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Dorti's Bilderecke

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05.09.2013 23:03    |    Dortmunder 65    |    Kommentare (35)

BMW Isetta (250/300) und BMW (Isetta) 600

 

 

Nachkriegsdeutschland BMW am Scheideweg, finanziell stark in Bedrängnis und mit der Modellpalette nicht wirklich konkurrenzfähig. Der schöne Barockengel (BMW 501/502) ist für eine größere Käuferschicht einfach zu teuer und mit dem Motorradbau verdient man nicht genug.

BMW plagte auch, dass man nicht genügend Kapazitäten frei hat um die Entwicklung eines Kleinwagens voranzutreiben. Da man ja immer schon gut im Aufkaufen war, beschloss man sich in diese Richtung umzusehen und wurde weiter südlich fündig. In Bresso bei Mailand gab es den Kühlschrankhersteller ISO, dieser baute auch dreirädrige Kleinlaster und Motorroller. Mit dem Eigentümer und Rechteinhaber Renzo Rivolta einigte man sich auf einen Lizenzvertrag der die Märkte Schweiz, Österreich und Skandinavien einschloss. Eine weitere Lizenz ging nach Frankreich an Velam und eine nach Spanien. Renzo Rivolta ahnte wohl schon, dass seine Idee im eigenen Land nicht ankommen würde. Durch die Lizenzeinnahmen konnte ISO in den Sportwagenbau einsteigen, ISO Grifo und ISO Rivolta, die Fahrzeugsparte bei ISO ging 1970 in die Pleite..

 

BMW erkannte sofort, dieser Wagen muss noch mal überarbeitet werden und so bekam er einen Einzylinder-Motorrad-Motor aus eigenem Haus. Eine bessere Lichtmaschine und neues Kühlsystem sowie ein zweites Hinterrad werteten die Isetta auf. Der Viertaktmotor aus der BMW R25 leistete 12 PS. 1955 stellte man der Öffentlichkeit seine überarbeitete Version vor und der Erfolg gab BMW recht. Nicht nur der sehr günstige Preis war der Grund für den Erfolg der Isetta. Auch der Umstand, dass man keinen PKW Führerschein brauchte, der alte IV Motorradführerschein reichte aus da dieser auch für vierrädrige Fahrzeuge bis 250 ccm galt.

 

Die dreirädrige Isetta und die Isetta of Great Britain wurden in Brighton gefertigt und so gelangte die Knutschkugel auch nach Kanada, Neuseeland und Australien. BMW wurde auf der Insel erst mit dem dreirädrigen Modell erfolgreich, da dieser Umstand dort Vorteile bei der Besteuerung brachte. Die englische Version war wegen eines Ausgleichgewichtes 27kg schwerer. Das Gewicht wurde links eingebaut um Kurvenfahrten sicherer zu machen, da der Fahrer ja genau auf der Seite (Rechtslenker) des Motors saß. Die 85km/h reichten in England mit Sicherheit besser aus als in Deutschland, denn die Britten begannen erst 1959 mit dem Bau ihrer ersten (M1) Autobahn.

Selbst in Brasilien wurde ein Lizenzbau die ISO Isetta angeboten und ab 1959 ein Lizenzbau von BMW. Das in den USA verkaufte Modell hatte größere Rücklichter und größere Sealed-Beam-Scheinwerfer. Das Topmodell hatte auch regulierbare Lufteinlässe in der Fronttür.

 

BMW verfolgte eine sehr vorsichtige Änderungspolitik, zu erst sei der nur leicht größere Motor mit fast 300ccm genannt (zusätzlich zum 250) und mit der Isetta Export (1957) die Einführung der kleineren Heckscheibe aus Glas. Die Modelle mit Plexiglas – Panoramerheckscheibe hatten feststehende Seitenfenster und kleine zu öffnende Dreiecksfenster. Mit der kleinen Heckscheibe wurden die Seitenfenster schiebbar.

 

1957 wollte BMW dem steigenden Platzbedarf der Kunden und der Konkurrenz mit dem BMW 600 Paroli bieten. Leider war es nicht genug die Isetta zu verlängern und mit einer zweiten Tür zu versehen und der 600ccm Zweizylinder - Motor aus der R60 wurde sogar gedrosselt.

Die Prototypen sahen selbst für den 600er keine zweite Tür vor, sondern ein Klappmechanismus an dem Vordersitz. Trotz alledem ist dieser Wagen ein Unikum, wo findet man ein zweitürigen Wagen an dem die eine an der Front angebracht ist.

Nun ja, der 600er war vom Gesamtkonzept den Mitbewerbern unterlegen und so war 1959 bereits nach 34815 Einheiten Schluss. Die Isetta hingegen wurde noch bis 1962 weiter gebaut und 161728 mal an den Mann/Frau gebracht, im selben Zeitraum war nur das Gogomobil erfolgreicher.

 

Ich hatte ja schon mal beim Barockengel über die finanziellen Nöte von BMW geschrieben und wurde da auch auf einen kleinen Fehler hingewiesen. Nun scheiden sich auch hier die Geister, meist wird die Isetta als Retter in der Not beschrieben.

Meiner Meinung nach ist dies insofern nur bis zu einem gewissem Punkt richtig, denn BMW kam irgendwie nicht richtig in fahrt. Der 507 und 503 gelungene Fahrzeuge brachten auch nicht die erhoffte Wende.

So kam es 1959 zur entscheidenden Aktionärsversammlung wo die Deutsche Bank und der Unternehmer Friedrich Flick den Verkauf BMWs an Mercedes durchdrücken wollten. Nachdem Kleinaktionäre mit Hilfe ihres Anwalts Bilanzfehler nachweisen konnten, erreichten sie eine Vertagung.

Herbert Quandt, der damals im Saal anwesend war und eigentlich seine Anteile verkaufen wollte war so beeindruckt vom Kampf dieser Menschen, dass er sich anders entschloss. Er sagte mal er hätte sich damals zu seinem Glück gezwungen.

Am 01.12.1960 wurde sein Sanierungskonzept von den Aktionären abgesegnet und drei Jahre später zahlte BMW wieder Dividende.

Es gibt viele kleine Geschichten zur Isetta, der Knutschkugel dem Schlaglochsucher usw. …. , eine viel mir auf, die auch heute bestimmt passieren würde. Ein Finanzamt berechnete die Autosteuer aber bei der Steuererklärung wollten sie nur die Rückerstattung für Motorroller leisten und an statt den Einwand gelten zu lassen, dass andere Ämter dies nicht so handhaben wurde nachgeforscht und der höher Begünstigte zur Rückzahlung aufgefordert!

 

Die Isetta heute, ein bei allem gern gesehenes Modell und überall die Blicke auf sich ziehend! Ein Wagen der meist in festen Händen ist und selten angeboten wird. Daher auch nicht gerade günstig zu kaufen sein wird, zumindest in einem guten Zustand. Und auch die Ersatzteile oft auf höchsten Preisniveau, aber welcher Oldifan setzt darauf schon sein Augenmerk.

 

Zum Abschluss möchte ich aus dem Isetta Handbuch (Betriebsanleitung) zitieren, da könnten sich so manche Hersteller auch BMW mal wieder eine Scheibe abschneiden.

 

-Bitte glauben Sie nur nicht Sie müssten all das, was in diesem Buch steht auswendig lernen. Und erschrecken Sie nicht wenn Sie eingangs eine Fülle technischer Daten finden. Diese sind ……. für technisch interessierte ….. Besitzer, dann aber auch für die Werkstätten gedacht.

 

Und nun das Beste

 

Wir haben versucht, ihn (den Text) nicht aus dem Fachwörterlexikon der Ingeneure zusammenzustellen, sondern in der Umgangssprache, in der Sie sich mit Ihren Freunden und Bekannten über Ihre Isetta unterhalten wollen, zu gestallten.

 

……… der Motor nur so groß bemessen, wie es erforderlich ist, um mit ihm Fahrleistungen zu erzielen, die es gestatten, dass die Isetta im fließenden Straßenverkehr spielend mithält.

 

Ich hoffe es hat euch wieder gefallen und freu mich über Kommentare und selbst gemachte Bilder.

 

Euer Dorti


05.09.2013 23:18    |    124er-Power

Die Anhänger sind ja mal cool, sieht glatt wien Spielzeugauto samt Anhänger aus, weil die so klein sind. :p


05.09.2013 23:20    |    motorina

Eine ganze Fotogalerie, @Dortmunder, und da sollen wir auch noch Bilder reinsetzen?

(muss mal nachschauen ... da habe ich noch einige...).

 

Sehr interessant die zitierten Sätze aus dem Handbuch. Anscheinend waren in den schlechten Nachkriegszeiten schon manche Autofahrer mit der Technik und der "Rumrepariererei" überfordert, so wie es mir heute mit den modernen/neuen Autos geht :rolleyes: ...

 

 

Edit:

@124er, wenn du mich noch einmal mit deinem Kommentaren rauswirfst, gibt´s was hinter die Ohren :D;);).

Mein ganzer Beitrag war nach dem Hochladen verschwunden ... verschwunden im Nirwana ... und musst ihn noch einmal komplett schreiben ... ... und jetzt sehe ich, dass du zur gleichen Zeit hochgeladen hast (weshalb vermutlich mein erster Beitrag abgeschossen worden ist:().

So, und jetzt muss ich mal Bilder suchen...


05.09.2013 23:24    |    Anni 1964

Auch BMW hat mal klein angefangen! :D

Sogar mit Anhänger für die Einkäufe! :cool:


05.09.2013 23:27    |    motorina

Tja, das war in der Nachkriegszeit so üblich, dass sich einige Hersteller (aus dem Zweiradbereich) mit vierrädrigen Fahrzeugen versucht hatten. BMW hatte da ja auch noch den BMW 700 - ebenfalls mit einem Motor aus der Motorradherstellung (Zweizylinder Boxer).


05.09.2013 23:34    |    124er-Power

Wieso bin ich jetzt wieder schuld motorina?

Vielleicht machste ja irgendwas falsch. ;) :D

 

PS: Ursprünglich war BMW ein Hersteller für Flugzeugmotoren, deswegen auch der Propeller als Markenzeichen. ;)


05.09.2013 23:38    |    Dortmunder 65

Die Geschichte von BMW ist schon beeindruckend und sie waren ja auch vor dem Krieg im Atomobilbau tätig. Nur haben sie sich da auch gut eingekauft.

 

Etwas freundlicher 124er bitte!


05.09.2013 23:47    |    124er-Power

Keine Sorge, motorina versteht Spaß, er weiß ja, das ich es nicht böse gemeint habe. ;)

 

Genau und nach dem Krieg musste vieles neu aufgebaut werden.


05.09.2013 23:55    |    motorina

War ja mit Smilies versehen ... von daher kein Problem (ich gab ja auch die Vorlage :rolleyes:;)).

 

Die Geschichte und die Zusammenhänge mit EMW wurde ja schon mal in einem Blogartikel aufgezeigt.

... und nun müsst ihr euch mal mit diesen drei Exemplaren begnügen...



05.09.2013 23:57    |    124er-Power

Haha, wasn das fürn Ding bei Bild 6 ? :D

Was soll denn darin transpiert werden :confused:

 

PS: Beitrag oben editiert


06.09.2013 00:02    |    motorina

Vielleicht hat er da zwei Bierkästen drin?

Aber schau mal das Auspuffrohr an :eek:!


06.09.2013 00:17    |    motorina

Habe nur noch ein Bild gefunden aus einem Kleinwagenmuseum bei uns in der Nähe ... ein Scheunenfund BMW 300.


Bild

06.09.2013 00:32    |    Memphis_Belle

Jaja, das BMW Propellerlogo…

… eine schöne Urban Legend. ;)

 

Ich zitiere mal aus „Die Entstehung des BMW Logos – Historie und Mythos“ von Dr. Florian Triebel:

„Denn der erste erprobungsfähige Flugmotor stand im März 1918 auf dem Prüfstand – ein gutes halbes Jahr nach der Entstehung des Logos.“

und

„Diese erste Annonce der „Bayerischen Motoren Werke GmbH“ erschien noch ohne Logo. Dies nicht ohne Grund: Denn als sie geschaltet wurde, existierte noch kein Firmen- oder Warenzeichen. Die Anmeldung erfolgte erst am 5. Oktober 1917, die Eintragung in die Kaiserliche Zeichenrolle am 10. Dezember 1917. Das Warenzeichenblatt des Kaiserlichen Patentamtes vermerkte auch die Warengruppen, für die das neue Zeichen eingetragen worden war. Es galt für den Betrieb als „Motorenwerk“ und für folgende Waren: „Land-, Luft- und Wasserfahrzeuge, Automobile, Fahrräder, Automobil- und Fahrradzubehör, Fahrzeugteile, stationäre Motoren für feste, flüssige und gasförmige Betriebsstoffe und deren Bestand- und Zubehörteile“.“

Den interessanten und gesamten Text gibt es übrigens hier: Markenlexikon.com

 

@ Dortmunder 65:

Retter der Marke BMW war eher der 700er, da eben lange Zeit außer den teuren 501 / 502 Barockengeln und den noch teureren 503 / 507 / 3200CS Coupés und den Isettas eben nichts im Portfolio hatte was den Durchschnittsbürger zum Kauf reizte, als die Zeit der Rollermobile langsam auslief. Der BMW 700 hatte zwar auch „nur“ einen Motorradmotor im Heck und basierte wenigstens zum Teil auf dem 600, sah aber wenigstens wie ein „richtiges Auto“ aus und wurde deshalb zum Erfolg und Retter von BMW.

 

Davon aber abgesehen: Ein sehr schöner und interessanter Blog, der sich dadurch, dass er sich mit einem Modell der anscheinend vergessenen Rollermobile beschäftigt, wohltuend aus der Masse der mehr Power Beiträge heraushebt. Dafür einen herzlichen Dank.


06.09.2013 09:37    |    Henrik_Sommer

Mit der Isetta werde ich mich wohl nie anfreunden können, irgendwie kriege ich da schon Platzangst, wenn ich sie nur von aussen sehe. Aber ein paar Bilder möchte ich dennoch beisteuern...


06.09.2013 17:01    |    VolkerIZ

Die Form täuscht etwas. Vom Fahren her war die Isetta von den Kleinstwagen am nächsten an einem richtigen Auto, mit einem belastbaren 4-Takter und einer recht hohen, bequemen Sitzposition. Die Raumausnutzung war eher daneben, aber für 2 Leute geht es ganz gut.

Hier fährt übrigens ein paar Mal am Tag (außer im tiefsten Winter) eine perlmuttweiße Isetta vorbei. Typische 80er-Jahre-Restaurierung, als man das noch nicht so genau genommen hat. Aber zuverlässig und alltagstauglich ist sie, wie die meisten Oldtimer, die nicht nur zum Putzen rausgeschoben, sondern regelmäßig bewegt werden. Der Besitzer hat zwar noch mindestens ein anderes Auto, aber damit sieht man ihn nicht oft.


06.09.2013 20:52    |    Dortmunder 65

Schöne Geschichten und Bilder von euch, so hatte ich mir das vorgestellt! :D:cool:

 

@ Memphis Belle

Deshalb ja auch das ? in der Überschrift bei Der Retter! Ich sehe diese Baureihe als Überbrückung, nur in den meisten Artikeln die man so ließt wird die Isetta als Retter dargestellt!

Habe leider vergessen meine Meinung im Artikel genau wieder zu geben.


06.09.2013 21:34    |    Antriebswelle238

Zitat:

Trotz alledem ist dieser Wagen ein Unikum, wo findet man ein zweitürigen Wagen an dem die eine an der Front angebracht ist.

Da fällt mir der Zündapp Janus ein. 2 Türen 1 vorne, die andere hinten.

 

Schöner Artikel. Die Klein- und Kleinstwagen werden meist sehr stiefmütterlich behandelt.

 

Ich glaube mich zu erinnern, das einst Glas in Dingolfing geplant hatte BMW zu übernehmen. 1966 kam es jedoch genau anders rum. Die Glas Automobiele finde ich auch sehr interessant. Schliesslich gab es nicht nur Goggo ...

z.B. 1. Serienmotor mit Zahnriemen ...


06.09.2013 21:39    |    VolkerIZ

Die Isetta war der erste Kleinwagen mit serienmäßiger Zentralverriegelung. Eine Tür abschließen, alle sind zu. :D


06.09.2013 21:40    |    motorina

Korrekt, @Han_Omag; Glas sollte anfangs BMW "retten" ... und dann lief´s anders rum (musste damals bei dem "Debakel" Porsche - VW an diese vergangene bayerische Geschichte denken, auch wenn´s nicht vergeichbar ist :rolleyes:).

... und Glas baute auch 3l V8!!


06.09.2013 21:46    |    Dortmunder 65

Ich glaube vom Janus habe ich irgendwo ein Einzelbild und Glas wird bestimmt auch mal ein Thema für mich. Der Goggo ist nun mal das Modell mit dem größten Bekanntheitsgrad.

Ich versuche ja auch mich ein wenig von den anderen Blogs abzuheben, daher ja auch die Auswahl der Fahrzeuge und ich möchte ja auch genügend Bildmaterial liefern.


06.09.2013 21:49    |    Dortmunder 65

Mercedes - Borgward und Banken ist auch ein spannendes Thema


06.09.2013 22:44    |    motorina

Auf der vergeblichen Suche nach dem Janus (irgendwo habe ich den) bin ich auf dieses Bild gestossen, @Dortmunder, - hier schön der Unterschied zwischen einer frühen Isetta und dem späteren Modell...


Bild

07.09.2013 00:55    |    Antriebswelle238

meine Güte, da kommt die eigene Kindheit wieder hoch: nach Lux und Max mit und ohne Beiwagen und dem Heinkel Roller kamen die Fahrzeuge mit Dach - Messerschmitt, Isetta, Janus, NSU Prinz, Lloyd LP600 und LT600 (Bulli), DKW F89, VW Standart, Fiat 770 Jagst / 850, Renault Dauphine / R4 / R8 / R10 / R16, Glas 1304, ...


07.09.2013 07:07    |    VolkerIZ

An die kann ich mich auch noch erinnern. Im Grunde ist mein Vater schuld. Der hat mich immer auf alles hingewiesen, was in meiner Kindheit anfing, selten zu werden: "Kuck mal, ein Goggo, eine Isetta, ein Tempo Matador, ..."

So wirklich selten waren die aber noch nicht. Bis in die frühen 80er hat man ab und zu die häufigeren Modelle noch mal gesehen, Isettas auch gerne mal mit Aufziehschlüssel hinten drauf. Gleichzeitig fanden die ersten Oldtimertreffen statt. Da habe ich meinen Vater natürlich mitgechleppt (als Fahrer, ich war ja erst 10 oder so). Da habe ich dann auch mal im Original sehen können, was im Straßenverkehr schon ausgestorben war, z.B. den Janus oder den BMW 600.

Lloyd und NSU Prinz gab es bis in die 70er sogar noch in unserer Nachbarschaft, genau wie einen AWS-Shopper. Der Prinz-Fahrer fuhr immer vorwärts auf den Hof und vorwärts wieder runter, obwohl der Innenhof nicht wirklich groß war. Als er dann aus Altersgründen das Haus verkauft hat (lange nachdem er das Autofahren aufgegeben hatte, den Prinz gab es schon länger nicht mehr), merkte der nächste Besitzer, dass die Garage für seinen Mercedes zu klein war. Umsteigen auf Golf Variant hat auch nicht wirklich geholfen. :eek:

Und irgendeiner im Kindergarten wurde immer von Opa mit einem lindgrünen Goggo abgeholt. Seitdem weiß ich, welche Farbe ein Goggo haben muss, falls mir mal einer einen aufbaufähigen schenkt. :D


07.09.2013 09:07    |    Antriebswelle238

Mein Sohn hat die Liebe zu alten Autos und zur Rockmusik praktisch mit der Milchflasche eingetrichtert bekommen ;)


09.09.2013 21:43    |    merianson1

Leider ist heute (noch) die Autoindustrie im Mutverhalten wenig flexibel mehr auf Mischungen zwischen Autos und Motorrädern zuzugehen. Lösungen sind eher die minimalste Ausnahme. Als Modelle mit mehr Mut würde ich die folgenden aktuellen Konzepte bezeichnen:

 

- BMW C1 (eingestellt)

- 3-Rad-Roller

- Renault Twizy

 

Das zeigt aber auch, wie schwierig es ist, neue Wege zu gehen. Es zeigt aber auch, wie konservativ Kunden kaufen und wie lange neue Wege benötigen. Es sind steinige Wege.

 

Im Fall des 3-Rad-Rollers erlebte der Erfinder leider nicht mehr den Marktdurchbruch durch PIAGGIO:

 

http://www.zeit.de/auto/2012-05/trautwein-dreirad-vespa

 

Die ISETTA war eine wichtige Zwischenlösung; die Nachteile beflügelten aber in ähnlichen Zeiten auch andere Designer, sich Gedanken über kleine kompakte Autos zu machen:

https://www.youtube.com/watch?v=sRgiI6JU3Tg

 

Die Crashsicherheit der ISETTA war sicher .... ehmmm... viel besser als die eines Motorrades.

Aber auch andere Autos dieser Zeit waren nicht immer crashsicher:

https://www.youtube.com/watch?v=nifdpFOY1FQ


10.09.2013 00:53    |    motorina

Die Klein- und Kleinstwagen sind ja im Kommen - allerdings ist der Preis noch nicht dem Namen (Microcar) angepasst :rolleyes:;)...

 

Gestern lief mir noch dieses Exemplar vor die Linse, @Dortmunder.


Bild

10.09.2013 13:07    |    900Coupe

Nicht nur in England, auch in Österreich hatte die Isetta - wie die Heinkel-Kabine - drei Räder, weil sie damit steuerlich günstig als Motorrad (mit den drei Rädern entsprechend einem Beiwagengespann) zugelassen war. In meiner frühen Kindheit (geboren 1963) gehörten beide in Wien noch zum täglichen Straßenbild. In den Siebzigerjahren sind sie dann bald ausgestorben und als ich ins Führerscheinalter kam, wurden sie bereits als Oldtimer gahandelt.

 

Gute und informative Fotos!


10.09.2013 13:12    |    Dortmunder 65

@ 900Coupe

 

Däfür mach ich mir die Arbeit, jede kleine zusätzliche Info und jedes Bild soll dazu beitragen ein gutes Gesammtergebniss zu bekommen.


10.09.2013 21:26    |    Anni 1964

Sogar gestern bei "2 gegen Deutschland", war dieser Wagen zu erraten und Gottschalk erkannte ihn blind! :)


15.09.2013 22:48    |    motorina

Falls es einige nicht entdeckt haben:

@FrankWo hat zwei interessante Knutschkugel-Exemplare verlinkt...


15.09.2013 22:55    |    Dortmunder 65

WOW, sowas würde ich gern mal vor die Linse bekommen!


15.09.2013 22:56    |    motorina

Musst halt über den Teich schwimmen, @Dorti :D;)


15.09.2013 23:03    |    Dortmunder 65

Ich war schon drüben und werde bestimmt nochmal rüber machen. Nur habe ich mich fast nur Naturbilder gemacht. Zu dem Zeitpunkt halt noch nicht speziell auf Oldis geachtet - schade!


16.09.2013 20:10    |    VolkerIZ

Das sind doch alles Europäer. Bruce Weiner war ein amerikanischer Sammler, ein stinkreicher Kaugummifabrikant, der weltweit alles aufgekauft hat, was er finden konnte, inkl. ganzer Museen. Letztes Jahr hat er einen großen Teil davon wieder verkauft. Mag sein, dass das eine oder andere Fahrzeug wieder nach Europa zurückgekommen ist. Jedenfalls findet man die meisten Modelle, sofern es keine Einzelstücke waren, eher in Europa als in USA, wo viele gar nicht importiert wurden.

Im Übrigen hat er durch seine Bekanntheit und die gute Vermarktung zum größten Teil absolute Mondpreise erzielt, selbst für "Massenprodukte", von denen es noch hunderte gibt. Vielleicht gilt es in Kleinwagensammlerkreisen als erstrebenswert, etwas zu besitzen, was mal Bruce W. gehört hat, aber sonst ist das nicht zu erklären.

Bei ernsthaftem Interesse sollte man diese Fahrzeuge eher in ihren Heimatländern suchen: Italien, Frankreich, Spanien. Geschenkt gibts die da aber auch nicht mehr.


07.10.2013 20:26    |    Pingback

Kommentiert auf: Red Convertible mit Wasserfahrzeuge | INFOBLOGHUB.COM


Deine Antwort auf "BMW Isetta 250/300 und BMW 600 - Der Retter?"

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