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Die Pure Unvernunft

Aus dem Alltag eines PS-Junkies

21.12.2020 13:44    |    knolfi    |    Kommentare (50)    |   Stichworte: 95B, Macan, Porsche

Liebe Bloggemeinde,

 

wie versprochen der neue Artikel zu unserem neuen Macan GTS, den wir am 15.12. abgeholt haben.

 

Ich habe den Titel bewusst etwas provokativ gestaltet, da sich Macan und Cayenne zumindest von vorne sehr ähnlich sehen. Ist der Macan wirklich nur ein kleine Cayenne?

 

Mitnichten. Man merkt auf den ersten km, dass der Macan eine ganz andere Fahrzeugklasse als der größere Bruder Cayenne ist. Der Macan basiert ja auf der ersten Audi-Q5-Baureihe, die 2007 auf den Markt kam, wirkt allerdings deutlich kompakter als dieser und ist auch vom Design und der Innenraumgestaltung wesentlich jünger und frischer als der Q5 I. Woher ich das weiß? nun mein Nachbar fährt einen Q5 der ersten Generation als FL und wenn man dort Platz nimmt, wird man schnell an die Mitte der Nuller Jahre erinnert, als der Audi 4G noch das Volkswagen Benchmark war.

 

Der Macan ist ja nun auch schon seit gut sieben Jahren auf dem Markt und das merkt man ihn auch an. Von außen wirkt er immer noch sehr frisch, aber innen merkt man doch, dass das Bedienkonzept vom Cayenne II stammt. Das vernetzte Bediensystem des Cayenne III fehlt ihm einfach, obwohl er seit dem FL das aktuelle PCM besitzt. Aber im Einzelnen:

 

Außendesign:

 

Der Macan ähnelt dem Cayenne II/III von vorne sehr stark. Gerade Laien und auch ich kann manchmal nicht auf den ersten Blick sagen, ob mir ein Macan oder ein Cayenne entgegenkommt. Wobei ich die Front des Macan durchaus gelungener finde als die des Cayenne III. auch die Seitenlinie wirkt beim Macan stimmiger...er wirkt in meinen Augen wie eine Mischung aus Cayenne SUV und Cayenne Coupé...eigentlich etwas schicker als der Cayenne SUV. Leider finde ich die Fugengebung der Motorhaube, die über die Kotflügel und Scheinwerfer reicht, nicht gut gelungen. Denn es ist schier unmöglich, dass das Fugenbild korrekt passt. So stehen in meinen Augen die äußeren unteren hinteren Ecken der Motorhaube nicht plan zur Tür...sie stehen etwas ab, was man aber nur bei diffusen Licht sieht. Das muss aber so sein, weil sonst die Ecke bei Schließen der Motohaube an dem Kotflügel bzw. Radhaus schleifen würde. Deshalb sind innen extra "Distanzstücke" verbaut worden, die die Ecken nach außen "drücken".

 

Diese Designidee mit der Motorhaube über den kompletten Vorderwagen hatte übrigens Ferdinand Piech.

 

Was das Heck des Macan angeht, so finde ich das eigentlich am wenigsten gelungen. Während dies beim Cayenne III eigentlich die Sahneseite ist, wirkt das Heck des Macan irgendwie ein bisschen pummelig. Daran ändert auch die durchgehende Heckleuchtenleiste nichts, die beim Macan wie ein Knochen aussieht und nicht so elegant wirkt, wie beim Cayenne III.

 

Dabei wirkt der Macan relativ groß, wenn er neben meinem Cayenne steht. Trotz dass beide Fahrzeuge in die tiefsten Einstellung der Luftfederung stehen, wirkt der Macan vorne höher und präsenter als der Cayenne.

 

Innendesign:

 

Hier merkt man schnell, dass der Macan in die Jahre gekommen ist. Um den Wählhebel, der wie ein Knüppel in den Innenraum steht und noch größer als im 991.2 wirkt, versammeln sich viele Knöpfchen...viel zu viel Knöpfchen. Da wirkt der Cayenne innen aufgeräumter und "cleaner". Man kommt zwar schnell zu recht, ist aber vom Bedienkonzept des Cayenne nicht gewöhnt, dass sich manch Assistent nicht in den Tiefen des PCM aktivieren oder deaktivieren lässt, sondern ganz old school per Knopf. Gut hat auch seine Vorteile.

Schön und elder wirken hingegen die Dekorleisten. Diese sind größer als im Cayenne und Carbon wirkt hier noch wie Carbon. Beim Cayenne meint man eher, dass eine billige Folie aufgezogen wurde. Auch schön finde ich die "Doppeluhr" des Sport-Chrono-Paketes, die es mittlerweile auch im Cayenne gibt, nur mein 2019'er Modell hat noch die alte digitale Uhr.

 

Ansonsten wirkt alles sehr edel und aufgeräumt. Bzgl. der Verarbeitung und die Materialanmutung muss sich der Macan nicht hinter dem Cayenne verstecken. Hier bekommt man in meinen Augen viel mehr für sein Geld, da der Cayenne ja deutlich teurer ist und von der Materialanmutung ebenbürtig ist.

 

Bedienung und Funktion:

 

Wie gesagt, fehlt dem Macan das vernetzte System des Cayenne. Beim Cayenne lässt sich faktisch alles über das PCM bedienen, die Armaturen dienen eigentlich nur noch der Information, einstellbar ist dort so gut wie nichts mehr.

 

Beim Macan ist das anders: das PCM lässt eigentlich nur Fahrzeugeinstellungen hinsichtlich ein paar Komfortfunktionen wie Coming/Leaving home-Licht, automatisches Spiegelanklappen beim Verriegeln oder Easy Entry zu, der Rest muss in den Menütiefen des FIS im Armaturenträger eingestellt werden. Manche Assistenten besitzen sogar einen eigenen Knopf (sind ja genügend da :D) wie zum Beispiel der Spurhalteassistent.

Hier merkt man eben, dass der Macan noch aus einer anderen Zeit stammt. Vom Bedienkonzept ein Zwitter aus 991.2/Cayenne II und aktuellen Panamera/Cayenne III/992. Wer beide Modelle gefahren ist oder fährt kommt sofort zurecht. Aber manche Sachen muss man eben auch mal suchen.

 

Ich bin ja aktuell nur 35 km vom PZ bis nach Hause gefahren, aber was mir bisher negativ aufgefallen ist, ist das adaptierende maskierende Fernlicht PDLS Plus. Der Assistent blendet zwar artig auf und ab und das nicht digital sondern gleitend, aber eine echte Maskierung (Ausblenden entgegenkommender Fahrzeuge) scheint es nicht gegeben...zumindest ist es mir noch nicht aufgefallen. Vielleicht war einfach auch die Witterung zu schlecht (strömender Regen) und zu viel Verkehr. Ich werde dies auf jeden Fall beobachten, da ich es definitiv bestellt habe und es auch laut Auftragsbestätigung enthalten ist. eine Fehlermeldung gab es auch nicht.

Da funktionierte die Maskierung beim 991.2 deutlich besser und auch beim Cayenne ist sie über jeden Zweifel erhaben.

 

Ebenfalls etwas "eintönig" ist die Ambientebeleuchtung. Diese ist weiß und lässt sich nur durch einen Knopf in der Dachkonsole dimmen. Dabei kann man nicht wie beim Cayenne zwischen der Beleuchtung im Dach, Türen und Fußraum umschalten. Während mich das Licht in der Dachkonsole eher nervt, bleibt der Fußraum stockdunkel. Fällt einem mal was nachts in den Fußraum, findet man es nicht.

 

Was ist positiv? Zum einen, dass Apple CarPlay endlich drahtlos verfügbar ist (geht beim Cayenne erst ab MY2020) und die enorme Reichweite des Homelink. Muss man beim Cayenne/911.2 bis einen Meter vor das Hof/Garagentor fahren, ehe es reagiert, so funktioniert das System beim Macan schon ab 30 - 40 m vor dem Tor. Prima, so soll es sein.

 

Ebenfalls super bequem und gleichwertig zum Cayenne sind die adaptiven Sportsitze im Macan. Diese lassen sich perfekt einstellen und drücken nirgendwo. Somit wird der Macan langstreckentauglich und bietet mehr Komfort, als der Elfer es je könnte.

 

Zum Motor möchte ich noch nichts sagen, da dieser erst ca. 60 km runter hat und ich ihn nebst Getriebe noch einfahren möchte. Das PDK ruckt noch ganz ordentlich, da es sich noch nicht adaptiert hat. Der Klang des 2,9l-Biturbos ist noch etwas verhalten oder bescheiden...er klingt im Vergleich zum Elfer eher noch Staubsauger. :D

 

Nun ja, mag sein das manch einer nun meint, dass ich dem Macan eher negativ gegenüber stehe, weil ich ihn nicht gleich in den Himmel gelobt habe und/oder wohl noch dem Elfer hinterher trauere. Natürlich kann ein Macan bei einem Ex-Elfer-Fahrer nie die Emotionen freisetzen, wie der Elfer es getan hat. Trotzdem vermisse ich den Elfer nicht. Der Macan bietet einfach mit seinen vier Türen und anständigen Kofferraum, ist dadurch zweckmäßiger aber auch emotionsloser. Gut für unsere Zwecke als Einkaufstasche mit Langstreckenqualitäten ist er sicherlich optimal und als Übergangslösung bis zum EV-Macan ist er sicherlich kein Kompromiss, aber die Emotio eines Elfers oder eines blubbernden V8 bietet er nun mal nicht.

Bzgl. der Emotio passt er optimal zu meiner Frau, die bei Schuhen mehr Emotionen kann als bei Autos. Auf meine Frage, ob ihr der Macan gefällt meinte sie: "Ist halt ein Auto." :D

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Ergänzung von knolfi am 22.12.2020 15:39

Eine Ergänzung zu dem "Porsche Dynamic Light System Plus" (PDLS Plus):

 

Nach Rücksprache mit dem Verkaufsleiter ist es tatsächlich so, dass der Macan noch keine Matrix-Funktion für seine LED-Scheinwerfer besitzt. Eine Maskierung entgegenkommender Verkehrsteilnehmer oder des vorausfahrenden Verkehrs können die LED-SW des Macan nicht.

 

Das "Dynamic" bezieht sich eher auf den Fernlichtassistenten, der selbstständig auf- oder abblendet...und das auch nicht hart digital, sondern fließend. Ebenfalls im PDLS Plus enthalten ist ein Kurvenlicht, ein spezielles Nebellicht und ein Autobahnlicht, was wohl bei höheren Geschwindigkeiten die Fahrbahn stärker ausleuchtet.

 

Schade, beim Elfer und beim Cayenne gibt's die Maskierfunktion. Dafür lag der Aufpreis beim Macan auch "nur" bei rd. 460€.

20.01.2021 16:10    |    knolfi

Nein, mit Produkten von JLR bin ich durch.

 

Das Händlernetz ist bei uns einfach zu dünn und mein PZ macht einen sehr guten Job.


20.01.2021 16:26    |    SD911

Meine Frau ist das Wagnis eingegangen: Nächster Jaguarhändler 50 km weg und erstes BEV. Die ersten zwei Monate und 1800 km ohne Probleme.


21.01.2021 08:24    |    knolfi

Zitat:

@SD911 schrieb am 20. Januar 2021 um 16:26:52 Uhr:

Meine Frau ist das Wagnis eingegangen: Nächster Jaguarhändler 50 km weg und erstes BEV. Die ersten zwei Monate und 1800 km ohne Probleme.

Ist bei mir ähnlich von der Entfernung her.

 

Ich bin ja fünf Jahre Range Rover gefahren und war eigentlich immer mit meinem Händler vor Ort zufrieden...bis dieser geschlossen wurde.

 

Danach begann die Odyssee: erst 13 Monate auf das neue Fahrzeug gewartet (Leasing des Vorgängers war längst ausgelaufen), dann eine lieblos zusammengeschusterte Kiste von der SVO für 200 k€ bekommen, die lieber in der Werkstatt als in der Garage stand.

 

Hinzu kam noch eine Werkstatt, die Fehler eines im Rechner löschte und einem dann wieder vom Hof schickte oder Ersatzteile, auf die man schon mal vier Monate warten sollte.

 

Wenn die JLR funktionieren, ist alles prima, aber wehe es ist was dran....

 

Bei meinem Porsche werden Reparaturen innerhalb von Tagen erledigt (beim Getriebe hakte es diesmal nicht am Ersatzteil, das war bereits am nächsten Tag da, sondern an der Werkstattkapazität (zu wenig Hebebühnen)...wenn überhaupt welche zu erledigen sind.


21.01.2021 09:02    |    SD911

Meine Frau hatte die letzten Jahre MB oder Audi. Keine Probleme, Werkstatt nur zur Inspektion, Glück gehabt. Die Entscheidung für den Jaguar war eine rein finanzielle. Die Leasingraten Ende letzten Jahres waren unschlagbar.


02.02.2021 15:30    |    knolfi

Nach zwei Wochen nochmals ein kurzes Update bzgl. des neuen Getriebes: es funktioniert nun einwandfrei und ruckfrei, wie es sein sollte.

 

Nun sind wir zufrieden und hoffen, dass der Mäcces die kommenden 2,5 Jahre keine Probleme mehr bereitet.


09.02.2021 15:28    |    knolfi

Da ich ja den Macan anfänglich mit dem Cayenne verglichen habe und man in verschiedenen Vergleichstests in den Medien auch immer wieder das Fazit zu lesen/sehen war, dass der Macan ggü. dem Cayenne das bessere Porsche-Angebot darstellt, so möchte ich doch anmerken, dass der Macan durchaus deutlich einfacher hinsichtlich der Komfort-Funktionen gehalten ist, als der größere Cayenne.

 

Neben dem fehlenden LED-Matrix-Licht stellt sich beim Macan immer mehr heraus, dass er vorne zwar "hui" bzgl. der Komfortfunktionen ist - tolle adaptive Sportsitze mit Sitzklima und die meisten Fahrkomfortfunktionen wie beim Cayenne verfügbar (lediglich ACC war zum Bestellzeitpunkt nicht bestellbar und kein Nachtsichtassistent, was ich aber verschmerzen kann) - ist der, je weiter man in Richtung Heck kommt, eher "pfui".

 

Das gilt nicht unbedingt für den Fond, wo es noch eine Sitzheizung für die beiden äußeren Fondsitze gibt, aber keine Kühlung und auch "nur" eine Drei-Zonen-Klimaautomatik, also nur eine Zone für hinten, sondern vielmehr für den Kofferraum und die (el.) Heckklappe.

 

Im Kofferraum stört die zu kurz geratene Wendematte, die ca. 10 cm in der Tiefe nicht abdeckt und somit der "Dreck" von der Matte durchaus auf den Kofferraumboden gelangen kann, weswegen man ja eigentlich die Wendematte nutzen möchte. Ebenfalls schade finde ich, dass es im Kofferraum lediglich auf der rechten Seite ein kleines Fach mit Trennnetz gibt, wo man Kleinkram wie z. B. die Verbandtasche unterbringen kann. Hier hätte ich mit auf der linken Seite noch ein Spannband o. ä. gewünscht, wo man z. B. Regenschirm oder Einkaufstaschen unterbringen kann. Diese sind nun bei uns in den (deutlich kleineren) Zwischenboden (Ex-Reserveradmulde) gewandert.

 

Was mich aber mehr nervt, ist die el. Heckklappe. Bekommt man beim Cayenne eine el. Heckklappe mit Gestensteuerung (sofern man Entry&Drive geordert hat), so gibt es dieses beim Macan nicht für Geld und gute Worte. Beim Cayenne funktioniert die Gestensteuerung sehr zuverlässig, daher nutze ich sie oft. Schade, dass es beim Macan nicht funktioniert.

 

Ebenfalls unverständlich ist die Verrieglung des Fahrzeugs über den separaten Taster in der el. Heckklappe (vorhanden bei Entry&Drive): drückt man diese, so fährt zwar die Klappe runter und das Fahrzeug wird anschließend verriegelt, aber die Außenspiegel werden nicht angeklappt. :eek: Dies funktioniert nur, wenn das Fahrzeug über die Türgriffe oder den FFB-Schlüssel verriegelt wird. Beim Cayenne klappen die Außenspiegel auch an, wenn man das Fahrzeug über den Taster in der Heckklappe verriegelt.

 

So wundert man sich immer, wenn man beim Macan den Taster in der Heckklappe drückt, ob das Fahrzeug nun schon verriegelt ist oder nicht, da die ASP noch abstehen. Verriegelt man den Wagen dann über die FFB, klappen die Spiegel nachträglich an. :rolleyes:

 

Alles in Allem sicherlich Jammern auf hohem Niveau, aber wenn ich vergleiche, dass ein nackter Cayenne, der immerhin Teillederausstattung und ein Luftfahrwerk serienmäßig mitbringt) für 78.000€ zu bekommen ist, so müsste ich bei vergleichbarer Motorisierung in einen Macan S mit einiges an Sonderausstattung investieren und käme sicherlich auf einen ähnlichen Betrag (der Macan S ist nackt rd. 11.000€ günstiger als der nackte Cayenne), bekomme dafür aber ein kleineres und technisch älteres Fahrzeug.

 

Hießt das, dass wir mit dem Macan unzufrieden sind? Nein sicherlich nicht, er ist ein reines Zweitfahrzeug und die Nachteile ggü. dem Cayenne sind sicherlich zu verschmerzen, aber im Vergleich halte ich den Cayenne trotzdem für das bessere Angebot im SUV-Segment von Porsche.

 

Gerade wenn man den Cayenne mit der Konkurrenz von ABM oder auch Volvo und Range Rover vergleich, so ist er sicherlich teurer als Q7/8, X5/6, GLE, XC90, RRS & Co, bietet aber neben einem umfangreichen Komfort eine exzellente Performance und Dynamik, die die Konkurrenz nicht bieten kann.

 

Beim Macan sehe ich das differenzierter: hier stellt sich in meinen Augen der Verkaufserfolg des Macan vielmehr über den Nimbus Porsche ein. Klar fährt er sich dynamischer als mancher Mitbewerber von ABM & Co, aber hinsichtlich seiner Komfortfunktionen merkt man ihm mittlerweile schon an, dass er knapp 8 Jahre auf dem Markt ist und auf einer Plattform basiert, die bereits 14 Jahre alt ist: vieles scheint sich wohl nicht mehr auf den aktuellen Stand bringen zu lassen. Dafür berappt man aber eben auch beim Macan mehr als bei vergleichbaren Mitbewerbern.

 

Daher wundert es mich, dass Porsche weiterhin auf den Macan setzt und ihm sogar dieses Jahr ein zweites umfangreiches Facelift verpasst, damit er noch gut 3-4 Jahre hält.

 

Ich denke, dass der Verbrenner-Macan bald nicht mehr konkurrenzfähig sein wird. Der E-Macan wird ihm zusehens den Rang ablaufen und eine interessante, sparsame Motorisierung wie ein Diesel oder ein PHEV wird es mit der alten Q5-Plattform nicht geben.

 

Was meint ihr?


09.02.2021 17:17    |    metagross

Hai,

wir sind mit dem Macan 100% zufrieden und das Negative, das Du auflistet, ist uns noch nicht einmal aufgefallen.

Wir werden ihn, aller Voraussicht bis zum erscheinen des selbigen, als „E“ Variante weiter fahren.

Grüße Stefan


19.02.2021 06:10    |    Undercover-Kick

Ganz simpel: Es rechnet sich nicht nochmal einen neuen Verbrennermacan zu entwickeln wenn jetzt schon feststeht, dass er in nicht allzu ferner Zukunft nur noch elektrisch angeboten werden soll. Das Facelift wird wohl ausreichen, um die Kunden zufrieden zu stellen und wenn ich mich nicht irre erfreut sich der Macan ja trotz des Alters einer großen Beliebtheit und das wird sich so schnell auch nicht ändern. Wie Du sagst es ist einfach ein Porsche, das allein ist vielen schon viel wert. Und im besonderen ist es der günstigste familientaugliche Porsche. Den kann sich durchaus der ein oder andere Mittelständler leisten und hebt sich damit deutlich von ABM, wie du sie nennst, ab.

 

Deine Kritikpunkte sind absolut verständlich, aber auch ein typisches Beispiel für Sachen, die einem nur auffallen, wenn man noch besseres gewohnt ist. Erschreckend finde ich tatsächlich, dass es keine Matrixscheinwerfer gibt und bescheuert finde ich die zu kurze Matte im Kofferraum und dass er die Spiegel nicht anklappt wenn man ihn über die Heckklappe verriegelt. Da muss ich schon sagen sehe ich ihn technisch (fahrdynamisch wird es sicher nicht so sein, zumindest bei den normalen Modellen) unserem ehemaligen GLC (Faceliftmodell) unterlegen. Der hatte all diese Probleme nicht (außer dass er auch nur auf einer Seite im Kofferraum ein Netz hat und mehr nicht) und eben noch viel Schnickschnack was es für den Macan gar nicht gibt. Ist für mich rational glaube ich das bessere Auto, kann aber absolut nachvollziehen, dass man lieber einen Macan haben will außer der GLC passt als 63s ins Budget.

 

Aber wenn das hier deine größten Probleme mit dem Macan sind dann ist ja echt alles super.


19.02.2021 09:34    |    knolfi

Meine Frau liebt Ihren Macan, sie hat neulich schon einen Alptraum gehabt, wo jemand ihren neuen Macan im Schlamm versenkt hat...ich musst sie dann wecken. :D

 

Alles in Allem war das ja Jammern auf hohem Niveau. Wir sind sehr zufrieden mit dem Wagen, nachdem das Getriebeproblem gelöst wurde. Vieles ist sicherlich nicht mehr technisch auf der höhe der Zeit, aber genüg unseren Ansprüchen vollauf.

 

Das das Thema MB angeht, so haben wir leider schlechte Erfahrungen gemacht: wir hatten von Mitte 2017 bis Ende 2018 ein C43 Cabrio, was uns bzgl. des Fahrwerks überhaupt nicht überzeugte. Daher haben wir ja Ende 2018 auf Porsche gewechselt und sind mit der Marke sehr zufrieden.


06.05.2021 09:13    |    Sepp92

Ganz herzlichen Dank für den Bericht! Ein Getriebeschaden bei einem brandneuen Auto darf einfach nicht passieren. Ausreißer hin und her. Die Qualität der Fahrzeuge scheint nicht so recht zu den Kaufpreisen bzw. Leasingraten passen. Wir haben von der Anschaffung eines Macan GTS Abstand genommen: Die Leasingraten bei Porsche sind mE recht ambitioniert, da erwarte ich ein Fahrzeug, bei dem jedenfalls Motor und Getriebe die Leasingzeit durchhalten. Auch wirkt er im Detail recht angestaubt. Schade, denn Format und Motorisierung hätten meiner Frau sehr gut gefallen (Nachfolger eines SQ5). Ich wünsche dem Blogger, dass das Fahrzeug nun gut durchhält!


06.05.2021 09:18    |    knolfi

Zitat:

@Sepp92 schrieb am 6. Mai 2021 um 09:13:42 Uhr:

Ich wünsche dem Blogger, dass das Fahrzeug nun gut durchhält!

In ca. 5 Wochen gibt es ein Update, dann ist der Macan ein halbes Jahr alt.

 

Nur so viel: es gibt Licht und Schatten, wobei das Licht überwiegt. ;)


Deine Antwort auf "Der Mäcces...ein zu heiß gewaschener Cayenne?"

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