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23.03.2011 13:58    |    Kruegerl    |    Kommentare (34)    |   Stichworte: 955, Alfa, Alfa Romeo, Alles auf Rädern, Mito

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Hallo, liebe Motor-Talker!

 

Gestern Nachmittag leutete bei mir im Büro das Telefon, auf dem Display erschien eine mir unbekannte Nummer. Ich nahm den Hörer ab und am anderen Ende der Leitung begrüßte mich der Alfa Romeo-Händler, bei dem ich vor einiger Zeit eine Probefahrt des Alfa Mito durchgeführt hatte (den Blog-Artikel dazu findet ihr in der Unterkategorie "Alles auf Rädern") und fragte mich freundlich, ob ich denn nun noch Interesse an dem Mito hätte.

 

Ääähm, ja, also... damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Obwohl nach der Probefahrt bereits feststand, dass der Mito kein Auto für mich ist, wollte ich den Verkäufer nicht enttäuschen und verabschiedete mich damals mit "Ich werde das Ganze noch überdenken und mich dann gegebenen Falls melden".

 

Ich teilte dem Verkäufer am Telefon mit, dass ich mich nun doch für den SUZUKI Swift entschieden hatte, da dieser eher meinen Vorlieben entspricht und weiters zu diesem Preis die Ausstattung des Mito bei Weitem übertrifft.

Nachdem ich den letzten Satz beendet hatte, konnte ich den Verkäufer am Telefon förmlich tief durchatmen hören und dann ging es los... Der Suzuki sei doch kein richtiges Auto, den könne man doch garnicht mit der Qualität eines Alfa Romeos vergleichen, wie kann man nur, blah.

Höflich unterbrach ich seinen einseitigen Monolog und teilte ihm mit, dass ich den Swift bereits bestellt habe und meine Entscheidung somit endgültig ist. Zusätzlich erklärte ich ihm, dass eine Stornierung meiner Bestellung selbstverständlich mit hohen Kosten verbunden sei. Er darauf:

 

"10% sagen Sie? Kein Problem, die 1600 Euro zahle ich Ihnen! Jetzt nehmen´s halt den Alfa!"

 

Mir wird aber auch wirklich nichts einfach gemacht, wenn mich ein Autoverkäufer schon förmlich anbettelt.

 

Neeeeeeeien!!! :D


21.03.2011 10:19    |    Kruegerl    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: Archiv, NZ, Plastik, Schutz, Seitenschutzleiste, Suzuki, Swift

Hallo, liebe Motor-Talker!

 

Ich stecke wieder einmal in einer Zwickmühle.

Wie einige Leser meiner vorigen Blogbeiträge vielleicht mitbekommen haben, handelt es sich bei meinem ersten Neuwagen um einen SUZUKI Swift 1.2 GLX (NZ). So schön das Gefühl eines Neuwagens aber auch ist, ist er auch mit großer Sorge und Stress verbunden, schließlich möchte man sein Fahrzeug dann ja auch so lange wie möglich als "neu" erhalten.

 

Meine größte Sorge bis jetzt waren immer die unachtsamen Türschwinger, die einem ohne zu schauen beim Aussteigen einfach ihre Türe in die Seite knallen. Dies hat sich mit der Zeit regelrecht zu einer Paranoia entwickelt, fahre ich doch mittlerweile bei meinem aktuellen Fahrzeug schon die komplette Farbpalette Europas durch die Gegend spazieren.

 

Es tut mir selbst bei meinem bereits 16 Jahre alten Swift jedesmal auf neue weh, wenn ich merke, dass mir wieder einmal jemand seinen Gruß an meiner Fahrzeugseite hinterlassen hat - beim neuen Swift kaum vorzustellen!

 

Bei der Wahl des richtigen Zubehörs meines neuen Swift habe ich von Anfang an auf ein eher sportliches Auftreten geachtet (schwarze 17"-Alus, Heckspoiler, etc.). In Verbindung damit ergibt sich eine schöne, klare und saubere Seitenlinie. Schwarze Plastikleisten würden dieses Bild nur stören und wirken alles andere als sportlich.

 

Jetzt ist es aber so, dass ich hauptsächlich auf so genannten "Schrägparkern" parke und auch bei den wöchentlichen Einkäufen auf den engen Parkflächen ist das Risiko eines "gemeinen Türschwingers" immer recht hoch.

Hinzu kommt, dass mein neuer Swift in strahlendem "Perlweiss metallic" daherrollen wird. Ein dunkler Lackkratzer oder gar eine Delle wäre für mich eine kleine Katastrophe (wobei dieser Ausdruck bei der aktuellen Situation in Japan wohl eher unangebracht ist ^^).

 

Jetzt stellt sich mir die Frage, die ich mir einfach nicht beantworten kann - ich hasse Unentschlossenheit! Soll ich mir die sportliche Linie wirklich durch die Plastikschutzleisten an der Seite versauen? Ich meine, aussehen tun die schwarzen Leisten im Kontrast zum weissen Lack sogar recht schick, aber das gesamte Auto wirkt dadurch irgendwie... anders und ungewohnt.

 

Was haltet ihr davon? Lohnt sich eurer Meinung nach die Investition in solche Seitenschutzleisten zur Risikominimierung? Was haltet ihr allgemein davon?

 

Wenn man nämlich den aktuellen Trend beobachtet, so sind diese bei vielen Modellen mit der Zeit fast komplett verschwunden. Auch viele Premiumhersteller wollen sich ihre Modelle nicht mehr mit solch "billigem Plastik" verunstalten.


18.03.2011 13:07    |    Kruegerl    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: Alles auf Rädern, Erdbeben, Japan, Katastrophe, Stellungnahme, Suzuki

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Stellungnahme der Suzuki Motor Corporation zum Erdbeben in Japan:

 

 

Zitat:

· Verlängerung des Produktionsstopps in den japanischen Werken bis mindestens Montag, den 21. März 2011

· Einige Zulieferer und Händler im Erdbebengebiet von Schäden betroffen

· Keine erhöhte Radioaktivität in den Werken und Lagern der Suzuki Motor Corporation gemessen

 

 

Hamamatsu / Bensheim, 16. März 2011. In Anbetracht der enormen Zerstörungen, die das Erdbeben und der Tsunami vom vergangenen Freitag im Norden Japans angerichtet haben, verlängert die Suzuki Motor Corporation den Produktionsstopp in seinen japanischen Werken bis mindestens 21. März 2011. Zwar sind weder Personen- noch Sachschäden in der Unternehmenszentrale und den Werken rund um das 500 Kilometer südwestlich von der Katastrophenregion gelegene Hamamatsu entstanden, jedoch sind zahlreiche Händler und einige Zulieferer im Krisengebiet von den Zerstörungen betroffen.

 

Auch im Gebiet rund um das Atomkraftwerk Fukushima unterhält die Suzuki Motor Corporation einige Händlerbetriebe. Da die Region in einem Umkreis von 20 Kilometern rund um das Kraftwerk evakuiert wurde, ist es schwierig, derzeit Informationen zu erhalten, wie es den Kollegen bei den betroffenen Händlern geht.

 

Keine Sorge müssen sich Kunden jedoch um eine mögliche erhöhte Strahlenbelastung ihrer bestellten Fahrzeuge machen. Sowohl die Unternehmenszentrale als auch die Werke und Lager liegen weit entfernt von Fukushima. Vorsichtshalber wurden auf den Werksgeländen und an der zu verladenden Ware Messungen der radioaktiven Belastung durchgeführt, die allerdings keine erhöhten Werte ergaben. Auch die Häfen Shizuoka und Aichi, über die die Fahrzeuge für den europäischen Markt exportiert werden, sind nicht betroffen.

 

Insgesamt wird der Großteil aller für den deutschen Markt hergestellten Suzuki Produkte in Werken außerhalb Japans gefertigt. Beispielsweise stammen nur 25% der in Deutschland und Europa gefertigten Suzuki Automobile aus japanischen Werken, 75% kommen dagegen aus Werken in Ungarn und Indien.

 

In den vergangenen Tagen sind sowohl in der japanischen Unternehmenszentrale als auch bei der Suzuki International Europe GmbH im hessischen Bensheim zahlreiche Briefe und Emails von Kunden und Händlern eingegangen, in der die Sorge um das Wohlergehen der japanischen Kollegen und der Bevölkerung vor Ort zum Ausdruck gebracht wird. Im Namen der japanischen Kollegen in Hamamatsu bedankt sich die Suzuki International Europe GmbH für die Anteilnahme.

 

Wir werden auch weiterhin über die aktuelle Lage vor Ort informieren.

 

· Suzuki Motor Corporation stoppt Produktion in den japanischen Werken bis mindestens 16. März

· Suzuki Unternehmenszentrale in Hamamatsu nicht von Erdbebenschäden betroffen

· Automobil-, Motorrad- und Außenborderauslieferung in Deutschland gesichert

Hamamatsu / Bensheim, 15. März 2011. Die Mitarbeiter der Suzuki International Europe GmbH im hessischen Bensheim drücken ihr tiefstes Mitgefühl für die vom Erdbeben in Japan betroffene Bevölkerung aus. In dieser schwierigen Situation hat die Sicherheit der japanischen Kolleginnen und Kollegen sowie ihrer Familien und Freunde die höchste Priorität.

 

Weder die Suzuki Unternehmenszentrale im japanischen Hamamatsu noch die umliegenden sechs Werke haben Schaden genommen, auch Mitarbeiter wurden nicht verletzt. Hamamatsu liegt in der Luftlinie etwa 500 Kilometer südlich des Katastrophengebietes und 250 Kilometer südwestlich von Tokio. Suzuki unterhält zudem in der Katastrophenregion keine Werke. Derzeit wird ständig ermittelt, ob Händler und Geschäftspartner in der Krisenregion betroffen sind. In Anbetracht der unübersichtlichen Situation ist es jedoch schwierig, aktuelle Informationen zu erhalten.

 

Aufgrund der aktuellen Situation im ganzen Land und aus Sorge um die Sicherheit der Mitarbeiter und ihrer Familien hat die Suzuki Motor Corporation entschieden, die Produktion in allen japanischen Werken bis mindestens 16. März zu unterbrechen. Anschließend soll auf Basis der dann vorhandenen Informationen entschieden werden, wann die Produktion wieder aufgenommen werden kann. In den japanischen Werken in Takatsuka, Kosai, Iwata, Toyokawa, Sagara und Osuka, die sich größtenteils in direkter Umgebung von Hamamatsu befinden, werden Automobile, Motorräder, Außenbordmotoren und Fahrzeugteile hergestellt.

 

Nur etwa 25% der in Deutschland und Europa verkauften Suzuki Automobile stammen aus japanischen Werken, der überwiegende Teil der Fahrzeuge wird im ungarischen Esztergom sowie in Indien produziert. Aufgrund des Produktionsvorlaufes und ausreichenden Lagerkapazitäten ist mit ernsthaften Lieferengpässen derzeit nicht zu rechnen. Auch die Ersatzteilversorgung ist im Moment sichergestellt.

 

Die Suzuki Außenbordmotoren werden zu etwa zwei Drittel in thailändischen Werken produziert, das restliche Drittel stammt aus japanischer Produktion. Auch hier erwartet Suzuki aufgrund des Bestellvorlaufs derzeit keine Lieferengpässe.

 

Etwas anders gestaltet sich die Situation im Bereich Motorrad, da ca. 90% der in Deutschland verkauften Motorräder aus japanischen Werken stammen. Derzeit sind noch alle Modelltypen sofort verfügbar, aufgrund des saisonalen Geschäftes könnten jedoch schon in Kürze leichte Engpässe auftreten, sollte sich die Lage in Japan nicht wie erwartet kurzfristig verbessern.

 

Die Suzuki International Europe GmbH ist ständig in engem Kontakt mit den japanischen Kollegen in Hamamatsu, und hält sowohl Mitarbeiter als auch Händler über die aktuelle Situation in Japan auf dem Laufenden.


07.03.2011 16:46    |    Kruegerl    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: Alles auf Rädern, Concept, Inovation, Messe, Prototyp, Suzuki, Tokio

Hallo, liebe Motor-Talker!

 

Heute gibt es von mir wieder einmal einen Blog-Artikel mit weniger Text, dafür um so mehr Bilder.

 

Was wirkliche Inovationen betrifft, hält sich Suzuki in den letzten Jahren doch etwas bedeckt. Lieber ausgereifte Kleinwagen, mit altbewährter Technik lautet die Devise. Desto erstaunlicher ist es, was die Designer von Suzuki dennoch für Ideen auf ihren Reißbrettern zu Papier bringen, denn in der Theorie verfügt Suzuki noch über ein ganz anderes Image, welches der Masse jedoch meistens verborgen bleibt. Mut zu neuem Design. Neue, inovative Lösungen.

 

Viele davon endeten bereits als Datenmüll, manchen war Suzuki zumindest ein reales Concept-Modell für eine Messe wert.

 

Für welchen Weg sich Suzuki in Zukunft entscheiden wird, ist noch unklar, aber eines steht fest: Sukuki´s Designer haben es faustdick hinter den Ohren... wenn sie dürften.


02.03.2011 20:24    |    Kruegerl    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: 955, Alfa, Alfa Romeo, Alles auf Rädern, Junior, Mito, Probefahrt, Romeo, Test

Hallo, liebe Motor-Talker!

 

Fast wäre ich heute fremd gegangen und hätte meine kompletten Pläne wieder umgekippt. Er hat mich verführt, wie eine nackte Blondine auf dem Bett - Alfa Romeo´s Mito.

"Der Mito in einer Sonderedition mit Sportpaket um 15 000€!?", dachte ich heute morgen verwundert, als ich die Werbung in der Zeitung erblickte. Schon ging es nach dem Dienst ab zum Alfa-Händler zwecks Begutachtung und Probefahrt.

 

Ich habe immer auf das aktuelle Design von Alfa Romeo geschimpft, aber als er so vor mir stand, überkam mich doch irgendwie ein Gefühl von Respekt. Die Schnauze mit dem Chrom-Grill tief über dem Boden, das Heck breit... und ebenfalls tief. Dann nahm ich im Inneren Platz - Benvenuti in Italia!

 

Es folgte der große Moment, es ging raus auf die Straße zum Probefahren. Die Erregung begann bereits kurz nach Verlassen des Verkaufsgeländes an der ersten Ampel. Die Fenster geöffnet vernahmen meine Ohren plötzlich ein dumpfes Brummen, wie direkt aus den Pofalten eines Gottes. Ist das... ist das etwas meiner!? Nach einer kurzen Muskelzuckung im rechten Fuß folgte die Antwort auf meine gedachte Frage: Ja, es war meiner!

 

Danach ging es ab auf die Autobahn: Pedal to metal!

Was mir direkt auffiel, ist der sehr lange Weg des Gaspedals. An der Bodenplatte aber dann doch endlich angekommen drückte es plötzlich kurz im Kreuz und der italienische Pfeil schoss vorwärts.

Während einer kurzen Zigarettenpause studierte ich ungläubig die genauen Daten meines Vorführwagens. Bei jedem Tritt in das Gaspedal konnte ich mir kaum vorstellen, dass da wirklich nur ein 1.4l-Motor mit 79 PS werkelt. Doch da stand es - schwarz auf weiss. Und auf der Rückfahrt dann wieder dieser Sound beim Hochdrehen!

 

Ich sog den italienischen Automobilflair mit jeder Pore meines Körpers auf. Zum Abschluss wollte ich den Mito dann noch auf seine Stadttauglichkeit prüfen und da war dann plötzlich der Spaß verflogen. In der City fühlt man sich plötzlich wie in einem Panzerspähwagen und hat kaum noch eine Übersicht. Plötzlich fühlte ich mich garnicht mehr so wohl im Mito und das italienische Flair, welches mich auf der Autobahn noch voll packte, war verschwunden. Die lange, hohe Schnauze verhindert eine genaue Sicht zur Stoßstangenlänge, die hohen Seitenscheiben schaden ebenfalls der Übersicht. Spätestens beim rückwärts Einparken kam dann das Aus. Aufgrund der winzigen, hohen Heckscheibe war es mir selbst beim dritten Anlauf nicht gelungen, in eine Parklücke zu kommen, in die ich normalerweise vier Meter Blech blind hineindrücke.

 

Noch war die Verführung jedoch groß und die nackte Blondine räkelte sich weiter vor meinen Augen. Doch irgendwie schien mir dies auf der Rückfahrt zum Händler völlig gleichgültig zu sein. Ich vermisste plötzlich wieder die Zeit, als ich meinen neuen Swift Probe fuhr und sogar meinen aktuellen alten.

 

Als ich den Wagen wieder dem Händler übergeben hatte und auf dem Weg zu meinem eigenen Auto war, drehte ich mich noch ein letztes mal um und der Mito sah mir mit seinen Kulleraugen traurig hinterher. Irgendwie wurde mir das Herz dann doch recht schwer, als ich ihn einfach so zurückließ.

Anmerkung: Ist es pervers, wenn man plötzlich in Autos Persönlichkeiten und Gefühlsausdrücke zu erkennen scheint? :D

 

 

Fazit: Der Mito ist ein sehr schönes, dynamisches und spritziges Auto. Gleichzeitig aber auch verschwenderisch und steht von der gesamten Aufmachung her eigentlich im Gegensatz zu meinem Lebensstil. Nein, ich glaube, der Mito passt einfach nicht zu mir.

 

Ja, es war Verführung. Die Liebe auf den ersten Blick und die sofortige Symphatie beim Starten des Motors, so wie beim neuen Swift fehlte jedoch gänzlich.


Blogautor(en)

  • Kruegerl
  • VincentVEGA_

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