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19.08.2014 19:18    |    der_Derk    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: Cornwall, England, I (JA), Renault, Renault RX4, Scenic, Urlaub

Urlaubszeit! Mich zieht es im Sommer ja meistens in nördlichere Gefilde, weil es da nicht ganz so warm ist. Skandinavien hab' ich mittlerweile halbwegs durch, als Nächstes auf der Liste stand: Cornwall. Hier bietet sich eine Rundreise mit Bed&Breakfast-Unterkünften an - welche überraschender Weise über das lokale Reisebüro schneller und günstiger organisiert war als bei diversen Online-Anbietern. Als Route stand Bristol - Barnstaple - Penzance - Ottery St. Mary - Bournemouth mit insgesamt 7 Übernachten auf dem Plan, An- und Abfahrt auf eigener Achse über Calais - Dover. Bis dahin sind es von hier aus schonmal 570 km, ingesamt kommt die Rundreise damit auf ca. 2500 km. Ist in einer Woche noch halbwegs stressfrei fahrbar, wenn man nicht nur im Auto sitzen will.

 

 

Erste Station sollte eigentlich Bath auf dem Weg nach Bristol sein, aber zeitlich war das nicht mehr drin. Die Fahrt bis Calais war noch entspannt und staufrei, ab Dover hingegen geht es eigentlich nur noch im Stau vorwärts. Das Navi veranschlagt knappe 3 Stunden bis Bristol, tatsächlich werden es mehr als 6. Das erste Mal auf der falschen Straßenseite fahren ist dann auch gar nicht so schlimm, schließlich steht man mehr als dass man fährt - wobei der dreispurige Kreisverkehr gleich nach Verlassen der Fähre in Dover schon fies für Neuankömmlinge ist, und ich glaube die haben das extra gemacht ;).

Die Ankunft entschädigt dann für die Fahrt: Aus der teuersten Kategorie auf der Reise, ist das herrschaftliche Anwesen (inklusive Parkanlage und Kirche) wirklich beeindruckend. Am nächsten Morgen gibt's noch eine Geländeführung vom Hofhund, und dann geht's weiter durch den Exmoor National Park.

 

Der Renault war eine gute Wahl, die Straßen werden schmaler, die Büsche dorniger, und sein Fahrwerk verkraftet auch das eine oder andere Cattle Grid, welches meistens ohne Ankündigung bei 80 km/h (und erlaubten 97...) quer kommt. Was ihm hingegen gar nicht liegt, sind die Steigungen und Gefälle - um signifikante Motorbremswirkung zu spüren muss man auch oberhalb von 50 km/h bis in den zweiten Gang 'runter, bei 26% Steigung braucht man bis 50 km/h nicht in den zweiten Gang hochschalten. Merkt man bei uns im Flachland nicht so sehr, aber die Übersetzung ist echt - wie ich schon häufiger anmerkte - auf ganzer Linie grandios falsch.

 

Durch Minehead, Lynmouth und Rocky Valley geht es weiter Richtung Barnstaple - eine Ortschaft, die nicht nur nach Landwirtschaft klingt. Für das Auffinden der Bed&Breakfast-Stationen ist ein gutes Navi hilfreich, nach Karte ist hier fast nichts zu finden - da auch die B&B-Betreiber selber es nicht für nötig befunden haben, auf sich aufmerksam zu machen. Ohne Navi wäre ich in den Weg zur heutigen Unterkunft gar nicht abgebogen, weil ich ihn gar nicht als solchen erkannt hätte.

 

Am nächsten Tag geht es an Tintagel und St. Yves vorbei nach Penzance. St. Yves fällt dabei leider zeitbedingt aus der Besichtigung 'raus, in Tintagel droht beinahe schon der erste Sonnenbrand - mit 25 Grad und strahlendem Sonnenschein konnte man ja nicht rechnen. Überhaupt war das Wetter in der ganzen Woche ähnlich perfekt, lediglich auf der Anfahrt gab es einen Schauer.

 

Für Penzance sind zwei Tage eingeplant, am ersten werden westlichster und südlichster Punkt abgefahren - Land's End und Point Lizard. Letzterer ist touristisch weniger überlaufen, für Land's End empfiehlt sich der Besuch vor 10 Uhr. Danach öffnen die Geschäfte und der Parkplatz ist voll, den namensgebenden Poller muss man auch eigentlich nicht gesehen haben - aber die Landschaft ist schön, solange man in Abwesenheit der Touristen noch etwas davon sehen kann. Zwischen den beiden Stationen war noch genug Zeit für Mount St. Michael - ähnlich wie die namensgleiche, französische Halbinsel nur bei Ebbe zu Fuß erreichbar und mit Burg, bzw. Kloster bebaut, lohnt sich der Ausflug - auch wenn die englische Variante kleiner ist.

 

Von Penzance aus führt der Weg weiter über die Lost Gardens of Heligan (entbehrlich - wirklich), das Dartmoor und Torqay (nett, aber voll) nach Ottery St. Mary, was wiederum ähnlich ländlich ausfällt wie Barnstaple. In den Lost Gardens haben wir dabei leider die Zeit verloren (deshalb also "lost"...), die man besser in das Dartmoor investiert hätte.

 

Von Ottery St. Mary führt der Weg am kommenden Tag nach Bournemouth - über Salisbury und Stone Henge, denn wenn man da schonmal in der Nähe ist, muss man das ja auch mitnehmen. Allerdings: Einmal reicht bei Stone Henge m.M. auch. Schon im Vorbeifahren auf der Landstraße hat man eigentlich alles gesehen, zusätzlich kann man sich natürlich einen stolzen Betrag am dortigen Museum von der Kreditkarte hobeln lassen, ca. 1,5 km per Shuttlebus (immerhin: Land Rover ;)) oder zu Fuß dorthin laufen/fahren - und sieht dennoch nur Touristen darum versammelt, ein Anblick den man eben auch von der benachbarten Landstraße aus schon hatte. Salisbury hingegen bietet für's Auge alleine durch die Kathedrale mehr, aber auch in der Stadt selber kann man einige Zeit zubringen. Die Unterkunft in Bournemouth liegt in Strandnähe, auf selbigen wird man natürlich sofort als Tourist erkannt: Man hat keinen Grill dabei...

 

Von Bournemouth aus sind am folgenden Tag Portsmouth und Southampton in Reichweite, in Portsmouth lohnt sich ein Besuch der Historic Dockyard mit begehbarer HMS Warrior, Victory, sowie den trocknenden Überresten der Mary Rose, in Southampten ein Gang zum Titanic-Museum.

 

Damit ist auch schon wieder der letzte Tag der Reise - am der Südküste geht es zurück über Brighton, Eastbourne und Hastings (jeweils mit abgebranntem Pier - muss ein Markenzeichen sein?) zurück nach Dover. Diese Fahrt im freitäglichen Stau dauert wiederum über 6 Stunden - dreimal länger als berechnet. Zurück in Calais fällt die Umgewöhnung auf die andere Straßenseite relativ leicht - und bei nächtlicher Verkehrsdichte auf dem Festland sind die verbleibenden 570 km schneller zurückgelegt als die Strecke Bournemouth-Dover.

 

Der Renault hat sich auf der Strecke ganz wacker geschlagen, bis zu den englischen Tempolimits ist er auch ein recht ruhiges Fahrzeug, dem weder die Büsche etwas ausmachen (viel Restwert gibt's eh nicht zu verlieren) noch schlechte Straßenverhältnisse. Im Smart - hätte ich stellenweise doch ein Problem gehabt. Was sich hingegen sehr nachteilig in Erinnerung gebracht hat, ist die oben erwähnte, komplett verkorkste Übersetzung. Der erste Gang ist so lang übersetzt, dass es auf trockener Straße tatsächlich unmöglich ist, auch nur ein durchdrehendes Rad zu erzeugen. Ich hab's zwangsläufig probieren müssen, um an einer Steigung anfahren zu können - auch beim Einkuppeln mit 5500 Umdrehungen zuckt das Gummi keinen Millimeter. Bei 4000 U/min am Hang in den zweiten Gang geschaltet, landet man unter 2000 Umdrehungen und braucht eigentlich gar nicht einkuppeln, manche Steigungen mussten daher mit fast 50 km/h im ersten Gang bewältigt werden. Scheint im zwar nichts auszumachen, aber wenn man weiß dass man trotz fast 140 PS an Stellen die Kupplung abfackelt, die ein Jimny im Straßengang mit Standgas hochtuckern würde, fragt man sich echt was Renault da geritten hat. Beim Nachfolger werde ich da wohl etwas mehr drauf achten.

 

Genug genörgelt - den Urlaub hat es nicht vermiesen können. Bed&Breakfast war eine gute Wahl für die Rundfahrt, ein teureres Hotel hätte auch nicht mehr gebracht. Das English Breakfast reicht als Mahlzeit auch beinahe für den ganzen Tag, der Gedanke an Mittagessen kam selten auf. Als Nächstes muss ich mir mal die anderen Teile von England anschauen :).

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19.08.2014 20:17    |    chrissA4

Schöner Reisebericht, da kommen prompt Erinnerungen auf, ich war im letzten Jahr mit zwei Freunden Auf der Insel, nachdem wir London- Edinburgh- London ( ein 1400km nonstop Radrennen) bestritten hatten, haben wir uns noch ein paar Tage zur Erholung gegönnt und Brighton, Bournemouth, Southhampton und einige Orte mehr angesehen, ich denke die ehemals glanzvollen Seebäder haben ihren Horizont überschritten und verfallen zusehends. Stone Henge haben wir uns nur vom Parkplatz aus angesehen, das reicht meiner Meinung nach. Ansonsten ist die Insel immer eine Reise wert, Linksverkehr war überhaupt kein Problem und weitaus angenehmer zu fahren als gedacht. Einzig die teilw. sehr schmalen Strassen und Zahlreiche ,,Eddy Stobart" LKWs waren mit dem Wohnmobil teilweise doch eine Herausforderung! Ich werde auf jeden Fall nochmal Richtung Schottland reisen, die Landschaft ist einmalig!


Bild

20.08.2014 08:38    |    der_Derk

Danke :).

 

Ja, an der Südküste hatte ich mir von den Orten, bzw. Strand und Promenade auch etwas mehr versprochen. Hat in weiten Teilen mehr etwas von einer Lost Places-Ansammlung, das Freibad in Penzance (Jubilee Pool) hat nach dem letzten Sturm wohl auch viel Schaden genommen und vegetiert jetzt erstmal unbenutzbar vor sich hin.

 

Was den Linksverkehr zusätzlich entschärft hat, war auch die wirklich sehr freundliche Fahrweise der Engländer. Wenn's zu eng wird wird man immer vorgelassen, selbst Linienbusse warten auch mal damit man aus einer Einfahrt kommt. Hier undenkbar... ;)


20.08.2014 09:18    |    VOLVOJ

Da werde ich ja richtig neidisch.

Bis Cornwall haben wir es leider noch nicht geschafft.

 

In Südengland ist der Verkehr im Sommer grausam und Bath ist völlig überlaufen.

 

Schottland und Wales sind auf jeden Fall auch die eine oder andere Reise wert.

 

Danke für den schönen Bericht!


20.08.2014 10:44    |    mat619

Kann mich den Vorlesern nur anschließen, sehr schöner Reisebericht! England mit dem eigenen Auto wär mal was, ja... mal im Hinterkopf behalten :)

 

Zur verkorksten Übersetzung deines Renault und...

Zitat:

Beim Nachfolger werde ich da wohl etwas mehr drauf achten.

... kann ich dir aus meiner Erfahrung nur eine ganz klare Empfehlung aussprechen: Nichts gegen Renaults als Reisewagen für anspruchsvolle Strecken, aber lieber als Diesel! Wenn ich deinen Bericht so lese bekomme ich nämlich erhebliche Déjà-vus, und infolgedessen den Eindruck, dass Renault offenbar in den letzten Jahren leider nichts dazugelernt was das betrifft - denn für den 2012er Mégane III 1,6 16V kann ich deine Erfahrungen 1:1 unterschreiben: Grauenhafte verkorkste Übersetzung und kaum nennenswerte Motorbremswirkung, wenn's drauf ankommt.

 

Habe mit einem solchen Mégane als Leihwagen vorletztes Jahr eine zweitägige Tour quer über ganz Teneriffa unternommen, inkl. Fahrt durchs fahrerisch extrem anspruchsvolle Tenogebirge, und hoch auf den Vulkan Teide. Aufgrund exakt derselben Problematik, die du geschildert hast, wurde ich dabei schier wahnsinnig! :mad: Bei diesem Mégane III Benziner ist der erste Gang ebenfalls furchtbar lang übersetzt, und bei der im zweiten Gang anliegenden Drehzahl zieht er bergauf einfach nicht. Darum fuhren wir gezwungenermaßen ständig im ersten Gang unmittelbar vor dem Drehzahlbegrenzer, um den mit vier Leuten besetzten Mégane das sehr steile, enge, mit haufenweise Serpentinen gespickte Gebirge hochzuwuchten. Beim Rückwärts an einer der enormen Steigungen anfahren (da uns unvermittelt ein Reisebus entgegen kam) wäre uns die Kupplung dann endgültig fast abgefackelt - stank noch eine halbe Stunde danach erbärmlich. Bergab dann das andere Problem: Aufgrund der kaum nennenswerten Motorbremswirkung in höheren Gängen mussten wir wieder ständig im ersten und zweiten Gang fahren, sonst wären die für diesen Einsatzzweck definitiv zu klein dimensionierten Bremsen noch schlimmerem Fading unterlegen als ohnehin schon.

 

Aber, allem Ärger zum Trotz muss ich ein Lob an unseren geliehenen Mégane aussprechen, denn erstens hat er all diese Extrembelastungen trotz brütender Hochsommer-in-Äquatornähe-Hitze ohne jegliche technischen Probleme und Überhitzungsanzeichen (Temperaturnadel hat sich kaum bewegt) anstandslos über sich ergehen lassen, und zweitens war der Spritverbrauch trotzdem völlig im Rahmen - dank einiger langer Autobahnetappen, die den Schnitt abgesenkt haben, kamen wir trotz der langen permanenten Vollgasfahrerei mit 7,2 Litern aus! Finde ich sensationell gering.

 

Im Nachhinein betrachtet muss ich allerdings sagen, ich hätte unbedingt einen Diesel als Leihwagen nehmen sollen. Megane III als Diesel kenne ich aus unserem Firmenfuhrpark sehr gut - deren Getriebe sind weitaus besser übersetzt, das Drehmoment hätte auch massiv geholfen, und die größeren Bremsen hätten vermutlich kaum Fadingerscheinungen gezeigt.


20.08.2014 10:59    |    schipplock

Hey, Cornwall ist fuer mich die schoenste Ecke Englands. Schoene Bilder!

 

Eure Bedenken bezueglich des Renault sind aus meiner Sicht etwas uebertrieben :). Wasser, Oel, Bremsfluessigkeit, Benzin und ab gehts :).


20.08.2014 11:18    |    mat619

Zitat:

Eure Bedenken bezueglich des Renault sind aus meiner Sicht etwas uebertrieben :). Wasser, Oel, Bremsfluessigkeit, Benzin und ab gehts :).

"Bedenken"?

Fahr du mal zwei Stunden hochkonzentriert enge Serpentinenstraßen, an denen zwei Autos gerade eben so aneinander vorbeipassen und es großteils keine Leitplanken gibt, bei enormem Motor- und Getriebelärm aufgrund ständig hohen Drehzahlen unter Volllast, quasi ohne Klimaanlage (Kompressor musste ständig ausgekuppelt werden aufgrund Leistungsbedarf) bei brütender Sonne, mit stinkender Kupplung und heiß riechenden, gegen Ende der Strecke nach jeder weiteren Kurve bergab aufgrund Fading immer schwächer werdenden Bremsen... und dann sag mir nochmal, das seien nur "Bedenken". Klar hat es letztlich zwar funktioniert, wir kamen wohlbehalten an, aber - insbesondere im Urlaub - hätte es gern erheblich entspannter sein dürfen. ;)


20.08.2014 11:24    |    der_Derk

Naja - Bedenken hatte ich ja keine, mich nervt es nur trotz des "großen" Motors (F4R, ist schließlich die Topmotorisierung der Baureihe) an jeder Steigung 'ne Materialschlacht veranstalten zu müssen, wissend dass es bald jeder Kleinwagen einfacher hin bekäme. Beim Verbrauch kann ich mich auch nicht beschweren, trotz Achterbahnfahrt auf englischen Landstraßen lag er bei 8,5 Litern. Okay, und auf dem Autobahn-Rückweg dann wieder bei 10...

 

Diesel - bei einem aktuellen Renault vielleicht eher, beim RX4 will man den aber an sich nicht. Maximiert lediglich die Fehleranfälligkeit, und bewegt sich mit 109 PS dann auch nicht weltbewegend besser. Beim Anfahren vielleicht, dafür geht ihm oben die Puste aus.

 

Für den Nachfolger hatte ich aber eh keinen Renault im Auge. Nicht, weil ich mit dem RX4 generell unzufrieden wäre, im Gegenteil - der macht seine Sache gerade angesichts des Kaufpreises hervorragend. Aber man möchte sich ja funktional irgendwo verbessern, und darüber bietet Renault nichts mehr an... ;)

 

Halt, doch - Koleos. Blende ich gedanklich meistens aus, weil als Benziner fast nicht aufzutreiben, und dann würde ich auch den fast baugleichen X-Trail aufgrund der Optik vorziehen.


20.08.2014 11:43    |    schipplock

@mat619,

jau, sehr geil geschrieben! Ich bin quasi fuer 3 Minuten mitgefahren :).


20.08.2014 11:46    |    bruno violento

Ich war vor einigen Jahren (Mein Gott, das müssen mittlerweile 16 Jahre sein!) in Bath und Bournemouth. Gerade dieser Lost-Place-Charakter kam mir damals eigentlich ziemlich charmant vor!


20.08.2014 14:03    |    Kickdown-169

Toller Reisebericht und schöne Bilder.

 

Sowas habe ich auch noch vor, vielleicht schreibst du mal was der Spaß so in etwa gekostet hat, gerne auch per PN, wenn es Dir lieber ist.

 

Grüße

Markus


20.08.2014 14:24    |    hoc777

Toller Bericht und auch meinerseits starkes Interesse an Preisen (Übernachtungen, Essen etc. gerne auch Empfehlungen), gerne auch per PN.

Cornwall steht seit 3 Jahren auf unserer Liste, bislang ist es nur noch nichts geworden.

Was mich auch interessiert, wie ist das mit den Preisen Abends? Nicht nur Restaurants, auch Pubs etc. Ist es wirklich soooo teuer wie man es oftmals liest?

Danke Dir schon einmal im Voraus.


20.08.2014 14:34    |    der_Derk

Danke :).

 

So geheim sind die Preise jetzt nicht. Anfangs hierüber selbst zusammengestellt, wären wir bei den Übernachtungen mit zwei Personen auf knappe 1000 Euro für die Woche gekommen, mit Dertour "Idyllisches Südengland" (Vorsicht, Schleichwerbung ;)) waren es jetzt etwas über 700 Euro insgesamt, also im Schnitt 50 Euro pro Person und Übernachtung. Ähnliche Strecke, etwas niedriger eingruppierte B&Bs, aber wie gesagt - die braucht man ja nur für Übernachtung und Frühstück, das musste nicht so opulent sein. Bei jeder Unterkunft war ein eigenes Badezimmer mit Dusche dabei, sauber war auch alles - gab nirgendwo Grund für Beanstandungen.

 

Dazu dann natürlich die Spritkosten für ~2500 km (in England etwas teurer als hier, Diesel ist übrigens teurer als Benzin), und was auch einen gar nicht mal so kleinen Betrag ausmacht ist das Parken - im Schnitt ca. 2 Pfund pro Stunde, wenn man nicht gerade die abgelegensten Möglichkeiten sucht. Knappe 100 Euro haben wir die Woche einfach nur verparkt, das ist dann fast soviel wie die Fähre gekostet hat: 130 Euro hin und zurück.

 

Nicht-alkoholische Getränke in Pubs hatten hiesige Preise, mit Alkohol m.M. etwas mehr, aber da ich nicht trinke habe ich da nicht so den Überblick. Gerichte unter 10 Pfund waren auf den Speisekarten eher die Ausnahme, etwas mehr als hierzulande sollte man schon einplanen.

 

Ja, man hätte wahrscheinlich für weniger Last Minute nach Mallorca fliegen können ;).

Fand' ich aber für Hauptsaison noch erträglich.


20.08.2014 15:08    |    Kickdown-169

Das ist ja echt preiswert, wenn ich da so an meine Island- und USA-Rundreisen denke (auch meist über Dertour).

 

Danke für die Infos! Da meine OHL zur Hälfte Engländerin ist und ich noch nie in der Gegend war, fassen wir das mal ins Auge ;)


20.08.2014 18:14    |    der_Derk

Als Nachtrag, bzw. Empfehlung: Die auf dem vierten Bild gezeigte, erste Unterkunft war Hill Court in Berkeley, ca. 20 Meilen nördlich von Bristol - die mit Abstand beste Unterbringung auf der Fahrt, liegt auch ganz gut als Ausgangspunkt für Bath, Wells und Exmoor.


20.08.2014 20:46    |    itasuomessa

Das regt mich ja fast an auch noch einen Blog für meinen kürzlichen Urlaub zu verfassen (5500km in 2 Wochen, für was fahr ich sonst Diesel).... :D

 

Bin von Worcester, also UK gestartet, dann mit dem Boot von Harwich nach Hook of Holland, dann Hamburg als Pausenstopp, kleines Kaff in Dänemark zum wilden Campen, Kopenhagen, Göteborg, Oslo, Fähre von Stockholm, Helsinki, Valkeäkoski, Lahti, Turku, Stockholm, Hamburg (diesmal mit Reeperbahn) und dann wieder zurück nach Worcester.

 

Mein Golf Variant war bei der Tour ganz bequem... auch wenn der Dieselverbrauch auf der A30 und A1 in Deutschland 'etwas' höher war als sonst.


20.08.2014 22:56    |    hoc777

@der_derk

 

Super, Danke für die Info. Das ist ja schon preiswert. Ich habe zwar letztes Jahr geguckt, kam aber auf Durchschnittspreise von ca. 140 Euro. Das klingt ja wirklich verlockend, ich glaube Cornwall ist eine Option für nächstes Jahr.

 

Wenn es dir möglich ist und nicht zu viel Arbeit ist, könntest du mir vielleicht die von dir gebuchten B&B und vielleicht ne Note dazu per PN mailen? Wäre super. Danke schon einmal.


02.09.2014 14:34    |    NoirDesir

Schöner Text. Ich war die letzten beiden August-Wochen mit meinem Renault in der Bretagne (und hab auch den größeren Mt. St.Michel gesehen :) ). Wenn dir Südengland gefallen hat, sicher auch eine Reise wert. Dort kann man auch für französische Verhältnisse einigermaßen günstig essen, zumindest wenn man herzhafte Pfannkuchen und Muscheln mag.


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