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28.06.2015 00:00    |    VincentVEGA_    |    Kommentare (42)    |   Stichworte: Handwäsche, Pflege, Recht, Rechtsberatung, Versicherung, Waschanlage, Waschstraße

Willkommen bei Car Vision!

 

Während ich bei meinem eigenen Blog fast ausschließlich über das Blech an sich berichte, werden meine Artikel hier eher das Drumherum thematisieren.

 

Meinen Einstand beginne ich mit einem Thema, von dem wohl jeder Autofahrer schon mal gehört hat und einige kennen diese Misere auch aus der Sicht des Betroffenen.

 

Es geht um Schäden am Auto - deren Ursache in der Waschanlage zu finden ist.

 

Ich habe hier ein besonders heftiges Beispiel, dass schon etwas her ist: Es handelt sich um einen fast neuen (und ausgerechnet weißen) Mercedes-Benz in Neuwagenzustand. Er gehört einem guten Kumpel von mir.

Was macht man als Dankeschön, wenn man den Wagen mal bekommt und auch benutzt hat? Richtig, Volltanken und waschen.

 

Und jetzt seht euch diese Bilder an! AAAAARRRRRRRGGGGGGHHHHHHHHH!!!!!!

 

Das GESAMTE Fahrzeug sieht vorne, hinten, oben und... unten genau so aus! Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, was ich da für Stielaugen gemacht habe.

 

Wie muss man sich denn verhalten, wenn so etwas passiert? Und, wer kommt denn nun letztendlich dafür auf?

 

Ohne das Ganze unnötig mit juristischem Gedöns aufblähen zu wollen, fange ich mal mit der rechtlichen Seite an, um daraus dann das nötige Verhalten abzuleiten.

 

Wie sieht das denn in der grauen Theorie aus?

 

Schadenersatz, den man ja nun gerne vom Betreiber haben möchte, begründet sich, sofern es sich nicht um eine unerlaubte Handlung geht, die man hier ja grundsätzlich erst einmal ausschließen kann, aus § 280 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches.

 

Zitat:

Verletzt der Schuldner eine Pflicht aus dem Schuldverhältnis, so kann der Gläubiger Ersatz des hierdurch entstehenden Schadens verlangen. Dies gilt nicht, wenn der Schuldner die Pflichtverletzung nicht zu vertreten hat.

Ein Schuldverhältnis besteht zwischen dem Nutzer der Waschanlage (seine Schuld ist die zu leistende Geldsumme) und dem Betreiber (seine Schuld ist die Erbringung der Dienstleistung). Neben der Hauptleistungspflicht (Reinigung des Wagens) bestehen auch Nebenpflichten, so auch die Schutz- und Sorgfaltspflicht, die man aus § 241 II BGB ableiten könnte.

Zitat:

Das Schuldverhältnis kann nach seinem Inhalt jeden Teil zur Rücksicht auf die Rechte, Rechtsgüter und Interessen des anderen Teils verpflichten.

Bei einer von der Waschanlage ausgeführten Reinigung handelt es sich gemäß § 631 BGB unstreitig um einen Werkvertrag. Es ist ein Vertrag, der die Erbringung einer Dienstleistung und (anders als der Dienstvertrag) dabei einen Erfolg (ein sauberes Auto) schuldet. Die gegenseitigen Pflichten decken sich mit obigen Ausführungen.

 

Zitat:

Durch den Werkvertrag wird der Unternehmer zur Herstellung des versprochenen Werkes, der Besteller zur Entrichtung der vereinbarten Vergütung verpflichtet.

Wir haben nun ein Schuldverhältnis, dass mündlich an der Kasse wirksam geschlossen wurde, wenn man sich den Wagen so ansieht haben wir auch eine Pflichtverletzung sowie einen tatsächlich aufgetretenen Schaden am Eigentum und.. was brauchen wir noch?

Das sogenannte Vertretenmüssen. Muss der Betreiber denn nun für das einstehen, was er verursacht hat?

 

In der maßgeblichen Anspruchsgrundlage § 280 I stand ja, dass die Norm nicht gelte, wenn der Schuldner das Malheur nicht vertreten muss. Er muss nach dem allgemeinen Verständnis also Tatsachen vorbringen, um sich zu entlasten. Das heißt, er wäre in der Beweispflicht und der geschädigte Kunde kann sich entspannt zurücklehnen.

 

Auf den Werkvertrag zurückkommend, eröffnet uns § 634 BGB mehrere Möglichkeiten des Schadenersatzes.

 

Zitat:

Ist das Werk mangelhaft, kann der Besteller, wenn die Voraussetzungen der folgenden Vorschriften vorliegen und soweit nicht ein anderes bestimmt ist,

1. nach § 635 Nacherfüllung verlangen,

2. nach § 637 den Mangel selbst beseitigen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen,

3. nach den §§ 636, 323 und 326 Abs. 5 von dem Vertrag zurücktreten oder nach § 638 die Vergütung mindern und

4. nach den §§ 636, 280, 281, 283 und 311a Schadensersatz oder nach § 284 Ersatz vergeblicher Aufwendungen verlangen.

Nacherfüllung fällt heraus, wenn das Auto zwar zerkratzt, aber sauber ist. Vergütung mindern oder das Geld zurück verlangen dürfte wohl kaum reichen, um die Kosten zu decken.

Bleiben demnach also der bereits angesprochene Schadenersatz nach § 280 oder die Selbstvornahme (Selbst durchgeführte Reparatur mit nachträglicher Erstattung der Kosten) nach § 637, die aber in der Praxis keine Rolle spielen dürfte.

 

 

 

So einfach die Theorie.

 

In der Praxis versuchen die Betreiber mit den aushängenden AGBs, Haftung auszuschließen. Höchstrichterliche Rechtsprechung (Bundesgerichtshof) untersagt dies (BGH, Az: X ZR 133/03).

Allerdings: Nicht nur der Betreiber hat Sorgfaltspflichten - auch der Kunde muss darauf achten, dass er Schäden verhindert, also Spiegel anklappt und Antennen abschraubt.

 

In der Praxis ist es jedoch ein Krampf, da die Gerichte nie so richtig einheitlich entscheiden.

Kostproben gefällig?

 

Wie urteilen denn die Gerichte?

 

Landgericht Coburg vom 10.02.2009, Az. 11 O 440/08: Keine Haftung des Betreibers. Lag aber auch daran, dass ein Verschulden des Klägers (Kofferraum möglicherweise nicht richtig zu) nicht ausgeschlossen werden konnte.

 

Landgericht Duisburg vom 18.11.2009 Az. 11 S 98/09: Betreiber haftet.

Dieses Urteil deckt sich mit meiner Schilderung der Rechtslage. Der Betreiber muss mit allen zumutbaren Mitteln dafür sorgen, dass er Schäden verhindert. Vollautomatische Anlagen müssen dann eben permanent überwacht werden. Der Betreiber konnte nicht hinreichend darlegen, dass er alles ihm Mögliche tat, also haftete er.

 

Jetzt kommt es aber dicke!

 

Amtsgericht Haldensleben vom 24.08.2011 Az. 17 C 631/10: Keine Haftung des Betreibers. An einem Toyota Auris riss eines Tages ein serienmäßiger Spoiler ab, nachdem dieses Fahrzeug in der Vergangenheit die Anlage schon ein paar Mal heil verließ.

Das Gericht entschied - für mich völlig unverständlich - dass (auch serienmäßige!) Spoiler ein erhöhtes Risiko darstellen, dass der Nutzer selbst tragen muss. Der Betreiber gewann den Prozess, da die Anlage keinen nachweislichen technischen Defekt hatte.

 

Und jetzt wird es richtig komisch

 

Landgericht Berlin vom 04.07.2011 Az. 51 S 27/11: Keine Haftung des Betreibers. Hier ist das Gericht der Auffassung, der Geschädigte wäre in der Beweispflicht! Da er nicht nachweisen konnte, dass der Betreiber den Schaden am Heck verursacht hat, blieb er auf dem Schaden sitzen. Der Sachverständige konnte nicht klären, wer Schuld war. Das widerspricht grundsätzlich dem Urteil des Landgericht Duisburg.

 

Eine Ursache könnte sein, dass es sich in Duisburg wohlmöglich um eine Portalwaschanlage handelte, bei der man das Auto vor dem Waschvorgang verlässt. Somit hat man als Nutzer keinen Einfluss darauf, was während der Wäsche mit dem Fahrzeug passiert. Man kann also, sofern man Spiegel anklappt, Antenne abschraubt und keine Art von auch serienmäßigem Spoiler am Fahrzeug hat :rolleyes:

gar nicht schuld sein, weshalb der Fehler ganz klar beim Betreiber zu suchen wäre.

 

In der Waschstraße, wo das Auto auf der Schiene mitsamt am Steuer sitzenden Fahrer durch die Anlage geschleppt wird, hat der Kunde durchaus auch Einwirkungsmöglichkeiten, die eine Beschädigung nach sich ziehen könnten (wie z.B. Treten der Bremse oder Drehen des Lenkrades). In Berlin handelte es sich um solch eine Einrichtung, weshalb die Schuldfrage nicht geklärt werden konnte.

 

Allein deshalb die Beweispflicht dem Geschädigten aufzubrumen, halte ich für grob falsch. Was ich für richtig halte und was nicht, spielt jedoch keine Rolle. Fakt ist: So lautete die Rechtsprechung.

 

Wie muss ich mich also verhalten?

 

Auch in Portalwaschanlagen, wo man theoretisch auf der sicheren Seite wäre, wird wohl kaum ein Betreiber freiwillig zahlen. Daher sollte man auch hier nicht einfach sorglos hineinfahren.

 

Es empfiehlt sich eine vorherige Dokumentation. Teile, die besonders gefährdet sind (Scheibenwischer, nicht einklappbare Spiegel, ...) sollte man mit Datum fotografieren.

 

Das Fahrzeug nach der Wäsche sofort untersuchen! Verlässt man erst einmal das Gelände, kann man den Schaden der Anlage nicht mehr zuordnen. Leider ein grober Fehler, wenn die Leute erst zuhause das Fahrzeug inspizieren und dann wieder zurück fahren.

 

Wird noch vor Ort ein neu aufgetretener Schaden festgestellt, umgehend das Personal kontaktieren und sich möglichst nach der Versicherung des Betreibers informieren, um diese ggf. einzuschalten, wenn der Betreiber unkooperativ ist.

 

Für Waschstraßen, wo man es scheinbar schwerer hat, unbedingt Zeugen mitnehmen, die ein Betätigen der Bremse oder anderer Dinge (Kofferraumschalter, Lenkrad, Schiebedach) ausschließen können, weil sie mit im Wagen saßen. Sonst ist man schnell der Gelackmeierte.

 

Das war ich auch im wahrsten Wortsinne - denn der Schaden am Mercedes stammt aus einer Waschstraße, die ich allein befuhr.

Weil es mir zu lästig war, machte ich natürlich vorher keine Fotos. Und eventuelle Mikrokratzer sind bei Wachanlagen normal, also bin ich einfach rein. Aber mal ehrlich: Mit sowas rechnet doch kein Mensch!

 

Das Ende vom Lied war, dass ich leer ausging. Ich könnte ja schließlich versehentlich etwas bedient haben. Tja, hätte ich mich mal besser auf die Rückbank gesetzt.

Auf dem Schaden blieb ich bzw. mein Kumpel letztendlich sitzen.

 

Die Frage, ob er von mir Schadenersatz verlangen kann, wäre übrigens ein höchst interessanter Fall der GoA (Geschäftsführung ohne Auftrag) bzw. des Fremdgeschäftsführungswillens, den ich bei Interesse auch behandeln könnte. :D :(

Glücklicherweise wurde dies aber nicht zu einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die Justiz, wir haben uns untereinander gut verständigt.

 

Bitte bedenkt aber, dass es bei juristischen Fragestellungen nie eine eindeutige und korrekte Antwort gibt. Das soll jetzt nicht heißen, dass man meine Beiträge nur mit Vorsicht genießen sollte, aber sie sind auch nicht die Absolution.

Nicht umsonst existiert neben der herrschenden Meinung oft auch eine Mindermeinung. Sollten sich hier Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte oder auch Rechtspfleger o.Ä. finden, bitte ich gerne um eine Zweitmeinung.

 

 

Ich hoffe, der Artikel hat euch gefallen und gut informiert. In Zukunft wird man ab und an wieder in diesem Blog von mir lesen.


25.03.2012 18:16    |    Kruegerl    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: Autowäsche, Chemical Guys, Dodo Juice, Fahrzeugpflege, Handwäsche, NZ, Pflege, Reinigung, Suzuki, Swift

Hallo, liebe Motor-Talker!

 

Eines vielleicht gleich einmal vorweg: So ein Wochenende kann schneller vorüber sein, als man "um´s Auto kümmern" sagen kann.

Der Winter ist nun - hoffentlich - vorbei und es folgt wieder die Zeit, wo man sich mit dem Auto sehen lassen möchte. Daher habe ich mir dieses Wochenende bewusst nichts vorgenommen und jede Einladung abgelehnt, um es ganz meinem geliebten Schatz zu widmen.

 

In den frühen Morgenstunden des Samstages schon ging es ab zum Reifenhändler meines Vertrauens, um meine zukünftigen Sommer-Schlappen abzuholen. Auch wenn ich mit meinen "Continetal Conti Premium Contact 2" bisher eigentlich rundum zufrieden war, so habe ich mich einfach in das Profil meiner neuen "Vredestein Sportrac 3" verliebt. Als ich mir vergangene Woche eine spitze Schraube in einen meiner Contis gefahren hatte, sah ich dies als perfekten Anlass dazu, direkt auf die Vredestein zu wechseln. Bedenkt man, dass meine Contis noch nicht einmal ein Jahr alt sind und noch nicht einmal 12 000 Kilometer herunten haben, natürlich ein wirtschaftlicher Skandal. Mir ist zwar schleierhaft, wie man sich in Reifen verlieben kann, bei den Vredestein ist es mir jedoch passiert. Auch wenn der Conti ein sehr guter Reifen ist, so ist der "Sportrac 3" von Vredestein laut diversesten Testberichten mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen. Wenn ich nun noch meine alten Continental zu einem guten Preis los werde, so nimmt das gleich noch einmal mehr den Schrecken dieser Investition.

 

Danach ging es ab in die Waschbox zur gründlichen Handwäsche, wie immer mit dem bewährten "Glossworkz" der Chemical Guys. Hierbei erkennt man natürlich jedes Detail und ein gefahrenes Jahr hinterließ auch seine Spuren. Ein paar Steinschläge hier, eine kleine (zum Glück kaum sichtbare) Schramme eines selbst ernannten Einpark-Königs da... Nach dem gründlichen Abtrocknen und einer Leberkässemmel zwecks Stärkung ging es wieder zurück in die Garage, wo wieder das volle Programm gefahren wurde. Abgesehen von der Pflege des Innenraumes entsprach der Detailing-Plan selbigen, wie hier bereits beschrieben. Der Innenraum zeigt noch deutliche Kampfspuren des Winters sowie einer durchzechten Nacht mit anschließendem Schlaf im Auto und benötigt daher eine gesonderte Behandlung.

 

Gemindert wird das perfekte Ergebnis nur durch einen Haufen kleiner Mikrokratzer durch eine Wäsche in der Waschanlage aufgrund massiver Faulheit im Winter sowie zahlreiche Steinschläge an Stoßsstange und Motorhaube. Auch wenn mir das Endergebnis dieses mal nicht gar so perfekt gelang, wie beim ersten mal (siehe oben genannten Link), so kann ich doch mit Fug und Recht behaupten: Ich kann es noch!


22.08.2011 23:44    |    Kruegerl    |    Kommentare (26)    |   Stichworte: Archiv, Autowäsche, Fahrzeugpflege, NZ, Pflege, Reinigung, Suzuki, Swift, Wäsche, Waschen

Marlene in der Hölle?Marlene in der Hölle?

... ,denn ich habe gesündigt.

 

Liebe Motor-Talker!

 

Der lange Urlaub ist vorbei und neben einer Flugreise durften selbstverständlich auch einige längere Reisen mit dem Auto nicht fehlen.

Leider jedoch haben die Reisen ihre deutlich sichtbaren Spuren auf Marlene hinterlassen, von humanen Landstraßen über staubige Feldwege bis hin zu schlammigen Forstwegen war hier alles inkludiert und mein Swift sah somit aus wie Sau.

 

Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, meinem neuen Swift ausschließlich Handwäsche zu gönnen, am Ende siegte jedoch die Faulheit. Ich war also auf der Suche nach einer möglichst lackschonenden sowie schwach frequentierten (aufgrund der Sauberkeit der Bürsten) Waschanlage.

Fündig wurde ich ganz in meiner Nähe - umfangreiches Waschprogramm sowie saubere, wenig verschlissene Textilbürsten.

 

Also noch einmal tief durchgeatmet und auf den "Start"-Knopf gedrückt.

Wofür ich per Handwäsche drei Stunden benötige, soll die Waschanlage also nur wenige Minuten benötigen. Sowei sah auch alles ganz gut aus, nur die wirklich harten Plastikborsten der Felgenbürsten bereiteten mir, glücklicherweise unberechtigte, Sorgen.

Nach der Wäsche wurde selbstverständlich das Ergebnis begutachtet und hierbei erschließt sich folgendes Fazit:

 

Auf den ersten Blick erscheint einem das Fahrzeug nach der Wäsche wirklich sauber. Beim genaueren Betrachten merkt man jedoch, dass die groben Bürsten nur für eine Grundwäsche sorgen und niemals mit einer peniblen Handwäsche verglichen werden können. Gegen hartnäckige Insektenreste an der Front oder Bremsstaub an den Felgen haben die Bürsten keine Chance - hier muss nach der Wäsche noch einmal Hand angelegt werden.

Auch wenn nach sorgfältiger Kontrolle unter dem berüchtigten Neonlicht keinerlei Kratzspuren, verursacht durch die Bürsten, zu erkennen waren, werde ich wieder wie gewohnt zur Handwäsche zurückkehren.

Nur bei einem wirklich extrem verschmutzten Zustand mit dicker Staubschicht werde ich in seltenen Fällen auf eine automatisierte Wäsche zurückgreifen mit dem Vertrauen, dass einem eine gepflegte Anlage mit Textilbürsten nicht sofort nach einem Waschgang den Lack perforiert.

 

Ein komfortables Erlebnis war es jedoch allemal, gemütlich dazustehen, eine zu rauchen und dabei zuzusehen, wie das heilige Blechle immer sauberer wird.


11.06.2011 22:08    |    Kruegerl    |    Kommentare (24)    |   Stichworte: Archiv, Chemical Guys, Dodo Juice, Fahrzeugpflege, NZ, Pflege, Suzuki, Swift, Wäsche

Hallo, liebe Motor-Talker!

 

Heute Vormittag war es also endlich so weit. Eine Menge in der letzten Zeit angesammelter Pflege-Produkte warteten bereits gierig darauf, auf Marlene verarbeitet zu werden. Los ging´s...

 

Wäsche

 

Verwendete Produkte:

SONAX Insektenentferner

CHEMICALGUYS - Grit Guard Wash Bucket System

CHEMICALGUYS - Glossworkz

CHEMICALGUYS - Premium Blue - Wheel and Rim Cleaner

DODO JUICE® Supernatural Merino Wheel Mitt

DODO JUICE® Tribble Mitt

DODO JUICE® Orange Plush Drying Towel

 

Ablauf:

1. Entfernen des gröbsten Schmutzes mit Hochdruckreiniger

2. Einweichen der Insektenreste auf der Stoßstange mit dem Insektenentferner

3. Abspülen mit Hochdruckreiniger

4. Anlösen des hartnäckigen Bremsstaubes mit dem CG Wheel and Rim Cleaner

5. Reinigen der Felgen mit Waschlösung und Merino Felgen-Handschuh

6. Handwäsche nach der "2-Eimer-Methode"

7. Abspülen mit Hochdruckreiniger

8. Trocknen mit Trockentuch

 

Anmerkungen:

Dauer der Prozedur ca. eine Stunde. Vom SONAX Insektenentferner bin ich mehr als entäuscht. Gebracht hat dieser nicht wirklich etwas. Erst das Einwirken der Shampoo-Lösung brachte einen Erfolg gegen die lästigen Insekten. Diese waren eigentlich das Hartnäckigste und langwierigste an der Ganzen Sache. Der Rest ging relativ leicht von der Hand und dank der 2-Eimer-Methode mit Gridguards sowie den Lammfellhandschuhen überaus lackschonend. Erstaunt bin ich darüber, wie viel Wasser so ein Lammfellhandschuh aufnimmt!

 

Detailing

 

Verwendete Produkte:

CHEMICALGUYS - New Look Trim Gel

CHEMICALGUYS - The Gripper Applicator System

CHEMICALGUYS - Vertua-Bond 408

CHEMICALGUYS - Wheel Guard Wax

CHEMICALGUYS - Stage 3 Applicator Pad

CHEMICALGUYS - Elite Banded Premium Microfiber Towel

DODO JUICE® Blue Roo Applicator

DODO JUICE® Diamond White

 

Ablauf:

1. Auftragen des CG New Look Trim Gels auf die Reifenwand

2. Auf- und Abtragen des Vertua-Bond 408 mit dem DJ Blue Roo Applicator sowie einem MFT

3. Auf- und Abtragen der CG Felgenversiegelung mit CG Applicator und MFT

4. Auf- und Abtragen des DJ Diamond White Wachses mit dem CG Stage 3 Applicator Pad sowie MFT

 

Anmerkungen:

Sehr langwierig, aber stets motivierend, da nach jedem Schritt sofort Ergebnisse zu erkennen waren. Mein neues Lieblingsmittelchen heißt von nun an "CG Vertua-Bond 408". Sehr leicht aufzutragen, leckerer Duft und das Ergebnis ist ein sofort aalglatter Lack. Das Wachs aus dem kleinen Panel-Pot habe ich zuerst mit den Fingern etwas angewärmt und auf dem Lack aufgetragen. Danach wurde es mit dem CG Stage 3 Applicator auf der Arbeitsfläche noch gleichmäßiger verteilt - funktionierte einwandfrei. Ein wenig übertrieben habe ich hingegen mit dem CG New Look Trim Gel an der Reifenwand. Diese glänzt nun ein bisschen gar übertrieben.

 

Innenraum

 

Verwendete Produkte:

CHEMICALGUYS - Silk Shine Spray Dressing

CHEMICALGUYS - Streak Free Window Clean

DODO JUICE® Mr. Pink

DODO JUICE® Basics of Bling - Glass Cloth

 

Ablauf:

1. Auftragen des CG Dressings mit dem Mr. Pink

2. Reinigen der Scheiben mit CG Streak Free Window Clean sowie DJ Glas-Waben-MFT

 

Anmerkungen: Auch hier ging alles sehr einfach. Einzig und alleine mit so einem gar satten Glanz des CG Dressings hätte ich nicht gerechnet.

 

 

 

 

Die Arbeitszeit summiert sich auf ca. 8 Stunden, wobei die Wäsche selbst hier nur einen kleinen Teil ausmacht. Die Arbeit war stellenweise zwar langwierig, aber stets motivierend, da nach jedem Arbeitsschritt sofort ein Ergebnis zu erkennen war. Und auch wenn es 8 Stunden harte Arbeit waren, das Ergebnis hat sich meiner Meinung nach gelohnt, denn nur was man gerne macht, macht man gut.


06.06.2011 18:20    |    Kruegerl    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: Archiv, Autowäsche, Chemical Guys, Dodo Juice, Innenreinigung, NZ, Pflege, Reinigung, Suzuki, Swift

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...muss innen fortgesetzt werden!

 

 

Hallo, liebe Motor-Talker!

 

Bei dem einen Vorsorge-Einkauf ist es selbstverständlich nicht geblieben, was auch nicht anders zu erwarten war. Der zukünftige Garagenstellplatz rückt langsam in greifbare Nähe und die Vorfreude auf das Wachsen in der kühlen, schattigen Garage wächst immer mehr.

Dies nahm ich zum Anlass, noch einmal mein zugelegtes Sortiment durchzusehen und dabei ist mir eines aufgefallen: Für das äußere Erscheinungsbild ist zwar mittlerweile zur Genüge vorgesorgt, doch den Innenraum hatte ich ja gänzlich vergessen. Also ging es heute wieder einmal zum Dealer meines Vertrauens und mein Sortiment wurde wieder erweitert:

 

Ergänzung für den Außenbereich:

 

CHEMICAL GUYS Grid Guard Insert (habe mich doch dazu überreden lassen)

CHEMICAL GUYS The Gripper Applicator System (gegen schmutzige Patscherchen beim Arbeiten am Reifen)

DODO JUICE Blue Roo Applicator (für den Pre-Cleaner)

 

Und direkt weiter zum Innenraum:

 

CHEMICAL GUYS Streak Free Window Clean

CHEMICAL GUYS Silk Shine Spray Dressing

DODO JUICE Basics of Bling Glass Cloth

DODO JUICE Mr. Pink

 

 

So, das sollte jetzt aber hoffentlich vorläufig reichen. ^^


31.05.2011 18:48    |    Kruegerl    |    Kommentare (29)    |   Stichworte: Archiv, Chemical Guys, Dodo Juice, Handwäsche, NZ, Pflege, Suzuki, Swift, Wachs, Wäsche, Waschen

Putz-Zeug für den Mann!Putz-Zeug für den Mann!

Hallo, liebe Motor-Talker!

 

Dass mein neuer Swift niemals eine Waschstraße von Innen sehen wird, war relativ rasch beschlossen. Dank der tollen Wasch- und Pflege-FAQ hier im Forum wurde mir auch schnell die Angst vor der Handarbeit genommen.

Mein erster Schritt führte mich zu diversen Autozubehör-Läden sowie Tankstellen. Leider wurde ich dort nirgendst fündig und was dort teilweise angeboten wird, lässt mir regelrecht die Nackenhaare zu Berge stehen. In einer nicht näher definierten Autozubehör-Kette wird beispielsweise ein "Premium-Waschset" mit Plastikborsten-Bürste und billigstem Schaumstoff-Waschschwamm angeboten. Auf vielen Tankstellen war zwar eine große Pallette an SONAX-Produkten erhältlich, jedoch war ich mir auch hier nicht ganz sicher, ob das wirklich das Richtige für Marlene ist.

 

Also sollte wohl doch aus dem Internet bestellt werden. Während meiner Recherchen wurde ich schnell fündig und entdeckte einen österreichischen Shop, welcher sich rein auf Autopflegeprodukte spezialisiert hat. Doch das Beste kommt noch: Dieses Geschäft ist gerade einmal 15 Minuten von mir Zuhause entfernt! Also nichts wie hin.

 

Bevor ich jedoch auch hier wahllos einkaufte, fragte ich noch die Pflege-Verrückten Spezialisten im Fahrzeugpflege-Forum um Rat und so konnte in kurzer Zeit eine anständige und ausgeklügelte Einkaufsliste erstellt werden, die wie folgt aussah:

 

CHEMICALGUYS - Glossworkz

DODO JUICE® Tribble Mitt

DODO JUICE® Soft Touch Drying Towel

CHEMICALGUYS - Vertua-Bond 408

DODO JUICE® Diamond White (Panel Pot)

2x CHEMICALGUYS - Stage 3 Applicator Pad

5x CHEMICALGUYS - Elite Banded Premium Microfiber Towel

CHEMICALGUYS - Premium Blue - Wheel and Rim Cleaner

CHEMICALGUYS - New Look Trim Gel

 

Ich will zwar jetzt keine Werbung für besagtes Geschäft machen, jedoch war mir der Laden auf Anhieb symphatisch und ich glaube, mich dort schon bald Stammkunde nennen zu dürfen.

 

Mein herzlichster Dank geht an Motor-Talk und im Speziellen an alle, die mich im Fahrzeugpflege-Forum so tatkräftig unterstützt haben. Ohne Motor-Talk hätte ich mich vermutlich mit irgendeinem Klump eingedeckt oder hätte sowieso schon das Handtuch geworfen und hätte mich durch die Waschstraße ziehen lassen.

 

Jetzt muss Marlene nur noch so schmutzig werden, als dass sich eine Wäsche lohnt und dann kann´s losgehen - ich kann´s kaum erwarten!


08.11.2010 21:26    |    Kruegerl    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: Archiv, Pflege, Reinigung, Suzuki, Swift

Hallo, liebe Motor-Talker!

 

In der letzten Zeit habe ich meinen Swift ein wenig gehen lassen. Ein Outdoor-Ausflug mit Heimfahrt in schmutzigen Klamotten und dreckigen Stiefeln hier, eine Fahrt in unwegsamen Gelände in Tschechien dort (kleiner Tipp am Rande: Tschechische Pfützen sind gefährlich - man weiß nie, wie tief sie wirklich sein können! ^^ ), ohne mich um den Zustand und die Sauberkeit des Autos zu scheren. Bei längeren Fahrten wurde natürlich auch noch ordentlich geraucht und gegessen.

Ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand, dachte ich mir.

 

Doch es war ein regnerischer Montag, als sich meine Einstellung schlagartig wieder änderte. Als ich heute in der Morgendämmerung zu meiner Suzi marschierte und im Nieselregen vor ihr stand, krampfte sich mein Herz zusammen. "Was habe ich dir nur angetan", dachte ich mir und es schien mir fast so, als würde ihr eine kleine Kullerträne vom Scheinwerfer tropfen. Das wollte ich wieder gut machen und so fuhr ich direkt nach der Arbeit zu meiner Stammtankstelle, an der ich dann den gesamten Abend verbrachte, zwecks einer Komplettkur.

 

Aufwand:

70€ für Pflegeprodukte und Gebrauchsflüssigkeiten

4,5 Stunden Arbeitsaufwand

 

1. Fahrt durch die Waschanlage, um zu erkennen, welche Farbe mein Swift nocheinmal hatte

2. Aussaugen des Innenraumes

3. Entfernen von Staub und Schmutz im gesamten Innenraum mit einer kompletten Packung schweineteurer Innenreinigungstücher

4. Einlassen der Amaturen mit einem "Cockpitschaum matt"

5. Reinigung der Sitzbezüge

6. Reinigung der Innenscheiben

7. Ölen der Türschlösser

8. Auffrischung und Wiederherstellung der ausgebleichten Kunststoffstoßstangen

9. Auffüllen von Gebrauchsflüssigkeiten

 

Als ich nach der Komplettreinigung den Motor startete, um die Tankstelle zu verlassen, hätte ich schwören können, ein leises "Dankeschön" zu hören.

Endlich sind mein Auto und ich wieder glücklich. Endlich riecht es wieder angenehm frisch und man kann sich darin wieder richtig wohlfühlen.

 

Nun sitze ich hier, mir tut vom 4 Stunden "im Auto rumturnen" alles weh und in meiner Geldbörse klafft ein tiefes Loch. Doch es hat sich gelohnt. Seht euch die Bilder an und urteilt selbst.

 

Ich gönne mir jetzt jedenfalls einen Entspannungsdrink und schnuppere noch ein wenig den frischen Duft der Reinigungsmittel an meinen Händen. ^^

 

Gute Fahrt!

 

Eurer

Krügerl


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