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Die besten Sportwagen Touren

Sportwagen Touren im Porsche 911.

02.11.2020 18:52    |    BondHD    |    Kommentare (14)

Am Wochenende ist Sean Connery gestorben. Der erste Bond, für viele der einzig wahre. Nun, ich mag auch Craig, und Moore (zumindest in seinen 70er Bonds, die danach hätte er besser bleiben lassen..), aber dennoch ist Connery einfach der coolste, der stylishste, die Ikone die den Charakter von Bond geprägt und zum Klassiker gemacht hat. Der Bond der Bonds.

 

Und der Connery Bond aller Connery Bonds ist ohne Zweifel - Goldfinger.

 

So mag es Zufall sein - oder auch Schicksal - dass ich ausgerechnet am Todestag von Sean Connery mein kleines Roadtrip Video von den Goldfinger Locations am Furka Pass fertig geschnitten habe. Auf YouTube eingestellt nur wenige Stunden bevor ich vom Ableben "meines" Hauptdarstellers erfahren habe...

 

Somit widme ich diesen Clip als mein kleines Tribute auf den großen Sean Connery!

 

Viel Spass mit dem Video, ich habe versucht, auf der Fahrt von Andermatt bis Gletsch über den Furka die Original-Goldfinger Stellen genau an den jeweiligen Orten reinzuschneiden.

 

Hier das Video:

https://youtu.be/jb65w5wZ-ik

 

 

Nun zu den Drehorten selbst: wer die Goldfinger Locations - und die fantastische Schweizer Passwelt drumherum - erkunden will, für den ist Andermatt eine perfekte Ausgangsstation. Dort gibt es einige sehr gute Hotels. Das Chedi ist sicher das berühmteste, wir waren im nagelneuen Radisson, sehr schön, super Pool. Falls Ihr Oldtimer oder kostbare Fahrzeuge habt, es gibt dort eine sehr geschützte Tiefgarage. Inklussive Parkplatz Nr. 007 – siehe Video. Die berühmte Teufelsbrücke in der am Gotthardpass in der spektakulären Schöllenen-Schlucht ist in wenigen Minuten vom Hotel zu Fuß zu erreichen, und mit Furka-, Grimsel- und Sustenpass hat man gleich 3 der Top 10 besten Alpenpässe in unmittelbarer Reichweite – meiner bescheidenen Meinung nach vielleicht sogar die Top 3 der Alpen überhaupt! Und als Bonus dazu noch den Gotthard Pass mit der berühmten Tremola, den Oberalp Pass und den Nufenen um die Ecke. Nirgendwo sonst wird man als Sportwagenfahrer so verwöhnt!

Richtung Furka geht’s los gleich hinter Andermatt, und ruck-zuck ist man auch schon an der ersten Goldfinger Location von 1964, noch bevor man den Pass selbst erreicht: zwischen Zumdorf und Realp hat 007 mit seiner speziellen „Felgenfräse“ dem armen Mustang von Tilly Masterson die Seite aufgeschlitzt – übrigens das erste Mustang Modell überhaupt, was selbst erst gerade mit dem Film gelaunched wurde. „Double blow-up – I’ve never seen one of those before“, kommentierte Bond. Nach Realp geht dann der Furka richtig los, und gleich kommen die Serpentinen, auf denen sich ein Großteil des Geschehens abspielt: Die Haarnadelkurve, in der Goldfinger’s Rolls-Royce halt macht, zwei Serpentinen darüber der Platz von dem Bond ihn beobachtet, noch eine Serpentine drüber die Stelle von der Tilly auf Goldfinger anlegt. Die Stelle, wo Bond anhält in der „James Bond Street“ ist übrigens nicht genau da, wo der mit Gedenktafeln markierte Aussichtspunkt ist, sondern etwas weiter die Straße rauf (man kann an der echten Stelle schlecht parken, bzw. nur, wenn man das Hupen und die bösen Gesten aller vorbeifahrenden zu ignorieren bereit ist ?? ). Die Filmshots von unten und von oben sind übrigens ein kleines Stückchen voneinander entfernt gemacht worden, hat mich vor 3 Jahren, als ich zum ersten mal da war, Wahnsinnig gemacht bei der Suche der genauen Stelle...

Nach der wunderschönen Fahrt weiter nach Westen über Pass und Gipfel hinüber (übrigens hat der Furka für so einen berühmten Pass und stolzer Höhe von 2,429m so ziemlich die unberühmteste Passhöhe – die Goldfingerserpentinen im Westen und Belvédère im Osten stehlen dem Gipfel einfach die Show…) kommt man schließlich an das ehemalige Hotel Belvédère direkt am Rhonegletscher, dem wahrscheinlich meist-fotografierten Motiv aller Alpenpässe, an dem auch ein paar Szenen gedreht wurden. Erstaunlich nicht nur, dass hier in 1964 noch ein reiner Schotterweg war, sondern, wie weit der Rhonegletscher damals noch runter ging, wo heute nur noch Geröll ist… traurig.

Wie üblich bei Bond, hält sich der Schnitt nicht gerade an die echte Reihenfolge der Strecke. Nicht nur, dass der Furka satte 258 km von Genf entfernt ist, was auf Bond’s Vorläufer aller GPS Systeme als Ort angezeigt wird… auch die einzelnen Stellen springen wild hin- und her, mal fahren die Fahrzeuge den Pass in östliche und dann wieder in westliche Richtung…

 

Viel Spaß beim Nachfahren und Recherchieren!

 

PS: die „Goldfinger-Fabrik“ passiert Ihr, aus Deutschland kommend, übrigens bereits lange bevor Ihr am Furka seid. Es handelt sich nämlich um die Pilatus Flugzeug-Werke bei Stans, südlich von Luzern, gut von der Autobahn aus zu sehen.

 

PPS: Wer tatsächlich bis hierher gelesen hat bekommt noch 2 Bonus-Clips, ebenfalls direkt von Andermatt zu erfahren:

- Grimselpass (die direkte Fortsetzung der Furkastrecke): https://youtu.be/kWesLWVTD6M

- Gotthardpass / Tremola: https://youtu.be/EIaqt7glr6Y

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07.09.2019 17:05    |    BondHD    |    Kommentare (4)

Unter uns Sportwagen Enthusiasten ist der Stelvio berüchtigt als DER spektakulärste aller sonst schon spektakulären Alpenpässe. Kein Superlativ wurde für ihn ausgelassen. Top Gear nannte den Stelvio "the world's best driving road". Das kultige CURVES Magazin hat ihm ein eigenes 336 Seiten starkes Buch gewidmet und auch gleich ein Lied über seine 48 Curves komponieren lassen. Man nennt ihn den "König" der Alpenpässe, das Mekka für Sportwagenfahrer. Oder auch: das "Monster". Egal, dass er mit seinen 2757m Gipfelhöhe "nur" der zweithöchste Alpenpass ist nach dem Col de l'Iseran in den Westalpen, der es auf 13m mehr bringt: wahrscheinlich ist der Nr. 1 Bucket List Item eines jeden Sportwagenfahrers, einmal (oder auch öfters) seine 48 Kehren bezwungen zu haben.

 

 

Vor ein paar Tagen waren alle Sterne aligned und ich hatte bei einen Urlaubstrip in Latsch in Südtirol meinen 911er dabei – nur 23km vor dem Fuß des Stelvio in Prado. Und los ging’s. Eigentlich wollte ich mich gleich im Morgengrauen auf den Weg machen, da jeder sagt ansonsten ist es dort so überfüllt, dass man kaum vom Fleck kommt. Dann wurde es doch etwas später, aber zu meiner positiven Überraschung war das – es war ein Werktag – überhaupt kein Problem. Ich hatte am Vormittag weitestgehend die Strecke (fast) komplett für mich alleine.

Hinter dem Tunnel zwischen Gomagoi und Trafoi ist schließlich die Kehre Nr. 48 erreicht (Zählung rückwärts bis zur 1 ganz oben) und schon bald schraubt sich die Straße steil in die Höhe. Ab dem Berghotel Franzenshöhe kommt nochmal die ultimative Steigerung. Man hat die letzten 20 Kehren die berühmte steile Rampe zum Gipfel hoch direkt vor Augen, ein Wahnsinns Erlebnis!

 

Anbei ein Link auf ein kurzes 5min Video mit On-Board Eindrücken und Panorama-Shots mit der Drohne.

Viel Spaß beim anschauen - und hoffentlich nachfahren!

 

 

https://youtu.be/_DOKqFRPhCg

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Mein Blog hat am 05.11.2020 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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