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21.05.2015 23:27    |    der_Derk    |    Kommentare (30)    |   Stichworte: 453, Fortwo, Probefahrt, Smart

smart 453 Front
Smart 453 Front

Alle Jahre wieder steht sie an: Eine Inspektionsrunde für den Roadster. Ersatzfahrzeug war dieses Mal der aktuelle Smart Fortwo. Vor Übergabe wurde ich daher auch erstmal gefragt, ob denn ein Schaltwagen auch genehm wäre - Automatik ist beim 453 bisher eher selten. Die Meisten haben das, was bisherigen Smarts immer wieder als fehlend angekreidet wurde: Ein Kupplungspedal.

 

Wenn ich den Katalog richtig deute, dürfte es das "Prime"-Modell gewesen sein, mit der Basismotorisierung (71 PS aus 999 cm³ Hubraum in Dreierstaffelung). Der Werkstattwagen durfte 150 km benutzt werden, und ich habe das Pensum an dem Tag auch fast ausgeschöpft. Die folgende Betrachtung orientiert sich - zwangsweise - am latenten Vergleich mit meinem Smart (Roadster), diversen Vergleichsmöglichkeiten mit dem 451, bzw. einem ebenfalls noch anwesenden 450er ForTwo aus 2002.

 

 

Platzangebot und Sitzkomfort

Die Sitze waren bisher im Smart immer - aus meiner persönlichen, ergonomischen Sicht - hervorragend, allerdings in den alten Modellen am Besten. Im 453 finde ich sie handwerklich etwas besser gemacht als im direkten Vorgänger, den Sitzkomfort der alten Kugel hingegen suche ich vergebens. Sitzfläche ist etwas zu kurz, Rückenlehne ebenfalls, dafür kommt die Kopfstütze auf Tuchfühlung. Die gewachsene Länge und Breite ist im Innenraum auch nicht wirklich angekommen - den Längenzuwachs merkt man immerhin etwas auf dem Beifahrersitz, die Breite wird jedoch von der Mittelkonsole und der dicken Türverkleidung egalisiert. Fühlt sich etwas erwachsener an - aber nicht luftiger. Der Kofferraum scheint mit jeder Modellreihe leicht geschrumpft zu sein, die Bedienung der Hecklappe (unterer Teil nun mit einem zentralen Hebel) ist immerhin etwas einfacher geworden.

 

Motor und Fahrleistungen

Dem ersten Smart-Triebwerk kann man zwar seine eingeschränkte Haltbarkeit vorwerfen, nicht jedoch seinen beinahe schon sportlichen Klang. Der Einliter hier - klingt eigentlich in jeder Lebenslage lustlos bis angestrengt. Ist natürlich ein rein subjektiver Eindruck, aber wenn ich mir den Smart-Motorklang aussuchen dürfte, würde ich den des 0,7ers wählen. Unschöner Weise trickst das Gaspedal böse mit dem tatsächlichen Pedalweg - die gesamte Reaktionsspanne bildet sich auf dem ersten Drittel (!) ab, weiter durchtreten bringt allenfalls Nuancen in der Kraftentfaltung mit sich. Kommt einem im ersten Moment schnell vor, aber wenn man dann wirklich was erwartet - tritt man sprichwörtlich in's Leere. Die Fahrleistungen an sich sind eher unspektakulär, allerdings wird der Motor auch von der Übersetzung (siehe nächstes Kapitel) geradezu erwürgt.

 

Fahrwerk, Lenkung, Getriebe

Die Federung soll besser sein als beim Vorgänger - was ich spontan verneinen würde, mein letzter Fahreindruck mit dem 451 liegt zwar schon etwas zurück, aber rein vom Federungsverhalten nehmen sie sich m.M. nicht viel. Die Lenkung wurde im Wendekreis wirklich nochmal drastisch verkleinert, in Verbindung mit der anscheinend vorhandenen Servolenkung ist dies eines der parkfreundlichsten Autos überhaupt, das ich je gefahren habe. Eigentlich schade, dass bisherige Smarts das nicht auch umgesetzt haben, auch wenn die technischen Voraussetzungen ja im Grunde dieselben sind.

Grund für den Verzicht kann allerdings auch gewesen sein, dass diese superdirekte, leichtgängige Lenkung bei Geschwindigkeiten über 100 km/h nicht nur gewöhnungsbedürftig ist, sondern schlichtweg - hm, wie nenn' ich das jetzt diplomatisch? Ganz großer Mist. Der Seitenwindassistent (wie auch immer der funktionieren mag, und ob überhaupt) scheint tatsächlich notwendig, denn auf der Autobahn war es ein arges Herumgetorkel, das selbst der Ur-Smart besser hinbekommt. Man kann einfach keine gerade Spur fahren, und die Lenkkorrekturen dürfen maximal im Millimeterbereich liegen, sonst ist man schon auf der Nachbarspur. Ich kann mir ganz ehrlich nicht vorstellen, wie ein Testfahrer damit nach einer Höchstgeschwindigkeitsfahrt ausgestiegen ist, mit den Worten: "Top, klappt super, Freigabe". Der 453 liegt - nach meiner Meinung, bzw. meinen Vergleichsmöglichkeiten - bei hohen Geschwindigkeiten schlechter als der 450, und das ist echt schwach.

Ach ja, selbst schalten muss man nun ja auch. Ich habe gerade einen Renault verkauft, hauptsächlich wegen beständigem Angepisst-Seins vom Getriebe, genauer der auf ganzer Linie verkorksten Übersetzung. Dieses Getriebe hier - stammt sehr offensichtlich auch von Renault, denn: Es ist genauso schlecht. Nicht schlecht im Sinne von unfahrbar, aber in der Übersetzung abgestimmt auf einen mindestens doppelt so starken Motor. Die ersten drei Gänge sind viel zu lang übersetzt - man könnte 100 km/h fast im zweiten erreichen, wenn man nicht im Ersten so lange bis 50 brauchen würde, dass man das Vorhaben dann doch wieder verwirft. Stadtgeschwindigkeit - 55 Km/h nach Tacho - sind ca. 2000 Touren im dritten Gang. Ortsausgang? Nicht hoch, eher nochmal zurück schalten, wenn's denn schnell auf 70 gehen soll. Im Prinzip ist's ein 3+E+E²-Getriebe, den Fünften braucht man erst sehr spät zum Sprit sparen - nur der Motor ist halt nicht das Drehmomentmonster, dass mit dieser Gangspreizung arbeiten kann (nach unten stehender Übersetzungstabelle nochmal nachgerechnet: Man kann theoretisch die Höchstgeschwindigkeit beinahe im dritten Gang erreichen...). Daher sieht man im Alltag auch recht wenig von den versprochenen 71 PS, man bekommt die Drehorgel einfach mit "gewohnten" Schaltvorgängen nur schwer in die Drehzahlbereiche, in denen Leistung zu finden ist. Die Haptik des Schaltvorgangs fördert auch nicht gerade die Freude an selbigem, die Wege sind lang, der Schalthebel auch, und die Gänge liegen verwechslungsgefährlich dicht beieinander.

 

Übersichtlichkeit, Bedienung, Materialanmutung

Übersichtlichkeit ist bei dem Formfaktor zwangsläufig gegeben, immer noch ähnlich gut wie bei den Vorgängern. Auch wenn diesmal eine "Motorhaube" vorne vor ist, sieht man von dieser nichts. Die Außenspiegel beherbergen in ihren sehr großen Gehäusen befremdlich kleine Spiegel - da hätte man mehr draus machen können. Die Bedienung ist nach wie vor einfach, auch wenn das Armaturenbrett komplett umgestaltet wurde. Vorbild muss eine Kücheneinrichtung aus den 70er Jahren gewesen sein - zumindest war das beim Anblick des Radios mein erster Gedanke. Mal sehen, wie sich die weißen Kunststoffe (auch am Innentürgriff) in der Dauerhaltbarkeit so machen. Wenn man ein externes Navi verwenden möchte, findet man am Radio gleich zwei USB-Ports zur Stromversorgung (einen hinter der runden Abdeckung zwischen den Stationstasten), wer jedoch den 12V-Adapter auf Zigarettenanzünderbasis nutzen möchte, muss das Kabel zwischen den Sitzen durch am Schalthebel vorbei fast bis in den Kofferraum ziehen.

Die Klimaautomatik-Steuerung mit der Lupe erinnert ebenfalls an die 70er Jahre, Typ Senderskala vom Küchenradio, nur leider ließ sich dieses besser ablesen. Aus meiner Sitzposition ist die Lesbarkeit der Ziffern schlichtweg unmöglich. Genau genommen kann man nicht mal auf der Nahaufnahme in der obigen Bildergalerie erkennen, auf welche Temperatur man es eingestellt hat. Man kann es einzig aus der Skala interpolieren, bzw. sich daran orientieren, dass "mittig" wohl für Zimmertemperatur halbwegs passen wird.

 

Die Zusammenfassung

Liest sich bis hierhin nicht sonderlich positiv. Tatsächlich beschränken sich die aus meiner Sicht wohlwollend hervorzuhebenden Dinge auch auf den zum Einparken genial kleinen Wendekreis, die ordentliche Materialwahl und -Anmutung innen wie außen, und die generell gar nicht mal so schlechte Optik - was natürlich subjektiv ist. Mittelprächtig wäre das Fahrwerk, was jetzt nach dem 451 keinen Aha-Effekt darstellt. Das gefühlt träge Nachlaufen der Hinterachse bei Kursänderungen würde ich erstmal auf die noch montierte Winterbereifung schieben, "knackig" oder gar "Go-Kart" geht anders. Richtig schlimm wird es m.M. bei der Motor-Getriebe-Kombination. Ganz ehrlich - das war im 451 besser. Der Motor klang zwar ähnlich (Kunststück, ist ja im Prinzip auch noch der Gleiche), aber ob ich nun mit schlechtem Kupplungsgefühl (Druckpunkt ähnlich unpräzise, wandernd wie im alten Scénic) und langen Schaltwegen unwillig viel zu lang übersetzte Gänge sortiere oder den Automaten immerhin halbwegs Passende heraussuchen lasse: Da will ich persönlich den Automaten zurück.

Auch vom Verbrauch her kann man gleich beim 451 bleiben - denn der war schon da zu hoch. Die 5,6 Liter der Bordrechneranzeige entstanden bei sehr lethargischer Überlandfahrt und max. 120 km/h auf der Autobahn - Bedingungen, die unserem 13 Jahre alten 450 einen halben Liter weniger entlocken, und meinem Roadster eine 4 vor dem Komma bescheren.

 

Kaufgründe für den Neuen können meiner bescheidenen Meinung nach allenfalls im Wendekreis und der Optik zu finden sein. Der Rest ist... Durchschnittlich bis ernüchternd. Schön verpackt zwar, aber das Fahren hat nicht wirklich Spaß gemacht, und es ist in großen - wichtigen - Teilen kein Fortschritt zu seinen Vorgängern. Selbst die manuelle Schaltung verspielt den Vorteil, den sie hätte bringen können: Saubere, schnelle Gangwechsel.

 

Gruß

Derk

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22.05.2015 08:57    |    Bert Benz

Von den weißen Innenraumelementen und Instrumenten würde ich Albträume bekommen, umzingelt von einer Albino-Mutantenkrake. :eek: Nach einigen Jahren sieht das Weiß dann gelblich grau aus...

 

Das ganze Smart Konzept spricht mich Null an, die Optik noch schlechter als zuvor, vom relativ überzogenen Preisniveau ganz zu schweigen.


22.05.2015 10:06    |    eddy_mx

Läuft ein manuelles Schaltgetriebe nicht der ganzen Idee vom Smart zuwider?


22.05.2015 12:52    |    XC70D5

Zwerg Nase ist also doch kein echter Fortschritt? Schade, finde das Smart-Konzept von Anfang an gut. Die Sitze fand ich auch super (in der 1. Generation) und das Fahrverhalten war GoKart-ähnlich, wenn man sich getraut hat.

 

Dass ein mäßiges, manuelles Renault-Getriebe verbaut wurde, ist wahrscheinlich dem Umstand geschuldet, dass MB selber auch keine manuellen Getriebe kann :p ;)


22.05.2015 13:09    |    der_Derk

Zitat:

Nach einigen Jahren sieht das Weiß dann gelblich grau aus...

Das steht zu befürchten, bzw. war im Ansatz am Türgriff schon zu erkennen.

 

Zitat:

Läuft ein manuelles Schaltgetriebe nicht der ganzen Idee vom Smart zuwider?

Im Prinzip ja - in der Stadt wird Schalten halt schnell lästig, vielleicht wurde es auch deshalb so ausgelegt, dass man das bis 50 km/h selten muss. Wenn es sich denn gut schalten ließe, wäre das ja auch kein Problem - aber ich fand's jetzt recht dürftig...

 

Zitat:

Zwerg Nase ist also doch kein echter Fortschritt?

Nicht so richtig... wie gesagt, ein Fortschritt findet sich beim Wendekreis, evtl. noch der Geräuschdämmung. Verbrauch ist nicht besser, Platzangebot ist nicht besser, Fahrverhalten ist m.M. sogar schlechter. Optik und Gestaltung sind Geschmackssache - und beim Getriebe finde ich den Selbstschalter des 451 zumindest nicht schlechter. Der 453 mit Automatik könnte das noch für sich entscheiden, aber da tut der Preis dann auch langsam fast körperlich weh.


22.05.2015 13:38    |    waffentechnik

Die Preispolitik bei Smart erzeugt Schmerzen jeglicher Art, wenn ich sehe was für 18.ooo € und mehr ich dafür bekomme .... Das Beste oder Schrott (Nix).

 

Meinen 451 gab es für knapp über 9.ooo als 1,5 jähriger Werkswagen ... bis heute nicht bereut, aber NEU definitiv nicht.


23.05.2015 03:03    |    BirgerS

Die ersten 453er die ich im Internet gesehen habe, waren in ganz schrecklichen Pastellfarben, oder generell schrecklich bunt... *kotz*

Aber in der Farbkombination hier gefällt der mir sehr gut! Hab auch schon einen in ganz schwarz gesehen - das war auch schön!

Mir fehlt aber der Diesel... das war/ist eins der sparsamsten Autos überhaupt (auf Platz 4). Als Benziner ist der Smart nicht besonders sparsam...

Und ohne Automatik geht der ja mal gar nicht!

Also wenn Smart, dann ein 451er Diesel mit 54 PS ^^ Oder die bringen den 453er noch als Diesel mit Automatik... am besten wäre eigentlich ein CTV-Getriebe!


23.05.2015 09:44    |    eddy_mx

Soweit ich gelesen habe, sind die Leute vom automatisierten Schaltgetriebe des Smart eigentlich ziemlich zufrieden und beschrieben es sogar als das beste auf dem Markt. Ich meine mich erinnern zu können, dass in den letzten Jahren da einiges passiert ist (schnellere Schaltzeigen durch stärkere Aktuatorik usw.).


23.05.2015 17:19    |    harry260E

dein bericht deckt meine erfahrung. ich finde, das fahrverhalten merkwürdig. die faz sieht es auch so.


23.05.2015 21:52    |    der_Derk

@eddy_mx: Das Getriebe des 451 war/ist auch gar nicht so übel, schaltet mit einer Stufe weniger seltener als das des 450, und mit dem größeren und oft turbolosen Motor ist das Rucken auch arg gedämpft. Das kommt aber gegen den Ruf, den der erste Smart mit seinem Getriebe aufgebaut hat (und selbst das wurde 2003 überarbeitet, mit schnelleren Schaltzeiten), nicht an - genauso, wie sämtliche negativen Eigenschaften des 450 auch gerne mal dem Roadster oder ForFour angedichtet werden.

 

Gut, hab' ich mir das Fahrverhalten nicht blos eingebildet... ;)

 

Zitat:

Oder die bringen den 453er noch als Diesel mit Automatik... am besten wäre eigentlich ein CTV-Getriebe!

Ich fürchte, beide Optionen sind arg unwahrscheinlich...


24.05.2015 15:23    |    Elchestor

Ich verstehe eh immer nicht warum auch langjährige Smart Fahrer so oft auf das Getriebe schimpfen. Haben hier noch einen 450er und wenn man Ihn mit bedacht fährt ruckt da auch nichts grossartig.

 

Es wird meiner Meinung nach immer vergessen, dass diese Fahrzeuge keine Automatik sondern ein automatisiertes Schaltgetriebe haben. Ergo muss man, analog einem Handschalter, zum Schaltzeitpunkt nur etwas Gas wegnehmen. Hat man sich einmal daran gewöhnt läuft er trotz seiner 116k Kilometer butterweich.

 

Wobei man zugeben muss an Anstiegen ist es schon manchmal blöd wenn er mitten unterm beschleunigen runterschaltet XD.


24.05.2015 18:11    |    kaktus2014

Hm.

 

Im dunkeln okay :D


25.05.2015 20:09    |    Ingo.M

Schön geschrieben, damit decken sich deine Eindrücke genau mit meinen, einzige Einschränkung: "die Bedienung der Hecklappe (unterer Teil nun mit einem zentralen Hebel) ist immerhin etwas einfacher geworden."

Dieses mag auf den 450er oder den anfänglichen 451ern mit Zweihandbedienung zutreffen, seit die Einhandbedienung im 451er eingeführt wurde, finde ich diese am schönsten/einfachsten, diese klobige "Türklinke" im 453er finde ich ehrlich gesagt grausam.

Gruß Ingo


31.05.2015 09:34    |    harry260E

bzgl. des fahrverhaltens: ich habe im netz etwas geforscht. selbst die auto-zeitung hat dieses verhalten neben der FAZ kritisiert.


09.06.2015 11:28    |    der_Derk

Noch ein paar Gedanken zur Übersetzung...

 

Der 450er hat(te) folgende Getriebeübersetzungen:

 

. 599 cm³ 698 cm³ Brabus Diesel bis 2006 Diesel nach 2006
1. Gang 14,203 13,230 13,230 12,375 12,375
2. Gang 10,310 9,604 9,604 8,983 8,983
3. Gang 7,407 6,899 7,350 6,453 6,875
4. Gang 5,625 5,235 5,796 4,566 5,235
5. Gang 4,083 3,800 4,208 3,315 3,800
6. Gang 2,933 2,730 3,220 2,381 2,908

(Quelle: http://www.evilution.co.uk/304)

 

 

Der 451er mit einem Gang weniger hat folgende Übersetzungen:

 

. 999 cm³, 52 kW 999 cm³, 62 kW (Turbo) 999 cm³, 74 kW (Brabus) Diesel
1. Gang 13,912 13,909 14,982 13,755
2. Gang 8,664 8,664 8,664 7,954
3. Gang 5,697 5,697 5,697 5,231
4. Gang 4,271 4,271 4,271 3,709
5. Gang 3,456 3,202 3,456 2,674

(Quelle: http://www.evilution.co.uk/304)

 

Jetzt zum Vergleich der 453 (ich vermute, nur auf die manuelle Schaltung bezogen):

 

. Fortwo ForFour
1. Gang 13,279 (12,647) 13,913 (13,251)
2. Gang 7,298 (6,942) 7,647 (7,283)
3. Gang 4,948 (4,712) 5,185 (4,938)
4. Gang 3,667 (3,492) 3,842 (3,659)
5. Gang 3,168 (3,017) 3,320 (3,162)

(Quelle: http://....mercedes-benz-passion.com/.../)

 

Beim 453 ist die Gangabstufung für beide Varianten identisch, für den ForFour wurde jedoch die Achsübersetzung leicht verkürzt. Zusätzlich muss man beim Vergleich den Raddurchmesser berücksichtigen, welcher auf der Hinterachse zwischen 175/55R15 (450, 451) und 185/60R15 (453) um ca. 5% abweicht - die Übersetzung des 453 wird dadurch nochmals länger. Um wieder mit 450 und 451 vergleichen zu können sind die "bereifungskorrigierten" Werte in Klammern in der Tabelle dargestellt.

 

Wie man sieht, ist die Übersetzung des 453 im Vergleich zum 451 in allen Fällen länger geworden, besonders im zweiten, dritten und vierten Gang, und damit wurde annähend die Übersetzung des Diesels erreicht - jetzt aber im Benziner verwendet. Im Vergleich zum 450 wird praktisch der zweite und vierte Gang übersprungen (wer das in der Praxis mal versucht hat wird wissen, dass sich da trotz Turbounterstützung nicht mehr viel bewegt) und dafür ein weiterer zwischen fünftem und sechstem Gang eingefügt. Die Fahrleistungen werden bei dieser Getriebeauslegung nicht im Vordergrund gestanden haben...


09.06.2015 13:43    |    XC70D5

Spritsparen auf dem Papier scheint mittlerweile die Nr. 1 in jedem Lastenheft geworden zu sein. Wenn ich da an die lächerliche Nummer mit dem kleinen Tank aus gleichem Konzern denke :rolleyes:


09.06.2015 14:01    |    der_Derk

Da brauchst Du nicht mal bis zur C-Klasse gehen... Der 453 hat serienmäßig einen 28-Liter-Tank, der 35-Liter-Tank (Option 915) kostet 60 Euro Aufpreis. Die NEFZ-Optimierung scheint sich also sogar gegenüber der Fertigungsoption zweier verschiedener Tankvarianten mit gerade mal 7 Liter Differenz zu rechnen.


09.06.2015 14:07    |    XC70D5

Unglaublich! Vor allem, wenn man bei der Bestellung versäumt, den größeren zu bestellen. Kann mir nicht vorstellen, dass jemand bewusst den kleineren Tank haben möchte :confused:


09.06.2015 14:19    |    der_Derk

Hat vielleicht keine praktische, sondern eher eine psychologische Komponente: Volltanken ist billiger ;).


09.06.2015 14:23    |    XC70D5

Das sind dann aber auch die Leute, die eh immer nur für 20 Euro tanken, da macht das dann wirklich nichts :p


22.09.2015 21:57    |    bgr313

Ein Mangel ist bei uns die Tankanzeige. Viermal haben wir Smart nun die Möglichkeit gegeben den Mangel zu beheben - morgen werden uns nun die Herren vom Salzufercenter Belin bescheid geben wie es nun weitergeht. Die Anzeige zeigte bis jetzt nie die richtige Menge an - meist voll. Auch war ein 42-Liter Tank im Wagen eingebaut und keiner wußte woher dieser kommt - es war also kein Originalteil bei einem Neuwagen!


23.09.2015 10:04    |    der_Derk

Bei einem nicht-originalen Tank mit ebensolchem Tankgeber wundert die falsche Anzeige jetzt natürlich nicht... Stellt sich wirklich die Frage, wie dieser dorthin gekommen ist?


23.09.2015 10:47    |    bgr313

Diese Frage haben die Damen und Herren vom Smart Center Berlin Salzufer nicht beantworten können.


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