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Die Pure Unvernunft

Aus dem Alltag eines PS-Junkies

15.06.2015 10:40    |    knolfi    |    Kommentare (40)    |   Stichworte: E-Bike, Hobbie, Sport

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Hallo Gemeinde,

 

weiss zwar nicht ob, das hier so richtig zu Motor-Talk passt, aber einen Motor hat meine neueste Errungenschaft auf jeden Fall. :D

 

Ich habe mir einen lang gehegten Traum erfüllt und mir endlich ein neues Fahrrad zugelegt. Geplant war dies schon vor drei Jahren, wurde aber immer wieder verschoben, da andere Investitionen im Vordergrund standen. ´

 

Nachdem ich wieder das Biken (Mountainbike) für mich entdeckt habe (falle aus der Haustür und bin im Wald), habe ich einen Schnellschuß gemacht und mein 11 Jahre altes KTM-Trekkingbike gegen ein E-Fully getauscht. Das Trekkingbike war infolge der anders ausgelegten Übersetzung nicht für steile Bergpassagen geeignet, so dass mir an steilen Anstiegen immer wieder das Vorderrad wegrutschte.

 

Der Vorteil des E-Hybrid ist, dass sich der Motor nur unter Last zuschaltet, d. h. es wird dann die Leistung abgerufen, wenn diese benötigt wird. Dabei lassen sich verschiedene Leistungsstufen einstellen, von ECO bis Sport, also von wenig bis viel Unterstützung. Bei Bedarf kann man den Motor auch komplett ausschalten. Das ist z. B. auf der Ebene interessant, wo man den Motor nicht wirklich braucht.

 

Beim Bike handelt es sich um ein Giant Full E-1. Die Spec's könnt ihr hier einsehen.

 

Der Motor kommt von Motorrad-Spezialisten Yamaha und der Akku hat 500 Watt-Stunden...für längere Touren völlig ausreichend. Hinzu kommen tolle Features wie eine dreistufige Hinterrad-Dämpfung: man kann die Dämpfung hinten nicht nur an oder ausstellen (beim Berganfahren interessant), sondern auch die Wipp-Funktion deaktivieren. So federt das Heck nicht so stark ein wenn man bei der Down-Hill-Passage mal einen kleinen Anstieg meistern muss. Die vordere Federgabel lässt sich normal bei Bedarf starr stellen.

 

Noch ein tolles Feature ist die Teleskop-Sattelstütze. Diese lässt sich per Hebel am Lenker wie beim Bürostuhl öffnen und der Sattel senkt sich auf die Mindesthöhe ab (bei Downhill-Rides mit max. Gewicht auf dem Hinterrad interessant). Drückt man erneut den Hebel, kommt die Stütze auf die eingestellte Höhe wieder hoch.

 

Das E-Bike ist zwar rel. schwer (wiegt ca. 22 kg) aber dennoch gut zu händeln. Ich kann es jedenfalls problemlos hochheben. Für mich war dies wichtig, weil es im Winter an die Rückwand der Garage gehängt wird.

 

Der Akku hat rd. 500 Betriebsstunden und eine Schnellladefunktion, so dass er innerhalb von 4 Stunden wieder betriebsbereit ist. Zum Laden muss er allerdings ausgebaut werden, was über das Entriegeln des Schlosses und einfaches Abclipsen problemlos möglich ist.

 

Als Zusatzausstattung hab ich noch eine kleine Satteltasche genommen, in die eine Trinkflasche sowie Handy, Schlüssel oder anderer Kleinkram passt und ein Schloss, dass einfach an die Halterung für die Satteltasche dran geclipst werden kann.

 

Da ich meine Fahrräder nicht so schnell tausche (die halten bei mir immer zwischen 10 - 12 Jahre), hoffe ich, ein tolles Sportgerät für die nächsten 10 Jahre zu besitzen.

 

Bis bald (dann wieder was über Verbrennungsmotoren).

 

euer knolfi

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15.06.2015 10:58    |    Basti32

Ich habe mir auch nach langen Jahren ohne Fahrrad im März ein E-Bike gekauft von der Marke Haibike und auch mit dem Yamaha antrieb.

 

Ich habe seit März über 1300 km gefahren und kann nur sagen ich würde mir nie wieder ein normales Fahrrad kaufen.

 

Es macht einfach nur sehr viel spaß mit der E-Power.


15.06.2015 11:04    |    Goify

Ich kämpfe mich noch ganz ausschließlich mit Muskelkraft die Berge hoch, hätte allerdings auch gerne etwas Rückenwind. Na mal sehen, ob das was wird.

Dir jedenfalls eine gute Fahrt mit etwas weniger UnVernunft bei der Rechtschreibung. :D


15.06.2015 11:11    |    knolfi

Manchmal sieht man vor lauter Wald die Bäume nicht (passende Metapher). :rolleyes:

 

Danke @Goify für den Hinweis.

 

 

Leider hab ich das Bike noch nicht zu Hause, denn als ich es am Freitag abholen wollte, wurde festgestellt dass der Hinterbaudämpfer den eingestellten Druck nicht halten kann und ausgetauscht werden muss. Nun wartet der Radhändler auf's Ersatzteil und ich auf's Rad.

 

Solange geht's eben noch mit reiner Muskelkraft durch den Wald.


26.06.2015 11:03    |    knolfi

So habe nach den ersten "Matscherfahrungen" nochmals gut 200€ in Zubehör für das E-Bike investiert. Zum einen hab ich abnehmbare Dirtblades nachgerüstet (früher mal als Schutzbleche bekannt), nachdem ich nach einem regenreichen Tag aussah, als ob ich die Masern hätte. :D

 

Zum anderen noch eine spezielle LED-Lichtanlage, die auf Nachtfahrten im Wald abgestimmt ist. Neben einer Blinkfunktion können drei verschiedene Helligkeitsstufen eingestellt werden. STVO-zugelassen ist die Lichtanlage allerdings nicht. :D

 

Die Lampe hat die Größe meines Daumens und braucht daher wenig Platz auf dem Lenker (für mich wichtig, weil das "Dashboard" für die Bedienung des E-Antriebes schon viel Platz auf dem Lenker in Anspruch nimmt). Den Akku kann man z. B. auf der Mittelstange mit den beigefügten Kabelbindern oder noch praktischer, mittels Klettband befestigen. Alternativ, lässt sich das komplette Lichtsystem auch auf dem Fahrradhelm montieren.


15.07.2015 10:31    |    SQ5-313

Glückwunsch zum Neuerwerb Knolfi!

Ich habe mir Anfang des Jahres auch ein E-Fully geleistet, da es schon sehr angenehm ist, im Gebirge bei Geländefahrten von einem E-Motor unterstützt zu werden. Gerade dann, wenn man auf 25-30 km auch mal 800 Höhenmeter "aufsteigt".

Bei mir handelt es sich um das Univega SUMMIT IMPULSE 3.0 29 Zoll. Der Akku hat 621 Wattstunden, was man bei längeren Etappen auch gebrauchen kann.


15.07.2015 10:46    |    knolfi

@SQ5-313 habe gerade mal danach gegooglet: ist ein Hardtail mit ziemlich fetten Akku. Dafür sehr gute Wh und sieht ganz schick aus. Preislich im Rahmen wie meins, wobei dies als Fully noch ein bisschen teurer war.

 

BTW: ich mach 618 Höhenmeter auf 15 km ;)


15.07.2015 10:54    |    SQ5-313

Sorry - böser Fehler! War mir im Schreibeifer unterlaufen :(.

 

Interessant ist eigentlich nur das letzte Stück. Vor zwei Jahren habe ich ohne E-Unterstützung den Fichtelberg erklommen, da geht es im letzten Abschnitt auf ca. 10km noch mal heftig nach oben, ich meine, das sind auch um die 650 m.


03.08.2015 19:15    |    SQ5-313

Dank Knolfi habe ich jetzt nicht nur eine Probefahrt mit dem Range Rover Supercharged bestellt, sondern habe auch noch ein Zweirad geordert. Diesmal wirklich ein Fully, allerdings aus dem Hause Haibike. Nach der Probefahrt heute war ich sehr begeistert. Für die längeren Touren nutze ich zur Zeit ein Centurion 29er, da das Univega manchmal etwas zu schwer für die Einsatzzwecke ist. Dies nutze ich eher auf dem Weg zur Arbeit. Nun aber zurück: Am Samstag habe ich mit dem Nicht-E-Bike 78 Kilometer im Erzgebirge zurückgelegt. Dabei habe ich auch 1.850 Höhenmeter überwinden müssen, Abfahrten nicht eingerechnet. Mein Bekannter fuhr mit seinem Giant Full E-1 mit, bzw. vorneweg. Zum Test bin ich dann auch mal gefahren: Die Berge senken sich förmlich, man fährt damit sehr entspannt. Das Univega kann da nicht mithalten, der Motor leistet nicht annähernd so viel Unterstützung. Daher war ich heute gleich bei meinem Händler gewesen und habe verschiedene Modelle probegefahren, unter anderem Scott, Haibike und auch noch mal das Centurion E-Bike. Letztendlich hat mich das Haibike E-Fully am meisten überzeugt. Am Donnerstag kann ich es dann abholen, bis dahin wird noch das Zubehör verbaut. Ähnlich wie Knolfi orderte ich Schutzbleche, Getränkehalter und Licht nachrüsten.


04.08.2015 08:13    |    knolfi

So, ich hab nun letzte Woche die ersten 300 km voll gemacht und mein Giant zum :) zur ersten Inspektion gebracht. Ich hätte ja mit der Inspektion ja noch gewartet, aber hab mir leider beim Down-Hill-Ride eine leichte Acht in den Vorderreifen gefahren. :(

 

Als ich es gestern abholen wollte, meine der :) nur, dass es gut sei, das ich komme. Denn ich hatte im Hinterrad zwei Snakebites drinne, die zwar nicht auf den Schlauch gingen, aber dennoch das Gummi angegriffen hatten. Also neuen Mantel und neuen Schlauch drauf. Beim Mantel bzw. Reifen habe ich vom sehr weichen Schwalbe Nobby Nick auf einen Schwalbe Hans Dampf gewechselt, da dieser eine gewebeverstärkte Flanke hat und mehr Gummi, also somit steifer ist. Beim Schlauch habe ich von Schwalbe auf Conti mit Autoventil gewechselt, da ich so den Reifen bequem mit meinem Kompressor zu Hause befüllen kann.

 

Ansonsten wurde die Kette nochmals gefettet und die Schaltung nachjusiert, die leichte Acht vorne rausgezogen, die Bremsen nochmals vollständig entlüftet (war vom Werk aus nicht komplett gemacht) und die Zugseile nochmals mehr gespannt, da ich bereits an den Hebeln ordentlich ziehen musste.

 

@SQ5-313 Gratulation zum Haibike...ist ja ein Spezialist für E-Bikes. M. W. verbaut Haibike Bosch-Motoren. Wieviel Nm Zusatzleistung gibt denn der Motor ab und wieviel Wattstunden hat denn der Akku?


04.08.2015 08:18    |    Trackback

Kommentiert auf: VW Touareg 2:

 

Kann es sein...

 

[...] gelöscht wurde? Ich kann ihn nicht mehr finden. :confused:

 

Wenn dem so ist, so können wir gerne in meinem Blogweiter machen.

[...]

 

Artikel lesen ...


04.08.2015 08:23    |    SQ5-313

Eine Acht im Rad? Kenne ich leider, am Samstag habe ich das selbe beim Centurion vollbracht, als ich mit dem Hinterrad eine herausstehende Wurzel sehr unsanft berührte. :(

 

Ich habe mich für das Fullnine RX entschieden. Dort ist der neue Yamaha Motor mit 250W verbaut, dieser gibt 70Nm ab. . Die Unterstützung fällt aber wesentlich höher aus als beim Univega. Der Akku dürfte 400 Wh haben. Das sollte ausreichend sein. Nach den 26 Testkilometern, bei denen ich im höchsten Unterstützungsmodus zwei sehr steile Bergstrecken befahren habe, waren immer noch 7 von 10 Akkustrichen da. Insgesamt kommt man wohl auf 80 km, was wirklich ausreichend ist.


04.08.2015 08:40    |    knolfi

Yamaha ist ja auch beim Giant verbaut, allerdings hat meiner 80 Nm ;). Der Akku hat 500 Wh, da reicht bei mir in der höchsten Leistungsstufe mit einigen extremen Steigungen und beim vollen Powern (immer an/über 25 km/h) im Wald auf rd. 50 km.

 

Normal reicht der Akku gute 150 km.


04.08.2015 08:59    |    SQ5-313

Ich denke, bei der Akkulaufzeit hast du ein paar Vorteile :).

Ende der Woche will ich meinen Akku mal testen, dann kann ich zu der tatsächlichen Akku-Laufzeit mehr sagen.


04.08.2015 09:05    |    knolfi

Wichtig ist, den Akku ein paar Mal leer zu fahren und erst dann wieder komplett aufladen, damit er seine volle Leistung bringt. Wenn du länger nicht fährst (z. B. über den Winter) immer den Akku komplett leer fahren und dann ein lagern, sonst leidet die Haltbarkeit.


04.08.2015 10:47    |    SQ5-313

Danke für die Tipps :)

Ist also ähnlich zu handhaben wie die akkubetriebenen Gartengeräte, da bin ich mit dieser Methode sehr gut gefahren.


04.08.2015 13:50    |    Noch ein Stefan

"die Bremsen nochmals vollständig entlüftet (war vom Werk aus nicht komplett gemacht) und die Zugseile nochmals mehr gespannt, da ich bereits an den Hebeln ordentlich ziehen musste. "

Welche Zugseile?


04.08.2015 13:52    |    knolfi

Ach so: nach bzw. zur ersten Inspektion sollte man mal ein kleines Zwischenfazit ziehen. Des Full-E1 ist nach wie vor das g...lste Bike, was ich bisher hatte. Man kommt mit dem Bike überall problemlos hoch, wo andere ganz schön schwitzen müssen oder eben versagen. :D Auf der Ebene kann man so manchen Rennradler noch zum Aufgeben zwingen, obwohl der Motor bei Geschwindigkeiten über 25km/h automatisch abschaltet (sonst wäre das Bike versicherungspflichtig)...mit konstant 30 km/h zu strampeln ist kein Problem.

 

Die Komponenten sind ebenfalls sehr toll und hochwertig, dennoch nicht customized. So ist der Reifen des Hinterrads zu weich, so dass die Gefahr von Snakebites sehr hoch ist. Gerade auf meine Hausstrecke ist ein kleine Abschnitt mit klein gebrochenen Dachziegeln zu Wegbefestigung, die sehr scharf sein können, daher habe ich ja den Nobby Nick durch den Hans Dampf ersetzt.

 

Ansonsten wird das Bike von mir hart ran genommen (da haben es meine Autos besser :D), dementsprechend ist auch der Verschleiß: neuer Sattel (aufgeschnitten beim Sturz), neues Hinterrad nebst Schlauch (Snakebites), Bowdenzüge Bremsen ausgeleiert, etc. Ist eben ein Sportgerät und für mich kein Prestigeobjekt zum anschauen/angeben. :D

 

Leider hat das E-Bike gegenüber einem konventionellen Bike ein paar konstruktionsbedingte Schwachstellen. Der Vorbau ist rel. lang, da ja der Motor irgendwo untergebracht werden muss. Dadurch ist es nicht ganz so wendig wie ein normales Bike, was hier kürzer baut und es geht einem gerne mal bei Bergabfahrten schnell die Strasse/der Weg aus, wenn man nicht aufpasst.

Des weiteren sitzt das Tretlager und die Pedalerie relativ weit unten (ebenfalls konstruktionsbedingt), so dass man mit dem Bike gerne mal bei sehr unebenen und steilen Bergauffahrten an Wurzeln o. ä. hängen bleibt. Hinzu kommt eben das höhere Gewicht, was den Bock zwar bergab schnell macht, das Anfahren am steilen Berg aber zur Qual.

 

Dennoch ist mein Fazit durchaus positiv, denn wenn man die Nachteile kennt und damit umzugehen weiß, zaubert einem das Full-E1 nur ein Grinsen ins Gesicht. Nicht nur mir, sondern auch dem Meister beim :), wenn er damit eine Probefahrt macht. :D


04.08.2015 13:52    |    knolfi

@Noch ein Stefan die Bowdenzüge.


04.08.2015 14:07    |    Noch ein Stefan

Wenn die Schaltung eingestellt wurde, was muss man dann noch an den Zügen nachspannen?

Stehe gerade auf dem Schlauch.


04.08.2015 14:10    |    knolfi

Sind zwei Paar Schuh: zum einen wurde die Schaltung justiert und zum andren wurden die Bowdenzüge für die Bremsen nachgespannt. Zum Schluss musste ich die Bremshebelchen fast bis an den Griff ziehen, um volle Bremsleistung zu erreichen.


04.08.2015 14:21    |    Noch ein Stefan

Wurden die Bremsen jetzt entlüftet (hydraulisch) oder muss man die Züge nachstellen (mechanisch)?

Oder ist das ein seltsames Mischsystem?

Halt, einfacher: was ist denn für eine Bremse verbaut?


04.08.2015 14:42    |    knolfi

Es ist eine Shimano M447, Hydraulik-Scheibenbremse, RT56-Rotoren, 180mm verbaut. Soviel ich weiß, werden die Bremszangen hydraulisch zusammengepresst, der Zug am Hebel erfolgt mechanisch, oder nicht? Bin ein bisschen verwirrt.


04.08.2015 15:00    |    Noch ein Stefan

Hydraulisches System, kein Zwitter. Hätte mich in der Preisklasse des Fahrrades auch extrem verwundert.

Du ziehst zwar mechanisch (mit Deinen Fingerchen) am Hebel, ab dort wird's aber hydraulisch, ist auch das einzig sinnvolle. Dass Du den Hebel bis an den Lenker ziehen konntest, lag an der Luft im System. Da gibt's keine Züge mehr.

 

BTW: wenn Du mal wieder dabei bist was kaputt zu machen - bei DER Bremse kann man noch fleißig optimieren...

*G*


04.08.2015 15:12    |    knolfi

Ah, okay, danke!

 

Hab gerade mal geguckt, es gibt ja noch das Full E-O. Das kostet aber schlappe 1.600€ mehr. :eek: Liegt wohl an den besseren Komponenten, denn Bremsen und sind von SRAM und nicht von Shimano. Die allein kosten aber wohl keine 1600€.


17.08.2015 09:41    |    knolfi

Nach der langen Hitzeperiode hat es endlich am Freitag bei uns abgekühlt und es waren wieder angenehme Temperaturen, um eine Runde mit dem E-Fully zu drehen. Diesmal hatte ich mit insgesamt 30 km mit einem Höhenniveau von etwas über 1.500m vorgenommen.

 

Da ich wusste, dass der Akku infolge dessen, dass er noch nie voll entladen war, noch nicht seine volle Leistung bringt, musste ich etwas mit der Energie haushalten. Somit bin ich überwiegen im NORMAL-Modus gefahren, statt im SPORT und habe bei ebenen Passagen auch mal den Motor abgeschaltet.

 

Da ich mir diesmal eine Strecke ausgesucht hatte, bei der die Steigung bis zu 12% betrug, kam der Akku schon an seine Grenze. Los gefahren bin ich mit 100% Kapazität, als ich nach gut zwei Stunden wieder zurück war, betrug die Kapazität noch 8%.

 

Also entweder steigt die Kapazität noch mit der Anzahl der Lade/Endladevorgänge oder man kommt bei vollen Einsatz nur auf max. 2 Stunden Akkulaufzeit.

 

Ich werde berichten.

 

Schade ist, dass es bei den E-Bikes noch keine Rekuperationsmöglichkeit gibt, d. h. dass man beim Freilauf die Radenergie wieder in den Akku einspeist. Dies würde die Reichweite sicherlich erhöhen.


17.08.2015 10:32    |    SQ5-313

Die Rekuperation vermisse ich auch! Damit wäre man zumindest im Gebirge deutlich länger unterwegs.

Die volle Akkuladung wird erst nach den zwei Stunden erreicht, das konnte ich bei meinem E-Fully auch feststellen. Ich war seit der letzten Akkuladung 44 km unterwegs und bin meist im Sport Modus gefahren. Natürlich waren auch einige Abfahrten dabei. Der Akku hat noch 52% Restkapazität.


27.08.2015 10:33    |    knolfi

Vergangenen Sonntag hab ich mal wieder eine schöne Runde gedreht (26 km mit 1100 m Höhenunterschied). Leider bin ich während meiner Tour in einen Gewitterregen gekommen und ich hatte keine Dirtblades montiert. Ich sah aus wie ein Streuselkuchen :D :D

 

Während meiner Tour fiel mir ein Schleifgeräusch auf, dass vom Hinterrad kam, genauer gesagt von der Bremse. Hab mir erst gedacht, dass da Dreck rein gekommen ist und der nun am Bremsbelag anhaftet und schleift. Die Bremse fühlte sich aber auch zunehmends teigiger an und blockierte schnell, war ich zuerst auf einen Wasserfilm auf der Scheibe zurückführte.

Zu Hause habe ich dann das Bike mit dem Gartenschlauch abgespritzt und die Bremsbacken mit Druckluft durchgepustet.

 

Nun hab ich gestern die gleiche Tour nachmals unternommen. Wetter war gut (trocken und durch den Regen der Vortage war es staubfrei). Schon beim Losfahren bemerkte ich ein massives Schleifgeräusch an der Hinterradbremse und dachte zuerst an feine Steinchen, die sich in den Bremsbelag gedrückt hatten. Ein paar Vollbremsungen und das Schleifen ist weg, so meine Überlegung. Leider half das nichts, die Bremse fühlte sich immer noch teigig an, kreischte wie verrückt und blockierte schnell.

 

Wollte gleich zum Radhaus, aber die hatten zu (Messebesuch). Zu Hause dann das Hinterrad ausgebaut und die Bremsbeläge demontiert: das Ergebnis seht ihr im Bild. Die Beläge sind runter bis aufs Metall. :eek: Und das nach rd. 450 km. Leider wurde die Scheibe auch in Mitleidenschaft gezogen (Riefenbildung), so dass sie wohl getauscht werden muss (zumindest macht man das beim Auto). Alles in Allem rechne ich mit einer Reparatur von gut 200€ oder ggf. investiere ich in eine bessere Bremsanlage, die meinen Fahrprofil gerechter wird. Denn ich kachel gerne mal mit 40 Sachen die Waldwege runter...bin eben ein Speedjunkie. :D

 

Die Klammer, die die Beläge auseinander drückt, hat's auch in Mitleidenschaft gezogen: eine Ecke ist umgebogen, die andere komplett weggeschliffen. :eek:

 

Mal sehen was ich mache, morgen bringe ich das Bike mit dem Amarok zum Radfuzzi, dann hat er eine Woche Zeit, die Bremse zu reparieren...ich bin dann erstmal im Urlaub. :D :D

 

Habt ihr eine Empfehlung für mein Fahrprofil? Bremsen sind ein Sicherheitsfaktor, an dem ich nicht spare...weder beim Auto, noch beim Fahrrad.


Bild

27.08.2015 11:01    |    SQ5-313

Ich hatte anfangs einen Tektro Bremse.

Die war nach 300 km fertig.

Daher steht das Rad gerade zum Bremsenumbau beim Händler.


27.08.2015 11:04    |    knolfi

Bei mir ist eine Shimano M447 verbaut. Was nimmst du denn jetzt?


27.08.2015 19:53    |    SQ5-313

Meine Bremse ist laut meinem Radhändler das Pedant dazu.

Ich überlege derzeit, auf eine Shimano XT zu wechseln, mit jeweils 203 mm Scheiben. Mein Händler verbaut mir jetzt erst einmal kostenlos neue Shimano Scheiben und neue Beläge. Das teste ich, danach kann ich immer noch die XT verbauen.

 

Ansonsten sehe ich das genau so wie du. An den Bremsen sollte man nie sparen! Ich hatte das bei meinem Centurion, dort war nach einer anspruchsvollen Bergetappe die Bremse richtig fertig gewesen. Letztendlich war kaum noch Bremswirkung da, allerdings waren noch einige Abfahrten zu bewältigen.


27.08.2015 21:04    |    Noch ein Stefan

Wahnsinn, ich hab's ja nicht geglaubt.

:-((

Also meine hinteren Beläge halten WESENTLICH länger. Und ich fahre hinten 140mm und nicht 180mm. Bei 200mm an der Hinterachse muss man aber wohl eher sein Bremsverhalten und nicht die Bremse hinterfragen (vorne, in Abhängigkeit von Gewicht und Streckenprofil, gerne). Die meiste Bremskraft kommt über das Vorderrad, nie schleifend bremsen, lieber später, dafür kurz und kräftig und die hintere nutze ich eigentlich nur um Richtungswechsel zu unterstützen (oder mit sehr starker Gewichtsverlagerung verbunden, die Bremse zu unterstützen), bin allerdings auch mehr so Feld-/Waldweg-CC-Junkie mit Sattel deutlich über Lenkerniveau...

Den Tipp mit der Deore XT habe ich Dir (als bekennender Nicht-Shimano-Fahrer ;-)) ja auch schon gegeben, vorne 200mm, hinten 180 und bremsen wie im Schulbuch, dann sollte eigentlich sogar der E-Biker wunschlos glücklich sein.

(Mit Maguras MT8 könntest Du sogar lokalpatriotisch kaufen, die Tests sind sehr gut, gefahren bin ich die zwar noch nicht - allerdings diverse Vorgänger).


28.08.2015 09:43    |    knolfi

Gerade eben das Bike beim Radfuzzi abgegeben. Der empfahl mir auf Sintermetallbeläge umzustellen, die halten wesentlich länger. Dazu muss auch die Scheibe gewechselt werden, da diese nicht für Sintermetallbeläge geeignet ist. Da die hintere Scheibe eh fertig war (Riefen), lasse ich die gleich austauschen.

 

Vorne müssen ebenfalls neue Beläge drauf, dort kommen aber wieder die normalen drauf, da die Scheibe noch o. k. ist.


24.09.2015 09:41    |    knolfi

Hab gestern mal in einer Regenpause eine Runde gedreht. War richtig schön matschig und schlammig. :D



24.09.2015 18:02    |    Noch ein Stefan

Du kleine Drecksau.

;-))

 

Das ist aber nicht so ein Baumarkt-Instant-Pool auf dem zweiten Bild im Hintergrund, oder?!


25.09.2015 08:18    |    knolfi

Nö, kein Intex-Gummipool. Ein normaler Aufstellpool, der sobald er als Spaßbad für die Kleinen seinen Zweck erfüllt hat, durch einen richtigen ganzjährig nutzbaren Pool ersetzt werden soll.


25.09.2015 08:45    |    Noch ein Stefan

Dann bin ja beruhigt.

;-))

 

Wobei - "ganzjährig nutzbar"?! In der Gegend? Habt Ihr eine heiße Quelle gefunden oder bist Du härter als gedacht?

*G*


25.09.2015 08:52    |    knolfi

Genau Eisbaden. :D

 

Nö, mir schwebt sowas vor.


Bild

25.09.2015 09:01    |    SQ5-313

Sowas habe ich mir vor einigen Jahren gegönnt und kann es nur weiterempfehlen. Gerade in diesem Sommer war das eine tägliche Wohltat.


21.12.2015 11:57    |    knolfi

Hab jetzt die ersten 1000km voll. Probleme keine mehr seit ca. 650 km.

 

Nun werde ich es zwischen den Jahren wohl mal zur Inspektion bringen, dann bin ich eh beim Skifahren. :D


Deine Antwort auf "Die zweirädrige Unvernunft"

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