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Die Pure Unvernunft

Aus dem Alltag eines PS-Junkies

04.07.2017 16:44    |    knolfi    |    Kommentare (35)    |   Stichworte: A205 Cabriolet, C-Klasse, Mercedes

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Liebe Bloggemeinde,

 

vergangenen Freitag war es endlich soweit und ich konnte unsere "Black Pearl" beim MB-Händler abholen. Eigentlich war ja die Abholung in Sindelfingen geplant, aber der Disponent hat gepennt, und so segelte die Pearl zum Händler anstatt ins Schwabenländle. :D

 

Um 14:00 Uhr holte mich der Verkäufer von zu Hause ab und chauffierte mich zur Niederlassung...mit einem mulmigen Gefühl, wie er mir sagte, denn das Fahrzeug war im Hochsommer mit Winterrädern geliefert worden, statt mit den Sommerrädern. :rolleyes: Was haben die nur für einen phlegmatischen Disponenten? :rolleyes: :D

 

Nun hatte er vorletzten Montag noch eilig die Sommerräder abgerufen und siehe da, diese sind am Freitag um 14:00 Uhr beim Händler eingetroffen. :D Mussten also noch umgesteckt werden.

 

Als wir bei der Niederlassung ankamen, war natürlich noch kein Auto da, also erst mal den Papierkram erledigt. Dann brummelte es und rückwärts fuhr unsere Pearl in den Auslieferungsbereich.

 

Der erste Gedanke, den ich sofort hatte, als ich das Cabrio sah, war "Mann ist der klein!" :D. Dies war wohl der überall vorhandenen schwarzen Farbe (schwarz macht schlank...und klein :D) geschuldet.

 

Nun einmal ums Auto rum und schauen, ob keine Dellen oder Kratzer vorhanden sind. Dies war auf den ersten BLick nicht der Fall....auf den ersten Blick! Aber dazu später mehr.

 

Dann also rein ins Fahrzeug und mir den Wagen ausführlich erklären lassen...ist ja mein erster Mercedes. Der Verkäufer nahm sich eine gute Stunde Zeit, um mir alles genau zu erklären...die Hälfte hatte ich sowieso wieder vergessen. :D

 

Aber das ist eben der große Vorteil der deutschen Hersteller, die machen sich sehr viel Gedanken über die intuitive Bedienung von modernen Fahrzeugen...muss auch sein, bei den ganzen technischen Spielereien. Vieles war schon vom Verkäufer vorkonfektioniert, so dass man nicht mehr alles selbst einstellen muss.

 

Danach gings die 40 km ab nach Hause und Frauchen wurde die Pearl vorgeführt und erklärt...schließlich fährt die Beste aller (den Rest kennt ihr ja. :D) überwiegend unsere Pearl.

 

Nun aber zum ersten Eindruck: optisch wirkt das C-Cabrio im Vergleich zum S5 kleiner, tatsächlich bietet das C-Cabrio aber innen mehr Platz, gerade im Fond. Dort fühlen sich unsere Jungs wohler als im S5, da sie mehr Beinfreiheit genießen (vorallem, wenn ich fahre).

Die Verarbeitung ist sehr gut und hochwertig, wie man es von einem MB erwartet....aber optisch auch nur da, wo man hinschauen kann. Da wo man es (auf den ersten Blick) nicht sieht, wurde knallhart an Material gespart; Beispiel am Kofferraumdeckel: im Griffbereich noch eine Verkleidung, weiter hinten das nackte Blech. Gleiches beim Verdeckdeckel: öffnet der Deckel beim Öffnen oder Schließen des Verdecks, blickt man aufs nackte Blech. Das hatte Audi eleganter gelöst, da die Kinematik anders war und man nie die Unterseite des Verdeckdeckels zu Gesicht bekam.

 

Dafür wirken andere Elemente deutlich hochwertiger als beim Audi. Z. B. die runden Lüftungsdüsen: diese fassen sich wie Metall an (vermutlich ist es aber keines) und klicken in der Mittenstellung auch hochwertig. Und endlich sind die Türspielgel auch oben mit Leder(imitat?) verkleidet sowie auch die Oberseite des Armaturenbretts. Warum man den Handschuhfachdeckel aber aus schnödem Plastik gelassen hat, entzieht sich meiner Kenntnis.

 

Das sündhaft teure Carbon in der Mittelkonsole sieht gut aus und die Schalter im Metalllook und Taster in Klavierlackoptik wirken sehr hochwertig im Vergleich zu den Softlack-Derivaten aus dem S5.

 

Optisch weniger schön bleibt das aufgesetzte Tablet als Monitor für das Infotainment, dafür ist die Bedienung mittels Touchpad und/oder Dreh-Drück-Controllerrad schnell und einfach. Man kommt sehr schnell im Menü zurecht.

 

Etwas unglücklich finde ich die Anordnung für die Tasten der Fahrassistenz (Spurhalte- und Lenkassist, 360°-Kamera und De/Aktivierung des HUD) die stiefmütterlich oberhalb des Lichtschalters verbannt wurden. Wirkt irgendwie auf mich, wie vergessen und schnell nachträglich noch irgendwie integriert, wo noch Platz ist.

 

Toll hingegen ist die konsequent umgesetzte Nutzung des FIS und der Einstellung über das MFL. Hier kann man viel mehr einstellen, als nur die Azeigenvarianten im FIS.

 

Machen wir gleich mal beim MFL weiter: die Tasten sind gut strukturiert angebracht und einfach verständlich, kann man quasi nach kurzer Eingewöhnung blind bedienen und so bleiben die Hände während des Fahrens dort, wo sie hingehören: am Lenkrad. MB setzt eben immer noch in Sachen Sicherheit Maßstäbe. Das AMG-Lenrad ist zwar unten abgeflacht, liegt aber dennoch gut in der Hand und die Alcantara Intarsien sind nicht so flauschig, wie befürchtet, sondern etwas rauher...somit werden sie hoffentlich nich so schnell speckig.

 

Schön ist auch, dass es endlich eine Richtige Memory-Funktion für die Sitze gibt, wo auch beim Fahrersitz sich das (el.verstellbare) Lenkrad der Speicherung anpasst und die Beifahrerseite auch mit einer Memoryfunktion versehen ist.

Ebenfalls sehr angenehm ist, dass man die Sitzauflage el. verlängern kann. Gerade für mich sehr angenehm.

Auch die Bedientasten sind endlich in Sichtweite angebracht (Türtafel) sowie auch die Tasten für Sitzheizung, Kühlung und den dreistufigen Nackfön (Airscarf). Letztere musste man beim Audi immer suchen.

Schön auch, dass man Sitzheizung und -kühlung parallel bedienen kann. Bei paralleler Bedienung wird einem quasi die Wärme in den Allerwertesten geblasen. :D

 

Ablagen sind ebenfalls reichlich vorhanden: eine in der Mittelkonsole (quasi der Ex-Aschenbechereinsatz) mit zwei Becherhaltern und noch einem Fach für Handy, Geldbeutel etc. Das Ganze wird dann mit einer Klappe aus Carbon verschlossen. Eine weitere befindet sich in der Mittelarmlehne vorne, wo sich auch das RSAP-Modul der Komfort-Telefonie und die USB-Anschlüsse für das Media-Interface verbergen. Die Ablagen in den Türtafeln sind zwar nicht so tief wie im Audi, bietet aber dennoch reichlich Platz und zusätzlich gibt es noch eine Netztasche im Beifahrerfußraum.

 

Leider ist das Handschuhfach sehr klein und macht seinem Namen alle Ehre.

 

Wo wir gerade am meckren sind: natürlich gibt es auch Schatten. von der optischen Eleganz eines A5-Cabrios vom Schlage eines B8 ist die C-Klasse leider entfernt. Der ganze Wagen wirkt bei geschlossenen Verdeck rundlich und gerade das Heck finde ist nicht sonderlich gelungen. Irgendwie wirkt der Wagen aus bestimmten Perspektiven immer etwas pummelig. Hinzu kommt, dass er nicht ganz so tief auf der Strasse kauert, wie der S5. Das ist aber auch wieder positiv, da man nicht so schnell aufsetzt.

 

Ebenfalls nicht sehr schön klingt der Dreiliter V6-Biturbo. Fährt man mit geschlossenen Auspuffklappen, klingt er irgendwie wie ein Hirsch, der in eine Weißblechdose röhrt. Bei offenen Klappe ist der Sound toll, aber manchmal ziemlich übertrieben und etwas prollig.

 

Das konnte der S5 besser. Der hatte einen schönen V6-Klang, der allerdings mittels Aktuator teilwewise auf "sportlich" getrimmt wurde. Also synthetisch war. Der V6-Biturbo klingt eben echt.

 

Auch die Verabeitung ist nicht so satt wie bei Audi: auf Klopfsteinplaster verursacht das geschlossene Verdeck im Bereich das Scheibenrahmens Geräusche und die Filtzmatte in der Mittelkonsolenablage ist zu großzügig zugeschnitten worden und wölbt sich daher etwas.

 

Die beiden größten Mankos sind jedoch das fehlende Schloss an der Heckklappe und die zu kleine Öffnung des Kofferraums, der durchaus sehr groß ist und viel schluckt...aber man muss das Gepäck erstmal reinbekommen. Gerade das fehlende Schloss nervt: man braucht entweder den Schlüssel oder muss das Hebelchen in der Türablage ziehen, um an den Kofferraum zu kommen. Da steht eder Einkauf auch schon mal in der Pfütze, weil man erst den Schlüssel aus der Tasche kramen muss.

 

Alles in Allem überwiegen aber die positiven Dinge: das C-Cabrio ist technisch moderner und mit den aktuellen Features ausgestattet, die es beim B8 nicht gab: HUD, Voll-LED mit intelligenten Fernlicht, ein modernes Infotainment-System mit umfangreicher Remote-Funktion für das Smartphone sowie moderene Assistenten wie z. B. der Lenkwinkel-Assistent.

 

Ich denke, wir werden unsere Bleak Peral auch lieben.

 

Und nun zur Delle: der C43 ging gleich am Samstag zum Lackveredler, wo der eine Keramik-Lackversiegelung bekam. Da sich der Fachmann cm² für cm² vorarbeiten muss, fand er doch tatsächlich ein ganz leichte, kaum sichtbare ca. 1cm breite Delle im linken hinteren Kotflügel in der Verlängerung der Rückleuchte, die ab Werk vorhanden war. Der Lack ist dort völlig in Orndung. Da hat wohl die Abnahme im Werk Bremen geschlafen (wo zu viel Holsten gesoffen. :D :D).

 

Ich lass die Delle so wie sie ist, denn ein Beulendoktor würde wohl mehr kaputt machen, habe sie aber dokumentieren lassen, damit diese mir nicht bei Leasingende zur Last gelegt wird.

 

Nun heißt es, den C43 einzufahren (hat gerade mal zarte 65 km auf der Uhr) und dann darf die Pearl die nächsten 3 Jahre mit uns segeln.

 

Bis bald

 

euer knolfi

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04.07.2017 16:58    |    nick_rs

Es freut mich, dass ihr als langjährige VAG Kunden auch mal über den Tellerrad schaut. Ich hoffe, der Benz und der Range werden euch nicht enttäuschen. Das schickere Auto ist er allemal, auch wenn ich persönlich ihn anders konfiguriert hätte.

Das Schloss an der Heckklappe stelle ich mir wirklich nervig vor. Hat der nicht wenigstens diese neumodische "mit dem Fuß unterm Heck wedeln" Funktion?

Die Anordnung der Fahrassistenzschalter finde ich aber gerade gut. Werder verwechselt man sie dann mit Multimedia- oder Klimabedienung, noch entfallen sie und sind nur nervig über das Menü zu finden, wie bei den meisten Autos einschließlich unseres 204ers.

Die Beschwerde, dass der Verdeckkasten innen nicht verkleidet ist finde ich aber dann doch etwas weit hergeholt. Klar, habt ihr schon eines der teuersten C-Cabrios, aber schlussendlich bleibt es eben "nur" eine C Klasse und eine gewisse Differenzierung zu E und S muss ja schließlich auch gegeben sein ;).


04.07.2017 17:34    |    PIPD black

Ich wünsche euch gute Fahrt, viel Vergnügen und freue mich, dass es noch mehr Pink-Shirt-Träger außer mir gibt.:D

 

Unser Ränger geht am Sonntag in Bremerhaven an Land. Wird dann wohl bis Monatsende spätestens bei uns sein.


04.07.2017 17:37    |    Giszmo3000

Ein wunderschönes Auto.

Hattest Du mal den 63er Motor in Betracht gezogen oder kam das für Dich nicht in Frage?


04.07.2017 18:24    |    Coestar

Schöner Bericht und gute Fahrt.


04.07.2017 19:48    |    Ex-Polofahrer

Moin @Knolfi,

 

was muss ich da lesen? Türspiegel und Armaturenbrett in Kunstleder :-() Bist Du jetzt bei den "Anonymen Lederfetischisten" und hast den Lederdrang überwunden? Herzlichen Glückwunsch zum Benz. Finde, dass die mittlerweile sehr gute Autos bauen. Ich hätte bei der Motorisierung allerdings den C63 genommen. Ansonsten alles richtig gemacht.

 

Grüße

Ex-Polofahrer


05.07.2017 07:46    |    knolfi

Guten Morgen und Danke für das positive Feedback.

 

@nick_rs leider hat er keine Gestensteuerung für die Heckklappe...und was das nackte Blech angeht, so ist es Jammern auf hohem Niveau.

 

@Ex-Polofahrer ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob es echtes Leder oder Kunstleder ist. Es fasst sich wie echtes Leder an und riecht auch so, aber das Artico-Kunstleder von MB kommt in Optik und Haptik dem echten Leder sehr nahe.

Da es aber in der Bestellung nicht anders aufgeführt wurde, ist es wohl standesgemäß echtes Leder.

 

Was den C63s an geht, so wär dieser mein Favorit gewesen, aber leider gibt es die C63'er nicht mit Allrad. Für mich ein NoGo, da wir die Autos ganzjährig nutzen in eben in den Bergen wohnen.


05.07.2017 09:03    |    bimidi

Viel Spaß mit Blacky.

Interessanter Bericht, zumal ich vor der gleichen Entscheidung stehe (natürlich nicht B8, sondern der aktuelle) und die beiden sowie den 4er von BMW auch probegefahen bin.

Jeder der drei hat seine Meriten und Vorzüge, wobei der BMW bei mir als erster rausgefallen ist, weil er mir insgesamt dann doch nicht so gut gefällt, was auch am Stahldach liegt.

Beim Heck des C43 geht es mir so wie dir: das finde ich so scheußlich, dass der Mercedes - auch wenn er ein tolles Auto ist - bei mir letztendlich gegen den Audi keine Chance hat. (Dazu kommt, dass das T-Modell der C-Klasse unserer Nachbarn nach 20 Tkm die schlimmste Klapper- und Quietschkiste ist.)

Exterieur und Interieur finde ich beim Audi (für uns) perfekt, Fahrwerk, Motor und Getriebe (MB = Sahneteil) sind bei beiden auf hohem Niveau. Darüber hinaus habe ich mit dem MB-Service (in 25 Jahren) oft schlechte Erfahrungen gemacht und mit Audi etwas bessere.

 

Aber egal: alle drei sind zweifellos erste Sahne.


05.07.2017 09:34    |    knolfi

@bimidi interessant, denn mir ging es fast genau so.

 

BMW stand zwar nie zur Disposition, da uns die Marke nicht zusagt und wir kein Blechdach-Cabrio wollten. Daher entweder der B9 oder das C-Klasse-Cabrio.

 

Der B9 ist es aus drei Gründen nicht geworden:

 

1. die Front beim B9 finde ich noch schlimmer als das Heck der C-Klasse

2. Beim B9 bekommt man mit einer Lederausstattung keine umklappbaren Rückbanklehnen. Diese sind für uns aber essentiell, da wir oft unser Golfequipement transportieren.

3. Der B9 ist mir noch zu neu auf den Markt und ich kaufe eigentlich grundsätzlich keine Fahrzeuge aus der ersten Serie aus der Angst vor Kinderkrankheiten. Spiezell wenn man mal den Q7II-Mängel-Thread verfolgt hat, kommt einem das kalte Grausen.

 

Das heißt aber noch lange nicht, dass ich nicht irgendwann wieder zu Audi zurückkehre.

 

Und was die Verarbeitungsmängel nach einer gewissen Nutzungsdauer angeht: MB-Leasing hat hier ggü. anderne Leasinggesellschaften, dass man die Vertragskonditionen wie Laufzeit und km-Leistung jederzeit beliebig anpassen kann. D. h. ich kann das Fahrzeug theoretisch auch nach ein oder zwei Jahren wieder zurückgeben, wenn ich nicht zufrieden bin.


05.07.2017 10:29    |    nick_rs

Ich finde die aktuellen Mercedes Coupé- und Cabrio-Hecks die schönsten und elegantesten seit langem auf dem Markt. Wie sich Geschmack doch unterscheidet :eek:

Den A5 B8 fand ich allerdings auch hübscher. Gerade vorn ist der B9 irgendwie unharmonisch.

Vom Audi Service kenne ich nur gruselgeschichten, während MB bei uns sehr weit vorn ist. So unterscheidet sich das wohl von Niederlassung zu Niederlassung. Schade, dass es bei keinem mir bekannten Hersteller Qualitäts- und Freundlichkeitsrichtlinien sowie -Kontrollen für deren Händler gibt.


05.07.2017 12:04    |    knolfi

So nun hat endlich auch die Aktivierung der MB me-Dienste geklappt. Nun kann ich das Fahrzeug via Smartphone orten, Navidaten vom Smartphone direkt auf's Command übertragen und den Wagen via Smartphone ver- oder entriegeln.


05.07.2017 12:09    |    bimidi

Oh doch, Richtlinien und Kontrollen hinsichtlich Qualität und Kontrollen gibt es schon. Bei MB war (ist vielleicht) die Qualität des Service sogar ein Faktor für die Marge des Autohauses. (Bei den anderen sogenannten Premium-Marken wird es kaum anders aussehen.)

Nur ist eben immer die Frage, wie der Einzelne das handhabt.

Wie du schon so richtig gesagt hast: Der Service einer Marke ist immer so gut, wie der einzelne Betrieb oder sogar der einzelne Meister.

Nach Jahrzehnten MB kann ich über verschiedene NL in Deutschland nette, teils unglaubwürdige Geschichten zum Besten geben. Meine Audi/VW-Erfahrungen sind nicht ganz so ausgeprägt, allerdings habe ich mit einer NL (Berlin, vormals Winter) extrem schlechte Erfahrungen machen müssen und mit einem Händler in den letzten Jahren extrem gute. Mit unserem Oldie gehen wir neuerdings zum Bosch-Dienst um die Ecke - und zwar mit allerhöchster Zufriedenheit.


05.07.2017 14:39    |    Buchener74722

Hallo knolfi,

 

wie immer ein toller erster Bericht und das nach nur 65km.......da bin ich ja auf die weiteren Erfahrungen mit dem Stern gespannt.

Allzeit knitterfreie Fahrt.....nett ist ja dass Mercedes die erste Delle schon ab Werk verbaut...die zweite ist ja nie so schlimm...das nenne ich mal wirklich an den Kunden denken.

 

herzliche Grüße

Buchener74722


05.07.2017 14:47    |    knolfi

:D


05.07.2017 17:49    |    joe-han

Das Heck sieht wirklich unschön aus; im Stile, wie er jahrelang von den Japanern gebaut wurde.

Was nur alle mit dem Monitor haben? Im aktuellen S5 ist er fast genauso platziert. Im Golf noch unter der Lüftung, ein echtes Sicherheitsrisiko, weil der Blick aber mal komplett den Kontakt zur Fahrbahn verliert, wenn man darauf schaut. Im letzten VOX-Automagazin wurde auch eindrucksvoll gezeigt, wie gefährlich da Navieingaben werden.


06.07.2017 09:30    |    bimidi

Die Kritik an der Platzierung des Monitors habe ich auch noch nie verstanden.

Wie du schon sagtest: die ist bei der C-Klasse, bei den meisten Audis und auch bei vielen BMWs beinahe optimal.


06.07.2017 13:44    |    Datzikombi

Auch da gehen die Geschmäcker deutlich auseinander. Diese Optik des Tablets wirkt auf mich irgendwie aufgesetzt und nicht ganz durchdacht. Da ist ein integrierter Bildschirm viel angenehmer.

 

Beim Heck finde ich den Daimler allerdings auch irgendwie "fett", das passt nicht.

Wohingegen die Front des neuen A5 echt schnittig ist.

 

Zum Glück gibts genug Autos, so dass jeder das passende findet ;)


07.07.2017 07:45    |    knolfi

@joe-han ich glaube fast, dass MB dem asiatischen Geschmack Rechnung tragen will, denn u. a. China ist eben ein riesiger Absatzmarkt.

 

Der Monitor im Tablet-Stil ist nicht schön, liegt aber im sichtgünstigen Bereich. Vermutlich wird MB mit der MoPf der C-Klasse auch ein Widescreen wie von der E-Klasse bekannt verbauen. Dann wirkt das ganze wieder etwas harmonischer.


07.07.2017 13:35    |    gurnemanz

Glückwunsch, schönes Teil!

Mich würde interessieren, wie Du die Mittelkonsole empfindest? Bei den letzten Sitzproben im AH kam sie mir immer sehr breit vor. Ich glaube nach 2 Stunden würde mich das nerven und ich käme mir eingeengt vor....


07.07.2017 14:36    |    knolfi

Hmm, also im Vergleich zum RRS ist sie schmal. :D

 

Spass beiseite: die Mittelkonsole hat schon ein sehr "einnehmendes Wesen" :D, dadurch dass sie in Richtung Armaturenträger breiter wird. Ich merke immer wieder, wie mein rechtes Knie im ACC-Betrieb gegen die Konsole lehnt. Ist nicht weiter dramatisch, aber man sitz eben mehr wie in einem "Cockpit". Aber behindert wird man dadurch nicht.

 

Auf der Beifahrerseite ist das Empfinden nicht ganz so schlimm.


08.07.2017 23:27    |    schweik6

Der Bericht des TS bestätigt Tests von Automobilfachzeitschriften, dass MB an Stellen spart, die man nicht auf den ersten Blick sieht.

Bei dem Preisgefüge wird der MB-Slogan: "Das Beste oder nichts" zumindest fragwürdig.

Ich habe mich nach vielen Mercedes-Modellen von der Marke verabschiedet, da mir das aktuelle Design nicht mehr gefällt und vor allem der Hauptgrund, warum ich seinerzeit zu MB gewechselt bin, nämlich die Wertbeständigkeit, im Vergleich zu anderen Premiumherstellern nicht mehr erstklassig ist.


10.07.2017 15:05    |    knolfi

So mal ein Update nach gut einer Woche:

 

Positiv:

 

+ der Benz fährt sich direkter als der Audi

+ die Connectivität ist der Hammer: man kann sehr viel über das Smartphone oder den PC abfragen...hinzu kommen kostenlose Navi-Updates und die bereits vom Audi bekannte Echtzeit-Navigation

+ endlich vollwertige Memory-Funktion, bei der auf das Lenkrad eingestellt wird.

+ toller Sound, gerade mit der Klappenanlage.

+ Mehr Bodenfreiheit als der Audi: Bordsteine sind keine so große Gefahr mehr und Aufsetzen ebenfalls nicht. Dadurch auch etwas mehr "Geländegängigkeit".

 

Negativ:

- Verdeck oder Sonnenblenden im Bereich des Scheibenrahmens klappern bei schlechten Straßen (z. B. Kopfsteinpflaster)

- WARUM HAT MAN NUR DAS HECKKLAPPENSCHLOSS WEGGELASSEN??? DAS IST DER LETZTE MIST! Ständig steht man hinter dem Fahrzeug und muss den Schlüssel rauskramen oder erst die Türe öffnen und das Hebelchen ziehen.

- im Comfort-Modus hoppelt der Wagen über Unebenheiten. Der Audi hat dies komfortabler weggebügelt.


23.07.2017 20:00    |    heinz2805

Hi, kannst du mal das Problem mit dem Heckklappenschloß erklären.

Du kannst doch die Heckklappe mit dem Schlüssel öffnen. Oder geht das beim Cabrio nicht?

Das ist doch kein Unterschied zu anderen Autos?


23.07.2017 21:09    |    knolfi

Es geht eben nur Schlüssel oder der Taster in der Fahrertür. Es gibt aber keinen Taster oder Knopf an der Heckklappe.

 

Bsp.: du kommst aus dem Supermarkt mit deinen Getränken und gehst zum Auto. Nun einfach dank Keyless denk Kofferraum öffnen ist nicht. Also entweder Schlüssel rauskramen und wie bei Autos ohne Keyless öffnen oder erst zur Fahrertür, diese (per Keyless) öffnen, Hebel ziehen und zurück zum Kofferraum und einladen. :rolleyes:


24.07.2017 15:30    |    Schattenparker48274

So ich finde gerade die Heckansicht sehr schön :)

So unterschiedlich sind halt Geschmäcker. Dafür sind für mich die Felgen ein absolutes NoGo, vom Design her gehen die ja noch, jedoch wirken sie auf dem Auto doch sehr unterdimensioniert...


24.07.2017 15:39    |    Buchener74722

Jau, jetzt wo du es sagst.....die Felgen also nee....mal gar nix....

 

da würde ich doch mal vergoldete 22 Zöller empfehlen....wobei auch das soll Geschmacksache sein

 

;-)


24.07.2017 16:05    |    Schattenparker48274

Ja und mit den Güldenen kannste dann vor die Dönerbude vorfahren...


24.07.2017 16:17    |    knolfi

@mantamani46 das hat nichts mit Geschmack oder Design zu tun, sondern etwas mit Funktionalität. Und wenn "function follwos form" angesagt ist, kann das schonmal in die Hose gehen, wenn die Kunden sich lieber Form und Funktion entscheiden.

 

Nochmals: mein altes S5-Cabrio war ebenfalls bildschön und hatte, oh Wunder, ein Heckklappenschloss mit separaten Taster oderhalb des Kennzeichenträgers. Fiel nicht auf und tat, was es sollte.

 

Was die Felgen angeht, so ist das schon das Maximum auf dem C-Cabrio. Mehr wie 19" geht nicht, da der C mit Mischbereifung ausgeliefert wird (vorne 225'er, hinten 255'er). Sieht so schon komisch aus, wenn die Vorderräder eingeschlagen sind.

 

Dass die Felgen kleiner wirken, liegt wohl an der schwarzen Lackierung des Felgensterns. Die Felgen waren Bestandteil des AMG-Night-Edition-Pakets, ohne das hätte ich nicht den schwarzen Frontsplitter und Heckdifusor nebst schwarzen Endrohren bekommen. Ursprünglich waren ja die 10-Speichen-Felgen mit schrzem Bett und hochglanzploierten Stern geplant, aber die gibt es nur für das "normale" Modell mit Diamantgrill sowie silbernen Frontsplitter, Heckdifusor und chromfarbenen Endrohren.

 

Ich wollte aber alles in schwarz. :D

 

Und noch ein Vorteil bieten die Felgen: auf schwarz fällt der Dreck nicht so auf. :D


27.09.2017 10:41    |    hacky1312

Ich sollte hier mal öfter wieder reinschauen. Tolles neues Auto, mir persönlich gefällt der Wagen auch viel besser als der A5. Sind aber beides sehr schöne Autos.

Dein Bericht hat mir sehr gut gefallen schön ausführlich geschrieben und super lesbar, nur dass du meinst im Werk würden die Holsten trinken passt gar nicht. Die Bremer und die Hamburger mögen sich nicht wirklich :D, also wenn dann trinken die ihr ekliges Becks im Werk :D


27.09.2017 11:06    |    knolfi

Oh, mea culpa, dann eben Becks. :D

 

Kenne mich mit der geografischen Zuordnung des norddeutschen Biers nicht wirklich so gut aus...nur bei Jever, da ist's ja eindeutig. :D


26.01.2018 15:33    |    knolfi

Mal wieder ein Update:

 

Das Cabrio ist nun ein halbes Jahr alt und hat rd. 9.500 km runter. Nach der anfänglichen Euphorie ist Ernüchterung eingetreten, denn das Fahrzeug ist leider konstruktiv nicht zu Ende gedacht worden.

 

Nicht falsch verstehen, der Wagen ist qualitativ gut verarbeitet und auf die Oberflächenqualität ist wertig, aber es gibt einige konstruktive Mängel, die uns immer mehr stören.

 

Als Erstes ist da das schwammige und indifferente Fahrwerk des C43. Man hat bei hohen Geschwindigkeiten (jenseits der 220 km/h) in schnellen Autobahnkurven und beim Bremsen ständig das Gefühl, dass der Wagen sich hinten aufschaukelt bzw. aufschwimmt. Hinzu kommt, dass das Heck im unteren und mittleren Geschwindigkeitsbereich (60- 110 km/h) bei Bodenwellen nachwippt, als ob die Dämpfer hinüber sind.

Da der Wagen ein dreistufig einstellbares Fahrwerk hat (Comfort, Sport und Sport+), fallen uns diese beiden o. g. Phänomene meist nur im Comfort-Modus auf, so dass wir das Fahrwerk eh immer auf Sport stellen...zu Lasten des Komforts.

Mittlerweile traue ich mich kaum noch, mit dem Wagen schneller als 220 km/h zu fahren, da ich die Reaktion des Hecks nicht vorher sagen kann.

 

Zweitens ist der Wagen "inkontinent": steht auf dem Cabriodach des (Regen)wasser und man öffnet die Fahrertür, ergießt sich ein Rinnsal auf den Fahrersitz und man setzt sich unweigerlich ins Nasse. So etwas hatte ich bei meinen 4 anderen Cabrios noch nie. Da kamen zwar immer ein paar Tropfen ins Fahrzeuginnere, tropften aber auf den Schweller und liefen nicht auf die Sitzfläche.

 

Drittens nervt das fehlende Heckdeckelschloss im Alltag. Man muss immer darauf achten, dass man beim Aussteigen den Taster in der Fahrertür betätigt, falls man noch was aus dem Kofferraum holen will oder beim Einkaufen erstmal alles hinter dem Wagen abstellen, um den Schlüssel aus der Tasche zu kramen, damit man per FFB die Kofferraumklappe öffnen kann.

 

Aktuell versuche ich, mich mit der Leasinggesellschaft zu einigen, dass wir den Wagen vorzeitig zurückgeben können, da ich keine Lust habe, diese Mängel die kommenden 30 Monate noch hinzunehmen.

 

Wenn's klappt, werde ich auf jeden Fall wieder zu Audi zurückkehren.


26.01.2018 17:29    |    bimidi

Schade, schade. Ich drück dir die Daumen, dass es mit der vorzeitigen Rückgabe klappt.

 

Das mit dem Fahrwerk erinnert mich an einen 5er Touring, den ich vor ein paar Jahren hatte.

Tolles Auto - optisch ohnehin mein Favorit - aber bei steigender Geschwindigkeit wurde das Fahrzeug immer leichter auf der Straße. Vermutlich kein großes Problem, aber man verliert eben das Vertrauen. Habe den Wagen nach 9 Monaten verkauft.


26.01.2018 19:38    |    silver77

@knolfi

Meines Wissens ist die Mercedes Leasing in Sachen Verkürzung der Leasingdauer flexibel sind.

 

Da habe ich mit der Volkswagen Leasing ganz andere Dinge erlebt. Die bewegen sich in diesem Punkt keinen Zentimeter.

 

Ich drück Dir die Daumen. @


26.01.2018 20:32    |    hacky1312

Hm, nicht schön sowas zu hören. Ein kleiner Tipp wegen dem Fahrgefühl bei >220 km/h, ich würde mal versuchen den Reifendruck auf der Hinterachse etwas abzusenken, das bringt oft einiges bei höheren Geschwindigkeiten, ich hatte da auch mal Probleme, als der Druck etwas zu hoch war.


28.03.2018 14:46    |    privba

Das erinnert mich an meine Erfahrungen, welche ich vor über 10 Jahren bereits gemacht hatte.

Seinerzeit befuhr ich regelmäßig die A3 zwischen Bonn bis Ffm und die schönsten/schnellsten Kurven waren noch nicht mittels Geschwindigkeitsbegrenzung "entschärft".

 

Regelmäßig wurde ich mit meinem Legacy Turbo-Kombi (Benziner, 2 Ltr, 200 PS = absolute Serienausstattung) auf den Geraden von den großvolumigen Mercedes und BMW überholt und genauso regelmäßig hab ich dieselben in den Kurven, auf der Kurvenaußenseite fahrend, locker wieder "eingesammelt".

Bis sie mich allerdings vorbeiließen, "wackelten" sie wie die "Lämmerschwänze" vor mir her, weil für sie wohl nicht sein konnte, was nicht sein durfte - offenbar hat sich -diesen Schilderungen zufolge- in den letzten Jahren -zumindest Fahrwerk-technisch- bei diesen "Premium-Herstellern" nix weiter getan *Achseln zuck*

 

Den Turbo-Legacy hatte ich dann vor 6 Jahren bei über 557 Tkm "außer Dienst gestellt", bin aber logischerweise der Marke Subaru treu geblieben, fahre jetzt Impreza mit Autogas/LPG, derzeit 261 Tkm


28.03.2018 15:07    |    knolfi

So, ich mache jetzt Nägel mit Köpfen: auf Grund der Probleme mit den Regenwasser auf dem Fahrersitz und dem schwammigen Fahrwerk wird das Leasing des C43 von 36 auf 24 Monate verkürzt. Somit geht der C43 schon Mitte nächstes Jahr zurück.

 

Im Mai oder Juni fahre ich das A5-Cabrio Probe. Wenn es uns zusagt, wird ein S5 für Mitte 2019 bestellt.


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