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31.08.2020 14:22    |    Dynamix    |    Kommentare (39)

Jetzt ist der Kuga auch schon wieder ein halbes Jahr bei uns und die ersten 15.000km sind geschafft :) Okay, es sind eigentlich schon gut 16.000, aber 15.000 ist einfach die schönere Zahl :D An dieser Stelle soll es um Eindrücke und Erlebnisse mit dem Auto geben. Keine Angst, das wird jetzt keine "der Typ schreibt jetzt ständig über seine langweilige Alltagskarre" Blogreihe werden. Ich möchte nur wie beim Mii alle Jubeljahre mal ein Update zu dem Auto geben um zu zeigen wie es sich unter ganz normalen Alltagsbedingungen schlägt und vor allem längerfristig! Vielleicht sind diese Infos für irgendjemanden mal hilfreich bei einer Kaufentscheidung oder für die paar Männeken die meine Artikel tatsächlich gerne lesen ;)

 

Unseren Kuga Vignale haben wir Anfang Januar mit knapp 20.000 km auf der Uhr übernommen. Jetzt haben wir mehr oder weniger September und sind es mittlerweile knapp über 36.000 km die soweit zufriedenstellend verlaufen sind. Fangen wir mal mit den Eindrücken zu den jeweiligen Kategorien an.

 

Antrieb

 

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Unser Kuga hat den 1.5 Liter Ecoboost mit dem 6F35 6-Gang Automatikgetriebe und Allradantrieb. Die Kombination fährt sich ordentlich und ist von den Fahrleistungen ausreichend. Wirklichen Bedarf an Mehrleistung hatte ich bisher nicht und für einen schnellen Überholvorgang hat es bisher immer gereicht. Da der Wagen nicht zum rasen animiert fahren wir den Wagen auch mit gut 9 Litern im Dauerschnitt, wobei das in Zukunft wohl eher noch nach unten geht da wir dank Corona auch viel Kurzstrecke fahren. Mit dem passenden Fahrprofil und STVO konformer Fahrweise kann auch mal eine 6 vorm Komma auf dem BC stehen. Ich habe Beweisfotos! :D Eine 7 vor dem Komma im Drittelmix ist durchaus machbar wenn man vorausschauend fährt und sich an die STVO hält. Ich weiß, letzteres fällt dem Durchschnittsautofahrer extrem schwer ;)

 

Der Motor hält sich bei normaler Fahrweise akustisch zurück und läuft schön rund was definitiv zum komfortablen Fahreindruck beiträgt. Die Kritik an dem Automaten kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Bisher habe ich noch keinerlei Probleme gehabt, es tut einfach alles was eine Wandlerautomatik tun soll. Es schaltet weich, es verhaspelt sich nicht und es braucht keine 10 Jahre um einen Gang einzulegen. Mittlerweile fahre ich das Getriebe im Stadtverkehr im Sportmodus was der Tatsache geschuldet ist das es dann etwas später hochschaltet. In der Stadt ständig bei 1500 u/min und weniger rumzugurken finde ich dann doch was wenig bei dem schweren Auto. Im Sportmodus hält das Getriebe den Motor länger in einem brauchbaren Drehzahlband was auch auf Landstraßen ganz gut funktioniert. Auf der Autobahn kann man dann wieder getrost auf D fahren. In S würde das Getriebe erst bei 110-120 km/h in den 6. schalten was dann auch wieder unnötig spät ist. Der 6.Gang passt mit seiner Übersetzung gut zur Autobahn. Mit 2000 u/min bei 100 km/h bzw. 2500 u/min bei 130 km/h liegt man so beim typischen Autobahntempo immer in einem Drehzahlbereich der genug Leistungsreserve bietet, aber auch nicht zu hoch ist als das es den Verbrauch unnötig in die Höhe treibt. Eine gute Abstimmung die meinen Geschmack genau trifft :)

 

Im Sportmodus wird der Motor dann auf einem leistungsmäßig günstigeren Drehzahllevel gehalten wodurch das Ansprechverhalten natürlich besser wird ;) Auch mit der manuellen Schaltfunktion habe ich mittlerweile mal ein wenig gespielt. Funktioniert ganz gut und schaltet schneller als ich es manuell wohl je könnte. Ist auf Landstraßen sogar ganz spaßig wenn man die Gänge mal was länger ausdrehen will ohne gleich dabei das Gaspedal zum Erdkern durchtreten zu wollen. Worauf ich persönlich hätte verzichten können ist der Allradantrieb, da ich im urbanen Gebiet oder auf der Autobahn da keinen richtigen Sinn in einem Allradantrieb sehe. Aber vielleicht ergibt sich ja mal eine Fahrsituation die mich diese Meinung revidieren lässt ;) Vielleicht kommt dann 2020 doch mal der Horrorwinter des Jahrzehnts ins Rheinland, unser Sommer war ja auch mehr nass als trocken :)

 

Fahrverhalten

 

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An meinen anfänglichen Eindrücken hat sich nicht viel geändert. Der Kuga hat ein tolles Fahrwerk welches stabil ist ohne dabei bretthart zu sein. Für einen SUV liegt er fast schon sportlich auf der Straße, spricht aber dabei immer noch feinfühlig an. Hier kann ich die Eindrücke diverser Fachzeitschriften nur bestätigen: Fahrwerke können Sie bei Ford! Die vergleichsweise breiten Reifen tragen natürlich zu dem guten Handling bei. Man merkt den Unterschied beim Fahrwerk besonders wenn man sonst immer nur Autos mit Starrachsen oder Verbundlenkerachsen gefahren ist. Der Kuga hat eine moderne Fünflenkerachse und man spürt einfach das feinere Ansprechen auf Unebenheiten. Ich finde gerade auf Landstraßen funktioniert das Fahrwerk sehr schön, da man dort besonders merkt wie gut es funktioniert :) Hier gibt es für gewöhnlich auch mal engere Kurven und diverse Wellen und Verwerfungen wo man schön merkt das das Fahrwerk so treibt. Auch auf Langstrecken weiß er zu überzeugen und verwöhnt mit einem angenehmen Geradeauslauf.

 

Die hohe Bodenfreiheit das Fahrwerks hat fahrdynamisch natürlich eher Nachteile. Aber einen Vorteil habe ich dann doch gefunden :D Bei uns gab es in letzter Zeit dann doch mal heftige Regenfälle von der Sorte wo sich auf der Autobahn richtige kleine Seen bilden. Mit jedem normalen Auto wäre ich wohl extrem langsam da durchgefahren um nichts zu beschädigen oder abzureißen. Mit dem halben Bus kann ich da aber mit einigermaßen normalem Tempo durch ohne mir über irgendwas Sorgen machen zu müssen :D Wenigstens etwas wofür das hohe Fahrwerk gut ist ;)

 

Die Bremsen sind auch mehr als ausreichend und für die Klasse durchaus im oberen Mittelfeld anzusiedeln. 34,5 Meter im Schnitt sind für einen 1,7 Tonnen Koloss mehr als ordentlich. Wenn ich da an meinen Peugeot zurückdenke dessen 36 Meter damals durchaus schon als sportlich durchgingen....... Jaja, lang ist's her ;)

 

Ausstattung

 

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Okay, hier wird es lang :D Wie man den letzten Artikeln entnehmen kann hat unser Kuga als Vignale so gut wie alles was man ankreuzen konnte. Es wäre einfacher aufzuzählen was der Wagen nicht hat: Standheizung (Wagen steht in der Garage), Agrarhaken (brauche ich nicht), Alarmanlage (siehe Punkt 1). Von daher genau die Konfiguration die ich auch genommen hätte, die Vorbesitzerin hatte definitiv Geschmack ;)

 

Der Kuga ist mein erstes Auto mit einem umfangreichen Sammelsurium an Sicherheitsassistenten. Mit einigen davon habe ich meinen Frieden gemacht, mit anderen nicht wirklich. Ein wirklich gutes Feature ist meiner Meinung nach der Querfahrwarner! Ich habe oft Situationen wo ich rückwärts aus einer Lücke muss und die Leute gar nicht dran denken stehen zu bleiben. Das System hat mich (und die Betroffenen) schon des öfteren vor unangenehmen Situationen bewahrt. Funktioniert zuverlässig und ist somit für gut befunden! Der Notbremsassistent ist manchmal etwas fimschig, aber da es nicht ständig vorkommt kann ich damit leben und sinnvoll ist es ja allemal. Für den Totwinkelwarner habe ich mittlerweile eine andere Verwendung gefunden, da ich den Schulterblick eh nicht mehr aus mir raus bekomme ;) Der Totwinkelwarner ist super auf der Autobahn um nach dem überholen die perfekte Entfernung zum einscheren abzuschätzen. Die Lampe geht genau dann aus wenn der Hintermann auf der Spur daneben im Innenrückspiegel auftaucht. Funktioniert wunderbar und entlastet ein bisschen da man dabei gleichzeitig auch auf die betroffene Seite schaut :)

 

Den Einparkassistenten finde ich zwar cool, nutze Ihn aber ehrlicherweise kaum. Meistens ist man mit selber einparken schneller und es ist eher eine Art Partytrick als eine wirkliche Entlastung im Alltag. Dafür ist die Rückfahrkamera nicht ganz unpraktisch, man muss aber immer noch einen Blick ins Heckfenster werfen da man Objekte die über der Kamera sind natürlich nicht sieht. Auf Platz 1 des sinnlosesten Assistenten ist bei mir immer noch der Spurhalteassistent. Die Straßenverhältnisse müssen schon sehr gut sein damit er die Spuren sauber erkennt und das sind Sie bei uns leider nicht, dazu muss man den Assistent schon auf die höchste Sensibilität einstellen damit er akzeptabel früh wieder in die Spur geht. Hat somit nicht wirklich viel Wert für mich.

 

Mit dem Bi-Xenon Licht bin ich sehr zufrieden. Man sagt ja immer das die besten Assistenten diejenigen sind bei denen man gar nicht merkt das Sie an sind und das trifft auf das Bi-Xenon mit der Lichtautomatik voll zu. Es erledigt seinen Job gut und unauffällig, es würde wohl erst massiv auffallen wenn es nicht mehr da wäre. Die Abblendautomatik funktioniert wirklich gut und schnell, sodass dieser Assistent wirklich eine kleine Erleichterung ist. Auch das Kurvenlicht ist ein nettes Feature das seine Arbeit gut und fast unmerklich erledigt. Man gewöhnt sich schnell an sowas und man muss schon wirklich bewusst drauf achten um zu sehen wie der Lichtkegel in der Kurve mitwandert. Genauso gut und unauffällig funktioniert der Regensensor, hier hat sich im Vergleich zu den ersten Systemen echt viel getan und so springt das System nicht schon beim kleinsten Regentropfen an, sondern erst wenn der Bereich des Sensors gut mit Wasser bedeckt ist.

 

Das ACC finde ich grundsätzlich eine tolle Sache, allerdings nutze ich den coronabedingt im Moment nicht wirklich da ich im Moment einfach selten größeren Strecken mit dem Auto fahre. Das weiteste waren mal gut 400 am Stück. Was mich an dem Teil etwas stört ist das harte abbremsen wenn wieder jemand meint mit 2 Metern Abstand vor einen zu ziehen, aber da kann das System nichts für. Dazu funktioniert es immer noch besser als das System im Tiguan den ich letztes Jahr getestet habe. Es macht in solchen Situationen dann leider nur ein bisschen den Spaß an dem Assistenten kaputt. Bei gleichmäßigem Verkehr funktioniert es ansonsten gut und bei genügend Abstand zum Vordermann bremst das System auch sanft genug ab um es nicht als unangenehm zu empfinden.

 

Gehen wir mal weg von den Assistenten und hin zu den spaßigen Extras! Das Winterpaket ist ein Extra das ich nicht mehr missen möchte. Nicht nur wegen der Sitzheizung sondern besonders wegen der Lenkradheizung und der Frontscheibenheizung. Die Lenkradheizung hat mir jetzt schon den ein oder anderen kalten Morgen versüßt und die Frontscheibenheizung leistet besonders an kalten Tagen oder bei heftigen Regenfällen wunderbare Dienste. Vor allem weil man dann nicht im Winter die Klimaanlage einschalten muss und sich den allerwertesten abfriert nur damit die Scheibe frei wird. Ein Extra das ich ausgiebig nutze ist das Panoramadach. Wenn man mal an einem lauen Abend durch die Stadt fährt oder an einem schönen sonnigen Tag mal irgendwohin muss ist ein bisschen Frischluft und vor allem Licht echt angenehm. Falls man an beidem keinen gesteigerten Bedarf hat hält die Tönung UV-Strahlen und Licht zuverlässig draußen. Da die Temperaturen mittlerweile gestiegen sind durfte auch die Klimaanlage mal zeigen was Sie kann. Typisch amerikanisch, hat die Klima ordentlich Power und die Luftdüsen über dem Klimabedienteil sind ganz pfiffig da Sie in Richtung Schoß bläst und somit nicht nur Oberkörper und Füße kühlt Die elektrische Heckklappe ist zwar schon cool und man hat den Dreh mit dem Fußtritt schnell heraus, allerdings braucht das Teil dann eben doch gefühlt ewig. In der Zeit hat man eine konventionelle Heckklappe drei mal zugeschlagen. Fällt auch eher in die Kategorie Partytrick. Lediglich die Nummer mit dem Fuß ist wirklich praktisch wenn man doch mal die Hände voll hat.

 

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Das Sony Soundsystem gefällt mir grundsätzlich gut, wobei ich die Kritik bei Lautstärke mittlerweile etwas nachvollziehen kann. Je nach Musikrichtung fängt das System bei Vollstoff an zu kratzen, eigentlich ein Unding für das Topsoundsystem aber da wären wir wieder bei einem Punkt den viele Hi-Fi Enthusiasten den teuren Werkssystemen mit Markensticker ankreiden. Da hat jeder Hersteller sein Päckchen zu tragen. Allerdings höre ich auch nicht mehr wirklich oft auf Vollstoff und bis Stufe 25 von 30 tritt das Problem auch nicht auf und das System funktioniert gut. Ich bin aber auch nicht so der Freund von Subwoofer- und Bassorgien im Auto.

 

Das Feature welches bei uns im Dauereinsatz läuft, ist die Smartphone Anbindung über Android Auto/Apple Carplay. Die Einbindung klappt wirklich gut und das Ganze ist super in SYNC III integriert. Hier würde ich volle Punktzahl geben falls ich das Teil bewerten müsste. Wir mussten bei Mercedes und Co ja durchaus die Erfahrung machen das diese Systeme nicht immer gut funktionieren oder diese einfach komplett abstürzen und gar nichts mehr machen.

 

In die DAB+ Geschichte habe ich mich mittlerweile auch etwas eingefuchst. Der Kuga ist mein erstes Auto und auch mein erstes Radio (privat nutze ich Internetradio) überhaupt mit dem Feature. Für gewisse Radiosender abseits der normalen FM-Sender ganz nett, allerdings braucht das System schon die ein oder andere Gedenksekunde um den entsprechenden Sender zu laden. Dazu ist die Menüführung beim DAB nicht ganz so logisch, da die Presets in drei Blöcke aufgeteilt sind. Anstatt das man vom Radio aus also mit den Pfeiltasten automatisch zum nächsten Preset Block springt wenn man den letzten Sender eines Blocks erreicht hat, springt er wieder auf den ersten Sender des momentanen Preset Blocks. Das finde ich etwas unglücklich gelöst weil man dann erst auf dem Display den Preset Block wechseln muss. Da hat mir die Menüführung von SYNC II besser gefallen.

 

Wo wir gerade beim Thema SYNC sind. Gut finde ich das Ford durchaus noch die Kartenupdates auch für die älteren Versionen nachliefert, mit dem F9 Update hätte ich schon gar nicht mehr gerechnet da unser Kuga mit MY 2018 noch das Sync 3.0 hat. Mittlerweile sind wir bei 3.4. Leider hat Ford das Update auf 3.4 für unsere Hardware nicht mehr vorgesehen da man da wohl in der Produktion öfters mal was an der Hardware geändert hat und man deshalb immer nur bis zu einer bestimmten Version upgraden kann. Zwar läuft das 3.4 auch auf unserem SYNC, aber dafür müsste ich zu einem externen Anbieter fahren bzw. das Ganze selber aufspielen und damit würde ich die Garantie riskieren. Das ich einen Button für die Klimaanlage auf dem Bildschirm hat ist es mir dann doch nicht wert. Mal davon ab das ich die Benutzeroberfläche von dem 3.4 eher unschön finde. Die Navigation funktioniert ganz gut und man kann sich die Navigationsinfos auch auf das Display im Tacho einblenden lassen. Allerdings ist die Sprachsteuerung ab Werk eine Katastrophe. Da ist die Steuerung über Android Auto oder Apple Carplay zehn mal besser. Wermutstropfen bei AA/AC: Man kann sich die Naviansagen nicht über das Cockpitdisplay anzeigen lassen. Das geht erst ab einer späteren SYNC 3 Version :( Aber das ist motzen auf hohem Niveau.

 

Das war es jetzt erst einmal mit den Eindrücken, kommen wir zu den sonstigen Erlebnissen :) Da sich der Wagen wirklich schön fährt macht es auch mal Spaß einfach so eine Runde damit zu drehen, etwas das sonst immer den Hobbyautos vorbehalten war. Denke das spricht für das Auto ;) Bisher fuhren wir zwei größere Touren mit dem Auto. Einmal meine Frau bis an den Bodensee und dann ich einmal (mit Frau) bis nach Hamburg. Beide Fahrten waren sehr entspannend und hier zeigt sich das der Kuga ein gutes Langstreckenauto ist. Verbrauchsmäßig geht es dann auch auf der Langstrecke ordentlich nach unten wenn man sich etwas zügeln kann. Pendelt man sich bei amerikanischem Cruisingtempo ein, kann auch schon einmal die 6 vorm Komma stehen! Auf der Hinfahrt nach Hamburg hatte ich die 6,7 auf dem BC stehen und da bin ich die meiste Zeit zwischen 100 und 120 km/h gefahren. Da kann man wahrlich nicht meckern!

 

Wo wir gerade beim Thema Wohlfühlen waren: Auch bei schlimmen Wetterverhältnissen fühlt man sich in dem Auto wirklich sicher und geborgen und dank der ganzen Assistenten (Regen- und Lichtassistent zum Beispiel) wird man in solchen Situationen auch gut entlastet und kann sich besser auf den Verkehr konzentrieren.

 

Ein echter Segen ist der deutlich größere Kofferraum (welche Überraschung!) im Vergleich zum Mii. Kofferraumtetris fällt auch nach einem größeren Einkauf aus und zur Not gehen auch schon mal ein paar Caprice Teile rein :D Aber das war auch einer der Gründe auf was größeres umzusteigen, wenn auch nicht der Hauptgrund. Beim Thema Unterhalt wird es dafür natürlich deutlich bitterer im Vergleich zum Mii, was jetzt auch keine Überraschung ist. Soll jetzt auch kein meckern sein, sondern eher eine Art Vorwarnung für alle Interessenten sich über die Kosten zu informieren. Wie oft sehe ich auf FB und Co Anfragen zum Kuga wo sich die Leute wundern das Sie Steuer XY zahlen sollen oder die Versicherung so teuer wäre. Sowas passiert wenn man den Wagen einfach nur blind kauft ohne sich vorher über die Folgekosten zu informieren. Das Thema WLTP ist vielen Leuten auch nicht präsent was zu den skurrilsten Erklärungen führt. Mein Liebling: "Welche Steuer zahlt Ihr in eurem Bundesland?" Da fragt man sich schon ernsthaft wie viele Autos diese Leute vorher auf Ihren Namen laufen hatten :D Naja, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht und am Ende ist es auch nicht mein Problem, aber es amüsiert schon ein wenig wenn man sowas ständig liest.

 

Probleme & Macken

 

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Der Wagen tut bisher was er soll und kaputtgegangen ist auch noch nichts gravierendes. Bisher hat sich einmal das Entertainment System so richtig aufgehangen und ein Parksensor hat mal etwas angezeigt was gar nicht da war. Beides hatte sich aber nach einem Neustart wieder gefangen. Sind halt am Ende des Tages auch nur Computer die schon mal hängen können ;) Das bisher größte Problem war ein sich lösender Innentürgriff, aber mit dem war vorher schon was nicht ganz koscher. Der Griff stand immer etwas ab bzw. saß schief drin. Ich hielt das immer für eine kleine Schlampigkeit bei der Verarbeitung, aber es war dann doch zuviel des Zufalls das ausgerechnet dieser Griff dann plötzlich aus seiner Halterung springt. Abgebrochen ist da nichts, sondern einfach nur aus der Verankerung gehüpft. Entweder war der Griff ab Werk schlecht eingepasst oder da war der Vorbesitzer mal grob. Lässt sich für mich leider nicht nachvollziehen, aber dafür gibt es ja die Garantie. Der Händler hat das Ganze dann auch relativ unbürokratisch und spontan lösen können. Da die anderen Türgriffe alle sauber eingepasst sind, nichts wackelt und ich bisher auch niemanden gefunden habe der das Problem auch hatte, gehe ich hier von einem blöden Einzelfall aus. Wie gesagt, entweder grobmotorischer Vorbesitzer oder in Valencia hat jemand am Fließband gepennt.

 

Die Reparatur war dann auch relativ flott erledigt. Einen Tag warten auf das Ersatzteil und dann am Tag danach direkt zum Termin für den Tausch ansich. Eine halbe Stunde und 100€ später konnte ich den Wagen dann wieder mitnehmen. Der Griff sitzt jetzt endlich vernünftig drin, der sollte jetzt aber die nächsten Jahre halten!

 

Und sonst so?

 

Was gab es sonst so? Nun, nicht wirklich viel. Der Wagen bekam jetzt schon die ein oder andere Wäsche und auch schon mehrere Schichten Liquid Glass zum Lackschutz. Der Lack ist wirklich toll und wurde vorher auch gut gepflegt. Ich weiß nicht ob die Vignale einen speziellen Lack haben, aber der Lack ist sehr glatt und hat so einen Zuckergussschimmer. Soweit ich weiß bekamen die Vignale Modelle noch auf dem Fließband eine Spezialbehandlung mit der Poliermaschine, ob dies das Geheimnis ist? Vielleicht hatte das Autohaus einfach nur einen fähigen Aufbereiter, wer weiß das schon ;) Auf jeden Fall ist der Lack schon toll und ich werde mein bestes geben diesen weiterhin zu pflegen :)

 

Ein Thema was mich noch wurmte waren die Winterreifen! Da der Wagen nur mit Sommerreifen ausgeliefert wurde mussten noch Winterreifen her. Da ich da gerne vorbereitet bin und nicht erst kurz vor knapp welche haben möchte wenn der Kram jahreszeitbedingt wieder teurer angeboten wird musste hier eine Lösung her. Dies war aber leichter gesagt als getan! Welche Größe nimmt man? 17,18 oder doch 19 Zöller wie im Sommer? Welche Felgen sollen es werden? Original Ford oder doch eher Aftermarket? Gebraucht oder brandneu? Entsprechend habe ich mich Monate mit dem Thema herumgeschlagen und bin dann schlussendlich bei zwei Optionen gelandet. Entweder schöne Originalfelgen von Kleinanzeigen und Co oder gleich einen Satz brandneuer Aftermarketfelgen. Optisch wären 19 Zoll natürlich am nächsten an der jetzigen Optik, allerdings kosten die natürlich und dazu kosten die auch etwas Komfort. Die 17er haben den Vorteil das die Größe bei Ford sehr verbreitet ist und entsprechend die Felgen auch auf vielen anderen Ford Modellen passen. Dazu gibt es für die 17 Zöller die größte Auswahl an Reifen. Die 18 Zöller wären zwar nett, da die Standard Vignale Felgen diese Größe haben. Allerdings wird es hier mit den Reifen wieder schwieriger und da werden auch selten mal Sätze angeboten. Und wenn sind diese ordentlich teuer, neu kostet so ein Satz schnell mal 1000€ ohne Reifen. Ist also keine wirklich reelle Option! So tendierte ich grundsätzlich zu den 17ern wenn es denn OEM Felgen werden würden, bei Aftermarket dürfte es auch was größer sein. Also begann ich meine Suche :)

 

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Anfangs hatte ich für gerade mal 200€ einen gut erhaltenen Satz Originalalus gefunden die ganz in meiner Nähe waren. Eine Nachfrage ergab aber das die schon länger weg waren und der Verkäufer das Inserat schlicht und ergreifend nicht gelöscht hatte :mad: Kurzzeitig hatte ich dann mal einen schicken Satz Enkeis im Auge die mit Ihrem Gold/Bronze Farbton gut zur Außenfarbe gepasst hätten. Dann wurde mir aber ein Satz Originalfelgen mit Winterreifen tutto kompletti für gut 500€ angeboten. Klang nach einem guten Deal und ich erbat mir, die Felgen zurücklegen zu lassen. Der Plan war den Deal gut 2 Wochen später einzutüten. Blöderweise waren auch diese Felgen dann auf Nachfrage plötzlich weg, eine kurze Info hätte ich zwar nett gefunden aber das sah der Verkäufer wohl nicht so. Man müsse ja schließlich noch Arbeiten und all das. Ja, muss ich auch. Aber wer Zeit hat die Dinger anderweitig zu verticken wird auch die 2 Minuten Zeit haben kurz eine PN zu schreiben mit "Sorry, ich hab da einen anderen Interessenten der die Dinger jetzt holt." Wäre für mich völlig okay und dazu auch fair gewesen! Aber dann gleich pampig zu werden wenn man darauf hinweist, dass Bescheid geben BEVOR ich selbst danach frage nett gewesen wäre, empfinde ich nicht gerade als höflich. Sei es drum!

 

Schließlich hat es mich motiviert selber noch einmal zu suchen und so wurde ich auch schnell fündig :cool: Nicht weit von mir wurde die selbe Rad Reifen Kombination angeboten und zu allem Überfluss sogar noch zu einen besseren Kurs. Da muss ich doch gleich mal eine Nachricht schicken und siehe da, die Räder waren noch da :) Ich machte einen Besichtigungstermin ein paar Tage später aus und fuhr mit einem Kumpel dann nachmittags hin. Der Verkäufer fragte mich sogar kurz vor dem Termin noch ob es bei dem vereinbarten Termin bleibt, scheinbar hatte er da ähnliche Erfahrungen gemacht wie ich ;) Schön das es noch zuverlässige Leute gibt die zu Ihrem Wort stehen. Wir waren dann auch mehr oder weniger pünktlich da und ich begutachtete die Felgen. Die Felgen selbst waren so gut wie makellos, eine kleine Stelle wo mal der Klarlack ein bisschen abgeplatzt ist aber das ist nichts wirklich wildes. Bordsteinkratzer oder ähnliches sucht man auf den Felgen vergeblich. Die Reifen hatten zwar noch alle ausreichend Profil, waren aber auch schon hart an meiner persönlichen Altersgrenze. Für mehr als eine Saison taugen die also nicht mehr aber das ist für mich in Ordnung, heißt es doch das ich mich zumindest 2020 nicht mehr mit neuen Reifen beschäftigen muss. Würde man die Altersgrenze wirklich ausreizen würden die wohl noch für 4 Jahre taugen, aber da denke ich sind die Reifen schon viel zu hart. Einzig die Nabendeckel hatten etwas gelitten, die hat man wohl jedes mal versucht mit einem Schraubenzieher auszuhebeln was den Plastikteilen nicht gut bekommen ist. Da ich aber eh die gleichen Kappen wie auf den Sommerfelgen wollte war das kein Problem. Die Kappen kosten im Netz nicht die Welt und so spart man sich auch das ständige ummontieren und rausdrücken. Ich hab ja gesehen wie die Dinger aussehen wenn man das ein paar Mal gemacht hat ;) So bestellte ich dann später auch einen Satz schwarzer Ford Nabenkappen mit Chromlogo wie bei meinen Sommerreifen. Die Kappen haben einen Durchmesser von 53mm, falls Sie sich das gefragt haben sollten :D

 

Nach der Begutachtung verhandelte ich noch kurz mit dem Verkäufer und konnte noch eine schöne runde Summe aushandeln womit ich im Vergleich zum Vorangebot 100€ gespart habe :cool: Das war dann schon der zweite Schnapper innerhalb der betroffenen Woche gewesen :) Man muss auch einmal Glück im Leben haben. So bin ich das Thema Winterreifen jetzt auch endlich los, wohl mein größtes Problem mit dem Auto seit Kauf. Jaja, Luxusproblem ich weiß :D Wenigstens bin ich jetzt mit dem Auto für alles gewappnet und das soll ein Alltagsauto ja auch irgendwo gewährleisten.

 

Fazit

 

Der Kuga ist uns bisher ein komfortabler und zuverlässiger (ja, kein Wunder bei der Laufleistung) Alltagsbegleiter mit reichlich Wohlfühlaroma. Für mich herausragend sind immer noch das Fahrwerk, welches in der Preisklasse des Kugas sicherlich zu den Besten zählt, sowie die schöne gefühlvolle Lenkung und die reichhaltige Ausstattung. Motor und Getriebe passen gut zum eher komfortablen und luxuriösen Anspruch des Vignale. Wer viel Ausstattung für sein Geld sucht sollte sich wirklich mal in Fords Vignale Ecke umschauen. Mittlerweile bekommt man diese in den gängigsten Fahrzeugklassen :)


31.08.2020 15:06    |    PIPD black

Schön, dass ihr zufrieden seid.:)

Die Erfahrungen decken sich ja mit der meinigen.

Besonders schmunzeln mußte ich bei dem Spurhalteassi.....da kommt mir so bekannt vor.:p

Das update auf Sync 3,4 bekommt man inzwischen auch allein und mit ForScan hin. Da mein System ja wieder läuft, hab ich davon aber auch wieder Abstand genommen. Ich kann auch (noch) mit 3,0 leben.

Ford-Felgensätze muss es in eurer Ecke zuhauf geben. Mein Satz für den Fiesta hab ich ja auch aus dem Bonner Raum.

 

Ansonsten: Warum waren 100 € für den Griff fällig? Du schreibst zuvor was von Garantie. Oder hab ich etwas mistverstanden?

 

Weiterhin viel Spaß mit dem Kuga.


31.08.2020 15:10    |    Dynamix

Garantie nur auf Technik, nicht auf Trim.

 

Aussage des Autohauses als ich das angesprochen habe :rolleyes:


31.08.2020 15:14    |    PIPD black

Ok. Möglich.

War das die Gebrauchtwagengarantie oder konntet ihr die Garantieverlängerung von Ford vom Vorbesitzer übernehmen?

Hast du die Ford-Pass-Äpp?


31.08.2020 15:16    |    Dynamix

Noch die Ford Garantie und ja auch die App.


31.08.2020 15:19    |    PIPD black

In der Äpp wird die Garantie ja angezeigt.

Ich muss aber zu meiner Schande gestehen, ich hab mir die Bedingungen dazu auch noch nicht im Detail angesehen, hab sowas aber auch schon von anderer Seite gehört, dass nicht mehr alles abgesichert ist.


31.08.2020 15:21    |    PIPD black

Hab die 2017er Bedingungen noch auf dem Rechner gefunden.

Hatte dein Verkäufer wohl leider recht.



31.08.2020 15:40    |    Dynamix

Wenn man ehrlich ist, dann habe ich lieber die Garantie auf das wirklich teure Zeug statt auf so Kleinzeug.

 

Lieber auf 100€ sitzen bleiben als auf 10.000€ weil der Antrieb nicht in der Garantie ist.


31.08.2020 15:53    |    PIPD black

Da hast du vollkommen recht.

Und dieses Zeug geht ja auch nicht so oft kaputt.


31.08.2020 15:55    |    Dynamix

Ich hatte tatsächlich bisher mehr Technikschäden als Probleme mit Innenraumteilen.

 

Selbst mein Golf, der laut Autobild ja ständig von innen auseinanderfällt, war in der Hinsicht völlig unauffällig.


01.09.2020 08:39    |    Goify

Dann läuft deiner ja richtig gut. Viel Spaß damit weiterhin. Ich bin gespannt, wie er sich über die Jahre so schlägt. Da hört man ja von modernen Autos (nicht explizit dein Auto) immer wieder mal Horrormärchen.

Mein Auto ist erst bei 1.700 km und da gibt es noch keine Langzeiterfahrung.


01.09.2020 08:43    |    PIPD black

Ich mache mir da keine großen Sorgen.

Nachdem der Ränger ja ein paar mal wegen mehr oder weniger Kleinigkeiten die Werkstatt gesehen hat, ist nun schon lange Ruhe. Alles läuft wie es soll.*3malaufholzklopf*.

Deshalb gab's dieses Jahr auch keinen Geburtstagsartikel. Gibt einfach nichts zu berichten und ein dauerdreckiges Auto muss ich auch nicht zeigen.;):(


01.09.2020 08:46    |    Dynamix

Polo GTI hab ich die Tage in der Waschanlage gesehen. Der Polo macht sich ja optisch deutlich seit dem 6R. Da sieht man schon das Kleinwagen heute einen ganz anderen Stand haben als früher. Vor 20-30 Jahren waren das ja eher noch typische Zweitwagen die man entsprechend eher mager bestellt hat.

 

Heute sind das richtige Lifestyle Flitzer in denen man auch richtig Ausstattung und Leistung bekommt wenn man möchte. Da haben Mini und Co einen richtigen Hype losgetreten. Man sieht es ja auch am Fiesta. Der Sprung vom MK5 zum MK6 war schon ein gewaltiger und Ford wurde ja auch mit entsprechenden Absatzzahlen belohnt.


01.09.2020 09:02    |    PIPD black

Ford wurde vor allem wegen seiner Preispolitik belohnt. Waren die Listenpreise mehr oder weniger an VW dran, waren die Verkaufspreise mal locker 20% unter den Verkaufspreisen (Rabatt so idR um die 7-10%) von VW.


01.09.2020 09:12    |    Goify

Ich hätte wohl aber bei Preisgleichheit nicht den Fiesta genommen. Der sieht mir zu jugendlich aus. Der Polo ist zwar etwas dröge, aber auch erwachsener.


01.09.2020 09:15    |    PIPD black

Inzwischen sieht der Fiesta auch dröge aus.....zumindest in der Heckansicht.

Dennoch: 1/3 Preisnachlass machen die Fahrzeuge recht erschwinglich.

Dass beim Leasing das Pendel anders ausschlägt, kann gut sein.


01.09.2020 09:23    |    Goify

Bei Leasing ist eh alles neu gemischt. Da kann ein 5er BMW günstiger als ein nackter Focus sein.

Die Front gefällt mir bei allen modernen Fords nicht mehr so und mit jedem Modell wird es eher schlimmer. Der Kuga hier ist da noch vergleichsweise harmlos. Andererseits, wenn man einen aktuellen BMW neben einen aktuellen Ford stellt, hat der Kölner plötzlich wieder die Nase vorn.


01.09.2020 09:37    |    Dynamix

Das sind halt mittlerweile Autos die nicht mehr ausschließlich für den westlichen Geschmack geplant werden. In Russland und Asien dürfte das Design gut ankommen, da zeigt man gerne was man hat. Da kann es gar nicht protzig genug sein. Was liegt da näher für BMW als die Niere gewaltig aufzublasen?

 

Der aktuelle 7er hat es ja gezeigt und der X7 ist in der Hinsicht auch kein Kind von Traurigkeit. Jetzt sind 3er und 4er an der Reihe. Mir persönlich gefällt es nicht wirklich. Alles viel zu prollig. Als ob man der Umwelt noch extra fett aufs Brot schmieren muss das man sich einen BMW leisten kann :rolleyes:

 

Aber in China und Russland kommt sowas halt super an. Wenn die Märkte mal wegbrechen können die deutschen Hersteller einpacken. Glaube alleine VW macht da gut die Hälfte seines gesamten Umsatzes laut diversen Medienberichten. In den USA gibt's nicht viel zu holen für ABM und Co. Das waren und werden dort immer Autos für richtige Besserverdiener sein und da die Schere in den USA immer weiter aufklappt macht man dort auch keine richtigen Stückzahlen. Das was ich die letzten Jahre so an Stückzahlen gesehen habe war nichts was mich als Hersteller in Freudentaumel ausbrechen lassen würde. Europa ist auch so ein gesättigter Markt. Gäbe es nicht so viele Firmenwagen hätten die drei Premiums, zumindest in Deutschland, ein großes Problem. Privat leistet sich so ein Auto doch kaum noch jemand neu. Wie auch? Die Ansprüche steigen und wenn man sich mal die Listenpreise anschaut und vor allem was man für ne vernünftige Ausstattung löhnen muss, da ist schon ne sehr nette Anzahlung für ne eigene Immobilie von drin. Habs ja damals beim Mobile Test Drive gesehen. 5er BMW, mittlere Motorosierung mit ein paar (aber längst nicht allen) Extras. Listenpreis 80.000€. Wenn man bedenkt das man so ein Auto auch über 100.000€ bekommt fängt so mancher Interessent schon an zu schlucken. Ist ja bei der Konkurrenz nicht anders.

 

Viele die sowas dann gebraucht fahren kommen da auch nur ran weil es Leasingrückläufer sind die dann mit unter 30.000€ in einem einigermaßen erschwinglichen Bereich landen weil der Wertverlust eben auch nicht ganz ohne ist.


01.09.2020 10:00    |    PIPD black

VW steckt doch schon voll in der Absatzkrise. Der Markt in Asien ist für VW quasi weg. Die Chinesen fahren inzwischen lieber ihre eigenen Autos. China first oder so. Von dem zunehmenden Einkommen und Vermögen der Chinesen hat VW mal profitiert, das ist aber Geschichte. Wenn man noch etwas aus dem Ausland kauft, dann Mercedes oder BMW.


01.09.2020 10:19    |    Goify

Ich muss ja nicht kaufen, was den Asiaten gefällt. Wenn ich einen aktuellen BMW als hässlich empfinde, sollen den andere kaufen. Noch gibt es ein klein wenig Auswahl, die aber stetig schwindet. VW geht noch, ist aber langweilig, Audi so halbwegs, wenn man geringe Ansprüche an das Design hat und Mercedes driftet ebenfalls ab (W213 Mopf, EQC). Da stechen dann einige Skodas (nein, nicht der 4-Augen-Octavia) positiv raus, weil sie am wenigsten hässlich sind.

Mittlerweile kaufe ich nicht mehr, was mir gefällt, sondern was am wenigsten hässlich ist und in meinem Budget liegt. Und da ist es egal, ob Badmülleimer, Auto oder Toaster. Gutes Design ist leider ausgegangen und man nimmt, wo der Augenschmerz am geringsten ausfällt. Vor kurzem hatte ich einen Haustürenkatalog durchgeblättert... Und ich dachte, die 70er und 80er wären vorbei, aber nein, sie leben wieder auf und man versucht sich mit Hässlichkeit zu übertrumpfen. Und wirklich schlimm ist, wenn Leute kommen und behaupten, das würde ihnen ernsthaft gefallen.

Dabei ist es so einfach: http://www.designwissen.net/.../...eter-rams-ueber-gutes-produktdesign


01.09.2020 10:29    |    Dynamix

Zeigt aber wie unwichtig du als Kunde für diese Marken mittlerweile bist wenn man die Autos dem Geschmack anderer Märkte anpasst ;)


01.09.2020 10:29    |    PIPD black

Zitat:

Gutes Design ist unaufdringlich

Da sind ja 90% der Autohersteller raus.

Allen voran Toyota und Audi.


01.09.2020 10:32    |    Goify

Natürlich bin ich ein unwichtiger Kunde - aber nur so lange, wie andere Märkte funktionieren. Brechen die weg, bettelt man wieder an meiner Haustür (übertrieben ausgedrückt). Die deutschen Premiummarken gibt es nur, weil die Deutschen in der Vergangenheit bis in die 80er hinein deren Produkte kauften. Hätten die das damals nicht gemacht, gäbe es weder Mercedes, noch BMW. Audi kam ja erst später so richtig in Schwung.


02.09.2020 12:08    |    Lumpi3000

Wär bei der Fahrleistung nicht vielleicht ein Diesel besser gewesen?


02.09.2020 12:16    |    Dynamix

Zitat:

@Lumpi3000 schrieb am 2. September 2020 um 12:08:59 Uhr:

Wär bei der Fahrleistung nicht vielleicht ein Diesel besser gewesen?

Nicht wenn überall Fahrverbote im Raum schweben, wir in einem Ballungsraum leben und arbeiten wo das tatsächlich relevant ist, wir Diesel nicht mögen, die Automatik beim Diesel absolut überhaupt nichts taugt (Powershift!) und auch in Sachen Wartung nichts wirklich für den Diesel spricht.


02.09.2020 12:19    |    Lumpi3000

Jo, da haste Recht ... Und die Powershift ist wirklich Grütze ... Deshalb gibts bei den Faceliftmodellen bzw neuen ja auch wieder nen Wandler ...

Würd Ford zwar so nie sagen, aber daran wirs liegen :D

 

Fahrverbote sind natürlich auch ein Argument ...


02.09.2020 12:24    |    Dynamix

Das Thema ist halt immer noch nicht vom Tisch und in meiner Region hat man es grundsätzlich schon in Aussicht gestellt das man die notfalls durchzieht. Da man da erst mit einem Euro 6 D-Temp Diesel einigermaßen sicher ist und erst die allerletzten MK2 die überhaupt packen hab ich davon Abstand genommen. Bevor die auf den Trichter kommen das man da bei den Benzinern was machen muss haben wir den Kuga schon nicht mehr. Bis dahin ist viel Wasser den Rhein runter geflossen.

 

Davon ab streitet man ja momentan noch ob Benzindirekteinspritzer wirklich solche Feinstaubschleudern sind wie die Diesel. Man hat nämlich jetzt schon bei Messungen festgestellt das es bei den Benzindirekteinspritzern durchaus Motoren gibt welche die Grenzwerte selbst in einer RDE Messung nicht sprengen und das ohne OPF. Bevor da was festgelegt wird muss man sicherlich was handfestes in der Hand haben. Denke keine Kommune/Stadt/Bundesland wird so blöd sein und da auf Teufel komm raus ein Verbot raushauen was dann wieder kassiert wird oder zu tonnenweise Gegengutachten und Schadenersatzklagen führt. Die haben echt andere Probleme.


03.09.2020 00:11    |    Schlawiner98

Da lobe ich mir doch das Landleben. Hier kann man noch ruhigen Gewissens einen alten Diesel fahren und die Umgebungsluft ist trotzdem 100x besser als in den Ballungszentren :D Aber wer weiß, vielleicht wird Köln ja doch noch zum Luftkurort...


03.09.2020 18:26    |    Dynamix

Hat alles seine Vor- und Nachteile ;) Dafür hat nach 22 Uhr gefühlt keine Tankstelle mehr offen, man muss ewig überall hinfahren um überhaupt mal einkaufen zu können und Internet und Handyempfang sind je nach Ecke auch ne ziemliche Zumutung. Shopping fällt auch flach wenn die nächste größere Stadt mal eben 100km weit weg ist. Von beruflichen Chancen ganz zu schweigen wenn man nicht gerade in einem Ballungsgebiet mit hohem Industrie- bzw. Firmenanteil wohnt. Wenn da nur so kleine Minifirmen sitzen die man bestenfalls als mittelständisch betrachten kann dann wird es da schnell schwer mit Jobs. Hab ich in meiner alten Gegend ganz gut gesehen. Schöne Landschaft, billige Mieten aber auch so gut wie kaum Perspektiven in Sachen Jobs.


03.09.2020 18:33    |    ToledoDriver82

Zitat:

@Dynamix schrieb am 3. September 2020 um 18:26:20 Uhr:

Hat alles seine Vor- und Nachteile ;) Dafür hat nach 22 Uhr gefühlt keine Tankstelle mehr offen, man muss ewig überall hinfahren um überhaupt mal einkaufen zu können und Internet und Handyempfang sind je nach Ecke auch ne ziemliche Zumutung. Shopping fällt auch flach wenn die nächste größere Stadt mal eben 100km weit weg ist. Von beruflichen Chancen ganz zu schweigen wenn man nicht gerade in einem Ballungsgebiet mit hohem Industrie- bzw. Firmenanteil wohnt. Wenn da nur so kleine Minifirmen sitzen die man bestenfalls als mittelständisch betrachten kann dann wird es da schnell schwer mit Jobs. Hab ich in meiner alten Gegend ganz gut gesehen. Schöne Landschaft, billige Mieten aber auch so gut wie kaum Perspektiven in Sachen Jobs.

Und was war jetzt noch mal das negative :p:D

 

Ich war schon ewig nicht mehr nach 22 Uhr an der Tankstelle außer Automatentankstellen, zum einkaufen mal 5 bis 10km fahren ist jetzt auch nicht so wirklich schlimm, Shopping bin ich eh raus kommt nur sehr selten vor und dann kann man auch mal paar Kilometer fahren :D ich brauch auch kein belegtes Nachtleben mit zig Bars, Kinos etc ich bin eh kein Freund davon, viele Menschen auf einem Haufen mag ich ja sowieso nicht :p

Beim Empfang geh ich mit, der könnte besser sein und große Firmen sind auch nicht so häufig, wobei ich mit dem kleinen Handwerksbetrieb auch zufrieden wäre.


03.09.2020 18:35    |    Goify

Nicht nur gefühlt. Ab 19:30 Uhr schließen bei uns die ersten Tankstellen und nachts hast du im Umkreis von 100 km keine einzige Tankmöglichkeit. Da wird das E-Auto plötzlich attraktiv, weil man es an ner Schuko über Nacht laden kann. Ich fahre so manches Mal früh mit 30 km Restreichweite los, um als erstes zu tanken, weil es abends einfach nicht möglich war. Wenn man eine "günstige" Route hat, kann man selbst tagsüber 200 km ohne Tankstelle unterwegs sein. Was bin ich froh, das dämliche Autogas-Fahrzeug los zu sein. Da fährst du jede Tanke an.


03.09.2020 18:52    |    PIPD black

Dann läßt du dir halt den Sprit mit dem Tankwagen aufs Gehöft liefern.:D


03.09.2020 18:53    |    Dynamix

Zitat:

@ToledoDriver82 schrieb am 3. September 2020 um 18:33:21 Uhr:

Ich war schon ewig nicht mehr nach 22 Uhr an der Tankstelle außer Automatentankstellen, zum einkaufen mal 5 bis 10km fahren ist jetzt auch nicht so wirklich schlimm, Shopping bin ich eh raus kommt nur sehr selten vor und dann kann man auch mal paar Kilometer fahren :D

Ich war letztens noch Überland unterwegs und musste um halb 4 Uhr morgens tanken. Bis ich mal eine gefunden habe die noch geöffnet hatte bin schon ziemlich lange gefahren und da musste ich zur nächsten Großstadt. Alle anderen Tankstellen im Umkreis von 50km waren schlicht zu! Und Automatentankstellen haben sich in dem Teil von Deutschland noch nicht wirklich durchgesetzt, darauf hatte ich nämlich gehofft. Aber Pustekuchen!

 

 

Zitat:

ich brauch auch kein belegtes Nachtleben mit zig Bars, Kinos etc ich bin eh kein Freund davon, viele Menschen auf einem Haufen mag ich ja sowieso nicht :p

Ich auch nicht, aber es ist deutlich bequemer die Bar in der Nachbarschaft zu haben wenn man doch mal Bock drauf hat. Da wo ich früher gelebt habe musstest du immer in irgendne versiffte Kneipe wenn du mal ein Bier wolltest. Nicht gerade das was man als Teenie wirklich cool findet, vor allem wenn Hotte und Karl Heinz (die sich gefühlt schon 3 Wochen nicht gewaschen haben) sich da kettenquarzend bei ner Partie Skat ein Glas nach dem anderen reindübeln. Der Geruch den die beiden dann entwickeln ist etwas...............brechreizerregend!

 

Zitat:

Beim Empfang geh ich mit, der könnte besser sein und große Firmen sind auch nicht so häufig, wobei ich mit dem kleinen Handwerksbetrieb auch zufrieden wäre.

Ich sehe das ja auf der Arbeit täglich und da darf ich mich auch immer damit herumschlagen das meine Kunden gerne mehr Bandbreite hätten, diese aber schlicht nicht verfügbar ist. Aber da hat man vor Jahrzehnten schon gepennt als man gesagt hat das man keine teure Glasfaser verlegen muss weil das billige Kupferkabel ja reicht. Das war damals noch weit vor der Privatisierung der Telekommunikation. Jetzt sollen es die Netzbetreiber möglichst aus eigener Tasche richten, nur blöd das so eine popelige Leitung schon mal schnell zwischen 100.000-200.000€ kostet und da reden wir nur von den Kosten für das Kabel und die Tiefbauarbeiten! Die Upgrades für die Kabelverzweiger sind da noch gar nicht mit drin. Okay, jetzt sind wir zwar latent vom Thema abgekommen aber nur mal so als Beispiel wie wichtig eine gute Netzanbindung für viele Firmen heutzutage ist.


03.09.2020 19:12    |    ToledoDriver82

Ich hab nie Bock auf Bar, auf Kneipe schon gar nicht :D das letzte Mal war in HH und das fand ich eher weniger toll, auch wenn es gemütlich war, ich hatte eine totale innere Unruhe und wollte eigentlich nur weg...ich mag so etwas überhaupt nicht.

 

Mit den Tankstellen kenn ich, wenn ich in MV unterwegs bin, kommt manchmal auf 50km nicht eine bzw nur Automaten und davon gehen nicht mal immer alle...so wie hier auf der letzten Rille fahren was den Tankinhalt angeht, geht dort nicht und ich hab immer den 10l Kanister dabei, das beruhigt mich sehr was das angeht :D

 

Beim Netzausbau werden wir wohl den flächendeckenden Ausbau nicht mehr erleben, außer es gibt plötzlich eine schnelle billige Lösung. Man gibt doch auch schon seit Jahren zu, dass man sich nur noch auf Struktur starke Gebiete konzentriert, die restlichen werden auch in Zukunft weiter hinten anstehen.


03.09.2020 19:15    |    Dynamix

Och, ich gehe gerne mal ab und zu auf ein Bierchen in eine geschmackvolle Bar. Aber diese Dorfkneipen mag ich auch nicht wirklich.


03.09.2020 19:18    |    ToledoDriver82

Ich nicht :D da setz ich mich lieber zu meinen Eltern in den Garten und trinke dort ein oder zwei, sind auch nur 8 Minuten zu Fuß :D und viel weniger Leute


03.09.2020 19:19    |    Dynamix

Die Bar bei mir um die Ecke fasst jetzt auch keine 100 Mann. An die Bar passen vielleicht 5-6 Mann und der Rest sitzt an kleinen 2-4er Tischen. Alles eher intim. Da passen nicht viele rein und man ist da nicht so beengt.


03.09.2020 19:24    |    ToledoDriver82

Ich mag das einfach nicht ;) ich geh schon mal mit wenn irgendwas anliegt, so richtig wohl fühle ich mich dabei aber nie, ist immer eine innere Unruhe da, ich bin angespannt...das macht nicht wirklich Spaß.


03.09.2020 19:28    |    Badland

Ich hab vor Corona Menschenansammlungen gemieden, ich vermeide sie jetzt und werde sie auch in Zukunft meiden.

 

Ich zelebriere die Misanthropie auf einem sehr hohen Level! :D


03.09.2020 20:09    |    Goify

Ich überlege gerade, wie ich in meinem Ort wieder ein Café etablieren kann, denn das fehlt wirklich. Eine Kneipe eher weniger.

Man hat mir den Vorsitz der örtlichen Werbegemeinchaft übertragen und da muss ich jetzt liefern. Misanthropie ist genau das Gegenteil von mir.


Deine Antwort auf "Die ersten 15.000km mit dem Kuga"

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Als Autonarr geboren und bei US-Cars hängengeblieben, so könnte man meinen automobilen Werdegang wohl am besten beschreiben ;) Meine Leidenschaft gehört allen US-Cars, meine wahre Liebe aber gehört neben meiner Liebsten der letzten Generation B-Bodys von General Motors. Anders lässt es sich auch nicht erklären das man gleich zwei Caprice besitzt :D

Welcome!

Willkommen in Dynamix Garage,

 

hier dreht sich alles um den American Way of Drive und andere spannende Themen die für mich zum Thema Auto einfach dazugehören. Wer auf amerikanisches Blech steht ist hier genau richtig ;)

 

Mittlerweile haben sich in meinem Blog diverse Blogreihen etabliert:

 

Americas Next Top Models: Vorstellungen aktueller amerikanischer Fahrzeuge

 

Memory Lane: Vorstellungen besonderer/bemerkenswerter Fahrzeuge

 

Whale Diaries: Erzählungen/Erlebnisse aus dem Leben unseres 1992 Caprice Classic

 

Sheriff Tales: Erzählungen/Erlebnisse aus dem Leben unseres 1993 Caprice 9C1

 

Ihr könnt aber auch einfach im Diner vorbeischauen um hemmungslos zu spammen oder Off-Topic zu werden :D

 

Zum Diner gehts übrigens hier entlang! ;)

 

Von Zeit zu Zeit gibts aber auch Artikel die ein wenig aus der Reihe fallen. Dies können aktuelle Themen sein, Spezialthemen die nicht in die etablierten Blogreihen passen oder auch einfach eigene Gedanken :)

 

Enjoy your stay!

 

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