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08.04.2016 21:00    |    der_Derk    |    Kommentare (37)    |   Stichworte: 453, Automatik, ForFour, Fremdfahren, Probefahrt, Smart, Smart ForFour

Smart W453 - Seite
Smart W453 Seite

Im Frühjahr jährt sich mit schöner Regelmäßigkeit der Durchsichtstermin für meinen Roadster, und bei der Gelegenheit bekomme ich dann meistens ersatzweise etwas aus der Smart'schen Modellpalette mit. Gut, die ist recht übersichtlich, insofern war's im letzten Jahr dann auch der aktuelle ForTwo, mit dem ich mir dann ja doch etwas schwer getan haben. Dieses Jahr waren Cabrio und ForFour im Angebot, mit Hinblick auf das nicht überragend gute Wetter und die Hoffnung auf Besserung des Fahrerlebnisses mit längerem Radstand habe ich dieses mal zum ForFour gegriffen. Nicht ganz unschuldig an der Entscheidung war das Vorhandensein des Automatikgetriebes.

 

 

Platzangebot und Sitzkomfort

Das Platzangebot vorne unterscheidet sich - wenig überraschend - kaum nennenswert vom ForTwo. Die Sitze sind im Hinblick auf die Vorgänger immer noch wenig überzeugend, und bei Verwendung der Fußstütze findet man sein Knie immer noch auf Höhe der Seitenscheibe wieder. Okay, das ist überzeichnet - aber diese ist gerade bei größeren Fahrern so sinnlos weit hinten, dass man sie auch hätte weglassen können. Immerhin bleibt mangels Kupplung neben dem Bremspedal genug Platz zum Abstellen des linken Fußes.

Die besonders weit öffnenden Türen hinten erleichtern den Einstieg deutlich, wobei - mit auf meine Größe eingestelltem Vordersitz brauche ich hinten nicht einsteigen, das taugt bestenfalls als Notsitz für Kurzstrecken. Fairerweise sollte man dazu sagen, dass andere Fahrzeuge dieser Größe das auch nicht bedeutend besser hinbekommen, aus Sicht der Verrenkungen beim Zustieg eher schlechter. Der Kofferraum ist gegenüber dem ForTwo egal welcher Baureihe etwas dürftig, aber im Gegensatz zu diesen immerhin erweiterbar, ohne gleich den Beifahrersitzplatz opfern zu müssen.

 

Motor und Fahrleistungen

Wie schon beim ForTwo zeigt sich der 1 Liter große Dreizylinder mit 71 PS auch hier eher unmotiviert. Die objektiven Fahrleistungen reichen, mehr aber auch nicht. Der gewachsene Radstand scheint auch mehr Dämmung ermöglicht zu haben, gegenüber dem ForTwo wirkt der Motor hier leiser und auch vibrationsärmer. Das extrem widerstandsarme Gaspedal scheint aber nach wie vor bereits auf halber Stellung das Kommando "Vollgas" nach hinten gemeldet zu haben, weiter durchtreten bringt nicht mehr. Ähnliches kann man über die Bremse sagen - fand' ich jetzt vom Roadster kommend erstaunlich schlecht dosierbar, viel Bremse auf wenig Weg, gerade in Verbindung mit dem Anrollen der Automatik beim Parkplatz-Rangieren.

 

Fahrwerk, Lenkung, Getriebe

Der längere Radstand begünstigt eine durchaus komfortable Fahrwerksabstimmung, welche völlig Smart-untypisch auch nicht von straffen Dämpfern oder strammen Stabis eingefangen wird. Go-Kart ist alle, jetzt gibt's Hängematte? Kann man sicher auch negativ sehen, ich möchte an der Stelle aber ausnahmsweise mal nicht nörgeln - denn eigentlich finde ich das mal gut, dass hier keine sinnlos sportlich-straffe Abstimmung verbaut wurde. Noch besser wäre es allerdings, wenn die Lenkung nicht durch ihre extrem direkte Übersetzung in Verbindung mit völliger Gefühllosigkeit um die Mittellage herum die Nachteile der weichen Abstimmung bei höheren Geschwindigkeiten betonen würde (puh, das war 'nen Satz). Ich weiß nicht, ob auch hier der Seitenwindassistent mitfährt, aber wenn er an Bord gewesen sein sollte, hat er seinen Einsatz mehr als einmal verpasst. Die Lenkung ist wie die Mischerarmatur unter der Dusche - ein hundertstel Grad zu weit, und die Situation wird viel heißer als man wollte.

 

Ein großer Fortschritt hingegen ist die Automatik. Wer hier hofft, die Ruckelei vergangener Smart-Generation hinter sich zu lassen - der hat Glück, denn man kann endlich sechs Gänge stolperfrei durchschalten. Wer hingegen hofft, den nervigen Zurückschalt-Lag nach Durchtreten des Gaspedals im Automatikmodus losgeworden zu sein - der hat Pech, denn das tritt immer noch unliebsam oft auf. Das offenkundige Ziel der Automatik ist es, schnellstmöglich in den höchstmöglichen Gang zu kommen, das kann auch ab 40 km/h schon der Fünfte sein. Sucht man dann jedoch spontan Leistung, schaltet sie nicht nur einen, sondern meistens gleich zwei bis drei Gänge zurück - und das dauert. Pedal 'runtertreten - warten - warten - kuppeln? - Ah, geht doch schon los. Während der "Bitte Warten"-Einlage wird immerhin schonmal der Motor auf die passende Drehzahl gebracht, was sich dann ein wenig anfühlt wie eine CVT ohne Kraftschluss. Davon merkt man im manuellen Modus natürlich nichts, ansonsten fühlt man sich zumindest in dem Punkt doch sehr an die alte Smart-Halbautomatik erinnert. In jedem Fall aber dennoch deutlich besser als die manuelle Schaltung, hier scheint auch die Übersetzung insgesamt besser gelungen.

 

Übersichtlichkeit, Bedienung, Materialanmutung

Die gestiegene Länge tut der Übersichtlichkeit und Parkfreundlichkeit kaum einen Abbruch, und auch ohne weiße Akzenteinsätze wirkt der Innenraum halbwegs wertig. Das Radio glänzt nicht nur oberflächlich, sondern auch mit einfacher Bedienung, die Anzahl und Position der 12V-Steckdosen ist leider unverändert, und auch die gerade eingestellte Temperatur ist durch die Lupe vom Fahrersitz aus immer noch nicht ablesbar - aber jetzt ja vielleicht von der Rückbank aus. Mit der Passion-Ausstattung hatte ich mal eine hohe Ausstattungsklasse verbunden, sehe aber gerade dass danach noch Prime und Proxy kommen. Während ich mich beim ForTwo noch gefragt habe, zu welchem Teil der Inneneinrichtung das Metallicgrau des Lenkrades passen soll, findet sich hier immerhin mal ein gleichfarbiger Einsatz im Armaturenbrett - und schon wirkt es weniger gestückelt.

 

 

Die Zusammenfassung

Eigentlich war meine Erwartungshaltung und mein erster Eindruck durch den zuvor gefahrenen ForTwo stark negativ vorbelastet. Ja, ich habe Vorurteile. Der Motor klingt nach nix, die Sitze sind zu klein, die Lenkung ist murks, der Verbrauch ist zu hoch und das Getriebe schaltet komisch.

So mit etwas mehr Abstand hingegen... Eigentlich finde ich es ganz gut, mal von einem 0815-Motor nicht vermeintlich sportlich, aber sinnlos angeplärrt zu werden, und neben der Akustik wirkt auch die Dreizylinder-typische Vibration gut gedämmt. Ist jetzt keine Rakete, aber es reicht zum Mitschwimmen auch ohne Drehzahlorgien. Die Automatik ist ein großer Pluspunkt, sowohl gegenüber der alten Halbautomatik als auch der Handschaltung, und immer bemüht die Drehzahl und damit auch die Geräuschkulisse niedrig zu halten. Wenn dabei am Ende ein Liter mehr Verbrauch 'rauskommt als bei meinem Roadster - nunja, ist halt auch größer und schwerer. Die Sitze sind im direkten Vergleich mit den Vorgängern wirklich nicht besonders, aber im Gegensatz zur aktuellen Konkurrenz leider recht normal. Und die Lenkung - ne, die ist wirklich genauso schlimm wie immer: Indifferent, hypernervös und gleichzeitig völlig gefühllos. Daran kann offensichtlich auch der Radstand nichts ändern, und ich kann sie mir wirklich nicht schönreden ;).

 

Also - insgesamt ist es jetzt kein schlechter Kleinstwagen. Allerdings auch ziemlich wenig Smart, und nicht annähernd das, was mal der alte ForFour war. Wenn man nicht genau diese Optik sucht, hätte ich gedacht dass man mit dem Twingo preislich besser beraten wäre - stelle aber gerade fest, dass dort die Automatik mit dem 90 PS-Motor zwangsgekoppelt ist, was den Einstiegspreis ziemlich genau in den 15000er-Bereich hievt, in dem auch der Listenpreis dieses ForFour liegt. So gesehen bleibt doch noch eine Marktlücke: Für diejenigen, die Automatik wollen, aber denen 90 PS zu viel sind? Nein, es muss wohl doch an der Optik liegen...

 

(In diesem Beitrag war möglicherweise Schleichwerbung für einen ortsansässigen Mercedes-Fachbetrieb versteckt. Aber wenn ich die verpixelt hätte, wäre nichts mehr vom Auto zu sehen gewesen...;))

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08.04.2016 21:25    |    fravadero

Bilde ich mir das nur ein oder sieht der Wagen auf dem 1. Bild einem Fiat sehr ähnlich?

 

Schöner Text, wie immer . Danke dafür.

Grüße,

Frank


09.04.2016 07:25    |    martinkarch

Sowas würde mir jetzt z.B GAR NICHT zusagen. Allenfalls ist es besser als KEINEN Wagen zu haben.

 

Ich habe mal im Internet kurz verglichen : 12.300 € kostet der billigste neue Smart Forfour mit Klimaanlage, 61 PS.

 

Preislich ähnlich bekomme ich auch den Skoda Rapid 110 PS. Der hat zwar ein recht schlimmes Hartplastik-Interieur, aber immerhin krieg ich da 4 Personen mit einer Menge Gepäck rein, der Kofferraum ist gar riesig. Und ab 12.800 € gibt es schon den Kia Ceed Vision. Und für nur schlappe 1700 € mehr gibt es den Ibiza SC FR mit satten 150 PS, ausgestattet mit Alus, Tempomat, Sportsitze.


09.04.2016 08:22    |    Goify

Also die Temperaturverstellung ist ja echt nicht frei von Komik. Wäre ich 12, würde mir der Wagen vielleicht gefallen, aber vielleicht würde ich mich eher für den baugleichen Twingo entscheiden.


09.04.2016 19:37    |    emil2267

die vergleiche,was man woanders mehr für das geld bekommt,bringen nur was,wenn man bei den zu erfüllenden vorgaben bleibt

 

für das geld kann ich mir auch ne gebrauchte langversion des mercedes S600 kaufen

 

nur was nützt mir das ?

 

ich habe mich schon an nen festen wohnsitz gewöhnt :D

 

 

 

allerdings muss ich auch sagen,dass das auto absolut gar nix für mich wäre

 

der alte forfour gefällt mir ganz gut,is technisch allerdings auch eher sch... für die massen

 

allerdings finde ich die autos aber auch ganz neckig,sie technisch recht eigen,zeigen aber auch einiges an fortschritt & lösungen,zudem sind sie immer auch mal paar blickfänger zwischen all den grauen VW,opel,ford & sonstwas für 0815-kisten :)


09.04.2016 21:58    |    martinkarch

Zitat:

die vergleiche,was man woanders mehr für das geld bekommt,bringen nur was,wenn man bei den zu erfüllenden vorgaben bleibt

Welche Vorgaben ? Ist denn aus deiner Sicht die Größe hier eine Vorgabe ?

 

Nun, mit dem Ibiza als Beispiel habe ich auch bereits ein kompaktes und sparsames Auto genannt. Steuer, Versicherung und Reparaturen fallen auch nicht stark abweichend aus. Auch die Ausstattung weicht wohl nicht stark ab. Aber ich hab halt mehr Nutzwert (v.a.Platz) und mehr Leistung.

 

Zitat:

für das geld kann ich mir auch ne gebrauchte langversion des mercedes S600 kaufen

Genau diesen Vergleich kann man nicht anstellen, da gebe ich recht. Bei diesem extremen Beispiel ganz und gar nicht und der Vergleich uralter Spritfresser vs. neuer Kleinwagen hinkt ja auch stark.

 

Aber mit anderen Neuwagen, die ungefähr das Gleiche kosten, darf man den Wagen MEINER MEINUNG ruhig vergleichen.

 

Zitat:

zudem sind sie immer auch mal paar blickfänger zwischen all den grauen

Da muß ich eigentlich schon recht geben, die (anscheinend serienmäßige) Zweifarblackierung und Kontrastfarbe des Innenraum sind mal was Anderes.

 

Aber ich sehe es andererseits auch so : wenn ich wenig für einen Wagen ausgebe, dann möchte ich eher auf den Nutzwert achten.


09.04.2016 23:15    |    apfelgruener

Hab mir den auch schon angeschaut. Der Innenraum ist besonders schön, wenn man das Auto in die Garage fährt und das Tor zu macht.

 

Zu den Mondpreisen muss man ja nichts mehr sagen :D


09.04.2016 23:19    |    waffentechnik

Ähm für das Geld lieber gleich den "billigeren" Renault kaufen!


10.04.2016 13:05    |    Kamui77

Vielen Dank für Deinen Bericht. Das Fahrzeug sieht mit seinem Interieur etwas nach Livestyle-Mini ala Fiat & Citröen aus (positiv gemeint). Mercedes hat den Wagen auch in Japan auf dem Markt (Video) und konnte damit einige Erfolge erzielen (allerdings wird es mit dem grausigen DKG keine wirkliche Konkurrenz zu den CVT Kei Cars). Dort gibt es standardmäßig nur die Linien Passion und Prime. Bei der Raumausnutzung könnten die sich noch was von den Kollegen aus Nippon abschauen - ansonsten ganz ordentliches Fahrzeug :)


10.04.2016 14:17    |    waffentechnik

OK das Video wäre in Europa mehr Wert als die gesamte deutsche Smart Seite!

Der Rest ist aus Frankreich ehrlicher und günstiger.


11.04.2016 08:16    |    tomato

Ich hatte auch schon einmal das zweifelhafte Vergnügen, einen solchen Smart ForFour als Dienstwagen zu bewegen. Das einzige, was mir positiv aufgefallen ist, war der außerordentlich kleine Wendekreis. Der Rest war jetzt nicht so mein Ding. Ich war allerdings überrascht, dass es den ForFour (und den aktuellen ForTwo wohl auch) auch mit einer Handschaltung gibt.


11.04.2016 08:39    |    der_Derk

Ja - aber die ist leider so schlecht umgesetzt, dass man sich die alte Automatik zurück wünscht ;).

 

Der Preisvorwurf ist bei Smart ja nichts Neues - aber offensichtlich wird er ja dennoch gekauft, und nicht jeder sieht als Maximierungswert, wieviel umbauten Raum er für sein Geld bekommen kann, oder wieviel PS. Wobei ich zugeben muss, das etwas egoistisch zu sehen: Ich war bisher nie genötigt, einen Neuwagen kaufen zu müssen. Genug andere Leute kaufen auch den ForFour neu. Sollte ich mal einen haben wollen - Problem gelöst, es wird genug geben.


11.04.2016 19:54    |    Goify

Bezüglich gekauft werden:

Ich sehe fast nie den ForFour oder Twingo. Also entweder die Wagen sind richtig mies oder völlig überteuert oder beides.


11.04.2016 20:56    |    der_Derk

Oh Goify, mit der Aussage habe ich gleich zwei Probleme... ;)

 

Einerseits greift Dein Ansatz, die Beobachtungen von Dir als einzelne Person auf ganz Deutschland - oder noch weiter - extrapolieren zu wollen möglicherweise etwas zu kurz. Andererseits suchst Du einen Zusammenhang zwischen - gefühlten - Verkaufzahlen und tatsächlichen Produkteigenschaften, da ist dann wirklich kaum noch ein Zusammenhang abstrahierbar. Natürlich hat der Preis auf die Verbreitung einen Einfluss, aber davon weiß man nicht wie gut oder schlecht ein Auto objektiv ist.

 

Nach KBA-Statistik (PDF) wurden im Februar dieses Jahres 1339 Twingo und 1030 ForFour zugelassen - bei vierstelligen Monatszahlen kann man nicht so wirklich von "wird nicht verkauft" sprechen.


11.04.2016 21:11    |    Goify

Bei 3.000 up! im Monat geht so ein ForFour trotzdem unter und selbst diese sind schon selten. Hast du mal einen ForFour in letzter Zeit gesehen?

Wäre ein Smart gut - egal welcher - würden die Wagen wenigstens hin und wieder gekauft werden. Aber das ist nicht der Fall, wie deine Zahlen sagen, es sind extreme Randerscheinungen.


11.04.2016 21:17    |    HyundaiGetz

Zitat:

Hast du mal einen ForFour in letzter Zeit gesehen?

Jepp! Okay, liegt vermutlich daran das ich in einem Autohaus arbeite, welches auch Smart anbieten (Aber auch up!'s ;) ).

 

Hier im Umkreis sehe ich ein paar Twingos rum fahren, ForFours aber nicht wirklich. Meiner Meinung nach sind Twingo wie auch Smart (da natürlich eher auf den ForTwo bezogen) in jeder Generation schlechter geworden.


11.04.2016 22:03    |    der_Derk

Weder der Hersteller noch die Käufer interessieren sich dafür, wieviele Fahrzeuge mir davon bisher subjektiv gesehen über den Weg gelaufen sind, ich bin kein Maßstab ;).

 

Wie gut oder schlecht ein Fahrzeug ist, sehen wir sowieso nicht innerhalb des ersten Jahres nach Markteinführung, darüber können wir uns in 5-10 Jahren mal unterhalten.

 

Zitat:

Wäre ein Smart gut - egal welcher - würden die Wagen wenigstens hin und wieder gekauft werden.

Wie passt die Logik, dass ein gutes Auto sich über seine Verkaufszahlen definiert, zu Deinem Impreza...?


11.04.2016 22:12    |    Goify

Ich habe keinen Impreza. Weltweit verkaufte er sich auch recht passabel und war ein Fahrzeug für eine kleine Nische.

Der ForFour könnte Marktführer im Segment der Kleinwagen sein, aber er ist es aus diversen Gründen nicht.


12.04.2016 08:31    |    der_Derk

Du hast keinen Impreza mehr, aber offensichtlich waren die geringen Verkaufszahlen da kein Kriterium?

 

Der Smart wäre nie Verkaufsführer im Kleinwagensegment (Polo, Fiesta und Co.) - dafür ist er halt zu klein. Und um dies bei den Kleinstwagen zu werden ist die Plattform mit Heckantrieb zu aufwendig, der Preis zu hoch. Offensichtlich, und auch das ist nichts Neues. Sagt aber immer noch nicht aus, wie gut oder schlecht ein Auto ist. Die Verkaufszahlen sind für die Qualität kein guter Indikator, schönes Beispiel: Ford Ka / Fiat 500 / Lancia Ypsilon. Sind technisch im Grunde genommen identisch, der 500 verkauft sich hervorragend, der Ka kaum, der Ypsilon - nicht. Das liegt aber nicht daran, dass Lancia oder Ford objektiv schlechter wären als der 500. Und nur weil ein Fahrzeug nicht die Verkaufszahlen seines Segmentes anführt, bedeutet das nicht dass es ein schlechtes Produkt wäre.


12.04.2016 13:23    |    CentaXx

Ich sehe die ForFour (leider) erstaunlich oft.. Berlin halt. Die sind eine optische Zumutung, sieht aus wie ne Wurst oder ein fetter Dackel mit Stummelbeinen.

 

Zum Interior... Ich konnte bisher nur im Twingo Platz nehmen. Bei dem frage ich mich, warum er auf der "Renault"-Seite der Autohäuser steht und nicht bei den anderen Dacias...

 

Ich sehe keine Existenzgrundlage für den 4-sitzigen Smart. Für den Preis kriegt man Opel Adam, VW Up, Ford Ka oder sogar Fiesta (!), ... Dafür kriegt man bei Smart die gestreckte Version des Zweisitzers. Sorry, nein - das passt einfach nicht. Der Zweisitzer kann wenigstens noch mit den typischen Smart Eigenschaften punkten, aber der Viersitzer ist für mich ein mieses Fahrzeugkonzept - die kleine Büchse verlängern, um einen minimal größeren Marktanteil zu kriegen.


12.04.2016 14:22    |    Dynamix

Bin jetzt heute mal den aktuellen ForTwo gefahren und im Vergleich zum Vorgänger ist das ein Quantensprung! Ok, lahm , laut und hart ist er immer noch. Dafür ist das Fahrwerk nicht mehr ganz so knüppelig wie beim Vorgäner, das Getriebe ist ein Quantensprung für einen Smart (KEINE ellenlangen Schaltpausen mehr!) und der Innenraum ist wenigstens nicht mehr ganz so billig und dazu endlich mal mit einem ordentlichen Infotainment ausgestattet. Zu teuer ist er aber immer noch. Wer damals tatsächlich 18.000€ in den Vorgänger versenkt hat spinnt doch.


13.04.2016 12:00    |    waffentechnik

@Dynamix: so sieht es aus :)


13.04.2016 12:59    |    mantamani46

Ich kann mir nicht helfen, der sieht doch gleich aus wie ein Aixam, nur das der NOCH mehr kostet.

Also um so einen Kübel zu fahren, muss einem die Optik wirklich herzlichst egal sein :D


19.04.2016 13:16    |    207ccFeline

CentaXx was schreibst Du da :confused: ???

 

Ich sehe keine Existenzgrundlage für den 4-sitzigen Smart. Für den Preis kriegt man Opel Adam, VW Up, Ford Ka

 

Diese Modelle sind ebenfalls nur Kleinstwagen wie der Smart Forfour. Einen Ford Ka oder VW up´s kannst Du garnicht so gut ausstatten, weder Sicherheitstechnisch noch Komfortdetails. Die Preise beim Opel Adam sind dann auch schon jenseits von Gut und Böse :p;)

 

 

oder sogar Fiesta (!), ...

 

Einen Ford Fiesta zu diesem Preis kannst Du nur als Pizzataxi oder im Pflegedienst einsetzen.

 

 

Dafür kriegt man bei Smart die gestreckte Version des Zweisitzers.

 

Ich habe noch nie einen 4-türigen Ford Ka oder Opel Adam gesehen, aber Smart Forfour!

 

Dann bedenke mal bei Deiner Automarke, Du fährst keinen Volvo C30 sondern Folvo Focus :p;) !


19.04.2016 14:16    |    CentaXx

Ich hatte vor ~4 Jahren Ford Fiesta durchkonfiguriert, bevor ich mich zum ersten C30 entschieden habe... Da hat man für <14.000€ einen gut ausgestatteten bekommen. Wirklich solide ausgestattet. Den Smart ForFour kriegt man auch sehr schnell in diese Region. Im Smart und Twingo hast du einen wirklich, wirklich schlimmen Innenraum.. Materialien, Materialanmutung, MIR sagt das überhaupt nicht zu. Dafür, dass ich den Smart mit 10 Klicks im Konfigurator auf über 20.000€ kriege, ist das heftig. Konfigurier doch mal nen Fiesta Titanium durch mit dem 100ps Ecoboost Motor - da lande ich, wenn ich alles sinnvolle außer Fahrassistenzsystemen anklicke, nur bei knapp über 20.000€ - da ist beim Smart noch lange nicht Schluss. Ich mag den Fiesta sehr, für mich ist das der interessanteste Kleinwagen. Das muss ich dazu sagen. Der Smart ForFour ist für mich aber mehr als nur eine Notlösung, was beim Design anfängt und bei der Innenraumanmutung aufhört. Wenn man den auch mit noch so viel Sonderausstattungen vollpumpen kann... Insbesondere der Innenraum bleibt und wird immer zu billig wirken. Beim ForFour kommt die unförmige Karosserie noch dazu.

 

Was hat denn bitte meine eigene Autowahl damit zu tun? Sorry, verstehe ich an der Stelle nicht. Der Volvo war genauso teuer wie "gleiche" Focus ST 225, hat dafür den deutlich schöneren Innenraum und das bessere Image, weil er nicht so oft hoffnungslos verbastelt wird. Lässt sich um den Faktor 2-3 billiger warten als die letzten selbst entwickelten Volvos (V70 II) und um ein Vielfaches einfacher. Das meiste an der Plattform ist gemeinsam mit Mazda und Ford entwickelt... Von Ford alleine kommt ausschließlich das Fahrwerk, und das ist super (vorallem, weil ich schon 2-3 Sachen daran auf meine Wünsche hin optimiert habe). Karosserie, Elektronik, Sicherheitsausstattung, der Fünfzylinder - kommt alles von Volvo. Davon ab ist mir die Marke, die vorn dran steht, im Prinzip völlig egal.. Gäb es den C30 nicht, würde ich BMW fahren. Oder (wenn ich dann noch das Geld hätte) den neuen Focus RS. Oder den neuen MX-5. Aber keinen Smart, denn man kriegt mehr Auto für das Geld. Deinen Seitenhieb und was du damit bezwecken willst, verstehe ich an dieser Stelle einfach nicht.


19.04.2016 16:31    |    207ccFeline

CentaXx, ich meinte nicht Deine persönliche Autowahl, wie Du es leider verstanden hast, sondern das in Deinem Volvo Ford steckt. Ich wollte Dich damit nicht beleidigen.

 

Zum Smart gebe ich Dir ja recht, viel Geld für wenig Auto-(Größe). Aber die Materialien zwischen Twingo und Smart differieren schon. Das Plastik im Twingo sieht nach Joghurtbecher aus. Ich bin ja auch wie Du, wenn ich mir den Forfour mit 90 PS und Twinmatic konfiguriere wie ich ihn haben wollen würde, da bekomme ich den Peugeot 208 Allure 1,2 Pure Tech 110 PS mit einer 6 Stufen Wandlerautomatik für. Dann sage ich mir natürlich auch, Peugeot ist mehr Auto und besser.

 

Liebe Grüße


19.04.2016 16:32    |    Dynamix

Der Smart ist nicht besser im Innenraum als der Twingo. Ich empfand den im Innenraum sogar als ziemlich billig.


07.01.2017 07:04    |    PatrickAber

Haben beide Zuhause den Wagen (Meine Frau und ich) und sind sehr zufrieden damit und nein man kann Alternativ nicht den Twingo nehmen wenn man auch nur den Klitzekleinsten Anspruch an Haptik und Verarbeitung hat. Wer den Twingo besser verarbeitet findet muss voreingenommen sein, denn genau das Gegenteil ist der Fall. Angefangen bei der Plastiklandschaft auf der Armatur und aufgehört bei der Heckklappe die sich sogar wie ein Kuhschwanz verwinden lässt. Durch die gleiche Form, nur etwas länger ist der 44 ein Zwilling vom 42 und damit mehr Smart als der alte jemals war. Es geht hier darum einen Kleinwagen zu Fahren der optimal ausgestattet werden kann und auch Optisch und Materialtechnisch überzeugen kann. Jedenfalls ist er günstiger als ein BMW Mini der keinen Platz bietet aber lächerlich Teuer ist.


07.01.2017 13:09    |    Dynamix

Sorry, aber ich hab schon in beiden gesessen und der Smart war in dem Falle sogar brandneu und stand im Mercedes Museum, also keine nackte Muddi.

 

Ich persönlich finde gemessen an den Preisen den Smart im Innenraum einfach nur billig. Da ist der Twingo nicht schlechter. Die Vorgänger des Smart waren jedenfalls auch keine Materialwunder. Finde es ziemlich frech für so wenig Auto soooo viel Geld zu verlangen. Mal so als Beispiel: Mein Mii hat neu um die 12.000€ gekostet. Dafür bekam man den größten Motor und schon einiges der Sonderausstattung (Navi, Bluetooth, Freisprech, Lederlenkrad/Schaltknauf, Einstiegsleisten Alu, Alufelgen, Getönte Scheiben, Klimaanlage, E-Fensterheber, Sitzheizung etc. pp), beim Smart bekommt man da gerade mal die Passion Line mit dem mittleren Motor. Wenn ich den Smart dann noch entsprechend ausstatte komme ich auf fast 17.000€! Das finde ich persönlich schon hart. Man denke an den Shitstorm hier auf MT weil sich VW erdreistet den Up! als Top of the Line Modell als Beats Edition für den gleichen Preis anzubieten.

 

Und sind wir mal ehrlich: Schon allein wegen seiner 4 Sitze kann so ein Up! eigentlich alles besser wie ein Smart, außer vielleicht die Nummer mit der Parklücke. Beim Smart regt sich nur irgendwie kein Schwein über die Preise auf. Gewöhnungseffekt? Sympathie? Ich weiß es nicht. Ich für meinen Teil würde mir von dem Geld dann eher noch einen Twingo kaufen. Da kriegt man für die teuren 18.000€ wenigstens das absolute Topmodell mit allen Ausstattungsdetails und der hat dann wenigstens 4 Sitze und deutlich mehr Leistung.

 

Klar kriegt man wenn man unbedingt Smart fahren will auch einen für knapp über 10k, der hat dann aber halt so gar nix mit den bunten und gut ausgestatteten Smarts aus der Werbung gemein.


07.01.2017 14:11    |    PatrickAber

Meiner kostete knapp 20K aber dafür sind Sachen drin die es beim Twingo gar nicht gibt und zudem ist er dann natürlich auch so gar nicht mehr mit dem Renault zu vergleichen. Soll halt auch Premium Kleinwagen sein. MB und BMW Preise lassen grüßen. VW ist da auch nicht unverfroren.


07.01.2017 16:05    |    Dynamix

Was sind das denn für Sachen die der Smart im Gegensatz zum Twingo bietet?


08.01.2017 11:30    |    der_Derk

Zitat:

Und sind wir mal ehrlich: Schon allein wegen seiner 4 Sitze kann so ein Up! eigentlich alles besser wie ein Smart, außer vielleicht die Nummer mit der Parklücke.

Wir sind hier aber schon beim ForFour, der hat auch vier Sitze ;)

 

Zitat:

Was sind das denn für Sachen die der Smart im Gegensatz zum Twingo bietet?

Soweit ich das auf die Schnelle überblicke: Der Smart hat eine andere Rückbank (mehr Einstellmöglichkeiten), Den Seitenwindassistenten (über den man geteilter Meinung sein kann), eine Gurthöhenverstellung vorn, Kollisionswarner, Fahrer-Knie-Airbag und ein größeres Display für den Bordcomputer. Dazu eine leicht höhere Basisausstattung (el. Fensterheber vorne Serie).

 

Davon abgesehen: Ich sehe die beiden eher als die Wahl unterschiedlicher Optik-Pakete für dieselbe Basis, bei recht geringen Ausstattungsunterschieden. Der Preis ist relativ hoch, was allerdings auch kein wirklich neuer Vorwurf für Smart ist, und den Aufpreis gegenüber bspw. einem Up! sehe ich schon durch den höheren, technischen Aufwand der Heckmotorkonstruktion irgendwo gerechtfertigt. Ob dieser Aufwand objektiv etwas bringt, bzw. sich lohnt - ne, eher nicht. Aber das ist weniger die Frage, Autos verkaufen sich nunmal nicht primär nach objektiven Kriterien. Demnach dürfte auch niemand einen Fiat 500 oder Opel Adam kaufen, und Daihatsu würde diese Klasse seit 1980 mit dem Cuore dominieren ;).


08.01.2017 11:35    |    Dynamix

Uh, sag das mit dem Adam bloß nicht im Up! News Thread. Da haben Sie sich tagelang die Köpfe darüber eingeschlagen was der Adam ist, welches Konzept er verfolgt und ob der heftige Preis für den Adam gerechtfertigt ist und und und :D

 

Zum Smart: Ob die Heckmotor Konstruktion für Otto Normal Kunde wirklivh wichtig ist wage ich zu bezweifeln. Die meisten Autofahrer wissen ja nicht mal was für einen Motor Sie haben :D


08.01.2017 11:48    |    der_Derk

Dann halte ich mich da mal dezent 'raus ;).

 

Stimmt wohl, einen wirklich konstruktiven Vorteil hatte das eigentlich nur beim alten Fortwo, der eben so kurz war dass vorne wirklich kein Motor hin passte. Und auch das war eigentlich nur die Notlösung, weil der ursprünglich geplante Elektroantrieb noch nicht weit genug für die Serie war.


Deine Antwort auf "Fremdfahren: Smart ForFour (W453)"

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