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19.03.2015 11:11    |    flo-95    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: Treffen

Teilnehmer des Treffens: Markus_95, flo-95, Telsch

 

An diesem Artikel beteiligt: Markus_95, flo-95, Telsch

 

Die meisten Youngsters aus unserer Gruppe fahren Autos im Alter von 10 bis 23 Jahren, doch auch die neuen Autos interessieren uns natürlich. Was macht man also, wenn man diese ganz neuen Autos erleben will? Man schaut, wo eine Automesse stattfindet und organisiert einen Trip dort hin. Bei uns kam Ende Februar der Gedanke auf, den bald anstehenden Genfer Autosalon zu besuchen. Die Idee kam hauptsächlich von Dynamix, der dann aber leider doch nicht dabei sein konnte, da es alles zu stressig geworden wäre für ihn an diesem Wochenende, was im Nachhinein auch die bessere Entscheidung war. Er gab uns auch den Tipp, Freikarten bei Cadillac abzustauben, was wir natürlich gerne taten. :)

 

Die Hinfahrt - Vorfreude auf die Messe!

 

So fand sich dann eine kleine Gruppe aus Markus_95, Telsch, flo-95 und Jan - einem Freund von Markus - zusammen, die den Trip antreten wollten. Man traf sich samstags um 5 Uhr morgens in Böblingen, von wo aus es dann gemeinsam im kleinsten verfügbaren Auto - Flo's Swift - in Richtung Genf ging. Der deutsche Teil lief ganz gut, sodass wir die Grenze schnell erreichten. Dort klebten wir noch schnell die vorab gekaufte Vignette hinter die Scheibe, wobei Markus auch an den Kofferraum ging, was dem Zollbeamten an der Grenze wohl verdächtig vorkam. So wurden wir gebeten, rechts ran zu fahren, die Ausweise wurden von einem Kollegen überprüft, während er uns bat, den Kofferraum zu öffnen. Da er aber nur oberflächlich den Inhalt prüfte, durften wir nach kurzer Zeit weiter fahren. Wir dachten, wir hätten schon ein gutes Stück der Strecke geschafft - denkste! 330 Kilometer waren es noch von der Grenze aus und dank Tempolimits und hohen Geldbußen in der Schweiz braucht man dafür bei idealem Verkehr ca. 3 Stunden, wir haben jedoch über 4 Stunden gebraucht dank Stau, je näher wir Richtung Genf kamen.

 

Die Ankunft

 

So zog sich die Fahrt doch ein ganzes Stück, aber kurz nach 10 Uhr kamen wir dann im Parkhaus in Genf an, wo wir gleich noch 20 Euro Parkgebühren abdrücken durften. Von dort ging es mit dem Bus zum Messegelände, wo wir bei Cadillac starteten. Nach einem Getränk in der Cadillac-Lounge vereinbarten wir einen Termin zur Probefahrt des CTS am Nachmittag. Dazu später mehr.

 

 

Schon um diese recht frühe Zeit waren viele Stände überlaufen, doch wir fanden unseren Weg durch die Masse. Wir kamen im Vorfeld an Standkarten für Lamborghini, Ferrari und Bentley, die nicht öffentlich zugänglich sind. So hatten wir die Möglichkeit, die aktuellen Modelle dieser Hersteller Probe zu sitzen.

 

Die Edelkarossen

 

Angefangen mit Lamborghini, worüber sich vor allem Markus freute, dass er Aventador und Huracan hautnah erleben und auch Probe sitzen durfte. Auch der Rest war begeistert von dieser Möglichkeit, die nur wenige jemals geboten bekommen dürften und auch Flo schaffte es, sich in die Sportwagen hinein und wieder heraus zu schälen, auch wenn er nicht wirklich Gardemaß hat.

 

 

In die Bentleys war der Ein- und Ausstieg absolut problemfrei, waren es doch sehr luxuriöse Fahrzeuge, denen man die Abstammung aus dem VAG-Konzern aber leider anmerkt, zum Beispiel beim Continental GT an der Schaltgasse des Automatikwählhebels, die von der Form her der im Golf 4/Audi A3 entspricht. Der Mulsanne Speed, eines der Lieblingsautos von Telsch, wurde auch gleich von der ganzen Gruppe belegt und bis ins Detail inspiziert.

 

 

Danach versuchten wir, auf den Ferrari Stand zu kommen, doch da es schon Mittag war und nun Hochkonjunktur auf der Messe herrschte, brauchten wir alleine um zum Eingang des Ferrari Standes zu kommen eine gefühlte Ewigkeit. Scheinbar hatte Ferrari recht viele Tickets für den Stand ausgegeben, weshalb wir einige Zeit anstehen hätten müssen. So beschlossen wir, erstmal frische Luft zu schnappen (Die Luft in der Halle ist echt furchtbar… Die IAA hatten die erfahreneren Messegänger besser in Erinnerung) und später wieder vorbei zu schauen. Nach einem kleinen Snack an frischer Luft folgten einige kleinere Messestände. Zu erwähnen wären hier der doch sehr futuristische Zenvo aus unserem kleinen Nachbarland Dänemark bis hin zur noch nördlicheren Neuvorstellung Koenigsegg Regera mit atemberaubenden 1500PS und Beschleunigungswerten jenseits von Gut und Böse (0-400 in unter 20sec).

 

 

Die Kopierer

 

Auf einer Automesse dürfen aber freilich nicht die “Kopierwerke” aus Asien fehlen. Angefangen mit dem durch die Medien gegangenen Hersteller Qoros. Hier war deutlich zu sehen das deutsche Mitarbeiter am Werk waren - das Design war wenigstens nicht komplett abgekupfert, wenn auch zum Beispiel das Lenkrad starke Ähnlichkeit zum Hause VW aufweist. Von den Materialien und der Verarbeitung könnte man ihn etwas unter VW Niveau einstufen, aber mit Abstand das Beste aus Asien gegenüber der örtlichen Konkurrenz.

 

 

Am anderen Ende konnten wir den China “Kopierer” DFSK einordnen. Wenn wir auch bei keinem anderen Hersteller so viel Spaß hatten wir hier. Die Front des “DFSK Glory” war eine dreiste Kopie des VW Caddy bei dem quasi nur das Emblem ersetzt wurde. Mit den Worten “Die Front ist ja von VW, deswegen besteht er den Crashtest ohne Probleme” wurde uns die Frage nach der Sicherheit des Fahrzeugs beantwortet. Die Krönung war allerdings die Kopie eines alten Ford Transit, mit serienmäßigen Schaukelstuhl und dauerhafter Sitzheizung dank Motor unter dem Fahrersitz, aber leider fehlenden Gasmasken um die Kunststoff Ausdünstungen ertragen zu können.

 

 

 

Auch einige interessante und sehr gewöhnungsbedürftige Fahrzeugstudien, bspw. von der Schweizer Designschmiede Sbarro, konnten bewundert werden.

 

 

Die Probefahrt

 

Anschließend ging es nochmal zu Cadillac für die gebuchte Probefahrt. Da leider wegen der kurzen Probefahrtstrecke zum Genfer See nur zwei Personen fahren durften, mussten wir uns vorher noch einigen. Am Schluss durfte Telsch den Hinweg und Markus_95 den Rückweg im Cadillac CTS-4 mit Allradantrieb zurücklegen. Die erste Frage galt dem verbauten Motor. Wie von Cadillac gewohnt hat man noch große amerikanische 6/8 Zylinder im Kopf. Als es dann hieß 4 Zylinder und nur 2.0 Hubraum, war die Ernüchterung zunächst groß. Doch als die 276PS bekannt wurden und es bei der Schnellstraße zumindest kurz “pedal to the metal” hieß, kam doch wieder sichtlich Freude auf. Überrascht waren wir ebenfalls wie ruhig sich das Auto für einen Vierzylinder fuhr. Eine ausführliche fahrdynamische Beurteilung können wir aber leider wegen der Schweizer Verkehrsregeln und unseres Cadillac-Begleiters nicht abgeben. ;) An Elektronik und Assistenzsystemen war man mehr als bedient. Am meisten begeistert hat jedoch der “Display-Tacho”(digitales Kombiinstrument), welcher sich individuell anpassen ließ und schon verschiedene Design, entsprechend den Fahr-Modi eingespeichert hatte.

Es war jedenfalls ein interessanter Zwischenausflug mit einem nicht alltäglichen Auto. Nach der Probefahrt ging es natürlich nochmal in die Lounge - Schwaben müssen ja bekanntlich immer alles ausnutzen, was nichts kostet ;)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die neueste Technik!

 

Es gab auf der Messe auch einige technisch interessante Fahrzeuge zu bewundern. So wurde beispielsweise beim Toyota Mirai oder beim Quant viel mit dem Standpersonal über die Technik und das Marktpotenzial der Fahrzeuge diskutiert.

 

 

Natürlich musste auch der Mercedes-Benz Stand ausführlich von Markus als 190er Fahrer inspiziert werden. Dabei stellten wir fest, dass der GLE 63 AMG S einen Preis in der Kategorie unnützestes Auto verdient hätte.

 

 

Gegen den Widerstand der Gruppe musste Telsch noch kurz auf dem Mitsubishi-Stand vorbeischauen um zu sehen was es Neues von seiner Alltagsmarke gibt.

 

 

Gegen Ende ging es dann noch zu Ferrari, wo aber leider nur zwei Personen eingelassen wurden. So erkundeten Flo und Telsch die Fahrzeuge und die Lounge alleine, während die anderen derweil bei Volvo ein bisschen entspannten. Man sitzt ja auch nicht all zu oft am Steuer eines Ferrari, so dass auch dies ein besonderes Erlebnis war. In der Lounge gab es dann noch Wasser (wir mussten ja noch fahren, sonst hätte es auch Champagner und Wein gegeben) und Bergkäse. Zum Abschluss machten wir noch einen Abstecher zu Abarth, wo vor allem die Schaltung ungewohnt war (erster Gang rechts hinten). Beim Verlassen der Messehalle um 19 Uhr gab es noch einen kleinen Auftritt des Standpersonals bei Fiat.

 

 

Wir wissen, viele können das Video nicht schauen, da es Musik enthält, die in Deutschland nicht auf YouTube veröffentlicht werden darf aufgrund der Lizenzen. Wer sich damit auskennt, kann dies ja umgehen, alle anderen verpassen nur eine kleine Tanzeinlage der Mitarbeiter des Fiat-Konzerns.

 

 

Die Rückfahrt - Vorfreude auf das heimische Bett!

 

Gegen 19:45 Uhr wurde dann die Heimreise angetreten, leider war um Genf herum wieder sehr viel Stau, so dass es kaum vorwärts ging. Da alle von dem langen Tag fertig waren, durfte Telsch (der morgens am längsten schlafen durfte) die letzten 400km im Swift nach Hause fahren, worüber er sich natürlich sehr freute. Gegen 0:30 Uhr trafen wir dann wieder in Böblingen ein, womit ein anstrengender Tag endete.

 

Das Fazit

 

Würden wir es nochmal tun? Vielleicht, gefallen hat uns die Messe auf jeden Fall, aber garantiert nicht mehr an nur einem Tag! Das war am Ende doch etwas anstrengend.

 

Abschließend findet ihr hier noch viele Fotos, die wir leider nicht komplett im Artikel unterbringen konnten:

 

 

 

Übrigens: Mit nick_rs und Shibi_ waren auch letztes Jahr schon zwei Youngsters zusammen in Genf und haben dort fast die selbe Story durchgemacht. Den Artikel findet ihr HIER. Anschauen lohnt sich!

Hat Dir der Artikel gefallen? 2 von 3 fanden den Artikel lesenswert.

19.03.2015 11:03    |    nick_rs

Erster!

Zitat:

Da er aber nur oberflächlich den Inhalt prüfte, durften wir nach kurzer Zeit weiter fahren.

Was hattet ihr denn zu verheimlichen, dass ihr nicht hättet weiter fahren dürfen wenn er genauer geguckt hätte :D


19.03.2015 11:09    |    flo-95

Nichts, aber es hätte auch länger dauern können, wenn er alles hätte zerpflücken wollen. ;)


19.03.2015 11:51    |    Dynamix

Ich kann mir schon vorstellen wie das bei euch lief :D

 

https://www.youtube.com/watch?v=9PIs9H-mBhI


19.03.2015 11:54    |    Dynamix

Der Chinacaddy scheint ja durch besonders hohe Qualität zu bestechen :D


19.03.2015 12:04    |    christian 140ps

Dezent viele Bilder :D

 

Ja die Caddy-Kopie ist schon nett. Blöd nur das die Front beim neuen anders ist....:D


19.03.2015 12:08    |    Dynamix

Ist der Motor von dem Chinamopped tatsächlich unter dem Fahrersitz?! :eek:


19.03.2015 14:46    |    flo-95

@Dynamix Das Video ist nicht vom "Caddy", sondern von dem Transit-ähnlichen Bus, zu dem anscheinend keine Bilder von uns gemacht wurden. :D

 

Ja, bestimmt eine gute Sitzheizung, da nichts isoliert ist. Und laut dürfte das auch sein.


19.03.2015 15:32    |    Dynamix

Aso, dachte jetzt das wäre dieser Caddy Verschnitt gewesen :D


19.03.2015 15:57    |    nick_rs

Flos lache auf dem Video ist auch der Hammer :D


26.03.2015 19:49    |    nick_rs

Nix los hier :eek:


27.03.2015 15:57    |    kaktus2014

Sehr interessanter Bericht. Der Chinakracher ist wirklich grausam :D


Deine Antwort auf "Youngsters @ Genfer Autosalon"

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