswerte Zweitwagen-Lösungen ging oder einfach nur ein passabler, preiswürdiger Alltagswagen gesucht wurde. Das hing jedoch stark vom Händlerbetrieb ab: Während Kia und Hyundai es geschafft haben, dass es in jedem Landkreis irgendwo einen oder mehrere erreichbare Partner gibt, war das bei Chevrolet nicht der Fall.

 

Bei mir etwa muss man für einen Chevrolet in die nächste Großstadt fahren (Vertriebsmarke des dortigen Opel-Händlers) - und viele Leute auf dem Land gehen da allenfalls dann hin, wenn der Kauf eines Mercedes ansteht (das soll für viele eine Art "Erlebnis" sein), ein Subaru gekauft werden soll (da gibt es im Kreis keinen Händler mehr für; leider, nur einen Servicebetrieb, der keine Autos verkauft) oder aber gegenüber dem heimischen Vertragshändler in der Gemeinde höhere Nachlässe erzielt werden können.

 

"Nur" für einen Chevrolet fährt da niemand hin. Wer koreanisch fahren will und sich für die Autos und ihre Stärken interessiert, landet hier in der Regel bei Kia und Hyundai, weil man da auch schnell und problemlos an die Fahrzeuge und die Händler kommt.

 

Für einen Chevrolet fehlten im Ganzen einfach die Argumente. Gut, die fehlen auch bei Kia, Hyundai und anderen Marken bei Licht besehen, dafür gibt es hier jedoch ein auch außerhalb Ballungsräumen gut funktionierendes Service- und Vertriebsnetz. Nicht zuletzt haben Kia und Hyundai durch Marketing sehr vieles erreicht, was Chevrolet nie erreicht hat (auch, weil es die Kampagnen nicht gab). Vielleicht schwang auch der Daewoo-Billig-Ruf immer noch mit, wobei Autos wie Espero, Nexia, Nubira etc. qualitativ niemals schlecht gewesen sind.


06.12.2013 11:08    |    Dynamix

@Italieri: Hier wären wir wieder beim Punkt fehlende Werbung. Hier haben die Koreaner ja auch schnell gelernt. Hyundai sponsort ja auch schon seit Jahren diverse Großveranstaltungen im Fußball wie beispielsweise die WM. Kia hat da auch irgendwo sein Finger drin wenn ich mich recht entsinne und im Fernsehen und in Zeitungen werden die ja schon alleine wegen der 7 Jahresgarantie aggressiv beworben! Das bleibt natürlich hängen und man sieht ja auch das es wunderbar funktioniert hat!

 

Wenn man die Leute auf der Straße nach einem Grund fragt einen Kia oder Hyundai zu kaufen, dann sagen 90% der Leute "wegen der Garantie"!

 

Geb denen noch ein paar Jahre und die sind hier genauso etabliert wie Opel oder Ford. Bis dato stimmt auch das Design. Dank des deutschen Designers sind die ja hier auch schon rapide am aufholen.

 

Der aktuelle I40 könnte für mich auch ein Passat sein. Sieht meiner Meinung nach gar nicht mehr so asiatisch aus!

 

Richtig schade finde ich das für den neuen Cruze, da der allem Anschein nach ordentlich einen drauflegen wird in Sachen Optik und Innenraumanmutung. Der hätte Astra, Focus und Co in der Form dann wohl richtig Konkurrenz machen können. Naja, es sollte halt nicht sein.


06.12.2013 11:20    |    italeri1947

Zitat:

Wenn man die Leute auf der Straße nach einem Grund fragt einen Kia oder Hyundai zu kaufen, dann sagen 90% der Leute "wegen der Garantie"!

Oder: "Weil er billig ist". Beides sind allerdings Irrglauben; billige Autos findet man beim Fähnchenhändler - und zur Garantie sei gesagt, dass auch diese kein Wundermittel ist, die alle Sorgen vergessen lässt, sondern durchaus Dinge ausschließt und auch an gewisse Regeln gekoppelt ist. Im Zweifelsfall bleibt man dann doch auf den Reparaturkosten sitzen. Das Kleingedruckte ist wichtig, das muss man unbedingt lesen. Ungeklärt ist auch die Frage nach dem Restwert, wenn die Garantie abgelaufen ist. Wir werden sehen!


06.12.2013 11:24    |    Dynamix

Die Leute glaubens trotzdem ;) Das ist ja immer das tolle. Hab das auch schon im Bezug auf meinen Arbeitgeber erlebt! Da regen sich die Leute auf das Ihr Vertrag automatisch verlängert wurde.

 

Blöderweise hat keiner dieser Intelligenzflüchtlinge sich mal die Mühe gemacht den Wisch den Sie da unterschrieben haben zu lesen. Von Kündigungsfristen haben die meistens auch noch nix gehört.

 

Reibt man Ihnen das unter die Nase wird trotzdem gemotzt. Kommt man denen dann auch noch entgegen, ist das auch nicht genug.

 

Manchmal habe ich wirklich Zweifel daran ob der Mensch nicht doch ein Tier ist............


06.12.2013 11:28    |    italeri1947

Manche sind eben sehr manipulativ; früher hätte man "töricht" dazu gesagt. Man glaubt alles blind, was man irgendwo in der Werbewelt serviert bekommt, weil es so gut klingt, und glaubt es auch, ohne nachzufragen, ob das denn alles zumindest ansatzweise stimmt.


06.12.2013 12:11    |    andis hp

Auch unser Opel-Händler bietet Chevy an. Aber bis auf den Aveo hat er noch nichtmal Vorführwagen dort stehen.

Auf Nachfrage kam mal die Antwort: "Wenn sie wissen wollen wie ein Cruze fährt, nehmen Sie sich den einfachen Astra mit 1,6l-Benzin-Motor. Den in einfachster Ausstattung, und sie haben den Cruze"

 

Soviel zum momentanen Chevy-Angebot.

Hier bei uns im ländlichen Raum wird niemand Chevy vermissen.

 

Mfg Andi

 

PS: Wenn man einen Camaro oder gar eine Corvette live bei einem Händler sehen will, muss man bei uns auch in die größeren Städte fahren.


06.12.2013 12:21    |    Dynamix

Da macht es sich der Händler aber ziemlich einfach. Ich habe meine Probefahrten bei einem großen Autohaus gemacht. Die haben neben Chevrolet auch viele andere Koreaner und der hatte wirklich alles bis auf die Corvette da. Camaro hatte er gleich im 4 Stück auf dem riesigen Hof stehen ;)

 

Malibus hatte er glaube ich 2 (selbst das kriegen die meisten Händler nicht hin!) und Cruze/Aveo und Spark musste man nicht lange suchen.

 

Die Aussage zum Astra ist finde ich eigentlich eine Frechheit! Einem Verkäufer sollte doch eigentlich daran gelegen sein alle seine Marken zu verkaufen egal ob Opel oder Chevrolet. Soviel Unkenntnis über die eigenen Produkte ist schon ein starkes Stück! Als ob es der Cruze mit jedem Motor fahren würde wie ein Astra mit dem Einstiegsbenziner. Einen vollausgestatteten Cruze kann man im Innenraum wohl kaum mit einem Basisastra vergleichen. Wenn mich ein Händler als interessiertem Kunden so verarschen würde, dann hätte der mich zum ersten und letzten mal in seinem Autohaus gesehen!


06.12.2013 12:25    |    italeri1947

Einmal ganz davon abgesehen, dass Äußerungen wie diese des Opel-Verkäufers bezogen auf Astra und Cruze völliger Unfug sind, möchte ich anmerken, dass diese lustlose Haltung gegenüber Chevrolet vielleicht auch dadurch zustande kam und kommt, weil ein Opel-Händler auf dem Land viel mehr Umsatz mit Opel-Autos und Opel-Service machen wird denn mit Chevrolet. Es wird sicher viele kleine Orte geben, wo man sich immer noch über koreanische oder sogar japanische Autos mokiert und gegen diese eine Abneigung besitzt.

 

Ein Produkt, das sich kaum rentiert, wird man dann eben nicht so intensiv bewerben und betreuen wie eines, das sich schon eher lohnt und das die Kunden annehmen.


06.12.2013 12:29    |    Dynamix

Was ich allerdings nicht verstehe, da ja gerade auf dem Land und in strukturschwachen Gebieten die Autokäufer sehr preissensibel sind! Denen ist meist egal welches Logo vorne draufklebt, solange es das Modell günstig gibt.

 

Das wäre ja durchaus machbar gewesen. Im Köln/Bonner Raum habe ich schon oft genug Leute gesehen die sich einen Cruze gekauft haben.


06.12.2013 14:08    |    andis hp

Das ist der Opel-Händler, den ich schon bei Hans im "Gasthaus" genannt habe (Thema: Batterie-Wochen).

Er ist schon des öfteren bei mir auffällig gewesen. Aber er findet immer wieder Käufer.

Auch meine Schwiegermutter (Opel-Fahrerin seit ~40Jahren) kauft mittlerweile nicht mehr dort. Sie hatte bis zum letzten Jahr alle zwei Jahre dort einen Neuwagen gekauft.

Sie wollte letztes Jahr den neuen Zafira, der junge Verkäufer aber wollte ihr unbedingt den neuen Meriva verkaufen, weil er angeblich besser zu älteren Leuten passen würde.....:(

So doof kann man als Verkäufer doch nicht sein, oder doch?

Ende vom Lied: meine Schwiegerleute haben erstmalig im Leben die Marke gewechselt. Sie fahren jetzt einen C-Max.

Meine Frau und ich kamen im alten Astra G vor 2 Wochen an, und wollten den Adam evtl. Probefahren. Zuerst behandelte uns der Verkäufer wie Bittsteller. Erst als ich im Gespräch sagte, wir hätten 2 Autos und würden auch evtl. 2 Autos (Adam und Astra) kaufen, wurde er plötzlich sehr interessiert.

 

Mfg

Andi


06.12.2013 14:16    |    Spurverbreiterung17353

naja bis Ende 2015 soll sich Chevrolet aus Mittel- und Osteuropa (außer Russland/ GUS ) zurückziehen, damit mindestens 700 Mio. $$ versenkt, also bei GM Detroit sitzen die verwirrtesten Geisterfahrer der gesamten Autobranche!

 

Insofern würde mich nicht wundern, wenn sich diese strategische Entscheidung mit jedem Managerwechsel noch dreimal ändert... und wenn GM Opel weiterhin nur Verluste einbringt, wird Opel eingestellt und Chevrolet wieder umgelabelt... GM einfach sinnlos!


06.12.2013 14:18    |    Dynamix

Man könnte den Eindruck gewinnen das die Jungs da drüben bei GM einfach kein Händchen für Europa haben. In den USA läufts doch, warum kriegen die das bei uns nicht hin?! Sind wir einfach zu anspruchsvolle Käufer oder sind die einfach nur zu dämlich?


06.12.2013 14:24    |    Miep87

Ich glaube, dass die Amerikaner vom Käuferprofil ganz andere Wünsche haben wie wir Europäer.

 

Vermutlich haben die einfach Schwierigkeiten sich daran anzupassen.


Deine Antwort auf "Goodbye Chevrolet!"

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