• Online: 4.418

26.09.2016 20:14    |    DoNuT_1985    |    Kommentare (40)

Wie schon in einem früheren Beitrag angerissen und auch als netter Kontrast zum vorhergehenden Mustang-Artikel, möchte ich heute mal - obwohl Fahrräder eigentlich nicht Kernkompetenz von Motor-Talk sind - ein paar Erfahrungen aus dem Alltag eines Radfahrers aus dem Blickwinkel eines eigentlich überzeugten Autobesitzers und -fahrers teilen.

 

Warum?

 

An sich eine gute Frage, die aber recht schnell beantwortet ist: Weil ich in Graz, also der zweitgrößten Stadt Österreich mit allerdings nur mit rund 350.000 Einwohnern und einem sich nur über ca. 10x10 Kilometern erstreckenden Stadtgebiet wohne und mein Arbeitsweg (6 km) jetzt nicht unbedingt die Paradedisziplin eines Diesel-PKWs wie meiner Jules ist. Kurz gesagt: der Motor wird kaum warm.

 

Des weiteren bin ich bekanntlich nicht komplett unsportlich und hab mir gedacht, ein wenig Radfahren (in guten Wochen 50-60 km) wäre doch eine nette Ergänzung zum Laufen, je nach Motivation und anstehenden Bewerben irgendwo zwischen 30 und 50 Kilometern pro Woche. Mit dem Auto dauert es bei günstigem Ampelverlauf eine knappe Viertelstunde, mit dem Rad 20-25 Minuten - und man hat auch gleich etwas Bewegung.

 

Die Umweltaspekte waren für mich kein Hauptargument, ich will zwar nicht wie der größte A***h auf Erden leben, aber es ist dann doch ein netter Nebeneffekt, wenn man das Auto in der Woche evtl. nur für längere Fahrten am Wochenende und 1x zum Einkaufen braucht. ;)

 

Welches Rad?

 

Pegasus!Pegasus!

 

Ich hatte da keine großen Ansprüche und war da auch nicht zu eitel, also fiel die Wahl auf ein einfaches Citybike von Pegasus, das mit allem Nötigen 399€ gekostet hat. Man sieht immer wieder schöne Retrobikes, E-Bikes oder auch Leute im Bürokleidung auf einem sauteuren Mountainbike, für mich war aber von Anfang an klar, dass es ein anspruchsloses Fortbewegungsmittel sein sollte und ....

 

  • Kratzer nicht wehtun sollten
  • Diebstahl kein Dilemma darstellt
  • Von vornherein alles Nötige dran sein soll - soll ja Leute geben, die sich dann erst wieder Licht, Notkotflügel usw. auf ein nacktes Rad basteln

 

Erste Erfahrungen

 

Zunächst denkt man, es wäre mühsam, im Straßenverkehr mitunter etwas haarig und einem nach wenigen Tagen zu blöd, aber ich hab recht schnell einen gewissen Ehrgeiz entwickelt, mit dem Rad zu fahren, sofern es das Wetter zulässt. Der geringe Zeitverlust ist absolut zu verschmerzen und aufgrund der guten Verfügbarkeit von Radwegen (ich würde mal sagen 75%, wenn man die Busspur auf der Kärntner Straße mitzählt) ist es zumeist auch stressfrei.

 

Die ersten Tage ist man mal damit beschäftigt, wie ein Radfahrer zu denken und die "optimale" Route zu verinnerlichen. Sehr schnell merkt man, dass wie beim Autofahren in manchen Situationen die Grauzone der schnellere Weg ist, ein wenig fährt im Hinterkopf doch immer mit, dass man gerade im Zusammenspiel mit PKWs aber immer den Kürzeren zieht und eine eventuelle Schuldfrage ein schwacher Trost ist, wenn man 20 Meter durch die Luft fliegt und die nächsten paar Monate höchstens Rollstuhl fährt.

 

Mal in Fahrt ist man gerade innerorts nicht sehr viel langsamer als ein Auto im Morgenverkehr, ich hab keinen Radcomputer und noch keine Fahrt mit der GPS-Uhr getrackt, aber in der Ebene im höchsten Gang dürfte man doch auch irgendwo im Bereich zwischen 20 und 25 km/h unterwegs sein.

 

Nervig ist nur, wenn man versucht, möglichst "korrekt" unterwegs zu sein und gefühlte die Hälfte seiner Zeit an Ampel verbringt, um möglichsten den Radwegen zu folgen und ja nicht auf der Straße zu fahren - man lernt schnell, um flüssig voranzukommen, muss man zwischen beiden Welten pendeln. ;) An den geeigneten Stellen vom Radweg runter, eine Kreuzung inmitten von gestressten Müttern in Touran und Co. queren, wieder auf den Radweg usw... wenn man sich dabei nicht wie ein Vollhonk verhält und z.B. an Kreuzungen einen leichten Schlenker nach rechts macht, damit die ersten zwei Autos gleich mal vorbeikönnen, läuft das relativ friktionsfrei ab und ich bin bis jetzt noch kaum niedergehupt oder beschimpft worden.... dazu aber später mehr.

 

Die Rückschläge und kleinen Ärgerlichkeiten

 

Im Großen und Ganzen ist ein Fahrrad natürlich ein relativ anspruchsvolles Fahrzeug, was aber nicht heißt, dass man über den Zeitraum vom mehreren Monaten nicht auch das eine oder andere Problemchen haben kann.

 

Anfangs ging es richtig gut, dann hatte ich etwas Luftverlust im Vorderreifen, beim Versuch diesen mit einer alten Pumpe auszugleichen, verlor der Reifen gleich noch etwas mehr und ich lernte, dass es abhängig vom Radtyp und Hersteller gleich drei Ventiltypen gibt, nicht nur den zu Autoreifen kompatiblen - meins hat ein Dunlop-Ventil, wofür ich dann auch gleich eine passende Standpumpe für die Garage besorgt habe, um nicht weiter auf der Felge zu fahren.

 

Hin und wieder sprang bei etwas blöd gewählten Schaltvorgängen auch die Kette ab, was sich in den Fällen aber durch Rücktreten und Rauf/Runterschalten beheben ließ.

 

Eines schönen Tages dann der erste Defekt: ich wollte mich zusammen mit einem Arbeitskollegen aufs Rad schwingen und nach Hause fahren, allerdings wär ich dabei fast auf die Fresse gefallen, weil der im Vergleich zu vorher verdammt platte Reifen auf den ersten Metern einen ungeahnten Rollwiderstand hatte. Toll, wenn einem sowas um 17 Uhr ca. 6 Kilometer von der eigenen Haustür passiert. Zum Glück war das Radgeschäft, bei dem ich meinen Drahtesel gekauft habe innert 15 Gehminuten und sie konnten mir den von einem Nagel punktierten Schlauch noch vor Ladenschluss tauschen.

 

Nun ging es wieder ein paar Wochen, bis mir heute wieder die Kette absprang, dieses Mal half ließ sie sich aber nicht mehr richtig in Positionen bringen und der Versuch hat mir dann die Schaltgabel (oder wie immer man das Teil am Zahnkranz nennt) nachhaltig verbogen - wieder hatte ich Glück, dass ich es noch vor 18 Uhr zum Radgeschäft geschafft habe. :D :D :D

 

Wenn es auch meist streitfrei und reibungslos durch den Verkehr geht, ein paar ärgerliche Szenen gab es in dem knappen halben Jahr dann doch. Meist betraf es Auffassungsunterschiede darüber, wie ich mich als Fahrradfahrer im Verkehr zu verhalten habe... so zum Beispiel der Zuruf eines Kombifahrers, "Für wos homma den Radlweg???", weil ich meist drauf verzichte, einen weniger als 100 Meter langen Radstreifen zu verwenden, an dessen Ende ich direkt in eine Kreuzung ohne Tafeln und Kennzeichnung einfahre und keiner so recht weiß, wer nun eigentlich Vorrang hat. ;)

 

Daher bleibe ich meistens auf der Straße im Verkehr: "ultrakorrekt" würde ich auf ca. 500 Meter Fahrweg zweimal per Schutzweg und einmal ohne die Straßenseite wechseln, um jeweils für wenige Meter einen Radweg zu benutzen.

 

Und das zweite Thema sind Schutzwege/Zebrastreifen - solange es eine Ampel und oder einen gekennzeichneten Radstreifen gibt, meist kein Thema, man kann am Sattel sitzen und normal queren. Steht man allerdings am einem Schutzweg an einer Durchzugsstraße, kann das zum Geduldsspiel werden.

 

Zugegeben, ich bin mir nicht 100% sicher und es mag sein, dass man hier wohl absteigen und rübergehen müsste, aber ich bleibe wie jeder Fußgänger stehen, steige mit den Füßen ab und vergewissere mich, dass die ankommenden Fahrzeuge verzögern, worauf ich dann langsam anrollen und queren kann. Allerdings scheinen es hier manche sehr genau zu nehmen und darauf zu "bestehen", dass ich absteige und schiebe - anders kann ich es mir nicht erklären, dass manchmal 5 Autos hintereinander genüsslich vorbeiziehen, ohne irgendwelche Anstalten zu machen... ab und an (vor allem im Sommer bei offenen Scheiben) dann doch mal vom Zuruf "Absteigen!" begleitet. Ich winke dann meist nett und warte, bis jemand mir den Vorrang gibt und ich ohne Formalismus über die Straße kann. Hab ich als Autofahrer auch meist so gemacht, ich ramme ja auch keine anderen PKWs, weil sie zu spät blinken oder mich schneiden... :rolleyes:

 

Fazit

 

Alles in allem ist das Experiment geglückt und nach groben Nachrechnen habe ich meiner Giulietta seit Ende April ca. 800 Kilometer Stadtverkehr erspart. Schön langsam wird es in der Früh kühl, aber mit Jacke, Handschuhen und Stirnband ist es bei trockenem Wetter auch bei Temperaturen um die 5°C noch erträglich, sodass ich die Radfahr-Saison wohl noch einige Wochen auskosten werden, bevor ich auf die beheizte Kabine umsteige - komplett einwintern möchte ich mein mattschwarzes Biest aber voraussichtlich nicht, es gibt immer wärmere Tage... ;)

Hat Dir der Artikel gefallen? 5 von 5 fanden den Artikel lesenswert.

27.09.2016 09:40    |    Kai R.

tatsächlich haben Radfahrer an Fußgängerüberwegen keinen Vorrang - ist zumindest in D so.


27.09.2016 09:49    |    DoNuT_1985

@Kai R. Naja, das dachte ich mir auch so... soll wohl in erster Linie aufgrund "flexibler Auslegung" von Vorrang verhindern, dass irgendwelche Wahnsinnigen glauben, aus voller Fahrt auf die Straße einzubiegen und Autofahrer zu einer Vollbremsung zu nötigen...

 

Wenn man allerdings stehenbleibt, mit beiden Beinen am Boden direkt am Übergang steht, Blickkontakt sucht und dann die Autos trotzdem reihenweise vorbeiziehen, ist das für mich eher Pedanterie als "partnerschaftliches" Verhalten. Mir ist das im Auto auch relativ egal, solange die Absicht zu queren erkennbar ist und der Fußgänger/Radfahrer mir nicht ins Auto springt, bleib ich stehen...

 

Ich spar mir da gerne das Absteigen und warte dafür oft etwas länger auf meinen Vorrang, aber ich werd's mal auf Exempel probieren, ob das geschobene Rad einen großen Unterschied macht.


27.09.2016 15:19    |    Enrico2301

Leider habe ich 28km zur Arbeit.. bei 6km würde ich wohl auch mit dem Bike fahren und das gute Stück ins Büro stellen...

Dass dir immer die Kette runter springt liegt an einer falschen Einstellung deines Umwerfers vorne oder einer zu langen Kette. Gegen platte Reifen hilft es einen Schlauch mit sich zu führen oder ein Kunststoffband in den Reifen zu montieren, da gibt es extra was für.

Wenn ich biken bin, habe ich immer 2 Schläuche im Rucksack, aber nie einen Platten. Vermutlich hätte ich öfter einen, hätte ich keinen Reserveschlauch dabei ;-)


Bild

27.09.2016 16:48    |    DoNuT_1985

@Enrico2301 Danke für die Tipps, aber bei max. 6 Kilometer Wegstrecke kommt ich mit der Pumpe zuhause auch aus. Wenns mich ganz schlimm erwischt, müsste ich eine Stunde schieben oder das Rad im Büro deponieren und am nächsten Tag mit dem Auto heimholen.

 

Den Tipp mit den Placebo-Schläuchen muss ich mir allerdings merken, das funktioniert bei mir auch schon jahrelang mit dem Starterkabel im Auto: :D :D :D

 

Die Schaltung werd ich wohl nochmal einstellen lassen, laut Handbuch soll das Rad sowieso mal nach ein paar Monaten zum Service.


27.09.2016 21:00    |    Harhir

Ich pendle auch viel mit dem Rad. Bei mir sind es ca. 13km einfach. Alles in der Grosstadt und nur ca. 20% davon auf Radwegen. Bisher hatte ich keine Probleme, dass mich Autofahrer uebersehen haetten. Ich provoziere aber auch nicht mit der Fahrweise.

Habe auch tagsueber sehr helle LED Blinkelichter vorne und hinten (sind bei uns legal) und Radhemd in Neongelber Farbe. Nachts noch zusaetzlich super helle B&M LED Dynmo Lichter. Helm ist natuerlich standard.

Dazu habe immer einen Ersatzschlauch und Werkzeug dabei. Aber trotz 2000km dieses Jahr bisher ohne Platten. Dafuer stehen sich zu Hause meine Autos die Reifen platt... :D


27.09.2016 21:05    |    MZBaghira

Gegen die Platten hat die Industrie unplattbare Reifen erfunden mit einer weicheren Gummischicht unter der rollfläche.

Nicht ganz billig und recht schwer, verhindern Plattfüße recht erfolgreich.


27.09.2016 21:19    |    DoNuT_1985

Ich weiß, dass es da sowas wie Runflats gibt, aber ich werde es eher nicht hochrüsten, das eine Mal war wohl Pech oder ein kleiner Willkommensgruß. Sonst kosten die Extras mehr als das Rad. Schloss, Helm und Getränkehalter haben preislich ungefähr die selbe Auswirkung wie Vollausstattung bei einem BMW Fünfer. :rolleyes:

 

Soll ja ein Basic-Rad bleiben, immerhin sind mittlerweile auch Citybikes an der Gabel gefedert und das LED-Licht is gefühlt besser als die Halogen-Birnen meines ehemaligen 3er-BMW. ;)

 

99 Prozent der Zeit gehts ja recht reibungslos, seit der Schaltungs-Reparatur gestern will der zweite große Gang nur mit etwas Gefühl rein, aber ja... Läuft schon.


27.09.2016 21:54    |    MV12

Graz?

 

Je nachdem sehr unangenehm mit dem Rad,

ich hasse diese Straßenbahnschienen dort.

Teilweise sind die Gassen auch sehr schmal; da fühlt man sich dann unwohl.

 

Radler gibt dort ja recht viel, aber darunter sind auch nen Haufen Amokradler -.-

 

Was ich immer gut finde ist die regelmäßige Fahrradstreife. Sowas machen die bei mir daheim (Norddeutschland) vlt. 2,3 Mal im Monat.

 

Ein 400€ Rad ist sicher nicht das verkehrteste-wenn ich überleg was da so für Kernschrott rumrollt.

Wer einfach so dahinrollen will ist damit bestens versorgt ;)

Ist nicht normal nach 200-300 KM ein Nachspannen der Speichen und ein Check empfohlen?

Das mit der Schaltung würd mir bei so einem neuen Radl voll auf die Nerven gehen!


27.09.2016 22:07    |    DoNuT_1985

Graz, aber eher peripher denn innerstädtisch. Wenn man von den Radwegen runtermuss, gibt's ein paar blöde Stellen, aber mit dem Auto gleichermaßen... Diverse Nadelöhre oder vor einer Straßenbahn vorwegfahren sind aber tatsächlich nicht sonderlich entspannend, lustig sind auch die diversen Gefälle bei Unterführungen (an der Mur bzw. FH Joanneum), wo schon manchmal Mountainbiker oder gar Rennräder mit einem ordentlichen Affenzahn reinstechen. Da hab ich mich aber als Läufer schon einige Male geschreckt.

 

Nur zum Glück fahr ich eher selten in die City, dann doch lieber mit den Öffis.

 

Werd das Teil im Herbst ohnehin noch mal zum Service geben, aber scheckheftgepflegt wird es um den Preis bestimmt nicht, nur durfte bei der gestrigen Schnellbehandlung die Schaltung nicht optimal eingestellt worden sein, geht mit ein bisschen Übung aber schon.


28.09.2016 10:50    |    AOLM

@Enrico2301 Schönes Gefährt, damit fährt man aber nicht zur Arbeit :). Mit 2 bis 3 Inbusschlüsselgrößen und einem Seitenschneider sind in max. 5 Min. Laufräder, Federgabel, Dämpfer und Schaltwerk weg.

 

@DoNuT_1985 Wenn die Stadt nicht ganz hügelig ist, kann man einstellige Km-Entfernungen mit ein wenig Training, und ein Paar Abkürzungen in gleicher Zeit wie mit dem Auto erreichen. Ich vermisse die Zeit, wo ich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren konnte :(.


28.09.2016 11:08    |    DoNuT_1985

@AOLM Ja, heute hat mich ein Audi ungefähr die Hälfte der Strecke verfolgt, also solang man nicht im freien Feld ohne Ampeln unterwegs ist, fährt ein Auto im Schnitt nicht soviel schneller. Die Zeit verliere ich erst auf der zweiten Streckenhälfte, wo die Autos dann kaum Verkehr haben und man mal 1 km oder mehr ohne Ampel unterwegs ist.

 

Ich brauche für 6 Kilometer ca. 25 Minuten (meist weniger), also hab ich mit meinem lahmen Citybike einen Schnitt von gut 15 km/h. Im PKW mit ca. 15 Minuten pro Wegstrecke bin ich bei ungefähr 25 km/h - also liegen da keine Welten dazwischen. Der Unterschied verglichen mit weniger Stress, Sport und Frischluft ist es mir wert.

 

Auf der Autobahn gewinne ich das Rennen natürlich eher nicht. ;)


28.09.2016 12:13    |    MV12

Zeitlich ist je weiter man in der Innenstadt unterwegs ist der Vorteil des Autos immer geringer.

Wenn man stadtauswärts unterwegs ist hat man mit dem Rad natürlich keine Chance.

 

 

Hab ich lange selbst getestet.

Bin tatsächlich Jahrelang als Radkurrier unterwegs gewesen :cool:

Ich war mit dem Rad meistens schneller vor allem zu Weihnachten.

 

Mittlerweile bau ich das Fahrrad-Hobby mehr und mehr aus; hat sogar mein Hobbyauto verdrängt-meine nächste Maschiene wird teurer als mein erstes Auto :eek:

 

Ich hätte ja gern ne Pendelstrecke zur Arbeit; aber bei mir lohnt sich das Fahrrad nicht für, bei den paar Metern, trotzdem hab ich mittlerweile mehr als 5000km Jahreslaufleistung :D

 

Kürzlich bin ich sogar auf dem Semmering (bei dir um die Ecke) gewesen-ich kann sogar bergauf:cool:

Nur bei meinem Grazer Kollegen beiß ich mir die Zähne aus; er pendelt immer noch mit dem Auto -.-


Bild

28.09.2016 12:18    |    AOLM

Schicke Fahnen ;)


28.09.2016 12:39    |    fate_md

Fahre auch seit Jahren mit dem Rad zur Arbeit und auch innerstädtisch so viel es geht nur Fahrrad. Meistens sieht es für das Rad zeittechnisch sogar noch besser aus, da Parkplatzsuche und laufen vom Parkplatz zum Ziel entfallen. Von den Kosten mal ganz abgesehen.


28.09.2016 13:31    |    pico24229

Bin früher ohne FS immer viel Radgefahren, sehr oft 30km pro tag. Aber blöd ist, dass man gerade im winter unter der jacke ins schwitzen kommt und wenn es mal regnet.

Optimale alternative zum Auto ist eigentlich ein Motorroller, in der Stadt deutlich schneller als Auto, nicht nur wegen der parkplatzsuche und es macht echt spass.

Mein Rad hat übrigens 5€ gekostet, wenn ich viel fahren würde würde ich eines für 50€ nehmen aber Räder werden leider sehr oft geklaut, beschädigt oder gehen von alleine kaputt.


28.09.2016 13:49    |    HerrLehmann

Zitat:

ich meinen Drahtesel gekaut habe

Ich hoffe Dir ging es anschließend gut und Du hast beim Edeka im Kühlregal einen neuen bekommen... :D

 

Ansonsten ist der Ansatz sehr vorbildlich. Auch ich bin seit geraumer Zeit per Rad auf dem Weg von und zur Arbeit unterwegs (hab ja auch nur 2,5km).

Wie Du schon richtig schreibst, muss mal halt italienisch fahren um zügig voran zu kommen.

Auf meinem Heimweg muss ich teilweise auf dem Fussweg fahren, weil die Strasse zu eng und zu stark befahren ist.

Kurz vor der Ampel muss ich aber (unter anteiliger Rücksichtnahme :) ) auf die Strasse wechseln, da ich sonst an der Bedarfs-Fussgängerampel übernachten müsste bis die grün wird. ;)

 

Was nervt sind eigentlich die anderen Radfahrer...

Heute morgen hatte ich auch wieder einen solchen Vogel, der 30cm hinter mir Windschatten fahren musste.

Ich habe dann sehr sportlich verzögert, so das der Herr sportlich zum Halten /Absteigen gezwungen war. :D

Im Sommer ist hier an der Firma auch der Radabstellplatz sehr gut belegt. Aber wenn jetzt der Oktober kommt, lichten sich die Reihe wieder und die "Parkplatzsuche" für das Rad ist entspannter.:)

 

Meine Cityhure ist ein zwanzig Jahre altes Pegasus. Du siehst, es ist ein Qualitätsprodukt.

Was wiegt Dein Rad ca.?

 

Gruss


28.09.2016 13:56    |    jottlieb

Zur Kette: Etwas höherwertige Schaltkomponenten und eine bessere Einstellung dürften solche Probleme beseitigen. Auch bezüglich "Platten" gibt's sowohl mantel- als auch schlauchseitig gute Lösungen von Marken.

Zur Geschwindigkeit: Auch hier denke ich, dass ein etwas höherwertiges Fahrrad deutlich mehr Fahrkomfort bzw. höhere Geschwindigkeit bei weniger Krafteinsatz bedeutet. Glaub' mir, der Unterschied ist deutlich spürbar.

Wer mehr als einmal die Woche mit dem Rad ins Büro fährt, der ist gut beraten, etwas mehr als nur 400 Euro zu investieren. Ab gut 1000 Euro (je nach Marke) gibt es "nackte" (also ohne Stadt-Ausrüstung) Fahrräder wo die Komponenten alle halbwegs so sind, dass man flott vorankommt.


28.09.2016 14:26    |    DoNuT_1985

@HerrLehmann Bei einem Gratis-Blog erwartest du doch kein mehrfaches Korrekturlesen, oder? :D :D :D

 

Wenn ich das Modell richtig gegoogelt habe, müsste mein Bock ca. 16-18 kg haben. Es macht aber einen sehr soliden Eindruck und im Gegensatz zu einem getunten SUV find ich Mattschwarz/Grau auch ok. ;)

 

@jottlieb Ist mir klar, dass mehr Kohle besseres Fahrgefühl bedeutet, aber auch bei hochgerechnet 1000+ km im Jahr ist ein Rad mir nicht wert, schon gar nicht ein 1000€-Rad dann noch hochrüsten. Das Pegasus hab ich so gekauft und es hatte alles, was ich brauche. Ja, manchmal wundere ich mich, warum mich irgendwelche offensichtlich 15 Jahre alten Ranz-Räder überholen, aber für meine Zwecke reichts...


28.09.2016 17:02    |    HerrLehmann

Zitat:

Wer mehr als einmal die Woche mit dem Rad ins Büro fährt, der ist gut beraten, etwas mehr als nur 400 Euro zu investieren. Ab gut 1000 Euro (je nach Marke) gibt es "nackte" (also ohne Stadt-Ausrüstung) Fahrräder wo die Komponenten alle halbwegs so sind, dass man flott vorankommt.

Wer sagt das? Der Fahrrad Händler?

Die Wahrscheinlichkeit, das am Ende zwei Räder im Fahrradständer stehen ist sehr hoch... ;)

Ich fahr die Woche 3-5 mal per Rad ins Büro und hab das auch an den alten Firmenstandort (15km/Strecke) geschafft mit meinem nun mehr 20 Jahre alten Rad (auch von der Marke Pegasus).

Sind ja keine Downhill Strecken in der Großstadt zu erwarten und Geschwindigkeitsrekorde wird man nicht aufstellen wollen auf dem Weg zur Arbeit.

 

Man ist natürlich nicht so "schick" an der Ampel...

Ich hab aber die Erfahrung gemacht, dass die Radler mit dem meisten "Lametta" den eher schwachen Antritt haben. :p

Wobei neuerdings ja auch Rentner mit Ihren E-Bikes von hinten mit Lichthupe kommen... :D


28.09.2016 18:34    |    DoNuT_1985

Falls es jemanden interessiert, das Rad ist ein Pegasus Avanti, nicht mit Drehgriffschaltung wie am Produktbild: http://www.pegasus-bikes.de/.../#detailviewmap-0

 

Gibt bestimmt bessere Räder, aber für den 3-4-fachen Preis für ein bisschen schneller radeln, das war nicht Ziel der Übung.

 

Allerdings: ich setze mich besser auf kein deutlich besseres Modell, sonst bereue ich es vielleicht doch noch... :rolleyes: :D

 

BTW.: Ich denke, die Schaltung ist jetzt sogar besser eingestellt, da die Kette nicht mehr in bestimmten Konstellationen anstreift, der mittlere große Gang geht auch einwandfrei rein, wenn man den Hebel zur Abwechslung mal voll durchzieht.

 

Ist ein bisschen so wie einen Dacia fahren - damit wird man auch keine Rekorde aufstellen, aber es tut was es soll. ;)


29.09.2016 11:55    |    jottlieb

Zitat:

 

Zitat:

Zitat:

 

Wer mehr als einmal die Woche mit dem Rad ins Büro fährt, der ist gut beraten, etwas mehr als nur 400 Euro zu investieren. Ab gut 1000 Euro (je nach Marke) gibt es "nackte" (also ohne Stadt-Ausrüstung) Fahrräder wo die Komponenten alle halbwegs so sind, dass man flott vorankommt.

Wer sagt das? Der Fahrrad Händler?

 

Die Wahrscheinlichkeit, das am Ende zwei Räder im Fahrradständer stehen ist sehr hoch... ;)

 

Ich fahr die Woche 3-5 mal per Rad ins Büro und hab das auch an den alten Firmenstandort (15km/Strecke) geschafft mit meinem nun mehr 20 Jahre alten Rad (auch von der Marke Pegasus).

 

Sind ja keine Downhill Strecken in der Großstadt zu erwarten und Geschwindigkeitsrekorde wird man nicht aufstellen wollen auf dem Weg zur Arbeit.

 

 

Man ist natürlich nicht so "schick" an der Ampel...

Das sage ich, weil ich entsprechende Erfahrungen gemacht habe, quasi auch im direkten Vergleich. Das ist keine Einbildung, sondern auch für halbwegs trainierte deutlich zu spüren. Für untrainierte vermutlich noch mehr :D

 

Zur Diebstahlgefahr: Da ist dann natürlich klar, dass man sich hier Gedanken machen sollte, wie und wo man das Fahrrad abschliesst.

 

Es geht auch nicht um Downhill, chic aussehen (Unterschiede bezüglich der Komponenten nehmen eh nur Profis wahr) oder Geschwindigkeitsrekorde. Es geht einfach um die Energie, die man in die Fortbewegung stecken muss. Und dass man deutlich weniger Mühe schneller vorwärts kommt. Das sollte einem paar Hundert Euro mehr wert sein, wenn man öfter mit dem Rad fährt. Auch um sich Gezicke (abgesprungene Ketten etc.) mit schlechten Komponenten zu ersparen.


29.09.2016 12:10    |    DoNuT_1985

Mal sehen, wie sich das Dinger über die Dauer schlägt. Man liest wilde Berichte inklusive eines Tests aus dem Jahre 2007, in dem die Bremsen bei Nässe (wie damals bei den E46-Sechszylindern^^) bekrittelt wurden und auch jemand, der meinte, er habe das Ding in 18 Monaten (mit allerdings 4000+ Kilometern) total runtergeritten.

 

Bis jetzt - immerhin über 800 Kilometer in 6 Monaten erscheint mir nix kaputt, aber ich werd' es auf jeden Fall nochmal durchchecken lassen, nach den Einfahrkilometern war ich schon mal dort, aber lt. Handbuch wär bei >600 wohl schon wieder ein Check fällig.

 

Sollte das Ding tatsächlich nach 1-2 Saisons über den normalen Verschleiß hinaus zerfallen, werd ich wohl in einer höheren Preiskategorie suchen, hier ging es nur um ein billiges Trekkingrad/Citybike mit kompletter Ausstattung.


29.09.2016 12:34    |    PIPD black

Pegasus ist wohl nicht wirklich billig, aber eben ne günstige Marke. Meine Kinder haben auch jeweils ihre Fahrräder von denen. Wir können darüber nicht klagen.

Was klar ist, die Rahmen in dieser Preisklasse kommen, so unser Eindruck, alle aus Fernost und der jeweilige "Hersteller pappt nur seine Aufkleber rauf. Allenfalls unterscheiden sie sich durch Ausstattung (1, 2 oder 3 Bremsen, Anzahl der Gänge und Farbe. Für uns war es jedenfalls die Qual der Wahl.


29.09.2016 12:56    |    jottlieb

Pegasus ist quasi eine Eigenmarke der ZEG, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft

 

Dass fast "alle" Rahmen aus Taiwan stammen, ist ja nichts schlimmes, das haben der Räder der Preisklasse von 200 bis 5000 Euro (oder gar noch mehr, wenn Carbon im Spiel ist) gemeinsam.

Und es geht mir auch nicht um eine Diskussion um Marken. Es ist einfach nur so, dass bei einem sehr günstigen Preis nun mal Abstriche bei einer Vielzahl an Komponenten (also quasi allen) gemacht werden müssen, so dass im Endeffekt der Fahrspass leidet.

Daher möchte ich eben darauf hinweisen, dass man Prioritäten richtig setzen sollte, wenn man erstnhaft mit dem Rad pendeln will oder muss.

 

Meine Frau fährt auch ziemlich oft mit dem Rad ins Büro (knapp 11 km pro Strecke, ca. 100 m Gefälle insgesamt) und schafft's ohne grosse Anstrengung und dank weniger Ampeln in 28 Minuten. Und das kommt nicht von ungefähr (Radgewicht 10,5 kg, Schaltungskomponenten der Mittelklasse/unteren Mittelklasse von Shimano [Tiagra]).


29.09.2016 14:27    |    PIPD black

Was das angeht, hast du ja mehrere Drehschrauben: Tretlager, Radnaben, Reifen.

Schaltung wohl eher nicht, die sorgt ja nur für die Übersetzung.:p

Gibt's eigentlich was anderes als Shimano?


29.09.2016 15:09    |    HerrLehmann

Zitat:

Es geht auch nicht um Downhill, chic aussehen (Unterschiede bezüglich der Komponenten nehmen eh nur Profis wahr) oder Geschwindigkeitsrekorde. Es geht einfach um die Energie, die man in die Fortbewegung stecken muss. Und dass man deutlich weniger Mühe schneller vorwärts kommt. Das sollte einem paar Hundert Euro mehr wert sein, wenn man öfter mit dem Rad fährt. Auch um sich Gezicke (abgesprungene Ketten etc.) mit schlechten Komponenten zu ersparen.

Hm, ich habe den direkten vergleich.

Für "Private Touren" habe ich noch ein Stevens M6, mit Scheibenbremsen, geringen Gewicht und so weiter...damals genau 1k € teuer.

War ein Freundschaftspreis beim Kumpel im Fahrradladen. Würde im aktuellen Hype sicherlich 300,- Teuro mehr kosten.

Auf dem Weg zu Firma null Vorteil, im Gegenteil. Ich sitze auf meiner Cityhure (ähnlichen Tourenrad wie vom TE) viel entspannter.

Auch im Büro sitze ich viel entspannter, weil mir den Bock draußen keiner weg nimmt. :p

Das M6 hat viel feinere Bremsen, was aber für den Weg in die Firma keine Relevanz hat, da der Verkehr eh keine schnellen Winkelzüge zulässt.

 

Und das Gezicke (abgesprungene Ketten etc.) hatte ich im übrigen am teureren Stevens.

Damit war ich x-mal zur Einstellung im Fahrradladen.

Mein billiges Pegasus hat in zwanzig Jahren nicht einmal gemuckt. Es mault noch nicht mal aktuell, obwohl ich die Kette schon ewig nicht geschmiert habe... ;)

 

Man kann auch mit dem Siebener mit Automatik "besser" ins Büro fahren als mit nem Golf... notwendig isses nicht.


29.09.2016 15:19    |    HerrLehmann

Zitat:

Sollte das Ding tatsächlich nach 1-2 Saisons über den normalen Verschleiß hinaus zerfallen, werd ich wohl in einer höheren Preiskategorie suchen, hier ging es nur um ein billiges Trekkingrad/Citybike mit kompletter Ausstattung.

Glaube ich nicht das es nötig ist.

Wenn man keine wilden Bordsteinjumps und allgemein gesittet unterwegs ist, wirst Du bei geringen Pflegeaufwand gut unterwegs sein.

 

Hier gibt's auch noch ein Kompromiss zw. den beiden diskutierten Preispunkten... sogar mit Scheibenbremse.

Aber Du bist ja aus AUT. :D


29.09.2016 15:37    |    DoNuT_1985

@HerrLehmann Hin und wieder entscheide ich mich zwar spontan, den Radweg über die Gehsteigkante zu verlassen, aber deswegen wird hoffentlich der Rahmen nicht gleich brechen... ;)

 

OK, 599€ wäre auch kein Beinbruch gewesen, aber die Bremse ist bei meinem Fahrprofil kein Kriterium und ein gefederter Sattel wäre zwar nett, aber nicht notwendig. Möglich, dass ich damit mal 1-2 kleine moderate Radausflüge mache, aber sicher keine Tagestouren... für 20 Minuten/Strecke ist meins ausreichend.

 

Sollte ich auf den Geschmack kommen, kann ich ja immer noch was besseres dazukaufen...


29.09.2016 16:07    |    jottlieb

Zitat:

? 29.09.2016 14:27 | PIPD black

 

Was das angeht, hast du ja mehrere Drehschrauben: Tretlager, Radnaben, Reifen.

 

Schaltung wohl eher nicht, die sorgt ja nur für die Übersetzung.:p

 

Gibt's eigentlich was anderes als Shimano?

Richtig, da gibt's auch viel Potential.

 

Und die Schaltung sorgt mehr als nur für Übersetzung. Wenn dem so wäre, gäbe es nicht alleine von Shimano über 20 verschiedene Schaltgruppen.

 

Und ja, es gibt z.B. noch SRAM im Bereich der Kettenschaltungen.


29.09.2016 16:24    |    AOLM

@DoNuT_1985

Lass dich nicht verunsichern.

Räder von ZEG werden im Fachhandel verkauft, du hast kein Baumarktrad gekauft.

Für Stadt absolut ausreichend.

 

@PIPD black

Marktführer:

Shimano (sehr breit aufgestellt, Marktführer aus Japan)

Sram (Sachs aus DE aufgekauft, in letzten Jahren stark aufgeholt aus USA)

 

Kenner/Nieschen:

Campagnolo (Geschichte, Leidenschaft, Teuer, aus Italien)

Rohloff (hier wird das Rad um die Schaltung gebaut, erste Anlaufstelle für Extremsportler, aus DE)


29.09.2016 20:06    |    DoNuT_1985

@AOLM Jupp, hab mich auch gegen ein Baumarktrad/Sporthandelmodell entschieden, billiger wäre auf jeden Fall gegangen, aber mit den Dingern dort verglichen macht das Teil einen ziemlich soliden Eindruck, hab nicht das Gefühl, dass da was abfallen könnte, wenn man es nicht mutwillig quält - natürlich, hin und wieder mal eine offenkundig lockere Schraube nachziehen traue ich mir noch zu.

 

Eine bessere Shimano-Schaltgruppe kostet schon mehr als das Avanti als Ganzes, wenn ich dann irgendwann mal die blöde Idee habe, auf Duathlon/Triathlon umzusteigen, weil mir das Laufen alleine zu langweilig wird, kann man ja mal über ein teures Rad diskutieren, das kommt dann aber nie aus dem versperrten Kellerraum raus. :D


28.12.2016 09:47    |    PS-Schnecke43676

Ein schickes Fahhrad ist das ! Ich fahre eins von BMW, die kosten zwar leider ein wenig mehr sind aber doch wohl wirklich ihren Preis wert. Schon unsere Kleinen fangen mit dem Fahhrad fahren sehr früh an, wenn auch zunächst mit dem Laufrad. Kettler oder Hudorra sind hier sehr toll.

 

Leider gibt es nur sehr wenige Kinderfahrrad Hersteller denen Familien so sehr am Herz liegen, dass diese beim Preis etwas entgegen kommen. Bleibt abzuwarten, ob nicht doch ein solcher Wettbewerber am Markt Fuß fassen wird. Ich und andere würden sich sicher freuen!


13.03.2017 19:21    |    HerrLehmann

Nabend,

 

Wie schlägt sich denn der "Neuwagen" nach einem halben Jahr?

 

Gruss


14.03.2017 07:41    |    DoNuT_1985

@HerrLehmann Der Neu-Esel hat in Kürze ein Jahr drauf. :)

 

Seither hat es keine Schwierigkeiten mehr gegeben, also Schaltung im Rahmen ihrer Möglichkeiten ohne Befund und keine weiteren Platten mehr.

 

Zugegeben, ich hab jetzt ungefähr seit November/Dezember eine witterungsbedingte Pause gemacht. Beim Laufen bin ich nicht so wehleidig und geh auch mal bei minus 10°C, aber täglich in der Finsternis bei Minusgraden zu radeln, war mir auf lange Sicht dann doch zu kalt.

 

Hab den Esel gerade wieder ausgewintert (Wartungsaufwand: Sattel abstauben und minimal Luft nachpumpen) und die Frühjahressaison gestartet.

 

Dazu passt, dass meine Firma ab Juli umzieht und ich wegen Innenstadtlage keinen Gratis-Parkplatz mehr habe. Allerdings sind es dann nur mehr 2-3 Kilometer mit dem Rad bzw. Bus, also insgesamt sogar eine Verbesserung. ;)

 

Inzwischen hab ich ein wenig aufgerüstet, also einen 20€-Radcomputer und Satteltaschen (ich hab nicht immer beide drauf^^).



16.03.2017 11:14    |    HerrLehmann

Servus,

 

da hast Du ja richtig investiert in den Drahtesel... ;)

Vor einigen Jahren hatte ich mal bei Aldi (bei euch Hofer) einen Radcomputer für 3,- € !!! geschossen.

Hat leider nur 1,5 Sommer gehalten, aber egal.

Taschen hatte ich auch immer mal überlegt. Überzeugt mich aber aus optischen Gründen nicht so.

Fahre Fuhr meist mit Rucksack oder Umhängetasche in die Firma.

 

... nun habe ich einen Dienstwagen, weil ich zwei Tage die Woche zum Kunden raus fahre.


Bild

16.03.2017 11:16    |    HerrLehmann

Zitat:

Dazu passt, dass meine Firma ab Juli umzieht und ich wegen Innenstadtlage keinen Gratis-Parkplatz mehr habe. Allerdings sind es dann nur mehr 2-3 Kilometer mit dem Rad bzw. Bus, also insgesamt sogar eine Verbesserung

Dann hast Du zukünftig das gleiche Problem wie ich bisher...

Diesel vor der Tür stehen, aber kaum KM die zustande kommen... :)


16.03.2017 13:19    |    DoNuT_1985

@HerrLehmann Der Radcomputer tut seinen Dienst. Die Batterie hält ewig und er "trackt" (früher sagte man: er zählt mit), ohne dass ich irgendeine App starten oder mir was Teureres kaufen muss. Hin und wieder ist die Geschwindigkeit interessant (Topspeed 37 km/h mit beiden Satteltaschen bergab^^) und ich möchte grob wissen, wieviel ich mit dem Rad fahre.

 

Bisher hab ich das über die Google-Locationservices gemacht und die Aktivität in Fit importiert, aber das war mir dann doch etwas zuviel an persönlichen Daten und hat den Akku leergezogen, da ist die cloud-freie Lösung einfach die bessere. ;)

 

Die Satteltaschen sehen schon sehr geschichtelehrermäßig aus, aber damit kann ich leben, da mein Auftreten am Rad (Helm, Citybike) schon nicht wirklich cool ist, immerhin sind sie praktisch und es minimiert die Chance, dass mein Essen übers Notebook im Rucksack ausläuft, wenn eine Tupperdose aufgeht.

 

Was die Langzeitperspektive fürs Auto ist, weiß ich selber noch nicht. Ich werd natürlich weiter eins brauchen und fahr damit am Wochenende oft in die Heimat, damit wird die Kilometerleistung nicht gerade explodieren.

 

Angesichts dessen, dass ein Euro-5-Diesel einer nicht gängigen Marke wohl kein Wiederverkaufskaiser wird, werd ich dann wohl irgendwann einen 10 Jahre alten Alfa mit kaum Kilometern (aktuell 44k nach 3,5 Jahen) haben. Seh ich aber nicht als Fehler, da zusammen mit Garagenhaltung und vermindertem Kurzstreckenanteil die Dauerhaltbarkeit sicher steigen wird. ;)


17.06.2017 14:25    |    DoNuT_1985

Ein wenig hat's mich gepackt... ich fahr doch recht gerne Rad und werd mir jetzt ein gebrauchtes Rennrad kaufen, weil ich ein wenig Abwechslung zum Laufen möchte (die letzten 3 Jahre warens zwischen 1500 und 2000 Laufkilometern).


14.07.2017 20:44    |    Trackback

Kommentiert auf: DoNuT und die lieben Leiden der Mobilität:

 

#46 - Ein neues Pferd im Stall

 

[...] In einem früheren Blogeintrag gab es mal zu lesen, dass ich trotz Autoaffinität der Gesundheit zuliebe aufs Fahrrad umgesattelt habe [...]

 

Artikel lesen ...


Deine Antwort auf "#43 - Radlergeschichten..."