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11.11.2008 18:14    |    ein-Sindar    |    Kommentare (22)    |   Stichworte: Wehrdienst

Wappen des Finnischen Heeres
Wappen des Finnischen Heeres

Guten Abend

 

Etwas von HyundaiGetz Artikel Bundeswehr vs. Zivildienst beeinflusst, möchte ich mal etwas über meine Wehrpflichtzeit im Finnischen Heer berichten.

 

 

Als ich mit Ende 17 mein Abi in der Tasche hatte, schon wusste was ich dannach machen wollte, aber noch meine Finnische Staatsbürgerschaft besaß, kam auch schon kurz vor meinem 18. (also so ziemlich genau vor 2 Jahren) ein Brief vom Finnischen Heer bez. Rekrutierung.

 

Ursprünglich wollte ich einen 12-Monatigen Zivildienst absolvieren, aber da meine Finnisch Kenntnisse sowieso sehr mau waren (Ich lebte nur bis zu meinem 6. Lebensjahr in Finnland) und ich auf dauer dort nicht zurechtkommen würde, habe ich mich kurzerhand entschlossen mich zu mustern zu lassen und kurz darauf auch meine 12 Monate Wehrdienst abzuleisten.

 

Es passte in sofern, da ich sowieso für die Zeit nach der Schule und vor dem Beginn meines Studiums nichts genaues geplant hatte und ich mal wieder raus wollte um die Welt sehen. Naja, Finnland ist aber eigentlich nicht die Welt. Sagt man aber so, wenn man in ''die Armee'' geht :-D

 

Bedenken hatte ich keine, bis auf die Tatsache, das ich wahrscheinlich meine Haare Opfern müsste. (Was aber nicht zutraf, dazu später mehr)

 

 

 

Gegen Mitte November 2006 dann habe ich meine Sachen gepackt, mich ins Flugzeug nach Helsinki (dort war ich gebunden und konnte mich auch dort zur Musterung melden) gesetzt und ein kleines Stück ''Abenteuer'' begann für mich.

 

Die ersten Probleme begannen schon bei der Musterung. Nicht gesundheitlich gesehen oder wegen der Fitness. Nein, darin war ich TipTop. Die Sprache war es wieder. Glücklicherweise konnte dort auch in Englisch gesprochen werden, was ich wiederrum sogar besser kann als meine Eigene Muttersprache (eigentlich Vatersprache)

 

Nach dem ich erstmal dannach 3 Tage bei meinen Großeltern in Kaartinkaupunki (Innenstadtsbezirk in Helsinki) meldete ich mich wie Angewiesen in der Kaserne von Santahamina (südlich von Helsinki) zur 6 Monatigen Grundausbildung (das ist aber natürlich nicht alles von den 12 Monaten).

 

 

 

 

Die erste Überraschung kam auch so gleich. Gut 1/4 der angehenden Wehrdientsleistenden dort kamen ebenfalls nicht aus Finnland sondern waren auch wie ich aus Auswandererfamilien. Glücklichweise konnte ich mit vielen ebenfalls mich in Englisch unterhalten, da sie auch kaum Finnisch sprachen. Es schein mir so, als ob alle Auswanderer in einer Kaserne zusammengetrommelt wurden.

 

Ich dachte ursprünglich, das ich wohl der einzige dort wäre, der sich blamieren würde, wegen der Sprache. Ganz im Gegenteil. Die anderen Kameraden und auch die Vorgesetzten Offiziere waren sehr nett und umgänglich, solange man natürlich tat, was einem befohlen wurde. ;-)

 

Die nächste Überraschung war, das keine Pflicht bestand, sich seine Haare zu scheeren. Obwohl geschätzte 50-60% sie sich auf wenige Millimeter Gescheert hatten, war der Rest eigentlich mit einer normalen Kurzhaarfrisur wie jeder andere auch Hierzulande aufgetaucht und sie auch so gelassen.

 

Allerdings waren auch viele wie ich mit einer richtigen Langhaarfrisur dort (Ich schätze mal so 10-15%. Es waren aber sehr viele, in meiner Kompanie) und es wurde nie auferlegt sie zu kürzen. Selbst der Överfältväbel (kann man sich schon denken: Oberfeldwebel) hatte schon eine ordentliche Haarpracht.

 

Die einzige Pflicht bestand darin, die ganze Zeit über (In Bereitschaft, sowie in Manövern) die Haare zusammenzubinden und zwar geflochten. Daran war ich sowieso gewöhnt. Zur Optischen Unterscheidung, mussten allerdings die Frauen dort zwei Zöpfe nach hinten pflechten :-D Einige sahen echt urkomisch dadurch aus :-D

 

 

 

 

Jetzt fragen sich einige bestimmt: Und wo ist die Action? Nun, um es kurz zu fassen es gab eigentlich keine. :-)

 

Vielleicht wäre die Einzige Action mitzuteilen, was für Waffen wir nutzen durften.

 

Es war, wie bei jedem anderen Rekruten auch (Auf Suomi: Sotamies-Soldat), eine PIST 80 (Browning BD-A Lizenzbau) in 9mm Para als Faustfeuerwaffe sowie eine Valmet M76 (modernisierte Kalaschnikow Kopie) in 7.62mm x39 M43 Russisch, als Sturmgewehr.

 

Die 6 Monate Wehrdienst waren auf gut Deutsch ''Arschkalt'' ansonsten aber völlig zwischenfallslos. (Selbst wenn was passiert wäre, als ob ich darüber berichten dürfte :-D )

 

 

 

 

 

Nachdem die 6 Moante vorüber waren, wurde festgestelt, wer bei den Heerestruppen bleiben musste und wer eine speziellere Ausbildung/Weiterbildung antreten durfte musste.

 

Da ich schon genug Erfahrungen mit Pfeil und Bogen besitze und es sich auch sichtbar machte, das ich ein recht präziser Schütze war, wurde ich kurzerhand zu den Kaartin-Jääkärirykmentti (so eine Art Feldjäger Sondertruppen) abgeordert.

 

Das ist eine wie schon erwähnte Sondertruppe des Heeres, das im Ernstfall für die Unmittelbare Verteidigung von Helsinki und Umgebung zuständig war.

 

Auch wenn natürlich der Ton hier insgesamt Rauher war (Glücklicherweise bereiteten meine Sprachlichen Defizite hier auch keine Probleme mit den Vorgesetzten und Kameraden) und einige der vorherigen Kameraden nicht mit in der selben Einheit waren und auch durch eher schwieriger umgänglichen Genossen bereichert wurde, fing hier aber die Action schon an.

 

Ausgebildet wurden wir u.a. im sog. CQC (Close Quarter Combat) also Häuserkampf, was natürlich zum Pflichtprogramm in der Trupe gehörte für alle Wehrdienstleistende. Das war insgesamt am Lehrreichsten aber auch mit das schwierigste Kapitel meiner Ausbildung. Fehler wurden nicht geduldet wie üblich.

 

Interessant war aber auch, wie man sich in Eis und Schnee (Davon gab es reichlich zu der Zeit) und in den dortigen Wäldern tarnen konnte und natürlich auch Krieg führen. Wenn auch nur mit Übungsmunition :-)

 

Am ''Actionreichsten'' war natürlich die Ausbildung als Scharfschütze, wobei hier eigentlich die Bezeichnung ''Marksman'', wie man als Bezeichnung dort aufführte im Englischen, am Angebrachtesten wäre. Was die passende Deutsche Beschreibung dazu wäre, weiß ich nicht.

 

Da hier der Einsatzbereich auch im Städtischen Gebiet lag und in Wäldern und natürlich als Mitglied einer Einheit war und nicht als ''Standalone Sniper with Spotter'' wie man es dort bezeichnete. Diese gab es natürlich auch, die waren aber ''echte Soldaten'' und keine Wehrpflichtige wie wir :-D

 

Als Waffe benutzten wir eine TKIV Dragunow in 7.62mm x54 Russ. Keine Ultramoderne oder neuwertige Waffe, mit den dementsprechenden Abnutzungserscheinungen, aber es gibt sicherlich kein anderes Scharfschützengewehr, das so problemlos in Eiseskälte funktioniert wie diese. Und vorallem so einfach zu handhaben ist.

 

Allerdings habe ich, und einige andere Kameraden auch, die lange Haare hatten, bereits zu einem späteren Zeitpunkt der Grundausbildung, meine Haare etwas gekürzt.

Waren sie bei mir vorher fast auf Höhe des Steißbeines, habe ich sie mir dannach auf Rückenmitte gekürzt, da es doch z.T. in Manövern etwas störend war. Naja, inzwischen sind sie wieder auf alter Länge ;-)

 

 

 

Als Fazit kann ich sagen, das diese 12 Moante mit die Lehr- und Erfahrungsreichsten waren, nicht nur im Bezug auf Umgang mit Waffen oder in der Kriegsführung, sondern auch, wie man sich der jeweiligen Situation anpassen kann (in diesem Fall nicht nur mein Sprachenmischmasch aus Finnisch und Englisch, sondern auch in Eis, Kälte und in der Dunkelheit)

 

Was mir geblieben sind, sind einige ''Brieffreundschaften'' mit einigen der Kameraden, mit denen ich mich angefreunden habe, die aber z.T. aus Australien, England, einer aus Brasilien und die in anderen Ländern wohnen und mein ''immernoch sehr mieses'' Suomi :-D

 

Erst seit einigen Monaten habe ich, pünktlich vor dem Beginn meines Studiums und natürlich auch durch Bedrängen meiner Mutter (Deutsche), meine Deutsche Staatsbürgerschaft. Ich denke die Bundeswehr wäre nicht so spannend gewesen :-)

 

In diesem Sinne, danke fürs Lesen. :-)

 

MFG, ein Sindar


11.11.2008 18:42    |    KKW 20

Interessante Erfahrungen, Scharfschütze wäre ich auch gerne geworden. So was hat die ABC Abwehr aber halt nicht. Ein Marksman entspricht übrigens tatsächlich dem deutschen Scharfschützen.

 

Gruß Oli


11.11.2008 18:55    |    troja_falls

danke für die gute beschreibung.

 

ab und an denke ich, dass ich beim bund was versäumt habe, da ich ausgemustert wurde.

solche berichte bestärken mich immer in dem gefühl, das mir was gefehlt hat ;)

 

also, kurzum, ich find den bericht klasse.

 

daumen hoch,

stefan


11.11.2008 18:57    |    Freeline05

Ich finde den Bericht klasse.Ich werde auch mal einen Bericht über die Bundeswehr schreiben..:D


11.11.2008 19:47    |    MV12

Cooler Bericht;)

BW ist auch cool: gut das ich Russisch konnte.

 

Das mit den Haaren kenne ich,bei uns in der Grundi lief auch einer mitn Haarnetz herum,Scheeren gab es so auch nicht.


11.11.2008 20:44    |    BL|zZard

Hei,

minäkin olen puoli-suomalainen...mutta en halunut mennä suomeen sotapalvelulle - pysysin täällä münchenin seudulla siviilipalvelussa.

 

terveisiä

 

Christian

 

(bin halbfinne, leiste jedoch meinen Zivildienst hier in Deutschland ab, da mir das doch irgendwie zu stressig war mit der Armee. Wenn Armee, dann aber in Finnland ;))


11.11.2008 20:50    |    Hanzel

Ich finde den Bericht ebenfalls Klasse, da man über die finnischen Forces kaum was hört.


11.11.2008 21:41    |    ein-Sindar

Hyvää iltaa Christian (Blizzard)

 

Soviel Finnisch verstehe ich noch. :-D

 

Bei uns ist das Problem, das mein Vater (Der ist Finne), seitdem wir in Deutschland sind, nie mehr richtig Finnisch gesprochen hat und meine Mutter (Deutsche) auch nur einige Brocken Finnisch kann. ;-)

 

Kunnioittavasti, (Valentin) ein Sindar


12.11.2008 00:57    |    aufallenvieren

Interessant mal zu lesen wie der Wehrdienst in anderen Ländern abläuft.

Ich möchte die Erfahrung Bundeswehr auch nicht missen. Ich hab zwar nur das aller notwendigste an Infantrie krams gemacht, weil ich beim Radarführungsdiens eingsetzt war, aber insgesamt waren es sehr tolle 10 Monate. Und die Kameradschaft war auch bei uns sehr gut.

Die Dragunov kenn ich nur aus vielen Ego Shootern. Die ist CooL :eek:

Sowas hätt ich auch gern mal geschossen. Wir hatten nur das gute alte Heckler und Koch G3 und die P8.


12.11.2008 01:34    |    Ori23

Zitat:

Die Dragunov kenn ich nur aus vielen Ego Shootern. Die ist CooL :eek:

 

Sowas hätt ich auch gern mal geschossen. Wir hatten nur das gute alte Heckler und Koch G3 und die P8.

Genauso ist es auch bei mir.. in den Shootern wars ein cooles Teil :D

 

@Aufallenvieren: Sei froh das du noch mit dem G3 unterwegs warst.. das G36 ist ein Legogewehr.. zwar sehr praktisch und irgendwie futuristisch aber dennoch nicht die Kragenweite wie das gute alte G3

 

Wir verabschieden einen alten und begrüssen einen neuen Haltepunkt

 

Ori


12.11.2008 01:43    |    aufallenvieren

Gegen ende der DZ hatten wir noch Einweisung aufs G36. Alles Plastik und mit Sollbruchstellen und son Quatsch. Mitm G3 hätte man im V-Fall auch noch einen vermöbeln können, und anschließend nachladen und weiterschiessen.

Das G3 konnte nen 30cm Baumstamm durchschlagen, G36 hat ja nur besseres Luftgewehrkaliber :(


12.11.2008 06:34    |    Numanoid

@Sindar: Die deutsche Übersetzung für Marksman wäre "Präzisionsschütze". Diese werden auf Gruppenebene eingesetzt und haben eine Kampfentfernung bis ca. 800m. Sie können dadurch deutlich weiter als die normalen Gewehrschützen (max. 300-400m) wirken und stellen somit eine Ergänzung zu den Scharfschützen dar, die zwar eine deutlich höhere Kampfentfernung besitzen (je nach Gewehr zwischen 1200 und 2000m), aber erst ab Zugebene aufwärts vorhanden sind.

Bei der Bundeswehr waren diese mit den G3-ZF (Zielfernrohr) ausgerüstet.

 

@aufallenvieren: Wird der Unsinn mit den Sollbruchstellen beim G36 immer noch erzählt? Das war mal eine Idee aus der Entwicklungphase, welche aber nie in die Serienfertigung übernommen wurde. Weil aber einmal in der Visier darüber berichtet wurde, verbreitet sich dieses Märchen ständig weiter.


12.11.2008 10:09    |    Delanye

Netter Bericht!

 

Schade dass ich über meine Bundeswehrzeit nicht reden darf... :D :D

Nur über die Grundi, und die war (wie bei jedem Anderen auch) die Härteste die es gibt, keiner wurde mehr gefickt als wir, Keiner!! ;)

Würd ich jederzeit wieder machen, war ne echte Erfahrung, wie eigentlich meine ganze BW Zeit. Ich war "etwas länger" dabei.

Die Sache mit den Solchbruchstellen am G36 ist so eine Story wie der (achtung, Insiderwitz) Wachhabende der vom Baum geschossen wurde weil er die Jungs die Wache gelaufen sind erschrecken wollte.

 

Ich denke die die sagen das G3 ist besser als das G36 reden hauptsächlich von der Schiessbahn, da ist das G3 einfach spassiger weil es mehr Bums macht, aber im Ernstfall ist das G36 ganz einfach das bessere Gewehr, da gibts kein Zweifel für mich. Infantrie bedeutet heutzutage sehr viel Häuserkampf, und grade da lernst du schnell die Handlichkeit des G36 zu schätzen. Wer mal die amerikanischen Zieloptiken gesehen hat die an den M4 benutzt werden (in echt, nicht in CS) sieht auch ziemlich schnell dass die des G36 einfach ne ganze Ecke besser ist, schon allein weil Du sie auch tagsüber vernüftig benutzten kannst. Die Amerikaner mit dennen wir auf Übung waren, waren auch total begeistert vom G36.

 

Grüsse

 

Delanye


12.11.2008 10:49    |    FighterOne

Na ich weiss nicht, ich war in den Niederlanden im kalten Winter von 2003 auf 2004. da war auch immerhini -10 grad teilweise und da man ja schön morgens um 5 uhr draußen ist oder auch mal gerne die ganze Nacht, bekommt man das schon mit, auch wenn es in Finnland garantiert noch kälter wird ;).

 

G36 sollbruchstellen? lol... da bricht höchstens die schulterstütze mal ab wenn man irgendwo gegen läuft oder sich draufsetzt.


12.11.2008 12:55    |    aufallenvieren

Wie gesagt, wir hatten nur ne Einweisung aufs G36 und da hat der Stuffz das mit den Sollbruchstellen so erzählt. Die Zieloptik vom G36 fand allerdings auch toll, da kann das G3 nicht mithalten. Und meines wisens wir das G3 mit ZF nicht mehr eingestezt sondern wurde/wird duch das G22 ersetzt.


12.11.2008 16:05    |    ein-Sindar

Guten Abend

 

Also wie die Dragunow in Computerspielen ist, kann ich nicht beurteilen. Ich spiele sowas nicht. ;-)

Es ist aber wirklich eine sehr durchschlagskräftige Waffe, die einen Nochmals stärkeren Rückstoß hat, als die Valmet M76.

 

Für Dragunow benutzten wir auch sogenannte AP Geschosse ''Armor Piercing Incendiay'' (Allerdings nur bei Schießübungen, in Manövern waren sie grundsätzlich nicht erlaubt) und diese Munition konnte wirklich jemanden in Stücke reißen, so kräftig war sie. Durch 2cm dicke Stahlplatten gingen die durch wie Butter.

 

Die Russischen 7.62mm x54  Geschosse waren grundsätzlich viel stärker als die NATO 7.62mm. Die 7.62mm x39 der M76 waren aber dafür schwächer als die NATO Munition, aber dafür auch besser kontrollierbar.

 

Es gab auch einige Valmet M78, die diese NATO Munition aufnahmen und mit denen konnten wir auch schießen und so gute Vergleiche aufstellen.

 

Mit beiden Waffen aber konnte man auch schon mal gerne Jemanden vermöbeln oder mal eine Tür aufbrechen, stimmt. Entsprechende ''Griffe'' haben wir auch dazu gelernt. ;-) Dementsprechend sahen die Waffen aber auch aus. :-D

 

Numanoid:

 

Die Beschreibung passt. ;-) Wir schossen auch auf Entfernungen zwischen 400 bis max. 1100m mit der Dragunow. Darunter leidet die Treffsicherheit aber merklich, da auch das Zielfernrohr (PSO-1) nicht dazu tauglich war. Es war aber dennoch für CQCs geeignet, wen auch nicht so handlich wie die M76 (Kunststoff) und ein gutes Stück schwerer.

 

Fighter One:

 

In Finnland haten wir von November bis ca. Februar Temp. von ca. -11 bis -16 Grad. Spitzenwerte gab es nur gegen Mai, wo auch schon mal gut +10 Grad drin waren.

 

MFG, ein Sindar


12.11.2008 17:32    |    Skolem

Hat sich gut gelesen der Bericht! Gratulation

 

Hat die Dragunow nicht nen abgewandelten verschluss von der AK? dieser ist ja recht störunempfindlich.

Präzisionsschütze stimmt, die Ausbildung zum SSch. dauert bissl länger als die normale GWD-Zeit

 

G36 mag nicht so eine Durchschlagskraft haben, aber der durchschnittsterrorist hat ja glücklicherweiße keine Kugelsichere Weste, und wenn er eine hat dann hauts ihn auch erst mal um. Für die restlichen kommt dann das Gruppen-MG3.

Die Vorteile im G36 liegen halt wirklich die wesentlich einfachere Visiereinrichtung, leichtigkeit, Gewicht, Magazingröße, Handling... das tolle Legogewehr lässt sich nämlich in der Tat saumäßig leicht zerlegen, selbst wenn man keine ahnung hat, weiß leider nicht wies beim G3 war, das gabs nur noch für unsere OPFOR

 

Minusgrad im Gebirgsbiwak durfte ich aber auch erleben, aber nur -15°, tagsüber dann aber gleich 15°C (militärisches Skifahren ist spassig)

 

Horrido ( :


13.11.2008 21:37    |    ein-Sindar

Guten Abend Skolem

 

Die Dragunow soll von der AK abgeleitet sein, genaueres weiß ich aber nicht.

 

Die M76 die wir als Standardgewehr hatten, basierte auch auf der AK, war aber im Verschluss auch stark modifiziert um besser in der Kälte zu funktionieren u.a.

 

Die AK ist schon hervorragend, aber die Valmet M-Serie ist besser, sagte der Vorgesetzte immer :-D

 

MFG, ein Sindar


14.11.2008 14:12    |    MV12

Ich hatte vergessen:

Die 47 (besser 74M) kenne ich aus meinem Austauschjahr in Russland,in Russland steht dergleichen an Schulen auf dem Lehrplan.Legt euch also nicht mit russischen Schulen an:p


20.12.2008 01:12    |    Trackback

Kommentiert auf: Kernkraft-Blog:

 

Meine Zeit bei der Bundeswehr Teil I.

 

[...] Hallo, Blogleser

 

Inspiriert durch diesen und diesen Blog-Artikel, möchte ich auch mal über meine Militärzeit schreiben.

 

Das Vorgeplänkel

Es [...]

 

Artikel lesen ...


17.01.2009 19:23    |    Trackback

Kommentiert auf: Breaker's Block:

 

Zivildienst vs. Bundeswehr

 

[...] Monate als Scharfschütze.

 

Habe selber auch einen Erfahrungsbericht darüber in meinem Blog geschrieben:

 

http://www.motor-talk.de/.../...tzeit-im-finnischen-heer-t2043268.html

 

Beweggründe waren unterschiedliche.

 

Einerseits wollte ich ein bisschen Abenteuer außerhalb Deutschlands [...]

 

Artikel lesen ...


24.09.2009 10:52    |    ruisleipa

Moi,

 

alles schön und gut. Aber wie verhalte ich mich im Umgang mit den Behörden in Finnland und Deutschland, wenn die mich haben wollen.

 

Ich besitze den deutschen und finnischen Pass, spreche beide Sprachen fliessend und wohne bei meinen Eltern dauerhaft in Finnland.

 

Nach dem Abi will ich in Deutschland studieren. Entweder mache ich die 6 Monate Pflichtwehrdienst in Finnland oder gehe nach Deutschland und leiste da einen Soziales Jahr in meiner Studienrichtung.

 

Ich bin kein Jurist. Was muss ich denn tun, wenn ich z.B. nach Deutschland will. Muss ich da irgendjemanden informieren, mir eine Erlaubnis holen oder Anträge stellen.

 

Ich bin da total ueberfordert. Wer kann mir Tipps oder Links geben.

 

Gruesse, terveisin: Pauli


29.03.2011 02:24    |    selectjohn

Hmm..

 

Also ich war selber bis Anfang Januar dieses Jahres bei der 3.ten Jägerkompanie in Säkylä (auch finnisches Heer), bei uns war das aber ein bisschen anders.. Finnisch sprechen war Pflicht, Haare mussten ultrakurz oder gänzlich weg sein und mit nett und freundlich war da auch nicht besonders viel... Das war schon nen ziemlich harter militärischer Drill, so im Vergleich zu dem was du da schilderst zumindest..

 

Temperaturen waren im Sommer + 30 und im Winter + 30... Aber ich hab diesbezüglich auch echt Pech mit meiner Auswahl des Jahres gehabt.. :D


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