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21.11.2013 16:19    |    SteinOnkel    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: 86C, Derby, VW

Moin Zusammen,

 

man kommt ja wirklich zu nix. Entweder ist man mit dem Schrauben beschäftigt oder mit dem Studieren. Zum Blogartikel schreiben komme ich leider ziemlich selten.

 

Nichtsdestotrotz möchte ich euch hier jetzt den Fortschritt des Sommers etwas näher bringen.

 

Es sind vollständig verbaut:

 

- Fahrwerk mit Brems-Hardware

- der Tank mit Entlüftungsschläuchen (das war eine schwere Geburt!)

- Rückleuchten

- Türen mit Hebeln und Schlössern

- Motor, Getriebe, Antriebsstrang

- Wasserkühler

- Ansaugbrücke und Vergaser

- Krümmer

- Ruckleuchten und Heckklappe (das Schloss einzustellen macht richtig Laune)

- Lenkung

 

Kopfzerbrechen bereitet mir nach wie vor der Handbremshebel und der Gaszug von den Doppelvergasern. Ich bin nicht so der Seilzug-Mensch, ihr merkt das schon. Aber das sind auch alles keine Zaubereien, also werde ich das bestimmt nächsten Frühling hinbekommen.

 

Drückt mir die Daumen, dass er nächsten Sommer wieder fertig ist. Im Mai soll er zumindest fahrbar sein :)

 

Die ersten Kabel und Strippen liegen auch schon im Auto. Kurz bevor ich ins Auslandssemester Ende Juli gestartet bin, hat der Derby mich auch mit den ersten Lebenszeichen verabschiedet. Der Anlasser dreht den Motor sauber durch :)

 

Danach habe ich dann die beiden Autos eingemottet und ihnen schonmal frohe Weihnachten und einen guten Rutsch gewünscht.

 

Der graue Steili im letzten Bild hat im Juni erst die HU bestanden, damit ich ihn im März nur wieder anmelden muss. Das war auch wieder ein wenig Arbeitszeit, die eigentlich dem Derby gehört hätte.

 

Das dürften auch die ersten Bilder hier von meiner Werkstatt sein. Ich hoffe, sie gefällt. Es sind insgesamt ca. 50qm auf einem Bilderbuch-Bauernhof in Ostwestfalen.

 

So euch dann auch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch.

 

Gruss

Manuel


25.03.2013 18:53    |    SteinOnkel    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: 86C, Derby, VW

Was ist hier denn los? Nix!?

 

Dabei habe ich eigentlich gar keinen Winterschlaf gehalten. Wie das eben so ist. Es wird kalt und grau draußen, man zieht um, muss arbeiten.

 

Ich will euch verraten, warum sich hier nichts getan hat seit Juni: Ich bin in den letzten 8 Monaten geschlagene 4 mal umgezogen. Wir haben vier Wochen lang eine Wohnung renoviert, in der wir dann ganze acht Wochen gewohnt haben. Ganz toll! Auto schrauben ja, Küche aufbauen nein! Dann noch jeden Tag 10 Stunden im Büro, da bleibt nicht viel Zeit...

 

Achja und Bier trinken muss man ja irgendwann auch noch :) !

 

In den nächsten Tagen folgen hier mal ein paar Zeilen und Bilder, wie der Derby momentan aussieht.

 

Bis dahin

 

Euer Manuel


22.05.2012 19:40    |    SteinOnkel    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: 86C, Derby, VW

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Eine sehr, sehr schwierige Entscheidung. Nun ist sie gefallen. Folgende Bedingungen wurden an die Farbe gestellt, sie muss:

 

1. zu den Sitzen (Beiges Kunstleder)

2. zum Teppich (80iger Jahre häßlich Braun)

3. zum Himmel (80iger Jahre häßlich Grau)

4. zu den Felgen

 

passen. UND ganz wichtig: sie soll witzig sein. Nicht zu seriös, etwas "Pop Art". Welche Farben haben denn die Flegen? Keine Ahnung, vielleicht Silber? Und dann der Innenraum, sieht das aus? Metallic oder Uni? Epochenkorrekt? Klarlack?

 

Fragen über Fragen. Am Ende blieben drei in der engeren Auswahl:

 

1. Das Goldmetallic aus den frühen 80igern. Die erste Karosserie hatte diese Farbe (siehe Bilder vom letzten Janr) und ich weiß nur bei dieser Kombination mit Sicherheit, wie es nachher aussieht.

2. Das Marsrot der neuen Karosserie. Bei dieser Farbe weiß ich, wie sie ohne Klarlack auf dem Derby aussieht.

3. Ein schickes Blau

 

Also das Gold fiel raus, weil es mir nicht fetzig genug ist. Das Rot fiel letzendlich raus, weil es beim lackieren blöd ist, wenn man die gleiche Farbe flächendeckend sprühen soll. Es ist nicht restlos alles grundiert und dann kann es schnell passieren, dass ein paar Stellen gar keinen Lack abbekommen. Und das ist Pfusch.

 

So blieb dann noch ein schickes Blau. Leichter gesagt als getan, die Auswahl ist wirklich immens. Ich wollte mich auf jeden Fall im VW Sortiment bedienen.

 

Nun da bleibt einem nichts anderes übrig, als im Straßenverkehr die Augen offen zu halten. Und dann fiel es mir irgendwann auf: das sehr schöne "Summerblue" der 5er Polos.

 

Das soll es werden.

 

Ich hoffe das sieht nachher aus :\

 

Zum TÜV:

 

Argh, diese Motorumbauten. Abgas und Lärmschutz sind die Stichwörter. Abgase fallen raus, dafür ist er zu alt, jedoch heißt das nicht, dass man mit dem Lärmschutz es nicht übertreiben kann.

 

Mir wollte heute jemand allen ernstes erzählen, dass mein Gutachten für den Motor nicht gültig sei, dass es zu alt ist. Aha. Ich brauche ein "QM-Gutachten". Niemand in Wolfsburg wußte was damit gemeint war. Die Alternative war in Hannover oder Essen Leistung-, Fahrgeräusch-, Standgeräusch- und Höchstgeschwindigkeitsmessungen durchzuführen. Kostenpunkt: aufwärts von 500 euro. Ja, ne, ist klar.

 

Alles Blödsinn. Schnell einen Termin in einem anderen Büro gemacht und siehe da: es geht alles. Oder eben auch nicht alles. Folgendes möchte der Herr doch lieber original belassen:

 

Den Krümmer :(

Reifen nicht größer als 175/60 (auf 13 Zoll) :(

keine gekürzten Dämpfer :(

keine gelochten Schieben :(

 

"Mit dem TÜV ist alles doof". Aber egal, da kommt früher oder später ein Fächerkrümmer rein. Nur alles auf einmal, das hat der TÜV nicht zu gerne. Der Amerikaner spricht vom TMI "Too much information". Sei es drum. Dann wird er vorerst 90 PS haben, dann habe ich wenigstens Luft nach oben.

 

Euch eine Rattenscharfe Woche.

 

Übernächstes Wochenende steht das lackieren an. Bin gespannt, wie ein Flitzebogen.


08.05.2012 21:51    |    SteinOnkel    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: 86C, Derby, VW

Kurz ein paar Bilder, was ich heute so erledigt habe.

 

Der Rumpf ist nun so weit fertig. Paar kleine Stellen.

 

Lack: Hammerite Heizkörperlack, geiles Zeug.


05.05.2012 21:04    |    SteinOnkel    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: 86C, Derby, VW

Endlich hat das Warten ein Ende und es geht hier wieder mit dem Restaurieren des Derbys weiter.

 

Wie man sieht, ist die Werkstatt vollständig eingerichtet. Die Idee mit dem Schreibtischstuhl war gut, die mit den Spanngurten besser und die mit einer Kombination aus beidem einfach unschlagbar.

 

Mittlerweile ist der kleine 1.3er GK so zerlegt, dass ich ihn per Hand bewegen kann.

 

Wo soll ich anfangen?

 

Wie man sieht habe ich ihn einmal komplett auseinander genommen, um eine Bestandsaufnahme zu machen. Der Verkäufer meinte zwar, den Motor hätte man mal neu aufgebaut, aber das bezweifel ich. Ich habe heute den ganzen Nachmittag damit verbracht, irgendwelche 30 Jahre alten Simmerringe zu entfernen. Von wegen neu aufgebaut. Und ob es tatsächlich eine Schrick-Nocke ist, das bezweifel ich. Sieht schwer nach Originalteil aus, aber man weiß ja nie. Irgendwann kommt da eine scharfe Nocke rein, aber erstmal muss er so rennen.

 

Die guten Nachrichten trumpfen die schlechten aber. Die Hohnschliffe und Brennräume sehen traumhaft aus. Alles aalglatt, da gibt es nichts zu meckern. Die Kolbenringe sehen gut aus und die Gleitlager der Kurbelwelle zeigen so gut wie keinen Verschleiß.

 

Dann ging es erstmal an die Ölpumpe. Das Ding war so siffig von außen (kein Wunder, 30 Jahre den gleichen Simmerring benutzt), das könnt ihr euch nicht vorstellen. Das Bild zeigt das Ergebnis von 45 Minuten Schrubberei mit Stahlwolle, Silikonentferner und einem Phasenprüfer.

 

Die Ölwanne ist jetzt schön blank, so wie der Ventildeckel auch. Lackiert ist es auch, in schwarz mattem Ofenlack. Sieht an sich ganz pfiffig aus. Leider gab's im Baumarkt keine andere Farbe und es lag mir ehrlich gesagt in den Fingern, mal endlich wieder was fertig zu bringen.

 

Morgen kommt die Karosserie. Da heißt es dann erstmal Lagerschäden beseitigen und noch die ein oder andere Kleinigkeit ausbessern/nachbessern. Paar Beulen hat sie noch, aber nix wildes. Und an einer Stelle, wo wir geschweißt haben, wollte ich nochmal dran. Schön verzinnen diesmal.

 

Nächsten Dienstag darf ich erstmal jede Menge Dichtungen usw. von VW holen und dann wird der Motor nächste Woche wieder zusammengeschraubt. Ich habe mich jetzt doch gegen eine Blocklackierung entschieden. Es ist einfach viel zu viel Aufwand und Zeit, um das vernünftig zu machen. Und der Ofenlack ist nicht wirklich billig.

 

Dienstag und Donnerstag wird der Motor wieder zusammengebaut so weit (ich muss noch den Kopf so weit zerlegen, dass ich an die beiden Simmerringe dran komme. Das kann noch lustig werden).

 

Dann sieht der Plan vor, dass ich mich um die Karosserie kümmere und dann um das Fahrwerk, damit man das Auto vernünftig rangieren kann. Da werde ich schön mit Hammerschlag arbeiten, kommt ja nicht auf die Textur an.

 

Naja und dann? Das große zusammenbauen. Erstmal schauen, dass er diesen Monat lackiert wird.

 

Wenn das Wort mit G nicht wäre, hätte ich den bis ende Juni wieder auf der Straße. Laufen soll er diesen Sommer zumindest für Testzwecke, aber mal schauen.

 

Ich wünsche euch eine rattenscharfe Woche.

 

Euer

Manuel


17.04.2012 19:52    |    SteinOnkel    |    Kommentare (5)    |   Stichworte: 86C, Derby, VW

Hallo,

 

mensch, ist das ruhig hier geworden. Und dabei tut sich doch in der Steinischen Autowelt so viel :)

 

Als erstes:

 

mein Winterhobel hat mich souverän durch den Winter gebracht :o Wer hätte das gedacht? Ich jedenfalls nicht. Jeden morgen war es die gleiche Geschichte: frei kratzen, einsteigen, anmachen und dem wunderbaren Lagerschaden lauschen. Das Auto hat ein Herr Al Omari aus Wuppertal für ganze 90 dankend angenommen. 10€ für 5 Monate Auto, das muss mir einer erstmal nachmachen.

 

Was ist mit dem Derby?

 

Tjoa, nicht so viel. Er steht und wartet, dass ich ihn endlich aus der kleinen Garage befreie und zum Lackieren vorbereite. Nächstes Wochenende ziehe ich mitsamt Derby um und sollte alles gut laufen, richte ich am langen Wochenende Ende April alles ein.

 

Das beste ist dieses Semester mein Vorlesungsplan. Ich musse ganze zwei Tage in der Woche zur Uni. Da wird viel Zeit zum Schrauben übrig sein :)

 

Der Termin zum Lackieren steht immernoch nicht fest. Manche meiner Freunde kommen einfach nicht aus dem Quark :mad:

 

Die BBS-Felgen habe ich übrigens dem 1ser US-Golf meines Bruders vermacht. Er hat nun seinen Abschluß (Bachelor) in der Tasche und das geschieht schließlich nicht alle Tage. Ich bin schon sehr gespannt auf die Bilder.

 

Wie? Von Astra-Schrotthaufen auf BMW?

 

Ja, das geht. Mein ältester Bruder ist in die USA ausgewandert und hat mir sein Auto überlassen.

 

Hier mal ein paar Eckdaten und Nettigkeiten:

 

BMW e34 Touring, Baujahr 1994

noch nicht ganz die 200tkm Marke geknackt

Autogas

Panorama-Schiebedach (Wann kommt endlich mal der Sommer? Das Teil ist einfach nur genial!)

leider nur 150PS.

 

Das Auto gefällt mir nur bedingt. Zum Umzug ist der natürlich super, Schweinehaken ist vorhanden. Jedoch reizt mich der Motor eher weniger. Er ist ein alter Brummbär und lässt sich nur schwer aus der Ruhe bringen. Außerdem hat die Kiste ganz schön Durst. Ich weiß, ich weiß, ich habe wegen Autogas kein Recht mich zu beschweren, aber mein Derby mit E85 war günstiger im Verbrauch. Was ein Vergleich!

 

Nach dem Umzug fahre ich übrigens Bahn :o Das Auto steht also schon im Mai zum Verkauf. Bei Interesse könnt ihr euch gerne melden.

 

So, ich muss jetzt weiter Kisten packen.


12.12.2011 22:46    |    SteinOnkel    |    Kommentare (22)    |   Stichworte: 86C, Derby, VW

Hallo,

 

dumm, dass man hier nur ein inhaltlich passendes Forum auswählen kann. Geht ja eigentlich um zwei Autos.

 

Dieses schöne orangene Exemplar stammt aus Rüsselsheim und hat ein ziemlich anstrengendes Leben geführt. Stolze 240tkm hat er auf der Uhr, er rostet quasi überall und natürlich darf der obligatorische Heckschaden nicht fehlen. Seht ihr, wie fachmännisch ich den Schaden behoben habe? Habe den Farbton sogar gut getroffen, wenn man bedenkt, dass ich im Baumarkt "blind" die nächstbeste Spraydose mitgenommen habe.

 

Zur Ausstattung:

 

-90PS (der zieht sogar 0_0)

-elektrische Antenne...die auch funktioniert!

-Zentralverriegelung, die nur vollständig funktioniert, wenn man mittig gegen das Auto tritt.

-Spoiler

-Tiefergelegt mit ebay-krams

-nagelneue Winterreifen

-absolut gepfuschte Ganzlackierung. Überall überspray, Gardinen und Läufer. So macht man es nicht.

 

Als erstes habe ich die Verschleißteile getauscht, er soll ja auch schließlich morgens anspringen. Beim Frostschutzmittel habe ich mich total vertan und einen ganzen Liter unverdünnt reingekippt. Gefrierpunkt dürfte so bei -60 liegen, die Heizung ist aber seitdem nur noch lauwarm :D

 

Wichtig war mir, dass dieses furchtbare Rappeln, welches ich zunächst von den Hydros vermutet habe verschwindet. Also habe ich schön das Öl gewechselt und habe beim Ablassen des Altöls mein blaues Wunder erlebt: es kame ganzen 1,5 Liter raus! 100%ig. Das Rappeln blieb, es kommt aber von der Kurbelwelle. Ich schätze, da ist ein Pleul ausgeschlagen oder ein Gleitlager hinüber. Wayne?

 

Ich wurde innerhalb von zwei Tagen zweimal angehalten. Wen wundert das bei der Gurke? Beim zweiten mal hatte das Auto noch die Haubenverlängerung. Ich kam gerade aus der Zulassungsstelle und dachte mir "Och ne, nicht schon wieder" als ein Ordnungshüter an dem Auto stand. Während ich meinen Papierkram und die neuen Nummernschilder ins Auto lud fragte er mich, ob es für die Haubenverlängerung eine ABE gäbe. Statt verbal zu antworten, habe ich die Haube geöffnet und das ganze Plastikgeraffel abgerissen und in den nahegelegenen Mülleimer gepfeffert. Seine Frage beantwortet ich mit "Keine Ahnung, sieht doch eh scheiße aus." Lachend meinte der Herr zu mir "Na, so habe ich das jetzt auch nicht gemeint."

 

Eigentlich schade, dass er einen Lagerschaden hat und schon bald ausgedient haben wird. Ich bin mir sicher, dass dies irgendwann mal ein echt schönes Auto war. Er zieht wie gesagt gut durch und die Platzverhältnisse im Innenraum lassen sich echt sehen. Verstehe nicht, warum sich damals Leute einen Golf 3 gekauft. Dieses Auto ist in fast allen Hinsichten besser. Es ist ein wirkliches Rüsselsheimer Raumwunder. Ich habe in das Auto 2 Türen, die Motorhaube und 2 Heckklappen vom Derby reinbekommen, ohne Probleme.

 

Zum Derby:

 

Letzte Woche habe ich den Hübschen Bauer zerlegt. Den kleinen 50PSler wollte niemand ausser der Schrotthändler haben :( Alle brauchbaren Teile habe ich vorher natürlich demontiert. Das wären: der komplette Zylinderkopf, die Zündungsanlage, die Lichtmaschine, diverse Schläuche, den Vergaser und den Anlasser. Ersatzteile habe ich jetzt erstmal genug. Schade eigentlich, der lief ohne Probleme.

 

Wo wir gerade beim Thema Ersatzteilen sind: heute habe ich alle Dichungen für den Gekränkten Kommunisten abgeholt. Wasserpumpe und Zahnriemen auch sowei alle Simmerringe. In der Werkstatt von meinem Bruder kann ich zwar nicht ein ganzes Auto stellen, aber den Motor kann ich zumindest neu abdichten und lackieren. Das passiert vermutlich ende Januar, dann folgen auch wieder schicke Bilder.

 

Im Moment warte ich nur auf Frühjahr, dann werde ich eine neue Werkstatt haben und kann wieder richtig loslegen. Bis dahin heißt es erstmal sparen, sparen, sparen. Den Lack bestelle ich Ende des Monats und dann gibt es noch jede Menge andere Teile.

 

Das Setup von dem kleinen wird folgendermaßen aussehen:

 

-frisierter GK mit Solex Doppelvergasern

-Fächerkrümmer (ansonsten original Anlage, obwohl ich mir da noch nicht sicher bin)

-Gelochte Bremsscheiben vorn + Zimmermann Beläge

-KYB Excel G Dämpfer

-H&R Federn 35mm rundum

-eventuell MSD Ignition als Ergänzung zur jetzigen Dignition

-Öldruck, Öltemp., Drehzahl und Volt Amaturen

-entweder BBS oder BCW Felgen. Bin mir da noch nicht sicher

 

Rest erstmal original lassen. Ich werde auch ein paar Amaturen nachrüsten, aber das mit einer Halterung und einer Verkabelung, die mit zwei Handgriffen ein und ausgebaut ist. So etwas soll auch für Schalensitze vorliegen. Falls ich mal meine kleine ausführen möchte, brauche ich sowas nicht (und ich finde es dann auch affig), für die Norschleife natürlich unerlässlich.

 

Mit dem H Kennzeichen hat sich es dann erstmal erledigt. Ich kann eigentlich alles so eintragen lassen und noch das H bekommen, außer die Bremsscheiben. Die Herren von der Rennleitung wollen allen ernstes, dass ich die Bremsanlage original lasse. Und das bei mehr als der doppelten Leistung. Ist klar. Zumal es auch eh hupe ist. An KFZ-Steuer bin ich mit dem Saisonkennzeichen genauso dran und in der Versicherung so oder so. In die Oldtimertarife kommt man erst mit 25 und das dauert noch, bis ich so weit bin.

 

Genug getippt jetzt :)

 

Euch allen ein frohes Fest und guten Rutsch. Ich melde mich im neuen Jahr wieder. Entweder mit einem Bericht, wie sich ein e34 Touring auf der Nordschleife macht oder Bilder von der Motorüberholung. Oder beidem ;)


08.09.2011 12:09    |    SteinOnkel    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: 86C, Derby, VW

Was eine herrliche Ankunft im Heimatland. Nach einer durchfeierten Nacht in San Francisco haben mich meine Freunde um 5 uhr morgens am Flughafen abgesetzt. Um 7:25 betrat ich die 747 Richtung Charlotte. Vier einhalb Stunden "Schlaf" später durfte ich dann umsteigen und weitere 8 Stunden später war ich wieder in Frankfurt am Main. Es war auch 7:00 Uhr (nur Sonntag statt Samstag), also von Jet Lag keine Spur.

 

Mit dem Warnwesten orangenen Astra Stufenheck ging es dann weiter auf einer recht abenteuerlichen Fahrt zu einem kleinen aber sympathischem Dorf nahe Kassel.

 

Nach ca. einer Stunde Benzingespraeche luden wir dann den Motor in den Kofferraum. Zur Geschichte der Maschine:

 

Baujahr 1985 GK. 1986 mit dem "Polo Cup Kit" aufgestockt, Gutachten und Pruefstandbericht habe ich dafuer auch. Damals machte der kleine gute 90PS. Viele Jahre spaeter hauchte man ihm dann noch etwas mehr Leben ein. Groessere Einspirtzduesen, geportete Ansaugbruecke, Übermaßkolben, das ganze Spielchen. Und zu guter letzt tauschte man auch noch das 4-Gang Getriebe gegen das kurze AHD. Laut Aussage des Verkaeufers ist man in einem 86c Coupe in 5-5,5s auf 100km\h. Damit kann man wohl arbeiten. Den Drehzahlbegrenzer hat man auf 8500 Umdrehungen gestellt. Für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten, aber er war im Rennsport im Einsatz. Und das schoenste? Das Auto hatte zu jeder Zeit eine Straßenzulassung. Mit dem Stapel Gutachten und ABEs, die ich jetzt habe, duerfte das alles kein Problem sein. Auch beim H-Kennzeichen nicht, so mein Freund von der GTÜ.

 

Als kleines Sahnehäubchen habe ich auch noch einen Satz Felgen von BCW in den Maßen 5,5jX13 geschenkt bekommen. Und natuerlich den obligatorischen Eimer mit Ersatzteilen. Steuergeräte, Anlasser, Lichtmaschinen, Schaltgestänge und K&N Luftfilter. Ich weiß nicht, ob man das auf den Bildern sehen kann, aber die Kurbelgehäuseentlüftung ist offen und mit einem Chrom Filter versehen. Braucht man einfach, sowas :)

 

Die Felgen an sich brauchen etwas arbeitet, aber für lau...und die BBS-Babies sind auch angekommen. Die wiegen wirklich nichts. Auch dort muss ich etwas schleifen und lackieren, aber nichts wildes.

 

Eine neue Bleibe ist auch in Aussicht, hier in der Umgebung. Dort wäre ich, wenn alles klappt, völlig alleine. Also brauche ich mir um andere Leute da keine Gedanken machen. Hört meinen Rat: nehmt euch niemals eine Halle mit anderen Leuten! Das gibt nur Theater. Außerdem ist die neue bleibe auch DEUTLICH näher an meinem Wohnort.

 

So, in zwei Wochen Prüfungen und hoffentlich umziehen. Dann geht es richtig weiter :) Vielleicht schaffe ich das doch noch alles bis zum Frühling, aber kein Stress. Im Wintersemester habe ich sowieso Freizeit ohne Ende.

 

Gruß

Manuel

 

P.S: Da der Verkäufer sich komplett vom Motorsport verabschiedet, hat er noch eine Polo I Karosse Baujahr 1975 mit allen Teilen, außer Motor und Getriebe. Auch ein nagelneues Fahrwerk von Sachs ist dabei. Es muss einiges geschweißt werden, aber keine Katastrophen. Mir würde er das ganze für 300 Euro vermachen. Ich bin schwer am überlegen...Motor und Getriebe habe ich ja jetzt über. Aber schon das nächste Projekt?


29.07.2011 08:28    |    SteinOnkel    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: 86C, Derby, VW

Auch im Urlaub tut sich einiges.

 

Ein Freund von mir hat mir heute einen Motor gelinkt...kurz darauf habe ich den Verkaeufer angeschrieben und festgestellt, dass der Motor keine 10 Minuten von meinem Rueckweg Anfang September vom Flughafen entfernt ist. Also habe ich eine Anzahlung gemacht. Das ganze war innerhalb von zwanzig Minuten gegessen. Warum?

 

Es ist ein GK-Motor und zwar ein ueberholter. Laut Pruefstandbericht 110PS. VW Motorsport Ansaugbruecke, Doppel Solexvergaser, scharfe Nocke, etwas aufgebohrt. Er wurde vor ein paar Jahren neu aufgebaut und dann lediglich 150 KM fuer Bergrennen genutzt, bis der Fahrer die Kontrolle ueber das Auto verlor. Seitdem wurde der Motor mit Oel geflutet gelagert. Ist das mal ein Volltreffer, oder was?

 

So weit die gute Nachricht. Leider gibt es auch noch eine schlechte. Ich habe keine Halle mehr und viel schlimmer ich fuerchte um die Sicherheit der Karosserie. Ich wollte das eigentlich hier nicht so schreiben, aber ich muss meinem Aerger etwas Luft machen.

 

Jemand in unserer Schrauberrunde hat sich als schwarzes Schaf entpuppt, mehr sage ich nicht. Ich habe (12 Stunden vor meiner Abreise in die USA, wohlgemerkt) mein Werkzeug und das komplette Auto bis auf die Karosserie und den Motor an einen sicheren Ort bringen muessen. Es dauert noch ein paar Tage, bis meine Familie in Deutschland den Rest abholen und verstauen kann.

 

Dadurch hat mein Ziel, im Fruehling fertig zu sein einen deutlichen Daempfer verpasst bekommen. Ich muss mich nun erstmal um eine neue Bleibe kuemmern. Das ist sehr aergerlich.

 

Merke: Wenn man sich auf andere verlaesst, ist man verlassen!


22.07.2011 18:54    |    SteinOnkel    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: 86C, Derby, VW

So. Endlich hab eich einen Satz BBS in 5,5JX13 für einen vernünftigen Preis gefunden. Eine Felge hat ein paar Kampfspuren, aber nichts wildes. Für 80 Taler kann man da nicht meckern.

 

Und das schönste: kein eintragen, keine ABE. Unbedenklichkeitsschreiben von VW und einfach auf's Auto ziehen. H-Kennzeichen tauglich sind die Teile natürlich auch, da serienmäßig erhältlich, sogar für den Derby. Besser geht's nicht.

 

Reifen werden Sommerreifen von Continental oder Michelin genommen, da scheue ich keine Kosten. Und die 13 Zöller kosten ja eh so gut wie nix. 60€/Reifen für richtig gute, das ist geschenkt.

 

Mal schauen, was ich mit den Felgen mache. Eventuell lackieren oder gar pulverbeschichten. Wahrscheinlicher ist aber, dass ich die vorhandenen Schäden behebe und sie so wie sie sind auf das Auto montiere. Dann auch 35mm Dank Eibach Federn tieferlegen + KYB Sportstoßdämpfer...lecker.


24.06.2011 13:08    |    SteinOnkel    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: 86C, Derby, VW

Endlich ist meine Kamera wieder da! Unfassbar, fast zwei Monate Lieferzeit. So ein Stuß.

 

Deswegen gibt es diesmal auch wieder das ein oder andere Bild. Die versprochenen Videos und Bilder von Christi Himmelfahrt habe ich immernoch nicht :( Jemand hat eine Speicherkarte verklüngelt...so ein Mist.

 

Auf den Bildern ist erstmal überhaupt die Karosserie zu sehen, damit ihr euch ungefähr ein Bild machen könnt, wie es vorran kommt. Man sieht das Auto mit seiner endgültigen Grundierungsschicht (Epoxyd-Grundierfüller) und z.T. noch rotem Lack. Der rote Lack befindet sich größtenteils im Kofferraum und im Innenraum. Dort haben wir bisher nur "drübergenebelt", da es dort keinerlei Spuren von Rost gibt und der alte Lack an sich einen super Haftgrund bildet. Da ansonsten Stellenweise grundieren Pfusch ist und ich kein Risiko eingehen will, haben wir die sichtbaren (im fahrbaren Zustand, versteht sich) Bereiche komplett grundiert. Den alten Lack haben wir mit 400er Schleifpapier angeschliffen, um eine gute Haftung zu gewährleisten.

 

Geschweißt wurde auch noch. Und zwar der Querbalken im Motorraum vorn. Wie ihr euch erinnert sollte die Karosserie von irgendwelchen Deppen zum G40-Rennmonster umgebaut werden. Wer sich mit der 86c-Baureihe auskennt weiß, dass man bei den ersten Modellen ein Loch in diesen Träger reinschneiden muss, um den G-Lader zu montieren. Schlaue Leute verbauen dann eine verschraubbare Klappe, falls man den G-Lader auch mal wieder ausbauen möchte. Nicht so die Vorbesitzer dieses schönen Exemplares. Die haben das (vermutlich mit Elektrode) verschweißt. Sie haben sich nicht einmal die Mühe gemacht, die Schweißnähte (im KFZ-Bereich MUSS man Punktschweißen!) runterzuflexxen oder irgendeine Rostvorsorge vorzunehmen...

 

Also habe ich aus dem alten goldigen ein neues Blech zurechtgeschnitten und das eingeschweißt. Leichter gesagt als getan. Unser Schweißgerät hat Probleme mit dem Drahtvorschub. Der geht manchmal ab wie Sau, manchmal ähnelt es eher Heißlöten. Das Blech muss nach den ersten Schweißpunkten in Form gehammert werden. Ein Kinderspiel, wenn die Schweißpunkte auch halten. Mit unserem Schweißgerät eine wahre Geduldsprobe. Aller guten Dinge sind Drei, also hat es beim 3. mal auch geklappt. Eigentlich kann ich mittlerweile einigermaßen schweißen; bitte beurteilt mein Können nicht einzig und allein von diesen Bildern.

 

Da ich ein Freund von unsichtbaren Dingen bin, habe ich zunächst die Schweipunkte so weit wie möglich mit der Trennscheibe runtergeflexxt und anschließend gespachtelt. Oh ja, der SteinOnkel spachtelt gerne. Dann noch schleifen, grundieren und voila: die Bilder sprechen für sich. Wenn man es nicht weiß, könnte man meinen, das dort (besonders im Innenraum) nur eine Nahtabdichtung vom Werk drinsteckt. Einschweißbleche an diesem Auto zu sehen (als unwissender) ist meiner Meinung nach mittlerweile ein Ding der Unmöglichkeit.

 

Die Türen und Klappen haben nun auch die endgültige Grundierung. Diesmal haben wir mit weiblichem Publikum grundiert und es kam, wie es kommen musste. Man lackiert in gleichmäßigen Bahnen, so viel ist sicher. Man lässt bei Hauben und Klappen auch beim ersten Spritzgang jede 2. Bahn aus, um diese dann beim 2. Spritzgang zu vervollständigen. So weit, so fachmännisch. Eine hier nicht namentlich erwähnte Dame sieht das bei der Heckklappe (wohlgemerkt gelernter KFZ-Lackierer am Werk), springt auf und "zeigt" mit dem Finger auf eine unlackierte Bahn. Schön mit dem Finger über die frisch grundierte Heckklappe. Ich hätte der am liebsten eine geballert. Noch eine Stelle mehr, die gespachtelt werden muss.

 

Wie geht es weiter? Schönheitsfehler aus der Grundierung spachteln und sehr, sehr viel schleifen. Unserem Lackierer kommen immer weider neue Geistesblitze. Die erste (graue) Schicht Grundierung haben wir lediglich mit 400er Schleifpapier geschliffen. Nun kommts aber noch besser: jedes Blech (auch die noch roten!) mit 320er vorschleifen, dann mit 400er und dann mit 800er naß. Das wird ein Spaß. "Wenn du das Auto danach siehst, hast du direkt den Pommerscher auf Vollmast geflaggt, das verspreche ich dir." Mag sein, wenn ich nach der Tortur überhaupt noch stehen kann.

 

Achja ein Paar Bilder von dem goldenen (oder was davon übrig geblieben ist) gibt es auch. Die Videos folgen noch.

 

Ein Wochenende Arbeit noch. Dann ist er lackierfertig. Endlich.

 

Gruß

Manuel


12.06.2011 23:14    |    SteinOnkel    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: 86C, Derby, VW

...und schon wieder hat der SteinOnkel keine Bilder. Ich bin ein Sack, nicht wahr?

 

Das Fehlen der Bilder erklärt sich durch die defekte Kamera. Die neue ist heute angekommen, aber ich werde mich die nächsten vier Wochen auf das Studium konzentrieren. Es wird also ruhiger hier.

 

1. Wochenende Christi Himmelfahrt

 

Ein absoluter Traum! Zunächst habe ich den "goldenen" (siehe Profil) zerlegt. Haube, Türen, Kotflügel ab. Dabei ist mir aufgefallen, dass das Auto mehr als einen Unfallschaden hatte. Der Kotflügel auf der Fahrerseite war garantiert nachträglich montiert. Es fehlte an der Innenseite die Nahtabdichtung. Das war aber mehr Segen als Fluch, da er sich dadurch sehr leicht demoniteren liess. Die Karosserieteile wurden dann entrostet, angeschliffen und hier und dort gespachtelt. Mehr war an einem Mittwochabend nicht zu erreichen.

 

Doch dann! Als wir am Donnerstag morgen die Halle betraten, kam uns die glohreiche Idee, zur Feier des Tages das Dach abzuflexxen und erstmal eine Runde durch's Dorf zu drehen. Gesagt, getan. Ein unbeschreibliches Gefühl, so ein Derby Cabrio. Es wird selbstverständlich noch Videos geben.

 

Nun denken sich sicherlich einige "Was für Pfuscher! So ein Auto zu missbrauchen." Im Grunde genommen würde ich euch Recht geben. Die Situation des goldenen Derbys entpuppte sich Rost-technisch jedoch weitaus schlimmer als ursprünglich angenommen. Der Lampenträger hinten links ist quasi nicht mehr vorhanden. Das Heckblech hat sich somit an einer Ecke von dem Kofferaum getrennt. Der Bereich der C-Säule wurde mehrfach flächendeckend gespachtelt. Die Fensterrahmen hinten waren quasi nicht mehr vorhanden und besonders die Kanten des Heckfensters hatten Löcher in Faustgröße. Die Radläufe hinten wiesen nur noch Schuppenrost auf.

 

Ein tragisches Schicksal für ein Auto, welches 29 Jahre lang nichts als Pfusch und Quälerei abbekommen hatte. Wie oben geschrieben, er muss mindestens zwei ziemlich heftige Unfallschäden gehabt haben.

 

Nun denn. Im weiteren Verlauf des Wochenendes wurden Abgasanlage entfernt (bzw. bis auf das Hosenrohr entsorgt) und der Motor, Getriebe und Federbeine vorne ausgebaut. Entweder ich werde alt oder komme aus der Übung, aber wir haben trotz Hebebühne geschlagene 3 Stunden für den Ausbau des Motors gebraucht. Es lag hauptsächlich daran, dass ich die Antriebswellen verbaut gelassen habe. Warum? Ganz einfach: die Innenvielzahn Schrauben des Getriebes reißen quasi jedesmal ab.

 

Dann wurde noch der Innenraum demontiert und das Auto wurde nach und nach auf ein Haufen Altmetall reduziert. Das Dach behalten wir übrigens. Es wird von der Decke hängen :)

 

2. Wochenende Pfingsten

 

Endlich grundieren. Der gesamte Grundierfüller hat seinen Weg auf die rote Karosse gefunden. Insgesamt zwei Schichten wurden versprüht. Mit dem Ergebnis war ich zunächst nicht zufrieden; meine Skepsis stellte sich beim Schleifen der besagten Grundierung jedoch als unbegründet heraus.

 

Unser Problem war und ist, dass es in der Halle staubt wie verrückt. Auch mit naßem Boden, Kabine aus Malerfolie und vorher wirklich gründlichen Reinigung der Räumlichkeiten findet man kurz nach dem Spritzen sämtliche kleine Staub-Steinchen und anderes Gedöhns. Das verschwinden zwar beim Schleifen, diese Möglichkeit ist aber nicht immer gegeben.

 

Nur mal grob der Lackiervorgang:

 

1. Anschleifen des alten Lacks mit 180er Schleifpapier.

2. Erster Spritzgang mit Grundierfüller

3. 24h Trockenzeit

4. Zweiter Spritzgang mit Grundierfüller (die Wartezeit ist nicht zwingend erforderlich, dennoch lieber kein Risiko eingehen)

5. Anschleifen der Grundierung mit 400er Schleifpapier (Baby-Popo!)

6. Erster Spritzgang mit EP-Grundierfüller

7. Nach ca. 10 Minuten zweiter Spritzgang mit EP-Grundierfüller

8. 24h Trockenzeit

9. Wieder Schleifen mit 400er Schleifpapier

10. "Vornebeln" der eigentlichen Farbe

11. "volle Lunte" Spritzgang mit Farbe

12. 24h Trockenzeit

13. Erster Spritzgang mit Klarlack

14. 24h Trockenzeit

15. Naßschleifen mit 1800er Schleifpapier

16. Zweiter Spritzgang mit Klarlack

17. 24h Trockenzeit

18. Letztes Mal Naßschleifen mit 1800er Schleifpapier

19. Polieren/Waxxen/bestaunen

 

Wie man sieht, eine sehr aufwendige Angelegenheit. Die Clevernasen unter euch werden nun entdeckt haben, dass der Lack an sich nicht geschliffen wird. Somit bleiben Staubreste drin und diesen Kompromiss werde ich nicht machen.

 

Zurück zur goldenen Karosse. Endgültige Demontage von sämtlichen Teilen. Knifflig: Bremskraftverstärker, Tank (Entlüftungsschläuche nach 30 Jahren), Handbremsgeraffel. Das Auto liegt nun fein sortiert in Einzelteilen in der Halle. Ich habe zwei Kisten nur mit Schrauben, Unterlegscheiben und und und. Das wird ein Spaß...

 

Der Liste oben nach sind wir nun beim 9. Schritt angekommen...und stehen geblieben.

 

Wir kennen leider niemanden, der eine Lackierkabine besitzt und diese auch vermietet. Außer natürlich ein Freund von mir in Holland. Wann und wie diese Aktion passieren wird steht noch in den Sternen. Ich prophezeie aber jetzt schon ein spaßiges, feuchtfröhliches und lohnendes Wochenende im Westen. Vielleicht im Juli, eher aber Ende September. Mal Schaun.

 

3. The Fiat Pandizzle

 

Da mein Auto nun in einzelteilen liegt und mein bescheuerter Roller immernoch Dank fehlender Ersatzteilen viel zu fett läuft, war ich gezwungen mir von einem Bekannten ein Auto zu leihen. Da Leider Gottes seine Mutter letztes Jahr verstorben ist, hat er nun die Wahl zwischen Baujahr 2008er VW Passat Kombi oder Baujahr 2006er Fiat Panda. Die Wahl fällt nicht sonderlich schwer.

 

Und hier kommt das aber: der Panda ist wirklich ein tolles Auto. Ich dachte mir zunächst, dass die nächsten zwei Wochen Autofahrerei eine Tortur sondergleichen sein werde. Und ich bin bei weitem nicht vom Komfort oder Leistung verwöhnt mti meinem Derby...

 

Der Panda verfügt trotz seinem Anschaffungspreis von ca. 9000 Eiern über ein ziemlich üppige Ausstattung. Elektrische Fensterheber, Klimaanlage, eine geniale Servolenkung (Stichwort City Drive).

 

Und der Fahrspaß erst. Mit dem Auto hier und dort hinzuflitzen macht wirklich laune. Das Auto vermittelt einem das Gefühl schnell zu fahren ohne es eigentlich zu tun. Sehr merkwürdig, aber gelungen. Die Lenkung überträgt wirklich alles, da bleibt kein Feinfinger traurig. Ich ertappe mich in den letzten Tag ziemlich oft, herzhaft in jeder Kruve von Ohr zu Ohr zu grinsen, obwohl ich gerade lächerliche 50,60 km/h auf den Tacho zauber.

 

Es gibt leider ein aber. Die Getriebeübersetzung ist nicht wirklich toll gelungen. Auch nach 1500km suche ich immernoch innerorts den richtigen Gang und schalte mich dabei dumm und dusselig. Außerdem fehlt es dem kleinen mit seinen lachhaften 45ps an Leistung. Er hat weder die Endgeschwindigkeit noch den Durchzug des Derbys und dieser ist bei Leibe nicht berauschend.

 

Nächstes Jahr habe ich vor mir ein Auto zu kaufen. Man könnte sagen ein "vernünftiges" Alltagsauto. Im engeren Kreis sind ein Lupo, ein 4er Golf und nun auf jeden Fall ein Panda. Zuverlässig ist die Kiste übrigens auch.

 

So nun reicht's aber hier mit der Tipperei. Die Bilder und Videos folgen in den nächsten Tag, so wahr mir Gott helfe.

 

Euch noch ein rattenscharfes Pfingsten.

 

Gruß

Manuel


29.05.2011 21:30    |    SteinOnkel    |    Kommentare (5)    |   Stichworte: 86C, Derby, VW

Leider ist meine Digitalkamera vor 14 Tagen gestorben und die Lieferzeit für eine neue ist wirklich unfassbar.

 

Den Fortschritt der letzten zwei Wochenenden werde ich also in Textform berichten.

 

Der Unteboden ist nun komplett neu versiegelt, von vorne bis hinten. Die Radläufe hinten sind nun identisch mit denen Vorne, welche auf den Bildern vom Teil I zu sehen sind. Leider ist bzw. war der Radlauf der Beifahrerseite hinten ziemlich verbeult, sowie auch der Schweller. Zum Glück ist mein Freund gelernter Fahrzeuglackierer und hat wirklich professionelle Arbeit in Sachen Spachteln und ausbeulen am Samstag geleistet. Er muss noch etwas, aber es wird.

 

Geschweißt ist im Innenraum nun auch alles. Für den kleinen Riss an der Fahrerseite habe ich doch ein Blech ausgeschnitten und per Punktschweißen eingebaut. Damit man es nicht direkt auf Anhieb sieht habe ich es dann noch etwas flüchtig gespachtelt. Ich schätze, dass es mit der letzten Grundierung und Lackierung aussiehen wird, als ob dort nur die Nahtdichtung vom Werk drin sitzt. Kommt zwar eh Teppich drüber, aber keine halben Sachen.

 

Die Karosserie ist nun komplett geschliffen und bereit für die endgültige Grundierung. Zur Feier von Christi Himmelfahrt wird diese am nächsten Donnerstag erfolgen. Unser kleiner Kompressor ist hierfür laut Aussage des Lackierers geeignet, da es nachher eh geschliffen wird. Für den endgültigen Lack müssen wir zunächst eine Starkstromleitung in der Halle legen (lassen) oder eine Lackierkabine organisieren.

 

Als Grundierung haben wir uns für eine Schicht aus Standox 2K Epoxy- Grundierfüller entschieden, stellenweise Spritzspachtel und dann noch 2-3 Schichten an Standox 1K Primerfüller.

 

Warum Standox? Ganz einfach: ich bin ein Fan von kompatiblen Lacken, welche in Deutschland gefertigt werden und nicht auf Wasserbasis sind. Da fällt schon eigentlich alles weg.

 

Mittwoch werde ich noch ein letztes mal mit dem goldenen Derby fahren. Dann werden ihm die Fahrertür (die rote ist unten durchgerostet), Haube und Kotflügel abgenommen und dann wird er Freitag abgemeldet. Ich werde also mindestens 6 Monate auf Derby-Entzug sein :(

 

Euch eine erfolgreiche Woche. Beim nächsten mal dürfte es auch wieder viel für's Auge geben :)

 

Gruß

Manuel


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