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08.03.2010 11:25    |    Kruegerl    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: Alles auf Rädern

Im Moment stecke ich in einer Zwickmühle, liebe Community.

Schon damals, als ich 16 war, habe ich die 50ccm-Maschinchen eher belächelt und so heuer gleich mein hart gespartes Geld in ein Auto, welches ich bereits vorgestellt habe, investiert. Diese Investition will ich selbstverständlich auch keinesfalls missen, jedoch treten für mich als Autofahrer hiermit auch einige Probleme auf, an die ich früher garnicht dachte.

Das größte Problem ist wohl die elendige Parkplatzsuche. In der Innenstadt sowieso ein Graus, in meiner Wohngegend sogar noch schlimmer. Unser Wohnhaus verfügt zwar über eine Garage, jedoch kann ich mir einen Platz dort einfach nicht leisten (4000€ Anzahlung + 100€ monatlich). Außerhalb der Garagentore herrscht unter den Autofahrern Kriegsgebiet, da geschätzt auf einen freien Parkplatz zehn Personen kommen. Ab 17 Uhr ist es so gut wie unmöglich, in meiner Straße oder der nahen Umgebung noch einen Parkplatz zu bekommen. Eine zwanzigminütige Parkplatzsuche mit einem gleichlangen Spaziergang nachhause stellt somit für mich keine Seltenheit dar. Und vom Wochenende möchte ich schon garnicht sprechen.

 

Doch da die Tage nun langsam wieder länger werden auch auch die Temperaturen hoffentlich bald wieder nach oben klettern, habe ich mir ein Zweirad überlegt und mir sofort Kataloge besorgt und Preise verglichen. Dabei bin ich zum Entschluss gekommen, dass ich mir ein "richtiges" Motorrad mit meinem jetztigen Einkommen einfach nicht leisten kann, vor Allem, was die laufenden Kosten anbelangt. Trotzdem stellt ein motorisiertes Zweirad für mich einen gelebten Traum, vor Allem im Sommer dar. Schnell von A nach B kommen, keine lästige Parkplatzsuche, keine Staus und an der Tankstelle tanke ich für 5 Euro voll und zeige den Spritpreisen die Zunge.

 

Jetzt bleibt nur noch die Frage des Styles. Ich habe mich immer über die "doofen Moped-Fahrer" aufgeregt und über sie gelacht. Und nun soll ich mich selbst auf so einen stinkenden, quietschbunten Drahtesel schwingen? Es ist wie gesagt eine Zwickmühle. Auf einem Moped komme ich mir vor, wie ein pubertierender Teenager. Andererseits sind die Dinger (nicht die Teenager) irrsinnig praktisch und günstig, sowohl in der Anschaffung, als auch was die laufenden Kosten betrifft.

 

Die nächste Frage ist dann die Modell-Art. Cross-Maschine (hierfür kam beispielsweise schon eine Derbi Senda in die engere Auswahl), Roller oder Vollverkleidung im Rennmaschinen-Stil.

 

Ich hasse Unentschlossenheit...


04.03.2010 15:29    |    Kruegerl    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: Off-Topic

Bereits vor einiger Zeit erschien ein Blogbeitrag eines anderen Users, welcher sich mit den Klischees und Stereotypen von Fahrzeugen auseinandersetzt. Das gleiche möchte ich heute allerdings nicht mit den Untersätzen, sondern mit den Fahrerinnen und Fahrern selbt anstellen.

 

Zugegeben, ich bin noch nicht lange auf öffentlichen Straßen unterwegs und für mich eröffnet sich dadurch eine völlig neue Welt, an der ich nun auch aktiv als Fahrzeuglenker teilnehme. Ich bin bereits den verschiedensten Fahrzeuglenkern, aus diversen Nationen, begegnet. Irgendwann fielen mir allerdings immer mehr Gemeinsamkeiten mancher Fahrer auf, was das Fahrverhalten betrifft und ich kann heute den Gedanken einfach nicht verwehren, wenn ich beim Überholen manchmal einen flüchtigen Blick in das andere Fahrzeug werfe und murmle: "Ah, das ist bestimmt wieder so einer...".

Vielleicht fällt mir dies gerade als Neuling extrem auf. Jedenfalls habe ich mir nun einige Tage Gedanken darüber gemacht und die verschiedensten Fahrzeuglenker nach ihrem Fahrverhalten eingeteilt:

 

 

.) Der Kamikaze

 

Der Kamikaze ist zwischen 18 und 21 Jahre alt und ist sowieso immer der beste, und einzig gute Autofahrer auf der Straße, weil er alle Rundenrekorde in "Need for Speed" geknackt hat. Vorzugsweise ist er mit Muttis altem Kleinwagen oder einer eigens erworbenen Klapperkiste der 1000-Euro-Preisklasse unterwegs, welche alle paar Jahre um die Prüfplakette zittern muss. Die Heckklappe rostet vor sich hin, die Achsen quitschen, dass es allen anderen Verkehrsteilnehmern die Zehennägel aufstellt und das linke Vorderlicht ist defekt.

Egal, hauptsache 3 cm Tiefer, Alufelgen, Auspuffendrohr mit dem Durchmesser einer Faust, drei Subwoofer im Kofferraum und Schweller, die seit dem letzten "Hoppala" nur noch durch Klebeband von ihrer Flucht gehindert werden.

Der Tod ist sein ständiger Beifahrer. Wenn die Freundin mitfährt, muss der Tod auch mal auf die Rückbank ausweichen.

 

.) Der Familienvater

 

Er ist hauptsächlich in Vans mit Frau und 2,5 Kindern im Gepäck anzutreffen. Im Grunde eine gute Seele. Fährt sehr defensiv, hält sich strikt an die Verkehrsregeln, ist stets aufmerksam und kümmert sich nebenbei noch um die Plagen am Rücksitz. Die Fahrt in den Urlaub ist seine jährliche Prüfung. Auf Autobahn Raststätten findet man ihn meistens etwas von der Familie entfernt. Erste Station: Toilette. Zweite Station: Noch während die Ehefrau die Kinder am Parkplatz mit Keksen versorgt und sich um die Pipi-Pausen-Regelung kümmert, findet sich besagtes Subjekt bereits im Lokal selbst, alleine am Tisch, bei einem Entspannungskippchen und einem großen Glas seines Lieblingsgetränkes wieder. Hält doch kein Mann durch...

 

.) Der Geschäftsreisende

 

Dieses Subjekt ist stets gestresst und grundsätzlich schon zehn Minuten zu spät dran. Dies macht ihn für andere Verkehrsteilnehmer etwas gefährlich. Der Geschäftsreisende hat grundsätzlich Vorrang und zeichnet sich durch häufige Spurwechsel aus. Schließlich könnte die Nebenspur ja einen Meter schneller vorran kommen. Das erste, nach was er in der Betriebsanleitung eines Fahrzeuges sucht, ist, wie man den Abstandswarnmelder deaktiviert.

 

.) Der gemeine Rentner

 

Über ihn könnte man nun seitenweise sinnieren, was allerdings den Rahmen dieses Blogs sprengen würde. Das Lenkrad auf Nasenhöhe, stets mit Hut unterwegs und die Klopappenrolle auf der Ablage darf natürlich auch nicht fehlen. Auf der Straße gilt: 80 sind möglich, 70 erlaubt, er fährt 60. Zwischen dem Setzen des Blinkers und dem Spurwechsel vergehen schon einmal 10-15 Sekunden, sofern nicht vergessen wurde, dass das Fahrzeug überhaupt mit so einem modernen Firlefanz, wie Blinkern ausgestattet ist. Hupgeräusche im Rücken gehören für ihn zum Alltag. Mit fortgeschrittenem Alter allerdings beschränken sich seine Fahrtwege auf Zuhause -> Arzt, Arzt -> Zuhause, Zuhause -> Einkaufszentrum, Einkaufszentrum -> Zuhause.

 

.) Der Brummi-Fahrer

 

Vorrangig im Wildgebiet der Autobahn auf der rechten Spur zu entdecken. Sie fahren für´s Geld, die Straße ist ihr Zuhause. "Trucker-Romantik" sucht man allerdings in der heutigen Zeit vergebens. Vorgeschriebene Ruhezeiten, die die Vorgesetzten allerdings nicht die Bohne interessieren. Hohe Strafzahlungen. Selbst die Standheizung muss sich ein Fernfahrer mittlerweile erst mit mehr oder weniger illegalen Mitteln verdienen, indem er auf die vorgeschriebenen Mindestabstände zwischen LKWs pfeift, um im Windschatten zu fahren, um so Diesel zu sparen.

Er ist ein leidendes Wesen.

 

.) Der Taxi-Fahrer

 

"Du sagen, ich fahren!"

 

 

 

Falls ihr noch mehr Sterotypen entdeckt habt, könnt ihr sie gerne in den Kommentar-Bereich posten. Ich würde mich freuen, sie in den Artikel übernehmen zu können.


03.03.2010 14:52    |    Kruegerl    |    Kommentare (12)    |   Stichworte: 125Jahre, Archiv

Lange habe ich überlegt, ob es sich wirklich lohnt, für ein eher unspektakuläres Fahrzeug eigens einen Blog zu verfassen. Doch es ist mein erstes eigenes Auto und ich bin stolz darauf, wie nur etwas. Ich denke, jeder fühlt etwas besonderes, einzigartiges, wenn er an sein erstes, eigenes Auto zurückdenkt, welches er sich hart als Junger zusammengespart hat.

 

Bei meinem ersten eigenen Untersatz handelt es sich um einen SUZUKI Swift GLS 1.0. Eine Leistung von 39 kw, hier und da hat sich Rost angesetzt, der Lack ist überseht mit Kratzern und der Motor hat auch schon bessere Tage erlebt. Man kann eigentlich nur noch von ideellem Wert sprechen.

Doch es ist meins und ich liebe den kleinen Zwerg!

 

Es war allerdings schon ein recht krasser Umstieg vom Fahrschulauto (Golf VI) auf diese Seifenkiste. Kein ABS. Kein ESB. Keine Servolenkung. Keine Klimaanlage. Kein Radio. Den "Boardcomputer" stellt eine defekte LCD-Uhr am Mittelpanel dar.

 

Und da ich, wie viele andere auch, dem Wahn des optischen Tuningwahns verfallen bin, habe ich gleich einmal mit dem Innenraum angefangen, wie auf den Bildern ersichtlich ist. Doch selbst dieser Stand von voriger Woche ist nicht mehr wirklich aktuell. So wurden bereits die Gurte ausgetauscht sowie der Schaltknauf doch gegen einen kugelförmigen aus gebürstetem Aluminium ausgetauscht, da mir der, der noch auf den Fotos zu sehen ist, doch nicht so gefallen hat, wie ich anfangs dachte. Das aktuelle Lenkrad wird auch nicht mehr lange drinbleiben, da mein MOMO-Lenkrad bereits auf den Weg zu mir ist.

Neue Radkappen in Chrom-Optik habe ich ebenfalls bereits montiert, da der Vorbesitzer anscheinend auf Kriegsfuß mit Randsteinen war.

 

Für die Prüfplakette (in Österreich "Pickerl") gehören allerdings bis Ende März noch einige Dinge gemacht, inkl. neuer Stoßdämpfer. Das wird wieder teuer werden.


Blogautor(en)

  • Kruegerl
  • VincentVEGA_

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