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Der Goldene Oktober

zum Zehnjährigen der Bulli-Alpentour

20.12.2015 20:37    |    vwgolf2gti16v    |    Kommentare (25)

Es gibt Sätze, die man am liebsten nie in seinem Leben hören möchte. Wie zum Beispiel im Personalgespräch: „Wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass…“. Oder, wenn man gerade mit einem One-Way-Ticket nach Südspanien geflogen ist um ein Auto nach Deutschland zu holen, dort am Mietparkplatz: „There is a problem with your car“.

Das Problemkind gehört meiner Tante. Die hatte bis vor zwei Jahren ein wunderschönes Haus mit unverbaubarem Meerblick, zwei Orte weit von Benidorm. Leider ist mein Onkel viel zu früh verstorben, und für sie alleine war das Haus mehr ein Klotz am Bein als eine Oase der Erholung. Also Haus verkauft und – ja und dann stand da noch der Polo, den sie extra für dort angeschafft hatten. Weil man ja mit dem Flieger kommt – in drei Stunden ist man da – und dann auch vor Ort mobil sein möchte.

Das Haus war also weg und der kleine Polo stand da am Flughafen von Alicante auf dem bewachten Parkplatz „Victoria“. Zwei Jahre schon hatte sich keiner um den Wagen gekümmert, zwei Jahre waren Steuern und Versicherung bezahlt – für ein „Stehzeug“. Daher kam mein Auftrag: „hol dir den Wagen.“

Wetter in BerlinWetter in Berlin Wetter in AlicanteWetter in Alicante

Kurz durchgerechnet, günstigen Flug gebucht, kann doch nicht so schwer sein. Da ich nicht wußte, wie weit ich pro Tag komme, konnte ich Übernachtungen nicht planen. Aber da ich ja größtenteils durch eine touristisch voll erschlossene Region fahren würde, habe ich keine Probleme erwartet. Außerdem gibt es google maps, here und trip advisor, also für den modernen Mensch kein Problem.

Bis der besagte Satz kam. Den mitgebrachten Werkzeugkoffer -„haben ist besser als brauchen“- hab ich gerade so durch die Handgepäckkontrolle bekommen – und nun brauchte ich ihn leider doch. so stand er da die letzten 2 Jahreso stand er da die letzten 2 JahreBeim Polo war die Benzinpumpe kaputt. Startversuche ohne und mit Starterspray hatten das ergeben. Alptraum! Der Flieger war um 12:10h gelandet, um 13:00h war ich auf dem parking, ich wollte an diesem Tag noch mindestens bis Nordspanien, idealerweise sogar über die französische Grenze kommen.

Stattdessen baue ich mit dem Mechaniker die Spritpumpe aus, sauge das alte Benzin ab, Sprit absaugenSprit absaugendas auch noch die Gummidichtung aufgelöst hat, lausche ihm, wie er rumtelefoniert um eine neue –oder noch besser: gebrauchte- Pumpe zu finden. Allerdings –und daran ist nicht zu rütteln- ist in Spanien bis 16 Uhr Siesta. Da geht gar nichts. Also fahren wir erst mal in seinen Heimatort direkt neben dem Flughafen, er dropt mich in einem Restaurant und fährt selbst zu seiner Familie zum Mittagessen. Inzwischen bekomme ich ein 3-Gänge-Menü, was wohl der örtliche Mittagstisch ist, bestehend aus Salat, gebratenen Mini-Tintenfischen und einer Mini-Paella. Wunderbar!Mittagstisch im Restaurante Avenida 1Mittagstisch im Restaurante Avenida 1

Um 16 Uhr sind wir wieder in seiner Werkstatt und es gibt gute Neuigkeiten: sein Kumpel hat tatsächlich die richtige Kraftstofffördereinheit, also das ganze Gerödel mit Pumpe und Tankgeber gebraucht da. Mit Dichtung. Also rangeholt und eingebaut. Nur nebenbei sei angemerkt, dass die Batterie natürlich auch komplett tot war, Batterie totBatterie totalso musste hier auch noch Ersatz beschafft werden. Aber dann: der kleine rote Torero sprang an! Also alles zusammengefrickelt, sämtliche Rechnungen beglichen und fürs Trinkgeld bekam ich noch ne Fahrt durch die Waschanlage spendiert. Nur war es inzwischen 18 Uhr, und um diese Uhrzeit ist es selbst dort langsam dunkel. Und ich wollte eigentlich schon in Grenznähe sein?

 

fast startklarfast startklar

 

Egal, jetzt zählt jeder Kilometer, denn ich hatte nur zweieinhalb Tage Zeit für die Rückfahrt, und den ersten halben Tag hatten wir gerade in der Werkstatt verbracht. Über die spanische Mautautobahn fährt sich das ganz entspannt, vor allem abends. Doch dann kam das Thema „Hotel suchen – ganz spontan“. Während man hier allüberall an den Ausfallstraßen die Neonreklame von Motel1, Ibis und wie sie alle heißen sieht, war dort – nichts! Gar nichts. Also erst mal runter von der Mautautobahn und rein in der erstbesten Urlaubsort, der einem bekannt in den Ohren klang, in diesem Fall Cambrils. Auch an der Ausfallstraße – nichts. Und auf einen Schlag war man im Stadtzentrum (gefühlt zumindest). Und es gab Hotels! Nur keine Parkplätze. Alles voll – ohne Pardon. Von Carré zu Carré, nicht ein Platz. Und wo dann endlich Platz war, waren die Hotels in weiter Ferne. Also weiter, irgendwie auf der Landstraße. Dann ein Hotelschild…auf die Schnellstraße…und da stand es dann: „Golf Hotel Mas Galau“, romantisch gelegen direkt an der Autovia del Mediterrani, aber: vier Sterne! Ich begehrte Einlass und beim Nachtwächter, der vorgab, kein Englisch zu sprechen, sicherheitshalber erst mal nach dem Preis gefragt: 75 EUR. Angesichts der fortgeschrittenen Uhrzeit –es war nach Mitternacht- und meiner durch Erfolglosigkeit gekrönten Hotelsuche im Touristenparadies akzeptierte ich das Zimmer. Und landete in einer Suite vorm Herrn! Riesig groß, Terrasse, riesiger Spiegelschrank, zwei große Betten und das Bad: ein Salon für sich. Die Waschtischanlage größer als meine Küchenanrichte, ein Sitz-Dusch-Bad von mindestens 4 m², Bidet (is klar ;) ). Einfach irre. Dazu Garten, Pool, aber das brauchte ich ja alles nicht. Wenn man bedenkt, dass manche dieser Autobahnhotels 89 EUR für ein Zimmer nehmen…Nur das Frühstücksbüffet, das passte nicht so richtig zu den Sternen: eher kompakt, mit schrumpeligen Tomaten und auch sonst wenig Besonderes. Und der Nachtwächterkauz, der saß am Morgen immer noch da.

Golf Hotel Mas GalauGolf Hotel Mas GalauGolf Hotel Mas GalauGolf Hotel Mas Galau

 

So, heute hieß es klotzen, nicht kleckern. Schön in den Berufsverkehr von Barcelona reingerasselt. Die Mautautobahnen sind in den Agglomerationen gebührenfrei – und damit auch zugestaut. Aber gut, irgendwann war man da auch durch. Und dann hieß es: Vive la France! Nur wie würden die Franzosen auf einen Deutschen mit einem spanischen Auto reagieren? Die Lage war ja etwas angespannt…schon weit vor der Grenze warnten Leuchttafeln. „an der Grenze wird kontrolliert“ – na super! Und so war es dann auch: von drei Spuren auf eine, LKW separat und auf der PKW-Durchfahrt stand massiv Militär, das MG geschultert. Aber durchgewunken haben sie mich trotzdem. Puh!

Perpignan, Montpellier, Nîmes, Nebel am Mittelmeer. Trotzdem: wie gern hätte ich hier –und auch schon in Spanien- mal angehalten, wäre mal an den Strand gefahren. Aber leider keine Zeit. Wiederum galt es, Kilometer zu fressen. Als Tagesziel kristallisierte sich Mulhouse heraus, und nachdem Sochaux (Geburtsstätte von Peugeot!) passiert war, hieß es wieder: nach Hotels Ausschau halten. Während unterwegs die Rastplätze durchaus auch Übernachten angeboten hatten – hier natürlich nicht. In letzter Not die Abfahrt Mulhouse-Centre genommen, Schnellstraße im Finstern, ein Mal abbiegen – und voll im Zentrum: Cinemax, Pizzeria, aber natürlich wieder kein Hotel. Weiter Richtung Zentrum zu fahren machte ob der Parksituation keinen Sinn, also gewendet und schwuppdiwupp war ich auch schon wieder raus- und fuhr durch die umliegenden Landgemeinden. Leider war auch hier ums Verrecken kein Hotel zu finden, also fuhr ich wieder auf die Autobahn und rüber nach Deutschland. Auch hier wieder übelste Kontrollen seitens der Franzosen, Richtung Deutschland jedoch: nichts.

In Deutschland wollte ich dann die erste Abfahrt nehmen und entlang der Bundesstraße suchen – und tatsächlich: schon im ersten Ort, das war Neuenburg am Rhein, links UND rechts am Ortseingang die Leuchtreklame „Hotel“. Die Qual der Wahl! Ich entscheide mich für das Hotel Touristik, klein, fein und sauber. Dazu WLAN und morgens ein wunderbares Frühstücksbüffet. Was will man mehr?

Am nächsten Morgen zeitig aufgestanden, denn jetzt standen noch 800 km durch Deutschland an, und während die spanischen und französischen Autobahnen bis auf die Rush-Hour in Barcelona und Lyon freie Fahrt gewährleistet hatten, drohte in Deutschland allüberall Stau. Doch toitoitoi bis auf etwas Geschiebe um Nürnberg und eine Baustelle vor Leipzig lief es flüssig. Und so rollte ich um 16 Uhr bei mir auf’n Hof.

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20.12.2015 21:00    |    vwgolf2gti16v

Muß noch hinzufügen: mit der Tausch-Spritpumpe und der neuen Batterie ist der kleine rote Torero gelaufen wie ein Bienchen: ohne Mucken und Murren. Und er hat - wie sich das für ein sonnenverwöhntes Auto gehört - nullkommanull Rost!


20.12.2015 21:15    |    PIPD black

Die Bremsscheibe sieht aber fies aus.

Damit bist du nach D gekommen?


20.12.2015 21:40    |    Goify

Und die Reifen waren nicht eckig? Ich hatte mal im Hochsommer 4 Wochen geparkt und den Standplatten kaum wieder rausbekommen.


21.12.2015 13:06    |    Raliwutsch

Netter Artikel, und Air Berlin ein bisschen gefördert. Gefällt mir!


21.12.2015 18:07    |    John-Mac-Dee

Und der ganze Aufwand hat sich gelohnt für ein 1000€ Auto? Kommt ja auch noch ummeldung dazu usw.


21.12.2015 18:15    |    DeepBlueGalant

Ich finde so Touren über Ländergrenzen hinaus immer toll, wenn gleich anstrengend.

 

Aber sagmal hat sich das für den alten Polo überhaupt gelohnt?

2 Jahre Standkosten (Steuer, Versicherung, Parkgebühren) + Benzinpumpe + Batterie + Benzin + Hotels + Flugkosten + Verbummelte Zeit

 

EDIT: John war schneller. :D


21.12.2015 19:16    |    PIPD black

"nullkommanull Rost"

Die Motorhaubenkante und der untere Teil der Fahrertür sehen zumindest ziemlich nach Gammel aus.


21.12.2015 19:57    |    Turboschlumpf6

Auf die harte Tour!

 

Früher habe ich solche Aktionen öfter mal gemacht. Mal war es lustig und mal war es richtig stressig.


21.12.2015 20:52    |    Trackback

Kommentiert auf: Seat auf Motor-Talk:

 

Zwei Tage mit dem neuen Ibiza Cupra

 

[...] Martorell - bin ich Donnerstag noch vorbei gefahren. Allerdings mit nem Shopping-Polo

 

Hol doch mal den Wagen

[...]

 

Artikel lesen ...


22.12.2015 10:44    |    Hitman666

Was machste denn jetzt mit der Karre ? Die angenommenen Kosten von ca. 2500 € für Flug, Hotels, Steuern, Parkgebühren und Ersatzteile falls ich damit überhaupt hinkomme, bekommst du bei einem Verkauf bestimmt nicht mehr rein !!

 

Für das Auto und die enstandenen Kosten wäre ich noch nicht mal ansatzweise nach Spaniern geflogen. Hätte man das Auto nicht besser in Spanien verkaufen können ?

 

 

Gruß,


22.12.2015 10:52    |    PIPD black

Interessant ist, dass der BE Zeit hat, seinen Blog an anderer Stelke zu bewerben, aber keine Zeit "verschenkt", hier Antworten zu geben.:(

 

Wozu dann der Blog mit Kommentarfunktion.:confused::mad:


22.12.2015 14:31    |    vwgolf2gti16v

So, hier die heißersehnten Antworten:

die Bremsscheibe war über die Standzeit angerostet, natürlich habe ich vor Fahrtbeginn Probebremsungen durchgeführt. Alles wieder normal.

Ja, die Reifen waren eckig und/oder unwuchtig. Nicht extrem aber merkbar. Muß gemacht werden.

Mit Airberlin hab ich eher noch ein Hühnchen zu rupfen: letztes Jahr Weihnachten 4h Verspätung von FFM nach B und keine Erstattung, nichts. Nur Hinhalterei.

Re: Lohnt sich das? Die offenen Standgebühren und die Reparatur hat Tante noch übernommen. Damit blieb für mich Flug (129€), Sprit, Maut, 2x Hotel. Laut Listen gibt's für den Polo 1500-2100. Paßt. Zeit hatte ich, denn ich bin (noch) arbeitslos.

Rost: ist wirklich keiner. Das an den Türen (dachte auch erst an Rost) ist Wachs!

Verkauf in Spanien hat laut Tante nicht funktioniert, ihre Aussage: die Spanier kaufen Neuwagen und fahren die dann, bis die zusammenbrechen. Nochmal zu den Kosten: wenn ich 1500 bekomme, hat es sich gelohnt (Zeit natürlich nicht mitgerechnet, die hatte ich ja).

Und ein Bienchen für PIPD black, wenn er jeden Kommentar sekundenaktuell beantwortet. An alle anderen: Danke für Eure Geduld :)

Ganz ehrlich hatte ich gar nicht mit soviel feedback gerechnet, meine bisherigen Veröffentlichungen hatten eher wenig bis kein feedback.

 

LG


Bild

22.12.2015 14:42    |    PIPD black

:D:p

Vielen Dank für die doch noch erfolgte Reaktion. Hatte schon befürchtet, hier würden bald Spinnenweben wuchern. Schön, dass es nicht so gekommen ist.;):)

 

Dass es zu den anderen Artikeln keine Reaktionen gab, wird wohl daran liegen, dass es nur Lockartikel sind und der gesamte Text nur über einen Link woanders zu lesen ist. Sowas gefällt selten.


22.12.2015 20:04    |    Drehschappeduckel

Coole Story! Schon alleine wegen des ideellen Wertes und des Roadtrips war es das Wert, auch wenn der finanzielle Aufwand vielleicht etwas aus dem Rahmen fällt :)


22.12.2015 23:07    |    vwgolf2gti16v

@PIPD black: gerne :)

Die Firma Motor-Talk GmbH weiß sehr genau, warum ich nur Teaser geschrieben habe. Ansonsten: wen's interessiert, der liest den ganzen Artikel, egal auf welcher URL. Mir ist das egal, ich habe nichts davon.

 

@Drehschappeduckel (what's in a name???): wie gesagt: bis jetzt sieht es so aus, dass ich mit einem Plus da raus gehe. Und dann ist das OK, da ich ja zZt arbeitssuchend bin ;)

Ansonsten hätte ich mir VIEL LIEBER mehr Zeit genommen, wäre Landstraße gefahren, hätte öfter mal angehalten...NOCH lieber wäre ich mit meinem Bulli unterwegs gewesen. Dann hätte ich nicht diese extrem nervige Hotelsuche gehabt :) Leider aber hatte ich mehrere Termine, daher standen wirklich nur diese drei tage zur Verfügung.


23.12.2015 10:22    |    HerrLehmann

Moin,

 

ich sehe das wie Drehschappeduckel.

Cooler Roadtrip der es allemal wert war, wegen der neu gesammelten Erfahrungen und Erlebnissen.

An Deiner Stelle hätte ich mir aber mehr Zeit genommen, grade wenn Du keinen Job hast.

Evtl 2-3 Tage in Spain und unterwegs noch ein paar Stopps.

Oder Frankreich über die Route nationale durchqueren. :)

 

Gruss


23.12.2015 13:20    |    vwgolf2gti16v

HerrLehmann - oh wie gerne. Leider ist auch das Leben während der Arbeitslosigkeit nicht ohne Termine: Sonnabend war Enten schlachten angesagt (der Termin stand seit Wochen, da kriegste kurz vor Weihnachten auch keinen neuen), Sonntag Auto zum TÜV abliefern bei der Werkstatt . Wie gern hätte ich mir mehr Zeit genommen, Autobahnen vermieden und öfter mal angehalten...


23.12.2015 15:27    |    Ascender

Solche Langstreckenfahrten erinnern mich immer an meinen Eurotrip. Es war einfach die beste Zeit meines Lebens. :)

Bei der Hotelsuche hilft auch ein wenig "Gefühl". Mit der Zeit entwickelt man das. Auch Camping-Plätze habe ich "aus dem Bauch heraus" gefunden, einfach indem ich mir bspw. vorgestellt habe: "Da oben in den Bergen ist sicher ein guter Ort dafür." Raufgefahren, und bumm: Campingplatz! :D

 

War lustig.

In England hatte ich aber auch mal das Problem, dass ich mich bei meiner Müdigkeit verschätzt habe. Es war dann drei Uhr morgens, und kein Hotel in Reichweite. Ich habe mich bis zu einem Raststätten-Hotel durchgekämpft, nur um dann festzustellen, dass alle Zimmer belegt seien. Von dort hat man mich zu einem anderen Hotel geschickt, welches auf einer anderen Autobahn war. Also musste ich bei einem Autobahnkreuz nach Westen wechseln, anstatt weiter nach Norden zu fahren.

 

Das angesprochene Hotel sah ich dann auch, jedoch war die Ausfahrt gesperrt und ich wollte im Dunkeln und völlig übermüdet nicht auf der Landstraße suchen müssen.

Also wieder zurück auf die "richtige" Autobahn. Dort fast die Ausfahrt verpasst (Linksverkehr), schnell über die Wiese... BAMM! Aufgesetzt, sah auf dem ersten Blick flacher aus. Da war ich wieder wach. :eek: Ist aber nichts schlimmes passiert, und Autos waren auch keine da.

Keine zwei Kilometer weiter war dann ein anderes Hotel, und das hatte sogar Betten frei. Warum hatte man mich in die völlig andere Richtung geschickt? Ich weiß es nicht. Ich war jedenfalls froh endlich ruhen zu dürfen. Und dann fiel ich auch schon wie ein Stein ins Bett. :)


23.12.2015 17:20    |    Drehschappeduckel

2008 hab ich meinen Cousin in Spanien besucht, hab mir auf dem Rückweg auch mal 3 Tage Zeit genommen und die französische Atlantikküste abgefahren. War cool :cool:


23.12.2015 18:26    |    vwgolf2gti16v

:D :D :D Ascender: Danke für Deine Geschichte. Toll!

@Drehschappeduckel: "Wenn ich mal groß bin, möchte ich das 3/4 Jahr nur rumfahren :) :) "


26.12.2015 16:22    |    Kunipfuhl

Mir wurde mal mein Vorführwagen "unterschlagen", ein Mercedes E 240 Avantgarde.

Der Dieb wurde in Algeciras gefasst und festgesetzt.

Nach einigem Hin und Her wurde ein junger Kollege mit dem Flugzeug nach Spanien geschickt um das Auto dort abzuholen. Die ganze Odyssee hier zu beschreiben würde zu weit führen. Nur so viel : Dagegen war deine Polo-Überführung ein Spaziergang !

Allein schon das Auto von den spanischen Behörden und der Verwahrstation loszueisen !

Als Besitzer des Wagens war unsere Firma, eine GmbH & Co.KG im Schein eingetragen. Einen Handelsregisterauszug hatte der Kollege mit, sogar notariell beglaubigt, ebenso eine Vollmacht des Geschäftsführers, notariell beglaubigt und den Original-Fahrzeugbrief ! Ohne diese Dinge stünde das Auto wahrscheinlich noch immer in Spanien.

Schmiergeld war nötig damit das alles einigermaßen Zeitnah über die Bühne ging. Stichwort Siesta, Feierabend etc.

Am Auto fehlte das Radio, das Reserverad sowie Werkzeug und Erste-Hilfe-Kasten.

Das hatte aber bestimmt nicht der Dieb entfernt, die Kerle in der Verwahrstelle betrieben damit einen Handel.

Der Tank war natürlich auch komplett leer.

Alles Gründe um dieses Land auch als eventuelles Urlaubsziel zu meiden.

 

Franz


28.12.2015 00:21    |    vwgolf2gti16v

Hey Kuni, das klingt sehtr spannend - schreib doch mal auf :)


28.12.2015 19:41    |    Spannungsprüfer164

Der Klarlack hat sich auf dem Dach in Wohlgefallen aufgelöst. Kann das sein?


28.12.2015 23:22    |    vwgolf2gti16v

jupp, so oder so ähnlich


22.03.2016 13:35    |    vwgolf2gti16v

Update: der kleine rote Torero hat inzwischen die HU gemeistert und ist zugelassen. Der neue Eigentümer hat bereits 16.000 km runtergespult!


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Deine Antwort auf "Hol doch mal den Wagen - eine nicht ganz optimal gelaufene Rückführung aus Südspanien"

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